| Noirsira | Als ich heute die Sendung „Die Entdeckung des Glücks“ auf ARTE sah, fiel die Behauptung: ‚Menschen, die eine Religion ausüben, sind im Durchschnitt zufriedener mit ihrem Leben.’ (frei zitiert) Was löst dies aus? Ist es die Erwartung auf das Jenseits, die Enttäuschungen, Rückschläge usw. unwichtiger erscheinen lassen? Haben religiöse Menschen nicht so hohe Erwartungen an das jetzige Leben und sehen negative Geschehnisse als Bestrafung von ihrem Gott an oder als Schicksal? Machen sie es sich einfach leicht, indem sie vorgefertigte Antworten übernehmen oder sind sie oberflächlicher in best. Dingen, die ihr Leben oder ihren Sinn im Leben betreffen, d.h. machen sie sich über best. Dinge einfach keine Gedanken? Oder haben sie wirklich ihre Sinnfrage gelöst? – ist es eine zu einfache Lösung? Das sind nur ein paar Gedanken/Fragen, die mir als Atheist dazu eingefallen sind. Mich würde aber interessieren, wie ihr darüber denkt, die Religion als Weg anzusehen, das eigene Glück oder den Sinn des Lebens zu finden. |
| cocrea | [COLOR=burlywood] Das Problem der Heilung ist ein religiöses Problem ... und keiner ist wirklich geheilt, der seine religiöse Einstellung nicht wieder erreicht. Carl Gustav Jung [/COLOR] In USA werden von Medizinern seit Jahren verstärkt Studienreihen (Doppelblindversuche) über die heilsame Wirkung des Gebets auf den Verlauf einer Krankheit, Genesung gemacht. (z.B. Ärzte Larry Dossey und Herbert Benson) [COLOR=burlywood] Der Glaube an eine [schul]medizinische Heilmethode ist der beste Garant für den therapeutischen Erfolg, aber der Glaube an eine unbesiegbare allwissende Macht trägt eine noch größere Heilkraft in sich. Dr. Herbert Benson, renommierter Harvard-Arzt[/COLOR] Buchtipp: »Heilung durch Glauben - Die Beweise - Selbstheilung in der Neuen Medizin«, Dr. Herbert Benson (renommierter Harvard-Arzt) mit Marg Stark, Heyne Verlag, 1997, Hardcover |
| Duion | das hat nix mit religion zu tun, es kommt nur auf deine denkweise an. |
| cocrea | ist religion etwa keine denkweise? |
| Duion | ja und nein (viele lassen bei religionen lieber jemand anderes denken und übernehmen das dann), trotzdem hat das nichts mit religion zu tun denn denkweise ist ein allumfassenderer begriff dafür |
| Noirsira | @ cocrea: setzt du das noch nicht gefundene Glück mit Krankheit gleich? oder wie muss ich das vetstehn, dass du ausschließlich über den Zusammenhang zw. Religion und Heilungsprozess schreibst? @ Duion: Wie kann dann dieses Ergebnis der Untersuchung zustande kommen? |
| Duion | welche untersuchung? |
| Noirsira | siehe oben - ARTE |
| Duion | ich könnte dir auch sowas sagen wie: dummheit -> weg zum glück |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Noirsira [/i] [B]@ cocrea:setzt du das noch nicht gefundene Glück mit Krankheit gleich? oder wie muss ich das vetstehn, dass du ausschließlich über den Zusammenhang zw. Religion und Heilungsprozess schreibst? [/B][/QUOTE] das noch nicht gefundene glück? heilung = ganzheit, zufriedenheit, eingebundensein, für manchen auch stetig anzustrebendes glück. für mich gibt es DAS glück im schaukasten nicht. es ist ein freier vogel, der den käfig nicht verträgt. krankheit könnte das nicht gefundene glück sein bzw. für den, dessen sinne mehr wahrnehmen, der weg, das tor zum glück->heilung. noirsira, ich werfe hier schnipsel in deine aufgeworfene strangeröffnungsfrage ein. bedenkend, dass unser wissen und unsere diskussionsbeiträge stückwerk (puzzleteile) sind. die arte-sendung hab ich nicht gesehen. deren fazit ist mir bekannt und glaubwürdig. es ist wissenschaftlich von versch. ansätzen her nachgewiesen. von schulmedizinisch geprägten ärzten vermutet man nicht per se eine prospirituelle einstellung. daher führ ich sie als beispiele an. sie haben STUDIENERGEBNISSE erbracht, dass glauben und beten und lebensinnvertiefung (v. frankl) heilung //= ganzheit// fördert. im folgenden findest du mein aus dem gedächtnis zitiertes protokoll mit Auszügen aus dem Vortrag von Dr. O. Carl Simonton, Psychoonkologe (nicht die Abkürzung von Psychoonkel) USA, ursprünglich Radiologe, seit über 20 Jahren als intl. Autor und Lehrer bekannt für die psychologisch/spirituellen Einflüsse bei der Entstehung und Behandlung von Krebs. Buchempfehlung: Wieder gesund werden, 1992, rororo 61189 Termin: Freitag, 16.11.2001 im Audimax der Universität München Veranstalter: Bayr. Krebsgesellschaft, Patientenorg mit kostenlosen Selbsthilfegruppen und Beratungsgesprächen. Tel. 0049-(0)7375/922606 Eine förderliche Reaktion auf die Diagnose Krebs ist die sowohl-als-auch-Haltung: [B]Ich bin bereit und ich kann, aus ... Gründen zu leben [/B] und zugleich [B]Ich bin bereit zu sterben.[/B] Es gilt, unsere heutige Lebensqualität zu verbessern. Das geschieht ua durch die Vertiefung unserer Haltung zum Sinn des Lebens und des Todes. Unsere kulturellen Glaubensüberzeugungen hinsichtlich des Todes sind dermaßen ungesund, dass es in diesem Bereich viele Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Wichtig ist stets, die Realität dessen was ist, und was möglich ist zu erfassen. Die Chinesen haben ff Redewendung für Kranke: You are not wearing your nature well. (der Kranke verkörpert sein natürliches Wesen nicht sonderlich gut, lebt entgegen seiner Natur.) Vorläufer für jede Krankheit sind emotionale Belastungen, die als solche oft gar nicht wahrgenommen und daher auch verleugnet werden, weil sie als Normalität gelten. [B]Es ist gesundheitsförderlich: Seinen wahren Lebenssinn zu fördern, bedeutsame Beziehungen (müssen nicht unbedingt die eig. Familienmitglieder sein) zu fördern und last but not least, die Beziehung zu sich selbst zu förden.[/B] Zur Familie: Sometimes familiy is a reason to live, sometimes a reason to die. Dalai Lama sagte: "Sollte ich nur einen Menschen lieben, würde ich zumindest mich selbst lieben." West, Ellis und Blumberg haben schon 1952 als erste ein wissenschaftliches Dokument verfasst mit dem Titel: Die nachweisliche Beziehung von psychologischen Faktoren und der Krebswachstumsrate. Blumberg ist als letzter der drei gestorben, an einem gebrochenen Herzen, weil ihre Thesen im medizinischen Establishment damals und bis heute noch kein Gehör im Hinblick auf praktische Veränderungen gefunden haben. Die heutige Schulmedizin ist seit 1952 sogar einen kleinen Schritt zurückgegangen, das allgemeine Bewusstsein über den Einfluss psycholog. Faktoren ist seit fast 50 Jahre um einen mittleren Schritt angewachsen. Die Schulmedizin publiziert nirgends (denn sie ist ja nicht blöd!!!), dass weder emotionale noch mentale Faktoren einen Einfluss bei der Krankheitsentstehung haben, doch sie verhält sich so, als ob dem so wäre, trotz entgegengesetzter Studienergebnisse. Denn bis heute gibt es keine medizinische Schule auf der Welt, die in ihrem Kurrikulum die Einbeziehung von Gesprächstherapie bei (Krebs)behandlung vorgesehen hat. [B]5 Jahre lang (vor über 30 J.) hat Simonton versucht, das med. Establishment zu ändern, ohne Erfolg.[/B] Seit 25 Jahren ist er schon bemüht, sich selbst zu ändern. Er ist überzeugt, der WANDEL in der MEDIZIN wird kommen, wann, wie und durch wen/was ist ungewiss. Bezüglich der Simonton-Methode wurde in einer ersten Studie (1974-1981) eine Erhöhung der Lebensqualität und der Lebensqualität festgestellt Gesprächstherapie ist der wichtigste Faktor bei der Krebstherapie. Der Therapeut sollte in der Lage sein, über Sterben zu Tod zu konsultieren, jedoch auf die Wünsche des Patienten eingehen, nicht aufdrängen. Entscheidend ist, was der Patient will und kann. Gesprächstherapie sollte im Gegensatz zur Encountertherapie der Siebziger SANFT, doch STARK (nicht schwach) sein. Dazu ein Sprichwort der Ureinwohner Amerikas: "Nichts ist so stark wie die Sanftheit und nichts ist so sanft wie warme Stärke." Folgende Haltung ist ratsam zum Umgang mit Schuldgefühlen: "Ich tu immer mein mir mögliches Bestes im Hinblick auf die Information und die Mittel, die mir gegenwärtig verfügbar sind." Amerikanische Medizinerweisheit: Ein Gramm Prävention ist soviel wert wie Pfund medizinischer Behandlung. [B]Die Triebkraft hinter extremem positiven Denken ist ANGST. Extremes positivies Denken kann den Heilungsprozess behindern. [/B] NLP (betrifft auch ähnliche therapeut. Ansätze) verliert seine Glaubwürdigkeit, weil es Versprechungen macht (ähnlich wie extremes positives Denken), die es nicht halten kann. gruß, cocrea |
| Duion | der meinung bin ich auch, dass krankheit nur ein zeichen dafür ist dass etwas nicht stimmt. zb in unserer gesellschaft tuen viele jeden tag etwas was sie garnicht wollen und gehen daran zugrunde, sie arbeiten und arbeiten. solange man unterdrückt wird ist man unglücklich weil das die persönliche freiheit und den eigentlichen lebenswillen einschränkt. man sollte einfach versuchen rauszufinden was man will und was einen glücklich macht. |
| utho | Religion kann autosuggestive Wirkungen prduzieren - jede andere Enbildung aber auch . |
| Lord Voldemort | Utho hat es auf den Punkt gebracht... |
| Noirsira | @ utho + Lord Voldemort: Seid ihr wirklich der Meinung, dass die Mehrzahl der Gläubigen sich ihre Zufriedenheit nur selbst einredet? Das sie sich also selbst belügen? |
| cocrea | pflanzen, denen beim gießen und auch sonst gut zugeredet wird, blühen intensiver, gedeihen prächtiger. pflanzen, die mehrmals täglich verflucht werden, verkümmern. ob sie sich das alles nur einreden? es existiert ein geladenes energiefeld um sie herum - und sie reagieren darauf. menschen, für die im krankenstand um heilung gebetet wird, OHNE DEREN WISSEN, geneser schneller. menschen, die im krankenstand allein gelassen und vergessen werden, brauchen länger sich zu erholen. ob sie sich das alles nur einreden? es existiert ein geladenes energiefeld um sie herum - und sie reagieren darauf. gott ist ein anderes wort für ein allumfassendes energiefeld. it´s a matter of NRG. glück könnte man definieren als ein ausgewogenes, sattes energiefeld. unglück/krankheit könnte man definieren als ein unausgewogenes, leckendes energiefeld. |
| Noirsira | tut mir Leid cocrea, aber deinen Ausführungen kann ich nicht nachfühlen. Bei mir stößt diese These der Energiefelder auf Ablehnung, sie ist einfach zu metaphysisch. Schon andere haben versucht diese Denkweise mir näher zu bringen, ohne jeglichen Erfolg … |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Noirsira [/i] [B]Bei mir stößt diese These der Energiefelder auf Ablehnung, sie ist einfach zu metaphysisch. [/B][/QUOTE] @ noir, meine absicht ist nicht, DICH zu überzeugen. das ist, wenn es dir ein anliegen ist, DEINE aufgabe. ich stelle im strang ´wissen´, soweit mir bekannt und einleuchtend, zur verfügung for whomever it concerns. in menedemos´ (mod dieses forums) website hab ich folgenden satz von ihm gefunden, den ich bestätige: "Die Aufgabe der Überzeugung liegt nämlich nicht auf Seiten des Sprechers, sondern auf Seiten des Hörers. Letztlich muß der die Bereitschaft aufbringen, sich selbst zu überzeugen, und zwar zum eigenen Vorteil." gruß, cocrea |
| Lord Voldemort | @Noirsira: Genau das denke ich (; |
| LaChatte | Das mit den Felder stimmt schon... nur schon hat der Mensch ein Magnetfeld (jup, ein ganz klassisch-bekanntes) - und ausserdem noch ein paar "metaphysische" Felder, mit denen zum Beispiel die Akupunktur, aber auch die Homöopathie arbeiten. Und grundsätzlich gilt: wer heilt, hat recht - und Energiearbeit (Arbeit mit Feldern) heilt vieles sehr effizient... |
| Schwarze_Zofe78 | @lachatte das mit den magnetfeldern kann ich nur unterschreiben, hatte selber arge probs mit rückenschmerzen. dann hat mir ein bekannter zu weihnachten eins von diesen magnetarmbändern geschenkt, mit erklärung wie man das trägt usw. ich hab das ganze eher für humbug gehalten, aber das war es keineswegs! im moment bin ich so gut wie schmerzfrei, trage brav mein armband und hoffe mal das dasso bleibt ;). zur glaubensfrage sage ich( getaufte katholikin!) nur eins: der mensch hat grundsätzlich angst vor dem unbekannten. und was könnte unbekannter und furchteinflössender sein als der tod und das jenseits. aus diesem grund greifen die meisten natürlich dann gerne zu einer methode, dieses namenlose zu benennen und zu erklären, und da passt die glaubenslehre mit ihrer theorie vom leben nach dem tode usw natürlich gute rein! insofern ist religion für mich nichts anderes als eine möglichkeit mit den fragen und problemen des alltags umzugehen, indem man sie erklärt, ritualisiert und benennt. greets die zofe |
| utho | @Noirsira: In der Tat sehe ich die primäre Wirkung von religiösem Glauben - auf das Individuum - als Ergebnis eines Selbstbetruges an . - Zusätzlich mag es weitere Phänomene geben - zumindest lassen dieses manche Thesen sogenannter Grenzwissenschaften vermuten . Zu einem dieser Themem (Energiefelder) möchte ich die Arbeiten von SHELDRAKE zur Diskussion stellen . |
| JimmyVoice | Der Glaube generell kann hilfreich sein. Nehmen wir mal die Placebos, in zahlreichen Test wurde schon erwiesen das man einen Patienten nur sagen muss, diese neuen Tabletten lindern deinen Schmerz aufs erträgliche Maß, dann gab man ihm Placebos die gar nicht wirken konnten und doch spürte der Patient weniger Schmerz, er glaubte so fest an die Wirkung das sein Gehirn ihm vorgauckelte nun weniger Schmerz zu haben. Also nicht nur der religiöse Glaube bewirkt eine Besserung oder Heilung |
| Lord Voldemort | Klar, das seh ich genauso. Man muss nur fest genug an etwas glauben, dann ist es auch wahr für die betreffende Person. Ob es nun wirklich so ist oder nicht, spielt dann gar keine Rolle. |
| 1stFire | [COLOR=indigo]meiner meinung nach sind diese menschen glücklicher, weil sie in ihrer religion - sei es jetzt der christentum, islam, oder was auch immer - einen gewissen trost sehen... oder besser: eine beschäftigung -> das leben kann gar nicht sinnlos sein, schliesslich kann man es ja seinem gott weihen. trotzdem ist es für mich einfach bloss verdrängung der verzweiflung, ablenkung oder selbsttäuschung, sich so sehr auf seine religion zu stützen, egal welche das jetzt sein mag.[/COLOR] |
| Lord Voldemort | @FirstFire: Es spielt doch überhaupt keine Rolle, ob Gott nun existiert oder nicht. Für die Personen, die an ihn glauben, existiert er. Punkt. Das ist ihre Wahrheit. Und es ist doch gut, wenn sie etwas haben, auf das sie sich stützen können und durch das sie einen Sinn finden - ich kann daran nichts Negatives entdecken (ob Selbsttäuschung oder nicht)... |