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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Uni: Welche dieser Texte für den Einstieg?
ThorstaenHallo!

Ich muss mich im Laufe meines Studiums - unter anderem - mit den folgenden sieben Texten auseinandergesetzt haben:

Platon, Politeia
Aristoteles, Nikomachische Ethik
Descartes, Meditationen
Kant, Kritik der reinen Vernunft
Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
Wittgenstein, tractatus logico-philosophicus

An meiner Uni wird in dem Bereich (zu) wenig angeboten und wenn doch, kreuzen sich die Veranstaltungen oft mit welchen aus meinen anderen Fächern...

Ich will mir die Texte also selbst erarbeiten, d. h. mit dem Originaltext und ggf. Sekundärliteratur. Wird auch höchste Zeit, damit ich mit meinem Studium aber auch rein interessehalber vorankomme...

Welche Reihenfolge schlagt Ihr dabei vor? Chronologisch? Oder mit dem Einfachsten beginnen - aber welcher ist der einfachste und welche die schwierigeren Texte?

Danke!

Thorsten
NnordyAlso selbst erlernen kannste vergessen. Das klappt nicht. Die Philosophie ist so schon schwer genug, aber ich denke allein kriegst Du das NIE hin. Will Dir hier nicht den Intellekt abschwätzen aber dafür ist das Ganze zu komplex.
Reihenfolge:
Aristoteles
Platon
Descartes
Kant: Grundlegung
Kant: Kritik reine Vernunft
Wittgenstein
Falls Du nicht im Nebenfach Germanistik studierst wirst Du gerade mit Wittgenstein Probleme kriegen, und Descartes versteht man eh nicht. Kant ist easy, Aristoteles erfordert Ausdauer und das komplette Hintergrundwissen, ebenso wie Platon.
Ich wünsch Dir trotzdem viel Glück, habe aber meine Zweifel an deinem gewagten Unterfangen...
Kant ist am einfachsten, aber Du solltest besser chronologisch vorgehen...
Thorstaen"Also selbst erlernen kannste vergessen. Das klappt nicht. Die Philosophie ist so schon schwer genug, aber ich denke allein kriegst Du das NIE hin."

Na ja, ich will ja nicht im Alleingang ein ganzes Philosophiestudium durchziehen. Es geht bloss um diese 6 Texte und es ist nicht so, dass ich bei null anfangen und nichts anderes machen würde.

Also chronologisch... bin offen für weitere Meinungen!
LaChattePlato find ich einfach sympathisch... ist aber wohl kein sehr gutes Kriterium...;)

Ich würde mir vermutlich alle sieben Texte aufs Mal zulegen und mindestens einen immer dabei haben, damit ich im Bus, in der Schlange vor der Post etc immer wieder mal einen Blick reinwerfen kann - und hoffen, dass durch die Wiederholung ein grosser Teil von selbst passiert. Und halt bei jeder Gelegenheit in Seminaren oder anderen Fremd-Veranstaltungen immer mal Fragen stellen, wo sich gerade ein Bezug zu einem der Texte herstellen lässt.
TrauerwesenWer schrieb da, kant sei easy????
naja ok, muss man sich nur zeit nehmen bei den satzkonstruktionen, aber der hintergedanke an sich, ist schon recht einfach, während z.b. descartes etwas abstrakter ist von den gedanken her.
Aristoteles, NE, ist recht einfach, hab ich in meinem ersten semester gemacht, ist quasi ethik, utilitarismus usw.
DarayIch schlage auch vor chronologisch vorzugehen.

Du musst diese Texte bearbeitet haben im Verlauf deines Studiums? Da bin ich ja froh, dass ich mir alle Texte selbst aussuchen kann und rein Theoretisch bis zum lic. auch komme ohne etwas gründlich bearbeitet zu haben... Zum Glück haben wir den MA und BA noch nicht...


Ach ja: Viel Spass beim Studium und willkommen im Club der Studenten, die immer gefragt werden "und was machst du später damit?"
Thorstaen"Du musst diese Texte bearbeitet haben im Verlauf deines Studiums? Da bin ich ja froh, dass ich mir alle Texte selbst aussuchen kann und rein Theoretisch bis zum lic. auch komme ohne etwas gründlich bearbeitet zu haben... Zum Glück haben wir den MA und BA noch nicht...
Ach ja: Viel Spass beim Studium und willkommen im Club der Studenten, die immer gefragt werden "und was machst du später damit?"


Na ja, Philo ist nur eins meiner Nebenfächer, alles in allem hab´ ich mit meinem Studium keine so schlechten Berufsaussichten. Philo ist mehr persönliches Interesse und der Wunsch, nicht als Fachidiot zu enden.

Ich MUSS diese Texte auch nicht bearbeiten, hatte mich da unklar ausgedrückt. Sie + Lockes Versuch über den menschlichen Verstand werden bei uns aber als "DIE Klassiker" angesehen - ich würde es wahrscheinlich auch bis zum Magister schaffen, ohne einen der Texte angeguckt zu haben, aber dabei würde ich mich nicht wohl fühlen.
TrauerwesenHm, yo, was machen wir dann damit. Ich sag immer nur noch mir egal, ich studiere das für mich.
naja, hab auch BA/MA studiengang und wir lesen, ehm, naja mal ausschnitte, aber darf demnächst die genealogie der moral lesen, sonst bisher nur ausschnitte^^.

bei uns sind so basistexte halt kant und aristoteles (NE), wird irgendwie vorausgesetzt dass man das kennt. kA wieso
Thorstaen"Edit: Bis zum Magister, ohne einen Originaltext zu lesen? Du bist aber optimistisch."

Aber locker! Natürlich nicht, ohne irgendeinen Originaltext gelesen zu haben, aber ganz sicher, ohne einen der sieben genannten Texte komplett gelesen zu haben.

Das mag ein Vor- oder ein Nachteil sein, aber bei einem Magisterstudium - zumindest hier an der Uni und in meinen Fächern - kann man sehr gut "prüfungsorientiert lernen", also im Studium gut vorankommen, ohne wirklich ein Ahnung vom jeweiligen Fach als Ganzes zu haben.

Für mich ist das ein Vorteil: Ich kann "für die Uni" nur das Nötigste tun und darüber hinaus ganz eigene Schwerpunkte setzen.
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Wer schrieb da, kant sei easy????[/B][/QUOTE]

Easy, aber trotzdem in seiner Sicht eingeschränkt, wenngleich für seine Zeit durchaus revolutionär. Hat trotzdem nicht funktioniert.
MonistKant und easy, da lachen ja die Hühner. Wie oft habe ich Abende damit verbracht und sie, i. e. die Kritik der reinen Vernunft, wutentbrannt in die Ecke geworfen. Ich wusste mit den Anschauungen, Verstand und Vernunft nichts anzufangen, dann diese gesteltzen Termini wie synthetische Urteile a priori. Als ich dann aber Heidegger las, wurde mir warm ums Herz. Der sagte z. B. über Worte:

[QUOTE]Die einzige Möglichkeit, die das Wort noch hat, ist m. E. sich in eine protuberanzenreiche, gallertartige Blase aus Ammoniak und Zwieback zu begeben, dann in einem 6-dimensionalen Kosmos aufzulösen um später nolens volens zu einer wabernden, viskosen Flüssigkeit gerinnen, die über die Münder der Weltbevölkerung gekleistert wird. [/QUOTE]
MonistOOps, bitte sehen sie über meinen letzten Beitrag hinweg, das war nur spaß.

Herzlichst , Euer Monist

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