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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Gedanken über die Zukunft der Menschen, die Besiedlung des Alls und Außerirdische
DistroiaDiese Gedanken schwirren mir schon seit langem im Kopf rum, deshalb musste ich sie jetzt mal "zu Papier bringen".

Ich denke mal, kaum einer hier zweifelt daran, dass es irgendwo "da draußen" auf einem anderen Planeten oder Mond fremdes Leben gibt. Wer daran zweifelt, sollte mal bedenken, dass es allein in unserer Galaxie 100 Milliarden Sterne gibt, wovon schätzungsweise jeder 10 ein Sonnensystem hat (ich glaub es sind sogar 200 Milliarden, aber mit 100 Milliarden lässt sich leichter rechnen). Wenn man von durchschnittlich 10 Planeten pro Sonnensystem ausgeht, kommt man auf 100 Milliarden Planeten in unserer Galaxie. Von denen haben viele mehrere Monde, es gibt wahrscheinlich noch mehr Monde als Planeten und auf den Monden kann sich auch Leben entwickeln. Ich bin aber noch lange nicht fertig. :D Man sollte nicht außer acht lassen, dass es im Universum auch etwa 100 Milliarden Galaxien gibt (komischer Zufall, oder). Somit kommt man also auf 100 Milliarden mal 100 Milliarden Planeten. Oder anders ausgedrückt: 10 Milliarden mal 1 Milliarde oder 10^22 oder 1,5 Milliarden Sterne pro Mensch auf der Erde oder...Ich glaub ihr wisst, was ich sagen will. ;)

Die Bedingungen, damit Leben entstehen kann, müssen natürlich gut sein. Wenn man davon ausgeht, dass Leben nur auf Kohlenstoff- oder vielleicht auch auf Siliziumbasis entstehen kann, muss auf jeden Fall schonmal die Temperatur in einem relativ eng begrenzten Bereich liegen. Andere Elemente sind wahrscheinlich nicht oder fast nicht geeignet, weil die Anzahl der möglichen Moleküle zu gering ist. Also gehen wir mal davon aus, dass die Temperatur zwischen -100°C (ganz grobe Schätzung) und 60°C liegen muss. Also absolut keine ungewöhnlichen Bedingungen für einen Planeten oder Mond. Wasser wäre auch nicht schlecht. Gibt es auch auf sehr vielen Planeten und Monden. Dann gibt es noch ein paar andere Vorraussetzungen, damit Leben entstehen kann, z.B. eine Atmosphäre und noch ein paar andere Dinge. Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, was noch fehlt. Aber wenn man bedenkt, dass es allein in unserem Sonnensystem schon einige "Kandidaten" gibt kann man sich ja schon etwa vorstellen, wieviele es in unsere Galaxie gibt.

Findet ihr es nicht etwas seltsam, dass man scheinbar noch keine Nachricht von intelligentem Leben im All ausfindig machen konnte? OK, man hat ja auch nur bei einem Bruchteil der Sterne gesucht, und selbst da nur in einem begrenzten Frequenzbereich.

Jetzt werfen wir mal einen hypothetischen Blick in die Zukunft der Menschheit. Mit "Zukunft" meine ich nicht, die nächsten 50 Jahre, sondern schon einen etwas längeren Zeitraum, sagen wir mal etwa 1 Millionen Jahre. Im Hinblick auf z.B. das Alter der Sonne ein sehr kurzer Zeitraum, noch nichtmal im Promillebereich. Für die Menschheit ein unglaublich langer Zeitraum. Nehmt mal als Vergleich, wie sich das Leben der Menschen in den letzten 1000 Jahren geändert hat, wobei dieser Zeitraum gerade mal ein tausendstel so lange war! Jetzt stellen wir uns mal vor, wie die Entwicklung in der Zukunft aussehen könnte:

Im Jahr 2003 steigt die Rechenleistung der Computer in riesiger Geschwindigkeit. Das geht so weiter für die nächsten 15 Jahre. Die gestiegene Rechenkapazität ist Grundlage für weitere Entwicklungen, wie künstliche Intelligenz und moderne Antriebstechniken für Raketen. Nachdem die Rechenleistung für die meisten Anwendungsgebiete ausreichend ist, ist die künstliche Intelligenz das nächste große Forschungsgebiet. Es werden Roboter entwickelt, die immer mehr Aufgaben der Menschen übernehen. Was viele Probleme, aber auch viel Gutes mit sich bringt. Insgesamt steigert dadurch die Produktivität sehr stark an. Ganz nebenbei landet im Jahr 2025 der erste Mensch auf dem Mars. Die Kosten für dieses Projekt waren gigantisch, und der Wissenschaftliche nutzen gleich Null. Die Fortschritte im Bereich der KI machen schnelle Fortschritte, was dazu führt, dass viele Menschen nicht mehr arbeiten. Im Jahr 2100 hat fast kein Mensch mehr Arbeit, weil fast jede Arbeit von Maschinen erledigt wird. Um Armut zu vermeiden, führen einige Länder ein neues Wirtschaftssystem ein, bei dem jeder Mensch nicht mehr Steuern zahlen muss, sondern für das Nichtstun Geld bekommt. Es wird eine große Aufgabe der Menschheit, Dieses in die Wirklichkeit umzusetzen. Die Automatisierung fast aller Arbeiten kann das Hungerproblem in der Welt lösen, sobald das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen den Ländern gelöst wird. Nach und nach setzt sich eine Weltregierung durch. Es gibt keinen Hunger mehr, es müssen nur noch ganz wenige Arbeiten von Menschen erledigt werden. Die Menschen flüchten sich in Konsum und sportliche Aktivitäten.
Wir sind jetzt im Jahr 2300. Auf der Erde gibt es praktisch nichts mehr zu tun, alles läuft wunderbar, deshalb sucht man neue Herausforderungen. Übrigens wird es ziemlich eng auf der Erde, kein Wunder, denn durch die Medizinischen Fortschritte ist die Lebenserwartung schon auf weit über 200 Jahre gestiegen. Das ist aber noch kein Problem, denn die meiste Zeit verbringen die Menschen sowieso in einer virtuellen Welt, in einer Art Matrix, die von einer echten Welt kaum noch zu unterscheiden ist. Eine strenge Geburtenregelung tut ihr übriges. Trotzdem sucht man nach neuen Territorien auf denen man sich ausbreiten kann. Es werden Pläne gemacht, den Mars zu terraformieren. Das soll etwa 10000 Jahre dauern. Weil man nicht so lange warten will, schickt man erstmal eine Gruppe von Robotern auf den Mars, die völlig selbstständig eine kleine Stadt auf dem Planeten aufbauen können. Sie landen auf dem Planeten, suchen dort selbstständig nach Rohstoffen, reproduzieren und reparieren sich selbstständig...Nach einigen Jahren können die ersten Menschen in dieser Stadt "einziehen". Die Stadt ist noch von einer Kuppel umgeben solange der Planet nicht terraformiert ist.
Was man auf dem Mars geschafft hat, sollte doch auch auf anderen Planeten funktionieren. Das nächste Sonnensystem ist aber mehrere Lichtjahre entfernt. Durch gigantische Teleskope konnte man schon einige Sonnensysteme entdecken, in denen erdähnliche Planeten existieren. Das Problem ist bloß die riesige Entfernung. Durch neue Antriebstechniken ist man im Jahr 2500 in der Lage mit 10% der Lichtgeschwindigkeit zu fliegen. Es werden Sonden zu etlichen Sonnensystemen in der näheren Umgebung geschickt. Die ersten kommen etwa 100 Jahre später an. Ihr Ziel ist es, diese Planeten zu terraformieren. Die Menschen müssen sich erstmal ein paar tausend Jahre gedulden, bis die in der Lage sind, auf diesen Planeten zu leben. Um Jahr 10000 wird die erste bemannte Mission in ein fremden Sonnensystem gestartet. Die Reise dauert etwa 30 Jahre. In der Zwischenzeit wurden aber schon etliche tausend weitere Planeten terraformiert, so dass einer explosionsartigen Ausbreitung der Menschheit nichts mehr im Weg steht. Eine Geburtenregelung gibt es auf den neu besiedelten Planten nicht mehr. Irgendwann ist man auch in der Lage von den neu besiedelten Planeten Missionen zu starten, um weitere Sonnensysteme zu besiedeln. Um Jahr 20000 gibt es etwa 20 Billionen Menschen (die Zahl sollte man nicht allzu ernst nehmen). Es werden jedes Jahr mehrere neue Planeten besiedelt. Es gibt nichts, was die Menschen davon abhält, sich weiter auszubreiten.
Unsere Galaxie hat einen Durchmesser von 100000 Lichtjahren. Wenn wir mal annehmen, dass wir keine Möglichkeit finden, die Lichtgeschwindigkeit zu überschreiten, würde es vielleicht eine Millionen Jahre dauern, bis wir alle bewohnbaren Sternensysteme in der Galaxie besiedelt haben. Wenn die Menschen dann Recht anspruchsvoll bei der Wahl ihrer Wohnortes sind kann man davon ausgehen, dass im Jahr 1 Millionen (oh man, die Silvesterfeier wird bestimmt alles dagewesene in den Schatten stellen ;) ) etwa 1 Milliarde Planeten in unserem Sonnensystem von Menschen besiedelt sind. Wenn auf den Planeten bzw. Monden durchschnittlich 1 Milliarde Menschen wohnen (die meisten wollen bestimmt einen großen Garten haben) wird es also insgesamt ca. 1 Milliarde mal 1 Milliarde Menschen in unsere Galaxie geben...


So, wir halten also fest: In der lächerlichen Zeit von 1 Millionen Jahren könnte die Menschheit unsere ganze Galaxie besiedelt haben. Wie gesagt, 1 Millionen Jahre sind nicht viel. Jetzt stellt euch mal vor, es gäbe eine andere "Rasse" im unserer Milchstraße, die technologisch einen Vorsprung von 1 Millionen Jahre auf die Menschheit hätte. Was würde das bedeuten? Diese Rasse könnte sich schon in unsere ganzen Galaxie ausgebreitet haben! Es müsste irgendwo auf diesen 100 Milliarden Planeten und noch mehr Monden, nur eine einzige Rasse geben, die der Menschheit um die lächerliche Zeit von 1 Millionen Jahre vorraus ist! Die Wahrscheinlichkeit dazu müsste nach allem, was wir bis jetzt wissen eigentlich sehr sehr hoch sein. Wenn die Wahrscheinlichkeit so hoch ist, warum wissen wir denn dann nichts von denen? Einige vorstellbare Möglichkeiten wären:

-Es gibt wirklich eine Rasse, die schon so weit fortgeschritten ist. Sie wissen natürlich auch von uns, lassen uns aber in Ruhe.

Wäre möglich. Vielleicht beobachten sie uns die ganze Zeit, und interessieren sich dafür, wie sich das Leben auf unserem Planeten entwickelt. Praktisch ein riesiger Wildlife Park. Sobald wir ihnen technoligisch zu große Fortschritte gezeigt haben, könnte es für uns eventuell gefährlich werden. Vielleicht haben sie ja auch nichts gegen eine Coexistenz.

-Die Entwicklung von Leben auf der Erde stellt eine Ausnahme dar. Deshalb sind wir allein in unsere Galaxie, oder es gibt nur sehr wenige andere bewohnte Planeten oder Monde.

Halt ich für sehr unwahrscheinlich. Vielleicht gibt es ja wirklich eine Bedingung zur Entwicklung von Leben, die nur sehr sehr selten zutrifft. Oder es war ein riesiger Zufall, dass sich auf der Erde Leben entwickelt hat. Ich kann mir aber beides nicht vorstellen.

Jetzt bin ich fast bei 10000 Zeichen, bin aber noch nicht ganz fertig. Bitte noch nicht antworten...
Distroia...

-Die Entwicklung von Leben ist nichts ungewöhnliches, aber die Entwicklung einer so intelligenten Lebensform wie des Menschen, die in der Lage ist, den eigenen Planeten zu verlassen, stellt eine Ausnahme dar.

Glaub ich auch nicht wirklich. Wahrscheinlich entstehen auf den meisten bewohnten Planeten oder Monden nur sehr primitive Lebensformen, aber ich glaube nicht, dass sich nicht auf relativ vielen Planeten oder Monden intelligentes Leben entwickeln kann. Wenn die Bedingungen gut sind, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit.

-Die Menschheit hat sich ungewöhnlich schnell entwickelt, und deshalb sind wir allen anderen vorraus.

Bei der Anzahl der bewohnten Sonnensysteme sehr sehr unwahrscheinlich.

-Wir Leben in einer Matrix und da sind keine Außerirdische vorgesehen.

Bitte zum nächsten Punkt!

-Andere intelligente Lebensformen haben gar keine Interesse an der Besiedlung des Alls.

Vielleicht, aber ich glaub schon, dass es auch in ihrer Natur liegt, sich auszubreiten, denn dieser Trieb ist eng verbunden mit dem Selbsterhaltungsstrieb und dem Trieb das eigene Erbgut weiterzugeben.

-Es scheitern irgendwie an den technischen Möglichkeiten. Keine Rasse schafft es, andere Sonnensysteme zu besiedeln.

Glaub ich nicht, wenn sich nicht irgendein fundamentales Problem in den Weg stellt, sollte es möglich sein. Ich kann mir nicht vorstellen, was das für ein Problem sein soll.

-Selbstzerstörung als fester Bestandteil in der Entwicklung intelligenter Lebensformen.

Wäre auch eine Möglichkeit. Wenn man die Entwicklung hier auf der Erde betrachtet, wäre es durchaus möglich, dass uns der technische Fortschritt irgendwann ins verderben stürzt. Ich gehöre aber nicht zu denen, die wegen jedem Reissack der in China umfällt gleich an den Weltuntergang denken. Aber vielleicht gibt es doch irgendetwas, worauf es zwangsläufig hinauslauft, und wodurch sich auch schon andere Rassen selbst vernichtet haben. Möglichkeiten gibt es viele: Kriege mit Massenvernichtungswaffen, Krankheiten (wenn wir gegen alle Krankheiten ein Gegenmittel entwickeln, entsteht vielleicht irgendwann eine Krankheit, die gegen alles immun ist) oder irgendeine bestimmte Erfindung, auf die die technische Entwicklung hinausläuft, wodurch die gesamte Bevölkerung getötet wird.


Was denkt ihr? Habt ihr noch irgendeine andere Erklärung, warum wir nichts von Außerirdischem Leben wissen? Ich hör jetzt erstmal auf, ich hab schon einen ganz trockenen Mund. :rolleyes:
LaChatteNun es gibt ja eigentlich genug Gerüchte von UFOS usw. Da kann ja schon etwas Wahres daran sein...
NiemandslandWenn ich mich recht entsinne, dann gibt es nur zwei Hypothesen:
1. Das Universum ist voller intelligentem Leben
2. Dieses Universum ist nur eines von vielen (parallel und nachzeitlich), nur für uns und sonst gibts gar keinen

Zu 1.:
Wäre schön. Der Grund, warum wir noch nichts gehört haben von den 'Anderen' könnte schlicht und einfach der sein, dass es uns noch nicht so lange gibt. Die Dinosaurier haben schätzungsweise zwanzig Mal so lange auf der Erde gelebt wie wir jetzt. Angesichts der Ausdehnung allein schon unserer Galaxis braucht es auch für die 'Anderen' Zeit, von Stern zu Stern zu hüpfen. Die Besiedlung nur unserer Galaxis mit Generationen-Schiffen bräuchte nicht eine, sondern 20 Millionen Jahre. Der deutsche Astronaut Ulrich Walter ist ein Fan solcher Überlegungen und hat das mal großzügig durchgerechnet. Die 'Anderen' dürften also ebenso lange brauchen.

Uns (die Menschen) gibts aber erst sechs Millionen Jahre. Und so richtig nachdenken tun wir erst seit drei- bis viertausend Jahren vielleicht. Bis wir mal mit 'denen' in Kontakt kommen, können leicht noch mal zehn Millionen Jahre vergehen. Wie wir dann aussehen, denken, handeln, kann ich mir derzeit überhaupt nicht vorstellen. Im Übrigen kann auch eine Menge auf dem Weg dahin schiefgehen und die gsamte Menschheit wird zerbröselt. Klappe.

Zu 2.:
Es gibt da einige Zweifel, ob es viele von Intelligenzen bewohnte Planeten gibt. Eine Menge Faktoren, die zur Entstehung der Erde geführt haben, sind hochgradig unwahrscheinlich. Zudem sind einige der so genannten Konstanten im Universum so haarscharf eingestellt, dass schon eine noch so kleine Änderung jedes Leben unmöglich machen würde. Daraus wird gefolgert, dass unser Universum nur eines in einer endlosen Kette von Universen ist (so eine Art Kettenversuch), die keinerlei Leben oder Sterne oder Planeten enthielten. Unser Universum könnte außer uns völlig leer sein. Was uns aber tatsächlich nicht davon abhalten sollte, mal nachzuschauen und hallo zu sagen. Werden wir aber sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben. Schade eigentlich. Das Leben würde erheblich bunter werden.

Lebe lang und in Frieden
PsychoIch finde wenn man sich mal die größe des Universums betrachtet (auch wenn keiner weiß wie groß es wirklich ist) ist es fast unmöglich das es keine anderen bewohnten Planeten gibt. Nur weil wir (angeblich) noch keine Beweise gefunden haben, heißt das nicht das wir allein im Universum sind.
IceflowerDragonHat eigendlich schon mal jemand darüber nach gedacht das das wichtigst um eine Technologie, einfaches Werkzeug, schriftliche kommunikation etc. zu entwickeln nicht die Intelligenz der Lebensform ist sondern die tatsache das wir [B]Hände[/B] haben?

-Delphine sind zwar warscheinlich intelligenter als Menschen, werden aber nie zum Mond kommen...
AsmodyrianDer Kontakt mit Aliens könnte ein wenig schwierig ausfallen, dazu kenn ich ein ziemlich gutes Beispiel: Stellt euch vor, in einer Pfütze in New York und in einer Pfütze in Berlin gibt es intelligente Mikroben.... Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das die sich treffen ?
Distroia@Niemandsland

zu 1.: 20 Millionen Jahre, hmm, da hab ich mich wohl etwas verschätzt. :rolleyes: Mit sagen wir mal 50% der Lichtgeschwindigkeit bräuchte man 200000 Jahre um einmal quer durch die Galaxie zu fliegen. Also 20 Millionen Jahre scheint mir trotzdem ganz schön viel zu sein, war wohl eine sehr pessimistische Schätzung.

zu 2.: Ich versteh nicht, was das mit den vielen Universen zu tun haben soll. Es geht doch jetzt erstmal nur um unsere, und da speziell um unsere Galaxie. Da sind fast alle Sterne schon mehrere Milliarden Jahre alt. Ob es da noch andere Universen gab, die keine Sterne hervorgebracht haben, spielt doch da keine Rolle.

@IceflowerDragon

Stimmt, die Hände haben eine wichtige Rolle gespielt. Die Intelligent alleine hätte wohl nicht ausgereicht. Aber Delphine intelligenter als Menschen...Also Flipper zählt nicht, den gibt es nur im Fernsehen. ;)

@Dunkler Magier

Wenn man sich jetzt noch vorstellt, dass sich die Mikroben ziemlich schnell über den ganzen Planeten ausbreiten können, sieht die Sache schon ganz anders aus...
AsmodyrianHast ja recht, von mir aus morgen uns die Galaxie ;)... es lag halt an den Zeiträumen, ich bin es nicht gewohnt mit solchen Masstäben zu rechnen. Allerdings seh ich bei der Lichtgeschwindigkeit weniger Probleme. Haltet mich für Utopist, aber es gibt Schließlich Antimaterie, und nachdem was in einer seriösen Wissenschaftszeitung stand reicht bereits eine kleine Menge um den ganzen Planeten in die Luft zu jagen... und jetz stellt euch das als Antriebsenergie vor !
DistroiaDamit könnte man aber trotzdem nicht mit Überlichtgeschwindigkeit reisen. Im Moment sieht es wirklich nicht so aus, als könnte man das Problem irgendwie umgehen. Deshalb bin ich auch einfach mal davon ausgegangen, dass es nicht gelingen wird. Vielleicht wird man es ja trotzdem irgendwann schaffen...
PsychoAber wer hätte vor 400 Jahren gedacht das sich irgendwann Fahrzeuge ohne Pferde fortbewegen können. Oder das der Mensch Maschinen baut um zu fliegen oder zum Mond reist. Warum sollte man also nicht mit Überlichtgeschwindigkeit reisen können, auch wenn es heute noch unmöglich scheint.
AsmodyrianEben, hab ja nicht gesagt das wir gleich 100-fache Lichtgeschwindigkeit schaffen, 75% sind doch schon gut ! Die Probleme liegen ehr im Material... stellt euch ein Staubkorn vor das mit der Geschwindigkeit auf ein Raumschiff knallt ! Ohne Schutzschild - so utopisch das für manche sein mag- gehts halt nich.
DistroiaIch bin so von knapp 50% ausgegangen. Bei einer Beschleunigung von 1G bräuchte man über 1/2 Jahr um diese Geschwindigkeit zu erreichen. Und bremsen muss man auch noch. Wenn man sich nicht gerade einfrieren lässt, ist 1G aber eigentlich schon zuviel.
MenedemosEine sehr interessante, philosophische Frage. Hab ich mir übrigens auch schon öfter gestellt.

Im übrigen kommt es ja gar nicht so darauf an, wie schnell man jetzt durch die Galaxis reisen kann. Irgendwann verlängert sich auch die Lebenserwartung erheblich. Außerdem sendet wohl jede intelligente Zivilisation zumindest Funksignale aus, zumindest [i]die[/i] müßten doch schon bei uns angekommen sein. Sind sie aber nicht, trotz mittlerweile schon jahrzehntelanger SETI-Forschung. Das ist schon äußerst merkwürdig. In der Geschichtswissenschaft würde man da von einem [i]argumentum e silentio[/i] sprechen - also man hört zwar nichts und weiß daher nichts Genaues, aber allein aus dem Schweigen kann man vorsichtige Schlüsse ziehen - daß nichts da ist.

Zu deinen Erklärungen, zwei Sachen muß ich kritisieren:

[quote]
-Wir Leben in einer Matrix und da sind keine Außerirdische vorgesehen.

Bitte zum nächsten Punkt!

-Andere intelligente Lebensformen haben gar keine Interesse an der Besiedlung des Alls.

Vielleicht, aber ich glaub schon, dass es auch in ihrer Natur liegt, sich auszubreiten, denn dieser Trieb ist eng verbunden mit dem Selbsterhaltungsstrieb und dem Trieb das eigene Erbgut weiterzugeben.[/quote]

zu 1. Ich verstehe nicht, daß du die Matrix-Möglichkeit so kategorisch ausschließt.

zu 2. Ich denke, daß hinreichend intelligente Wesen auch Herr über ihre Triebe wären. Warum sollte sie weiterhin den primitiven, angeborenen Ausbreitungstrieb aufrechterhalten, wenn er ihnen logisch nicht sinnvoll erscheint?

Folgende Möglichkeiten halte ich für am Wahrscheinlichsten:

- wir leben tatsächlich in einer wie auch immer gearteten Matrix, in der Außerirdische nicht vorgesehen sind

- Zivilisationen zerstören sich tatsächlich innerhalb weniger Jahrhunderte selbst

- Wesen, die einen bestimmten Bewußtseinsstand erreicht haben, ziehen sich sehr bald in eine "Anderswelt" zurück.

- oder sie betreiben aus irgendwelchen Gründen keinen normalen Funkverkehr, so daß wir nicht zufällig etwas von ihnen aufschnappen können. (Vielleicht sind wir ja bezüglich SETI ein bißchen zu eingebildet - könnten wir wirklich mit unseren technischen Mitteln eine Fernsehsendung empfangen, die auf Alpha Centauri ausgestrahlt wird???)

Eine Erklärung für das Schweigen habe ich also auch nicht, nur Hypothesen.
Die UFO-Sichtungen betrachte ich übrigens mit gehöriger Skepsis. Eine Zivilisation, die so weit fortgeschritten ist, daß sie interstellare Reise machen kann, sollte so professionell sein, sich sicher zu verbergen. Entweder sie wollen sich zu erkennen geben, wenn sie schon hier sind, oder sie wollen das nicht. Und je nachdem werden sie Mittel und Wege haben, das durchzuführen. Alles andere wäre extraterrestrische Stümperei.

(Oder sollten gar immer die "Alien-Deppen" auf weite Reisen geschickt werden, damit man sie auf ihren Heimatplaneten los ist??? :D)
Distroia[QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i]
[B]Eine sehr interessante, philosophische Frage. Hab ich mir übrigens auch schon öfter gestellt.

Im übrigen kommt es ja gar nicht so darauf an, wie schnell man jetzt durch die Galaxis reisen kann. Irgendwann verlängert sich auch die Lebenserwartung erheblich. [/B][/QUOTE]

Klar, die Lebenserwartung verlängert sich, aber man muss ja trotzdem irgendwie dahin kommen. Um die Galaxie zu durchqueren, bräuchte man mit 50% der Lichtgeschwindigkeit immerhin 200000 Jahre. Eine hohe Lebenserwartung führt natürlich zu einer größeren Bevölkerungszahl. Jetzt ist die Frage, ob man so schnell neue Planeten besiedeln kann, wie sich die Bevölkerung ungehindert vermehrt. Wenn man von einer Verdopplung alle 200 Jahre ausgeht, was im Vergleich zu heute ganz schön wenig ist, würde das eine Vermilliardenfachung in 6000 Jahren bedeuten. Da würde eine schnellere Fortbewegung schon sehr viel bringen, sonst bräuchte man wieder eine strenge Geburtenregelung.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i]
[B]Zu deinen Erklärungen, zwei Sachen muß ich kritisieren:



zu 1. Ich verstehe nicht, daß du die Matrix-Möglichkeit so kategorisch ausschließt.

zu 2. Ich denke, daß hinreichend intelligente Wesen auch Herr über ihre Triebe wären. Warum sollte sie weiterhin den primitiven, angeborenen Ausbreitungstrieb aufrechterhalten, wenn er ihnen logisch nicht sinnvoll erscheint?[/B][/QUOTE]

Zu 1.: Ich schließe die Matrix Möglichkeit absolut nicht aus, aber wenn es wirklich so wäre, dann könnte man sowieso alle Überlegungen über den Haufen werfen. Wenn dann nicht gerade jemand kommt um eine eine blaue und eine rote Pille anzubieten, dürfte es auch schwierig sein das herauszufinden, außer wenn wir in den Naturwissenschaften so viele Widersprüche finden würden, dass wir merken würden, dass da irgendetwas nicht stimmt. Hey, einen Moment, haben wir das nicht längst. :D

[QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i]
[B]- Wesen, die einen bestimmten Bewußtseinsstand erreicht haben, ziehen sich sehr bald in eine "Anderswelt" zurück.[/B][/QUOTE]

Ja, vielleicht in eine Virtuelle Welt, ähnlich wie dem Internet, aber scheinbar so real, dass man sie nicht mehr von einer wirklichen Welt unterscheiden kann. Womit wir wieder beim Thema "Matrix" wären. ;) Ich stelle mir da so etwas wie ein riesigen Online Rollenspiel vor. Oder es ist nicht nur eins, sondern es gibt unzählige verschiedene, und jeder kann sich aussuchen, in welchem er "lebt", oder jeder man wechselt dauernd dazwischen, je nachdem worauf man gerade Lust hat. Der Raum, den man dann noch zum Leben bräuchte, wäre minimal. Aber trotzdem wäre irgendwann kein Platz mehr für alle. Was macht man dann?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i]
[B]
- oder sie betreiben aus irgendwelchen Gründen keinen normalen Funkverkehr, so daß wir nicht zufällig etwas von ihnen aufschnappen können. (Vielleicht sind wir ja bezüglich SETI ein bißchen zu eingebildet - könnten wir wirklich mit unseren technischen Mitteln eine Fernsehsendung empfangen, die auf Alpha Centauri ausgestrahlt wird???)[/B][/QUOTE]

Soviel ich weiß, sucht man mit Seti nach bewusst ausgesendeten Signalen. Man hofft also darauf, dass die Außerirdischen selbst auf der Suche nach anderen Lebensformen sind.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i]
[B]Die UFO-Sichtungen betrachte ich übrigens mit gehöriger Skepsis. Eine Zivilisation, die so weit fortgeschritten ist, daß sie interstellare Reise machen kann, sollte so professionell sein, sich sicher zu verbergen. Entweder sie wollen sich zu erkennen geben, wenn sie schon hier sind, oder sie wollen das nicht. Und je nachdem werden sie Mittel und Wege haben, das durchzuführen. Alles andere wäre extraterrestrische Stümperei.[/B][/QUOTE]

Das denke ich auch.
NiemandslandZum Thema schneller als Licht:
Allgemein:
[url]http://www.grc.nasa.gov/WWW/PAO/html/warp/inspinv.htm[/url]

Zu Miguel Alcubierres Warp-Antrieb:
[url]http://www.npl.washington.edu/AV/altvw81.html[/url]
AsmodyrianWenn Ausserirdische Kopntakt mit uns aufnehmen wollen, kann es (wie irgendwo glaub ich schon mal gesagt) durchaus sein das sie das auf eine Weise tun die wir nicht verstehen... dies würde allerdings vorraussetzen das sie Kontakt mit uns WOLLEN und auch können. Wenn unsere kleinen grünen Freunde nun auf dem selben Entwicklungsstand sind wie wir und das am anderen Ende das Alls ist es doch kein Wunder das wir noch gar nichts empfangen haben. Und falls sie weniger entwickelt sind verstehen die so wie so nichts von dem was wir senden.

@Niemandsland Von wann ist den der erste Link ? Dort wird die Transportertechnik ins Reich der Spekualtaionen gestellt und das obwohl Schweizer Physiker es bereits geschafft haben ein Teilchen zu "beamen".
Menedemos[quote]Wenn Ausserirdische Kopntakt mit uns aufnehmen wollen, kann es (wie irgendwo glaub ich schon mal gesagt) durchaus sein das sie das auf eine Weise tun die wir nicht verstehen... [/quote]

Also wenn sie wirklich Kontakt mit uns aufnehmen wollen und nur ein bißchen fortgeschrittener sind als wir, dann wären sie sicher so umsichtig und würden bei ihren Mitteln auf unsere Rückständigkeit Rücksicht nehmen, denke ich.

Wenn sich ein Erwachsener mit einem Kleinkind unterhält, benutzt er ja auch nicht lauter komplizierte Fremdwörter und schwierige Satzkonstruktionen, sondern nimmt auf die Bedürfnisse des Kindes Rücksicht und drückt sich so aus, daß er auch verstanden werden kann.

@ distroia

Mit "Anderswelt" habe ich übrigens u.a. die Möglichkeit eines religiösen Refugiums ansprechen wollen...
AsmodyrianHmm, da hat Menedemos Recht... ich versuche mich gerade in die Situation hinein zu versetzen, du hast ein fortgeschrittenes Raumschiff (von mir aus mit Schutzschilden und irgendwelchen Energiewaffen etc.) und triffst auf ein Volk was sehr weit rückständig im Vergleich zu dir ist. Nimmst du Kontakt auf ? Ich würde sagen das ist jetzt wieder eine Charakterfrage, denn so ein unerwarteter Kontakt kann ungeahnte Folgen haben, vielleicht wartet ja jemand da draussen audf einen Moment in dem sich die Menscheit nicht nur technologisch sondern auch geistig weiterentwickelt hat (siehe Expansionstrieb).
Feind_im_InnernIch halte diese Rosa Blümchen Welt von Star Trek auch für sehr naiv. Sehe das da eher so, wie bei meinem Hobby, Warhammer 40.000, in den unendlichen Weiten zwischen den Sternen gibt es keinen Frieden.
Warum?
Schauen wir uns doch mal unseren Planeten an, die Menschheit. Wir schaffen es noch nicht mal unter uns Friedlich zu leben. Wir hauen uns die Köpfe ein, wegen einer anderen Religion, einer anderen Überzeugung, zur maximirung des Gewinns,......nun betrachten wir uns mal das Universum, auf wievielen Planeten leben möglich währe, und dann noch ein Außerirdisches Volk, nicht nur andere Kultur, nein auch andere Rasse. Ich halte es für sehr naiv davon auszugehen, das wir da gemeinsam auf der Brücke eines Raumschiffes stehen und friedlich nebeneinander herleben werden. Nein, wir werden uns erbarmungslos bekriegen um die paar öden Felsbrocken die durch das All driften. Vielleicht werden wir mit ein oder zwei Völkern eine Art Allianz eingehen, aber auch nur solange die Ziele identisch sind. ZB. (Warhammer 40.000) eine Tyraniden Invasion in ein Sonnensystem. Die Völker die dieses Sonnensystem bevölkern werden sich verbünden um gemeinsam die Bedrohung durch die Bugs(Tyraniden=Riesen Insektenschwärme die die Distanz zwischen den Sternen überwinden und wie Heuschrecken über Planeten herfallen, ähnlich Star Ship Troopers) zu bekämpfen. Wenn die Tyraniden aber zurückgeschlagen sind, dann werden sich die Völker wieder voneinander entfernen, weil jeder für den Fortbestand seiner eigenen Rasse kämpft.

Zu der überwindung der Distanz zwischen den Sternen denke ich mal, man macht das nicht wie eine Autofahrt, also ich reise von Punkt A zu Punkt B indem ich die Strecke überwinde. Ich denke es wird so laufen, das man irgendwann eine Technologie entwickelt, mit der man die möglichkeit hat Raum und Zeit zu krümmen, wenn ich das kann, dann kann ich den Raum solange krümmen-um mich wickeln- bis Punkt B neben mir ist, dann mache ich nur noch einen Schritt zur Seite und habe diese Gewaltige Strecke in einem Wimpernschalg überwunden, ohne EInstein zu widerlegen. Denn laut Einstein ist ja nur das fliegen, reisen, mit Lichtgeschwindigkeit unmöglich. Je schneller man unterwegs ist, desto mehr Energie muß man aufwenden um sich weiterzubeschleunigen, bis zur Lichtgeschwindigkeit, wo ich eine unendliche Energie Menge aufwenden muß um meine Geschwindigkeit weiter zu erhöhen.
Oder es läuft, wieder wie bei Warhammer 40.000 mit Warpsprüngen. Also wir entdecken eine Parallel DImension, und nutzen diese, wir treten an der einen Stelle ein und kommen an einer anderen wieder raus. Bräuchten dafür aber eine Art Leuchtfeuer in unserer Dimension an dem man sich orientieren kann. Bei W40K ist dies das sogenannte Astronomicon, auf dem Heiligen Terra(Terra=Ursprungsplanet der Menschheit und Zentrum des menschlichen Imperiums), dort sitzen hunderte Psioniker auf einem Haufen und erzeugen durch die Bündelung ihrer Kräfte(die sogenannte Seelenbindung) ein Psionishces Leuchtfeuer im Warp, an dem sich die sogenannten "Navigatoren", psioniker an Bord aller Imperialen Schiffe, im Warp orientieren. Schwachstelle: Würde dieses Astronomicon ausfallen, würde die gesamte Imperiale Flotte im Warp verloren gehen.

Naja, ist halt alle Sci Fi, meine Welt.

Hasta la victoria siempre!

Euer Feind
Asmodyrian[QUOTE][i]Original geschrieben von Feind_im_Innern [/i]
[B]Wir hauen uns die Köpfe ein, wegen einer anderen Religion, einer anderen Überzeugung, zur maximirung des Gewinns,.....[B][/QUOTE]

Ich denke mal das der Schreiber des Thread der Menschheit mit bedacht einige 1000 Jahre Zeit gegeben hat bevor der wirkliche Aufbruch ins All beginnt. mE gibts nach den paar Tausend jahren 2 Möglichkeiten: Entweder haben uns geistig (endlich) weiterentwickelt oder wir sind alle schon lange vernichtet.
SelianIrgendwie hab ich das Gefühl die meisten hier gehen davon aus auf einem anderen Planeten Menschen zu finden. Damit meine ich das ständig unterstellt wird das mögliche Ausserirdische ähnlich denken und handeln wie wir Menschen. Davon abgesehen spielt ja auch die körperliche Entwicklung eine Rolle, das hatte @Iceflower schon richtig gesagt. Keine Arme keine Kekse, ist einfach so.

Halten wir uns einfach mal vor Augen welche Bedingungen erfüllt sein müßten, damit wir auf einem anderen Planeten mal intelligentes, fortschrittliches Leben finden.

[list][*]Es müßte ein Sonnensystem existieren das Leben auf einem Planeten ermöglicht.
[*]Im Sonnensystem müßte es wiederum einen Planeten geben auf dem sich Leben entwickeln kann.
[*]Nun müßte sich auf dem Planeten Leben entwickeln (ist auch nicht selbstverständlich).
[*]Aus dem Leben müßte sich wenigstens eine intelligente Lebensform entwickeln.
[*]Die intelligente Lebensform müßte nicht nur intelligent, sondern auch Kreativ sein.
[*]Nun müßte die intelligente, Kreative Lebensform körperliche Vorraussetzungen besitzen, die es ermöglichen technischen Fortschritt vorranzutreiben.
[*]Dann müßte sich der technische Fortschritt natürlich in eine sehr ähnliche Richtung bewegen, wie bei den Menschen (Kommunikationsmittel, Flugobjekte usw).
[*]Außerdem müßte die Denkweise wohl auch netsprechend der des Menschen sein, damit die Aliens Botschaften ins All verschicken.
[*]Die Menschheit müßte es schaffen, entsprechend lange Raumreisen zu vollziehen was sicherlich noch sehr lange dauern wird, ohne sich vorher selber ausgelöscht zu haben.[/list]

Alles in allem sind das eine Menge Zufälle die zusammentreffen müßten, damit wir Kontakt mit intelligenten Aliens bekommen.
Für meinen Geschmack einfach ZU viele. Sicherlich läßt sich die Liste der Bedingungen noch erweitern, jede weitere Bedingung minimiert aber die Wahrscheinlichkeit.

Man sollte nicht davon ausgehen, das wenn die Menschheit irgendwann mal auf einem fernen Planeten leben findet, es direkt beim ersten Treffer intelligentes Leben ist. Vielleicht sind es Ameisenbären und entsprechende Kriechtiere... :D
Niemandsland@Magier
Tja, die NASA ist auch nicht mehr das was sie mal war. Die Seite ist einfach schlecht gepflegt.

Das mit dem "beamen" stimmt. Allerdings waren es Photonen, also Lichtteilchen, mit denen die Schweizer experimentiert haben. Und richtig "gebeamt" im Star trek-Stil haben sie nicht. Sie sind hingegangen und haben zwei Photonen auf Quantenebene miteinander verschränkt. Damit wurden die Photonen zu einem 100 Prozent identischen Zwillingspaar. Jedes hat genau die gleiche Information wie das andere, reagiert gleichzeitig und zwar instantan, das heißt ohne Zeitverzögerung über jede beliebige Entfernung hinweg. Warum das so ist, kann bislang keiner erklären. Dann haben die Schweizer eines der Photonen vernichtet, das übrigbleibende war dann eine genaue Kopie des ersten Photons.

Das hieße allerdings, dass Du als Du selbst in eine Vorrichtung trittst, die viele Lichtjahre entfernt einen absolut identischen Zwilling anfertigt. Daraufhin wird das Original, eben Du selbst, vernichtet und die Kopie übernimmt Dein Leben am anderen Ort.

Ehrlich gesagt, das finde ich gruselig...
MenedemosIch glaube nicht an einen Krieg der Sterne.

Denn mit fortschreitender Weisheit werden sich die Lebensformen, egal von welchen Eck des Universums sie stammen und egal welches äußere Aussehen sie zunächst haben mögen, und egal, ob sie zueinander Kontakt haben oder nicht - immer ähnlicher. Denn sie werden unabhängig voneinander zu denselben Schlüssen kommen, dieselben Erkenntnisse haben, insbesondere, was Fragen nach dem Sinn der Existenz betrifft. Warum sollten aber Wesen, die sich in allem gleich sind und sich dieser Gleichheit auch bewußt sind und einsgeworden sind mit dem Universum und seinen tiefsten Fragen gegeneinander noch kämpfen?
Andererseits ist diese Gleichheit auch beunruhigend, weil langweilig. Jedes sichere Wissen zerstört die Phantasie, die Träume und absolutes Wissen bedeutet absolute Traumlosigkeit. Wenn jede Frage eine eindeutige Antwort hat und man diese Antwort kennt, bleibt kein Spielraum für ein erstrebenswertes Leben. Wesen, die alle Antworten kennen oder auch nur fast alle Antworten sind eigentlich zu bedauern.
Ich glaube, sie würden sich Wesen schaffen, die nicht ganz so perfekt sind und in deren Bewußtsein und in deren Unerfahrenheit sie in ihrer Not schlüpfen könnten, wenn sie es in ihrem traumlosen Himmel nicht mehr aushalten...

Ungefähr dasselbe also, was man Gott nachsagt beabsichtigt zu haben, als er den Menschen schuf...
Asmodyrian@Niemandsland Ja, das ist mir auch bekannt, aber ich sehe darin wenigstens einen Anfang. Über den Zusammenhang zwischen Geist, Materie und den Kopien ließe sich schon wieder extra philosophieren ;) .

Aber eigentlich brauchen wir uns ja gar nicht darüber den Kopf zerbrechen was sein KÖNNTE, wieso versuchen wir denn nicht erstmal heraus zu finden was machbar ist ?
LaChatteIch glaube, dass schon Ausserirdische hier sind...

Von den vielen tausend UFO-Berichten, die existieren, gibt es bestimmt einige darunter, die reale Begegnungen mit menschenähnlichen Ausserirdischen beschreben. Und einem fortgeschrittenen Ausserirdischen dürfte es auch nicht schwer fallen, als Erdling verkleidet seine Studien unauffällig durchzuführen.

Ich glaube nicht, dass so fortgeschrittene Zivilisationen kriegerisch sind. Denn jede dieser Zivilisationen geht durch ein ähnliches Stadium wie wir mit unseren Atombomben, wo auf unserem Planeten ein enormes Vernichtungspotential vorhanden ist. Entweder lernen die Leute, damit zu leben, und eine Lösung zu finden, die für alle OK ist, oder sonst wird eines Tages ein Terrorist ein paar Atomsprengköpfe zünden, und die Menschheit wäre nicht mehr da... Diese Phase steht uns auf der Erde noch bevor, aber wir werden sie erst bewältigt haben, wenn wir ein "planetarisches Bewusstsein", im Gegensatz zum heutigen nationalstaatlichen Bewusstsein entwickelt haben werden. Und dieses Bewusstsein wird notwendigerweise von einer Gleichheit aller Rassen ausgehen. Und dann wird es auch nicht schwierig sein, nicht-Erdlinge zu integrieren.

Dann gibt es noch die Theorie, dass sie da sind, aber einfach in einer höheren Dimension, auf 4 D oder 5 D oder noch höher, und wir sie im Moment nicht sehen können. Und dass sie deshalb uns auch gar nicht ähnlich sein müssen, sondern eine ganz andere Struktur haben könnten, die uns unvorstellbar ist. Und dass wir Menschen uns auch früher oder später in den höheren Dimensionen bewegen werden, wo Raum und Zeit eine ganz andere Bedeutung haben, wenn sie denn noch existieren.

Und dann ist es gar nicht so einfach, intelligentes Leben zu erkennen: die NASA hatte (schon ein paar Jahre her, sie habens hoffentlich unterdessen verbessert) einen Kriterienkatalog ausgearbeitet, an dem man einem Planeten erkennen kann, ob er menschenähnliches intelligentes Leben besitzt. Sie haben diesen Katalog dann probehalber auf die Erde angewandt, und das Resultat war: Auf der Erde gibt es kein intelligentes Leben!!

(ist das nun frustrierend oder einfach Selbsterkenntnis?)
Niemandsland@Magier
Ich glaube, die Schweizer wollen die Nummer als nächstes mit Protonen durchziehen. Dann wirds interessant.

@LaChatte
Ich bin nicht der Ansicht, dass Außerirdische sich hier die Klinke in die Hand geben. Die Entfernungen und die benötigten Energien zu ihrer Überwindungen sind so gigantisch, dass man das nicht als Spritztour macht. Das ist ein Projekt, das nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn eine ganze Zivilisation zusammenarbeitet.

Dann allerdings hättest Du Recht. Die wären keinesfalls mehr feindselig, sondern einfach auf der Suche nach Geselligkeit. So was hinterlässt Spuren im kollektiven Sozialverhalten. Die Phase der Klopperei haben die eindeutig hinter sich.

Aber zwischen denen und uns steht leider die Grenze der Lichtgeschwindigkeit, die höchstwahrscheinlich eine absolute ist. Mit Fliegen schneller als Licht wird möglicherweise nie was sein. Einen Ausweg bieten zwar Wurmlöcher und Warp-Antriebe (Raumfaltung). Dazu allerdings sind nach derzeitigem Kenntnisstand Energien notwendig, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen.

Ich schätze, wenn "Sie" kommen, dann wird das eher so ablaufen wie in der US-Fernsehserie "Alien Nation". Ein Generationen-Schiff und das langsame Verschmelzen zweier Zivilisationen. Wäre schön, schön spannend und schön, zu wissen, dass wir nicht allein sind.

Was den Kriterienkatalog der NASA angeht: Das war wohl ein klarer Fall von Selbsterkenntnis:D

Lebe lang und in Frieden
PsychoImmer wieder ist von der Grenze Lichtgeschwindigkeit die Rede. Woher soll man sicher sein das Lichtgeschwindigkeit die Grenze ist? Es wäre nicht das erste mal, dass sich die wissenschaft im Nachhinein korrigieren müsste. Grenzen sind schwer zu beweisen, man kann höchstens vermuten. Man kann leichter Beweisen das etwas KEINE Grenze ist als andersrum. Nur weil wir es noch nicht geschafft haben diese "Grenze" zu überwinden heißt es noch lange nicht das es nicht möglich ist.
Menedemos@ LaChatte

Anknüpfend an die Frage, ob sie schon hier sind und an meine Ausführungen, daß sie allwissend geworden sind:

Ich glaube, sie beneiden die Menschen. Alles zu wissen (oder auch nur vieles zu wissen) ist ein ziemlicher Fluch, es zerstört die Fähigkeit zu träumen und sich Illusionen zu machen und sich in seiner Phantasie sich Welten zu erdenken...

Sehnsüchtig werden sie auf die Menschen herabblicken, die noch Freiraum haben in ihrer Phantasie und die das Universum mit staunenden Kinderaugen betrachten. Und traurig werden sie wahrnehmen, daß auch die Menschen drauf und dran sind, sich ihrer größten Vorzüge zu begeben. Sie selbst sind auf dem Weg schon weit fortgeschritten. Früher war der Mond ein romantischer Himmelskörper, mit dem jetzigen Wissen ist er nur noch eine tote, staubige, öde Welt. Vielleicht versteht ihr, was ich meine. Aber ein bißchen Freiraum haben die Menschen noch.

Und vielleicht verwandeln sie einige der ihren zeitweilig in Menschengestalt und lassen sie vergessen, wo sie herkommen, damit sie für eine Weile unter den Menschen wandeln und wieder Träume haben können.
Vorher müssen sie - nein, [i]dürfen sie[/i]- aus der Lethe-Quelle trinken, der Quelle des Vergessens, wie die Alten sagten, daß sie sich ihrer wahren Herkunft und ihres abgrundtiefen Wissens für eine Weile nicht mehr erinnern.

Das Wasser der Lethe-Quelle, der köstlichste Trank des Universums...

So wandelt wohl mancher, der starborn ist, durch die Welt und weiß nichts.

Aber manche von ihnen erahnten die Wahrheit, waren drauf und dran, zu viel zu verraten, dann wurden sie heimgeholt...
LaChatte@menedemos

oh, das war sehr schön und poetisch gesagt!:)
Asmodyrian@Niemandsland Jo,....mal sehen was nach den Protonen drankommt ;)


Das erinnert mich an "Zurück zum Start" von welle Erdball.... alles geht wieder von vorn los,... obwohl ich mal stark bezweifle das wir wirklich ALLES erfahren können womit wir - also die Menschheit - wieder was zu tun hat. Die letzte ultimative wirkliche Grenze ist mE der Tod... oder glaubt ihr das man jemanden mit eineer Maschine umbringt und ihn dann reanimiert nur um dieses Phänomen zu erforschen ?
Distroiazum Thema verschränkte Photonen und Überlichtgeschwindigkeit:

Es gab ja schon seit längerem ähnliche Versuche bei denen scheinbar Informationen zwischen Photonen mit Überlichtgeschwindigkeit übertragen wurden. Dabei wurde ein Photon in ein Zwillingsphotonenpaar aufgeteilt. In Wirklichkeit scheint es aber so zu sein, dass nicht Informationen zwischen den Photonen ausgetauscht werden. Das liegt daran, dass sich in der Quantenphysik mehrere parallel existierende Wirklichkeiten überschneiden können. Alleine durch unsere Beobachtung, oder genauer gesagt, durch unsere Möglichkeit der Beobachtung (es reicht, wenn man den Photonen "androht" sie zu beobachten), kann sich ein Photon oder ein Photonenpaar für eine der beiden Wirklichkeiten unterscheiden. Die Möglichkeit unserer Beobachtung kann ausschlaggebend sein, ob sich ein Photon als Welle oder als Teilchen verhält. Dadurch hat, obwohl das oft behauptet wird, keine Informationsübertragung mit Lichtgeschwindigkeit stattgefunden. Das sollte übrigens auch mit Protonen funktionieren, denn die haben ja auch sowohl Wellen- als auch Teilcheneigenschaften. Klingt vielleicht alles etwas verwirrend. Wenn es euch interessiert, kann ich es ja nochmal etwas genauer erklären, oder einen Link zu dem Thema suchen.

Es gab auch Versuche bei denen ein Photon in ein Photonenpaar aufgeteilt wurde, wobei beide eine Gleichlange Strecke zurücklegen, und anschließend wieder miteinander Interferieren. Wenn eines der Photonen durch eine Wand mit einer bestimmten Dicke tunneln muss, stellt man an dem Interferenzmuster fest, dass dieses scheinbar schneller am Ziel angekommen ist, obwohl es eine gleichlange Strecke zurücklegt. Es hat sich also anscheinend mit Überlichtgeschwindigkeit durch die Wand bewegt (denn das andere Photon hat sich ja schon mit Lichtgeschwindigkeit bewegt). In Wirklichkeit hat man es aber noch nie geschafft, ein Photon "auf frischer Tat" dabei zu ertappen sich mit Überlichtgeschwindigkeit zu bewegen. Man hat nur durch eine Beobachtung eines Interferenzmusters im Nachhinein den Schluss gezogen, dass sich das Photon mit Überlichtgeschwindigkeit bewegt haben müsste. Auch hier spielt die Welleneigenschaft des Photons und seine Unschärfe als Quantenobjekt eine Rolle.

Quantenobjekte machen viele verrückte Dinge, wobei man bei der Deutung immer sehr vorsichtig sein muss...
AsmodyrianOh Gott,... ich hätte in Physik besser aufpassen sollen... alles ziemlich kompliziert..., ich hab einfach mal genug Vertrauen in die Menschheit und hoffe das sie aus dem ganzen neuen Kram das beste macht.
Distroia[QUOTE][i]Original geschrieben von DunklerMagier [/i]
[B]Die letzte ultimative wirkliche Grenze ist mE der Tod... oder glaubt ihr das man jemanden mit eineer Maschine umbringt und ihn dann reanimiert nur um dieses Phänomen zu erforschen ? [/B][/QUOTE]

Glaub ich eher nicht. Wenn man davon ausgeht, dass nach dem Tod weiterhin ein Bewusstsein weiterbesteht, muss dieses vom Gehirn, abgekoppelt sein. Schließlich funktioniert das Gehirn nach dem Tod ja nicht mehr. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich da Erfahrungen, die man während der Zeit des Todes gemacht haben, sich dann irgendwie auf das Gehirn auswirken, das während dieser Zeit ja nicht in Benutzung war.

Vielleicht gibt es auch ein Leben nach dem Tod, das so abstrakt zur erklären ist, dass man mit der bekannten und bei anderen Dingen angewendeten Methoden gar nicht weiterkommt. Wer weiß, ob unsere Logik und unsere Sicht der Dinge da überhaupt noch angebracht ist? Für so etwas gibt es in der Physik schon genügend Beispiele, wer weiß ob es bei Fragen über das Leben nach dem Tod nicht noch viel abstruser wird...
DistroiaIch hab ja auch nicht gesagt, dass eine Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit stattfindet. Oder hab ich dich da falsch verstanden? Die spezielle RT konnte bis jetzt wirklich noch nicht widerlegt werden.

Kann sein, dass ich falsch liege, aber ich glaub bei einem Warp Antrieb soll eine riesige Gravitation und somit eine Raumkrümmung erzeugt werden, wodurch sie die Strecke die zurückgelegt werden soll, verkürzt wird.

Dass Gravitiation eine Raumkrümmung bedeutet, steht ja in der ART. Aber man ist sich auch noch nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist, somit den Weg zu verkürzen. Selbst wenn, wie sollte man so ein gigantisches Gravitationsfeld erzeugen. Ich hab mal gehört, dazu wäre ein vielfaches der Masse der Sonne auf einem Raumschiff nötig. Und wie sollte man die Passagiere vor dieser Gravitation schützen?

Mit den Wurm Löchern könnte es vielleicht funktionieren, aber man weiß ja nichtmal, ob es überhaupt rein theoretisch möglich ist.

Dann bleibt noch die Möglichkeit ein spezielles Bezugssystem zu finden in dem die Grenze mit der Lichtgeschwindigkeit nicht gilt. Dadurch wäre die SRT widerlegt.

Vielleicht finden irgendwelche Wissenschaftler ja wirklich irgendwann eine Möglichkeit, aber verlassen würde ich mich darauf nicht.
NiemandslandHi Distroisa et al.
hier ein guter Erklärungslink zum Warp-Antrieb von Miguel Alcubierre: [url]http://www.npl.washington.edu/AV/altvw81.html[/url]
und hier seine Homepage:
[url]http://www.astro.cf.ac.uk/pub/Miguel.Alcubierre/[/url]

Der Typ ist Mitglied der General Relativity Group an der University of Wales. Kein Spinner, so steht zu vermuten.

Sein Warp-Antrieb arbeitet mit einer Materie mit negativer Energiedichte (Quantenphänomen:D ). Das erzeugte Energiefeld vernichtet die Raum-Zeit vor dem Schiff und erzeugt hinter dem Schiff neue Raumzeit. Die Fortbewegung wäre dann mit einer Rolltreppe zu vergleichen.

Das Konzept verletzt offenbar an keiner Stelle die RT, das räumen auch die Fachleute ein. Die Massenbeschleunigung im Feld selbst ist null, keine Zeitdilatation, keine Massenzunahme. Die Geschwindigkeit, mit der der Raum sozusagen verschoben wird, ist beliebig also auch schneller als Licht.

Zwei kleine Probleme gibt es aber:
1. Woher negative Energie nehmen? Und vor allem in Mengen, die vielen Sonnenmassen entspräche.
2. Ein derart bewegtes Objekt würde eine enorme Gravitationsschockwelle verursachen.

Allerdings ist Alcubierres Theorie die beste, die es für Warp-Antrieb derzeit gibt. Auf seiner Homepage gibts alles sicher ganz genau. Habe aber keine Möglichkeit Postscript-Dateien zu öffnen. Schade.
DistroiaTHX für die Links. Ich hab mir den ersten Text mal durchgelesen. Eigentlich gar nicht so dumm, wenn man den Raum nicht so schnell durchqueren kann, dann vernichtet man ihn einfach. ;)
Negative Energiedichte? Oh man, was es alles gibt/geben soll! ;)

Was heißt denn eigentlich Distroisa et al?


@Menedemos

Wie kannst du dir so sicher sein, dass man mit der Wissenschaft wirklich alles erklären kann? Ich denke es werden immer irgendwelche philisophischen Frage übrigbleiben. Außerdem müssen uns neue Erkenntnisse nicht zwangsläufig dazu veranlassen alles rational zu sehen. Der Mond ist immer noch ein romantischer Himmelskörper. Das ändert sich auch nicht dadurch, dass wir inzwischen da waren und wissen, dass er nur ein riesiger Steinklumpen ist. Ich schaue immer noch gerne Nachts zu den Sternen hinauf, obwohl ich weiß, dass sie "nur" riesige heiße Bälle sind.
Niemandsland@Distroia
uups, sorry, kleiner Tippfehler. Sollte natürlich heißen @Distroia et (und) al. (aliter=andere).
NiemandslandNachtrag...
Jau, so wie ich es verstanden habe lässt die Quantenphysik sehr wohl negative Energiedichte zu. Sie sagt offenbar auch, dass selbst im absoluten Vakuum, also in Abwesenheit jeder Strahlung oder Materie quasi aus dem Nichts heraus gewaltige Energien auftreten können. Wenn ich mich recht entsinne, hat das was mit Vakuumenergie zu tun. Oh je, ich glaub, ich geh morgen mal auf Raubzug durch den Buchladen, das ist echt spannend...
Distroia@Mededemos

Achja, ich hatte vergessen zu fragen. Was meinst du mit diesem religiösen Refugium? Darunter kann ich mir nichts vorstellen.

@Niemandsland

Ich dachte schon das Wort Distroisa gibt es wirklich. ;)

Es haben ja auch schon Leute behauptet, dass aus dieser Vakuumenergie das Universum entstanden sein soll. Das stell ich mir aber schwierig vor, wenn es noch keinen Raum gab. Vakuum ohne Raum? Wie soll das denn gehen?

Der Energieerhaltungssatz kann auf Quanteneben scheinbar tatsächlich verletzt werden. Aber nur auf sehr kleinem Raum und für sehr kurze Zeit.

Ich glaub wir kommen vom Thema ab. :rolleyes:
NiemandslandNee, nicht so ganz. Diese Fragen sind eng mit der Kosmologie verknüpft. Verrückterweise, so eine neuere Theorie, könnte es so weitergehen, wenn alles zu Ende ist. Wenn die Inflationären unter den theoretischen Physikern Recht behalten, dann wird genau das in etwa zehn hoch 100 Jahren geschehen. Bis dahin ist alles an Energie verstrahlt und vor allem auch alle Materie zerfallen. Auch Protonen, so heißt es, hätten nur eine begrenzte Lebensdauer. Das Universum wäre zu diesem Zeitpunkt völlig leer, keine Materie, keine Energie, keine Temperatur (null Kelvin), kalt und absolut tot. Und in genau dem Augenblick, so die Theorie, könnte sich eine Blase aus plötzlich auftretender Energie abschnüren und in einem neuen Urknall ein neues Universum erzeugen. Klingt irre, ist schon richtig...
LaChatteIch habe mich als interessierte Laiin ein bisschen ins Thema eingelesen und war vor allem von der Idee des mehrdimensionalen Raums fasziniert, den es ja geben muss, falls die Stringtheorie stimmt. Und die Stringtheorie scheint ja im Moment der vielversprechendste Ansatz zu sein. Sie funktioniert allerdings nur, wenn man davon ausgeht, dass es zehn und/oder (??) sechsundzwanzig Dimensionen gibt. Vielleicht auch noch viel mehr.

Diese Dimensionen seien allerdings sehr klein und irgendwie in die Materie "eingerollt". Aber ich nehme an, dass man bei weiterer Forschung sich diese Dimensionen auch praktisch zunutze machen kann, und da die Naturgesetze wohl in dem höherdimensionalen Raum anders funktionieren als in unserem drei/vierdimensionalen Raum, kann man da noch einige Überraschungen erwarten.

Wenn da jemand noch mehr darüber weiss, bitte melden! Ich hab wirklich keine ausgeprägten Fachkenntnisse, träume aber gerne ein bisschen...

Liebe Grüsse an alle!
Menedemos[quote]@Mededemos

Achja, ich hatte vergessen zu fragen. Was meinst du mit diesem religiösen Refugium? Darunter kann ich mir nichts vorstellen.[/quote]

Ich glaube, da kann sich keiner etwas genauer darunter vorstellen, ich auch nicht.
Vielleicht eine Verschmelzung mit Gott, oder sich selbst zu einem Gottwesen zu machen, selber neue Universen zu erschaffen...

[quote]Wenn da jemand noch mehr darüber weiss, bitte melden! Ich hab wirklich keine ausgeprägten Fachkenntnisse, träume aber gerne ein bisschen...[/quote]

Diesem Wunsch kann ich mich nur anschließen...
Niemandsland@LaChatte
eine kurze Einführung zu Superstrings, M-Theorie, Quantenphysik und dem ganzen Rest findest Du hier:
[url]http://www.superstring-theory.com/DeutscheVersion.html[/url]

Lieben Gruß
lizardich habe zwar nicht alles verstanden, aber die quelle ist dennoch sehr interessant. vor allem die relativitätstheorie und die quantentheorie, also "der ursprung allen übels" werden sehr gut erklärt... oder glaube ich das nur, weil ich sie schon vorher kannte? naja, whatever...
lizard[QUOTE][i]Original geschrieben von Niemandsland [/i]
[B]Nachtrag...
Jau, so wie ich es verstanden habe lässt die Quantenphysik sehr wohl negative Energiedichte zu. Sie sagt offenbar auch, dass selbst im absoluten Vakuum, also in Abwesenheit jeder Strahlung oder Materie quasi aus dem Nichts heraus gewaltige Energien auftreten können. Wenn ich mich recht entsinne, hat das was mit Vakuumenergie zu tun. Oh je, ich glaub, ich geh morgen mal auf Raubzug durch den Buchladen, das ist echt spannend... [/B][/QUOTE]

ja, das hat auch hawking in "universum in der nussschale" geschrieben. es scheint so, dass (gemäß der unschärferelation?) auch im vakuum für kurze zeit sowohl positive, als auch negative energieteilchen entstehen und wieder verschwinden können. er hat sogar beschrieben, dass aufgrund dieses phänomens schwarze löcher mit der zeit "verdampfen", da gerade außerhalb des ereignishorizonts energien entstehen und teilchen von innerhalb des horizonts irgendwie "mitziehen" oder irgendwie so ähnlich, habe ich vergessen ;)
jedenfalls wurde dieses phänomen laut hawking auch schon nachgewiesen, da man eine minimale vom schwarzen loch ausgehende strahlung messen konnte (1-2 K oder so). offensichtlich "schwitzen" schwarze löcher und "verdampfen" so mit der zeit...

edit: ich habe gerade mit mienem vater gesprochen und er hat mir einen interessanten gedanken zur überlichtgeschwindigkeit verraten:
wenn man die erde als bezugspunkt nimmt, um den sich ds universum herumbewegt, dann rasen die weit entfernten himmelskörper ja mit ungeheuerer geschwindigkeit um uns herum! die lichtgeschwindigkeit wäre dagegen ja nur ein alter trabbi :D
und das beste ist, ich habe noch immer nicht verstanden, wo da der denkfehler ist, denn irgendwie kann es ja nicht stimmen ;)
Distroia[QUOTE][i]Original geschrieben von lizard [/i]
[B]
edit: ich habe gerade mit mienem vater gesprochen und er hat mir einen interessanten gedanken zur überlichtgeschwindigkeit verraten:
wenn man die erde als bezugspunkt nimmt, um den sich ds universum herumbewegt, dann rasen die weit entfernten himmelskörper ja mit ungeheuerer geschwindigkeit um uns herum! die lichtgeschwindigkeit wäre dagegen ja nur ein alter trabbi :D
und das beste ist, ich habe noch immer nicht verstanden, wo da der denkfehler ist, denn irgendwie kann es ja nicht stimmen ;) [/B][/QUOTE]

Äh, wieso sollen die denn um uns herumrasen? Sie bewegen sich zum allergrößten Teil von uns weg. OK, unsere Milchstraße dreht sich, aber das macht nicht viel aus.

Vielleicht hat er auch gemeint, dass durch die Expansion des Universums neuer Raum entsteht, wodurch es möglich ist, dass einige Gegenden des Universums tatsächlich so weit von uns entfernt sind, dass sie außerhalb unsere Horizonts liegen, weil das Licht dann vor dem Urknall zu uns hätte gesendet werden müssen. Ist eigentlich das selbe Prinzip wie bei dem Warp Antrieb von von Miguel Alcubierre und ist dort auch erklärt:

[url]http://www.npl.washington.edu/AV/altvw81.html[/url]

Das Universum hat sich nicht mit Überlichtgeschwindigkeit im Raum ausgebreitet, sondern durch seine Ausbreitung ist erst der neue Raum entstanden. THX nochmal Niemandsland für den Link.
Distroia[QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i]
[B]Ich glaube, da kann sich keiner etwas genauer darunter vorstellen, ich auch nicht.
Vielleicht eine Verschmelzung mit Gott, oder sich selbst zu einem Gottwesen zu machen, selber neue Universen zu erschaffen...
[/B][/QUOTE]

Jo, das wäre auch denkbar. Unter umständen wäre es dann wirklich nicht mehr notwendig sich nach anderen Planeten umzusuchen. Vielleicht wird es bei dann bei uns auch irgendwann so etwas geben...
lizard[QUOTE][i]Original geschrieben von Distroia [/i]
[B]Äh, wieso sollen die denn um uns herumrasen? Sie bewegen sich zum allergrößten Teil von uns weg. OK, unsere Milchstraße dreht sich, aber das macht nicht viel aus.
[...] [/B][/QUOTE]

genau da liegt das problem: geschwindigkeit braucht immer einen bezugspunkt. und wenn man als bezugspunkt die erdoberfläche nimmt, dann stellt man fest, dass das universum sich mit ungeheurer geschwindigeit um diesen bezugspunkt dreht ;)
Distroia[QUOTE][i]Original geschrieben von lizard [/i]
[B]genau da liegt das problem: geschwindigkeit braucht immer einen bezugspunkt. und wenn man als bezugspunkt die erdoberfläche nimmt, dann stellt man fest, dass das universum sich mit ungeheurer geschwindigeit um diesen bezugspunkt dreht ;) [/B][/QUOTE]

Wer sagt das (außer deinem Vater :D) ? So etwas hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört...
Niemandsland@lizard
Das Universum rotiert meines Wissens nicht. Und selbst wenn es das täte, wäre die Rotationsgeschwindigkeit ganz außen am langsamsten. Rotieren tun aber die Galaxien (mal abgesehen von den Sternsystemen). Galaxien drehen sich um sich selbst und in lokalen Gruppen oder Galaxiensystemen drehen sie sich noch umeinander. Dabei gibt es allerdings ein bislang nicht zufriedenstellend geklärtes Phänomen.

In unserem Sonnensystem kreisen die Planeten umso schneller um die Sonne, je weiter innen sie sich befinden. Die Erde ist deshalb rund dreimal so flott wie der Saturn.

Messungen an Galaxien ergeben dagegen, dass die Geschwindigkeitsverteilung wie beim Sonnensystem für die Sternenanhäufungen nicht mehr zutrifft. Hier zeigt sich, dass alle Sterne einer Galaxis mit nahezu derselben Geschwindigkeit unterwegs sind, egal wie weit sie vom Zentrum entfernt sind.

Die einzige Erklärung dafür ist die so genannte dunkle Materie, die unter Umständen bis zu 90 Prozent der Gesamtmaterie ausmacht. In unserem Planetensystem könnte man eine Geschwindigkeitsverteilung wie in Galaxien erreichen, wenn es auch noch zwischen den Planeten jede Menge Materie gäbe. Dann könnten Erde und Saturn auch gleich schnell unterwegs sein. Dasselbe Argument deutet nun auf die Existenz von dunkler Materie hin: Alle Galaxien sind von einer kugelförmigen, massiven Ansammlung dunkler Materie eingehüllt. Jedenfalls lautet so die Theorie. Denn gemessen oder gar eingefangen hat noch niemand die dunkle Materie.

Dunkle Grüße
Distroia@Niemandsland

Um dieses Phänomen erklären zu können braucht man keine dunkle Materie.

Bei unserem Sonnensystem hat die Sonne fast die komplette Masse, die Planeten machen nur einen verschwindend kleinen Anteil aus. Wenn du dich in der Nähe der Sonne befindest, wird die Anziehungskraft der Planeten im Vergleich dazu sehr klein sein. Du wirst also fast nur von der Sonne angezogen.

Stell dir jetzt mal vor, du bist auf der Erde gräbst ein Loch und bewegst dich immer tiefer richtung Erdmittelpunkt. Du näherst dich also immer mehr dem Gravitationsschwerpunkt der Erde. Wird die Gravitation nun größer oder kleiner? Falsch, sie wird kleiner! :D Denn je näher du dem Erdmittelpunkt kommst, desto mehr wirst du von dem Teil der Erde angezogen, der bereits über dir liegt. Wenn du irgendwann im Erdmittelpunkt angekommen bist, gibt es insgesamt gar keine Gravitation mehr, weil sich die Kräfte gegenseitig aufheben.

Der Unterschied zwischen dem Beispiel mit der Erde und unserem Sonnensystem ist die Massenverteilung. In einer Galaxie ist die Masse auch noch relativ gleichmäßig verteilt. Deshalb verhält es sich mit den Umlaufzeiten etwas anders, als in unserem Sonnensystem.
NiemandslandHihihi, schöne Sache, das mit dem Erdmittelpunkt und der Null-Gravitation. Da hast Du Recht. Schade, dass man da nie hinkommen wird.

Was die Massenverteilung in Galaxien betrifft, aber nicht. Was die sichtbare Masse betrifft, müssen sie wie ein Sonnensystem behandelt werden, weil der größte Teil der Masse in einem Bereich von wenigen parsec um das Zentrum verdichtet ist. Gitb jede Menge Links dazu und zur dunklen Materie. Hier einer der leichter verständlichen Art:
[url]http://www.comigs.de/kosmoFAQ/6_Kosmos/ad_materie/entdeck.htm[/url]

Auch die astrophysikalischen gehen mittlerweile von der Existenz dunkler Materie aus. Dabei benutzen sie die lichtablenkende Wirkung von Gravitationslinsen, um zumindest die Grobstruktur der Dunkelmaterie darzustellen:
[url]http://www.astro.uni-bonn.de/~webiaef/research/lensing/lenses-3d.shtml[/url]

Auf der Seite gibts auch schöne Grafiken und Verteilungskurven. Eine echte Schau.

Scheint so, als würden immer mehr Fragen auftauchen, je tiefer wir ins Universum und seine Struktur vordringen. Newton hatte es echt einfach, puuhh.
DistroiaIch hab mal irgendwo gehört, dass man wieder davon abgekommen ist zu glauben, dass das der größte Teil des Universums aus dunkler Materie besteht. Muss aber nicht stimmen. :D

Die Texte werd ich mir mal durchlesen...
lizard[QUOTE][i]Original geschrieben von Niemandsland [/i]
[B]@lizard
Das Universum rotiert meines Wissens nicht. [/B][/QUOTE]

du hast den gedanken nicht verstanden. wenn man von bewegung spricht, braucht man immer einen festen punkt, den man als unbeweglich definiert. ein koordinatensystem aufspannen, wenn du so willst. nur dann kann man geschwindigkeit und richtung einer bewegung bestimmen. Ein auto fährt 100km/h schnell bezüglich der erdoberfläche. nimmt man nun als fixpunkt die sonne, kann es durchaus sein, dass es sich in wirklichkeit in die entgegengesetzte richtung bewegt, da es unter umständen ja gegen die erdrotation anfahren muss.
wenn man nun als fixpunkt die erdoberfläche nimmt, meinen schreibtisch zum beispiel, dann hat das zur folge, dass (da die erde sich ja dreht), das ganze universum plötzlich mit ungeheuerer geschwindigkeit um den fixpunkt rotiert.

nehmen wir mal den uns nächsten stern: Alpha Centauri. dieser ist grob 4 lichtjahre von der sonne entfernt. er dreht sich also im abstand von vier lichtjahren in 24 stunden einmal um meinen schreibtisch. die strecke, die er dabei zurücklegt, ist U=2*π*r, also ca. 6*4 lichtjahre. ein jahr hat 8760 stunden. 24 lichtjahre * 8760stunden/jahr macht 210240 "lichtstunden". wir teilen durch 24 stunden und erhalten wieder 8760. der uns nächste stern ist also mit 8760-facher lichtgeschwindigkeit unterwegs :D

die rechnung war vielleicht überflüssig, aber ich hoffe, der eigentliche gedanke ist klar geworden: "geschwindigkeit" macht nur sinn, wenn man zuerst den bewegungszustand der ruhe, den fixpunkt definiert. und wenn man diesen nun auf der erdoberfläche definiert... :rolleyes:
NiemandslandHallo Lizard, Hallo, mit der gleichen Berechtigung könntest Du anfangen, Dich um Dich selbst zu drehen und behaupten, die Sonne rotiere mit Überlichtgeschwindigkeit um Dich. Es gibt keine Fixpunkte bei gegeneinander bewegten Inertialsystemen.
Distroia@Lizard

Stell dir mal eine Uhr mit Zeigern vor. Der Zeiger ist in der Mitte aufgehängt, wenn sich der Zeiger einmal außenrum gedreht hat, heißt das nicht, dass sich die Zahlen außen auch einmal um den Mittelpunkt gedreht haben. Der Zeiger hat im Verhältnis zum Mittelpunkt einen Weg zurückgelegt aber nicht die Zahlen außenrum.

Bei deinem Beispiel mit Alpha Centauri wäre der Mittelpunkt die Erde (jaja, die Erde ist kein Punkt ;)) und Alpha Centauri wäre einer der Zahlen außen an der Uhr. Einen Zeiger gibt es da aber nicht.
Demon17Ein schönes thema,
ich habe darauf verzichtet, nachdem ich distroias ausführliche einleitung gelesen habe den thread vollständig zu studieren, insbesondere die religiös geprägten beiträge habe ich mir erspart. zum schluss scheint es ja mehr um logisch-mathematisch gestützte vermutungen über die wahrscheinlichkeit des zusammentreffens zweier rassen zu gehen. irgendwie habe ich mit der ganzen sache ein problem: man müßte sich erst mal darüber klarwerden wonach man sucht. unbewußt werden lebensformen unterstellt, die biologisch-physikalisch denen der erde ähneln. ob es sich hierbei um sauerstoff oder methanatmer oder ähnliches handelt sei als irrelevant zu vernachlässigen. man m+üßte doch erst einmal den begriff intelligentes leben definieren: kann es sich hierbei auch um kristalline strukturen handeln, die in einem spektrum kommunizieren das weit außerhalb der vorstellungskraft des menschen liegt? sind die physikalischen theorien nicht inzwischen bei dreizehn dimensionen angelangt? wir leben in dreien bestenfalls in vier wenn man die zeit hinzuzählt. es gibt also vieles das wir gar nicht wahrnehmen können. schließlich sind biologische organismen humanoider provinienz nicht der weisheit letzter schluss. eine rasse die unserer entwicklung um eine millionen jahre voraus wäre würde sich sicher nicht den lästigen zwängen schnell verfallender körperlichkeit aussetzen. schließlich denken wir bereits über die entstofflichung des seins nach, wenn auch meist in religiösen konzepten, seele usw. außerdem hat bereits raumschiff enterprise die oberste direktive der nichteinmischung zu befolgen. und warum sollte eine so weit überlegene spezies, die uns eine milionen jahre technologischer entwicklung voraus hat denn an kontakten mit primitiven humanoiden überhaupt interessiert sein? was hätten wir zu bieten. blicken wir in die entwicklung des homo sapiens zurück so landen wir bei einer frühform homo habilis oder homo errectus, die wir bestenfalls im zoo ausstellen würden. mit den mitteln der gentechnik wird die evolution nun vernunftgeleitet und zielgerichtet ablaufen. das heißt in wenigen tausend jahren wird es keine menschen im klassischen sinne mehr geben. denn wer wird schon auf ein jahrtausendelanges leben ohne körperliche gebrechen und einschränkungen wie müdigkeit, krankheit, begrenzte konzentrationsfähigkeit und was es an anderen biologisch bedingten limitationen gibt verzichten? wozu zwei beine und arme wozu diese fixierte form. wir können uns nicht mal das ergebniss der technologischen entwicklung der nächsten 100 bis
tausend jahre vorstellen. deshalb ist es müßig darüber zu spekulierenn mit welcher wahrscheinlichkeit eine rasse mit dem technologischen vorsprung von 1Mio. Jahre wohl auf uns stoßen würde. schließlich gibt es im all nicht nur vier himmelsrichtungen sonder unzählige vektoren. Lasst uns erteinmal abwarten was die Marssonden an Leben finden. Die Besiedlung des Sonnensystems (Mars eventuell Mond) sind sicher die nächsten Schritte vorausgesetzt es macht in den nächsten Jahrzehnten irgendeinen ökonomischen Sinn dies zu tun. Dann werde wir weitersehen. Unter diesem Aspekt ist auch das SETI - Projekt zu bewerten, das die Daten die über ein Radioteleskop weltweit dezentral auf millionen von PC´s auswerten läßt. Es gibt da einen Bildschirmschoner der sich installieren läßt und die Leerlaufzeit der privaten PC´s nutzt. (Ich hoffe ihr hattet das thema nicht schon) wer mag kann ja mitsuchen. aber warum sollten andere intelligenzen regelmäßige radiowellenmuster erzeugen, die sich vom rauschen des alls unterscheiden?
solange wir nicht wissen wonach wir suchen stochern wir mit der stange im nebel.


never surrender


demon17
Russky_in_OzEs ist moeglich, Mars in reelle historische Zeit zu terraformieren, wenn man Eisasteroide benutzt, um eine dicke Atmosphaere zu schaffen.

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