| [DarkHeart] | Servus Die Diskussion hatte ich vor ein paar Tagen mit meiner Mutter als sie mich mit Reli Lernen nervte, es ging ums Bibel lesen. Mir Sträubten sich wie immer die Nackenhaare. Meine Mutter erwiderte darauf nur, dass ich doch so Religiös sei und warum ich die Bibel nich mag. Darauf äuserte ich ihr meine Meinung, über Jesus, das Buch und das Christentum. Die behauptete darauf das das Wort "Sekte" eigentlich nur ein Schimpfwort für eine "Böse zusammenkunft" sei. Für mich ist, wenn ich über Religion Rede, eine Sekte eine Zusammenkunft von Menschen die einer Zentralen Person hinter her rennen. Die "Sonnenanbeter" rannten einem Mann hinter her, liesen sich mit Drogen vollpumpen um sich am Ende selbst um zu bringen. Zum Beispiel. Nun, warum ist "Christentum" für mich eine Sekte? Weil alle um eine Zentrale Person diskutiren und dieser Hinterher rennen: Jesus. Die Frage warum sehr viele Menschen das tun möchte ich nicht Fragen, zu oft Diskutiert. Ich würde viel lieber über die Gratwanderung reden. Wenn ich sage das das Christentum für mich eine Sekte ist, bezeichnen sie mich als "Antichrist" "undreligiös" "untolerant". Wenn sie darüber nachdenken finden sie meine Meinung gut und auf einmal Beleidige ich nichts mehr ... Was denkt ihr über diese Gratwanderung? Kann man sagen das das wort "sekte" eine beleidung ist oder eher ein Teekesselchen, also mehrere bedeutungen hat...!? ich danke im vorraus mfg |
| [DarkHeart] | naja ich finde schon das in gewisser weise das Christentum mindestens mit einer Sekte verglichen werden kann, oder anders formuliert man es "darf". Denn die "wahren Christen" gehorschen den Zehn geboten, gehen jedn Sonntag um 8t in die Kirche, und beten eine Führungsperson an. Folgen auch einer Führungsperson, ihrem Priester/Pfarrer. Vielleicht nicht so krass ausgebildet wie eine "wahre" Sekte, aber ich finde schon das man es zumindest vergleichen kann. |
| Haevion | Religiöse Minderheiten werden mit dem Wort Sekte bezeichnet. ;) |
| [DarkHeart] | Klang bis jetzt alles Interessant und Trauerelfe unterstütz sogar meine meinung |
| cocrea | [B]Sekte[/B], allem Anschein nach von secta = Lehre, Richtung, Schule, zu sectum = folgen, i.W.als Abweichung von der christl. oder einer anderen Ursprungsreligion definiert. Heute außerhalb kirchl. theolog.Sprachgebrauchs wurde der Begriff wegen seiner Abwertung durch andere neutr.? (wie rel. Sondergemeinschaften) ersetzt. [B]Brockhaus (1993)[/B] |
| Scheol | Ich denke schon das man das Christentum als sektentauglich bezeichnen kann. Die heutigen Gemeinden haben nicht mehr viel mit dem Urchristentum gemeinsam. In einer Gemeinde wird sehr viel Wert darauf gelegt, die "Kunden" zu behalten. Deshalb wettern diese Gemeinden auch gegeneinander. Zwar mit vorgehaltener Hand aber innerhalb einer Gemeinde wird propagiert, sie seien der einzige Weg zu Gott, alle anderen liegen Falsch. Ein echter Christ braucht weder Priester noch Gemeinde. Denn das Christ-Sein spielt sich im Herzen und der Überzeugung ab. Ein wirklicher Christ sucht nach Gott und lässt ihn sich nicht erklären. Damals gab es mehere Formen des Christentums. Betrachten wir doch mal die Katharer. Sie zogen umher, lehnten jeglichen Besitz ab. Unterkunft fanden sie bei Fremden, genauso wie Verpflegung. Dafür leisteten sie aber auch Arbeiten, wie etwa im Haushalt, auf dem Feld oder im Garten. Sie verbreiteten Jesu Wort und pilgerten von hier nach da. Waren nicht an Streitereien interessiert wie z.B. die katholische Kirche. Diese verdrängte (Katharer wurden wie Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt) diese Formen so daß sie die einzige Option war. Die Erlösung war also nur noch innerhalb der Gemeinde greifbar. Eine Gemeinde dreht und wendet Gott wie sie es braucht, droht ständig mit dem Zorn Gottes und mit dem Fegefeuer. Es ist eine Massenmanipulation, Gehirnwäsche auf höchstem Niveau, denn diese Gemeinden, egal welche, spielen mit der Angst ihrer Anhänger. Der Leiter ist Gottgleich. Er wird verehrt, was er sagt ist immer richtig und sollte er ein Mitglied als unchristlich hinstellen ist für die restlichen Mitglieder klar: Er ist des Teufels. Jede Gemeinde, gleich wie sie sich nennen mag, ist gefährlich und eine Sekte. Auch im Christentum. Denn wenn ich Christ sein will, lese ich die Bibel, denke darüber nach und suche Gott in mir. Ich lasse mir nicht vorschreiben wie Gott ist, das ist eine sehr bequeme Art, sicher, aber sie führt von Gott weg, nicht zu ihm hin. Gemeinden und Kirchen sind Sekten, egal wie sie sich nennen. bb Scheol |
| Scheol | @Trauerelfe Informier dich doch mal über Gemeinden (nicht evgl. u. kath.) des Christentums. Dort wirst du genau das wiederfinden was du beschrieben hast. Und zwar 100% genau das. Es ist keinesfalls daneben was DarkHeart hier behauptet! bb Scheol |
| Darket | Sich in Zusammenhang mit dem Begriff "Sekte" mit den sog. Freikirchen zu beschäftigen ist hochinteressant, genau genommen sind die natürlich alle Sekten, aber deren Ideale und Weltanschauungen sind sehr verschieden. Genau genommen ist schließlich das ganze Christentum "nur" eine jüdische Sekte. Jesus würde man heutzutage als einen sektierenden guru bezeichnen, aber der Begriff sollte nicht implizieren, dass soetwas immer negativ behaftet sein muss. Das Christentum hat die moderne Welt, wie wir sie kennen sehr stark mitgeprägt, im positiven wie negativen, man sollte damit also schon mit Blick auf die eigene Religionsgeschichte vorsichtig sein. |
| Blooddragon | Wahrig Deutsches Wörterbuch: 'Sek|te Wahrig Deutsche Rechtschreibung: Sek|te [lat.] f. 11 kleinere relig. Gemeinschaft, die sich von einer größeren Glaubensgemeinschaft gelöst hat Wahrig Fremdwörterlexikon Sek|te Meiner Meinung nach gibt es da keine Gratwanderungen. Das Christentum ist ja wohl keine Sekte. Wenn man über Wörter philosophieren will, dann braucht man einen gemeinsamen Nenner. Ich denke da an den Wahrig. Vielleicht auch Duden, aber den hab ich gerade nicht da ;) Jedenfalls kann man das Christentum nicht als Sekte bezeichnen. War ist es eine relig. Gemeinschaft die sich von einer großen Glaubensgemeinschaft (dem Judentum) gelöst hat. DoOch kann mand as Christentum wahrlich nicht als klein bezeichnen, der? Da sehe ich kein Problem, für mich ist das keine Sekte, weil das Wort "klein" im Weg steht. [Darkheart] hat geschrieben: Für mich ist, wenn ich über Religion Rede, eine Sekte eine Zusammenkunft von Menschen die einer Zentralen Person hinter her rennen. Das ist deine (falsche) Meinung. Vielleicht löst bei manchen Personen das Wort Sekte solche Assoziationen(richtig geschrieben?) aus, doch auf diese kann man sich nicht Berufen, wir haben in Deutschland nunmal ein Wörterbuch, den Duden (ich weiß das ich oben nur den Wahrig zitiert habe, aber da steht das gleiche drinnen), da darf man sich nciht auf irgendwelche Assoziationen berufen. Punkt. |
| Darket | Naja, das Christentum hat zumindest als Sekte angefangen, das ist beim Lesen des Neuen Testaments ziemlich deutlich. Insofern ist eine verächtliche Benutzung des Wortes dem nicht angemessen, da ja nun auch die Weltreligion Christentum so angefangen hat (und wahrscheinlich nicht nur die). |
| Ford Prefect | Meine Meinung als "Sektenberater" will ich nicht verheimlichen... :D Der Begriff "Sekte" ist schwierig und er hilft nicht wirklich weiter, weil es ein Containerbegriff ist, in den jeder packt, was er will. Ganz klassisch ist eine Sekte eine Gruppe, die sich von einer anderen - meist größeren - Gruppe abgespalten hat. INsofern kann man das Christentum durchaus als jüdische "Sekte" bezeichnen. Setzt man diese Definition an, dann sind die klassischen Sekten vor allem die WTG (Wachturmgesellschaft bzw. Zeugen Jehovas), die STA (Siebenten Tages Adventisten) und die NAK (Neuapostolische Kirche). Andere Gruppen, etwa die Mormonen, sind dagegen Neuoffenbarungsreligionen. Weil das ganze Spektrum sehr vielfältig ist (was z.B. ist Scientology ? Die haben sich nirgendwo abgespalten, haben aber auch keinen Kult, weshalb sie im eigentlichen Sinne keine Religion sind), ist es besser, den Begriff "Sekte" nicht zu verwenden. Ich schlage vor, die Begriffe: "Sondergemeinschaft", "Neuoffenbarungsreligion" und "destruktiver Kult" zu verwenden. Wobei nicht jede neue Religion destruktiv sein muß und es im Gegenzug auch im christlichen Spektrum destruktive Kulte gibt. |