| destroyed-love | die funktion der religion ist meiner meinung nach, das sie in archaischen zeiten den menschen die regeln vermitteln sollte, die ein friedliches zusammenleben ermöglichen (10 gebote). die einhaltung dieser gesetze wurde mit drohung des fegefeuers und der hölle erreicht. die darstellung von tat, strafe und reue, wie es in der bibel dargestellt wird, bildet ein system das zu einem moralischen leben führen soll. meine frage ist, ob man als atheist genauso in der lage ist, ein moralisches leben zu führen wie ein (kirchen-)gläubiger. (ich finde es gibt einen unterschied zwischen gläubigen und kirchengläubigen). oder ob man es vielleicht sogar besser kann. denn schliesslich haben wenige andere dinge für soviel leid und tod gesorgt, wie religiös motivierte greultaten. |
| draconia | mmh.. gibt es da nicht schon einen thread dafür? also religion wird (meiner meinung) auch definiert durch: den wunsch zur unendlichkeit. das kann ein atheist nicht haben, und dass wir (vielleicht) auch das sein, was reliogion für viele menschen so nötig macht. ansonsten gibt es neben der reliogion auch noch die philosophie, die die "großen fragen der religionen" beantwortet. -das, was wir so als moral bezeichnen fällt dann da auch drunter. |
| Trauerwesen | Naja, für sowas haben wir ja heute Gesetzestexte. Und welcher vermeintliche Christ würde sich noch an diue gebote halten? Also anders, wiviele Christen gibt es denn heutzutage die wirklich dran glauben und die Gebote für relevant halten? Da bleint jedenfallfs noch eine Menge an menschen über. Naja und der Buddhismus ist ja auch eine atheistische Glaubensrichtung, aber sie haben auch eine bestimmte Moralvorstellung. Wie schon gesagt, selbst als reiner Atheist (ohne Buddhismus etc) hat man irgendetwas, woran man glaube, und wenn es nur das Gute ist :) |
| Duion | es gibt etwas das nennt sich vernunft, wenn jeder davon ein bischen hätte bräuchte man kaum regeln. mich wundert es sowieso wie sowas wie die 10 gebote (die ja offensichtlich völliger bullshit sind) sich so durchsetzen konnten als lebensregeln. naja dumme regeln für dumme leute.wer jetzt sagt, dass diese veraltet sind... hat recht aber von den heutigen gesetzen gibt es so viele, dass kaum jemand mehr durchblickt also auch nicht besser. komisch, dass ich mir grade nichts unter moral vorstellen kann... wtf is moral? kann mir das mal wer erklären? |
| LaChatte | Wenn sich alle nur an die zehn Gebote halten würden, dann bräuchte es auch keine Gesetze mehr... bullshit sind sie eindeutig nicht. (Bullshit sind aber zB EU-Normen über Grösse, Form und Gewicht von Gemüsen) Und Moral... Es läuft wohl mehr oder weniger darauf hinaus, dass ein Mensch nicht geschädigt werden möchte durch andere - und anderen das gleiche Recht auf Unversehrtheit zugesteht. Dazu brauchts nicht unbedingt Religion. |
| Sephira Chockma | Ich denke auf diese farge hätte wohl Nietzsche in seinem "Antichrist" ganz gute antworten... Er sagt dass Religionen, vorallem geht er gegen das Christentum, nur geschaffen wurden um Menschen zu unterdrücken, um über sie zu herschen. Den christ bezeichnet er auch als gezüchtetes Haustier, heerdentier, das kranke tier Mensch. Denn der Christ lässt sich unsinnige Vorschriften machen... durch welche er unterdrückt wird.. es ist warscheinlich ansichtssache.. aber man kann nicht abstreiten dass die Kirche zwar in gewisser Weise "für Moral sorgt", aber sie hat ihre macht zu oft ausgenuzt. Aber der Christ ist auch ein Mensch und wer lebt heute nur noch nach diesen regeln und nicht nach seiner Vernunft??? wen es interessiert [url]www.morallexikon.org[/url] da findet ihr die Christliche moral! Echte Moral und Moralität ist von keiner Religion abhängig, wiewohl jede sie sanktioniert und ihr dadaurch eine Stütze gewährt. (schopenhauer) ...da ist was dran... Grüße SaCho |
| Duion | der christ ist sogar so gut gezüchtet, dass es ihn das alles herzlich wenig interessiert. du hast kaum eine chance es mit dieser ignoranz aufzunehmen. |
| destroyed-love | [QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i] [B]mich wundert es sowieso wie sowas wie die 10 gebote (die ja offensichtlich völliger bullshit sind) sich so durchsetzen konnten als lebensregeln. naja dumme regeln für dumme leute. [/B][/QUOTE] hm. weisst du überhaupt, was in den 10 geboten steht? oder findest du regeln wie, - du sollst nicht klauen - du sollst nicht deines nächsten weib begehren - liebe deinen nächsten wie dich selbst (heisst, tue ihm nichts an, was du nicht möchtest, was dir angetan wird) - du sollst nicht töten sind ,,dumm''? duion ich glaube du bist ein dumm-laberer. |
| Duion | für dich mag es reichen für mich jedoch nicht. übringens kann sich niemand an sowas halten, garantiert, stattdessen sagen sie das alles nur und tun das gegenteil. |
| Trauerwesen | Es sind ja nicht nur die 10 gebote, die den Christen züchtigen sollten. Einfach alles in der Bibel propagiert Nächstenliebe, Liebe zu Gott, ein unsündiges leben etc.... Und naja, ich denke schon dass das Christentum den menschen nur "zähmen" sollte (ja, ich habe auch Nietzsche gelesen). Und jemand weiter oben sprach die Vernunft an, das ist ja genau das, worauf Kant seine Moralphilosophie stützt. |
| Heimdall | Warum sollte ein Atheist, wie du es nennst, nicht auch ein "moralisches Leben" führen können. Natürlich differiert die Definiton von "moralisch" von Mensch zu Mensch, aber diese Differenz dürfte bei jedem der einen gesunden und erwachsenen Menschenverstand besitzt nicht allzu hoch sein. Gesunder Menschenverstand hängt nicht von der Religion, sondern von Erziehung, Bildung und Erfahrung eines Menschen ab. Ich schließe mich beim Thema christliche Moral übrigends Nietzsche an. |
| Fayve | ich sehe religion etwas anders ich würde sagen das religion zusammenhallt bringt und den menschen etwas wofür sie leben können ein ziel das sie eint das mitriten und traditionen verbunden ist so das ein aristokratische ordnung geschaffen wird die nur mehr gefestigt ist als die ordnung einer gruppe höhlenmenschen mit ihrem führer ui...höhlenmenschen naja es könnte auch ateisten mit vorsätzen geben |
| destroyed-love | [QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i] [B]für dich mag es reichen für mich jedoch nicht. übringens kann sich niemand an sowas halten, garantiert, [/B][/QUOTE] es gibt leute, die kommen mit weit weniger regeln aus als 10. z.b. leute die sagen: tue was du willst nur schade keinem), sei das einzige gesetz. oder trauerwesen hat den kant'schen imperativ erwähnt (handle stets so, dass die maxime deines handelns allgemeingültiges gesetz sein könnte.). enspricht es deiner meinung, das der mensch nicht gut sein kann? oder wieso schreibst du, dass sich garantiert niemand an sowas halten kann (oder vielleicht will)? |
| Seneca | Moralsysteme sind nicht immer religiös geprägt oder gesteuert. zwar kann man sagen, daß sich die westliche Kultur ideologisch auf christlichen Werten aufbaut, diese sich in den Gesetzen niederschlagen, dennoch gibt es Ähnlichkeiten zwischen allen Kulturen, weil die Grundregeln des Zusammenlebens älter sind als jede religiöse Niederschrift. Ausnamslos alle sozial lebenden Lebewesen haben solche Grundregeln, und oftmals sind diese sogar bei genetisch weit entfernten Spezies übertragbar...! Selbst ein Hund besitzt schon so etwas wie eine (geprägte)Moralvortellung, aber sicher keine Vortellung von Religion...! |
| Cthugha | Um mal zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Meiner Ansicht nach kann ein Atheist ein ebenso moralisches Leben führen wie ein Gläubiger, da es gleichgültig ist, ob jemand einer Moral aus Glauben an eine höhere Instanz, innere Überzeugung oder Einsicht in die Notwendigkeit folgt. Ich vermute, dass die Moralvorstellung der (christlichen) Religion sich entwickelt hat, um den Menschen vom Praktizieren des Rechts des Stärkeren auf eine "höhere" Form sozialen Zusammenlebens zu bringen. Um auch diejenigen zu erreichen, die keinen Gemeinschaftssinn besitzen wurde ein Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Einzelnen der Gesellschaft gegenüber und den Konsequenzen für den Einzelnen, vor allem dem Leben nach dem Tod, hergestellt. Tatsache ist, dass die Gesellschaft sich zumindest teilweise weiterentwickelt hat (auch wenn das Recht des Stärkeren noch immer in manchen Fällen Anwendung findet) und die Moralvorstellung der (christlichen) Religion teilweise überholt oder nicht weitreichend genug und teilweise aufgrund eines Wandels der Gesellschaft einfach nicht mehr anerkannt ist. Da diese "einigende Klammer" der Gesellschaft mehr oder weniger verschwunden ist, müssen andere Faktoren die moralischen Grundsätze bestimmen. Und beeinflußt durch diese Faktoren kann durchaus auch ein Atheist ein moralisches Leben führen. |
| Chimonas | Ich glaube, dass 'Moral' letztendlich darauf aufbaut, dass 'was ich tue Folgen hat'. Man kann diese 'Erkenntnis' in einer Religion verankern, muss aber nicht. 'Religion' aendert Ursachen und Folgen allerdings nach 'ihrer' Vorstellung ab. Oder fuegt zumindest neue Ursachen hinzu. Beispiel waere z.B. das 1. Gebot der 10 Gebote: Du sollst keine Goetter neben mir haben "Wenn dein Bruder, der dieselbe Mutter hat wie du, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau, mit der du schläfst, oder dein Freund, den du liebst wie dich selbst, dich heimlich (zu anderen Gottheiten) verführen will ... sollst du nicht nachgeben und nicht auf ihn hören. [b]Du sollst in dir kein Mitleid mit ihm aufsteigen lassen, sollst keine Nachsicht für ihn kennen und die Sache nicht vertuschen. Sondern du sollst ihn anzeigen. Wenn er hingerichtet wird, sollst du als erster die Hand gegen ihn erheben, dann erst das ganze Volk. Du sollst ihn steinigen, und er soll sterben." [/b] Die Bibel, 5. Buch Mose 13,7-11; besser bekannt als Teil des ersten Gebots - ein Teil, der freilich aus naheliegenden Gründen meist weggelassen wird. Gruss Chimonas |
| Sephira Chockma | hmm.. also moral kommt ja eigentlich aus dem lateinischen von "mos" was soviel wie sitte oder Gewohnheit bedeutet. und ist denn nicht das moral, was sozusagen für uns okay ist, also norma und nicht ungewohnt? Grüße SaCho |
| Chimonas | @ Sephira Chockma Diese Art Moral zu sehen funktioniert vielleicht in einer kleinen einheitlichen Welt, in unserer heutigen aber nicht mehr, da verschiedene Voelker da ihre eigenen Vorstellungen von dem was 'normal' sei haben, welche auch nicht immer uebereinstimmen. Trotzdem treffen heute die unterschiedlichsten Vorstellungen von 'normal' staendig aufeinander. Welche davon werden von den verschiedenen Laendern mit ihren jeweils unterschiedlichsten Moralvorstellungen als moeglicherweise auch fuer sie gueltig akzeptiert? Moral wird wohl eher auf 'Ethik' hinauslaufen, um noch Gueltigkeit behalten zu koennen. Denn die in einem Land z.B. Deutschland gueltigen Moralvorstellungen werden ja auch in nicht unerheblichem Masse von anderen Laendern und deren Moralvorstellungen beeinflusst z.B. den VS. Edit: Wen meinst Du mit "fuer uns"? Die Mehrheit? Gruss Chimonas |
| barbalala | Ich finde auch, dass es diesen Unterschied zwischen Gläubigen und Kirchengläubigen gibt, da es in der Kirche durchaus eine hierarchische Struktur, wie in jeder anderen Firma auch, gibt, in der sich der Gutmensch nicht unbedingt durchsetzen wird. Ob einer ein guter Mensch ist, hat sicher nichts mit seiner Religion zu tun. Was einen in gewisser Weise dazu "zwingt" ein guter Mensch zu sein, ist der Faktor Mitgefühl. Ob dieses Mitgefühl durch Erziehung in den ersten Lebensjahren entsteht oder woher es kommt, weiss ich auch nicht, aber es hält einen davon ab anderen Menschen Schaden zuzufügen. barbalala |
| bpm | Atheismus und Moral sind im homogenen Einklang miteinander, viel eher und viel mehr noch als die Religion der Moral überhaupt nahe kommen kann. Die Moral ist keinesfalls in Gesetzestexten nachzulesen, denn Vernunft und Ethik kann beschrieben werden, nicht aber definiert. Ein Atheist lebt freier im Denken, denn er lebt nicht in einer prädigenden und prägenden Umwelt; er bleibt, so denn er kann, seiner phantasievollen Geistesvielfalt uneingeschränkt. Es ist wichtig für die Entwicklung der eigenen Entscheidungsfindung, zum Ausdruck des eigenen Willen und des eigenen Bedürfnisses. Ethik ist wichtig bei jedermann, denn Ehre und Würde braucht es, um mit Kritik und Lob gleichermaßen handeln zu können. Der Religion und dem Staat, beiden Organen möchte ich nicht besonders viel von Moral zuschreiben! :cool: |
| Solfark | @ bpm [QUOTE] Ein Atheist lebt freier im Denken, denn er lebt nicht in einer prädigenden und prägenden Umwelt; er bleibt, so denn er kann, seiner phantasievollen Geistesvielfalt uneingeschränkt. Es ist wichtig für die Entwicklung der eigenen Entscheidungsfindung, zum Ausdruck des eigenen Willen und des eigenen Bedürfnisses[/QUOTE] Ach? Ein Atheist hat also ein anderes Umfeld und wächst in einer anderen Kultur auf als ein "Gläubiger"? Die Werte die in einer Gesellschaft vermittelt werden - was auch die moralischen Vorstellungen einschließt - sind nicht für 2 verschiedene Menschen in ein und denselbem Kulturkreis aufeinmal anders, nur weil der eine in die Kirche geht und der andere nicht. Unsere Kultur und Gesellschaft ist christlich geprägt und beeinflusst, was sich auch auf die Moral ausgewirkt hat. Da steckt eine jahrhundertelange Entwicklung dahinter die die ganze Kultur in der wir uns befinden durchdrungen hat. Diese Umwelt prägt uns, egal ob wir Christen sind oder nicht! |
| barbalala | ich glaube, der Mensch sollte auf jeden Fall die Verantwortung für sein Denken und Handeln übernehmen. Ich bin zwar jetzt Atheist, bin aber wie soviele erst als Erwachsener aus der Kirche ausgetreten. Ich glaube wichtig ist, Atheist oder nicht, sich selber Gedanken über richtig und falsch zu machen und nichts "vorgekautes" von der Kirche oder vom Staat oder sonstwem zu übernehmen. Ist zur Zeit gar nicht so leicht, weil ja momentan "jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf getrieben" wird, wie man so schön sagt. barbalala |
| bpm | .... stimme ich Dir gerne zu! Leider aber wird Verantwortung nur ungern übernommen - je nach Vernunft im jeweiligen Menschen. Und, dabei spielt die Kultur überhaupt keine Rolle - sondern nur die _eigene_ Kraft des Indivuduum und vor allem die Breite seines Horizontes (auch Dinge sehen zu können, die unscheinbar sind). Ich bin auch Atheist und ich war noch niemals Mitglied einer Religion. In Kirchen war ich schon sehr häufig, insbesondere in Süd-Frankreich. Ich mag das mystische (unrelle) Flair dieser alten Bauten und habe lediglich ein paar Fotos geschossen. Mehr Interesse gibt es meinerseits für Kirche & Co. nicht, denn letztlich ist auch nur Diktatur; obendrein größtenteils bestehend aus Verboten und Pflichten; Regeln und abermals Regeln. Ich glaube, eine hervorragende Instanz für Menschen mit schwachem _eigenen_ Bewußtsein - also keinesfalls zu verurteilen! |
| Sephira Chockma | @Chimonas naja mit "Für uns" meinte ich warscheinlich die mehrheit der menschen in einem bestimmten Kulturkreis. Denn in manchen Ländern sind eben Sachen die bei uns als selbstverständlich angesehen werden, einfach unvorstellbar. Aber es gibt doch auch soetwas wie eine grundlegende Moral, die aud der ganzen Welt gilt... und da wirkt nun mal das Christentum mit... also ist "für uns" wirklich sehr ungenau... aber in diesem satz war einfach unsere gesellschaft gemeint. Gruß SaCho |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von destroyed-love [/i] [B]die funktion der religion ist meiner meinung nach, das sie in archaischen zeiten den menschen die regeln vermitteln sollte, die ein friedliches zusammenleben ermöglichen (10 gebote). [/B][/QUOTE] Das diese Gebote für ein friedliches Zusammenleben sorg(t)en, halte ich für eine durchaus naive Aussage. Was hat uns schon mehr Leid gebracht, als das? Der Atheist selbst, der (nach Ernst Wilhelm Eschmann) als einziger stark genug ist, seinen eigenen Weg zu [i]sehen[/i], der diese Gebote nicht braucht, dieser ist den Gläubigen um einiges vorraus. Vielleicht ist dies der wahre Weg zu Gott? ;) |
| barbalala | Die 10 Gebote sind ja wirklich nicht ganz verkehrt, aber natürlich hat man auch als Atheist so seine moralischen Vorstellungen, was man tut und was nicht. Ich esse z.B. kein Fleisch, weil mir die Tiere leid tun und frage mich oft (bin schon ziemlich lange verheiratet), wie meine "Altersgenossen" (bin 41 Jahre alt), das fertigbringen, ihre langjährigen Partner "abzuservieren" usw. usw. @bpm mir geht es mit den Kirchen auch so, dass ich diese Umgebung als stimmungsvoll wahrnehme, allerdings wurden solche Kirchen in der "guten alten Zeit" oft erbaut, während das gemeine Volk nicht genug zu Essen hatte und das bremst meine "Begeisterung" schon etwas. barbalala |
| Chimonas | @ Sephira Chockma Moeglich das es etwas Grundlegendes gibt, was fuer alle Menschen gilt, doch was koennte das sein. Ich kann mir da im Augenblick nur "Instinkte" drunter vorstellen. Etwa den Ueberlebensinstinkt. Denn wenn Menschen egal welcher Kultur sie entstammten ums reine Ueberleben kaempfen muessen, fallen die meisten 'moralischen' Huerden, etwa andere nicht zu toeten fast von Selbst. Gruss Chimonas |
| daimos | [QUOTE][i]Original geschrieben von destroyed-love [/i] die funktion der religion ist meiner meinung nach, das sie in archaischen zeiten den menschen die regeln vermitteln sollte, die ein friedliches zusammenleben ermöglichen (10 gebote). die einhaltung dieser gesetze wurde mit drohung des fegefeuers und der hölle erreicht. die darstellung von tat, strafe und reue, wie es in der bibel dargestellt wird, bildet ein system das zu einem moralischen leben führen soll.[/QUOTE] *zustimm*[QUOTE]meine frage ist, ob man als atheist genauso in der lage ist, ein moralisches leben zu führen wie ein (kirchen-)gläubiger. (ich finde es gibt einen unterschied zwischen gläubigen und kirchengläubigen). oder ob man es vielleicht sogar besser kann.[/QUOTE]Natürlich. Jeder hat doch ein Gewissen. Natürlich gibt es immer einige wenige, die dazu nicht in der Lage sind, aber [COLOR=red]jeder denkende Mensch macht sich doch über sich, sein Tun und seine Umwelt Gedanken[/COLOR]... Dieses (Nach-)Denken könnte man als Gewissen bezeichnen. Moral ist also nicht an Glauben, sondern einzig allein an diese Fähigkeit geknüpft. Aber wieviele Christen sind denn heutzutage noch zu 100% gläubig? Die meisten sind nur noch rein obligatorisch Mitglied der Kirche, allein die Jugendlichen des Bargelds wegen (Konfirmation). Ich bin auch davon überzeugt, dass irgendwann einmal - bis auf Fundamentalisten - alle Menschen atheistisch sind. Denn irgendwann muss einfach ein jeder erkennen, dass die Kulthandlungen und die Lehren der Religionen aus heutiger Sicht einfach lächerlich sind. [COLOR=red]Ein Gott kann nicht allmächtig, allwissend und - nach den vielen Glaubenskriegen und den vielen Aufforderungen zu Massen- und Völkermord im Alten Testament - nicht allgütig sein.[/COLOR] Die folgende Frage beweist, dass Gott einfach nicht allwissend und allmächtig sein KANN! [i]"Kann Gott einen Gegenstand herstellen, den er nicht wieder zerstören kann?"[/i] Egal, ob man diese Frage mit Ja oder Nein beantwortet, die Allmächtigkeit ist dahin. Karl Heinz Deschner, der bedeutendste deutsche Kirchen- und Christentumskritiker des 20. Jahrhunderts, sagt: [COLOR=red]"Ein Gott, der die Hölle gemacht, verdient als einziger darin zu braten."[/COLOR][QUOTE]denn schliesslich haben wenige andere dinge für soviel leid und tod gesorgt, wie religiös motivierte greultaten.[/QUOTE]Genau so sehe ich das auch. Der Papst (sofern er noch dazu in der Lage ist) soll mir erklären, warum im Namen Gottes im Mittelalter unzählige Menschen des Teufels beschuldigt und danach auf bestialische Weise verbrannt, ertränkt etc. wurden. Und dies, obwohl Gott einerseits in den 10 Geboten vorgeschrieben hat: "Du sollst nicht töten!" Und andererseits all allmächtiger Gott den Teufel und alle "bösen" Menschen vernichten könnte oder als allwissender Gott überhaupt solchen Menschen das Leben geschenkt hat. [COLOR=red]Nach dem Ganzen frage ich mich, wer hier Moral hat. Die Atheisten, da sie [i]denken[/i], Gläubige, da sie nur einfach das glauben, was man ihnen vorschreibt oder Gott, der soviel Leid über die Menschen gebracht hat und immer noch bringt (gäbe es ihn).[/COLOR] |
| barbalala | was mich so fassungslos macht, ist, dass ich in meiner Generation tatsächlich Leute kenne, die nicht aus der Kirche austreten, weil sie nicht wissen ob, und wenn ja wie, sie das den Eltern sagen sollen. Bei den noch älteren Leute sind tatsächlich viele in der Kirche der Leute wegen, zumindest auf dem Dorf, die sehen das als eine Art Verein, wo es Nachmittagsveranstaltungen mit Kaffee und Kuchen gibt und unsereins denkt immer, dass da was dahintersteckt. Es ist auch völlig sinnlos mit solchen Leuten zu diskutieren, das ist denen viel zu schwierig. Meiner Meinung nach, steckte auch hinter den Hexenverbrennungen im Mittelalter nichts tiefschürfendes, wahrscheinlich ging es, wie so oft in der Kirche, um Geld das irgendjemand von dir erben wollte oder du bist sonst irgendwie im Weg gestanden, da hat man dich eben angeschwärzt und behauptet, dass du dir abends einen seltsamen Tee kochst und schon hat man dich losgehabt, religiöse Motive werden sicher oft vorgeschoben, um jemanden zu manipulieren oder auszubeuten und Leute, die nicht so gebildet sind fallen darauf rein und lassen sich zu Handlangern machen. barbalala |
| daimos | [QUOTE][i]Original geschrieben von barbalala [/i] was mich so fassungslos macht, ist, dass ich in meiner Generation tatsächlich Leute kenne, die nicht aus der Kirche austreten, weil sie nicht wissen ob, und wenn ja wie, sie das den Eltern sagen sollen. Bei den noch älteren Leute sind tatsächlich viele in der Kirche der Leute wegen, zumindest auf dem Dorf, die sehen das als eine Art Verein, wo es Nachmittagsveranstaltungen mit Kaffee und Kuchen gibt und unsereins denkt immer, dass da was dahintersteckt. Es ist auch völlig sinnlos mit solchen Leuten zu diskutieren, das ist denen viel zu schwierig.[/QUOTE] Also diese Kaffekränzchen-Stündchen für Senioren halte ich für das einzige, was man der Kirche an Gutem abringen kann. Die wissen ja sonst nicht, wo sie hinsollen. Ich kenne auch einige, die streng christlich sind, aber sich da nicht reinreden lassen und auch nicht darüber vernünftig diskutieren können. [COLOR=red]Reine Dogmatiker, sonst nichts. Einerseits glauben sie dann an die Bibel, aber dass die Erde doch ne Kugel ist, bezweifeln sie auch nicht.[/COLOR][QUOTE]Meiner Meinung nach, steckte auch hinter den Hexenverbrennungen im Mittelalter nichts tiefschürfendes, wahrscheinlich ging es, wie so oft in der Kirche, um Geld das irgendjemand von dir erben wollte oder du bist sonst irgendwie im Weg gestanden, da hat man dich eben angeschwärzt und behauptet, dass du dir abends einen seltsamen Tee kochst und schon hat man dich losgehabt, religiöse Motive werden sicher oft vorgeschoben, um jemanden zu manipulieren oder auszubeuten und Leute, die nicht so gebildet sind fallen darauf rein und lassen sich zu Handlangern machen. barbalala[/QUOTE] Was genügte denn, um als Hexe(r) auf dem Scheiterhaufen zu landen? [COLOR=red]Ein neidischer Nachbar, der denjenigen aus dem Weg haben will, eine dubiose Machenschaft und fertig ist der/die Hexe(r)![/COLOR] Oder man wollte einfach nur Mensch oder Tier mit mit seinen Naturheilkenntnissen helfen, wurde als vom Teufel besessen, da man diese Heilnmethoden nicht kannte (und ALLES Unbekannte wurde ja verteufelt) und schwupsdiwutsch war wieder ein/e Hexe(r) geboren! So einfach geht das. Des weiteren halte ich [COLOR=red]die Hexenverbrennung und die anderen Greueltaten der Christen nur für ein willkürliches Exempel um Zweifler abzuschrecken und die Macht zu bewahren.[/COLOR] |
| JimmyVoice | Buddhisten sind auch Atheisten, wollt ich nur mal anmerken :) |
| barbalala | @daimos Ja, Macht und Geld diese Faktoren stören mich am meisten an der Kirche, was ich toll finde sind Leute, die in Entwicklungsländern wirklich versuchen den Menschen zu helfen, ob mit oder ohne christlichen Hintergrund ist mir persönlich zwar egal, wenn sie dies aber tun, weil das ihre Interprätation von christlicher Nächstenliebe ist, werde ich mit Sicherheit nicht bequem zu Hause sitzen und diese Leute anmeckern, dann finde ich das schon bewundernswert. @JimmyVoice Der Buddhismus beinhaltet schon ein paar ganz gute Einstellungen. Es wäre insgesamt wirklich ausreichend, wenn jeder Mensch, egal woran er glaubt und woran nicht, alles tut um anderen Lebewesen und der Natur möglichst wenig zu schaden. Wenn sich daran alle halten würden, gäbe es wenigstens keine Kriege und Mord und Totschlag. Bei den einen gibt es den heiligen Krieg, die anderen haben früher Waffen gesegnet, mehr Widerspruch ist fast nicht möglich. barbalala |
| draconia | mmh.. sind die buddhisten das nicht mit dem kastensystem *rätselundingrauenzellenkram* -was manche Menschen in entwicklungsländern und so leisten ist echt klasse, und, seien wir doch mal ehrlich, heutzutage hilft kirche schon z.b. spendenaktionen und so ins leben zu rufen. die "soziale seite" von kirche, die Lebenshilfe, etc, ich denke, dass Menschen hilft, und da es irgendwo eine große Gemeinschaft ist kann sie eben auch etwas erreichen. (eine Gemeinschaft der atheisten gibt es nunmal so nicht :D) |
| JimmyVoice | [QUOTE][i]Original geschrieben von draconia [/i] [B]mmh.. sind die buddhisten das nicht mit dem kastensystem *rätselundingrauenzellenkram* [/B][/QUOTE] Nö, bei den Hindus ist das so, da gibts aber unterschiedliche Kastensystheme |
| draconia | axo. irgendwie bringe ich das immer durcheinander. -sorry *g* |
| barbalala | Also Hauptsache man tut überhaupt was. Ob das jemand dann tut weil er Christ, Buddhist, was anderes oder gar nix ist, ist irgendwo egal. Natürlich sagt man immer, man kann eh nix machen, aber ein bißchen was zu tun ist besser als nix. Ich habe ein Patenkind, da bekomme ich immer nette Briefe und habe das Gefühl, das ich mit relativ wenig Geld ein bißchen was tun kann. Wichtig finde ich, dass wir hier nicht völlig abstumpfen durch immer neue Medienberichte gegenüber der Not in anderen Ländern. Ich denke in letzter Zeit öfter daran, weil die Leute in Deutschland zur Zeit manchmal schon reden, als ginge es ihnen richtig schlecht und dann auch sofort zum Ausdruck bringen, dass sie jetzt nur noch für sich selber sorgen wollen. Barbalala |
| daimos | Feuerbach und Deschner sind auch zu empfehlen! |