| psychochicken | vor kurzem hatte ich mit einer mitschülerin eine interessante diskussion über lieber. da ich mir die dinge gerne bildlich vorstelle, kamen wir zu der puzzleteil-theorie. jeder von uns ist also so ein teil mit ein paar noppen und löchern. wir suchen nach dem passenden teil, finden eines, und verlassen es wieder, weil es doch nicht gut genug gepasst hat. aber gibt es das ultimative puzzleteil? meine freundin meinte nein, ich ja. aber mit dem alter verformen sich viele puzzleteile, oder? müssen sie genau gleich verschrumpeln? und können zwei teile gleichzeitig an das eigene passen? und was ist wenn das puzzleteil von der form her perfekt passt, aber ein völlig anderes muster hat, also aus einem anderen puzzle stammt? d.h. es ist wesntlich älter oder es gibt andere schwierigkeiten. wir nahmen einen 70-jährigen blinden als beispiel, sie meinte, wenn es im bett noch klappt, warum nicht. tja, dazu kommt die akzeptanz in der gesellschaft. soviel erstmal von mir, ich will wissen, was ihr darüber denkt. Tschiggn |
| Demon17 | @psychochicken, Also das mit den Puzzleteilen ist wirklich eine schöne Metapher. Aber ich hab da noch einen anderen Aspekt gefunden, wenn Puzzleteile lange zusammenstecken und sich gemeinsam veränder wachsen sie manchmal untrennbar zusammen. Vielleicht gibt es ja so viele Scheidungen, weil die einzelnen Puzzleteile heututage jeweils unterschiedlichen Einflüsssen ausgesetzt sind und sich deshalb unterschiedlich verändern, bis sie nicht mehr zusammenpassen? never surrender demon17 |
| TheTurningPoint | So richtig gefallen tut mir die Puzzleteil-Theorie nicht. Sie geht stillschweigend davon aus, daß sich die Menschen nicht verändern. Andererseits fallen mir dazu auch ein paar Bilder ein: 1. Die Puzzleteile gehen langsam aufeinander zu und passen ihre Formen aneinander an. 2. Die Puzzleteile sind so flexibel und schmiegsam, daß es gar keine Probleme gibt, sich anzupassen. 3. Die Puzzleteile gönnen sich jedes genügend Freiraum, so daß die Form relativ egal ist. |
| Demon17 | @TheTurningPoint, also irgendwie hast Du recht, die Dynamik der menschlichen Entwicklung kommt in der Puzzleteil nicht so richtig zum Ausdruck. Nur über das "einschrumpeln" als ob das nicht auch etwas mit weiterentwickeln zu tun hat. Deswegen gefällt mir 1 auch so gut weil das da drin steckt. und 2 natürlich auch. 3 finde ich nicht so gut weil, wenn die Puzzleteile keine feste Verbindung eingehen können ist das keine Beziehung für mich. Das nennt sich dann wohl "Vernunftehe" oder "marriage of convenience" Es muss schon was richtig gut zusammen passen, wer nichts Gemeinsames oder Komplementäres hat gehört auch nicht zusammen. think twice its magic demon17 |
| psychochicken | einschrumpeln ist vielleicht blöd ausgedrückt, ich meinte formveränderung an sich. |
| Lord Voldemort | @Chicken: Also, ich stimme eher Deiner Freundin zu und sage, es gibt keine zwei perfekt zusammen passenden Teile - genauso wenig wie es perfekte Menschen gibt zum Beispiel. Sonst finde ich, dass TurningPoint es gar nicht so schlecht getroffen hat - man muss eben flexibel sein, sonst findet man garantiert kein passendes Teil. |
| Fayve | ich habe auch eine puzzle-theorie aber eine eigene die benutze ich wenn ich mir etwas vorstelle ich sehe die welt als großes ganzes und stelle mir vor wie es wäre wenn ein teil fehlen würde sie wäre nicht so wie sie ist... |
| RayRay | oh mein gott, ihr seid alle so krank! müsst ihr euch etwa das gesammte leben nur als einen beschissenen gegenstand vorstellen. so typisch menschlich, die ganze welt in eine box voller metaphern zu stecken und sich einzureden, man könnte sie so besser verstehen, man könnte es so besser ertragen! oh mein gott, das ist so schlecht! ihr könnt euch doch die menschen nicht als scheisspuzzleteile vorstellen. das ist so die typische grobartigkeit des menschen. es ist einfach nur noch so primitiv....... |
| Larmedesuicide | Oh was ein wundervoll formulierter Beitrag und wie wenig Aggression doch drin steckt. Wo ist das problem, wenn der Mensch versucht etwas zu verstehn, und es zuerst vielelicht einmal vereinfacht und sich dann um diese Vereinfachung herum komplexere Gedanken macht? |
| Fayve | es typisch mänschlich zu verallgemeinern wir tuhen es alle wir arbeiten alle mit formen um unsere forstellungen zu formulieren allein unsere sprache ist eine einzige verallgemeinerung (ich habe damit kein problem ,denn ich weiß das es nicht ohne geht) genauso unsere schrift alle formen in denen wir uns ausdrücken sind symbolhaft und verallgemeinern du kannst mir nicht beweisen das du es nicht tust wir brauchen ein geordnetes system und jeder benutz eins |
| psychochicken | rayray, ich hätte lust [I]dich[/I] in eine box voller methaphern zu stecken. wenn es dir nicht passt, worüber hier diskutiert wird, warum hältst du dich nicht einfach raus? ohne methaphern wäre unsere sprache ziemlich "leer". liegt nicht ein gewisser zauber dahinter? ;) |
| Fayve | nein es ist ok wir brauchen kritik ohne sie wären keine neuen erkenntnisse möglich ob von einem selber oder von jemand anderem --- klar könnten wir auch das ganze board hier als mist erklären wozu brauchen wir philosophie irgenwo hat mal jemand in ein philo-forum jemand geschrieben "-habt ihr es den immer noch nich verstanden-" naja er hatte nicht ganz unrecht es fraglich ob es uns was nutzt wenn wir uns damit auskennen (ich meine das über das hier so geschrieben wird) |
| RayRay | @psychochicken: du hättest lust mich in eine box voller metaphern reinzustecken? warum? wie soll das gehen? ist das so eine umschmückte redewendung? klingt ziemlich aggressiv und nicht sehr originell. ohne metaphern wäre die sprache ziemlich leer, stimmt schon. Aber ich habe nicht von der Sprache geredet, falls du es nicht bemerkt hast. @fayve: ja, geordnetes system... etc. wir brauchen disziplin und grenzen in unserer welt. schon klar... diese verallgemeinerungen und vereinfachungen wir ihr sie nennt sind abscheulich. denn sie sind nicht die wirklichkeit. |
| Fayve | @ray ray ich weiß aber es geht nicht anders jedes system der kommunikation verallgemeinert der computer mit seinen nullen und einsen (ein computer wird nie einen kreis berechnen können, den er hat unendlcih ecken) verallgemeinerungen und vorurteile machen das leben einfacher und schwieriger ein mensch muss täglich eine gigantische flut von daten bewältigen und das kann er nur in dem er verallgemeinert nachteile sind das oft fehler entstehen wenn man verallgemeinert man kann keine antwort auf alles beziehen |
| psychochicken | nur so neben bei bemerkt ist "umschmückt" auch eine metapher! am besten ist aber deine box mit den metahpern, toller ausdruck, muss ich mir merken! und entschuldige mein aggressives verhalten dir gegenüber - es war wieder meine primitive, schlechte menschlichkeit! *hust* ach ja - ich hatte vergessen, wie "krank" ich bin, gehe jetzt lieber ins bettchen. |
| RayRay | dir sei verziehen, du dummi... ruh dich aus! |
| herzschlacht | wo wir gerade bei verallgemeinern und alles erklären sind herr d´holbach hat da seine vorstellung und das ist noch krasser als das mit dem puzzle. er denkt sich vom ursprung an als alles noch ein schwarzer knäuel universum war oder so,war bestimmt was passiert, solange das universum existiert. jedes teilchen bewegt sich seit dem anstoss genau so wie es aufgrund der physik muss und verbindet sich zu allem was existiert. auch jetzt ist dein cursor nur da wo er is weil die atome das so müssen. auch wenn du´s bewegst...jetzt auch...besser nich drüber nachdenken. wo der anstoss und die physikalischen gesetze herkommen weiss er allerdings auch nicht |
| psychochicken | alles zu zersetzten ist ja auch nicht das wahre. es ist doch nicht so, dass ich mich wirklich für ein puzzleteil halte, verdammt! |
| Fayve | ne das hat ja niemand verlangt:) |
| CaligoCavus | Zurück zu den Puzzleteilchen. Wäre es nicht denkbar, dass die verschiedenen Ansprüche an den jeweilgen Partner durch die Anzahl der Einkerbungen und der abstehenden Teile definiert sind? Jemand, der offen und tolerant für alles und jeden ist, besitzt ein weniger ausgeprägtes Muster, und kommt somit auch viel leichter mit jenen zusammen, die ebenfalls recht anspruchslos sind. Hat eine Person hingegen sehr detaillierte Vorstellungen ihres zukünftigen Partners, so ist das metaphorische Puzzleteilchen umso komplexer aufgebaut. Für diese Art Menschen ist es schwieriger einen Partner zu finden. Sie passen zwar, notgedrungen vielleicht, für eine Weile mit den simplen Puzzleteilchen zusammen, können aber auf Dauer nicht koexistieren, da hier und da immer wieder ein Teil überstehen würde. Fazit: Für jeden Topf findet sich ein Deckel, er muss nur die richtige Grösse und Form haben. [QUOTE][i]Original geschrieben von RayRay [/i] [B]dir sei verziehen, du dummi... ruh dich aus! [/B][/QUOTE] Wie unsagbar originell Ihr Euch doch auszudrücken vermögt. [QUOTE][i]Original geschrieben von RayRay [/i] [B]ihr könnt euch doch die menschen nicht als scheisspuzzleteile vorstellen. das ist so die typische grobartigkeit des menschen. es ist einfach nur noch so primitiv....... [/B][/QUOTE] Und innerhalb eines Textes die Primitivität und Grobartigkeit der Menschen anzuprangern, während man so stilvolle Wörter wie jenes mit "Sch" verwendet, scheint mir nicht sehr treffend. |
| psychochicken | eine gute fortsetzung der theorie! baer was ist mit den teilchen aus verschiedenen puzzlen, funktioniert das oder nicht? |
| Chimonas | Funktioniert das? Naja, mit Gewalt (und einer Schere) schon. Manchmal wohl auch durch Zufall. Aber Menschen koennen sich (bis zu einem gewissen Mass) anpassen, Passel-Teile nicht so leicht. Auch wenn nicht jedes menschliche Passel-Paar moeglich ist, sind die Vorgaben hier nicht gleich mit "Geburt", verzeihung, natuerlich mit Herstellung des Passels fuer immer fest und damit unveraenderlich. Aber zurueck zu den einezelnen Passel-Teilen. Die suchen sich ja nicht selbst, das zu ihnen passende Gegenteil aus. Es gibt eine oder auch zwei Haende, welche pruefen, ob etwas zusammenpasst oder nicht. Wer koennte diese Rolle im "menschlichen Passel" uebernehmen? Gruss Chimonas |
| CaligoCavus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i] [B]Aber zurueck zu den einezelnen Passel-Teilen. Die suchen sich ja nicht selbst, das zu ihnen passende Gegenteil aus. Es gibt eine oder auch zwei Haende, welche pruefen, ob etwas zusammenpasst oder nicht. Wer koennte diese Rolle im "menschlichen Passel" uebernehmen? Gruss Chimonas [/B][/QUOTE] Das Schicksal? Ein Gott? Oder einfach nur der Zufall. Gäbe es jene Hände, von denen Ihr sprecht, in welcher Form auch immer, so müsste es doch nur noch glückliche Paare gäben. Keine Trennungen mehr, keine Scheidungen...nur ewige Liebe. |
| Chimonas | @ CaligoCavus Es sei denn, das Pruefen, ob zwei Stuecke zusammenpassen dauert bei manchen Passel-Teilen ihr "Leben" lang.... Und wer die Haende sind. Keine Ahnung. Fuer mich sind es einfach nur Haende. @ psychochicken Und nochmal zu den verschiedenen Passelteilen (hier Theorie erstmal verlassen muss). Bei Menschen gibt es mindestens eine koerperliche und geistige Ebene. Wenn man die bei den Passel-Teilen einfuehren kann, klappt es ohne Probleme. Da dann eine 2. Ebene auf eine andere 2. Ebene eines fremden Passel-Teils passen kann, auch wenn die 1. Ebene nicht passt, oder umgekehrt. Am besten waere aber wohl ein passen auf beiden Ebenen. (komisches Passel) Gruss Chimonas |
| RayRay | @caligo cavus: Zitat: -------------------------------------------------------------------------------- Original geschrieben von RayRay dir sei verziehen, du dummi... ruh dich aus! du: Wie unsagbar originell Ihr Euch doch auszudrücken vermögt -------------------------------------------------------------------------------- hm... es tut mir leid wenn ich deine vorstellung von originell verfehle, aber auf dumme Aussagen wie "*hust* ach ja - ich hatte vergessen, wie "krank" ich bin, gehe jetzt lieber ins bettchen- quote psychochick" oder "entschuldige mein aggressives verhalten " ... kann ich nur teilnahmslos antworten. ich kann schlechten sarkasmus nicht kritisieren, denn das ist einfach nur erniedrigend für die psycho und zu ermüdend für mich. "Und innerhalb eines Textes die Primitivität und Grobartigkeit der Menschen anzuprangern, während man so stilvolle Wörter wie jenes mit "Sch" verwendet, scheint mir nicht sehr treffend" Ich finde das Wort SCHEISSE sehr stilvoll, es ist schlicht, ausdrucksvoll, beim Publikum nicht gerade unbekannt und immer wieder passend. Und ich habe nichts gegen die Grobartigkeit des Menschen, denn sie macht ihn nunmal aus, es gibt viele originelle Aspekte an dieser Eigenschaft. ich habe aber versucht die grobe Dummheit, die sich in euren Schädeln ausbreitet zu Beschreiben. Dazu habe ich einige Ausdrücke benutzt die meine Aussage ausdrucksvoller machen sollte. Kann sein, dass einige Sätze entkräftbar sind. Es war künstlerische Freiheit, an die menschliche Primitivität und Grobartigkeit zu appelieren. sind die lächerlichen missverständnisse nun geklärt? Achja, und zur Theorie. ich nehme mal an, dass ist sehr typisch für uns im thema "Liebe" irgendwelche Anhaltspunkte, Normen oder Grundbasen zu finden. Doch eine Liebe kann nur erblühen, wenn man sie ganz natürlich wachsen lässt. Ohne Eingriffe, oder irgendwelche komplexen Ideen wie man s richtig machen könnte. wie man den richtigen findet, ihn erkennt und lange genug mit ihm/ihr zusammen bleibt. All diese Dinge zerstören den natürlichen Vorgang der "zusammensetzung der puzzleteile". |
| psychochicken | :D |
| Demon17 | also mir hat die puzzleteil-theorie gefallen, auch wenn sie ein bischen statisch ist und die veränderung der menschen im laufe der zeit nicht genug berücksichtigt. aber das ist ja bei den meisten theorien so...die metapher regt durchaus zum nachdenken an. never surrender demon17 |