| Feuerleger | Die Theorie vom charakterlosen Gott Also zunächst einmal ist festzustellen, dass für die Entwicklung dieser Theorie, der Glaube an einen Gott von Bedeutung ist. Dieser bildet sozusagen die Grundlage, denn es ist keine rein philosophische sondern auch eine religiöse Theorie. Allerdings gehe ich davon aus, dass jeder „gesunde“ Mensch ohne Gehirnstörungen oder starke psychische Erkrankung (Paranoia, Korea – Syndrom, starke Depressionen etc..) gläubig ist. Aller Kirkegaard (dänischer Philosoph) berufe ich mich darauf, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind nicht zu glauben. Kurzum: Atheismus gibt es nicht. Die Menschheit ist umgeben von höheren Mysterien, die sie sich nicht zu erklären weiß, und sei es nun die Entstehung der Erde, des Universums oder des Lebens sowie eine Vielzahl anderer Geheimnisse, die der Mensch wahrscheinlich nie entschlüsseln wird. Ein weiterer Philosoph hat mal gesagt: Wir können nicht gegen unsere Erkenntnis glauben. Worauf ich allerdings fragen muss: Wie weit reicht unsere Erkenntnis denn überhaupt? Gemessen an der Vielzahl und der Gewichtigkeit des Unerforschten muss die Antwort lauten: Nicht viel. Das bedeutet, der Mensch fängt automatisch dort zu glauben an, wo seine Erkenntnis aufhört. Mal abgesehen, dass es in dem Gehirn eines jeden gesund entwickelten Menschen ein Zentrum gibt, dass für unsere Gläubigkeit zuständig ist, hat sich wahrscheinlich schon mal jeder dabei erwischt wie er über ein Leben nachdem Tod nachgedacht hat. Wie er sich eine höhere Macht herbeigesehnt hat, die an seiner Seite steht. Wie er einfach nur drauf gehofft hat, dass sich das Schicksal (Gottes Zweitname ;-)) für ihn positiv entwickeln möge. All diese Wünsche sind Ausdruck von dem Glauben an eine höhere Macht. Nicht glauben hieße sich nie mit solchen Themen beschäftigt zu haben, ohne Wünsche dazu assoziiert, Hoffnungen daran geknüpft oder einfach nur Bilder damit verbunden zu haben. Da dies objektiv kein Mensch von sich behaupten kann, ist dies ein Beweis für unsere Unfähigkeit zum Atheismus. Der Glaube ist ein Zustand ganz ähnlich dem des Bewusstseins: Hintergründig immer vorhanden, doch nur in den seltensten Momenten tritt er dominant aus dem Wirrwarr an Emotionen und Eindrücken hervor. Dieser Standby-Modus des Glaubens wird meist mit seinem Fehlen verwechselt. Doch in Wirklichkeit sind wir alle zum Glauben verdammt. Da wir uns ja jetzt einig sind, dass wir alle „irgendwie“ gläubig sind (Atheisten go home;-)), komm ich jetzt zur Kerntheorie. Ich behaupte, dass es zwar einen Gott gibt, denn ein Leugnen wäre entgegen meiner Gläubigkeit ja Blasphemie, aber dieser absolut ohne jegliche Moral ist. Das heißt ich leugne den strafenden, den herrschsüchtigen, den jähzornigen Gott genau so wie den verzeihenden, den liebevolle, den beschützenden Gott. Gott hat keinen Charakter. Denn wenn Gott einen Charakter hätte, so wie es in der Bibel, dem Koran oder auch dem alten Testament beschrieben stände, dann wäre er nicht mehr göttlich sondern menschlich. Ein Gott mit menschlichen Zügen verliert all seine Göttlichkeit und wird zu einer klar einschätzbaren Person. Das Geheimnis der Göttlichkeit ist es halt eben, dass wir Menschen nicht die Fähigkeit dazu haben, uns ein Bild von ihr zu machen. Göttlichkeit ist zu abstrakt und unfassbar, dass der Mensch sich sie vorstellen könnte. Genau wie wir nicht in der Lage sind wirklich die Entstehung des Universums zu erklären, sind wir auch nicht in der Lage uns Gott zu erklären. Trotzdem tun wir es. Wir sind unfähig unsere Erklärungslosigkeit gegenüber Gott auszuhalten. Der menschliche Verstand sucht sich immer und automatisch Erklärungen für das Erklärungslose, Beschreibungen für das Unbeschreibliche, Greifbares für das Unbegreifbare. Das ist ein ganz normaler psychologischer Vorgang: Denn unsere Psyche unterteilt unsere Umwelt immer in Schemata und Muster die sie anhand unserer Sinne wahrnimmt, auch wenn diese objektiv gesehen, keine Beweisgrundlage haben. Zum Beispiel ihr geht durch eine Masse von Fremden und fangt an Menschen unterbewusst nach äußeren Merkmalen einzuteilen und mit Stigmata zu belegen: prollig, sympathisch, oberflächlich, stilvoll usw. Der menschlichen Vorstellung nach bleibt also in unserer wahrnehmbaren Umgebung nichts, aber auch rein gar nichts, undefiniert. Selbst wenn wir das zu verhindern versuchen (Stichwort: Vorurteile). Und schon gar nicht eine solche große Projektionsfläche wie ein Gott sie bietet. Deshalb fingen die Menschen schon früh an Gott zu deuten. Zunächst orientierten sie sich noch praktisch an Naturkatastrophen, Kriegen oder Plagen. Heraus kam der Gott des alten Testament, ein strafender und herrischer Gott wie ihn das Judentum als solchen anerkennt. Danach fing sich das Bild, welches die Menschen von Gott hatten, an zu wandeln. Gerade in einer Zeit in der hinter jeder Ecke und in jeder Minute der Tod lauerte, suchten sie immer mehr nach einem Schützenden, einem Liebenden, einen warmen Gott. Ein Gott der für die Menschen da war und ihnen beiseite stand. Das Ergebnis war das neue Testament und damit das Christentum. Die Herrscher waren bald nicht nur alle selber gläubige Christen, mit einem klaren Bild von Gott, sie erkannten auch den Nutzen von Gott als eine moralische Macht an. Soll heißen: Das einzige was über König, Kaiser und Papst stand war Gott selber, als die letzte moralische, allumfassende und allmächtige Instanz. All unsere Gesetze, geschriebene wie ungeschriebene, Fußen heute auf den zehn Geboten und der Bibel. Damit war der Grundstein vom Bild eines moralischen Gottes endgültig gelegt. Es heißt zwar: Du sollst dir von Gott kein Bildnis machen, aber in unzähligen Stellen definiert die Bibel Gott ganz klar und schafft somit fast schon ein gestochen scharfes Bild. Die alte, gestrenge aber warmherzige Vaterfigur ist die Folge. Trotzdem ist der Mensch, wenn er von eine wage Ahnung von Gott haben will, wenn er ihn emotional nicht verstandesgemäß erfassen will, dazu angehalten sich von jeglichen Vorstellungen über Gott zu trennen. Denn wahre Göttlichkeit ist nicht nach irdischen Maßstäben kategorisierbar oder erfassbar. Auch wenn uns unsere Unerklärlichkeit gegenüber dieser uns umgebenden Macht verunsichert, sollten wir ihr ihre Göttlichkeit lassen und nicht versuchen sie mit menschlichen Attributen zu besetzen. Denn dem Glauben, also der Emotion, schadet dies letztendlich. Wir würden ja auch keiner anderen Person die Liebe beschreiben können noch wollen, zumal wenn diese noch gar keine Erfahrung mit ihr gemacht hat. Diese Emotion kommt Gott in ihrer Unbeschreiblichkeit sehr nahe. Außerdem werden doch die Vorstellungen welche wir von Gott haben immer wieder auf ein neues wiederlegt. Einer glaubt an einen „gnädigen“ Gott und ihm wiederfährt „Strafe“. Einer glaubt an einen „strafenden“ Gott und ihm wiederfährt „Gnade“. Des weiteren hindern uns unsere Gedanken daran, uns gegenüber Gott frei zu machen und ihn ganz auf emotionaler Basis zu erfassen. Gott gilt es zuerst auf der Gefühlsebene zu begegnen, erst in zweiter Linie gedanklich. Es/ Sie/ Er zu fühlen als eine ewig anwesende namenlose übermächtige lebensbejahende Kraft. All unsere Erklärungen die wir dann für das Phänomen Gott haben, sollten sich viel mehr aus dem Emotionalen ins Gedankliche ableiten. Wie haben wir Gott erfahren, nicht wie sollte er sein. Berechtigt ist da die Frage ob Gott bei soviel charakterloser Neutralität uns überhaupt hilft? Ja, durch seine pure allgegenwärtige Anwesenheit: Welche die Leere nachdem Tod ausfüllt. And now shut me down or erase me...;) Bye, Feuerleger |
| Ventus | Mhh alles schön und gut . aber Atheisten gibts sehr wohl ^^. (<- imho). Ansonsten aber ne erzählenswerte Theorie |
| DarkHaze | Vorab: Atheismus hat doch nichts mit Philosophie zu tun. Ich kann noch so oft über ein Leben nach dem Tod grübeln, ohne dabei auf eine höhere Macht zu kommen. Das ist Definitions- und Auslegungssache. Und selbst wenn ich auf eine höhere Macht kommen würde, hat das nichts mit Gott zu tun. Gut, für dich mags so sein, aber projeziere das doch nicht auf die Menschheit. Das ist einfach nur intolerant. Zur Theorie: Der Mensch ist in der Lage, die Entstehung des Universums zu verstehen ( nur als Anmerkung ). 1. Der Mensch ist auch in der Lage, zu "begreifen", was Gott ist. Richtig. Eigentlich kann der Mensch das nicht. Aber was tust du denn in deiner Theorie? Du sprichst ihm menschliche Eigenschaften ab, womit du ihn weiter definierst - weiter noch als das Christentum ihn definiert hat, da du ihn auf sein göttliches Wesen beschränkst und ihm den Raum absprichst, den Gott als allmächtiges und allgegenwärtiges Wesen doch haben müsste! 2. Glaubst du wirklich, dass die 10 Gebote der Grundstein unserer Moral sind? Gab es ein derartiges Bewusstsein vor der Verkündung der 10 Gebote nicht? Waren die Menschen zuvor ein wildes Rudel an Tieren und wurden mit einem Schlag alle gut?!? Außerdem: Wenn die 10 Gebote Friede bringen sollten und auch brachten, ist Gott dann nicht doch eher gut als neutral??? 3. Du vergleichst die Liebe mit dem Glauben. Nun ja, Liebe kann emotional gesehen niemand wirklich definieren, das ist ein gutes Beispiel für Gefühle, die teils außerhalb von einem selbst liegen, das suggeriert aber auch, dass ein Teil des Gottesverständnisses innerhalb unseres Verstandes liegt, einerseits aufgrund der von dir angeführten Überlegungen, andererseits zur bloßen Erkenntnis, dass Gott überhaupt existiert. Es muss also zwei Schnittpunkte geben, in denen Gott in unsere Welt massiv eintaucht: Man denke nur an Jesus, nur als Beispiel, das schon genügt. Ist das nicht sozusagen eine kleine Personifikation Gottes? Wenn nicht, was ist es dann? Es ist auf jeden Fall ein Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Und dann soll Gott keine menschlichen Züge haben?!? Wie soll das gehen. 4. Wenn Gott der Ursprung des Menschen ist, wenn er unser Erschaffer ist, unser "Herr", dann muss er auch alle die uns auf mitgegebenen Gefühle und Fertigkeiten, ja sogar das Potenzial des individuellsten Menschens, kennen. Gott ist schließlich allwissend. Er beschäftigt sich mit den Menschen und er kennt die Geschichten vom Gut und vom Böse. Es mag sein, dass Gott kein Interesse an dem Zustand der Menschen hat (Theodizee), aber was hält den Menschen dann noch am Glauben? |
| jay | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Allerdings gehe ich davon aus, dass jeder „gesunde“ Mensch ohne Gehirnstörungen oder starke psychische Erkrankung (Paranoia, Korea – Syndrom, starke Depressionen etc..) gläubig ist. Aller Kirkegaard (dänischer Philosoph) berufe ich mich darauf, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind nicht zu glauben. Kurzum: Atheismus gibt es nicht.[/B][/QUOTE] [i]Der Begriff Atheismus bezeichnet zusammenfassend jede Form einer philosophischen oder weltanschaulichen Grundhaltung, die keine Götter kennt oder die Existenz eines Gottes verneint.[/i] (Auszug aus der Wikipedia Enzyklopädie) Nicht nur, dass es Atheismus gibt, es gibt sogar atheistische Religionen. Klingt zwar komisch, aber urspünglich kannte der Buddhismus keinen Gott. Du kommst, wenn du auch brav bist, ins Nirvana und wirst von den irdischen Leiden erlöst, eine höhere Macht gibt es trotzdem nicht. Klar, kannst du jetzt natürlich "Die Regeln die diese Welt zusammenhalten" als "göttlich" definieren. Gott - die Naturgesetze, die Weltformel. Wäre dann aber keine allmächtige lenkende Macht mehr. (Schnittpunkt und Widerspruch zu deiner Theorie?) Wie auch immer. Atheismus gibt es sehr wohl, denn ein gesunder Mensch wie ich beschäftigt sich mit dem Tod und kommt zu dem simplen Ergebnis, dass man dann TOT ist, wenn die Lichter ausgehen. Nicht mehr existent. Ausradiert. Ende, Sense, Feierabend. Weg. Mein Hirn setzt aus, meine Nervenbahnen lösen sich auf, die chemischen Reaktionen in meinem Körper, die Gefühle, Gedanken und mein Bewusstsein (meine Seele? uuuh *gruselig guck*) beeinflussen, erlöschen. Schonmal bewusstlos gewesen? Ja, ich stell mir vor, so fühlt sich der Tod an. (Leer, das Nirvana also, hu?) Meine Theorie :p. |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Die Theorie vom charakterlosen Gott ... Aller Kirkegaard (dänischer Philosoph) berufe ich mich darauf, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind nicht zu glauben. Kurzum: Atheismus gibt es nicht. [/B][/QUOTE] Soeren Kierkegaard wurde 1813 in Kopenhagen geboren. Er war ein scharfer Kritiker der ganzen europäischen Kultur. Europa sei unterwegs in den Bankrott, meinte er und wetterte gegen die laxe Haltung der Kirche und das sogenannte Sonntagschristentum. Auch gegen Hegel bezog er eine radikale Gegenposition und meinte, dessen Geschichtsverständnis hätte dem Individuum die Verantwortung für sein eigenes Leben abgenommen. Kierkegaard geht es darum, dass der Mensch sich als einzigartiges Individuum begreift, das nur dieses eine einzige Mal lebt. Wesentlich ist die Existenz des Einzelnen und wichtiger als die Suche nach der EINEN Wahrheit ist die Suche nach den Wahrheiten, die für das Leben des Einzelnen von Bedeutung sind. Für ihn ist die Wahrheit subjektiv. Eine wichtige Frage ist zum Beispiel, ob das Christentum die Wahrheit ist. Zu dieser Frage kann man laut Kierkegaard kein theoretisches Verhältnis haben. Für jemanden, der sich selbst als existierend begreift, geht es dabei um Leben und Tod. Jeder Einzelne steht dieser Frage ganz allein gegenüber und kann sich ihr nur durch den Glauben nähern. Dinge, die wir mit unserer Vernunft erfassen können, sind für die Existenz des Einzelnen unwesentlich. ... Wer versucht, Gott mit der Vernunft zu erfassen, sagt Kierkegaard, verliert den Glauben. Denn wesentlich ist nicht, ob das Christentum wahr ist, sondern, ob es für mich wahr ist. Kierkegaards Lehre der drei Stadien auf dem Lebensweg. Er versteht darunter drei verschiedene Existenzmöglichkeiten, die er als das ästhetische, das ethische und das religiöse Stadium nennt. Man kann jederzeit von einem unteren Stadium in ein höheres springen. Sophie: Und umgekehrt auch? Ja, aber viele Menschen verbringen ihr ganzes Leben nur in einem Stadium. Wer im Augenblick lebt und immer nach Genuss strebt, befindet sich im [b]ästhetischen Stadium [/b]. Gut ist, was schön, nett, angenehm ist. Der Ästhet lebt ganz in der Welt der Sinne und ist anfällig für Gefühle der Angst und der Leere. Macht er sich diese Gefühle bewusst, gibt es Hoffnung für ihn. Denn die Angst ist ein Zeichen dafür, dass er sich in einer existenziellen Situation befindet. Er kann sich nun entscheiden, ob er in ein höheres Stadium springen will. Entweder er springt oder er springt nicht. Es hilft nichts, beinahe gesprungen zu sein. Das [b]ethische Stadium [/b] ist geprägt von Ernst und konsequenten Entscheidungen nach moralischen Massstäben. Wichtig ist nicht unbedingt, was man für richtig oder für falsch hält, sondern, dass man sich überhaupt entschließt, sich zu dem, was richtig oder falsch ist, zu verhalten. Manche fallen vielleicht wieder ins verspielte Leben des ästhetischen Stadiums zurück, weil sie nicht immer nur pflichtbewusst und moralisch sein wollen. Aber andere machen einen Sprung nach oben ins [b]religiöse Stadium [/b]. Sie ziehen den Glauben dem ästhetischen Genuss und den Geboten der Vernunft vor. Und obwohl es entsetzlich sein kann, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen, wie Kierkegaard das ausdrückt, kann sich der Mensch erst jetzt mit seinem Leben versöhnen. Quelle: >Sofies Welt<, Jostein Gaardner, audiobooks, Kapitel 12 Irgendwann kann man sich nicht mehr mit dem Trivialen beruhigen. Sören Kierkegaard Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansicht falsch ist. Menschen, die Recht haben, stehen meistens allein. Sören Kierkegaard Angst ist das Schwindelgefühl der Freiheit. Wer sich richtig zu ängstigen gelernt hat, der hat deshalb das Höchste gelernt. Sören Kierkegaard gruß, cocrea |
| Raul | Also ich habe ja ein paar mal während deiner Ausführungen über deine Ansicht von Atheisten gestockt. Ich kann mir vorstellen, dass du nicht verstehst, wenn jemand an kein höheres Wesen, keine Gottheit oder was auch immer glaubt. Aber ich halte es für sehr engstirnig und intolerant deshalb zu behaupten, dass es solche Leute nicht gibt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B] Berechtigt ist da die Frage ob Gott bei soviel charakterloser Neutralität uns überhaupt hilft? Ja, durch seine pure allgegenwärtige Anwesenheit: Welche die Leere nachdem Tod ausfüllt. [/B][/QUOTE] Welches Problem hast du mit der Leere nach dem Tod? Jay hat es sehr schön beschrieben, wenn du tot bist, bist du tot & zwar in jeglicher Hinsicht. Das ist jedenfalls meine MEinung. Mich stört es nicht, dass du so denkst. Was mich stört, ist das du scheinbar nicht akzeptierst, dass es andersdenkende und andersfühlende (s.o.) Leute gibt. |
| TheDark | hi zusammen Zum tod: wenn ich gestorben bin bin ich nicht mehr Lebe jedoch in den menschen weiter, die sich an mich erinnern Drüber kommen wir zur metafer paradies und hölle: Reden die, die sich an mich erinner gut von mir, kommt es einem paradies gleich. reden sie nur schlechtes ist es die hölle. |
| Weltengänger | Gott... These: Gott steht niemals AUSSERHALB des Menschen. Gott ist KEINE Kraft oder Macht, die so unergründlich und unermesslich ist, dass kein Mensch ihn/sie/es jemals auch nur annährend verstehen könnte. Und Gott ist bestimmt nicht charakter- und emotionslos. Warum? Weil die Menschen Gott erschaffen, und Gott erschafft die Menschen. Gott ist so, wie ihn ein Kollektiv von 'Gläubigen' im Moment wahrnimmt; das können die Griechen, Juden oder Ägypter sein. Gott ist nicht einmalig, eher 'viel'malig, geschaffen aus der ungeheuren Energie von Millionen tiefgläubiger Menschen. Somit erschafft der Mensch sich selbst, aus sich heraus. Die Frage stellt sich natürlich, ob, beim Exodus der gesamten Menschheit, Gott ebenfalls verschwindet... Und wenn ich mir einen 'Privat'Gott schaffe, nach meinen ganz speziellen Vorstellungen, gestützt durch Rituale und tägliches Autanken durch Gebete und Meditation: ist dieser Mini-Gott dann einfach nur klein, aber existent? Und ist das überhaupt wichtig, da er ja ein MEINEM Kopf faktisch existiert und somit auf mich einwirkt? Und überhaupt: Wie kann Gott das Universum erschaffen haben, wo doch beim Urknall ganz bestimmt noch kein Publikum an den Banden stand und euphorisch apludiert hat? ;) Tjaja, Zeit ist eben eine Illusion! Viele Grüsse Weltengänger |
| Feuerleger | @Cocrea Outstanding! Sehr gut. ;) @Athesiten - Club;) Glaubt mir ich bin ein sehr toleranter Mensch. Aber es gibt Grenzpunkte in unserem Leben, dessen Existenz wir einfach nicht leugnen können. Atheismus ist ein Zustand ohne den Glauben an eine höhere Macht. Das gibt es nicht. Der Mensch ist nicht in der Lage sich diese Welt zu erklären, also glaubt er. Automatisch und von selbst, es geschieht wie atmen. Und natürlich macht man sich Gedanken über den Moment des Todes, aber unser menschlicher Geist ist einfach nicht in der Lage sich das "Nichts" vorzustellen. Das Wort "Nirvana" ist gefallen, dass ist auch schon eine Ortsbeschreibung. Sobald wir etwas mit dem "Nichts" oder dem Leben nachdem Tod assoziieren, glauben wir bereits an einen Zustand nachdem Tod, in dem wir ein Bewussteins haben (und sei es noch so schwach), mit dem wir diesen Ort erfassen und beschreiben können. Wir projezieren immer Bilder in das Nichts - und wenn ihr nun euch nur Dunkelheit vorstellt, so hat dieser unvorstellbare Zustand schon eine Farbe und eine Helligkeit, die ihr erfassen könnt. Ergo: Das Nichts liegt außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft und der Glaube an eine "Existenz" nachdem Tod ist unabwendbar. Klar gibt es Religionen die an keinen klar definierten Gott, sondern nur nach einem Leben nachdem Tod glauben. Aber Gott und das Leben nachdem Tod, sind unzertrennbar. Denn Gott ist natürlich auch immer die mystische Weltformel, der Kleister zwischen den Fugen, der Macher im Hintergrund, der die Prozesse des Lebens steuert. Ein solcher unerklärlicher Prozess wäre ein Leben nachdem Tod ja wohl unzweifelhaft und es setzt eine fremde Macht oder Kraft voraus, die diesen Prozess aktiviert, einsetzen lässt oder regelt, kurzum eine unerklärliche Macht die dafür sorgt das er stattfindet. Also: Gott. Nur weil sie ihn nicht definieren, was ich für sehr clever halte, heißt das nicht das nicht dem gleichen Gottglauben unterworfen sind wie wir. Der Christen - Club;) Ihr habt das Problem bereits genannt: Der Mensch definiert Gott. Das was damit allerdings sofort einhergeht ist eine Vermenschlichung Gottes und die Abererkennung einer jeden Göttlichkeit. Wir fangen automatisch an an Gott irdische Maßstäbe anzulegen und werden die nicht erfüllt suchen wir nach einer Erklärung oder sind enttäuscht. WAHRE GÖTTLICHKEIT WIRD FÜR DEN MENSCHEN NIEMALS BEGREIFBAR SEIN. Will man Gott also wirklich erfassen (bitte hierzu Cocrea mit Kirkegaard lesen), darf dies nicht auf einer vernunft basierenden Ebene geschehen, nicht auf der des Verstandes, sondern auf der der Emotionen. Wir werden uns Gott aber immer wieder versuchen zu erklären, wenn wir uns von ihm Vorstellungen machen, wenn wir ihn definieren. So ist Gott nicht begreifbar. So wird man Gott höchstens in ein zu enges Korsett schnüren, dass nicht einmal richtig passt. Denn wenn man Gott sich zu erklären versucht, rückt man ab von dem wirklichen unmittelbarem Empfinden. Ich möchte mich hier nocheinmal auf die Emotion der Liebe beziehen: Wenn sich eine Person eine Vorstellung von der Liebe macht, sie definiert wie sie sein müsste, dann wird es für ihn immer schwieriger werden Liebe zu finden, weil diese ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten entsprechen muss, die eine Emotion wie die Liebe nicht entspricht. Man kann einem Gefühl keine Vorschreibungen machen wie es zu sein hat, tut man es doch sperrt man sich gegen dieses und lässt es nur unter bestimmten Umständen zu. So ist es mit dem Glauben an Gott auch. Er wird auf Werte, Gesetzmäßigkeiten und Regeln begrenzt. Wir versuchen unseren Glauben an eine allumfassende große Macht und ihr Sein und Wirken auf irdische Gesichtspunkte zu beschränken, die ihr einfach niemals entsprechen. Gott kann so unterschiedlich empfunden werden - wir sollten uns mit unsere Vorstellung nicht gegen die Vielfalt und die Unmittelbarkeit sperren - so begreift man Gott wirklich nie. |
| JimmyVoice | ... so begreift man Gott nie...hmmm...also ich selbst versuche Gott nicht zu begreifen, wozu auch? Gott ist so oder so existent....wieso,weshalb,warum,wozu ist im Falle Gott doch unwichtig. Also auch unwichtig ob er Charackter hat oder nicht. Wichtig ist in erster Linie sich selbst zu begreifen. Es gibt Menschen die meinen sie wüssten über Gott bescheid, würden ihn begreifen aber sich selber haben sie noch nicht begriffen, wissen über sich relativ wenig. Gott ist ein nichtduales tranzendales "Wesen", mehr muss man nicht wissen. Da Gott also keine Dualität besitzt, hat er auch nichts was nach unseren Begriffen Charakter ausmacht. |
| Feuerleger | @Jimmy Richtig. Und wenn ich sage wir sollten Gott nicht definieren, sage ich genau das. Ich finde eure Auseinandersetzung mit der Thematik sehr gelungen, aber unterstellt mir nicht das Definitionslosigkeit eine Definition sei. Wenn ich Definitionsfreiheit fordere und rein auf das emotionale Begreifen poche, meine ich das auch so. Eine Begrenzung von Gott und seiner Allmacht tritt in erster Linie durch eine festlegende Beschreibung ein. |
| Raul | [Quote]Atheismus ist ein Zustand ohne den Glauben an eine höhere Macht. Das gibt es nicht. Der Mensch ist nicht in der Lage sich diese Welt zu erklären, also glaubt er.[/quote] Glauben heißt aber nicht, an eine höhere Macht glauben (mMn). Wenn ich auf etwas stoße, das ich mir nicht erklären kann, versuche ich eine logische Erklärung auf der Grundlage dessen was ich weiß zu finden. Dann glaube ich das etwas auf eine bestimmte weise passiert oder passieren wird. Ich GLAUBE das nach dem Tod nichts ist, weil ich es nicht beweisen kann. Ansonsten würde ich nicht glauben, sondern wissen. Damit GLAUBE ich aber nicht an eine höhere Macht! [Quote]Die Frage stellt sich natürlich, ob, beim Exodus der gesamten Menschheit, Gott ebenfalls verschwindet... [/quote] ich glaube (;)) schon, dass er dann ganz verschwindet. Weil ich glaube, dass er durch die Menschen erschaffen wurde und darüber hinaus glaube ich, dass er das ist, was die Leute aus ihrem Glauben an ihn heraus tun. Also wäre er ohne Menschen die an ihn glauben und demnach handeln nicht mehr existent. [Quote]Wie kann Gott das Universum erschaffen haben, wo doch beim Urknall ganz bestimmt noch kein Publikum an den Banden stand und euphorisch apludiert hat? Tjaja, Zeit ist eben eine Illusion! [/Quote] Ich glaube nicht, dass gott das universum geschaffen hat. Es gibt dafür eine erklärung, auch wenn sie sich unserem momentanen wissensstand entzieht. [Quote]Eine Begrenzung von Gott und seiner Allmacht tritt in erster Linie durch eine festlegende Beschreibung ein. [/QUote] Und was ist wenn jemand ihn für sich als machtlos definiert bzw. beschreibt? Ist er dann für ihn machtlos, oder hat das auswirkungen auf andere Gläubige? (mMn müsste ersteres sein und letzteres nicht) Hat am Ende jeder Gott-Gläubige seinen eigenen kleinen privaten Gott? |
| jay | Genau, glauben ist nicht gleichzusetzen mit "an Gott glauben". Du könntest natürlich jedem unterstellen, dass das was er glaubt, nur mit Gott erklärt werden kann, denn was wir nicht wissen, ist außerhalb unseres Horizonts, folglich Gott. Ich bezeichne "Unerklärlichkeit" in der Regel als "Unwissenheit". Vieles konnten sich die Menschen früher nicht erklären, weshalb sie es auf Gott schoben. Das hat sich seither nicht geändert. Doch der Mensch sammelt immer mehr und mehr wissen. Genauso wie das Universum unendlich sein könnte, könnte auch die Zeitspanne die der Mensch existiert unendlich sein, folglich könnte er theoretisch unendlich Wissen sammeln. Wenn der Faktor Zeit nur lang genug ist. Irgendwann wäre "die Menschheit" gottgleich und zerstört den Gott, den sie selbst "geschaffen" hat. Komisch hu? Zu dieser "Atheismus gibt es nicht" Sache. Das ist Definitionssache. Atheismus ist so definiert, dass es nicht bedeutet, nicht religiös zu sein oder nichts zu glauben, sondern schlichtweg als Gottlosigkeit. Deswegen ist auch eine atheistische Religion kein Paradoxon. Hier noch ein kleiner Zitateinwurf: "Dier Babelfisch ist klein, gelb und blutegelartig und wahrscheinlich das Eigentümlichste, was es im ganzen Universum gibt. Er lebt von Gehirnströmen, die er nicht seinem jeweiligen Wirt, sondern seiner Umgebung entzieht. Er nimmt alle unbewussten Denkfrequenzen dieser Gehirnströme auf und ernährt sich von ihnen. Dann scheidet er ins Gehirn seines Wirtes eine telepathische Matrix aus, die sich aus den bewussten Denkfrequenzen und Nervensignalen der Sprachzentren des Gehirns zusammensetzt. Der praktische Nutzeffekt der Sache ist, dass man mit einem Babelfisch im Ohr augenblicklich alles versteht, was einem in irgendeiner Sprache gesagt wird. Die Sprachmuster, die man hört, werden durch die Gehirnstrommatrix entschlüsselt, die einem Babelfisch ins Gehirn eingegeben hat. Nun ist es aber verdammt unwahrscheinlich, dass sich etwas so wahnsinnig Nützliches rein zufällig entwickelt haben sollte, und so sind ein paar Denker zu dem Schluss gelangt, der Babelfisch sei ein letzter und entscheidender Beweis dafür, dass Gott [i]nicht[/i] existiert. Die Argumentation verläuft ungefährt so: Die meisten fahrenden Theologen behaupten, dieser ganze Streit sei absoluter Humbug, aber er hinderte Oolon Coluphid nicht, ein kleines Vermögen damit zu verdienen, dass er ihn zum zentralen Thema seines neuesten Bestsellers [i]Na, lieber Gott, das war's dann wohl[/i] machte. Mittlerweile hat der arme Babelfisch, dadurch, dass er alle Verständigungsbarrieren zwischen den verschiedenen Völkern und Kulturen niederriss, mehr und blutigere Kriege auf dem Gewissen als sonst jemand in der ganzen Geschichte der Schöpfung. Auszug aus "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams :p |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von jay [/i] [B] Irgendwann wäre "die Menschheit" gottgleich und zerstört den Gott, den sie selbst "geschaffen" hat. Komisch hu?[/B][/QUOTE] es passiert grad, das ´komisch hu?´ die nordische sage edda spricht von der ´götterdämmerung´. bevor neue götterbilder (gottesverständnis) kollektiv heraufdämmern können, verfinstern sich die bestehenden. was, wenn mensch/in seine/ihre götter zu er(aufzu)lösen hat? [COLOR=teal]Der zukünftige Mensch wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht sein. Karl Rahner[/COLOR] grütze-voll, cocrea |
| Feuerleger | Es ist richtig, dass Gott vielleicht nur eine Ansammlung aus unerklärliche Vorgängen in der Natur ist. Aber so lange wie er das ist, also auch in diesem Zeitpunkt, ist er für uns eine höher gestellte mystische Macht. Gott ist zu diesem Zeitpunkt nicht verständlich und alles was uns Menschen nicht verständlich oder begreifbar ist bezeichnen wir allgemein hin als Wunder oder Übermacht, so wie die Urmenschen früher das Wetter o. ä. Faktoren. Der Faktor Zeit ist nunmal eben nicht lang genug. Aber der Gedanke das wir unsere Götter irgendwann selber zerstören könnten ist richtig. Und daher plädiere ich eben ganz stark, wie Cocrea es bereits im Zitat anmerkt, für die Mystik. Also auch im Gedanklichen bewusste dazu stehen, im Schleier der Unwissenheit etwas Übernatürliches zu sehen, so wie unser Empfinden das von vorneherein tut. Natürlich ist die Forschung wichtig, trotzdem sollten wir im letzten Schluss uns dem unmittelbaren Gott immer ausliefern, ihn nicht erklären, ansonsten wäre die Menschheit ohne jegliche Hoffnung. Und das würde wirklich einer Götterdämmerung gleichkommen. Zum Atheismus. Das Kernmerkmal eines jeden Glauben ist es zu mystifizieren. Und die Mystik geht Hand in Hand mit einer Vorstellung von einem Gott. Ob du von einem uns umgebenden Naturgeist sprichst, einen Gegenstand zum Fetisch machst oder an ein Leben nach dem Tod glaubst - alles richtet sich direkt oder entsteht unter der Einbeziehung einer höheren Macht. Mögen die Atheisten nicht direkt an einen Gott glauben, sondern nur an ein Schicksal oder an ein Leben nachdem Tod, alles ist letztendlich auf den Glauben auf eine im Hintergund wirkende Macht zurückzuführen. Alle Flüsse fließen zum Meer. Gestehst du nur dir den Glauben an etwas Übernatürliches ein, gestehst du dir den Glauben zu jeglicher Göttlichkeit ein. Denn du bist ja bereits bereit an eine kleine Übernatürlichkeit in einem Teilbereich zu glauben. Damit erschließt sich aber auch gleich der ganze Rest zur Göttlichkeit, denn wenn du einem Teilbereich diese Übernatürlichkeit zugestehst, warum dann auch nicht den entscheidenen anderen? Hier kann der Mensch nicht mehr differenzieren, vielleicht möchte er es gedanklich, aber emotional schafft er es nicht. O.K. Es gibt immer Bereiche, von den der Mensch ahnt, dass er sie sich in kürzester Zeit wahrscheinlich zu erklären weiß, aber den dahinterliegenden Phänomenen begegnet er mit Glauben, auch wenn ihm sein Verstand sagt, dass dies Unsinn sei. Wirklicher Athismus ist ungefähr so möglich wie 100ige Objektivität oder ein natürliches Vakuum auf der Erde. Und es reicht bereits ein Tröpfchen Gläubigkeit um aus dem Atheismus einen schwachen Glauben zu machen. Und welcher Atheist stellt sich vor mich und sagt mir ins Gesicht wirklich kein Fünkchen Glauben, Hoffnung oder den Wunsch an etwas Übernatürliches zu haben? |
| cocrea | von Einstein: Der Glaube an eine vom wahrnehmenden Subjekt unabhängige Außenwelt liegt aller Naturwissenschaft zugrunde. Da die Sinneswahrnehmungen jedoch nur indirekte Kunde von dieser Außenwelt bzw. vom "Physikalisch-Realen” geben, so kann dieses nur auf spekulativem Weg von uns erfasst werden. Daraus geht hervor, dass unsere Auffassungen vom Physikalisch-Realen niemals endgültige sein können. Wir müssen stets bereit sein, diese Auffassungen, d.h. das axiomatische Fundament der Physik zu verändern, um den Tatsachen der Wahrrnehmungen auf eine logisch möglichst vollkommene Weise gerecht zu werden. Albert Einstein Es ist ein herrliches Gefühl, die Einheitlichkeit eines Komplexes von Erscheinungen zu erkennen, die der direkten sinnlichen Wahrnehmung als getrennte Dinge erscheinen. Albert Einstein Wenn es eine Religion gibt, die mit den Aussagen der modernen Wissenschaft konform gehen kann, dann ist es der Buddhismus." Albert Einstein über Einstein: "Von Einstein ist hinlänglich bekannt, dass sein Denken sehr unkonventionell war und den gewohnten Rahmen des Wissenschaftlichen oft verließ. Häufig machte er Ausflüge in mystische Bereiche der Intuition und des Gefühls, und tatsächlich war er wohl im waagerechten wie im senkrechten (esoterischen, A.d V.) gleichermaßen bewandert, weshalb er oft auch nur halb verstanden wurde. Rüdiger Dahlke, >Das senkrechte Weltbild<, S. 29 |
| jay | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Mögen die Atheisten nicht direkt an einen Gott glauben, sondern nur an ein Schicksal oder an ein Leben nachdem Tod, alles ist letztendlich auf den Glauben auf eine im Hintergund wirkende Macht zurückzuführen.[/B][/QUOTE] Um mit einer, deinen dogmatischen Thesen ebenbürtigen, Behauptung zu kontern: Eine in diesem Sinne im Hintergrund wirkende Macht ist kein Gott. Es ist die Weltformel, die Erklärung, warum es so ist, wie es ist, und keine omnipotente Macht. Wenn ich etwas nicht begreifen kann, mach ich mir meine Vorstellungen, wie es sein könnte, aber ich sehe keinen "Gott" dahinter, denn ich weiß, dass es erklärbar ist. Zwar nicht von mir, aber von jemand anderem. Zwar nicht jetzt, aber irgendwann. Das hier ist reine Definitionsspielerei. Aber du solltest akzeptieren, dass es auch Menschen gibt, die nichts mit diesem Mystikkrimskrams am Hut haben und es akzeptieren können, etwas NICHT zu begreifen und lieber die Wissenschaft, als das göttliche als Erklärung suchen. Übrigens: es gibt 100%ige Objektivität P.S. Ich werd müde und hab keine Lust mehr zu schreiben. Schon gar nicht, wenn ich merk', dass ich gegen eine Wand argumentiere. Und ich mag Einstein. Guter Zitatlieferant :) |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Allerdings gehe ich davon aus, dass jeder „gesunde“ Mensch ohne Gehirnstörungen oder starke psychische Erkrankung (Paranoia, Korea – Syndrom, starke Depressionen etc..) gläubig ist. Aller Kirkegaard (dänischer Philosoph) berufe ich mich darauf, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind nicht zu glauben. Kurzum: Atheismus gibt es nicht. [/B][/QUOTE] Selten so einen Unfug gelesen...laß mich raten, du bist natürlich vollkommen Gesund und psychisch Stabil, denn du bist ja gläubig... Ich kenne diesen Kirkegaard zwar nicht und wenn das seine Auffassung ist, hab ich da auch nichts verpaßt. Denn wenn ein Philosoph nicht in der Lage ist, sich mit Atheismus auseinanderzusetzen sondern ihn von vornherein als nicht möglich abtut hat er seinen Job dermaßen verfehlt das es eine Beleidigung für richtige Philosophen ist. [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B] @Athesiten - Club;) Glaubt mir ich bin ein sehr toleranter Mensch. Aber es gibt Grenzpunkte in unserem Leben, dessen Existenz wir einfach nicht leugnen können. Atheismus ist ein Zustand ohne den Glauben an eine höhere Macht. Das gibt es nicht. Der Mensch ist nicht in der Lage sich diese Welt zu erklären, also glaubt er. Automatisch und von selbst, es geschieht wie atmen. [/B][/QUOTE] Ja das wiederholst du jetzt, das es nicht möglich wäre an nichts höheres zu glauben, leider bringst du aber überhaupt kein vernünftiges Argument an. Warum ist es nicht möglich? Und noch eine letzte Frage an dich. Ist dein Gott Gottesgläubig oder ist er ein Atheist? |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von jay [/i] [B]Übrigens: es gibt 100%ige Objektivität ... Und ich mag Einstein. Guter Zitatlieferant :) [/B][/QUOTE] boah jay, starkes stück, zeig mir den menschen, der objektiv zu sein vermag. einstein distanzierte sich vom objektivitätsmythos uvam. der sich objektiv glaubende betrachter beeinflusst das geschehen. in einer runde zu zählen, DAS BIN ICH, eins, zwei, drei ... (und dann für einen zu wenig aufzudecken), ist das (zähl)problem der ´objektiven´. sie machen die rechnung ohne ´wirt-gast´. würde ein 100% objekTIEFer etwa zählen: DAS BIN ICH ... und damit ist alles gesagt und enthalten? oder: I as one of many oder: (fill in the blank) @ all re: objektivität(smythos entlarvt) "Der Realitätsbezug ist es, der einer Behauptung universalen und objektiv gültigen Charakter verleihen soll; er liefert in einer Kultur, die auf Macht, Herrschaft und Kontrolle basiert, die Begründung dafür, dass ein anderer sich der eigenen Sicht der Dinge zu unterwerfen hat. Wenn man jedoch erkannt hat, dass man prinzipiell keinen privilegierten Zugang zur Realität besitzen kann, dann taucht die Frage auf, welche Kriterien ein Mensch benutzt, um zu behaupten, dass etwas der Fall ist. Schon die Möglichkeit dieser Frage eröffnet einen Raum gemeinsamen Nachdenkens, eine Sphäre der Kooperation. Der andere wird zu einem legitimen Gegenüber, mit dem ich zu sprechen vermag. Freundschaft entsteht, wechselseitiger Respekt, Zusammenarbeit. Es wird unmöglich, Unterwerfung zu fordern; das Universum verwandelt sich in ein Multiversum, in dem zahlreiche Realitäten Gültigkeit besitzen. Man kann den anderen nur dazu einladen, über das nachzudenken, was man selbst meint und für gültig hält." "Natürlich glauben zahlreiche Wissenschaftler, sie seien neutral und objektiv und hätten nichts mit dem Gegenstand ihrer Forschung zu tun. Aber diese Auffassung teile ich nicht. Wissenschaft ist kein Bereich objektiver Erkenntnis, sondern ein Bereich der subjektabhängigen Erkenntnis, definiert und bestimmt durch eine Methodologie, die die Eigenschaften des Erkennenden festlegt. ... Kein Wissenschaftler beschreibt eine objektiv gegebene Welt, eine absolute Realität, sondern er erfasst, was er unterscheiden und erforschen möchte; er beschreibt, was er für relevant hält und in einer bestimmten Weise betrachten, zeigen und experimentell belegen will. " aus: »Vom Sein zum Tun«, Prof. Humberto Maturana, Neurobiologe, und B. Pörksen "Ich entschloss mich, nichts zu tun, das mich nicht innerlich berührte. ... Die »Objektivität« verlor ihren Einfluss auf mich. ... Außerdem wollte ich nichts für mein Ego aus Prestigegründen oder ausschließlich für Geld tun – soweit ich fähig war, meine Motive bewusst wahrzunehmen und sie mir klar vor Augen zu führen." S. 74 "Der Glaube an den Mythos der Objektivität und das Festhalten daran als an einer zentralen Wertvorstellung führte zu einer wissenschaftlichen Weltauffassung, die uns sagt, dass gültige Informationen nur durch »objektive« Betrachtung zustandekommen können." S. 148 "Wenn wir den Mythos der Objektivität zur Grundlage unseres Schaffens machen, sind wir uns tatsächlich unseres Einsseins mit allen Dingen und unserer inneren Beziehung zum gesamten Leben auf diesem Planeten nicht bewusst." S. 251 "Die Leute verlangen verzweifelt nach Objektivität, weil subjektiv zu sein bedeutet, verkörpert zu sein, ein Körper zu sein, verletzlich und angreifbar zu sein." S. 255 "Die Ethik der APA (us-am. Psychologen-Vereinigung) baut auf der Objektivitätsillusion, der Illusion der Kontrolle, der Drohung der Ächtung und der Strafandrohung." S. 323 "Unsere Berufsethik verlangt von uns mechanisches Verhalten (Objektivität) und gleichzeitig Empathie, Fürsorge, Verständnis und liebevolles Interesse. (Folgen: verwirrend bis katastrophal) ... Viele der »ethischen Richtlinien« wurden etabliert, um die Probleme unter Kontrolle zu bringen, die die Theorie selbst geschaffen hat." S. 323 Sucht basiert auf: Illusion, Illusion der Kontrolle, des Perfektionismus, der Objektivität, der Unehrlichkeit, Verwirrung, verdrehtem Denken, entkörperlichten Abstraktionen, Schuldzuweisungen, fertige Urteile, Außen-Fremdsteuerung. S. 357 aus: »Mein Weg zur Heilung – Jenseits von Wissenschaft und Therapie«, Anne Wilson Schaef, dtv Verlag, 1995 "...seit Heisenbergs Quantentheorie ... Erkenntnis konfrontiert ..., dass es eine »objektive« Realität gar nicht gibt, sondern alles »empirisch rational« Beobachtete gleichzeitig vom Beobachter beeinflusst wird, so wie es auch ihn beeinflusst." S.45 aus: »Madonna trifft Herkules Die alltägliche Macht der Mythen« Michael Goerden und Hans Christian Meiser, Krüger Verlag, 1994 übrigens, alle bisher genannten autorInnen habe ich persönlich kennengelernt. ihre aussagen wurden dadurch weder objektiver noch subjektiver. Der Glaube, es gäbe nur eine Wirklichkeit, ist die gefährlichste all dieser Selbsttäuschungen. ... Es gibt zahllose Wirklichkeitsauffassungen, die sehr widersprüchlich sein können. Sie sind alle das Ergebnis von Kommunikation und nicht der Widerschein ewiger, objektiver Wahrheiten. aus: »Wie wirklich ist die Wirklichkeit«, (Buch) Paul Watzlawick, einer der Begründer des Konstruktivismus "Unser ganzes Wissen ist abstrakt. Alle Abstraktionen sind nur Formen der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst. Es ist mehr als an der Zeit, den Anspruch auf eine objektiv erkennbare Wirklichkeit aufzugeben. Die große heilige Kuh des abendländischen Denkens hat mehr Schaden angerichtet, als Nutzen gestiftet. ... ... die Quantentheorie brachten nun eine entscheidende Wende in der klassischen Physik, die bis dahin als die vertrauenswürdigste und sicherste aller Wissenschaften galt: Was wir äußere Gegenstände nennen, ist nichts anderes, als bloße Vorstellung. Der Gegenstand als Objekt der Sinne richtet sich ganz nach der Beschaffenheit unseres Erkenntnisapparates. Subjektivität und Objektivität sind im Grunde nur die zwei Seiten ein und derselben Medaille." Laurent Verycken "Objektivität ist die Illusion, dass Beobachtungen ohne einen Beobachter gemacht werden können." Heinz von Förster, Kybernetiker Im Zuge der Computerisierung unserer sozialpädagogischen Einrichtungen ist eine Objektivierung in der Behandlung der Kinder gewährleistet. Alle Kinder werden gleich behandelt - soweit sie in´s Programm passen. Knut Becker/Vorwärts ... in die Steinzeit so long, cocrea |
| herbstliebe | der glaube ist nicht nur auf diesen einen gott beschränkt. mal eine frage an die "nach dem tot gibt es nichts gläubigen". wenn ein euch nahestehender geliebter mensch stirbt, fragt ihr euch nicht, wo er ist und ob es ihm gut geht? [QUOTE]Allerdings gehe ich davon aus, dass jeder „gesunde“ Mensch ohne Gehirnstörungen oder starke psychische Erkrankung (Paranoia, Korea – Syndrom, starke Depressionen etc..) gläubig ist. Aller Kirkegaard (dänischer Philosoph) berufe ich mich darauf, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind nicht zu glauben. Kurzum: Atheismus gibt es nicht. [/QUOTE] @Selian, das ist ein zitat vom feuerleger, seine interpretation zu Kirkegaard. dass der mensch nicht im stande ist nicht zu glauben, sagt nicht aus, dass es atheismus nicht gibt. @ cocrea du zitierst Michael Goerden und Hans Christian Meiser [Quote]"...seit Heisenbergs Quantentheorie ... Erkenntnis konfrontiert ..., dass es eine »objektive« Realität gar nicht gibt, sondern alles »empirisch rational« Beobachtete gleichzeitig vom Beobachter beeinflusst wird, so wie es auch ihn beeinflusst." [/Quote] kannst du mir den inhalt näher bringen? herbstliebe |
| jay | [QUOTE][i]Original geschrieben von cocrea [/i] [B]boah jay, starkes stück, zeig mir den menschen, der objektiv zu sein vermag.[/B][/QUOTE] Hab ich behauptet, dass 100% Objektivität von einem Menschen ausgehen muss? :) "Es gibt die Geschichte des einen Beteiligten, es gibt die Geschichte des anderen Beteiligten, und es gibt die Geschichte des neutralen Beobachters..... ja, und dann gibts da noch die Wahrheit." Entschuldige, wenn ich das falsch zitiert habe, aber sinngemäß müsste es passen. Weiß leider nicht mehr von wem das stammt. Übrigens war es nicht im Zusammenhang mit Einstein gemeint. Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, dass ich dogmatische ("Falsch-")Aussagen nicht ausstehen kann. Erst recht nicht, wenn jemand so selbstfixiert ist, dass er andere Argumente kategorisch außen vor lässt und die oben genannten Aussagen offensichtlich ohne darüber nachzudenken aneinanderreiht. So, tut mir leid, ich wollt eigentlich nicht polemisch werden und hab gehofft, dass ich nicht noch ein Statement zu der Objektivität abgeben müsste. Deinen Beitrag lese ich mir erst jetzt zu Ende durch cocrea. Sorry :p |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]der glaube ist nicht nur auf diesen einen gott beschränkt. mal eine frage an die "nach dem tot gibt es nichts gläubigen". wenn ein euch nahestehender geliebter mensch stirbt, fragt ihr euch nicht, wo er ist und ob es ihm gut geht?[/b][/quote] @herbsti Auch wenn ich in dem Fall nur für mich sprechen kann... Ich denke es geht nicht nur darum das man unbedingt glaubt das nach dem Tod nichts mehr kommt. Der Punkt ist wohl eher, das man A) einfach nicht weiß was nach dem Tod geschieht und B) es überhaupt keinen Hinweis auf ein Leben nach dem Tod gibt. Und genauso kann man bei allen Fragen vorgehen. [i]Was geschieht nach dem Tod?[/I] Ich weiß ehrlich gesagt nicht was danach geschieht. Für ein Leben danach hab ich noch keinen Hinweis gesehen. Jede Religion hat da ne andere Ansicht, letzten Endes raten alle nur ins Blaue statt zuzugeben das sie es auch nicht wissen. Aber deswegen brauche ich da nicht mitraten. [i]Wie hat sich die Welt und ihre Artenvielfalt entwickelt?[/i] Tja auch hier weiß man nichts genaues, es gibt einige Theorien zur Urknallgeschichte, zur Evolution die in unterschiedlichem Maße Schlüssig sind. Einen Anhaltspunkt das da irgendein Gott seine Finger im Spiel hatte, kann ich nicht erkennen. ...und so kann man es für sämtliche Fragen durchgehen. Danach bleibt für mich nur noch die Frage, woran und vor allem weshalb sollte ich glauben wenn es keinen Hinweis gibt und ich es ohnehin nicht weiß? Für mich ist Atheismus auch die Fähigkeit einzusehen das man bestimmte Dinge einfach nicht weiß, statt sie Pseudomäßig zu erklären. [quote][b]@Selian, das ist ein zitat vom feuerleger, seine interpretation zu Kirkegaard. dass der mensch nicht im stande ist nicht zu glauben, sagt nicht aus, dass es atheismus nicht gibt.[/b][/quote] Mir ist klar das es das nicht bedeutet, aber er sagte halt: "Atheismus gibt es nicht!" Und das find ich ziemlich unsinnig. Ganz abgesehen davon ist es einfach falsch das ein Mensch nicht imstande ist nicht zu glauben. |
| Raul | [Quote][i]Feuerleger[i]Und welcher Atheist stellt sich vor mich und sagt mir ins Gesicht wirklich kein Fünkchen Glauben, Hoffnung oder den Wunsch an etwas Übernatürliches zu haben?[/QUote] Wenn du so dreist bist soetwas zu behaupten, nur weil du es nicht nachvollziehen kannst, kann ich so dreist sein und mich vor dich stellen. Tut mir leid, ich glauben nicht an übernatürliches, vielmehr akzeptiere ich, dass es Sachen gibt, für die ich keine Erklärung habe. (in dem Sinne:) [Quote][i]Selian[i]Für mich ist Atheismus auch die Fähigkeit einzusehen das man bestimmte Dinge einfach nicht weiß, statt sie Pseudomäßig zu erklären. [/QUote] So was sagst du jetzt Feuerleger? Willst du mich als einen Lügner nennen, nur weil du dir nicht vorstellen kannst, dass ich so denke? [Quote]mal eine frage an die "nach dem tot gibt es nichts gläubigen". wenn ein euch nahestehender geliebter mensch stirbt, fragt ihr euch nicht, wo er ist und ob es ihm gut geht?[/Quote] Also ich habe bisher "nur" meinen Großvater verloren und bei ihm habe ich mich erlich gesagt gefreut, dass er nicht weiter leiden muss. Ihm ging es sowas von schlecht ... Wie ich auf den tod anderer Personen reagiere, weiß ich nicht, weil ich es (zum Glück) noch nicht erlebt habe. |
| Feuerleger | Also... @jay und andere Hier sind sehr viele Argumente gegen und für meine Theorie gebracht worden, ich kann, bei der Fülle, leider nur auf ein paar eingehen. Außerdem braucht es für meine Theorie nicht 1000 gute Argumente, sondern nur ein entscheidenes. Also nochmal: Ich habe dir und anderen bereits in dem Punkt recht gegeben, dass dein Verstand, sich die Vorgänge des Lebens "logisch" zu erklären versucht. Solange er das aber nicht schafft stehst du, zumindest bei den gewichtigen Fragen, doch einem Wunder gegenüber. Einer Sache die für dich nicht im geringsten erklärbar ist und fast wie Magie erscheint. Dein Verstand lehnt weiterhin natürlich diese Definition eines Wunders ab, doch emotional wird dieser Umstand ganz anders verarbeitet: Du fängst automatisch an zu mystifizieren, so lange das Rätsel nicht gelöst ist, manche Menschen sprechen hier direkt von "Magie" oder "Göttlich", andere halten den Umstand nur für "Geheimnisvoll". Aber sie alle mystifizieren mehr oder minder stark. Ich gesteh dir ja gerne deinen Pragamatismus zu. Es ist auch völlig in Ordnung, dass dieser viel stärker als Mystizismus ausgeprägt ist und das du ein rational denkender Mensch bist. Trotzdem kannst auch du den Funken Gläubigkeit in dir nicht leugnen, genau wie ich nicht sagen kann, in allen Wissensfragen denke ich nur religiös und dogmatisch, anstatt auf vernunft basierend.. Wenn du mir hier zustimmen kannst, bist du schon nicht mehr atheistisch. Kein Mensch auf dieser Erde kann sich von diesem Hang zum Mystizismus und zur Gläubigkeit freisprechen. Es mag romantischere und pragmatischere Charaktere geben - aber wirklich kein Mensch kann sich als 100ig Ungläubig bezeichnen. Unsere Psyche ist nunmal so beschaffen. Und unser Glaube an höhrere Mächte ist immer göttlich, weil wir doch bereits an etwas glauben, dass nicht irdisch, unereichbar und übermächtig ist. Was ich übrigends nicht weiter definiert wissen will. Ein Beispiel aus der Medizin: Die menschlichen Zellen repliziert sich von Tag zu Tag im Körper eines Menschen immer neu. Und das tun, sie genau immer gleich und mit dem gleichen Schema. Eine jede neue Zelle ist exakt so beschaffen wie die alte und immer mit dem gleichen Programm. (Entsteht doch eine Abweichung gibt es Krebs) Dafür gibt es keine Erklärung... Nur soviel das es für jeden Menschen einen individuellen Duplizierungsplan gibt, der allerdings von noch keinem Arzt auf der Welt entschlüsselt werden konnte. Der seit tausenden von Jahren funktioniert. Mehr als einmal wird den Doktoren in ihrer Ausbildung von ihren Lehrern hier das "göttliche Prinzip" nahe gelegt. Und zu meiner Toleranz: Schau, das ist doch nichts persöhnliches, aber unsere beide Ansichten schließen sich nunmal völlig aus. Ein entscheidener Aspekt meiner These ist doch, dass wir alle, mehr oder minder, gläubig sind. Wenn ich Atheismus zulasse, dann ist meine Position doch schon in ihrer Basis dahin. Ich würde behaupten, dass es Menschen völlig ohne Glauben auf diesem Planeten gebe. Damit würde ich auch sagen, dass es Menschen auf dem Planeten gebe die zu 100 Prozent objektiv sind, zu 100 Prozent normal entwickelt sind, die zu 100 Prozent rational sind...die eigentlich kein bisschen menschlich sind. Atheismus ist ein vollkommener gedanklicher und emotionaler Zustand - und solche Zustände gibt es halt beim Menschen in diesen zwei Bereichen nicht. Es spielt immer etwas anderes noch mit hinein... Aber das heißt doch nicht das ich Atheisten verurteile oder herabsetze. Ich respektiere sie genau so wie andere und zwing ihnen meinen Glauben und meine Einstellung auch nicht auf. Auch ich habe doch genau so Ansichten die sie überhaupt nicht teilen. Nur für die Erläuterung dieser Theorie war es wichtig, meine Ansicht darzustellen. |
| jay | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Und unser Glaube an höhrere Mächte ist immer göttlich, weil wir doch bereits an etwas glauben, dass nicht irdisch, unereichbar und übermächtig ist. Was ich übrigends nicht weiter definiert wissen will.[/B][/QUOTE] Ich stimme dir zu 100% zu, wenn es darum geht, dass jeder Mensch an irgendetwas glaubt. Er muss, denn wirklich jeder hat einen Funken Phantasie und reimt sich seine eigenen Sachen zusammen. Mit dem Atheismus kann ich dir trotzdem nicht Recht geben, denn wie oben im Zitat: es ist nicht göttlich, nur weil es sich unserer Begreifbarkeit entzieht. Wir können Radioaktivität nicht sehen, Temperatur nicht riechen, Schall nicht schmecken. Nur weil wir es nicht wahrnehmen, heißt es nicht, dass es nicht erklärbar ist und göttlich sein muss. Auch beim Rest kann ich dir zustimmen, was das Mystische und Rationale angeht. Beide Extremen wird man wohl nicht finden. Ich würde "glauben" einfach nur nicht mit "an Gott glauben" gleichsetzen. Stell dir folgendes mal vor: unsere Darmbakterien begreifen nicht, was sie da machen. Sie glauben der Darm wäre unendlich groß usw blablabla. Aber sie meinen, es muss etwas da draußen geben. Für sie sind wir vermutlich Götter, wobei das aus unserer Perspektive leicht zu erklären ist. Glauben im Sinne von spekulieren/mutmaßen: ja, an einen Gott glauben: nein. Meine Meinung. |
| cloud | Glaube, Hoffnung, Wunsch - Ja ich glaube an den Menschen, ja ich hoffe das wenn es einen Gott gibt er weder christlich, buddistisch, orientalisch oder sonstwie einer irdischen Religion entspricht, ja ich wünsche das ich eines Tages einfach zufrieden sterbe ohne Jenseits, Himmel oder sonsteinem abgefuckten Sonstwas. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Also nochmal: Ich habe dir und anderen bereits in dem Punkt recht gegeben, dass dein Verstand, sich die Vorgänge des Lebens "logisch" zu erklären versucht. Solange er das aber nicht schafft stehst du, zumindest bei den gewichtigen Fragen, doch einem Wunder gegenüber. Einer Sache die für dich nicht im geringsten erklärbar ist und fast wie Magie erscheint. Dein Verstand lehnt weiterhin natürlich diese Definition eines Wunders ab, doch emotional wird dieser Umstand ganz anders verarbeitet: Du fängst automatisch an zu mystifizieren, so lange das Rätsel nicht gelöst ist, manche Menschen sprechen hier direkt von "Magie" oder "Göttlich", andere halten den Umstand nur für "Geheimnisvoll". Aber sie alle mystifizieren mehr oder minder stark.[/b][/quote] Was sind das für Behauptungen? Nur weil für mich etwas nicht erklärbar ist, braucht es für mich nichts magisches zu haben. Die beschriebene Entstehung von Mystizismus, die du jedem a priori in die Wiege legst ist ja Haarsträubend. Wenn ich etwas nicht weiß, weiß ichs halt nicht. Das macht den Umstand den ich kenne weder magisch noch mystisch. Nur weil jemand z.b. die Wirkungsweise eines Ottomotors in seinem Auto nicht kennt und nicht erklären kann, bleibt es trotzdem ein gewöhnlicher Motor, den dir ein Fachmann bis ins Detail erklären kann. Da würde dir jeder sagen, er wüßte nicht wie das funktioniert aber niemand würde sagen, oh das ist Magie... [quote][b]Trotzdem kannst auch du den Funken Gläubigkeit in dir nicht leugnen, genau wie ich nicht sagen kann, in allen Wissensfragen denke ich nur religiös und dogmatisch, anstatt auf vernunft basierend..[/b][/quote] WIeso nicht? Wie kannst du dir anmaßen zu beurteilen an was ich (oder andere) glauben und an was nicht? [quote][b]Wenn du mir hier zustimmen kannst, bist du schon nicht mehr atheistisch. Kein Mensch auf dieser Erde kann sich von diesem Hang zum Mystizismus und zur Gläubigkeit freisprechen.[/b][/quote] Ja, das wiederholst du hier pausenlos, leider bringst du kein vernünftiges Argument dafür an. [quote][b]Es mag romantischere und pragmatischere Charaktere geben - aber wirklich kein Mensch kann sich als 100ig Ungläubig bezeichnen. Unsere Psyche ist nunmal so beschaffen. Und unser Glaube an höhrere Mächte ist immer göttlich, weil wir doch bereits an etwas glauben, dass nicht irdisch, unereichbar und übermächtig ist. Was ich übrigends nicht weiter definiert wissen will.[/b][/Quote] Die Frage nach der Ungläubigkeit ist die Frage, wonach!? Atheismus heißt nicht, das man grundsätzlich nichts glaubt, sondern es ist die Verneinung eines Gotteswesen. Ich kann glauben das es morgen regnet oder das die Sonne scheint, was hat das mit Atheismus zutun? [quote][b]Ein Beispiel aus der Medizin: Die menschlichen Zellen repliziert sich von Tag zu Tag im Körper eines Menschen immer neu. Und das tun, sie genau immer gleich und mit dem gleichen Schema. Eine jede neue Zelle ist exakt so beschaffen wie die alte und immer mit dem gleichen Programm. (Entsteht doch eine Abweichung gibt es Krebs) Dafür gibt es keine Erklärung...[/b][/quote] Und wo ist das Problem? Soll ich deswegen nun glauben, oh das hat noch keiner erklärt, das war Gott... Damit ist erstens immernoch nichts erklärt und zweitens wurde das in den letzten 2000 Jahren schon oft genug gemacht nur um dann über den Haufen geworfen zu werden. Ich kann damit leben das ich net weiß was es mit den zellen auf sich hat, bin ja weder Biologe noch Chemiker. Trotzdem find ich das weder mystisch noch göttlich. [quote][b]Und zu meiner Toleranz: Schau, das ist doch nichts persöhnliches, aber unsere beide Ansichten schließen sich nunmal völlig aus. Ein entscheidener Aspekt meiner These ist doch, dass wir alle, mehr oder minder, gläubig sind. Wenn ich Atheismus zulasse, dann ist meine Position doch schon in ihrer Basis dahin.[/B][/quote] Richtig. [quote][b]Aber das heißt doch nicht das ich Atheisten verurteile oder herabsetze. Ich respektiere sie genau so wie andere und zwing ihnen meinen Glauben und meine Einstellung auch nicht auf. [/B][/QUOTE] Du sagts, es gäbe gar keine Atheisten. Wie kannst du denn etwas respektieren oder verurteilen von dem du denkst das es das nicht gibt? |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B] @ cocrea, du zitierst Michael Goerden und Hans Christian Meiser [I][COLOR=skyblue]"...seit Heisenbergs Quantentheorie ... Erkenntnis konfrontiert ..., dass es eine »objektive« Realität gar nicht gibt, sondern alles »empirisch rational« Beobachtete gleichzeitig vom Beobachter beeinflusst wird, so wie es auch ihn beeinflusst." [/I] [/COLOR] kannst du mir den inhalt näher bringen? [/B][/QUOTE] erst mal heisenbergs aussagen, zu etwas anderes stellung nehmend: [COLOR=skyblue]"Der erste Schluck aus den Becher der Naturwissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund wartet Gott!" Werner Heisenberg[/COLOR] [COLOR=skyblue]Wahrscheinlich darf man ganz allgemein sagen, dass sich in der Geschichte des menschlichen Denkens oft die fruchtbarsten Entwicklungen dort ergeben haben, wo zwei verschiedene Arten des Denkens sich getroffen haben. Diese verschiedenen Arten des Denkens mögen ihre Wurzeln in verschiedenen Gebieten der menschlichen Kultur haben oder in verschiedenen Zeiten, in verschiedenen kulturellen Umgebungen oder verschiedenen religiösen Traditionen. Wenn sie sich nur wirklich treffen, d. h. wenn sie wenigstens so weit zu einander in Beziehung treten, dass eine echte Wechselwirkung stattfindet, dann kann man darauf hoffen, dass neue und interessante Entwicklungen folgen. Prophezeiung von Werner Heisenberg, Physiker[/COLOR] nietzsche definiert nihilismus u.a. auch durch: - Es ist nichts mit der Wahrheit: Unbezweifelbare, objektive und ewige Wahrheiten sind nicht erkennbar. Wahrheit ist stets subjektiv. Laurent Verycken beschreibt es so: "Unser ganzes Wissen ist abstrakt. Alle Abstraktionen sind nur Formen der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst. Es ist mehr als an der Zeit, den Anspruch auf eine objektiv erkennbare Wirklichkeit aufzugeben. Die große heilige Kuh des abendländischen Denkens hat mehr Schaden angerichtet, als Nutzen gestiftet. So wie sie vor hundert Jahren erfunden wurde, um den Aberglauben zu bekämpfen, so hat sie sich heute selbst als der größte Aberglaube entpuppt. Der naive Realismus ist die Binsenwahrheit des gesunden Menschenverstandes mit der Annahme, daß die Welt dort draußen weitgehend von uns und unseren Aktivitäten unabhängig existiert. Die Welt der objektiven Tatsachen ist der Inbegriff des Alltagslebens und beruht auf der Anerkennung der unabhängig vom jeweiligen Einzelmenschen bestehenden objektiven Realität. Im objektiven Denken sind wir neutrale Beobachter der wirklichen Tatsachen. Was im gewöhnlichen Denken unter Objektivität verstanden wird, hat die Entgegensetzung von Subjekt und Objekt zur Grundlage. Es scheint eine offensichtliche Tatsache, daß ich mich als Erkennender von der Welt der Objekte unterscheide. Was wir gemeinhin unter Objektivität und Rationalität verstehen, wäre ohne diese Unterscheidung nicht möglich." es ist ein mythos zu glauben, der nicht-wissenschaftliche betrachter beeinflusse die gegebene testsituation nicht. genau deshalb funktioniert beten. in usa laufen mehrere studien von schulmedizinern (benson und larry dossey) über die psychische beeinflussung von kranken durch (gesund)beten. ---- jay, du schreibst (bzw. werauchimmer): "und es gibt die Geschichte des neutralen Beobachters... ja, und dann gibts da noch die Wahrheit." satz 1 = mythos; satz 2 = ja, deine und meine wahrheit, nicht DIE wahrheit gruß, cocrea |
| jay | [QUOTE][i]Original geschrieben von cocrea [/i] [B]satz 1 = mythos; satz 2 = ja, deine und meine wahrheit, nicht DIE wahrheit[/B][/QUOTE] Eben schon. Weder _meine_, noch _deine_ Wahrheit. Die objektive und abstrakte Wahrheit außerhalb jeder Betrachtung. |
| Feuerleger | Die Summe aller gewichtigen Unerklärlichkeiten, wird durch eure Gefühlswelt mystifiziert und damit zur Übernatürlichkeit erhoben, ob ihr das wollt oder nicht, und wird dann allgemeinhin als Gott bezeichnet. Ihr tut so als könntet ihr auf die Rätsel die da draußen sind rein rational, also mit eurem Verstand reagieren, lasst dabei aber euer Gefühlsleben außer acht. Ist es tot? Nein, natürlich nicht. Es reagiert mit Mystifizierung. Die Romantiker würden von Gott sprechen Die Pragmatiker von einer Weltformel Egal. Beides hat die gleichen Eigenschaften: Unerklärlich, Übernatürlich und Allmächtig. Verstandesgemäß mögt ihr die beiden Sachen noch gerade zu differenzieren wissen, aber doch nicht mehr emotional. Ich bin mir sicher die Mystik empfinden beide Gruppen und da sind wir bereits beim Glauben an übernatürliche Mächte. Was ja auch richtig ist, denn mit was wir konfrontiert sind erscheint uns außernatürlich und machtvoll. Selian Wenn du keine Argumente findest, wogegen hast du dann gerade agumentiert? Das mit dem Motor ist kein geeignetes Beispiel, denn du hast aufgrund von Informationen aus zuverlässigen Quellen eine Ahnung davon, dass es eine rationale technische Erklärung gibt. Das hast du bei einer Existenz nach dem Tod nicht. Außerdem kann ich Atheisten sehr wohl aktzeptieren, nur in meinen Augen sind sie gläubige Pragmatiker. Genauso wie ein Atheist mich ja als einen hoffnungslosen Romantiker sehen muss, eben weil er meint an keinen Gott zu glauben. Das sollte aber kein Hindernis für eine gegenseitige Respektierung sein. |
| jay | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Das mit dem Motor ist kein geeignetes Beispiel, denn du hast aufgrund von Informationen aus zuverlässigen Quellen eine Ahnung davon, dass es eine rationale technische Erklärung gibt. Das hast du bei einer Existenz nach dem Tod nicht.[/B][/QUOTE] Klar hast du die. In der Zukunft. |
| JimmyVoice | [b]Atheismus[/b] (Griech.) Die Ablehnung, Verneinung oder Leugnung der Existenz Gottes. Man muß zwischen verschiedenen Formen des Atheismus unterscheiden: 1.«theoretischer» oder «philosophischer Atheismus», der nicht das Dasein Gottes schlechthin leugnet, sondern nur die Erkennbarkeit Gottes bestreitet oder die Gewißheit jeglicher Aussage über Gott bezweifelt. 2.«Religiöser Atheismus», der die Existenz eines persönlichen Gottes verneint und das Nichts (Buddhismus) oder die unpersönliche, undifferenzierte, alldurchdringende Energie als das Höchste hinstellt oder die Existenz eines einzigen höchsten Gottes verneint und viele gleichgestellte Götter verehrt. 3. «Materialistischer Atheismus», der prinzipiell jegliche Existenz höherer, übersinnlicher Prinzipien leugnet und das Materielle, Diesseitige über alles stellt. [i]Quelle: Glossar von REINKARNATION - Die umfassende Wissenschaft der Seelenwanderung (Ronald Zürrer)[/i] |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Ihr tut so als könntet ihr auf die Rätsel die da draußen sind rein rational, also mit eurem Verstand reagieren, lasst dabei aber euer Gefühlsleben außer acht. Ist es tot? Nein, natürlich nicht. Es reagiert mit Mystifizierung.[/b][/quote] Ja, du wiederholst das ununterbrochen, das wird dadurch nicht richtiger... Man muß ein Rätsel auch mal Rätsel sein lassen können, ohne direkt mit Gott, Mystik und trallalla anzukommen, sowas sehe ich als Scharlatanerie an. Denn erklärt ist damit überhaupt nichts. Ich drehe dir den Spieß jetzt einfach um und behaupte Glauben gibt es nicht! Ja du hast richtig gelesen, Glauben gibt es nicht! Und weil ich nicht so bin, versuche ich das noch zu begründen... Wenn du etwas nicht erklären kannst, und du deswegen mit Gott ankommst hast du es dennoch nicht erklärt sondern nur zugegeben das du es nicht erklären kannst. Wenn du also sagst, "das war Gott" bzw "das ist Mystisch", hast du nur auf umständliche Art gesagt: "Ich hab keinen Plan." Deswegen ist es auch Überflüssig an Gott zu glauben, denn da Gott das Eingestädnis des Nichtwissen ist, du an Nichtwissen aber nicht glauben brauchst da du ja weißt das du nichts weißt, gibt es defacto keinen Glauben an Gott... Viel Spaß... [quote][b]Ich bin mir sicher die Mystik empfinden beide Gruppen und da sind wir bereits beim Glauben an übernatürliche Mächte. Was ja auch richtig ist, denn mit was wir konfrontiert sind erscheint uns außernatürlich und machtvoll.[/b][/quote] Du kannst noch hundertmal schreiben das du dir sicher bist, jeder würde Mystik empfinden, solange du da kein für mich plausibles Arguemt zu findest, werde ich dir hundert mal schreiben das es nicht so ist und das aus Erfahrung. Ich behaupte ja auch nicht einfach du würdest sonstwas empfinden... [quote][b]Selian Wenn du keine Argumente findest, wogegen hast du dann gerade agumentiert?[/b][/quote] Gegen deine Behauptungen. Immerhin hab ich argumentiert, wie du selber sagst... [quote][b]Das mit dem Motor ist kein geeignetes Beispiel, denn du hast aufgrund von Informationen aus zuverlässigen Quellen eine Ahnung davon, dass es eine rationale technische Erklärung gibt. Das hast du bei einer Existenz nach dem Tod nicht.[/b][/quote] Wie? Das heißt etwas ist mystisch wenn ich nicht weiß wer es erklären könnte und wenn es dann jemand erklären kann ist es nicht mehr mystisch? ich sagte doch...Scharlatanerie. Hätt ich ja fast drauf wetten können das dir das Beispiel mit dem Motor nicht gefällt, okay dann greife ich wieder auf dein eigenes Beispiel mit den Zellen zurück. Ich kann da nichts mystisches finden. Vielleicht könntest du einfach mal ein Beispiel anbringen, bei dem ich auch etwas mystisches empfinde... [quote][b]Außerdem kann ich Atheisten sehr wohl aktzeptieren, nur in meinen Augen sind sie gläubige Pragmatiker. Genauso wie ein Atheist mich ja als einen hoffnungslosen Romantiker sehen muss, eben weil er meint an keinen Gott zu glauben. Das sollte aber kein Hindernis für eine gegenseitige Respektierung sein. [/B][/QUOTE] Nein, du schriebst wörtlich: [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]berufe ich mich darauf, dass wir Menschen gar nicht in der Lage sind nicht zu glauben. Kurzum: Atheismus gibt es nicht. [/B][/QUOTE] Etwas das es nicht gibt, kann man nicht akzeptieren, bzw andersrum, etwas was es gibt man aber verleugnet, akzeptiert man nicht! Gegen Religiös eingestellte Menschen habe ich überhaupt nichts. Mögen sie daran glauben was sie für richtig halten. Leute wie du allerdings die sich nicht mit ihrem eigenen Glauben begnügen sondern darauf bestehen anderen zu erklären wie und woran sie glauben, find ich besonders drollig. |
| Feuerleger | Selian Wir diskutieren hier alle ganz sachlich. Wenn du das nicht aushalten kannst und das ganze auf eine zwischenmenschliche Ebene bringen willst, überleg dir bitte ob diese Diskussion für dich geeignet ist. Ich sage nur, dass Atheisten, im klassischen Sinne (wie man sieht gibt es auch hier mehrere Definitonen), ihre Gefühlswelt ignorieren. Du bist im übrigen nicht scharf auf Argumente, sondern auf Beispiele. Aber bitte noch eines: Sagen wir du hast einen Traum von einem Leben nachdem Tod, er mag beängstigend oder beglückend sein, aber du siehst Bilder. Dann wachst du auf, dein Verstand weiß das es nicht real war, trotzdem spielt deine Gefühlswelt immer noch verrückt: Du bist verängstigt, du bist fröhlich...aber in beiden Fällen wirkt es auf dich geheimnisvoll. Das ist die Reaktion einer Gefühlswelt die sich mit etwas Unerklärlichen und Übernatürlichen konfrontiert sah. Selbst wenn du WEISST das es nur ein Traum war. Und dieses Gefühl steckt dir den ganzen Tag noch über in den Knochen. Und so ist es bei diesen Wissensfragen auch. Tauchst du wirklich in die Materie wirst du an die Grenzen der Vernunft stoßen und das Dahinterliegende erscheint mystisch. Aber bitte, wenn du meinst du bist sowas wie emotional gefeit gegen jede Mystik. Dann frage ich mich nur woher du weißt wovon ich hier spreche, wenn du es doch noch nie empfunden hast. Desweiteren habe ich nie behauptet etwas zu wissen. Zudem ist es ein Irrglaube wenn der Mensch meint den Glauben an Übernatürliches einfach so an und auszuschalten zu können wie es ihm passt. Unsere Reaktion auf uns erscheinende Übernatürlichkeiten ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Urmenschen sahen in dem Blitz der vom Himmel fuhr die Macht einer ihrer Götter. Später wusste sich der Mensch dieses Phänomen zu erklären, aber es tauchten immer wieder neue Phänomene auf denen er eine göttliche Bedeutung gab. Und das waren nicht vereinzelte Individuen Selian, dass war die Masse. Und ich sage: Wären sie ehrlich gewesen, waren es ausnahmslos alle. Einige sind halt ehrlich zu sich und gestehen sich ihre Mystifizierung ein, andere Schrecken davor zurück, als ob es bereits der erste Beweis dafür sei das sie Verrückt sind, dabei ist es nur ein ganz natürlicher psychologischer Vorgang. Ich aktzeptiere nicht den Atheismus, ich aktzeptiere die Menschen. Ebenso verhalten sie sich ja in Bezug auf mich. Dinge die sich nunmal gegenseitig ausschließen, sollten nicht nebeneinandergestellt werden, aber es gibt ja noch genügend andere Seiten an einer Person. Wer entwickelt hier eigentlich jetzt einen inquisitorischen Charakter? |
| Montrose | Ich finde Selians Argumentation berechtigt. Woher will jemand, der Erfahrungen mit Gott gemacht hat, wissen, daß alle anderen auch solche Erfahrungen machen. Die Behauptung, alle psychisch gesunden Menschen hätten einen Gottesglauben, ist genauso anmaßend wie die Behauptung, alle psychisch gesunden Menschen wählen die FDP. Na, klingelt's? Weltanschauung und psychische Gesundheit - was auch immer das sein mag - sind zwei verschiedene paar Stiefel. Und genau das wollte Selian sagen. Recht hat er. Recht hat er natürlich auch damit, daß man die Welt oder seine Existenz auch ohne Gott erklären kann. Aber die Ausgangsfrage zielt wohl auf etwas anderes ab: kann der Mensch Gott erfassen, da dieser doch so anders ist. Nun, wenn da überhaupt kein Berührungspunkt wäre, dann wäre Gott so etwas wie eine riesige Naturkatastrophe. Machtvoll, aber unverständlich und unbeeinflußbar. Man würde so etwas als schicksalhaft annehmen, aber ein Dialog käme so nicht zustande. Richtig ist wohl, daß der Mensch ohne Gott handeln muß (oder vielleicht auch nicht). Was soll dieser Satz? Naja, irgendwie sprengt nicht nur Gott, sondern das Leben selbst mit seinen undurchschaubaren Konsequenzen das Vorstellungsvermögen. So wenig in der Medizin für jeden einzelnen Patienten ein eigenes Buch geschrieben wurde - und somit in Lehrbüchern relativ vage Leitlinien vorliegen, die sich im Einzelfall ganz anders darstellen - so wenig kann man sich auf Bücher (Bibel) und Gebote alleine verlassen. Damit kommen drei Unwägbarkeiten ins Spiel: 1. Gott schweigt meist. Bei manchen immer (s.o.), bei manchen kommt anscheinend hin und wieder etwas an. 2. Gott ist nicht gänzlich begreifbar. 3. die Formen, wie er allgemein gedacht wird, können im Einzelfall gesprengt werden. Vielleicht zeigt sich ein Weg erst mit der Zeit. [QUOTE] Sagen wir du hast einen Traum von einem Leben nachdem Tod, er mag beängstigend oder beglückend sein, aber du siehst Bilder. Dann wachst du auf, dein Verstand weiß das es nicht real war, trotzdem spielt deine Gefühlswelt immer noch verrückt... Selbst wenn du WEISST das es nur ein Traum war.[/QUOTE] Woher willst Du wissen, daß es ein Traum und nicht etwa eine Vision oder tatsächlich die Stimme Gottes war. Wenn wir alles, was passiert, nur psychologisch oder materialistisch deuten, dann kommt Gott ja nie bei uns an. Der könnte direkt vor uns stehen, und wir sagen "Hoppla, jetzt hab ich wohl eine Halluzination". Warum ziehen wir uns diesen naturwissenschaftlichen Schuh eigentlich an? |
| Feuerleger | Also zunächst einmmal an alle die, welche ihre Argumente noch nicht beantwortet sahen, ich versuch das Problem jetzt zu lösen, indem ich öfter versuchen werde zu posten. So das sich zwischen einer einzelnen Stellungnnahme nicht gleich vier neue Meinungen schieben. Und Montrose Wir können uns aber diese Welt noch nicht ohne Gott erklären. Und so lange das so ist, exestiert er in unserer Gefühlswelt. Ich glaube auch nicht an einen intervenierenden Gott, zumindest nicht im direkten Bezug. Ähhhmm und vielleicht war es je nicht gewollt, aber der Rest deines Postings stützt meiner Ansicht. Ja richtig, warum sollten wir den Traum nicht einfach zu einer Vision ernennen? Das fordere ich zwar von keinem, aber es wäre bereits ein entscheidener Schritt hin zur "bewussten" Gläubigkeit. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Ich sage nur, dass Atheisten, im klassischen Sinne (wie man sieht gibt es auch hier mehrere Definitonen), ihre Gefühlswelt ignorieren.[/b][/quote] Ich frag jetzt nicht woher du das wissen willst, wo du selber keiner bist. Ich frag vielmehr wie du einfach behaupten kannst, das ein anderer Mensch seine Gefühlswelt ignoriert? Das ist in höchstem Grade anmaßend! Kennst du alle Menschen das du das beurteilen kannst? [quote][b]Sagen wir du hast einen Traum von einem Leben nachdem Tod, er mag beängstigend oder beglückend sein, aber du siehst Bilder. Dann wachst du auf, dein Verstand weiß das es nicht real war, trotzdem spielt deine Gefühlswelt immer noch verrückt: Du bist verängstigt, du bist fröhlich...aber in beiden Fällen wirkt es auf dich geheimnisvoll. Das ist die Reaktion einer Gefühlswelt die sich mit etwas Unerklärlichen und Übernatürlichen konfrontiert sah. Selbst wenn du WEISST das es nur ein Traum war. Und dieses Gefühl steckt dir den ganzen Tag noch über in den Knochen. Und so ist es bei diesen Wissensfragen auch. Tauchst du wirklich in die Materie wirst du an die Grenzen der Vernunft stoßen und das Dahinterliegende erscheint mystisch.[/b][/quote] Wenn ich aufwache und mich an den Traum erinnern kann (was selten vorkommt), dann war es ein Traum. Da sehe ich auch nichts mystisches dran. [quote][b]Aber bitte, wenn du meinst du bist sowas wie emotional gefeit gegen jede Mystik. Dann frage ich mich nur woher du weißt wovon ich hier spreche, wenn du es doch noch nie empfunden hast. [/b][/quote] Es geht nicht darum gefeit zu sein. Das hieße ja ich würde mich vorsetzlich dagegen wehren. Ich sehe nichts Mystisches, ist das so schwer zu verstehen? Ich brauche kein Mörder zu sein um zu wissen wie man jemanden umbringt, oder? [quote][b]Desweiteren habe ich nie behauptet etwas zu wissen. Zudem ist es ein Irrglaube wenn der Mensch meint den Glauben an Übernatürliches einfach so an und auszuschalten zu können wie es ihm passt. [/b][/quote] Wie ich es eben schon sagte, es ist kein davor gefeit sein und es ist auch kein ausschalten. Wenn ich nichts Mystisches sehe, dann sehe ich da nichts. Wenn du das als psychisch krank ansiehst hab ich da auch kein Problem mit. Das sagt dann mehr über dich als über mich aus. [quote][b]Unsere Reaktion auf uns erscheinende Übernatürlichkeiten ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Urmenschen sahen in dem Blitz der vom Himmel fuhr die Macht einer ihrer Götter. Später wusste sich der Mensch dieses Phänomen zu erklären, aber es tauchten immer wieder neue Phänomene auf denen er eine göttliche Bedeutung gab.[/b][/quote] Ist es nicht eher bedenklich wenn ein Mensch bei allem was er nicht weiß mit Gott ankommt um das hinterher revidieren zu müssen, weil er plötzlich weiß das das nichts göttliches war? [quote][b]Und das waren nicht vereinzelte Individuen Selian, dass war die Masse. Und ich sage: Wären sie ehrlich gewesen, waren es ausnahmslos alle.[/b][/quote] Doch es waren wohl vereinzelte Individuen! Und wer ehrlich oder unehrlich gewesen ist, kann ich in diesem Fall nicht beurteilen. [quote][b]Einige sind halt ehrlich zu sich und gestehen sich ihre Mystifizierung ein, andere Schrecken davor zurück, als ob es bereits der erste Beweis dafür sei das sie Verrückt sind, dabei ist es nur ein ganz natürlicher psychologischer Vorgang.[/b][/quote] Langsam find ich das echt witzig. Wieso bist du eigentlich so scharf drauf das die gläubigen Normal und die "anderen" psychisch angeknackst wären? [quote][b]Dinge die sich nunmal gegenseitig ausschließen, sollten nicht nebeneinandergestellt werden, aber es gibt ja noch genügend andere Seiten an einer Person.[/B][/QUOTE] Was schließt sich denn gegenseitig aus? Da weiß ich grad net was du meinst? |
| Feuerleger | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B]Ich frag jetzt nicht woher du das wissen willst, wo du selber keiner bist. Ich frag vielmehr wie du einfach behaupten kannst, das ein anderer Mensch seine Gefühlswelt ignoriert? Das ist in höchstem Grade anmaßend! Kennst du alle Menschen das du das beurteilen kannst? *********************************************** Er unterschlägt sie zumindest, wenn er behauptet sie würde in keinster Weise auf ein übernatürliches Phänomen reagieren. **************************************************** Wenn ich aufwache und mich an den Traum erinnern kann (was selten vorkommt), dann war es ein Traum. Da sehe ich auch nichts mystisches dran. *************************************************** Glaube ich nicht. *************************************************** Es geht nicht darum gefeit zu sein. Das hieße ja ich würde mich vorsetzlich dagegen wehren. Ich sehe nichts Mystisches, ist das so schwer zu verstehen? Ich brauche kein Mörder zu sein um zu wissen wie man jemanden umbringt, oder? *************************************************** Nimm z. B. das "magische Denken" bei Kindern. Dies ist ein psychologischer Vorgang bei Kindern der sie an den Weihnachtsmann, an den Nikolaus und Osterhasen (für sie Götter) glauben lässt. Nun werden die Kinder älter und die Aufklärung setzt ein, bis sie schließlich Erwachsen sind. Das "magische Denken" ist abgewandelt und abgeschwächt, aber keinesfalls ausradiert. Es bleibt immer noch ein Rest der die Übernatürlichkeiten mystifiziert und vergöttlicht. In jedem von uns. Willst du mir erzählen, dass du die Phase des "magischen Denkens" nie gehabt hattest und gleich zu 100% pragmatischen Atheismus übergegangen bist? Der auch später nicht erreichbar ist. *************************************************** Wie ich es eben schon sagte, es ist kein davor gefeit sein und es ist auch kein ausschalten. Wenn ich nichts Mystisches sehe, dann sehe ich da nichts. Wenn du das als psychisch krank ansiehst hab ich da auch kein Problem mit. Das sagt dann mehr über dich als über mich aus. **************************************************** Ich sehe euch nicht als psychisch krank, weil ich ja nicht glaube das ein Mensch atheistisch sein kann. Ich sehe euch als ganz gesund an, weil ihr eine "Krankheit" haben wollt, die es in meinen Augen nicht gibt. **************************************************** Ist es nicht eher bedenklich wenn ein Mensch bei allem was er nicht weiß mit Gott ankommt um das hinterher revidieren zu müssen, weil er plötzlich weiß das das nichts göttliches war? ************************************************** Bedenklich vielleicht, aber unvermeidbar. ************************************************* Doch es waren wohl vereinzelte Individuen! Und wer ehrlich oder unehrlich gewesen ist, kann ich in diesem Fall nicht beurteilen. ************************************************** O.K. und wie hat sich dann das Christentum und alle anderen Weltreligionen gebildet, hmmm? Das waren und sind doch keine vereinzelten verirrten Schafe, sondern die Mehrheit auf diesem Erdball. *************************************************** Langsam find ich das echt witzig. Wieso bist du eigentlich so scharf drauf das die gläubigen Normal und die "anderen" psychisch angeknackst wären? *************************************************** Habe ich nie gesagt und siehe weiter oben. ************************************************* Was schließt sich denn gegenseitig aus? Da weiß ich grad net was du meinst? ************************************************** Atheismus und Glauben schließen sich gegenseitig aus. Entweder es gibt einen Gott oder es gibt keinen. Du kannst diese zwei Extreme nicht zusammenführen und als Atheist sagen: "Nun ja, vielleicht gibt es ja doch ne bisschen Gott...". Das wäre wie ein bisschen schwanger. Umgekehrt ist es genau so. Ich kann nicht sagen: " Na ja, vielleicht gibt es ja doch ein bisschen keinen Gott..." *************************************************** |
| Raul | Ich hab zwar in der letzten Zeit nix geschrieben, aber ich stehe voll hinter Selians postings. So langsam "glaube" ich, dass wir die Diskusion abbrechen können, weil sich nix tun wird! [QUote] Wenn ich aufwache und mich an den Traum erinnern kann (was selten vorkommt), dann war es ein Traum. Da sehe ich auch nichts mystisches dran. ************************************************** * Glaube ich nicht. [/Quote] Damit sagst du uns doch, dass du dir sowas nicht vorstellen kannst, weil es einfach nicht in dein Weltbild passt. Wenn du dich aber von anfang an für überlegen hälst, weil du ja die Wahrheit kennst und wir nur fehlgeleitet sind, ist es auch klar, dass du für unsere Sicht vollkommen blind bist. Du kannst nicht glauben dass es so ist, wie wir sagen und das erklärst du dir, indem du uns herabsetzt. |
| Feuerleger | Habe ich hier irgendwen als minderwertig o.ä. bezeichnet? Ihr nehmt das ganze zu persöhnlich. Ihr sollt doch garnicht anfangen jetzt euch offen zum Glauben zu bekennen, ich stelle nur die Dinge aus meiner Sicht da. Es reibt sich halt das ihr atheistisch und ich gläubig bin, aber mehr passiert hier auch nicht. Da ja jetzt meine Ansichten über Atheismus klar sein dürften und eure über Glauben auch, sollten vielleicht Leute posten welche die Theorie von dem charakterlosen Gott kritisieren. Also gläubig sind, aber einen werteorientierten Gott vorziehen. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Er unterschlägt sie zumindest, wenn er behauptet sie würde in keinster Weise auf ein übernatürliches Phänomen reagieren.[/b][/quote] Was du da sagst ist nicht korrekt, ich habe nirgendwo behauptet das ich auf ein übernatürliches Phänomen nicht reagieren würde. Allerdings, ich hab noch keins erlebt! [quote][b]Glaube ich nicht. [/b][/quote] Kraft deines Glaubens müßtest du das eigentlich glauben. [quote][b]Nimm z. B. das "magische Denken" bei Kindern. Dies ist ein psychologischer Vorgang bei Kindern der sie an den Weihnachtsmann, an den Nikolaus und Osterhasen (für sie Götter) glauben lässt.[/b][/quote] Das ist kein psychologischer Vorgang sondern das erzählen der Eltern das sie an den Weihnachtsmann glauben läßt. Würde niemand einem Kind etwas von Weihnachten erzählen, würde es das gar nicht kennen! [b][quote]Nun werden die Kinder älter und die Aufklärung setzt ein, bis sie schließlich Erwachsen sind. Das "magische Denken" ist abgewandelt und abgeschwächt, aber keinesfalls ausradiert. Es bleibt immer noch ein Rest der die Übernatürlichkeiten mystifiziert und vergöttlicht. In jedem von uns. Willst du mir erzählen, dass du die Phase des "magischen Denkens" nie gehabt hattest und gleich zu 100% pragmatischen Atheismus übergegangen bist? Der auch später nicht erreichbar ist.[/b][/quote] Also wenn jemand schon damit argumentiert das Kinder ja an den Weihnachtsmann glauben, weiß man was die Uhr geschlagen hat. Kinder besitzen noch nicht die Möglichkeit alles zu hinterfragen, wenn du ihnen erzählst es gäbe einen Weihnachtsmann, dann glauben sie es dir. Wenn du ihnen erzählst es gibt einen Gott, glauben sie dir. Wenn du ihnen erzählst es gibt keinen Gott so glauben sie dir auch das. Was ist damit gesagt, außer das viele Leute leichtfertig das Vertrauen der Kinder mißbrauchen? Mit einer Phase des magischen Denkens kann ich nix anfangen, was soll das sein? [quote][b][color=darkred]Ich sehe euch nicht als psychisch krank, weil ich ja nicht glaube das ein Mensch atheistisch sein kann.[/color] Ich sehe euch als ganz gesund an, weil ihr eine "Krankheit" haben wollt, die es in meinen Augen nicht gibt.[/b][/quote] [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Allerdings gehe ich davon aus, [color=darkred]dass jeder „gesunde“ Mensch ohne Gehirnstörungen oder starke psychische Erkrankung (Paranoia, Korea – Syndrom, starke Depressionen etc..) gläubig ist.[/color] [/B][/QUOTE] Siehst du deinen Widerspruch? [quote][b]Bedenklich vielleicht, aber unvermeidbar.[/b][/quote] Wieso sollte das unvermeidbar sein? Das ist es nicht, guck mich an! [quote][b]O.K. und wie hat sich dann das Christentum und alle anderen Weltreligionen gebildet, hmmm? Das waren und sind doch keine vereinzelten verirrten Schafe, sondern die Mehrheit auf diesem Erdball.[/b][/quote] Falsch, das Christentum stellt rund 31% der Menschen auf der Welt, damit ist es zwar die Religion mit den meisten Anhängern trotzdem können knapp 70% aller Menschen auf der Welt mit dem Christentum nichts anfangen! Und davon abgesehen, jeder der 31% Christen ist genauso ein Individuum wie die anderen 69%! [quote][b]Habe ich nie gesagt und siehe weiter oben.[/b][/quote] Doch das hast du gesagt, siehe deinen Widerspruch... [quote][b]Atheismus und Glauben schließen sich gegenseitig aus. [/b][/quote] Das stimmt ebenfalls nicht, ich würde dir bei einer Person zustimmen, allerdings spricht nichts dagegen das ich Atheist bin und du Christ(?). [quote][b]Entweder es gibt einen Gott oder es gibt keinen. Du kannst diese zwei Extreme nicht zusammenführen und als Atheist sagen: "Nun ja, vielleicht gibt es ja doch ne bisschen Gott...". Das wäre wie ein bisschen schwanger.[/b][/quote] Das hab ich auch noch keinen Atheisten sagen hören... [quote][b]Umgekehrt ist es genau so. Ich kann nicht sagen: " Na ja, vielleicht gibt es ja doch ein bisschen keinen Gott..." [/B][/QUOTE] Das brauchst du auch nicht zu sagen. Wenn dir kalt ist, kann ein anderer trotzdem warm haben. Würdest du auch sagen, "wenn ich kalt habe, dann haben alle anderen auch kalt, anders geht es nicht." Das wäre eine sehr eingeschränkte Sicht der Dinge. Langsam beginne ich zu verstehen. Du hast Angst vor Atheisten, Angst davor das dich jemand in deinem Glauben erschüttern könnte. Was es in deiner Welt nicht gibt, kann dich nicht erschüttern also leugnest du einfach den Atheismus. Achja, da steht noch eine Frage von mir im Raum, wäre nett wenn du die beantworten könntest, dann kommen wir eventuell ein Stück weiter. [b]Ist Gott Atheist oder ist er Gläubig?[/b] |
| TheDark | Hi zusammen ! Hallo Selian, schön die wieder in hoch form zu lesen:D ich vesuche mal kurz und bünbig zu sein. hier meine auffasung: Gott ist ncht Charakterlos, er behandellt alle gleich Mörder als auch Päpste können in den himml kommen wie alle anderen auch. ergesteht sich fehler ein. wenn er kein charakter hätte denn wärs ich Sch... egal. @Selian [QUOTE]Ist Gott Atheist oder ist er Gläubig?[/QUOTE] Darf ich auflösen oder muß ich warten ??? |
| Feuerleger | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B]Was du da sagst ist nicht korrekt, ich habe nirgendwo behauptet das ich auf ein übernatürliches Phänomen nicht reagieren würde. Allerdings, ich hab noch keins erlebt! *************************************************** Wie wäre es mit deiner Existenz, wenn ich mich auf das Beispiel der Zellen nochmal beziehen darf? ************************************************* Das ist kein psychologischer Vorgang sondern das erzählen der Eltern das sie an den Weihnachtsmann glauben läßt. Würde niemand einem Kind etwas von Weihnachten erzählen, würde es das gar nicht kennen! ************************************************* Selian, soll ich hier das Psychologie-Buch raushohlen und die Seite runterzetieren, in der das magische Denken als ein psychologischer Vorgang beschrieben ist? Meine Argumente stützen sich schon auf wissenschaftliche Erkenntnisse. ************************************************** Also wenn jemand schon damit argumentiert das Kinder ja an den Weihnachtsmann glauben, weiß man was die Uhr geschlagen hat. Kinder besitzen noch nicht die Möglichkeit alles zu hinterfragen, wenn du ihnen erzählst es gäbe einen Weihnachtsmann, dann glauben sie es dir. Wenn du ihnen erzählst es gibt einen Gott, glauben sie dir. Wenn du ihnen erzählst es gibt keinen Gott so glauben sie dir auch das. Was ist damit gesagt, außer das viele Leute leichtfertig das Vertrauen der Kinder mißbrauchen? Mit einer Phase des magischen Denkens kann ich nix anfangen, was soll das sein? **************************************************** Kinder sind für solche übernatürlichen Vorstellungen sehr empfänglich, nicht bloß weil sie sehr naiv sind (können sie ja nicht anders), sondern weil ihr Denkmuster auch dazu beiträgt. Sie interpretieren in alle unerklären Geschehnisse etwas magisches hinein, aufgrund des magischen Denkens. Das ändert sich mit dem Erwachsen werden, aber es verschwindet nicht völlig, was zu unserem Glauben an Gott beiträgt. Da kannst du dich jetzt auch gerne gegen auflehnen, aber dann diskutier das bitte mit all den Wissenschaftlern die das herausgefunden haben und nicht mir mir. Es ist so. *************************************************** Siehst du deinen Widerspruch? *************************************************** Du hast mich falsch verstanden. Menschen mit psychischen wie neuralen Störungen könnte man als atheistisch bezeichnen, weil sie aufrund ihrer schwerwiegenden Krankheit zu sehr mit sich selber beschäftigt sind, anstatt ihre Gedanken schweifen zu lassen und sich mit dem Übernatürlichen zu beschäftigen. Dann allerdings sind die Störungen schon entsprechend krass und die Erkankten sitzen in der Psychatrie. ************************************************** Falsch, das Christentum stellt rund 31% der Menschen auf der Welt, damit ist es zwar die Religion mit den meisten Anhängern trotzdem können knapp 70% aller Menschen auf der Welt mit dem Christentum nichts anfangen! Und davon abgesehen, jeder der 31% Christen ist genauso ein Individuum wie die anderen 69%! ************************************************** Schön, da hast du aber gerade den Islam, das Judentum den Buddhismus und jede andere Religion auf der Welt unterschlagen. Sie alle glauben an einen Gott. Nimm sie zusammen und dann vergleiche nochmal. *************************************************** Das stimmt ebenfalls nicht, ich würde dir bei einer Person zustimmen, allerdings spricht nichts dagegen das ich Atheist bin und du Christ(?). ************************************************* Ich bin kein Christ. Schau mal ich argumentiere für einen wertefreien Gott. Und es ist kein Hindernis dafür das sich die Personen als solche betrachten, trotzdem schließen diese Weltansichten sich gegenseitig aus. Schließlich gibt es für die einen einen alles lenkenden Gott und für die anderen nicht. Ist man von seiner Position überzeugt, muss der andere Unrecht haben. Aber das heißt nicht das ich sie als Menschen nicht aktzeptiere, so wie sie mich: Nobody is perfect. *********************************************** Langsam beginne ich zu verstehen. Du hast Angst vor Atheisten, Angst davor das dich jemand in deinem Glauben erschüttern könnte. Was es in deiner Welt nicht gibt, kann dich nicht erschüttern also leugnest du einfach den Atheismus. ********************************************** Hey, du hast mich! Quatsch. Ja ich habe Angst gehabt (siehe Theorie von Kirkegaard posted by Cocrea). Aber nicht vor Atheismus, sondern vor der Ungewissheit nachdem Tod, wie wir alle die haben, was wir erkennen würden wenn wir endlich aufhören uns mit Banalem zu beruhigen. Dann hatte ich ein übernatürliches Erlebniss (was ich hier nicht darlegen möchte) und ich wurde bewusst gläubig. Die Angst schwandt... Es ist übrigends schon ein Ausdruck von Hilflosigkeit solche pseudo-psychologischen Deutungen von seinem Gegenüber zu machen. Du kennst mich nicht. Konzentrieren wir uns lieber auf die Sache. *************************************************** [b]Ist Gott Atheist oder ist er Gläubig?[/b] [/B][/QUOTE] *********************************************** Das ist genau das was ich nicht definiert wissen will, denn dann würde ich Gott ja als eine Person beschreiben, denn nur die kann solche irdischen Atrribute haben, dann würde ich Gott ja seine Göttlichkeit absprechen. Darum geht es ja beim charakterlosen Gott. Und Atheismus und Glauben sind etwas sehr menschliches. *************************************************** |
| Feuerleger | @The Dark Ja, er behandelt Mörder und Päpste gleich, aber nicht weil er einen Charakter hatt. Der würde doch nähmlich ein moralisches Wertesystem vorraussetzen - wir definieren uns ja auch durch unsere Ansichten. Mal abgesehen, dass Gott hier schon verdammt menschlich und begreifbar wäre, was ist das eine Moral die alle gleich macht? Mörder wie Heilige? Das wäre doch schon unmoralisch. Und eben weil man bei einer Definierung von Gottes Wesen immer wieder in genau in diese Moralfalle rennt und ihn zudem vermenschlicht, möchte ihn ihn nicht nach irdischen Maßstäben festlegen. Solche Ungereimtheiten stören den Glauben. |
| TheDark | War wie war das gleich noch: mit dem Vater unser??? Liebt ein Vater sein kind weniger, weil es einen fehler gemacht hat ??? ich spreche ihn jedenfalls mit Vater an Und heist es nicht auch richtet nicht auf das ihr nicht gerichtet werdet ??? Gibt es nicht die 10 gebote ?? Die von got moses übergeben wurden. und grundlag "unserer" moral und wertesystems ist ? Mal ein kleines faktum. Es gibt nicht Den Glauben. Weder innerhalb einer kirche noch auserhalb. wenn das so einfach wäre wüden sich diverse kirchen nicht bis heute die Köpfe einschlagen. Gott nur mit dem Kopf zu bereifen ist in meinen augen nicht möglich @Selian ich löse denn mal Gefühlsmäsig gesehen ist gott gläubig, Er glaubt an sich selbst als erschaffer der welt. Rein aus de überlegung heraus Ist er atheist. da der glaub eine macht über sich voraussetzt. umd got ist halt der Oberste |
| JimmyVoice | Gott ist kein Atheist, er glaubt ja an einen Gott, nämlich an sich selbst. Atheist sagt ja vornehmlich, das es keinen Gott gibt und dann müsste Gott sich ja selbst leugnen...mit höherer Macht hat es nichts zu tun, jedenfalls nicht für ihn :) |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Wie wäre es mit deiner Existenz, wenn ich mich auf das Beispiel der Zellen nochmal beziehen darf?[/b][/quote] Die Zellen hatten wir schon, da sagte ich schon das ich da nichts mystisches sehe. Wieso sollte etwas übernatürlich sein, das seit Menschengedenken funktioniert? Damit ist es doch das natürlichste von der Welt. [Quote][b] Selian, soll ich hier das Psychologie-Buch raushohlen und die Seite runterzetieren, in der das magische Denken als ein psychologischer Vorgang beschrieben ist? Meine Argumente stützen sich schon auf wissenschaftliche Erkenntnisse.[/b][/quote] Zum einen steht es dir frei zu zitieren was du magst. Zum anderen sagte ich das Kinder kein Weihnachten kennen würden, wenn die Eltern es ihnen nicht erklären und vorführen würden. Wenn das in deinem Psychologiebuch widerlegt wird, ja bitte, zitiere es... [quote][b]Kinder sind für solche übernatürlichen Vorstellungen sehr empfänglich, nicht bloß weil sie sehr naiv sind (können sie ja nicht anders), sondern weil ihr Denkmuster auch dazu beiträgt. Sie interpretieren in alle unerklären Geschehnisse etwas magisches hinein, aufgrund des magischen Denkens. [/b][/quote] Siehst du, wir sind uns in einem Punkt mal einig. Das Kinder für Erzählungen sehr empfänglich sind, sagte ich ja auch schon das ist einfach so. Die Gründe sind aber ebenso klar, Kinder sind naiv und hinterfragen nicht alles was man ihnen erzählt. Vor allem nicht wenn es von vertrauten Personen erzählt wird. [quote][b]Das ändert sich mit dem Erwachsen werden, aber es verschwindet nicht völlig, was zu unserem Glauben an Gott beiträgt. Da kannst du dich jetzt auch gerne gegen auflehnen, aber dann diskutier das bitte mit all den Wissenschaftlern die das herausgefunden haben und nicht mir mir. Es ist so. [/b][/quote] Ich brauch mich nicht dagegen aufzulehnen. Erstens fehlt wiedermal die Begründung, "Es ist so." Ist keine Begründung. Warum ist es so? Ich sehe keinen Glauben an Gott, das kannst du noch so oft versuchen mir einzureden. Im übrigen glaub ich nicht nur nicht an Gott, sondern ich glaub auch nicht a priori alles was jemand in ein Buch geschrieben hat. Wenn in deinem Psychologiebuch nicht darauf hingewiesen wurde, das alles was drin steht nur Theorien, Vermutungen und Möglichkeiten sind dann ist das der erste Hinweis darauf das es Unglaubwürdig ist, ansonsten kann ich mir darüber kein Urteil erlauben ich kenne das ja nicht. Um welches Buch handelt es sich da? Und vielleicht könntest du ja die Begründung dieser Wissenschaftler hier posten. [quote][b]Du hast mich falsch verstanden. Menschen mit psychischen wie neuralen Störungen könnte man als atheistisch bezeichnen, weil sie aufrund ihrer schwerwiegenden Krankheit zu sehr mit sich selber beschäftigt sind, anstatt ihre Gedanken schweifen zu lassen und sich mit dem Übernatürlichen zu beschäftigen. Dann allerdings sind die Störungen schon entsprechend krass und die Erkankten sitzen in der Psychatrie.[/b][/quote] Psychische Störungen haben mit dem Glauben gar nix zutun. Es gibt sowohl Atheisten als auch Gläubige mit psychischen Störungen, genauso wie es Bäcker und Taxifahrer mit psychischen Störungen gibt. Die Verbindungen die du da herstellst sind wirklich fantastisch. [Quote][b]Schön, da hast du aber gerade den Islam, das Judentum den Buddhismus und jede andere Religion auf der Welt unterschlagen. Sie alle glauben an einen Gott. Nimm sie zusammen und dann vergleiche nochmal.[/b][/quote] Nö, ich hab überhaupt niemanden unterschlagen, ich sagte rund 70% der Menschen auf der Welt sind keine Christen. Würdest du den Islam zum Christentum zählen??? [quote][b]Schließlich gibt es für die einen einen alles lenkenden Gott und für die anderen nicht. Ist man von seiner Position überzeugt, muss der andere Unrecht haben. [/b][/quote] Soso, das heißt da ich überzeugt davon bin das es keinen Gott und nichts mystisches gibt, mußt du Unrecht haben, korrekt? [quote][b]Ja ich habe Angst gehabt. Aber nicht vor Atheismus, sondern vor der Ungewissheit nachdem Tod, wie wir alle die haben, was wir erkennen würden wenn wir endlich aufhören uns mit Banalem zu beruhigen. [/b][/quote] Siehst du, ich brauch den Tod nicht zu fürchten, ich muß mir nicht den kopf darüber zerbrechen ob ich nun wiedergeboren werde und wenn ja als was. Ob ich in die Hölle oder den Himmel komme, ob ich ins Nirvana eintrete oder ob ich auf der Welt soviel Scheiße gebaut hab, das ich als Wühlmaus wiedergeboren werde. Wenn ich tot bin, bin ich tot und das ist auch gut so. Gott ist doch die banalste Beruhigung die nur denkbar ist, was könnte banaler sein? [quote][b]Dann hatte ich ein übernatürliches Erlebniss (was ich hier nicht darlegen möchte) und ich wurde bewusst gläubig. Die Angst schwandt... [/b][/quote] Schade, gerade das würde mich doch so sehr interessieren... [quote][b]Es ist übrigends schon ein Ausdruck von Hilflosigkeit solche pseudo-psychologischen Deutungen von seinem Gegenüber zu machen. Du kennst mich nicht. Konzentrieren wir uns lieber auf die Sache.[/b][/quote] Na holla, du hast mir schon vorgeworfen ich würde meine Gefühlswelt ignorieren und ich wäre aufgrund von psychischen und neuronalen Störungen zu sehr mit mir selber beschäftigt. Und das alles wo du mich genauso wenig kennst. Damit finde ich deine Behauptungen um einiges krasser... [i]Ist Gott Atheist oder ist er Gläubig? [/i] Gut, wenn du der frage aus dem Weg gehst, stell ich eine andere... Sind Tiere Atheisten oder Gläubige? |
| Selian | @Dark&Jimmy Ich würde sagen, Gott muß zwangsläufig Atheist sein. Er ist ja für sich selber nicht Gott, sondern nur für uns. Für sich selber ist er was er ist. Auch braucht er an sich nicht zu glauben, da er ja weiß das er existiert. Ich denke niemand von uns [i]glaubt[/i] das er ein Mensch ist, sondern jeder von uns weiß das. Gott ist allmächtig und allwissend, somit ist es ihm nicht möglich an etwas zu glauben... |
| JimmyVoice | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B]@Dark&Jimmy Ich würde sagen, Gott muß zwangsläufig Atheist sein. Er ist ja für sich selber nicht Gott, sondern nur für uns. Für sich selber ist er was er ist. Auch braucht er an sich nicht zu glauben, da er ja weiß das er existiert. Ich denke niemand von uns [i]glaubt[/i] das er ein Mensch ist, sondern jeder von uns weiß das. Gott ist allmächtig und allwissend, somit ist es ihm nicht möglich an etwas zu glauben... [/B][/QUOTE] Das ist ja richtig, gerade deshalb ist er auch KEIN Atheist, dann Atheisten haben den Glauben das es keinen Gott gibt. Atheismus ist also ein Glaube, deshalb ist Gott eben kein Atheist :) |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von JimmyVoice [/i] [B]Das ist ja richtig, gerade deshalb ist er auch KEIN Atheist, dann Atheisten haben den Glauben das es keinen Gott gibt. Atheismus ist also ein Glaube, deshalb ist Gott eben kein Atheist :) [/B][/QUOTE] Atheismus ist eine Weltanschauung ohne Gott. Es ist nicht nötig an etwas zu glauben das es nicht gibt. Ein Atheist wird nicht dadurch definiert ob er nun glaubt oder weiß das es keinen Gott gibt. Wenn jemand nicht nur nicht glaubt das es einen Gott gibt, sondern weiß das es keinen gibt, dann ist er Atheist. @Sister merci ;) |
| JimmyVoice | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B] Wenn jemand nicht nur nicht glaubt das es einen Gott gibt, sondern weiß das es keinen gibt, dann ist er Atheist. [/B][/QUOTE] Er weiss es ja auch nicht wirklich und deine Ansicht von Atheismus ist deine,was aber nicht heisst das diese die richtige ist...so wie meine nicht die richtige sein muss, so wie alle nicht die richtige haben müssen....irgendjemand sagte mal ein nicht glauben ist auch ein Glaube. Im Bezug auf Gott weiß keiner genau wirklich etwas, sondern kann nur annehmen, denn der Glaube ist nichts anderes als eine Annahme. Okay du für dich tust wissen das es keinen Gott gibt...ich weiss für mich das es einen gibt, deswegen bin ich noch lange kein religiöser Mensch. Ich höre immer von den sogenannten Atheisten(den meisten jedenfalls) ich sei wohl ein Christ, weil ich sage es gibt einen Gott |
| Selian | @Jimmy Ich meinte nicht mich, sondern Gott ;) |
| Feuerleger | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B]Die Zellen hatten wir schon, da sagte ich schon das ich da nichts mystisches sehe. Wieso sollte etwas übernatürlich sein, das seit Menschengedenken funktioniert? Damit ist es doch das natürlichste von der Welt. ************************************************* Also Wissenschaften konnten es aber noch kein Stück als natürlich erklären. ************************************************* Zum einen steht es dir frei zu zitieren was du magst. Zum anderen sagte ich das Kinder kein Weihnachten kennen würden, wenn die Eltern es ihnen nicht erklären und vorführen würden. Wenn das in deinem Psychologiebuch widerlegt wird, ja bitte, zitiere es... *********************************************** Du hattest das magische Denken an sich angezweifelt. ************************************************** Siehst du, wir sind uns in einem Punkt mal einig. Das Kinder für Erzählungen sehr empfänglich sind, sagte ich ja auch schon das ist einfach so. Die Gründe sind aber ebenso klar, Kinder sind naiv und hinterfragen nicht alles was man ihnen erzählt. Vor allem nicht wenn es von vertrauten Personen erzählt wird. ************************************************* Aber sie interpretieren Magie auch in Dinge hinein, ohne das sie vorher von einem Erwachsenen davon erzählt bekommen haben. Ich habe das mehrmals prxisnah miterlebt, weil ich lange genug mit Kindern gearbeitet habe. Nimm ein Wetterphänomen wie den Regenbogen oder einen Blitz, du kannst es ihnen erklären, aber sie haben doch immer eine eigene Erklärung dafür die auf Magie beruht. So wie die Urmenschen früher auch. Und wir bei Dingen die einfach zu weit unsere Welt der möglichen Erklärungen überschreitet. ************************************************** Ich brauch mich nicht dagegen aufzulehnen. Erstens fehlt wiedermal die Begründung, "Es ist so." Ist keine Begründung. Warum ist es so? Ich sehe keinen Glauben an Gott, das kannst du noch so oft versuchen mir einzureden. Im übrigen glaub ich nicht nur nicht an Gott, sondern ich glaub auch nicht a priori alles was jemand in ein Buch geschrieben hat. Wenn in deinem Psychologiebuch nicht darauf hingewiesen wurde, das alles was drin steht nur Theorien, Vermutungen und Möglichkeiten sind dann ist das der erste Hinweis darauf das es Unglaubwürdig ist... ************************************************** Ah. Hast du das auch unter Fragen in deine Abschlussprüfung geschrieben, wenn du etwas nicht wusstest? Es gibt aber schon wissen, dass du als gegeben ansiehst oder wenn jemand sagt 1 + 1 = 2, stellst du das dann auch in Frage? P.S.: Ganz normales Psychologie Heute Lehrbuch ************************************************** Psychische Störungen haben mit dem Glauben gar nix zutun. Es gibt sowohl Atheisten als auch Gläubige mit psychischen Störungen, genauso wie es Bäcker und Taxifahrer mit psychischen Störungen gibt. Die Verbindungen die du da herstellst sind wirklich fantastisch. ************************************************* Ich habe mich auf Leute bezogen die so krass gestört sind, dass sie nur den ganzen Tag in der Ecke herumsitzen und dahinvegitieren. Da habe ich gesagt, könnte es eine Möglichkeit für Atheismus geben, weil diese Menschen so stark unter dem Einfluss ihrer Krankheit leiden, dass sie zu sehr mit dieser beschäftigt sind. Ein Schwerverletzter wird sich ja auch gerade wenig Gedanken um übernatürliche Phänomene machen, wenn der Schmerz von seinem abgetrennten Bein o.ä. ihn gerade die Sinne raubt. ************************************************** Nö, ich hab überhaupt niemanden unterschlagen, ich sagte rund 70% der Menschen auf der Welt sind keine Christen. Würdest du den Islam zum Christentum zählen??? ************************************************** Nein Selian, alle Religionen glauben aber an das Übernatürliche und gehören somit in die Rechnung hinein. Es ging schließlich um Menschen im allgemeinen die an übernatüliche Phänomene glauben, an welche ist doch egal. Nimm den Islam dazu, wenn du willst noch all die anderen Religionen und dann sieht diese Rechnung auch anders aus: Die Gläubigen sind in der Merheit. ************************************************** Soso, das heißt da ich überzeugt davon bin das es keinen Gott und nichts mystisches gibt, mußt du Unrecht haben, korrekt? **************************************************** Aus deiner Sicht und in dieser Frage: Natürlich. *************************************************** Siehst du, ich brauch den Tod nicht zu fürchten, ich muß mir nicht den kopf darüber zerbrechen ob ich nun wiedergeboren werde und wenn ja als was. Ob ich in die Hölle oder den Himmel komme, ob ich ins Nirvana eintrete oder ob ich auf der Welt soviel Scheiße gebaut hab, das ich als Wühlmaus wiedergeboren werde. Wenn ich tot bin, bin ich tot und das ist auch gut so. Gott ist doch die banalste Beruhigung die nur denkbar ist, was könnte banaler sein? ************************************************ Gott ist kein bisschen banal, dass zeigt schon das man viel Sensibilität aufbringen muss, um ihn zu finden. Und ich frage mich ob du auch noch so kernige Sprüche raushaust, wenn du mal wirklich kurz vor deinem Ableben stehst, ich wage das doch stark zu bezweifeln. *************************************************** Na holla, du hast mir schon vorgeworfen ich würde meine Gefühlswelt ignorieren und ich wäre aufgrund von psychischen und neuronalen Störungen zu sehr mit mir selber beschäftigt. Und das alles wo du mich genauso wenig kennst. Damit finde ich deine Behauptungen um einiges krasser... *************************************************** Ich habe aber in der dritten Person gesprochen und die Störungen bezogen sich auf real psychisch kranke Personen nie auf dich. Siehe oben. *************************************************** [i]Ist Gott Atheist oder ist er Gläubig? [/i] Gut, wenn du der frage aus dem Weg gehst, stell ich eine andere... Sind Tiere Atheisten oder Gläubige? [/B][/QUOTE] ************************************************* Ich geh ihr nicht aus dem Weg, ich stell ihr meine Theorie vom charakterlosen Gott entgegen. Gut, da du zu dieser nichts mehr sagen möchtest... Tiere? Atheisten, weil sie nicht die Gehirnleistung erbringen können, um sich mit höheren Mysterien zu befassen. Und weil sie sich nicht selber als Individuum reflektieren können, was zu einer Glaubensfindung nötig wäre. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Feuerleger [/i] [B]Also Wissenschaften konnten es aber noch kein Stück als natürlich erklären.[/b][/quote] Es ist Bestandteil der Natur und damit natürlich, es ist nicht erheblich ob ein Wissenschaftler die Funktionsweise erklären kann, denn es ist mir nicht möglich nachzuvollziehen ob es jemand erklären kann, vielleicht weiß es ja jemand. Theorien gibt es darüber zuhauf, ist nur die Frage wer die richtige hat. [quote][b]Aber sie interpretieren Magie auch in Dinge hinein, ohne das sie vorher von einem Erwachsenen davon erzählt bekommen haben. Ich habe das mehrmals prxisnah miterlebt, weil ich lange genug mit Kindern gearbeitet habe. Nimm ein Wetterphänomen wie den Regenbogen oder einen Blitz, du kannst es ihnen erklären, aber sie haben doch immer eine eigene Erklärung dafür die auf Magie beruht. So wie die Urmenschen früher auch. Und wir bei Dingen die einfach zu weit unsere Welt der möglichen Erklärungen überschreitet.[/b][/quote] Was du da beschreibst kenne ich als Fantasie. [quote][b]Es gibt aber schon wissen, dass du als gegeben ansiehst oder wenn jemand sagt 1 + 1 = 2, stellst du das dann auch in Frage?[/b][/quote] Nein, das stelle ich nicht in Frage, denn es erscheint mir aufgrund der festgelegten Definitionen von 1,2 und + logisch. Es ist für jeden Nachvollziehbar, der die Definition kennt. In der Psychologie sieht die Sache aber anders aus. Dort gibt es keine klaren Definitionen wie in der Mathematik auf die sich alle geeinigt haben. Sag mir wieviel Psychologen es gibt und ich sag dir wieviel Psychologische Theorien es gibt... [quote][b]P.S.: Ganz normales Psychologie Heute Lehrbuch[/b][/quote] Na vonwegen, so schlau war ich ja auch... Hab direkt nachgeschaut aber nichts gefunden, werd nachher vielleicht mal das web durchstöbern... [quote][b]Ich habe mich auf Leute bezogen die so krass gestört sind, dass sie nur den ganzen Tag in der Ecke herumsitzen und dahinvegitieren. Da habe ich gesagt, könnte es eine Möglichkeit für Atheismus geben, weil diese Menschen so stark unter dem Einfluss ihrer Krankheit leiden, dass sie zu sehr mit dieser beschäftigt sind. Ein Schwerverletzter wird sich ja auch gerade wenig Gedanken um übernatürliche Phänomene machen, wenn der Schmerz von seinem abgetrennten Bein o.ä. ihn gerade die Sinne raubt. [/b][/quote] Das ist es nicht, du hast andersrum ausgeschlossen das ein gesunder Mensch (was auch immer das ist) Atheist sein könnte... [quote][b]Nein Selian, alle Religionen glauben aber an das Übernatürliche und gehören somit in die Rechnung hinein. Es ging schließlich um Menschen im allgemeinen die an übernatüliche Phänomene glauben, an welche ist doch egal. Nimm den Islam dazu, wenn du willst noch all die anderen Religionen und dann sieht diese Rechnung auch anders aus: Die Gläubigen sind in der Merheit.[/b][/quote] Also zum einen, ich hatte dich zuerst so verstanden das du gesagt hättest das Christentum würde die Mehrheit stellen...seis drum... Ich verstehe nicht, weshalb du hier alle Religionen zusammenfaßt. Die widersprechen sich doch zu großen teilen alle. Oder ist es egal an was man glaubt, hauptsache man glaubt? Das vor allem das Christentum heute so verbreitet ist, liegt zu großen teilen an der militanten Glaubensverbreitung die man Jahrelang betrieben hat. Heute wo das nicht mehr der Fall ist, wächst die "Gemeinde" der Atheisten beträchtlich. Dazu kommt, das die "Wunder" auch immer weniger werden. Mit jeder neuen Erklärung verschwindet ein Grund an Gott zu glauben, früher oder später wird auch jemand die genaue Funktionsweise von Zellen erklären können. Ich denke es dauert keine hundert Jahre mehr und es gibt mehr Atheisten als Christen aber das ist nur meine persönliche Schätzung. [quote][b]Aus deiner Sicht und in dieser Frage: Natürlich.[/b][/quote] Sollte man nicht immer die Möglichkeit in Betracht ziehen das man auch falsch liegen könnte? [quote][b]Gott ist kein bisschen banal, dass zeigt schon das man viel Sensibilität aufbringen muss, um ihn zu finden. Und ich frage mich ob du auch noch so kernige Sprüche raushaust, wenn du mal wirklich kurz vor deinem Ableben stehst, ich wage das doch stark zu bezweifeln.[/b][/quote] Das hängt von den Umständen meines ablebens ab. Ich hab keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Sterben...das ist was anderes... [quote][b]Ich habe aber in der dritten Person gesprochen und die Störungen bezogen sich auf real psychisch kranke Personen nie auf dich. Siehe oben.[/b][/quote] Egal ob in der dritten Person, wenn du sagst alle Atheisten sind Psychisch angeknackst und ich falle unter diese Gruppe, dann meinst du mich. [quote][b]Ich geh ihr nicht aus dem Weg, ich stell ihr meine Theorie vom charakterlosen Gott entgegen. Gut, da du zu dieser nichts mehr sagen möchtest... [/B][/QUOTE] Ich kann zu deiner Theorie nicht viel sagen, denn wenn es keinen Gott gibt, erübrigt sich die Frage nach seinem Charakter. Allerdings, verstehe ich nicht wieso du für deine Theorie vom Charakterlosen "etwas" den Begriff Gott verwendest!? Übrigens verstehe auch ich nicht wieso es für diese Theorie nötig ist, sich auf die Atheisten zu stürzen, die haben doch damit gar nix zu tun. |
| JimmyVoice | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B]@Jimmy Ich meinte nicht mich, sondern Gott ;) [/B][/QUOTE] ups *g* naja er schmunzelt bestimmt auch ;) |