| Viking | Nicht alle Reichen sind glücklich, doch alle Glücklichen sind Reich. Man muß dem Recht zu Stärke verhelfen um nicht unter dem Recht der Stärkeren zu leben. --Ein(e) Jede(r) ist eingeladen, ähnlich kurze, aussagekräftige Philosophien beizusteuern, wird dann sicher eine brauchbare Sammlung. |
| Ianus | hey, nicht böse gemeint, aber ich hab da eher angst, dieser thread könnte dann nach und nach mit bauernweisheiten überflutet werden. hast du matrix gesehen? der erste teil riss noch einige philosophische themen kurz an, der zweite brachte nur noch müll und den dritten ahb ich mir schon nicht mehr angeschaut. hab echt angst, das selbe könnte hier passieren. deswegen schreibe ich auch keine sprüche. sorry dein ianus |
| Menedemos | Ich finde die Idee von Viking sehr gut! Falls sich der Thread wirklich einmal Richtung "Bauernweisheiten" à la "Trinkt der Bauer und fährt Traktor, wird er zum Gefahrenfaktor!" entwickeln sollte, werde ich dem entgegenzusteuern wissen. ;) |
| Grainnè | Ist zwar etwas abgedroschen .. aber trotzdem mein liebster: Es scheinen zwei Dinge unendlich : das Universum und die Menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher .. (Alber Einstein, natürlich) |
| cocrea | [COLOR=orange][B] Behördliche Erklärung[/B] Bei uns gibt es das ja nicht oder wenn ja dann aus Versehen oder nur ausnahmsweise oder infolge eines unglücklichen Zufalls oder in Notwehr um Schlimmeres zu verhüten oder weil es manchmal nötig sein kann auch außerhalb der Legalität zu operieren oder aus Gründen die nicht mitgeteilt werden können oder einfach auf allgemeinen Wunsch oder weil man schließlich die Öffentlichkeit nicht wirksam schützen kann mit gebundenen Händen oder weil einer eine falsche Bewegung gemacht hat oder weil man zu guter letzt durchgreifen muß Wer das nicht einsehen will der hat kein Recht mehr auf Schonung und darf sich nicht wundern wenn es ihm ebenso geht Erich Fried[/COLOR] Obiges (friedliche?) Fried-gedicht wurde in einem online board einer großen (bunten) Frauenzeitschrift von einem nick veröffentlicht, der AUSSCHLIEßLICH Fried-gedichte postete - in einer monate währenden strangserie, wo differenzen bzgl. der moderativen machtausübung zwischen usern, ehrenamtlich eingesetzten VIPs (die offiziell nur für technische, nicht grundsätzliche fragen zuständig seien) und selten der foren redaktion ´diskutiert´ wurden. die strangserie schien fruchtlos geblieben zu sein - und sie flammt serienmäßig immer wieder auf. Denn nur: [COLOR=orange]Steter Tropfen höhlt den Stein.[/COLOR] [COLOR=orange]Umarme den Widerstand. M. Kirschenbaum[/COLOR] Obiges Gedicht wurde von einem sog. VIP (sehr wichtige moderationsperson) mit folgender Begründung gelöscht: [COLOR=blue] "VIP, 20.05.2003 12:47:24 Thema des Strangs > gestrige stranglöschungen & huldigungen an die vips< Nein, xyz, es stehen ja noch immer Gedichte in den Foren. Die Intention des Gedichtes war eindeutig beleidigend."[/COLOR] Zuvor hatte gleiche/r Vip folgendes von sich gegeben: [COLOR=blue] VIP, 19.05.2003 14:45:48 Thema des Strangs > Geschätzte unnormale userinnen und user Sich auf Meinungsfreiheit also auf Artikel 5 GG zu berufen, halte ich innerhalb einer virtuellen Community für nicht sinnvoll. Grundrechte sind generell Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat. Unsinnig, diese hier einzuklagen." [/COLOR] In einem Brief einer sog. uservereinigung an die geschäftsleitung (kaiser) des betreffenden online forums, die offiziell hinsichtlich des umgangs mit kommunikationsgrundrechten verlauten ließ, dass ihre 11.000 mitarbeiter sich den grundsätzen >pluralität und liberalität< verpflichtet sähen, stand zu lesen: [COLOR=blue] Auch hier bedarf es keiner Erwähnung, dass dies bemerkenswerte Demokratieverständnis weder zu einer Stellungnahme noch gar zu einer Konsequenz seitens der Online-Redaktion führte, wie auch ähnliche Äußerungen in der Diskussion Grundrechte vs. Hausrecht. Dieser VIP ist nach wie vor VIP. [/COLOR] Auch der zunächst alarmiert scheinende kaiser beließ alles beim alt(bewährt)en(?). Da sage noch einer, dass Gedichte harmlos sind. Die Tradition des Hofnarren wurde im Mittelalter übrigens deswegen eingeführt, weil der Hofnarr offiziell der EINZIGE war, der dem König vor Zeugen (in Komik - als event - verpackt?) die WAHRHEIT sagen durfte. der übrige hofstaat übt-e sich - um seiner bequemen weiterexistenz willen - in erwünschter pc-speichelleckerei, ab-, einnickerei. VIPs (mods) der art wie oben gezeigt enthüllten hinter halb vorgehaltener hand öffentlich einsehbar usern: [COLOR=blue] "Es gibt in der ganzen community x KEINE WAHRHEIT"[/COLOR], was sie danach keinesfalls hindert-e, sich als sog. WAHRHEITsbestimmer, -hüter und -verwalter aufzuführen - sich durch entsprechende ... (s.o.) unentbehrlichkeit des ungebremsten segens des königs gewiss, der da wiederholt - hinter halb vorgehaltener hand - bekräftigt hat: [COLOR=blue] "Es wird niemals willkürlich gelöscht. Wir verbitten uns solche Äußerungen in Zukunft. Wie können Sie beurteilen, ob nach gutdünken und vor allem ohne pädagogischen Effekt gelöscht wird?"[/COLOR] user beurteilt situationen - genau wie selbsternannte wahrheitsbestimmer, -hüter und -wahrer nach seinem derzeiten stand des ermessens und erlebens - und das ist zwangsläufig ´stückwerk´ (lt. bibel) und willkürlich. [COLOR=orange]"Halte dich an die Menschen, die die Wahrheit suchen, und geh den aus dem Weg die sie gefunden haben." angeblich von Hanna Schygulla[/COLOR] Ich freue mich, in einem, so hoffe ich, moderat moderierten forum zu posten. auch sowas gibt es. was mich am meisten gefreut hat beim durchlesen des ´gestrengen regulariums´ dieses philoforums war die aussage des amtierenden mods: [COLOR=orangered]7. Den moderativen Eingriffen wird, zugegeben, immer der Eindruck einer gewissen Willkür anhaften. Dies liegt aber leider in der Natur der Sache ... ... Manchmal wird es auch Fehlentscheidungen geben, ... [/COLOR] es grüßt, cocrea, ihres zeichens die zitatenreiche-nde und NÄRRIN und genau deshalb bei manchen usern - auch in diesem board - unbeliebt. [COLOR=orange]Einige Zeit nach dem Selbstmord werden vielleicht ihre verzweifelten Verse nicht mehr nur als besonders geglückte Gedichte, sondern sogar auch als Verzweiflung erkannt. Erich Fried Zweifle nicht an dem, der dir sagt, er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der dir sagt, er kennt keinen Zweifel. Erich Fried[/COLOR] |
| cocrea | [COLOR=seagreen][B]Erklärung einer behördlichen Erklärung[/B] »Die Folgen hat sich der Häftling nur selbst zuzuschreiben« schreiben die denen keiner die Ursachen zuschreiben darf Daß jemand sich etwas nur selbst zuzuschreiben habe schreiben ihm immer nur die anderen zu Erich Fried [B]Ein Ministerwort[/B] Man darf uns frei kritisieren solange diese Kritik die Tatsachen sieht wie sie sind und in Absicht und Inhalt zutrifft Darüber freilich was diese Tatsachen sind und welche Kritik in Absicht und Inhalt zutrifft müssen wir die Entscheidung uns selbst vorbehalten Dazu sind wir bestellt und wohin kämen wir sonst Erich Fried [/COLOR] |
| Danyiel | Fürchte dich nicht vor dem langsamen Voranschreiten, fürchte dich nur vor dem stehenbleiben. [I]alte Weisheit[/I] Was ist 'Weisheit': -Wissen, gepaart mit Erfahrungen und eigenem Urteil -die KUnst zu wissen, was man übersehen soll [I]Sacha Guitry[/I] -dem Herzen glauben [I]George Santayana[/I] Die Welt-kein Geschenk unserer Väter, sondern eine Leihgabe unserer Nachkommen. @cocrea Post nit soviel sonst bleibt für die andren nischts ;) |
| cocrea | @danyel - spiegelnder ich werd auch weiterhin bisweilen längere beiträge posten (soweit es mir die technik nicht verbietet) und (in kauf) an-nehmen, mich u.a. damit un-beliebt zu machen. in menedemos´ website hab ich folgenden satz von ihm gefunden, den ich bestätige: [COLOR=chocolate]"Die Aufgabe der Überzeugung liegt nämlich nicht auf Seiten des Sprechers, sondern auf Seiten des Hörers. Letztlich muß der die Bereitschaft aufbringen, sich selbst zu überzeugen, und zwar zum eigenen Vorteil."[/COLOR] wenn du als hörer/leser m-eines posts den eindruck hast, von länge/dichte/inhalt dadurch erdrückt oder verdrängt zu werden, so ist dies das ergebnis d-einer wahrnehmung. es entspricht nicht meiner absicht. das philoforum und der strang, der erst begonnen hat, ist soooooooo lang und aufnehmend, einladend wie die technik, die schreiblust der user und der mod erlaubt. es gibt unendlich viel platz und ... gewiss manchmal auch den eindruck/das gefühl [COLOR=darkred]"der menschensohn hat keinen stein, auf dem er seinen kopf betten könnte."[/COLOR] [COLOR=seagreen]Dich deinen Ängsten zu stellen und dir das Recht einzuräumen, menschlich zu sein, kann dich paradoxerweise zu einem weitaus glücklicheren und leistungsfähigeren Menschen machen. Dr. David M. Burns Wer den Himmel im Wasser sieht, sieht die Fische auf den Bäumen. aus China [/COLOR] grüezi, cocrea:) |
| Danyiel | @ cocrea null problemo :p Die Philosophie befasst sich gerne mit Fragen des Lebens..doch was ist Leben? Ich fand da ein paar nette Sprichwörter - eine Erfahrung, die uns ungern sterben lässt -ein Examen: Im ersten Drittel bereiten wir uns vor, im zweiten werden wir geprüft, im dritten warten wir auf die Note. Sie wird meist erst bekannt, wenn wir tot sind. -eine Komödoe für die Reichen, ein Spiel für den Narren, ein Traum für den Weisen und ein Trauerspiel für den Armen. |
| wolf moon | den hoechsten anlauf nahm die menschen- natur, als sie einen gotischen dom in vollendung dachte. aber es ist ein ideal geblieben und mit recht; denn das vollendete muss unvollendet bleiben. die fertigen gotischen dome sind nicht vollendet, und die vollendeten sind nicht fertig. uns gehoert nur die stunde. und eine stunde, wenn sie gluecklich ist, ist viel. nicht das maß der zeit entscheidet, wohl aber das maß des gluecks. philosophie, die - strecke mit vielen wegen, die von nirgendwo nach nichts fuehren |
| Neith | hier ist ein satz der mir plötzlich in den sinn gekommen ist: "Meine reise währt nicht lange, aber solange sie währt werde ich reisen..." oder: "ich wünschte ich wäre uhrenmacher. ich könnte die zeit zurück- und vordrehen und sie ohne schlechtem gewissen einfach anhalten..." |
| cocrea | apropos ZEIT - U(H)Rmacher - Tod - Schweigen Momo: "Bist du der Tod?" Meister Hora: "Wenn die Menschen wüssten, was der Tod ist, dann hätten sie keine Angst mehr vor ihm. Und wenn sie keine Angst mehr vor ihm hätten, dann könnte ihnen niemand mehr die Lebenszeit stehlen." Momo: "Dann braucht man es ihnen doch bloß zu sagen." Meister Hora: "Meinst du? Ich sage es ihnen mit jeder Stunde, die ich ihnen zuteile, aber ich fürchte, sie wollen es noch nicht hören. Sie wollen lieber denen glauben, die ihnen Angst machen." Meister Hora: "Möchtest du sehen, wo die Zeit herkommt? Momo: "Ja!" Meister Hora: "Ich werde dich hinführen, aber an jenem Ort muss man schweigen. Man darf nichts fragen und nichts sagen." aus: »Momo (und die Grauen Herren)«, Michael Ende |
| Neith | wenn die menschen nicht angst vor dem tod hätten könnten sie keine zeit mehr verlieren - es gäbe ja nichts mehr auf das sie zulaufen würden ... ein schöner gedanke, aber in der heutigen zeit wurde er wohl einfach verschluckt und weg war er... |
| Solfark | der möglichkeiten sind ewig viele hast du eine gewählt so verhält sich die welt wie du träumst und der traum in dir spiele |
| Neith | das leben ist wie eine karte und man selbst ist die lampe die sie beleuchtet erlischt man selbst findet man den weg nicht mehr strahlt man so findet man sich zurecht. |
| wolf moon | wahre worte sind nich schoen. schoene worte sind nicht wahr - laotse sich weigern, einen menschen zu belehren der zuhoeren moechte, heißt den menschen zu verlieren. einen menschen zu belehren, der sich weigert zuzuhoeren, heißt worte verschwenden. der weise verliert keine menschen und verschwendet keine worte. - konfutse die menschen, die heutzutage die worte anderer hoeren, sind in vieler hinsicht voreingenommen; diese voreingenommenheit bewirkt, dass sie nicht hoeren was gesagt wird. der hauptgrund fuer diese voreingenommenheit ist die verhaftung an zuneigung und abneigung. - lü-shih ch'un ch'iu |
| wolf moon | ueberings gibt es nichts erfolgloseres als das nachdenken ueber jemand, den man liebt. solche gedankengaenge sind wie gewisse volks- und soldatenlieder, worin tausenderlei dinge vorkommen, der refrain aber hartnaeckig wiederkehrt, auch wenn er durchaus nicht passt. peter camenzind - hesse |
| wolf moon | man lebt sich selbst, man stirbt sich selbst t. fontane |