| Fiore | Ich habe neulich eine erstaunliche Frage gestellt bekommen bei der mir klar wurde, dass das Selbstverständlichste in meinem Leben mir unbekannt ist, wie kaum etwas oder jemand anderes : "Ich" -> Was ist "Ich"? Meine Person als Individuum mit Geist,Seele und/oder Verstand? Eine Momentaufnahme in einem Prozess von Veränderungen? Die Reflektion der Umwelt? Ich denke, dass diese Frage disskusionswürdig ist und es wäre schön, ein paar Meinungen darüber hören zu können! Grüße Fiore |
| Schattenfeuer | also rein vom psychologischen her gibt es das "es", das "ich" nund das "über ich". Das es hast du von geburt an. Es ist nur auf seine Triebbefriedigung bedacht und der unbewußte teil. Das ich entwickelt sich ab dem 1. Lebensjahr und ist das Bewußte. das ich kümmert sich sozusagen um die Wahrnehmung und das Denken und es arbeitet nach dem Realitätsprinzip (also auch Bedürfnisbefriedigung, aber unter Berücksichtigung der Realität). Und das Über Ich spaltet sich ab dem 3./4. Lebensjahr aus dem Ich ab und übernimmt die Funktion des Gewissens. Es unterliegt der Ereziehung wie stark sich das Über Ich herausbildet. Wenn du so willst hast du also immer einen Engel und einen kleinen Teufel auf deiner Schulter zu sitzen. Und du bist das Ich, daß die Dinge, die dir vorgeschlagen werden abwägen mu´mit all seinen Konsequenzen - wenn dich nicht gerede deine Triebe überwältigen *g* LG Schattenfeuer |
| Schnitter | Hmmmmm errinert mich schwer an nietzsche aber ich stimme dem großem und ganzem zu... es besteht aus einem Kampf der Triebe, des ichs, des unterbewusstseins,des denkens und der umwelt.... Aber wie würde sich dann seele definieren? Hmmmm |
| DaFool | Nun, ich stelle mir "ICH" so vor: Das Ich, meint das Ganze einer Person. Das heißt, um sein ICH zu kennen muss man sehr genau aufpassen, und alle Facetten beobachten. Ich glaube, man muss versuchen einen Teil Objektivität zu bewahren, bei allen Handlungen des ICH. Wenn man wie beschrieben das Über-ICH handeln lässt oder das Geistes-ICH, egal wann, um zu wissen, was das ICH ausmacht, wäre es nötig sich selbst bei seinen Handlungen zu beobachten oder, wenn das Über-ICH zu sehr die Kontrolle übernimmt, hinterher über alles Nachzudenken. Um sein ICH zu kennen, ist eine lange Zeit nötig und wenn man von dich selbst spricht, so meint man eigenltich doch immer die Summe von allem, was das ICH ausmacht. Denn bei jeder Entscheidung, die man selbst tätigt, spielen alle Faktoren des ICH mit. ICH denke, also bin ich. -- Das innere definiert durch seine Entscheidungen, wie das physische Äußere, das von allen wahrgenommen werden kann, ist. Das ICH bestimmt das sein des körperlichen und nur in Fällen, an denen der Körper nicht befähigt ist, den Ansprüchen des ICH's zu genügen tritt das ICH stärker hervor ( man stelle sich mal Stephen Hawkins vor ). Man lebt mit seinem ICH, es wäre nicht gut, sich mit ihm zu zerstreiten. Da Fool |
| Fiore | Gibt es nicht vielleicht zwei "Ich": Ein "Ich" erlebt, ein anderes denkt über das Erlebte nach (wie wäre es sonst möglich, dass ich über mich selbst im Stande bin nachzudenken?). Dann wäre aber das "Ich" nur die Momentaufnahme in einem Prozess, da die Zeit immer weitergeht und so Veränderungen das "Ich" beeinflussen und es sich ständig verändert - verändern muss.... Ernst Macht hat geagt, dass das "Ich" unrettbar sei, was also bedeutet, dass das "Ich" ein "es" ist - ein Resultat von Empfindungen und seinen Trieben ausgeliefert? Seltsam, wie kompliziert das ist.... |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schnitter [/i] [B]Hmmmmm errinert mich schwer an nietzsche aber ich stimme dem großem und ganzem zu... [/B][/QUOTE] nicht Nietzsche. Das nimmt jeder Ethik-Lehrer mit Dir durch, Freud und Jung lassen grüssen. Dass diese Theorie jemand unreflektiert aufnimmt... naja, jedem das seine. insbesondere Jung-Anhänger... Was das ICH ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Eine Definition darüber zu finden, würde Anmaßung von Wissen bedeuten. Wer kann sich das hier erlauben? Keiner. Jeder hat seine persönliche Auffassung. wichtig finde ich nur, dass jemand nicht stagniert, sein Unterbewußtsein immer wieder durchlöchert und nachfragt. |
| Chimonas | Das "ich"? Alles an mir, was nicht zur Aussenwelt gezaehlt werden kann. Und damit einfach nur (Ich)Betrug. Gruss Chimonas |
| Fiore | [QUOTE]Ich denke, Du musst Deine Frage etwas einengen. Frägst du nach dem Begriff "Ich" als Wort, nach dem Bewusstsein eines Menschen, nach dem Bewusstsein seiner selbst (denken über das denken), den Mensch an und für sich (jeder Mensch ist und hat ja ein ich) nach eine Seele / Geist, etc? (SisterOfMercy)[/QUOTE] Ich meine damit die Tatsache, dass du jeden Tag sagst und denkst : "ICH habe etwas getan", "ICH habe etwas gemacht", "ICH bin glücklich", "ICH bin kein Kind mehr"! -> Und genau um dieses "Ich" geht es mir - also kann man das Thema in dem Sinne nicht einengen (es war auch keine Frage, sondern die Schwierigkeit der Definition und der Diskussion über das "ICH", die mich so fanziniert und zu der Ich einfach ein paar Meinungen hören möchte) Grüße Fiore |
| Alterkelte | Psychologische oder psychiatrische Kategorien greifen hier kaum. "Das Ich" ist ein eigenständiger Wert, der sich durch die Zeit bewegt und die Aufgabe hat sich zu entwickeln. Aber nicht so, wie irgendwelche Buchgelehrten meinen. Das Ich hat nicht die Aufgabe irdische Güter anzuhäufen. Es muss, wenn man so will zum Nirwana gelangen... |
| sleepy | Obwohl ich in eine Waldorfschule gehe, wo einem 12-13Jahre lang gelehrt wird sein "ich" zu finden, finde ich das was hier alles steht sehr verwirrend. Uns wurde niemals gesagt was genau das ICH ist (oder vielleicht wurde uns das mal erklärt nur wir waren noch viel zu klein), wir wissen nur dass wir immer noch danach streben und dass es sehr wenige Menschen gibt, die es wirklich finden. Ich kann's nicht erklären, aber jedenfalls erkenne ich einen Menschen, der das bereits gefunden hat. Ich glaube auch nicht unbedingt, dass ich mir das nur ausdenke, denn eine sehr gute Freudin, die auch meine Lehrerin ist hat mir auch zugestimmt, dass mein Deutschlehrer ganz sicher sein ICH gefunden hat. :D |
| Danyiel | Ich denke das ICH ist eine Anhäufung von Emotionen,Gedanken,Erfahrungen dein Lebenswille Es ist aber auch das was du tust die Verantwortung die man (nicht) übernimmt Das ICH zählt jedoch auch zu den am schwersten zu verstehenden Dingen im Leben,wie die Seele (oder ist das ICH die Seele?) Es ist jedoch eine dieser Weltbewegenden Dinge die man nicht voll und ganz verstehen,kennen kann Womit am Ende zu der Frage kommt "Wer bin ICH?" |
| Malvina | @ Schattenfeuer Die Definition des "Es" "Ich" und "Über-Ich" gibt es nicht nur in der Psychologie. Diese Einteilungen gibt es auch in einigen alten Religionen. Nur als kleine Anmerkung ;-)) Vom Es, Ich und Über-Ich mal abgesehen gibt es (zumindest für mich) noch eine andere Einteilung.: das "äußere ich" das "innere Ich" und das "wirkliche ich". Wie soll ich das Beschreiben? Das "Äußere ich" ist halt das, wie man sich gegenüber anderen Menschen, also in der Öffendlichkeit gibt, das "Innere" halt das, wie man selbst ist, also wie man sich anderen nicht oder nur selten zeigt. Und das "wirkliche" müsste dann die gesunde Mischung daraus sein, gepaart mit dem Wissen, dass man zu sich selbst gefunden hat. Aber das ist ein soooo langer Prozess, an dem viele scheitern... grübelnde Grüße Malvina |
| Danyiel | Auf dem Weg zu scheitern?? Nun,ein scheitern wäre dann das man geistig auf der Suche zu grunde geht oder unterwegs stirbt Es ist ein langer Prozess oder nicht viel eher ein ewiger? Du kannst jeden Tag neues erleben,erlernen sein Ich in ein festes Abbild zu "sperren" und das Äußere je nach betragen zu ändern müssen nicht gleich heißen das man die Antwort gefunden hat Der Mensch spielt eine Rolle im Leben: nach außen hin ändert er sich je nach Situation (außer die 'Exzentriker' die im groben ihr Inneres vor sich her tragen) im Inneren spielt sich da etwas anderes ab Auf den Weg des Lebens angewendet muss man seine Rolle finden,oder ausleben ohne sie zu kennen?! |
| Alterkelte | Jedes Scheitern birgt eine Chance in sich.............. so gesehen, kann man gar nicht scheitern. |
| javid | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fiore [/i] [B]-> Was ist "Ich"? [/B][/QUOTE] ein wort ;) |
| Danyiel | [QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i] [B]Jedes Scheitern birgt eine Chance in sich.............. so gesehen, kann man gar nicht scheitern. [/B][/QUOTE] subjektiv betrachtet schon Du kannst nicht sagen das Du nach einer 'Niederlage' -im weitestgehenden Sinn- nicht ein Verlustgefühl empfindest Aus den begangenen Fehlern zu lernen und sich weiter entwickeln heißt da die Devise @ javid was IST ein "Wort"?? |
| javid | habe ich an anderer stell schon erklärt: eine momentaufnahme, das ich muss man selbst erkennen, nicht erklärt bekommen. man klann lediglich darauf hin geführt werden.. |
| Danyiel | Die Frage war nicht ernst gemeint,und zielte auf den Begriff 'Wort' ab, nicht auf 'das Ich' Es stellt sich allerdings die Frage: wo findet man Antworten auf seine Fragen? In Discussionsrunden? In Schriften? In sich selbst? Die Antwort auf viel Fragen,auch der Sinn des Lebens, liegen in uns Verborgen. Wir müssen sie 'nur' finden.. Du hast recht,man kann nur einen Stubbser bekommen,den Weg tatsächlich gehen muss man selbst |
| Malvina | @ Danyiel Scheitern bedeutet auch einfach fertig sein. Beobachte mal Menschen auf der Straße. Wie viele siehst du bei denen keine wirkliche Persönlichkeit mehr vorhanden ist, die einfach nur noch aus eine leblose Hülle bestehen die täglich zur Arbeit geht? Der Sinn des Lebens ist schwer herauszufinden. Und Disskussionen können einem nur Richtungen aufzeigen, die entweder gut oder schlecht erscheinen. Den eigentlichen Sinn muss jeder für sich finden. Das gehört zeimlich mit dem sich selbst finden zusammen. Ist aber eine nächste Stufe. Man muss erst eine Ahnung haben wer man ist bevor man herausfinden kann was der Sinn des eigenen Lebens ist. Ich denke alles andere wäre nur eine Illusion. Wenn man sein wirkliches Ich gefunden hat ist es nunmal so, dass das äußere Ich echter wirkt, nicht so gekünztelt und stimmt von daher auch mehr mit dem inneren Ich überein. Klar muss man manchmal eine Maske tragen aber diese wird sich dann anders anfühlen. Dark Wishes Malvina |
| Christian220 | Ich finde das Thema zu interessant, um den Thread schon ruhen zu lassen. Eure Gedanken, besonders, wenn es die eigenen sind, also, keine zitierten Texte der Geistesgrößen aller Jahrhunderte, die ja eh jeder nach Geschmack lesen kann, um sich daran zu erfreuen. (Gradmesser der menschlichen Entwicklung) sorry, für mich. Ich will mich mal konzentrieren und sehen, was ich zu diesem ICH-Phänomen, und das ist es sicher, empfinde. Zunächst wurde schon richtig festgestellt, daß Alles, was NICHT "ICH" ist, der anderen, nämlich, der "DU- Seite" angehört. Wir sagen aber auch: "das ist mein Arm, mein Bein u.s.w", es gehört einesteils zu mir, andererseits ist es NICHT "ICH"!? Da wir also die Möglichkeit haben, diese Erfahrung zu machen, ergibt sich die Frage, ob das ICH nicht seelisch-geistiger Mentalität entspricht. Möglicherweise ein Bewußt–SEIN-s-Zustand, der die Beobachtung des EGO ermöglicht. Einesteils ändert sich das "ICH" (oder seine Maske?) dem Umfeld entsprechend, andererseits ist das rein äußerliche, sinnlich wahrnehmbare "Ich" unverwechselbar. Schließlich finden wir einen Menschen, mit dem wir mal als Kid im Sandkasten gespielt haben, noch nach 50 Jahren wieder. Wir konstatieren folglich die geistige, seelische und physische Ebene des Ich-Bewußtseins. Vielleicht teilt nur unser Bewußtsein die gesamte Menschheit in viele einzelne "Ich", zwecks Eigenerkenntnis, Bewußtseinsentwicklung u. m. Den SINN unseres MENSCH-SEINs sehe ich darin, dieses individuelle "Ich" zu ENTWICKELN, wie schon sehr richtig angemerkt wurde. Wenn wir uns bewußt sind, wie wir uns, oder andere uns einschätzen, bezüglich unserer positiven und negativen Aspekte werden wir erkennen, daß es doch noch viel zu tun gibt, will man ein höheres Niveau erreichen . Sicher, es ist ein langwieriger Prozeß, gemessen am Genie, aber ich sehe in ihnen einen Leitstern, eine Orientierung und vor allem, den SINN unseres DA-SEIN s, welche die eigene Entwicklung unserer Fähigkeiten auf allen Ebenen erfordert. (in diesem Sinne wollte Frd. Nietzsche verstanden werden, wenn er vom Übermenschen sprach). Sicher, der Weg ist beschwerlich, aber vielleicht ist es ein befriedigendes Gefühl, gegenüber dem Tier, über Vernunft zu verfügen, die wir durch das gesprochene oder geschriebene WORT, und durch unsere Taten zum Ausdruck bringen können, (natürlich nicht nur) entsprechend unserem Level. Läßt sich beliebig fortsetzen. Vielleicht hat ja Jemand wirkliches Interesse an einer philosophischer Diskussion? Ist zwar nicht meine Studienrichtung, aber für mich als Mensch sind all diese Themen von immenser Wichtigkeit. Errare humanum est Voila! Gruß Christian220 |
| donielle | es gibt auch noch das ich in wir, unser etc, also das "ich" in der gruppe. das ich in der soziologie, das öffentliche, alles was ausserhalb vom ich liegt also die umgebung. kulturelle bedeutung vom ich, ich und konsum, das ich das immer zuerst kommt, beispiel 1. das ich in mir. früherziehungsmässige fachpädagogik userer breitengrade: "ICH IST LEER" quellenangabe fehlt ist ein zitat von j.m. / sozusagen das ich reinform. das ich ist leer, solange das gehirn keine leistungsfähigen rezeptoren ausgebildet hat, sozusagen, wenn das ich nicht hören oder sehen kann, oder sonstigen sinnesreizen ausgesetzt wird. bin ich kopf oder bin ich bauch? ich benötigt futter. ich benötigt context. das ich braucht besinnung, erfahrung. das ich ist wissenschaft. das ich kann kanalisieren. plur out |
| Eisdrache | Was ist ich...oder besser...wer bin ich? Ein Gedanke der uns Menschen wohl schon immer beschäftigt. Bin ich das was ich denke ..was ich fühle....oder bin ich nur das was man an meinen Werken erkennen kann...was offensichtlich ist. Sozusagen..eine leere emotionslose Hülle. Letztendlich bin ich doch eine Summe aus allen was mich prägt und ausmacht. Trieben eben so wie pure Vernuft........gleichsam nach Chaos und nach Ordnung strebend...sowohl Liebe oder Hass in sich tragend. Das ich also als eine Zusammenfassungen sämtlicher geringer Werte. Oder vielleicht bin ich auch gar nicht....sondern glaube nur zu sein? Der Eisdrache |