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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Hassen oder egal sein?Was ist schlimmer und was ist der Unterschied?
Alucard89Ich hatte einmal eine Freundin die mir mein Leben zur Hölle gemacht hat.Sie hat mich in jeder nur erdenklichen Weise betrogen und verraten - was ich allerdings erst nach der Beziehung erfahren habe.
Jetzt würde ich ihr dafür am liebsten den Hals umdrehen (Hass).
Sie ist sehr suizidgefährdet [---].Wenn ich darüber nachdenke, merke ich, dass mich das gar nicht interesssiert (egal sein).
Ich frage mich also, ob es dazwischen irgendetwas gibt oder ob es da einen entscheidenden Unterschied gibt.
Vielleicht liege ich auch total falsch und es ist irgendwas anderes.
Könnt ihr mir da vielleicht weiterhelfen?
v.a.s.t.hm
also ihc sage immer hass ist liebe nur mit umgedrehten buchstaben...
ok,es gibt auch den hass gegen menschen die du nie liebtest,fremde die dir etwas unglaubliches angetan haben..

aber sonst passt es....

hass ist wichtigkeit
der mensch ist dir noch wichtig
ich ahsse die menschen die ich liebe dafür das ich sie liebe


also denke ich gleichgültigkeit ist für die menschen die sehen das sie wem gleichgültig sind den sie lieben schlimmer.
MalvinaIch denke auch, dass Gleichgültigkeit meist schlimmer ist.
Tiefen Hass gibt es meist nur, wenn Gefühle im Spiel sind. Gleichgültigkeit hat nichts mit Gefühlen zu tun. Und Gefühle sind meiner Meinung nach das, was uns zu Menschen macht.

Kleines Beispiel:
Du wirst vor zig Leuten zusammengeschlagen (hoffe das dir das nie passiert!). Was ist im Nachhinein schlimmer für dich? Die Tatsache das dir jemand körperliche Schmerzen zugefügt hat, oder die Tatsache das viele Leute da waren die hätten helfen können, es aber nicht getan haben?

Ich halte Hass nicht für gut, aber es ist ein Gefühl. Und ein Leben ohne Gefühle ist meiner Meinung nach weitaus schlimmer.

Dark Wishes
Malvina
DunklerSchattenIch muss mich im großen und ganzen den Antworten von zuvor anschließen... Hass ist zwar ein schlechtes Gefühl, aber irgendwo beruht es doch auf Liebe. Außerdem kann man Hass noch irgendwie vielleicht nachvollziehen bzw. was man im Hass machen würde, doch wenn jemandem alles egal ist, wie soll man diesen dann noch beurteilen?
Wenn einem also auf Dauer alles egal ist, so wird es nicht nur mehr egal sein, sich irgendwo Schlägereien abspielen oder irgendjemand verletzt vor deiner Nase liegt. Nein, dieser Mensch würde auch Morden ohne Empfidung... und ich denke wenn es soweit kommt, dann schütze uns Gott..
dark_crystal@Alucard: Dass du deiner ehemaligen Freundin negative Gefühle entgegen bringst ist verständlich, wenn sie dich wirklich so ausgenutzt hat. Allerdings kann deine Gleichgültigkeit gegenüber ihrer Gefährdung als eine Art Liebesentzug verstanden werden. Dadurch bestrafst du sie indirekt für das, was sie mit dir gemacht hat. Wenn sie dir völlig gleichgültig wäre, würdest du wahrscheinlich gar nicht erst darüber nachdenken, wie sie sich fühlt.

Mit der Zeit kann sowohl Liebe als auch Hass zu Gleichgültigkeit werden, was allerdings langsam geht. Im Gegensatz dazu kann Liebe, besonders wenn sie extrem narzistich ist, oder der Liebende seine Persönlichkeit für diese zu grossen Teilen aufgegeben hat (fehlende Distanz zum Liebesobjekt) abrupt in Hass umschlagen.

Gruß,
Dark Crystal
TraumtänzerinHass bindet Menschen aneinander, fast so wie es Liebe tut.

Stell dir vor, du hasst jemanden wirklich abgrundtief, denkst du dann nicht jede Minute an ihn und überlegst, wie du ihm weh tun kannst? Statt von ihm loszukommen, bindest du dich immer fester an ihn.

Im Gegensatz dazu ist Gleichgültigkeit nur der Mangel an einem Gefühl, welches auch immer. Gleichgültigkeit ist eigentlich das Nichts.
AstarotheAlso ich denke dass Gleichgültigkeit um vieles schlimmer ist, zumindest für die Person die ignoriert, bzw, in dem Falle absolut toleriert wird, denn was ist für einen Menschen schlimmer als wie Luft behandelt zu werden?
Wer will schon vergessen werden?
Es ist doch um einiges schlimmer zu wissen, dass man der Person die einen hassen sollte nichtmal wichtig genug ist , damit diese auch dann genügend Energie und Zeit darauf verschwendet die andere zu hassen.
Denn wenn man jemanden hasst, gibt man sich ja ständig mit dieser Person ab, dnekt an sie und hat wahrscheinlich wegen ihr auch noch schlechte Laune, aber wenn die Person dann dazu nicht einmal wichtig genug ist, ist das doch viel viel schlimmer, zu sehen wie unwichtig und langweilig man ist.
Denn wer will schon unwichtig sein?
Das zu dem Punkt Leute zu hassen oder sie als gleichgültig zu empfinden.
Zum anderen Punkt,wie es ist wenn einem alles gleichgültig ist, sprich: Gefühlslosigkeit, es ist wirklich nichts schlimmes udn erleichtert einem das Leben und den Umgang mit Menschen wirklich ungemein........ich habe diesen Zustand jetzt sein anderthalb bis 2 Jahren und komme ganz gut damit klar.........es ist nur in Anwesenheit vieler Personen irgendwie komisch wenn etwas passiert, man wieß : du müsstest jetzt eigentlich das denken/ fühlen .......aber du tust es nicht und siehst nur wie alle anderen es dann tun und du kriegst beim besten Willen nicht den kleinsten Funken dieser Empfindung hin und schwebst irgendwo auf einem ausgeglichenen, unangreifbaren Nullpunkt.
Lilliths-ErbinIch bin auch der Meinung das Gleichgültikeit schlimmer als Hass zu bewerten ist.
Hasst du einen Menschen beschäfftigt er Dich noch, und er weiß das auch.
Die meisten Menschen streben nach Aufmerksamkeit.Um so schlimmr ist es wenn er dir gleichgültig ist.Du entziehst ihm jegliche Kenntnissnahme.
So unterscheiden sich die beiden auch.Obwohl Gleichgültigkeit aus dem Hass erwachsen kann sind die beiden sehr verschieden.
Gleichgültigkeit ist fast wie Liebe das Gegeteil von Hass.
shiphrah[FONT=arial]
Für mich sind Liebe und Hass die Gegenpole ein und desselben Gefühls. Polarität mit einem neutralen Gefühl als Nullpunkt. Liebe und Hass haben von ihrer Grundenergie dieselbe Kraft. Durch unsere Erfahrungen, BEwertungen und GEdanken, verschiebt sich das entwieder in Richtung Plus(Liebe) oder Minuns (Hass).
Und je stärker man sich in die eine oder andere RIchtung begibt, um so stärker empfindet man das entsprechende GEfühl als böse und schlecht oder gut und angenehm. Es kann aber nur ein GEfühl geben. Als was es uns letztlich erscheint, liegt in unserem Ermessen. Hass ist destruktiv und letzen Endes zerstörend, während Liebe konstruktiv und aufbauend wirkt. Die Energie ist aber sicherlich dieselbe.

Im Endeffekt kenne ich Hass auch nur in Zusammenhang mit Liebe. Wenn ich jemanden hassen kann, dann nur deshalb, weil es auch Liebe gibt.Hass ist irgendwie enttäusche, gescheiterte Liebe, nach der wir suchen. Wenn sie dann wieder da ist, ist auch der Hass weg. Eigentlich gibt es nur Liebe, im Guten wie im Schlechten.

Gleichgültigkeit ist neutral. Und nur denjenigen negativ, der Liebe sucht.

Abgesehen von der Gefühlstheorie ist es mit Sicherheit so, dass Gleichgültigkeit auf den ersten Blick mehr verletztend wirkt. Das ist meiner Meinung aber mehr verletzte Eitelkeit, weil der Gleichgültige Macht hat, du etwas willst, das du nicht mehr bekommen wirst. Du quasi nichts mehr in ihm bewegen kannst. Und die Tatsache, dass es anscheinend doch noch mehr Gewinn bringt, wenigstens Hassgefühle entgegengebracht zu bekommen als Gleichgültigkeit beweist wieder, was ich weiter oben beschreiben habe, das Hass und Liebe eben auf einer Skala existieren - eben als Gefühl.

Hat man sich aber von der Eitelkeit befreit, dann erscheint einem Gleichgültigket plötzlich gar nicht mehr böse, sondern friedlich. Alles wird also aus einem selbst heraus bewertet. Dabei ist es relativ unwichtig, was der andere nun wirklich tut oder lässt.
Wenn ich jemanden lieben möchte und ihn gut sehen möchte, dann gelingt mir das. Wenn ich Bedingungen voranstelle oder mich hinter Ängsten und Mauern verschanze, hat der andere nie eine Chance von mir als "liebenswert" gesehen zu werden und so werde ich ihn auch nicht mehr lieben können. Weil das Gefühl aber nun da ist und der Wunsch nach Erfüllung ebenso, entsteht der Hass, Eben Liebe auf negativ....

Ich habe mich selbst sehr lange damit beschäftigt, weil ich festgestellt habe, dass Hass und Liebe sehr schnell wechseln und isch trotzdem irgendwie vertragen. Seit ich den Hasse nicht mehr verdamme und die Liebe nicht mehr als das einzige Wahre betrachte, fällt es mir tatsächlich leichter zu lieben , auch dann wenn der andere mich sehr verletzt oder alles tut, was mich früher zum Hassen gebracht hätte.[/FONT]
Marla Singer@Alucard89: Erstmal: Ich fühle mit dir. Ich weiß zwar nicht, was genau dir deine "Freundin" angetan hat, aber auch ich wurde schon verraten. Ich glaube, ich weiß ungefähr, was du ihr gegenüber empfindest.

Das willst du sicherlich nicht hören, aber ich nehme dir nicht völlig ab, dass du ihr gegenüber gleichültig bist. Hass ist ein so überwältigendes Gefühl, dass es alle anderen Gefühle einfach überrennt. Hinzu kommt die Wut. Es ist vermutlich die Wut, die dir das Gefühl von Gleichgültigkeit gibt. Irgendwann wird die Wut weggehen und der Hass auch und dann wirst du nur noch traurig sein, und du wirst feststellen, dass sie dir nicht egal ist.
Sorry, das klingt oberbesserwisserisch, ich weiß. Ich schreibe das alles nur, weil ich diese Abfolge der Gefühle an mir selbst festgestellt habe. Bitte nicht sauer sein ... ;)

Mir fällt noch ein Zitat eines buddhistischen Mönches ein:
"Wenn du hasst, hasse richtig. Schlaf nicht mehr, iss nichts mehr, trink nichts mehr, hasse, hasse, hasse. Und dann wirst du feststellen, dass Hass dich nicht weiterbringt.
darkgirl1Sag mal, wie geht denn dass: Du empfindest Hass und Gleichgültigkeit für ein und dieselbe Person? Wie ja schon einige festgestellt haben, ist Hass ein Gefühl, Gleichgültigkeit aber meint Gefühllosigkeit - nicht?

Ich habe mich auch schon einige Male mit diesem Thema befasst, und bin auch zum Schluss gekommen, dass Gleichgültigkeit schlimmer ist als Hass. Wenn man hasst, denkt man über diese Person nach und setzt sich mit ihr auseinander. Man bringt Energie für sie auf und hat noch Gefühle. Gleichgültigkeit meint aber, dass man nicht mal mehr an diese Person denkt. Im Extremfall könnte diese Person sterben und es würde gar nichts ausmachen.

Es ist für mich etwas vom schlimmsten, was man jemandem (der etwas von einem will) sagen kann: Du bist mir gleichgültig.
shiphrah[QUOTE][i]Original geschrieben von darkgirl1 [/i]
[B].

Es ist für mich etwas vom schlimmsten, was man jemandem (der etwas von einem will) sagen kann: Du bist mir gleichgültig. [/B][/QUOTE]

Glaube ich dir, besonders, wenn man eh die Grundüberzeugung hat, dass man keinem etwas bedeutet. Mir macht so etwas heute nicht mehr so viel, aber wenn man liebt, spielt das eine Rolle.

Ich glaube, aber, dass, WENN einer sagt, du bist mir gleichgültig, dann ist das seine Art, Hass zu artikulieren. Denn wenn mir jemand wirklich gleichgültig ist, dann habe ich kein Bedürfnis, ihn das wissen zu lassen. Man weiß, dass solche Worte verletzten, also warum sonst lässt man sie raus als: zu verletzten..

Mein Ex hasst mich, sagt ich sei ihm gleichgültig. Ich weiß, dass es so nicht ist, aber dass er sich das wünscht. Das tut zwar genauso weh, ist aber, wie gesagt, nicht das gleiche.
darkgirl1Da hast Du sicher recht. Du bist ihm sicher nicht gleichgültig, wenn er das in der Gegend rumerzählt. Ist ja wiedersprüchlich...

Mir ist aber mal das umgekehrte passiert. Ein Ex von mir wollte unbedingt wieder mit mir zusammensein, als ich selbr die Beziehung schon abgeschlossen hatte. Es war eine ziemlich dumme Geschichte und ich wollte keinen Kontakt mehr zu ihm. Er rief mich trotzdem dauernd an, schrieb Briefe, etc, und warf mir dann immer wieder vor, ich würde ihn hassen. Was aber nicht der Fall war. Ich merkte dann, das er mir absolut egal war, und dass das ja eigentlich schlimmer ist.
Aber ich war dann auch der Meinung, es sei unnötig, ihm das zu sagen. (gemerkt hat er´s dann aber trotzdem)

Aber seither hoffe ich einfach, dass mir das nie passieren wird. Muss echt scheisse sein. (Womit ich aber nicht sagen will, dass es viel besser ist, gehasst zu werden!)
Nebeltaenzerinwie schonöfter gesagt

nicht hass ist das gegenteil vonliebe sondern gleichgültigkeit..

vielleicht denkst du nur das sie dir gleichgültig ist... wer weis
YetiHeyo..
Ja, Hass ist ohnehin ein gefühl, eins der Stärksten überhaupt.
Man kann Menschen hasse, so richtig derbe.. von herz und seele.
Für einen selbst ist es doch ziemlich egal (hahaha), ob man jemanden hasst oder liebt, denke ich.
Ich meine, hasst man jemanden, will man, dass es ihm schlecht geht.. man wünscht ihm alle möglcihe an den hals.. Verachtet ihn.. Ja... Aber wenn ihm etwas passiert, ist es einem im Prinzip auch egal. Ich denke daher, Hass und Gleichgültigkeit hängen eng zusammen.
ist jemand dir gleichgültig, so kümmert er dich nicht mehr. Er ist da, - oder eben nicht.
Ich glaube, es gibt sehr wenieg menschen dei sowas wie gleichgültigkeit "empfinden" können.
Es ist unmenschlich nichts zu fühlen, genauso unmenschliche, könnte man sagen, ist es, dass einem ein Mesnch wie man selbst egal ist.
Für den gehassten, glaube ich, wäre es alledings schöner, wäre er dir egal.. ich galueb es ist schlimm, gehasst zu werden. Man weiß zwar, jemad hat gefühel für einen.. aber so furchtbar.. man beginnt doch an sich zu zweifeln, daran das man "ein guter mensch" ist.
Ich glaube.. man könnte sagen Liebe ist +1, Gleichgülztigkeit 0, und Hass -1.
damit meine ich, positiv ist liebe, gron gesehen, schon. Hass ist, wobei ich das nicht unbedingt finde, etwas.. schlimmes. Gleichgülzigkeit is.. egal.. neutral eben. Nichts im Prinzip.
Woei andererseits kann man jemanden viel schneller enttäuschen, wenn man ihm mit gleichgültigkeit begegnet.. wobei das ienem auch wieder egal sein kann?!
*gedankensammel*
Es muss schön sein, wenn einem vieles gleichgültig ist.. da hat man.. wenig probs.. und wenn man welceh hat, so sind sie ja egal..

ein hauch von nichts..
...
anarchywarriorEr: "Du musst mich jetzt fürn ziemliches Arschloch halten."
Ich: Ich weiss nicht, ich denk grad drüber nach.
Er: "Ob Du mich für n Arsch oder n Riesenarsch hälst?"
Ich: "Nein, ob du mir egal bist oder nicht"

Beim Abschied

Ich:"Ich glaub, ich weiss es jetzt."
Er: *erwartungsvoller blick*
Ich:"Du bist mir egal"

Und der Schmerz in seinen Augen war so gross, dass ich mich noch den Rest des Tages daran ergötzen und erfreuen konnte.
Und ein halbes Jahr lang daran, was diese Trennung in mir ausgelöst hat...

Gleichgültigkeit ist meiner bescheidenen Meinung und Erfahrung nach viel übler als Hass. Jedoch kann ich sonst nichts neues hinzufügen, da alle Argumente bereits genannt wurden. Hass verbindet, usw.

That's all Folks
sanguisauch ich bin der meinung, dass gleichgültigkeit beiweitem schmerzvoller und daher wohl auch schlimmer zu ertragen ist.
wenn man gehasst wird beweisst das nur, dass der andere sich immer noch mit einem beschäftigt, sich mit der istuation auseinander setzt, gefühle für einen hat, selbst wenn diese negativ sind... solange man jemanden hassen kann ist er einem nicht EGAL!

ich möchte keines falls sagen hass sei positiv, oder gar leicht zu ertragen. keiner denke ich möchte von einem menschen der ihm etwas bedeutet gehasst werden, doch hätt ich selbst die wahl würde ich hass der gleichgültigkeit vorziehen...
AzuriteMir wäre es wiederum lieber, jemandem egal zu sein...

Wenn ihr sagt, dass es ja ach so schlimm ist, wenn es einem Menschen egal ist, ob du stirbst oder lebst, wie findet ihr es dann, wenn sich jemand darüber freuen würde, wenn du stirbst? (wenn man mal von wirklichem Hass aus ganzem Herzen spricht, und nicht nur von der bescheidenen Gekränktheit, die viele Leute schon als Hass zu erkennen glauben)

Ich habe mich auch bis jetzt geweigert, überhaupt jemanden zu hassen... für mich ist so etwas Energieverschwendung, die ich nicht unbedingt betreiben muss. Was habe ich davon außer Schadenfreude, die ich bei anderen Menschen nicht leiden kann, also auch selbst nicht unbedingt scharf drauf bin?

In der Zeit, die man damit verschwendet, jemanden zu hassen, kann man sich zehnmal woanders Freude holen, die auch weitaus weniger destruktiv ist.

Azurite
Slo Mo Snail[QUOTE][i]Original geschrieben von Yeti [/i]
[B]
Ich meine, hasst man jemanden, will man, dass es ihm schlecht geht.. man wünscht ihm alle möglcihe an den hals.. Verachtet ihn..
... [/B][/QUOTE]

Hass und Verachtung sind meiner Meinung nach 2 unterschiedliche Sachen... Sie schliessen sich zwar nicht gegenseitig aus, aber Verachtung ist eher eine Sache des Verstandes, Hass eine Sache der Gefühle/Emotionen

Aber ansonsten sehe ich es genauso wie mein Vorredner... ([B]wirklicher, tiefer[/B]) Hass ist viel schlimmer als "nur" Gleichgültigkeit. Klar, wenn man gehasst wird, wird man mehr beachtet als wenn man jemandem gleichgültig ist. Aber diese "Beachtung" hat doch nur das Ziel, einem Schlechtes zu wollen. Aber das ist wohl wie so vieles Ansichtssache...
frozen heartirgendwo hab ich mal gehört:
"ich hasse dich nicht...dazu liebe ich dich nicht genug."
ich mag diesen spruch und halte ihn für wahr.man kann fremde nicht hassen, sie können einem unsymphatisch sein oder oder einem nicht gefallen. aber hass ist ein nachgefühl von erloschener liebe.durch verachtung muss man den schmerz abbauen.
schattenzeit[QUOTE]nicht hass ist das gegenteil vonliebe sondern gleichgültigkeit..[/QUOTE]

Diesen Satz hab ich hier jetzt schon so oft gelesen, dass ich dazu jetzt doch mal was sagen muss, denn er ist einfach nicht wahr! Hass und liebe sind Gefühle. Gleichgültigkeit nicht.
Das lernt man doch wirklich schon als kind:
Man sagt doch auch nicht dass das gegenteil von vielen Äpfeln wenige Birnen sind.
Genausowenig kann man "Gleichgültigkeit" einfach zu den Gefühlen ordnen.
So erscheint es jedenfalls mir am logischsten.
JimmyVoiceLiebe ist starke Zuneigung, Hass ist starke Abneigung, Gleichgültigkeit ist weder Liebe noch Hass
cocreaÜBER DEN HASS

Die Liebe ist einäugig. Der [B]Hass[/B] blind. aus Dänemark

Liebe allein, nicht [B]Hass[/B], kann die Welt heilen. Yehudi Menuhin

[B]Hass[/B] ist immer reaktionär.
Ernesto Cardenal, Schriftsteller und Geistlicher, Nicaragua

Man kann dem Hass mit Hass nicht begegnen, so sehr der Hass unserer Natur entspringt, aber die Natur taugt hierfür als Entschuldigung nicht, wie auch für Rache nicht, wie auch für Neid nicht, wie auch für anderes nicht, was in uns steckt und gezügelt werden muss.

HASS IST GIFT FÜR DEN VERSTAND.

Ich möchte tolerant werden, ohne etwas zu übersehen; niemand verfolgen, auch wenn mich alle verfolgen; besser werden, ohne es zu merken; trauriger werden, aber gerne leben; heiter werden, in anderen glücklich sein; niemand gehören; in jedem wachsen; das Beste lieben, das schlechteste trösten; [B]nicht einmal mich mehr hassen[/B]. Elias Canetti

[B]Hass[/B] und Liebe können sich in Menschen aus Respekt vor Grenzen und aus Freude am Fließen umarmen. S. 238 s.u.

»Unsere Gesellschaft brandmarkt weibliche Aggression ebenso sehr als Schwäche, wie sie männliche Aggression als Durchsetzung verherrlicht. ´E-man-zipation´ [also wörtlich: heraus aus der Hand, die mich gefangen hält!´] erfordert aber mehr an Aggression [wörtlich ´Herangehen´], als Frauen im öffentlichen und privaten Leben zugestanden wird. Wenn sie nun ihren [B]Hass[/B] weder äußern, noch verdrängen oder verarbeiten können, werden sie ihn früher oder später gegen sich selbst richten.« S. 229 zit. Joachim Gneist, ›Wenn Hass und Liebe sich umarmen – Das Borderline-Syndrom, ein Psychodrama unserer Zeit‹

Wenn man mit sich im Einklang ist, dann hat man auch keinen Hass. Und [B]Hass[/B] erzeugt ja Gegenhass. Cosma Shiva Hagens Schlussworte im Interview mit Gero von Böhm 16.7.02, 3 sat-TV

»Zu den gewöhnlichen hilflosen Frauen gehör‘ ich nicht, den stillen Dulderinnen, das glaub‘ niemand: Von starkem Schlage bin ich, in [B]Hass[/B] und Liebe stark und heiß. Nur das gibt Ruhm...«
Medea, das mächtige Weibliche repräsentierend, lt. griechischen Dichter Euripides

... Frauen werden jeden Wunsch anderer Frauen, die Machtverhältnisse zu verändern, zum Anlass nehmen, ihren [B]Hass[/B], den als Selbsthass unerkannten Hass, den sie nur als diffuse Bedrohung erlebt, zu entladen."S. 105/106
"Es ist gerade der [B]Selbsthass[/B], der zwischen uns und uns steht, zwischen dem Ich und dem Selbst. Der Selbsthass ist es, der aus der entmachteten Frau eine ohnmächtige Frau macht. Mag der Mann für das Warum verantwortlich sein. Bei dem Wie muss er keinen Finger rühren, und es passiert doch." S. 109
aus: »Die wilde Frau – Rückkehr zu den Quellen weiblicher Macht und Energie«, Angelika Aliti, Hoffmann und Campe Verlag, 3. Auflage Hbg., 1994

"[B]Hass[/B] ist eine negative, sehr starke Emotion, die sich vor allen Dingen auf ehemals positiv besetzte, geliebte Objekte bezieht. -> radikaler Gefühlsumschwung" S. 201
Nimmt man eine individuelle Betroffenheit als Voraussetzung für das Hassen an, bedeutet dies: Mulacks Hass rekrutiert sich aus der Abwertung ihrer Person als Frau. Die Diskrepanz der beiden Gefühle – hier der übermäßige [B]Hass[/B] und dort die Abwertungserfahrung – jedoch wird erst durch die eigene Überbewertung hergestellt. Sie ist letztendlich die Voraussetzung des Hasses." S. 201
aus: »Die Wolfsfrau im Schafspelz – Autoritäre Strukturen in der Frauenbewegung« Martina Schäfer, Heinrich Hugendubel Verlag - Sphinx, München, 2001

"Das Verlangen, das 'Böse', in welcher Form auch immer, aus der Welt zu jagen, hat bisher jedenfalls stets dazu geführt, im Namen des 'Guten' hasserfüllt und destruktiv das auszuleben, was angeblich beseitigt werden sollte."
aus: Nitzschke, Bernd; Liebe als Duell oder andere Versuche, Kopf und Herz zu riskieren; Reinbek, 1991, S. 133

"Sowohl der [B]Hass[/B] und die Wut des Rebellen als auch die Klage des Jammernden sind Ausdruck von enttäuschter Liebe. ... Deswegen entpuppen sich die vielgepriesenen Bilder der neuen Männlichkeit und Weiblichkeit beim genaueren Hinsehen als neu aufgeputzte oder mythisch verschleierte Versionen der alten Ikonen." S. 163
aus: »Männermacht und Frauenliebe ...oder die Lust, es dennoch miteinander zu versuchen«, Sigrid Steinbrecher, Dr. Sigrid Steinbrecher Verlag, 1993

"Deutsche Bilanz 1992: Rund ein Dutzend Fremdenhass-Morde - und Empörung darüber. Plus einige hundert Frauenhass-Morde (meist Sexualmorde genannt) - und Schweigen darüber. Fremdenhass ist heute in aller Munde, Frauenhass wird als solcher noch nicht einmal wahrgenommen, ist bisher keine politische Kategorie. [B]Dabei ist der Frauenhass die Mutter allen Hasses[/B]." S. 24
aus: »So sehe ich das« Alice Schwarzer, Kiepenheuer und Witsch, Tb, 1997

"Es ist für uns unabdingbar, die Wahrheit des Frauseins bis ans Ende zu denken. Das sind zumeist bittere Wahrheiten. Die bitteren Wahrheiten auszuhalten, sie zu benennen und zu durchdringen, ist an sich schon ein Akt des Stolzes und des Mutes. In einer Sklavenseele kann der häßliche Wunsch wachsen, es den Herren gleichzutun. Unseligerweise wächst aus [B]Selbsthass[/B] zunächst der [B]Hass[/B] auf das Ähnliche. Im Falle von Frauen also auf Frauen." Alice Schwarzer

Wir Frauen müssen zum Wachsen eine Mischung aus Behutsamkeit und Herausforderung haben – für uns selbst wie für die anderen. Dass Frauen Frauenrechtlerinnen in den Rücken fallen, rührt an das Dunkelste im Frausein: an den [B]Selbsthass[/B]. ... Es ist ein sinnloser Versuch, sich über den Verrat an der Frauensache in der Männerwelt anzubiedern.
Alice Schwarzer, »Der große Unterschied«, Kiepenheuer und Witsch

"Die einen entwickeln sich zu den »seelisch Kranken« unserer Gesellschaft, denn sie leiden und »belästigen« uns damit. Die anderen dagegen, weil sie sich dem Diktat ihrer Eltern anpassten und gleichzeitig den inneren "[B]Hass[/B] auf einen Feind nach außen lenken, kennen weder Unruhe, Leid noch Zweifel. Da der Feind sie vor dem Erleben der inneren Unbehaglichkeit bewahrt, werden sie dem entsprechen, was die Gesellschaft als gesund idealisiert." S. 27
"Es ist das Menschliche im anderen, das man hasst, um das Erlebnis der schlechten Mutter und/oder des schlechten Vaters als gut zu verteidigen." S. 31
"Überall da, wo Gehorsam zum Baustein eines Selbst wurde, entsteht "[B]Hass[/B] auf das Lebendige." S. 42
"Was allen [faschistoiden] Führern ihre Macht verleiht, ist nicht so sehr die Tatsache, dass sie uns ein besseres Leben versprechen, sondern vor allem, dass sie uns von dem inneren Kampf befreien, von [B]dem Widerspruch zwischen Liebe und Hass[/B]. Sie liefern uns Feinde, die wir töten und uns dafür noch lieben können." S. 55
Rückzug in sich selbst aus Angst vor Nähe gleicht dem Autismus ... Er ist wohl die extremste Art, die ein Mensch entwickeln kann, um sich vor verletzender Nähe zu »schützen«. S. 81
"Der Preis ihres »Selbstschutzes« ist ein Tod im Leben." S. 87
"[B]Hass[/B], als Liebe getarnt, ist vielen Menschen eine Erleichterung, weil sie das aus der Kindheit kennen." S. 165
aus: »Falsche Götter« Arno Grün, ECON Verlag, 1991

"[B]Hass[/B] bewahrt einen vor der Wahrnehmung des eigenen Schmerzes." S. 52
Warum halten Menschen das Unechte für echt? >Ich glaube, der wahre Grund dafür ist das Bedürfnis von Menschen, die Wahrheit zu verschleiern, sie nicht wahrzunehmen, weil sie zu schmerzhaft wäre und weil sie so sehr von Hass und Minderwertigkeit durchdrungen ist.< S. 82
"Der allgemeine Gehorsam führt dazu, daß die große Mehrheit der Menschheit politisch passiv ist und sich ängstlich denjenigen unterordnet, bei denen der [B]Hass[/B] am größten ist. Gleichzeitig haben sie Angst, sich aus dem Bereich ihrer Identifikation mit Aggressoren hinauszubewegen." S. 125
"Freud erkannte nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen berechtigter Aggression und [B]Hass[/B]." S. 146
"Nicht-Identität entsteht aus dem [B]Hass[/B] gegen das eigene Lebendige." S. 153
"Wir müssen den [B]Hass[/B] beim Namen nennen, um die Scham in denen zu erwecken, die ihn zwar noch sehen, die aber die Scham nicht genügend fühlen." S. 215
aus: »Der Fremde in uns« Arno Grün, Klett-Cotta Verlag, 2000


ÜBER DIE GLEICHGÜLTIGKEIT
Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.
Eli Wiesel

Wenn Toleranz nicht mit Interesse Hand in Hand geht, nennt man sie Gleichgültigkeit. Lars Rabenai, Aphoristiker

Ein Tropfen Liebe bringt das Gleichgültigkeitsmeer zum überlaufen.
Ernst Ferstl

Die Gleichgültigkeit einüben. Ilse Aichinger, 1972
(der einzige Satz, den Aichinger im Todesjahr ihres Mannes, des Dichters Günter Eich, publiziert hat)

Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst. Christian Morgenstern

Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit. George Bernard Shaw
mondtochterIch glaube, das Schlimmste was es gibt, ist das Gefühl der Gleichgültigkeit. Hass ist immer noch ein starkes Gefühl, wenn man nichts mehr fühlt, ist alles tot was jemals war. Irgendwann ist die Gleichgültigkeit wichtig, denn der Hass macht dich kaputt und frisst dich auf. Schlimm ist es natürlich umgekehrt, wenn du gehasst und abgelehnt wirst und spürst, daß alles vergänglich ist. Schweres Thema finde ich, daß man spontan nicht beantworten kann.

[COLOR=crimson]Manchmal hasst man die Menschen am meisten, die man liebt, denn es sind die einzigen, die einen verletzen können...[/COLOR]
cocrea@ mondtochter,

es gibt eine wohltuende ausgleichende GLEICH-GÜLTIGKEIT.
sowohl das als auch dies hat gültigkeit.
und wenn du dies und das hast, wähle jenes.

eine zeitlang versuchte ich nach dem motto zu leben:
i take no credit, i take no blame.
ich nehme weder lob noch tadel (als beeinflussung) an.
das ist ungeheuer schwer - solange der althergebrachte dualismus dich in der tasche hat.

lg, cocrea

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