| Der Gedanke | Manchmal, wenn die Nacht sich in Stille senkt, dann sitze ich allein vor einem kleinen Feuer oder atme spazierengehend den Raureif der Dunkelheit ein und blicke zu den Sternen hinauf. So viel Unendlichkeit die ist und bleibt. Ein Mensch dagegen so klein. Wir werden geboren, entwickeln uns und was immer uns in unseren Hoffnungen, Wünschen, Vorstellungen und Besessenheiten nach der Unsterblichkeit greifen läßt, straft uns Lügen wenn der Tag oder die Nacht gekommen ist, in der wir uns wieder verabschieden und für immer gehen. Ein ganzes Leben lang, so lang oder kurz es auch im einzelnen sein mag, trachten wir nach dem Schaffen, trachten danach etwas zu erreichen, uns oder unsere Bequemlichkeit damit zu erfüllen. Wir verbringen unzählige Jahre damit, Dinge einfach zu tun und schließen einen gegebenen Kreislauf darin. So viele Sommer und Winter haben wir dann schon gelebt und eines Nachts stellt sich im Stillen die Frage: Was bleibt? Was bleibt zurück, wenn die Zeit gekommen ist, in der wir nicht mehr Schaffen, weil es Zeit ist zu gehen? Was bleibt von uns zurück? Was bleibt für Andere davon? So viel getan und doch nichts geschaffen, dass gelohnt hätte, einmal Gewesen zu sein. Was gibt unserem Leben darin Sinn? Besteht nicht der Sinn darin ein Vermächtnis zu hinterlassen, dass selbst nach uns noch Gültigkeit hat und mit dem wir unser Dasein wenigstens um einen kleinen Mosaikstein unseres Schaffens bereichert haben? Solch ein Vermächtnis können wenige Zeilen sein, die die Menschen nach uns noch immer mit Freude lesen, können Melodien sein, an denen sich auch zukünftige Generationen erfreuen, kann ein hoffnungsvoll gemaltes Bild sein auf das die Enkel noch gerne blicken, oder die Selbstaufgabe im Dienst der Hilfe anderer Menschen. All dies und so vieles mehr, schafft und gibt dem Leben einen Sinn. Vielleicht mag der Sinn in allem sein zu Erschaffen, doch nicht zu schaffen - nicht für uns, sondern für das, was bleibt. Nicht für uns, für unser Ego, für uns selbst. Allein, dass mehr bleiben wird als vielleicht nur eine Erinnerung wenn wir gehen. So viel getan und doch nichts erschaffen. In solchen Augenblicken, frage ich mich was ich tun kann, was ich erschaffen könnte und ich blicke auf zwei Hände, die im Leeren ruhen. Mein Blick verfängt sich im Feuerschein, im Draußen, in den Sternen und in all dem mit meinen Fragen. Vielleicht kennt auch einer von Euch diese Fragen in sich und mag sich dazugesellen gemeinsam gedanklich nachzuforschen, was von Nöten ist um am Ende wenn wir gehen sagen zu können: Selbst wenn ich gehe, war ich doch hier um Euch dies zu schenken. Dieses, was bleibt. Nur ein Gedanke |
| Scheol | Ich glaube diese Frage hat sich jeder schon mehrmals gestellt. Nun, es bleibt nichts außer die Reife der Seele die du erreichst im Leben. Dazu ist das "Schaffen" nur ein Werkzeug, wenn du damit zufrieden bist hast du deinen persönlichen Sinn gelebt. Mitnehmen kannst du nichts, nur du wirst dann sein, oder auch nicht. Es kommt nicht darauf an was du erreichst damit es andere anerkennen sondern ob du das erreichst was du dir zum Ziel gesetzt hast. Es reicht auch schon am Sterbebett zu sagen....ich habe es versucht! Es kommt auch dich an. Klar, es ist auch mein Wunsch vor meinem Ableben etwas wichtiges verändert zu haben was sich positiv auf nächste Generationen auswirkt. Ein Lied geschrieben zu haben was man noch nach meinem Tod gerne hört. Etwas verfasst zu haben was gerne zitiert wird. Aber welchen Sinn macht es wenn es jeder macht? Ist es dann nicht zu banal um noch als was Wertvolles gesehen zu werden? Wieviele Lieder würde es geben, wieviel müsste zitiert werden? Setz dir ein Ziel, egal wie lange du brauchst um es zu finden, und dann setz alles daran es zu erreichen. Und wenn du es nur versucht hast....du hast deinen Sinn gelebt. bb Scheol |
| Der Gedanke | Scheol, ich danke Dir für Deine Worte und werde versuchen, Sie in meinen Gedanken mit zu tragen. Der Gedanke |
| Carcas999 | seid gegrüßt Gedanke, der Sinn unserer Mühen,unserer Gedanken, unserer Werke, die so nichtig sind wenn man sie im großen betrachtet..winzigkeiten an die sich irgendwann niemand mehr erinnern kann... Du kannst nur in den Seelen die dir viel bedeuten und denen du viel bedeutest einen bleibenden Eindruck hinterlassen..du kannst ihnen helfen und dich über ihren Dank,ihre Freude freuen, du weisst dass es Menschen gibt die dich niemals vergessen werden... Doch auch diese sind irgendwann verstorben und du nochmals mit ihnen... Wir sind nur Menschen...es gibt ein paar wenige dieser Menschen über die auch nach Jahrhunderten noch gesprochen wird, weil sie bedeutendes geschaffen und etwas verändert haben. Jeder kann so etwas schaffen wenn er nur will, wenn er die gabe dazu hat... Aber was bringt es dir wenn Menschen..Menschen die dich nicht kannten,die nicht wussten wer du bist über dich reden ohne zu verstehen wer du warst und warum du getan hast was du getan hast? Du kannst nur für dich ein Leben leben mit dem du zufrieden bist,auf dass du glücklich zurückschauen kannst,wenn du weisst dein letztes Stündlein hat geschlagen... eure carcas |
| Der Gedanke | carcas, Ihr möget ebenso Recht damit haben wie Euer Vorredner auch und auch Euch danke ich, doch will mir nicht gelingen froh zu sein des Wissens, nicht mehr tun zu können als nur für das Wissen der Bekannten gelebt zu haben - nein, nicht für mich, denn darum geht es mir nicht; ging es mir nie; eher darum, wenn ich lese was wenige besondere Menschen erreichen konnten und auch erreicht haben, dass die meisten Menschen - und ich leider mittendrin - nicht mal den Ansatz eines Solchen versuchten. Sie leben - auch ich - und doch danken sie es nicht und wollt ich mich um die Frage bemühen, WAS KANN ICH TUN?, so werd ich nichtig und klein, blicke auf leere Hände und komme mir so undankbar vor. Der Wunsch dies zu ändern sei in mir drin, doch noch lange nicht das Wissen: Wie. Euer Gedanke |
| Dolphin | Ich sehe den Sinn eines erfüllten Lebens darin, das man zu jedem Zeitpunkt an dem mein sein bisheriges Leben betrachtet und sei es wenn es erst dann ist wenn man im Sterben liegt, das man sich selbst gegenüber sagen kann, ja ich habe für mich das richtige getan und nach meiner Auffassung und meiner Lebensweise gelebt und bin damit zufrieden. Ich stehe zu meinem Leben, auch wenn es nicht immer einfach war bzw. manchmal sogar etwas anderst verlaufen ist als ich es mir gewünscht hätte. Im großen und Ganzen war es aber lebenswert und ich kann damit zufrieden sein und habe mein möglichstes getan. Ich denke auch nicht das es darum geht etwas zwingend zu hinter lassen. Allein dadurch das wir mit unserer Umwelt agieren hinterlassen wir schon etwas in dieser Welt, und sei es uns auch nicht bewußt. Wärst Du nicht gewesen, hätte ich dies hier z.B. nicht geschrieben und wäre mir nicht ein Stück weit bewußter über mein eigenes Leben geworden. Und es werden sicherlich noch ein paar folgen die Deine Meinunung aufnehmen und bedenken werden und folglich eine Veränderung darauf hin durchmachen, sei sie auch noch so klein. |
| Der Gedanke | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dolphin [/i]... ja ich habe für mich das richtige getan und nach meiner Auffassung ...[/B] [/QUOTE] Wäre es nicht möglich sein Leben so zu überdenken, dass man nicht nur für sich das richtige tut, sondern einfach das Richtige? Der Gedanke |
| Dolphin | Was wäre dann "das Richtige"? Ich denke richtig ist doch was mir ein glückliches Leben beschert und dies nicht auf Kosten anderer geht. "Richtig" ist auch ein sehr relativer Begriff finde ich. Jeder muß wohl für sich selbst ergründen was für ihn "richtig" ist. Höhere Intelligenz gegenüber anderen Lebewesen kann auch eine Last sein wie mir scheint ... eine Maus lebt einfach und macht sich diese Gedanken wohl kaum. Ich denke nur Menschen können auf die Idee kommen, das ihr Leben für alle folgenden Zeiten irgendeine feststellbare Auswirkung haben sollte. |
| Der Gedanke | Es stimmt wohl, dass wir als Menschen nicht so "unkompliziert" wie Mäuse denken. Doch genau aus dieser Feststellung heraus, besteht ja unsere (meiner Meinung nach) Verpflichtung, unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten auch auszuschöpfen - auch im Denken und Nachdenken. Was ist das Richtige? gemeint war meinerseits: Wir denken und handeln andauernd nur "FÜR UNS" und dafür, dass es uns besser geht. (So wie Du es beschrieben hast: ICH, ICH, ICH, ICH ....). Die Frage die mir im Kopf rumspukt ist die Frage, ob dies wirklich das Richtige ist, wenn wir unser Überleben gesichert haben, weiterhin unser Denken und Handeln durch das Ich-Denken kleinzuhalten, denn verfolgen wir nur unser ICH, dann wird nicht mehr und nicht weniger davon erhalten bleiben und nach dem ICH, selbst das nicht mehr. Der Gedanke |
| Gothfried | Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich Scheols Auffassung fast uneingeschränkt teile. Dem letzten Beitrag [QUOTE]Was wäre dann "das Richtige"? Ich denke richtig ist doch was mir ein glückliches Leben beschert und dies nicht auf Kosten anderer geht.[/QUOTE] möchte ich entgegnen, dass es, wenn es darum geht einen "irdischen Sinn" des eigenen Lebens zu finden, das Richtige darüber hinaus gehen sollte, sich selbst ein glückliches Leben zu bescheren. Wer nur dies tut, der tut zwar etwas für dein irdisches Wohlbefinden, aber nichts für sein Seelenheil. Daher (und schon aus Nächstenliebe, die mir natürlich nicht immer gelingt zu leben) ist es mir wichtig, andere etwas glücklicher zurückzulassen, als sie es wären, wenn es mich nicht gegeben hätte, ihnen zu helfen, ihren Sinn zu entdecken. - Ich weiß, das sind hohe Ziele, aber versuchen sollte man es. |
| Der Gedanke | [QUOTE][i]Original geschrieben von Gothfried [/i] [B]... andere etwas glücklicher zurückzulassen, als sie es wären, wenn es mich nicht gegeben hätte...[/B][/QUOTE] Ja, ich glaube, dies trifft meine Grundüberlegungen am ehesten. Schade, dass ich nicht gleich diese Worte formen konnte. ;) Sie treffen ins Schwarze. Nun bliebe zu fragen, was genau dafür zu tuen ist. Der Gedanke |
| Dolphin | Hmm ich denke da ist was falsch rüber gekommen. Ich habe gesagt, das es wichtig ist, das man sich selbst so verhält und handelt das man zurück sehen kann und man sich sagen kann, ja ich bin zufrieden und glücklich über mein Leben, ich habe mein Bestes gegeben. Diese ganze Aussage impliziert nun aber nicht, das ich als Egoist umher wandeln muß und nur schaue das es mir gut geht und die anderen mir egal sind. Im Gegenteil ich denke dann wäre ich nicht glücklich (vielleicht aber ein anderer). Es geht auch darum sich Ziele zu setzen und sich einen eigenen Lebensleitfaden, ja eine Art Ehrenkodex zu entwickeln nachdem man handelt. Wie dieser genau aussieht muß jedoch jeder für sich selbst entscheiden. @Gothfried: Ich hoffe es ist nun klarer geworden. So wie es aussieht hast Du Deine Lebensbestimmung für Dich ja schon festgelegt und Deine Ziele. Das schwierige ist in der Tat diese auch so zu leben und umzusetzen wie man es gerne möchte. Zumal ich denke das es nicht immer in allen Situationen möglich ist so zu handeln. @Der Gedanke: Ich muß Dir auch recht geben, die Stärke der Menschen liegt darin, gemeinsam nach höherem zu streben und sich gemeinsam weiter zu entwickeln. Ohne dieses Vorgehen, würde es keinen Fortschritt geben, da kein Mensch allein soviel hätte herausfinden können wie es die gesamte Menschheit bisher vollbracht hat. Als Gegenpol dazu tritt denke ich aber wirklich der Egoismus und Intoleranz - ich denke dies ist auch der Grund dafür, warum es noch Nationen gibt und nicht einfach nur die Menschheit an sich, welche sich in irgendweiner Weise gegenseitig arrangiert. Nun noch eine Randbemerkung, weil mir der Gedanke gerade durch den Kopf ging: Eigentlich ist es doch auch so, das allein dadurch das ich zum Beispiel arbeite ich Dinge erschaffe die anderen helfen und diese weiter bringen, somit leistet eigentlich jeder zwangsläufig einen Beitrag zu der Gemeinschaft die sich ständig weiter entwickelt. |
| Scheol | Was dafür zu tun ist ist auch so ein schwieriges Ding. Ich denke der wichtigste Schritt ist erstmal einfach nur dazu sein. Menschen die dich lieben wollen das du bei ihnen bist, allein schon deine Anwesenheit macht ihnen das Leben schon ein weites Stück erträglicher. Wenn sie hilfe brauchen sei immer für sie da. Das ist immer ein Grundsatz von mir gewesen. Egal ob es für mich Nachteile gab, ich habe immer geholfen wo ich konnte. Das ist auch ein Teil meines persönlichen Sinnes. Das Helfen und Untersützen ist heute noch genauso wertvoll wie damals. Schau dich doch mal um? Jeder hat glaub ich den Bericht mitbekommen als eine Minderjährige am hellichten Tag öffentlich in einer U-Bahn vergewaltigt wurde. Es waren mehr als genug Menschen da, die meisten sind weitergegangen einige stehen geblieben. Glaub mir, wenn ich da gewesen wäre hätte der Akt nichtmal eine Minute gedauert. Hilfe und Nächstenliebe ist selten geworden. Wenn du dich entschließt sie zu geben hast du die Welt ein großes Stück berreichert und verbessert. bb Scheol |
| Carcas999 | ja das ist es was ich meinte....das man in seiner Umgebung anfangen sollte etwas besser zu machen..mit seiner Anwesenheit, in dem man anderen hilft, andere glücklich macht. Was bringt es nach weltumfassendem,höheren zu streben während man die nahe Umgebung vergisst? Was bringt es wenn du nach deinem Tode heilig gesprochen wirst aber dennoch unglücklich gelebt hast? Gut,das sind keine passenden Beispiele aber naja... Gedanke, was ist es denn was du anstreben möchtest? willst du ein glückliches,zufriedenes Leben führen oder einfach nur nach deinem Tode unvergessen für die Menschheit bleiben? |
| RealNeo | @Scheol und Der Gedanke: Zur Frage, wie man am besten für andere da ist, bzw. wie man ihnen unvergessen bleibt: Ich denke, dass wenn man in der Lage ist, Wünsche und Bedürfnisse anderer über die eigenen zu stellen (dh von ganzem Herzen und mit vollem Bewusstsein bzw. Unterbewusstsein), macht man andere glücklich und kommt selbst seinem Ziel näher, zufrieden zurückblicken zu können. Natürlich spreche ich hier nicht davon, etwas zu tun, was einem selbst widerstrebt, sondern etwas für jemanden zu machn, den man liebt und dem man alles Gute dieser Welt angedeihen lassen möchte. |
| Der Gedanke | [QUOTE][i]Original geschrieben von Carcas999 [/i] [B] Gedanke, was ist es denn was du anstreben möchtest? willst du ein glückliches,zufriedenes Leben führen oder einfach nur nach deinem Tode unvergessen für die Menschheit bleiben? [/B][/QUOTE] Es ist nicht das Streben nach der Unvergessenheit für die Menscheit. Kein Denkmal, keine wünschenswerte, bleibende Selbstdarstellung. Wollt ich danach streben, wäre dies ein Rückwärtsgang meiner Fragen und Gedanken. Ich versuche es mal anders zu formulieren. Uns allen bleibt nur eine bestimmte, begrenzte Zeit im Leben, die wir für alles mögliche und unmögliche nutzen. Wir reihen uns ein in einen Lebenskreislauf und machen es wie die meisten von uns: Wir tun einfach irgendwas, kommen damit über die Runden und leben - mit irgendwas und irgendwie. Treten wir nun gedanklich mal einen Schritt aus diesem Kreislauf raus und stellen uns mal beobachtend am Ende der Lebenszeit hin und beobachten uns mal selbst, dann drängt sich mir die Frage auf: Was habe ich eigentlich die ganze Zeit gemacht? Was habe ich getan? Hatte wirklich irgendetwas davon tatsächlichen Wert oder Sinn? War etwas von dem was ich tat so wichtig, dass es selbst dann noch nützlich, nutzbar und bejahend ist, dass es selbst dann noch Bestand haben wird, wenn man selbst nicht mehr ist? Habe ich auch nur ein einziges Mal derartiges versucht oder habe ich meine gesamte Zeit einfach nur irgendetwas und nur für mich getan? Wenn ja (was anzunehmen ist), dann ist das keine gute Endbilanz am Ende der Betrachtungen und ich wache aus den Gedanken wieder auf, sitze wieder irgendwo mittendrin im Lebenszeitkreislauf und denke mir: Es wird Zeit, mal etwas zu tun, was wirklich wichtig ist, egal wie verrückt der Gedanke daran erscheinen mag. Dabei geht es nicht um die Verewigung der eigenen Person und auch nicht um gewaltige Werke, die nur ein Epos zu beschreiben vermag, sondern darum einfach etwas zu tun, was sich einfach richtig, notwendig und wichtig anfühlt. In dem Augenblick wo Du einfach aufstehst und allein durch den Versuch einer solchen Handlung aus Deinem gewohnten Alltag austrittst, dann gibst Du Deinem Leben und seiner Zeit wirklich einen Sinn und macht es automatisch zufriedener und glücklicher. Wenn ich ein Gärtner wär, so würde ich gern ein einen jungen Baum pflanzen. Es wäre ein tolles Gefühl und Geschenk, dass bleibt. Der Gedanke |
| Carcas999 | [QUOTE]In dem Augenblick wo Du einfach aufstehst und allein durch den Versuch einer solchen Handlung aus Deinem gewohnten Alltag austrittst, dann gibst Du Deinem Leben und seiner Zeit wirklich einen Sinn und macht es automatisch zufriedener und glücklicher. Wenn ich ein Gärtner wär, so würde ich gern ein einen jungen Baum pflanzen. Es wäre ein tolles Gefühl und Geschenk, dass bleibt.[/QUOTE] Ich verstehe was du meinst...Du willst etwas tun,was nicht der normale Trott ist,etwas wodrauf du und andere stolz sein können...Dann tu dies..steh auf, sieh dich aus wachen Augen um, sieh wo du gebraucht wirst, pflanze einen Baum,rette einen kleinen Hund aus dem Tierheim, höre deinen Freunden zu wenn sie dich brauchen, schenke Trost und strahle Hoffnung aus..verschließe deine Augen nicht vor dem schlechten,denn du kannst es vielleicht verbessern und öffne deinen Mund im passenden Moment..schenke denen die es brauchen ein Lächeln... Was ist es denn was du als ein "wichtiges" Werk ansehen würdest? |
| Der Gedanke | [QUOTE][i]Original geschrieben von Carcas999 [/i] [B] Was ist es denn was du als ein "wichtiges" Werk ansehen würdest? [/B][/QUOTE] ´ Wenn ich das nur wüßte. Es bestätigt sich am Ende nur durch das richtige Gefühl. Der Gedanke |
| Ianus | was lassen wir zurück? meiner meinung nach alles. selbst das, was wir eine seele nennen. sie wird mit unserem körper sterben und langsam verfallen. alle gedanken, alle erfahrungen, alles gelernte und alle gefühle werden genauso zu grunde gehen, wie alles andere auch zu grunde gehen muss. was bleibt übrig? einerseits unser verwesender körper. andererseits unsere werke, dinge, die durch unsere existenz und unser handeln bewirkt wurden. und natürlich die erinnerungen anderer menschen an uns. und es wird der tag kommen, an dem selbst die "größten" menschen der geschichte unserer welt in vergessenheit geraten werden. euer ianus |
| Carcas999 | [QUOTE]Wenn ich das nur wüßte. Es bestätigt sich am Ende nur durch das richtige Gefühl.[/QUOTE] Vielleicht findest du wonach du strebst, vielleicht hilft schon die Suche danach...es ist vielleicht nicht einfach und da kann ich euch auch nicht bei helfen,ich fühle mich selbst nutzlos ...aber der Wille kann einem da schon helfen und den hast du ganz offensichtlich, verliere ihn nicht! Ich wünsche dir dass du am Ende mit einem Lächeln auf dein Leben zurückblicken kannst...das wünsche ich allen und auch mir... |
| Feefinger | Auch ich sitze hier nutzlos herum. Ich habe in meinem Leben nichts wichtiges und nützliches erreicht. Ich mache jeden Tag meine Arbeit, helfe dabei Menschen, werde aber auch dafür bezahlt. Existiere einfach. Und fühle mich nutzlos dabei. Ich glaube, im Endeffekt läuft es doch darauf hinaus, dass man versucht, selbst glücklich zu sein. Zum Beispiel indem ich jemandem helfe, bin ich glücklich. Weil er glücklich ist. (blödes Wort, wenn man es ständig schreibt ;) ) Ist es also der Sinn, es jedem Recht zu machen, und nicht mehr an sich zu denken? Sein Wohlbefinden zurückstellen? Damit das Leben einen Sinn macht? Macht denn dann das Leben einen Sinn? Und wenn das jeder machen würde, würden dann nicht diejenigen die nicht über diesen Teufelskreis nachdenken, die Nutznießer sein? Ist man dann nicht das schwache Glied, welches im Endeffekt ausgenutzt wird? Wir machen uns Gedanken darüber, wie man die Welt verbessern könnte, und dass ist auch gut so. Nur sitzen wir hier, grübeln darüber nach, Taten sind aber keine da. Ist es das schlechte Gewissen, nichts zu tun, was uns darüber nachdenken lässt? FF |
| Pelloquin | Sehr oft mache ich mir Gedanken darüber, worauf ich dereinst zurückblicken werde, wenn meine Zeit gekommen ist. Worauf ich zurückblicken [i]möchte[/i]... Ich denke, meine Wünsche sind nicht anders als eure Wünsche, ihr, die ihr vor mir geschrieben habt. Ich möchte sterben in der Gewißheit, meinen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben, dass die Welt ein wenig lichter wird. Auch ich halte oft inne, um die Welt um mich herum zu betrachten. Da ist vieles, das mich sehr erschreckt. Doch auch solches, das mein Herz vor Freude aufgehen lässt. Und manchmal, selten nur, habe ich ein merkwürdiges Gefühl. Dieses Gefühl stellt sich oft ein, wenn ich mich im Zwischenbereich von Wachsein und Schlaf befinde... Dann ist es mir, als vernähme ich von irgendwo ein tiefes Raunen ... aus unendlichen Weiten, längst vergangenen (oder erst kommenden?) Zeiten... einen einzigen Klang. Ich vermag ihn nicht zu beschreiben. Aber er erfüllt mich mit tiefem Frieden. Er bedeutet mir... Einheit. Einheit mit allem, das je existiert hat und jemals existieren wird. Untrennbare Einheit. Einklang... Kein einziger Gedanke geht verloren (und keine Seele...) Alles bleibt erhalten... Wir atmen die Luft, die unsere Ahnen schon geatmet haben. (Ha, Luft, die schon in den Dinosauriern zirkulierte!) Die Erde ist so unermeßlich alt... Und wir - wie sie -sind gemacht aus dem Staub der Sterne. Ich schweife ab... *lächel* Mein Glaube ist, das wir alle ([size=1]UNTRENNBARE[/size]) Teile eines einzigen großen Organismus sind. Nennt ihn Gott oder wie auch immer; es spielt keine Rolle, welchen Namen ihr ihm gebt. Es ist... Und alles was wir erleben, all unsere Erfahrungen fliessen zu dem Einen zurück. Es ist... wie ein kleines Kind. Ein gigantisches kleines Kind. Ein Riesenbaby, das lächelnd in sich ruht... Ich kann seinen Herzschlag hören... Und wenn auch zwischen den einzelnen Schlägen 80 Milliarden Jahre liegen mögen (so lange dauert es, bis die Expansion sich erschöpft und das Universum wieder in sich zurückfliesst, bis es sich anschickt, die Leere mit lautem Knall ein weitres Mal aufzufüllen - sprach nicht Nietzsche einst von einem Meer, das ausfliesst, nur um wieder in sich zusammenzufliessen?)... Es [i]lebt[/i]. |
| Carcas999 | Würde nicht jeder gern etwas mehr tun als nur dem täglichen Trott unterworfen zu sein? Ich würde auch gern mehr für andere tun,mehr für mich vielleicht auch...nur schaffe ich es nicht etwas zu tun...vielleicht weil ich nicht die kraft und denn willen habe...weil ich zu sehr in diesem Trott gefangen bin...unglücklich.... Da ich nicht weiss was ich dem noch hinzufügen könnte will ich nur loswerden dass ihr das wunderschön geschrieben habt pelloquin,wirklich! |
| winter | ich denke mal das nur von sehr wenigen menschen etwas zurückbleibt. ich denke auch nicht, das das leben einen sinn hat. sondern ich bin der ansicht , das es einfach zufall ist, das wir existieren und das es auch zufall ist, wenn jemand etwas so grosses vollbringt, als das man sich noch hunderte jahre später daran erinnert. |
| Dolphin | Viele Menschen haben auch garnicht die Möglichkeit etwas "grosses" zu vollbringen. Ich denke das liegt wirklich im Zufall ob man große Veränderungen bewirken kann oder nicht. Vieles hängt ja auch damit zusammen in welchem Umfeld und in welcher Familie man aufwächst, welche Leute man kennt und welche Bekannte man mit der Zeit bekommt. Ich denke dieses "monumentale" Denken ist sowohl eine positive Eigenschaft (z.B. bei der Wissenschaft) wie auch eine negative (wie z.b. bei übergeschnappten Regierungsoberhäuptern). Letztendlich ist aber alles nur eine Frage der Zeit bis ein Mensch in Vergessenheit gerät. Dies ist nunmal der natürliche Lauf der Dinge. Selbst wenn wir heute anfangen alles aufzuzeichnen. In 1000 Jahren wird es soviel sein, das keiner mehr durchblickt und man doch alles reduzieren muß und die älteren Aufzeichnungen nicht mehr beachten wird. Machbar für jeden ist es denke ich nur seine direkte Umwelt und Mitmenschen zu unterstützen, damit diese einem später einmal in guter Erinnerung behalten werden, ja vielleicht sogar ihren Enkeln und Urenkeln mal von einem erzählen werden. |
| Der Gedanke | Das monumentale Denken, welches dem kleinsten Teil zu Grunde liegt - dem einen Herzschlag des in sich ruhenden Gefühls und Geschöpfs. Kein Zufall, denn es ergäbe keinen Sinn und keine Bedeutung daraus. Und wenn bisher nur von wenigen Menschen etwas zurückbleibt, so vielleicht deshalb, weil wir all der vielen klitzekleinen Riesentaten nicht bedenken, die irgendwo vergraben in einem Tagebuch verstaut in einem Koffer eines alten Dachbodens liegen und wir sie nicht erlesen. Ich glaube jeder Mensch ist eine ganze Welt für sich, etwas so Einzigartiges und so Wunderbares, dass Gigantisches und Wahnsinniges in jedem dieser Universen der Menschen entsteht. Manchmal hegen wir machtvolle Gedanken und schrecken zurück sie auszuführen. Manchmal bemächtigen uns Wünsche und Gefühle loszurennen und zu fliegen und wir tun es nicht, denn wir haben es nie zuvor probiert. Manchmal erschaffen wir Paläste voller Hoffnungen und Träume und sie könnten Heimstatt und fruchtbarer Boden vieler Menschen sein, doch wir lassen sie zerplatzen wie flüchtige Seifenblasen blos, weil wir selbst nicht an sie glauben. Manchmal denke ich ist die wahre große Tat die am Ende einem Vermächtnis am ehesten gleicht, jene, die uns bewegen wird entgegen unserer Gewohnheiten aufzustehn und doch zu tun, was wir schon längst in uns ruhend wissen - wir hätten es schon viel eher tun können. Vielleicht heißt die kleine Saat, die große Felder hinterlassen wird: Mut zum Gefühl. Der Gedanke |
| Pelloquin | Seid gegrüßt ihr lieben! (Danke für die Blumen, Carcas! :) ) Das hier ist mal ein wirklich schöner Thread! Herzlichen Dank und Glückwunsch, Gedanke! Wie merkwürdig... beinahe hätte ich es vergessen, doch jetzt im Moment fällt es mir wieder ein... Ich wollte euch noch von einer Geschichte erzählen. Geschrieben von meinem Lieblingsschriftsteller Ray Bradbury, wird in ihr einmal mehr die Frage nach dem [i]"Was bleibt..."[/i] aufgeworfen... Ich habe sie in "Dies und Das" und nicht in diesen Thread hineingestellt, weil ich sie euch nicht aufdrängen möchte. Der geneigte Leser findet sie aber hier: [center][Url="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=529353#post529353"][color=burlywood][font=times new roman][size=3,5]Kaleidoskop[/size][/font][/color][/url][/center] |
| kataar | ich glaube, dass sich an die wenigsten nach 150 Jahren noch irgend jemand wirklich erinnert.... Traurig, aber wahr! Das Leben jedes Normalos wird schnell vergessen sein, und höchstens in den Gedanken seiner/ihrer Verwandten und Freunde weiter existieren. Leider werden auch da in 3-4 Generationen nur noch fadenscheinige Erinnerungen weitererzählt, Oder erinnert sich in Eurer Familie noch ein Mensch, was für eine Person sein Ur-Ur-Grossvater war? War er ein gefühlvoller Mensch, hatte er viele Freunde, was hat er erlebt? Also, ich habe das Glück, noch eine Ur-Oma zu haben und doch weiss ich kaum was von deren Eltern, geschweige denn was sie so alles erlebt und geleistet haben.... Ich schätze, darauf kommt es wohl auch gar nicht an, wichtig sind doch die Familie und Freunde, die man während des eigenen Lebens hat. Das man bei denen in guter Erinnerung bleibt, oder? |
| Christian220 | Wirklich ein sehr erbaulicher Thread. Ich grüße alle, die einen Beitrag geleistet haben, besondre Achtung gilt Gedanke und Carcas999. Tja, was bleibt von uns zurück? Alles ist dual, soll heißen, das Individuum einesteils, und die Menscheit in ihrer Gesamtheit. (Wie oben, so unten) Sehen wir uns mal kurz als einzelne Zellen mit ihren bestimmten Funktionen an, so müssen wir doch zugeben, daß die Zellen am Po nicht weniger wichtig sind, als die Zellen, die welche die Denkfähigkeit eines Genies ermöglichen, oder? Will sagen, daß jeder an seinem Platz seine ganz bestimmten Aufgaben zu erfüllen hat, und allein dadurch sein Leben niemals SINNLOS gewesen sein kann. In der Natur geschieht Nichts umsonst. Der Gedanke: "Wer im Herzen eines Menschen lebt, ist nicht tot. (unbekannt) Was nun die Vergessenheit der größten Menschen, der Genies, Künstler, Philosophen u.ä. seit Menschengedenken aller Völker, und Jahrtausende betrifft, so bin ich der Ansicht, daß, wenn das WISSEN der Menschheit zum NUTZEN überliefert und verstanden worden ist, das Aufbewahren nicht mehr notwendig ist. Goethe sagt im "Faust": ("...Kein Wesen kann in nichts zerfallen....") Die Bestätigung sehe ich auch in der Stelle, wo das Genie sagt" (Wenn ich wüßte, daß morgen die Welt unterginge, so würde ich doch heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen)" Gedanke, paßt genau für Dich. Und Du wirst dabei GLÜCKLICH sein, und alle die Dich kennen und lieben, werden sich eines Tages an Dich durch diesen, VON DIR gepflanzten BAUM erinnern. Habe ich übrigens auch gemacht, er ragt inzwischen bis zur 2. Etage. Ich spreche mit ihm und pflege ihn. Im Winter füttere ich seine Gäste . Inzwischen bin ich nach langen bitteren inneren Auseinandersetzungen und Unmutsempfindungen psychischer Art zu der Erkenntnis gelangt, zu erkennen, daß wir zwar auf alles achten und beobachten, was um uns her und in der Welt durch Menschen geschieht, doch halte ich es für wichtig, daß man auf seine INNERE STIMME hört, um zu erfahren, wo stehe ich persönlich in meiner Entwicklung?? UNS können wir nicht belügen, unser Gewissen einlullen. Hier und nur hier wird man mit der WAHRHEIT konfrontiert. Untrüglich. "Bittet, und es wird euch gegeben!!!" Geistig, physisch- sozial und, nicht unwesentlich: seelisch: ARBEIT im eigenen ICH. Ich glaube nicht, daß das etwas mit dem als Kind eingeprägten Dogma der Kirche gemein hat. Ich hinterfrage, wie ist meine Handlungsweise, mein Charakter, was würde ich gerne anders tun ? Wie verlief mein Entwicklungsgang von den ersten erkennbaren Handlungen bis dato? Kann ich heute alles so richten, daß ich mit dem Ergebnis zufrieden sein kann. Warum nicht? U.ä. Würden die Mensch auf der ganzen Welt sich derart prüfen, (genügt auch geistig, weil Gedanken Kräfte sind!) und in diesem Sinne erkennen, könnten schon bald alle Rassen, Völker und Nationen , die einander wegen einer unterschiedlichen Gottes- Auffassung lebenslänglich unschuldiges Blut vergießen, in Frieden und Toleranz einträchtig nebeneinander leben. Noch kurz zur Behauptung, daß der Sinn unseres Menschseins hier auf Erden u.a. darin besteht, dieses "Ich" zu entwickeln: (der physische Körper, die sterbliche Hülle ist ja nicht der Wesenskern, das "Ich"; das ist es zwar auch nicht, soll aber hier mal zum besseren Verständnis dienen) "Und keine Zeit und Macht zerstückelt GEPRÄGTE Form , die lebend sich ENTWICKELT" (Goethe) Gedanke, You are not alone!!! Sorry, ein schweres Thema, deshalb mag ich es nicht kürzen. Ich grüße Euch und wünsche eine gute Nacht. Christian220 |