| -rigol- | Hej "An etwas zu glauben heißt dessen Existenz zu leugnen." (sinngemäß) Wer kennt dieses Zitat? Ich hab es mal irgendwo in einem Buch gelesen, weiß weder welches noch von welchem Autor :rolleyes: In diesem Buch stand auch die Herleitung der oben genannten Aussage und von wem sie eigentlich ist. Nun, und danach suche ich. Von wem stammt das und wie hat dieser Jemand das begründet? Wisst ihr vllt genaueres darüber? Gruß rigol |
| Coldplay | Hallo! also ich kenne nir folgenden satz: [QUOTE]an etwas zu glauben? Heisst es, an seine Existenz zu glauben, oder an seine Wirkung[/QUOTE] aber zu deinem zitat kann ich nicht viel sagen,hm,aber wie wäre es dann im christentum,mit gott und jesus? |
| Montrose | Keine Ahnung. Der Satz ist ohnehin falsch. |
| Little Dreamer | Es stammt aus dem Buch Gothic II - Die internationale Szene aus der Sicht ihrer Macher Peter Matzke schrieb in einem Gespräch mit Bruno Kramm folgendes: Doch der Knackpunkt ist für mich immer noch die Vokabel "Glauben". Glauben fängt an, wo wissen aufhört. Man kann (und muss) also glauben ohne zu wissen - aber man kann nicht glauben wider wissen. Der Franzose Baudrillard führte mal den verblüffend schlüssigen Nachweis an, dass die Existenz Gottes bereits durch die Tatsache widerlegt ist, dass an ihn geglaubt wird. Denn geglaubt wird nur an Dinge, die nicht gewusst werden. Um einen real vorhandenen Gott würde man wissen, da bedürfte es gar keines Glaubens. Wenn uns statt dessen Letzterer nahe gelegt wird, ist das, so Baudrillard, ein sicheres Zeichen dafür, dass es Gott nicht gibt. nAn Gott zu glauben heißt also, seine Existenz zu leugnen - ein hübsches Paradoxon! [I]Ich vermute, dass das hier das von dir gesuchte ist. Damit kann ich persönlich nichts anfangen, da es allein von der Definition der Vokabel "Glauben" abhängt. Folgendes ist jedoch weitaus schlüssiger:[/I] Ebenso wie jenes bekannte, das Epikur zugeschrieben wird, der etwa 300 Jahre vor dem langhaarigen Nazarener lebte: Wenn es einen einzigen Gott gabe, so meinte der Philosoph sinngemäß, der allmächtig, allwissend und gut sei, so dürfte es keine Übel auf der Welt geben. Da es aber nachweisbar welche gibt, kann es entweder sein, dass Gott zwar gut ist und davon wiß, aber keine Macht hat, die Übel zu beseitigen. Oder er wäre dazu sehr wohl in der Lage, würde es auch tun - nur weiß er nichts von den Übeln. Dann kann er unmöglich allwissend sein. Oder schließlich: Er kennt sie und könnte sie auch beseitigen, aber er will nicht: Dann kann er nicht gut sein. Ein gleichzieitg allmächtiger, allwissender und guter Gott, so der Grieche hunderte Jahre vor der Zeitwende, sein nicht denkbar. Und der Mann hatte keine Ahnung von Auschwitz! Little Dreamer |
| -rigol- | Danke, Little Dreamer, danke danke danke! Genau DAS ist es, was ich gesucht hab! Tausend Dank! |
| Little Dreamer | Bitte bitte, freut mich, wenn ich helfen konnte ;) Little |