| Darkchylde | Ich las mal eine Geschichte über Zwillinge im Bauch einer Mutter. Die unterhielten sich darüber was nach der Geburt kommt. Sie unterhielten sich. Beide glaubten an ihre Mutter. Doch eines Tages bekam eines der Zwillinge Angst. "Was wenn es Mutter gar nicht gibt. Was kommt nach der Geburt. Keiner von uns beiden weiss wie es weiter gehen wird." Soll einfach nur eine Gedankenanregung sein. Es wird soviel darüber diskutiert was nach dem Tod kommt. Aber haben wir uns die Frage nicht vielleicht schonmal gestellt? Ich habe diese Geschichte einer Freundin erzählt als wir uns über den Tod unterhielten und sie mir sagte das sie grosse Angst davor hat. |
| K-O-D | in diesem fall haben wir uns die frage nicht nur schonmal gestellt, sondern dann stellen sie wir uns jeden tag aufs neue, denn wir wissen ja nicht was auf uns zukommt. im gegensatz zum thema tod haben wir hier aber immer zumindest eine ahnung was als nächstes kommen kann, da wir mit dem leben schon kontakt haben und hatten. (so auch bei den zwillingen, die über bauch der mutter, bzw. durch die mutter selbst, schon kontakt zur außenwelt hatten und haben) und mit dem tod hatten ja noch nicht allzu viele kontakt, und wenn können sie uns meist nichts mehr davon erzählen :). p.s.: zu deiner freundin: wieso hat sie angst vor etwas neuem, dem tod??? |
| Anaximander | Also, diese nette kleine Geschichte ist natürlich konzipiert worden, um auszusagen: Man sollte an ein Leben nach dem Tod glauben! Aber ich halte diese Analogie für gewissermaßen "unfair", denn bei der Schwangerschaft wissen wir ja, was danach kommt, beim Tod nicht. Gezielt ein Beispiel auszuwählen, bei dem wir wissen, dass es danach weitergeht, um damit zu behaupten, dass nach dem Tod auch etwas kommt (was wir eben nicht wissen können) ist darum unsachlich, voreingenommen. Man könnte dem Beispiel mit der Schwangerschaft tausend Beispiele entgegensetzen wo Menschen an etwas geglaubt haben was NICHT existiert und Zweifel gerechtfertigt gewesen wäre. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i] [B]Aber ich halte diese Analogie für gewissermaßen "unfair", denn bei der Schwangerschaft wissen wir ja, was danach kommt, beim Tod nicht. [/B][/QUOTE] Es ist genau umgekehrt. Wir wissen zu Lebzeiten schon das wir irgendwann sterben werden. Die Zwillinge wissen aber nicht das etwas (Geburt) passiert. [QUOTE][i]Original geschrieben von Darkchylde [/i] [B]Ich las mal eine Geschichte über Zwillinge im Bauch einer Mutter. Die unterhielten sich darüber was nach der Geburt kommt. [/B][/QUOTE] Woher nehmen die Zwillinge ihr Wissen um sich über das Thema Geburt zu unterhalten? |
| Anaximander | [quote]Es ist genau umgekehrt. Wir wissen zu Lebzeiten schon das wir irgendwann sterben werden. Die Zwillinge wissen aber nicht das etwas (Geburt) passiert.[/quote] Wir wissen, dass dieses Leben endet, aber nicht ob danach etwas kommt - und allein darum geht es hier doch. Der Autor der Geschichte weiß aber, dass und wie es nach der Schwangerschaft weitergeht. Darum ist es Unsinn ein solches Beispiel (bei dem wir den Ausgang kennen) als "Argument" für ein Leben nach dem Tod zu nehmen. Wie gesagt, man könnte umgekehrt genug Beispiele finden, bei denen der Glaube ungerechtfertigt war.. aber solche Argumentationen sind nun mal unsachlich. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i] [B]Wir wissen, dass dieses Leben endet, aber nicht ob danach etwas kommt - und allein darum geht es hier doch.[/b][/quote] Ja eben und deswegen ist die Sache mit den Babies Unsinn, denn die wissen eben nicht das ihr "Leben" (im Bauch) "endet". [quote][b]Der Autor der Geschichte weiß aber, dass und wie es nach der Schwangerschaft weitergeht. Darum ist es Unsinn ein solches Beispiel (bei dem wir den Ausgang kennen) als "Argument" für ein Leben nach dem Tod zu nehmen. [/B][/QUOTE] Wie gesagt, der Fehler an diesem Beispiel ist schon der, das sich die Zwillinge darüber unterhalten obwohl sie nicht wissen können das sich an ihrer Situation etwas verändert. |
| Trauerwesen | ich habe das gleiche problem wie selian, woher wissen die babies, dass sich überhaupt was ändern wird. Wir wissen es aus Beobachtungen, dass ein Körper leblos wird, aber sie wissen es ja nicht, würden wir nie einen menschen sterben gesehen haben, hätten wir vllt auch keine angst vorm tod, bzw wüssten wir, was kommt, dann auch nicht. aber die babies können es ja nicht wissen, dass sich überhaupt was ändern wird, wüssten wir nicht, dass etwas geschieht, gäbe es wohl diese diskussion nicht. Und die worte des autors sind ja auf erkenntnisse über schwangerschaft usw gestützt, aber ok, es zeigt, dass durchaus was kommen kann, aber das werden wir wohl erst dann feststellen. |
| Kampfsau | Ich mach mal einen Vergleich.Bei der Schwangerschaft könnte es zu Komplikationen kommen bei denen das Kind stirbt oder physische oder geistige Schäden behält oder die Mutter stirbt. Beim Tod wäre es also doch das Ende gewesen.Oder die Mutter kann oder will sich nicht um einen kümmern und gibt ihr Kind in ein knallhartes Waisenhaus das einer Vorhölle gleicht.Natürlich kann man auch glücklich in einer warmherzigen Familie aufwachsen.Fakt ist jedoch,dass man absolut nicht weiß was auf einen zukommt.Man kann nicht einmal wissen ob nicht am nächsten Tag ein Lebensbestimmendes Ereigniss geschied. Man sollte auf alles gefasst sein.Auf das schlimmste,das Beste,das Ende und nicht einfach vertrauen das alles gut wird. Der Mutter=Gott vergleich hinkt da man sich selbst auf eine Mutter nicht immer verlassen kann. |
| DarkHaze | ein sehr interessanter denkanstoß. vor allem, weil wir tatsächlich immer nur nach vorne denken, für t = t + 1 wird sich dies und das ändern und [B]ist die zeitkoordinate nur lange genug, sinkt die überlebenswahrscheinlichkeit für jeden auf 0 [I](fight club)[/I][/B] aber ist es nicht genau so albern bzw. ernst von einem leben nach dem tod zu reden, wie von einem leben vor der geburt? wieso? nur weil uns eine dimension (die zeit) permanent verschiebt und rotiert? und selbst die zeit ist relativ... wir werden alle gegen unsere tödliche zeitkoordinate gedrückt und deshalb... ja... deshalb denken wir nur daran, wie unser graph weitergehen wird... nach dem tod. nur... ein autofahrer, der nie einen blick in den rückspiegel wirft, kann niemals behaupten, dass er sich wirklich auf einer straße befindet. |