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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Natur - Volk
DunklerSchattenIn der Schule besprechen wir derzeit ein relativ interessantes Thema... es geht sich darum, ob die Menschen wieder als ein Naturvolk, wie es die Indianer damals waren, leben können.

Was meint ihr dazu, sind wir dazu im stande oder sind wir längst abhängig von Maschinen und Technologie?
MenedemosMeinst du die Menschheit insgesamt oder einzelne Individuen?

Die gesamte Menschheit: Ausgeschlossen. Die extensive Wirtschaftsweise der Indianer könnte niemals 6 Milliarden Menschen ernähren. Ich würde mal sagen, daß das deutsche Staatsgebiet, würde dort eine Jäger- und Sammlergesellschaft leben, allerhöchstens 500 000 Menschen ernähren könnte. Das heißt, nur jeder hundertsechzigste Mensch dürfte übrig bleiben.

Ob einzelne Menschen es schaffen würden, ist pauschal schwer zu sagen, kommt darauf an, ob sie bei den Pfadfindern waren. Und ob ihnen Engerlinge nicht zu eklig sind...
CaligoCavusSeid gegrüßt!

Meiner Meinung nach sind die Bedingungen, unter denen die Menschheit in der freien Natur, ganz ohne technische Hilfsmittel und dergleichen, leben könnte, nicht mehr gegeben. Die Wälder werden systematisch abgeholzt, die Zahl der Tiere Stück für Stück dezimiert. Wo bitte sollten wir noch Nahrung finden?
Nehmen wir einmal an, es gäbe von heut auf morgen keine Städte, keine Strassen usw., also überhaupt keine Infrastruktur mehr. Anstelle dessen hätten wir nun wieder mehr Wälder, Seen, etc. Der Mensch wäre also gezwungen, seinen Bedarf an Nahrung durch das zu decken, was ihm die Natur bietet. Ich persönlich würde nicht lange "da draussen" überleben, und ich denke, viele andere würden mein Schicksal teilen. Allein das Feuermachen um eventuell erlegtes Wild genießbar zu braten, ist für den Großteil von uns ein unmögliches Unterfangen.

Fazit: Der Mensch kam mit dem Gedanken aus der Natur, niemals zu ihr zurückzukehren, da dies seinen sicheren Tod (oder zumindest eine erhebliche Komforteinbuße) bedeuten würde.

post scriptum: Ich spreche in diesem Beitrag vom Großteil der Europäer, da in anderen Teilen der Welt mitunter noch "indianische Verhältnisse" vorliegen.
FioreWir hätten leider nicht mehr das Wissen, wie wir uns versorgen und schützen müssten, um größere Populationen "durchzubringen". Ausserdem sind unsere Körper nicht an das Leben in komplett freier Natur angepasst - es sei denn, du bist im Stande, dir eine ausreichende Unterkunft zu bauen die auch ein paar Jahre hält und die warm genug ist (dran würde es allein schon bei mir scheitern - ich hätte auch keine Ahnung, wie ich Wild erlegen und zu Kleidung verarbeiten sollte - bis ich mir das angeeignet hätte, wär ich schon längst erfroren!) Die Evolution hat eine Rückentwicklung nicht bei den Homo Sapiens vorgesehen, schätz ich mal....!

Grüße

Fiore
tyraelIch glaube einzelnen menschen wäre es möglich zurück in die natur zu kehren aber ein großer teil würde dieses nicht überleben! vielleicht würden die körperliche eingenschaften ausreichen um zu überleben, aber die psychologie spielt da nicht mit! es wäre für die erde das beste wenn die menschliche zivilisation zu grunde gehen würde da die erde sich dann ohne verpestung und zerstörung entwickeln kann!

gruß tyrael
Marla Singer[QUOTE]es wäre für die erde das beste wenn die menschliche zivilisation zu grunde gehen würde da die erde sich dann ohne verpestung und zerstörung entwickeln kann![/QUOTE]

Oh, wie recht du hast!!!


Habt ihr schon gehört: Es soll einen Typen geben, der ein paar Jahre lang am Amazonas bei einem Urwaldstamm gelebt hat und der jetzt zwanzig Aussteiger sucht, um mit ihnen da unten einen neuen Stamm aufzubauen, nach einem Trainingsjahr.

Mit anderen Worten das, was schon andere festgestellt haben: Es geht sehr wohl für einige, aber nur wenn sie es freiwillig tun und nicht durch andere Menschen gezwungen werden.


Kennt ihr das Buch "Die Kinder der Mutter Erde"? (Keine Ahnung von wem, irgendeine Frau) Na ja, ist ziemlich feministisch, aber die Gesellschaftsform, die da beschrieben wird...!
Jedfenfalls spielt das alles nach dem dritten Weltkrieg, einem Atomkrieg, der fast die gesamte Menschheit zerstört hätte. Nun sind nur noch einige wenige Völker übriggeblieben und ein Volk davon, das trotz technischer Entwicklung im Einklang mit der Natur lebt, wird sehr genau beschrieben. Ews klingt sehr, sehr realistisch - wenn wir auch nach einem Atomkrieg noch einmal anfangen könnten, könnte so etwas auch entstehen.
TiberonOje, nur Stadtkinder hier ?;)
War ihr schonmal mehrere Tage in der Natur?
Soo schwer ist das nicht, denn allzuviel gibts da einfach nicht zu wissen.
Und wenn man sich dann auchnoch in einer (nicht zu großen) Gruppe befindet, ist das Überleben schon fast gesichert.
Gerade Deutschland wäre für das Szenario schon fast das Paradies - keine gefährlichen Tiere, viele jagbare Pflanzenfresser, rel. angenehme Temperaturen ...

.. ein Traum ..


[quote]Die Evolution hat eine Rückentwicklung nicht bei den Homo Sapiens vorgesehen, schätz ich mal....!
[/quote]Die Evolution hat am Homo sapiens sapiens seit mehreren zehntausend Jahren nichts gemacht. Es wäre keine biologische Rückentwicklung nötig, man müßte nur die ganzen Maschinen stehen lassen.
Fayveach das thema hat ich schon mal auf ner anderen seite
also

ich frag mich ob wir es überhaupt schaffen könnten wieder nur
von der natur zu leben

wir sind so abhängig von unseren moderen welt
das das ziemlich schwer würde
und ich denke das uns ein grossteil unseres wissens verloren
gegangen ist

auserdem frage ich mich ob unsere jetzige lebensweise richtig ist

ob es richtig ist das wir uns so weit von der natur weg bewegt
haben
und wie wie wir mit ihr umgehen



ach ja deutschland über leben in freier wildniss
was nicht praktisch ist:
-es ist im winter ziemlich kalt
-es gibt nicht viel auswahl an nahrung
(kleine tierwelt im vergleich mit dem regenwald)
(wenige frucht pflanzen im vergleich mit tropen)
TiberonHaltet ihr das wirklich für soo schwer?
Inwiefern genau sind wir denn von der modernen Welt abhängig?
Fayveich denke du würdest nicht mehr als zwei pilze wissen die
giftig sind,auser du kennst dich damit aus und befasst dich damit

nur um ein beispiel zu nennen
Morgendämmertheoretisch wäre es schon möglich, denke ich mal, aber nur wenn [COLOR=red]alle menschen [/COLOR] für einen komfortverzicht und einen sicherheitsverlust bereit wären. die gegebenheiten würden aber wieder menschen bevorzugen, die sich dem system ausklinken, und anfangen die natur und die selbstlosen ausnutzen. --> die die im einklang mit der natur leben, pflanzen sich weniger fort als die, die handel betreiben und über ihren bedarf produzieren. die unterdrücker werden immer mehr werden und irgentwann ist es dann wieder so wie es jetzt ist, naturvölker, die wirklichen vorbilder einer gesellschaftsform fristen ihr dasein in resavaten oder werden ermordet, weil sie wirtschaftlichen zielen im wege stehen(goldabbau in brasilien).
ein naturvolk zu werden wäre die einzige chance für die menschheit gewesen, aber da das unmöglich erscheint muss ich leider tyrael recht geben:

[QUOTE]es wäre für die erde das beste wenn die menschliche zivilisation zu grunde gehen würde da die erde sich dann ohne verpestung und zerstörung entwickeln kann![/QUOTE]

in dem film instinkt wird die menschheit in zwei gruppen eingeteilt, die naturvölker und die tätermenschen. die verbreitung der tätermenschen sind die ursache für das ganze naturfeindliche homozentrische system.
ich finde da ist was wahres dran...
TiberonNaja, ich bin kein Naturromantiker.
Von Pilzen werd ich auf jedenfall satt - und nicht nur von denen ..
Vergesst auch Insekten nicht! (warm schmeckt fast alles ;))
Oder irgendwelche Triebe, Wurzeln, Knollen ...
Die jungen! Triebe der Fichte schmecken z.b. richtig gut

Ja, ich kenn mich damit zumindest etwas aus und befasse mich auch mit dieser Thematik sowohl umfassend als auch partikulär.
Von daher muß ich um mehr Beispiele bitten.


Ob das nun die gesamte Menschheit könnte, wäre eine andere Frage. Auch ob die Natur es verkraften könnte, stiefelten plötzlich 6Mrd. Menschen durch Wald und Wiesen ...
Doch wieso sollten sich jene, die im Einklang mit der Natur leben weniger gut fortpflanzen können ?
Ich glaube auch, daß wir uns auch der Frage stellen sollten, ob wir unseren Fortschritt nicht für die Natur nutzen können.
SenecaEin einfacher Beweis, für die Unmöglicheit einer Rückorientierung zu einer weniger technisierten Lebensweise, oder gar der Rückkehr zur naturnahen Lebensweise, ist der nicht mehr existierende Wald um Sarajevo, der von den Bewohnern während der Serbischen Belangerung verheizt wurde.
Die derzeitige Weltbevölkerung von über 6 Milliarden Menschen übersteigt die Aufnahmenkapazität jedes existierenden Ökosystems, was vor ca. 5000 Jahren auch der Grund für die Erfindung der Landwirtschaft und Zivilisation war.

Die Erde verträgt nach Schätzungen maximal 30 Millionen Menschen, wenn man von einer primitiven steinzeitlichen Lebensweise ausgeht...darüber gerät das Ökosystem aus den Fugen, und die Völkerwanderung setzt ein...!
So verdrängte auch schon der agressivere Cro-Magnon Mensch seinen nahen Vetter den Neandertaler, aus Europa.
TiberonDarf ich fragen, wo du das mit den 30Mio's her hast ?
Auch an diesbezüglich ähnlichen bzw. weiteren Daten jedwelcher Form hätte ich Interesse.
SenecaDie Zahl stammt aus einer Studie, die in einer Ausgabe des "Geo" Magazins erwähnt wurde, es ist eine Ausgabe von 1996, die ich derzeit nicht zur Hand habe.
Ich reiche die Quelle gerne nach, sobald ich das Magazin wieder zur Hand habe.
Tiberonja, mußt meinetwegen nicht alles auf den kopf stellen, hätte wie gesagt nur lediglich intresse ...
Morgendämmerdas hieße ja, das die urbanisierung ein vorteil für die natur sei. das denke ich aber nicht, wenn alle menschen nur von der natur leben würden, würde sich ihre zahl von alleine reduzieren.
Fayvejetzt kommt meine selbsttötungstheorie
(naja es wird sich noch heraus stellen ob der mensch intiligenter
ist...)

es gibt circa 6milliarden menschen auf diesem planeten
das sind zu viele
allein deswegen gibt es kriege um die welt bevölkerung in
grenzen halten und damit jeder ein terotorum hat was groß
genug ist das ist etwas was menschlich ist
es gibt noch andere mechanismen die verhindern das die
bevölkrung an wächst

genaus hat die mutter erde auch mechanismen um zu verhindern
das die menschen alles verändern
und alles abholzen in dem wir den treibhaus effekt in gang
gesetz haben ,haben wir auch unseren eigen untergang
in gang gesetzt
nähmlich irgendwann wird das wasser so hoch ansteigen
das wir nicht mehr auf dem ´festland leben könnten
das würde wahrscheinlich dazu füren das wir den treibhaus erffekt
nicht mehr fortsetzten könnten und würde auch heißen das der menschliche bestand sich verringern würde
die natur könnte den trwewibhaus effekt so rückgängig machen
wenn dann danach der meeresspeigel gefallen ist keren
auch die baäume wieder zurück und alles blüht so wie
vorher

(hab schlecht geschrieben...:))
Morgendämmerder mensch wird sich an alles klammern, was sein Überleben nur um ein paar monate verlängerert. wenn der mensch ausgestorben ist, ist schon alles vorher ausgestorben. umgedreht, also wenn der mensch einsehen würde das er nur in konflikt mit der erde leben kann und fortgeht bevor alles zerstört ist währe es besser.
echt, stellt euch mal vor der mensch wär nicht mehr da, wie da das leben auf der erde wieder aufblühen würde...
Demon17also ich warne davor das leben als naturvolk zu romantisieren. zur zeit der völkerwanderung konnten sich auf dem gebiet deutschlands etwa 6 Mio. menschen aus der natur ernähren. also müssten 74 mio verhungern. das geht natürlich nicht ohne mord und totschlag ab. genau wie damals, als hunderttausende aus hunger auf wanderschaft gingen und dann andere töteten um zu überleben oder selbst getötet wurden. dann gibt es wieder eine natürliche auslese. fragt sich nur nach welchen kriterien. ich mein die leute hatten eine religion, die voraus setzte, das die männer im kampf erschlagen wurden, wenn sie ins walhall wollten um auf saufend einen enkampf gegen riesen zu warten, der verloren gehen musste. ich finde das ziemlich deprimierend ehrlich gesagt. ausserdem finde ich eine durchschnittliche lebenserwartung von 30-40 jahren auch nicht grad berauschend.

man muss auch immer mit missernten rechnen. wenn es einen großen vulkanausbruch gibt, der viel asche in die atmosphäre bläst, geht das pflanzenwachstum für jahre stark zurück und nicht einmal die 6 millionen könnten halbwechs genug zu essen finden. ich finde es geradezu widernatürlich, die anpassungsfähigkeit einer art künstlich herabzusetzen und sich wieder naturgewalten auszuliefern, die inzwischen relativ gut beherrschbar sind. (soilent green ist menschenfleisch oder doch lieber gentechnik?)

der einzige ausweg, der mir einfällt ist die weiterentwicklung der raumfahrt. dann können ja gruppen, die dies wünschen auf irgendwelchen fernen planeten im einklang mit der natur vegetieren, obwohl sie natürlich fremdkörper wären. in der natur geht es doch um die anpassung an die umwelt. durch die bloße existenz einer art verändert sich schon die umwelt für andere insofern macht die menschheit auch nichts anderes als irgendeine tierart. sie ist nur sehr viel erfolgreicher...

never surrender


demon17

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