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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Frage: Eine Richtung.
javidIst es besser (anfangs) unwissend, aber stetig seinen Weg zu gehen?
oder
Sich immer weiter entwickelnd, aber unsicher seinen Weg zu wanken?
SmeaGollum1Egal, hauptsache man geht seinen Weg und bleibt nicht stehen.

Ich denke bei mir ist es eher "sehr unsicher" und wankend.
LaChatteWo ist der Unterschied?

Einfach gehen... so gut es eben geht. Manchmal rennen, manchmal kriechen, manchmal fallen, aber immer vorwärts machen...
VinterAnkommen wird man so oder so, der Sand des Weges rinnt einem schneller durch die Finger, als man die Koernchen zaehlen kann. Ist der Weg zuende, kuemmert es keinen, ob man taumelte oder flog.

Taumelnd, tastend, aber geradeaus,
Vinter
Loup de nuitWo geht man hin???

Vermutlich ist tatsächlich der Weg das Ziel, denn ob man gestolpert ist und zögerlich vorwärtskam kann man doch letztlich nur rückblickend beurteilen.

Gruß,

Loup
DesiraEs gibt doch keine bessere Art und Weise zu gehen, als sich dabei selbst zu erfahren, zu reifen und somit seine Entwicklung voranzutreiben. Das Taumeln, Stolpern, Fallen ist ja nur ein Teil dieses Lernprozesses und auf die Beine kommt man ja doch wieder ;)
CaligoCavusDer Weg kann nicht stets das Ziel sein, sonst würde man niemals ankommen. Ein festes Ziel, ein Orientierungspunkt ist notwendig, dann ist es egal, ob man sich taumelnd oder festen Schrittes fortbewegt.
Stillstand ist tote Ewigkeit!
JanEs ist besser zu wissen wie man seine Weg geht, wenn auch anfangs unsicher. Wobei sich dein Weg immer ändern kann
VinterCaligo,

warum braucht man eine Orientierung?
Der naechste Schritt reicht doch als Ziel aus. Sucht man zu weit in der Ferne nach einem Ziel, kann es sein, dass man das Gehen vergisst und schlieszlich ganz verlernt.

Grusz,
Vinter
CaligoCavus[B]Vinter[/B] Schließt die Augen, dreht Euch ein paar Mal im Kreis und lauft dann los. Schritt für Schritt, ganz langsam, wenn Ihr wollt. Dennoch werdet Ihr umherirren wie ein blinder Welp, schutzlos, hilflos, orientierungslos. Solltet Ihr anschließend immer noch der Meinung sein, es bräuchte keinen Fixpunkt, kein Ziel, so wäre ich wahrlich beeindruckt.
Das Leben ist mit der Bewanderung einer Wüste vergleichbar. Wir werden in ihre Mitte hineingeboren und müssen, meist auf uns allein gestellt, unseren eigenen Weg finden. Doch wenn Nord und Süd, West und Ost vollkommen identisch sind, zumindest von unserem Standpunkt aus gesehen, welche Richtung würde man dann einschlagen? Welche Richtung würdet Ihr wählen, [B]Vinter[/B]?
HaevionWie Du schon selbst anführst, Entwicklung ist immer als etwas positives zu sehen - ihre Auslegung allein macht die Sache "schlecht oder gut". ;)
VinterCaligo,

Erst einmal, das Bild des Weges, impliziert das nicht ein vorgefertigtes Schicksal, dem man auch durch Fehlgehen nicht ausweichen kann? Wie du wuerde ich eher eine Wueste vorschlagen, um einmal die Umgebung zu definieren.

Wer die Augen schlieszt und sich wissentlich verdrehen laesst, gar selbst verdreht, ist selbst schuld. Und wuerde es denn in einer Wueste von Bedeutung sein, welche Richtung ich waehlte, wenn alle identisch sind? Aus der subjektiven Perspektive geht man doch immer vorwaerts - und wer kann schon objektiv sagen, wo Norden, Sueden, Osten, Westen sind, wer hat einen Kompass?

Grusz,
Vinter
CaligoCavusAnfangs die "richtige" Richtung zu wählen mag mehr Glück denn Verstand voraussetzen. Doch ich könnte es mir nicht vorstellen, über Wochen, Monate oder gar Jahre hinweg gesenkten Hauptes stur einen Fuß vor den anderen zu setzen, in der Hoffnung, irgendwann einmal meinen Platz im Leben zu finden. Meine Augen wären rastlos auf der Suche nach etwas greifbarem. Nomaden z.B. ziehen von Oase zu Oase. Auch sie könnten ziellos umherirren, doch sie tun es nicht. Der menschliche Verstand braucht Oasen. Der Metaphern nicht überdrüssig werdend, gebe ich Euch noch ein Beispiel. Ihr befindet Euch in einem fensterlosen Raum, der, schließt man die Tür, vollkommen von Finsternis ausgefüllt wird. Anfänglich schwelgt Ihr vielleicht noch in Erinnerungen, beschäftigt damit Euren Geist. Später beginnt Ihr womöglich willkürlich Zahlen oder Wörter aneinanderzureihen. Doch irgendwann packt Euch der Wahnsinn, ob der völligen Leere um Euch herum und in Eurem Kopf. Und wenn es nur eine winzige Kerzenflamme ist, Ihr braucht diese Alternative zur völligen Dunkelheit.
VinterHallo,

der Mensch kann nur ueber das urteilen, was er selbst erlebt hat. Es mag sein, dass ein Fixpunkt guttun wuerde, aber wo gibt es in einer Wueste Fixpunkte? Duene, Senke, Duene, Senke. Es kann sein, dass irgendwo Oasen sind, aber ich habe noch keine gefunden. Vielleicht werde ich irgendwann auf eine solche stoszen, vielleicht aendert sich dann mein Blickwinkel, ich gehe ja nicht gesenkten Hauptes einher sondern blicke in die Einoede. Die Fuesze tun ihren Dienst ja von ganz alleine, wer sich nur aufs Vorwaertskommen konzentriert wird irgendwann stolpern. So ist die Welt auch nicht leer, wie in einem leeren Raum, das ist sie nur, wenn man die Augen schlieszt und stehen bleibt.

Metaphorische Gruesze,
Vinter
dark_crystalIch finde den Vergleich des Lebens mit einer Sandwüste nicht ganz treffend. Eher würde ich das Leben als chaotischen Raum bezeichnen. Von Geburt an stürmen Massen von Informationen auf einen Menschen ein. Wenn er sich nicht eine Ziel setzt, auf das er zusteuert, geht er im Chaos verloren. Natürlich kann er dem Chaos entfliehen, um nicht zu stolpern, aber das entspricht nicht seiner Natur.

Ob er im Endeffekt da ankommt, wo er wollte (oder auch sollte) ist in Frage gestellt. Ich glaube nicht an vorherbestimmtes Schicksal. Der ursprünglich geplante Weg darf (oder wird zwangsläufig) mit Schlenkern versehen werden und wahrscheinlich fällt man auch. Das ist normal. Wichtig ist, das man aufsteht und weitergeht.

Gruß,
Dark Crystal
ChimonasWas denn nun besser ist, muss wohl jeder fuer sich entscheiden, auch muss diese Entscheidung nicht ein Leben lang die Selbe sein. Und es muessen genug Menschen sowohl den Einen, als auch andere Wege gehen, denn durch die Vielfalt der Lebenswege haelt sich das Leben selbst auch in Krisen am Leben.



Gruss
Chimonas
Jaddysolange man weiß welchen weg man geht, solange kann einem nix passieren... joa...
cocrea[SIZE=4][B]wer immer den graden weg geht, kriegt nie die kurve[/B] [/SIZE]

ein ´wohl´meinender ´gut´mensch (was denn sonst?!) meinte darauf zu mir:
>>Schau zu, dass du bald auf den Weg zurückkommst, sonst kratzt du ab.<<

und der junge wusste wohl (glaubte wohl zu wissen), was der weg ist. er wusste, dass, wer nicht in der breiten masse mitschwimmt, des todes (der ausgrenzung) ist.

doch siehe zitat:

lg
AmaterasuJeder Weg hat ein Ziel. Es muss kein bestimmter Punkt sein den man erreichen wollte, das Ziel ist oft einfach nur das Ende.
Der Weg ist bei jedem anders. Aber ich teile die Meinung der Mehrheit hier: egal wie, vorwärtskommen ist wichig!

Mit schwehren aber festen Schritten gehe Ich dem Ende entgegen.

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