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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Sprachentwicklung und Zahlen
Xavyre WrynHiHu ihr getreuen Philosophisten,

ich stelle mir schon das eine oder andere mal die Frage, wie zum teufel hat sich die Sprache entwickelt und warum gibt es unterschiedliche? Ist das ein Indiez dafür das alles durch Zufall gefunden wurde? Das würde fast heißen das sich ein Chaos selbst geordnet hat? Oder nicht? Und welche cleveren Leute haben die Schrift und Zahlen entwurfen. Wenn man sich über legt das sich da jemand ein System einfallen lassen hat alle Mengen in 10er Gruppen einzuteilen... und warum hat sich das 12er system nur auf der Uhr durchgesetzt. bzw wieso überhaupt dort? Ja warum hat das dodeka(griech. zwölf [kann man das so nennen?])-system bei der Uhr eingeschlichen?


In Fragen

Xavyre Wryn
TiberonWo ist bei diesen Fragen, die sich allesamt durch lesen eines Was-ist-Was-Buches beantworten lassen, der philiosophistische Ansatz??
SenecaSprachen entstanden siche rnicht viel anders, als es heute noch geschieht, bei Kleinkindern...!
Es geht dabei nur darum, das man lernt, den begriffen die Gegenstände, Personen oder Tätigkeiten zuzuordenen, das können selbst Hunde erlernen...
Funktioniert selbstverständlich auch im Ausschlussverfahren, wonach dann unbekante Wörter auch einem unbekanten gegenstand zugeordent wird.
gerade in lezter zeit kann man beobachten, wie Wörter fälschlich verwandt werden, was auch eben diese Art der Sprachbildung hinweißt...es geht also nur darum, das sich genug Leute darauf einigen, wel cher Grunzlaut was zu bedeuten hat....unabdingbar für Rudeltiere...!

Meine Theorie, warum das Dezimalsystem bevorzugt wird...wir haben nur 10 Finger, so lässt sich leichter rechnen...!

Den tag mit seinen 24h und der Einteilung der Minuten in 1/60 eines Winkelgrades, (Stunde) verdanken wir schlicht dem lauf der Gestirne, und der Geometrie des Kreises...!

Kleine Ursache, große Wirkung
MenedemosAlso hier sehe ich sehr wohl einen philosophischen Ansatz, die Entstehung der Sprache ist ein äußerst interessantes (und ungelöstes) Problem. Wenn ich heut Zeit habe, schreib ich noch was dazu.
Das 12er System auf der Uhr kommt, glaub ich, ursprünglich von den Babyloniern. Von jenen stammt auch die Winkeleinteilung, sie hatten ein sexagesimalsystem (grundzahl 60), kein dezimalsystem.
AshuraDie Sprache entstand ganz einfach aus dem typischem Drang des Menschen alles irgendetwas zuzuordnen. Ein Mensch fühlt sich unsicher wenn er etwas nicht kennt, oder zuordnen kann. Also beginnt er diesem "etwas" aneinandergereihte Laute zuzuordnen, sodass er imstande ist, dieses "etwas" anderen Menschen zu beschreiben. Sollte der Mensch jemals aufhören sich selbst zu vernichten und ein höheres Evolutionsstadium erreichen, könnte es durchaus sein, dass er eine weitaus effizientere Verständigungsmethode (man denke nur an die Telepathie...) entdeckt und somit die Sprache langsam aber sicher ausstirbt. Bis dahin müssen wir uns eben noch auf diese primitive Verständigungsmethode beschränken, die bisweilen schon zu unzähligen Missverständnissen gesorgt hat.

Übrigens: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Denkt mal darüber nach...
Xavyre Wryndie sprachentwicklung im allgemeinen hat nichts damit zu tun was ein baby macht. das baby spricht nur nach was die eltern ihm vorsagen un ordnet es dann erst viel später zu. Es würe auch papa zur mutter sagen wenn sie es oft genug gesagt hätte.

aber kein anderes wesen kann sich per sprache verständigen, höchstens durch laute und körpersprache. Warum hat es der mensch geschafft und das ohne irgentwie eine anregung oder beispiel zu haben. und warum war es nötig, ich meine es lässt sich alles genauso gut in gemalten bildern (notfalls in erde geritzt) ausdrücken und bei der Jagt haben sie sich sicher auch nicht ständig was zugeschriehen, sonst hätten die jäger nie was gefangen.

Und das mit den zahlen... naja das ist irgentwie strittig, weil ich glaube nicht das ich jemals mit den fingern gerechnet habe (auch nicht in gedanken) und ich denke das system von den babyloniern hat auch ganz gut geklappt, aber es wurde geändert, genauso mit der Zeit, mann hätte es auch super in ein dezimales system bringen können. Die Sekunde wurde einfach definiert, wäre sie so definiert wurden das sekunden und minuten und stunden 'runde' gewurden wären hätten wir auch die uhr mit 'reformierten' system.
BerkanaÜber den Spracherwerb bzw. den Auslöser hierfür gibt es eine Menge (mehr oder weniger) interessanter Theorien. Eine der ersten Ideen war zum Beispiel, dass der Mensch ursprünglich die Geräusche seiner Umgebung nachahme, also Tierlaute oder auch Geräusche von unbelebten Gegenständen imitierte. Später dann hätte er diese primitiven Geräusche zur menschlichen Sprache weiter entwickelt. Man streitet heute noch ob die menschliche und die tierische Sprache sich nun quantitativ oder qualitativ unterscheidet. Jedenfalls denke ich, dass die "Erfindung der Sprache" ganz praktischen Nutzen hat. Zum Beispiel eben in einer Gesellschaft, die nicht nur einzeln, sondern auch in der Gruppe auf die Jagd geht. Da ist es natürlich sehr hilfreich, wenn man die Gruppe nicht allein durch Gesten oder Zeichnungen, sondern auch durch klar definierte Laute koordinieren kann. Im Gegensatz zu Ashura bin ich nämlich nicht der Meinung, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte. Egal ob ich nun einen Befehl übermitteln möchte, eine Bitte ausspreche oder einen abstrakten Gedanken beschreiben will- mit Hilfe der Sprache ist es möglich, das alles sehr präzise zu formulieren. Wenn ich erst ein Bild dazu malen sollte, würde das zu großen Missverständnissen führen... Ich höre auch oft das Argument, dass man mit der Sprache niemals exakt das ausdrücken kann, was man wirklich fühlt und denkt bzw. dass diese Botschaft bei meinem Gesprächspartner nicht richtig ankommt, weil er die Worte anders definiert, als ich. Baum ist eben nicht gleich Baum, auch wenn immer das gleiche Wort verwendet wird und bei abstrakten Begriffen wie "Liebe" oder "Sein" ist der Unterschied, den die einzelnen Personen machen, noch gravierender. Aber mich überzeugt dieses Argument dennoch nicht, weil es immer die Möglichkeit gibt, den verwendeten Begriff zu erklären und zu beschreiben. Wie aber kannst du dir ein Bild erklären lassen, wenn du es nicht verstehst, außer mit Worten?

Auch finde ich, dass Telepathie keine bessere Alternative zur gesprochenen oder geschriebenen Sprache wäre. Wie sollte das denn funktionieren, wenn nicht mit Worten? Mit Bildern? Bilder sind höchst missverständlich und noch schwieriger zu interpretieren als Worte. Mit Gefühlen dann? Das kann aus dem Grund nicht funktionieren, weil nicht jeder die Gefühle des anderen verstehen kann. Die Kommunikation müsste also auf einer sehr primitiven und allgemeingültigen Ebene bleiben. Ich möchte die Worte als Kommunikationsform nicht missen, schon gleich gar nicht in ihrer kunstvollen und ästhetischen Funktion! Aber ich bin natürlich auf andere Meinungen gespannt ;-)

Berkana
Ashura@Berkana
Das mit dem Bild war ein Beispiel, wie man jemandem etwas vermitteln kann, so dass dieser selbst bestimmen kann, wie er es versteht. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass man viele Informationen innerhalb weniger 1000stel Sekunden vermitteln kann.

Beispiel: Ich versuche meinem Kumpel zu erklären, wie meine Freundin aussieht (ich bin im Beschreiben nicht sonderlich gut) - ich brauche sehr lange, bis ich das Gefühl habe, meinem gegenüber das vermittelt zu haben, was ich zur Bildentstehung für notwendig erachte. Und dennoch kann ich mir nicht sicher sein, dass mein Gegenüber jetzt das selbe Bild im Kopf hat, wie ich - ich kann schließlich schlecht nachschauen...
Einfacher und direkter ist es doch, ihm ein Bild von ihr zu zeigen. Er sieht sie und hat sofort ein brauchbares Bild von ihr (im Kopf). Hierbei lässt sich wirklich nicht behaupten, dass die Sprache präziser ist. Ok letzteres vielleicht, aber es ist umständlicher, Dinge mit der Sprache zu beschreiben, weil man wie eben gesagt nur [B]beschreiben[/B] kann.

Zum Thema Telepathie: Woher sollen wir heute wissen, in welcher Form die Kommunikation auf diesem Weg von Statten geht? Mir persönlich ist bis jetzt noch kein brauchbarer Präzedenzfall von Telepathie untergekommen. Wir können uns noch nicht vorstellen, wie dies funktionieren soll, da wir auf unseren begrenzten Horizont beschränkt sind. Hin und wieder denke ich Dinge, ohne an genaue Worte, oder Ähnliches zu denken. Vielleicht ist es bei der Telepathie ähnlich. Vielleicht vermitteln wir dann so eine Art allgemeines / hochkomplexes Gedankenmuster? Oder vielleicht übermitteln wir tatsächlich Gefühle - welche dann aber so intensiv gesendet würden, dass es nicht zu Missverständnissen kommen kann.

Im Moment ist es uns nicht möglich, darüber zu mutmaßen, da wir wie gesagt noch keinen nennenswerten Fall erlebt haben...
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Xavyre Wryn [/i]
[B]aber kein anderes wesen kann sich per sprache verständigen, höchstens durch laute und körpersprache. Warum hat es der mensch geschafft und das ohne irgentwie eine anregung oder beispiel zu haben. und warum war es nötig, ich meine es lässt sich alles genauso gut in gemalten bildern (notfalls in erde geritzt) ausdrücken und bei der Jagt haben sie sich sicher auch nicht ständig was zugeschriehen, sonst hätten die jäger nie was gefangen.[/B][/QUOTE]owei ... versuch mal eine Unterhaltung mittels Bildern zu führen ...
Im übrigen verständigen sich alle Wesen miteinander. Viele sogar akustisch - beim Mensch dürfte es lediglich quantitativ am ausgeprägtesten sein. (Elefanten hatten auch keine Anregung oder Beispiel ihr rumgetröte zu erfinden)

zu den Zahlen nur soviel - es gibt Fingerrechensysteme, mit denen man mit durchaus beachtlichen Zahlen schneller umgeht als der 12.-Klässler die in seinen Taschenrechner eintippen kann.
LaChatte[QUOTE]. Im Gegensatz zu Ashura bin ich nämlich nicht der Meinung, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte. [/QUOTE]

Bilder haben den Vorteil, eine Universalsprache zu sein und mit der Intuition zu arbeiten. Im Verkehr werden Richtungen also mit Pfeilen angegeben - ein Blick genügt, die Botschaft kommt an - und nicht mit verbalen Botschaften wie "hier bitte links abbiegen". Sogar Leute wie ich, die ein links-rechts-Problem haben (was ist jetzt wieder wo?) können sich mit Pfeilen nicht irren... Analphabeten ebenso wenig.

Bilder sind sehr oft selbst-erklärend und haben mehr Info pro Fläche... Bücher haben in der Regel mehr als hundert Seiten, Comics aber meist nur so um die vierzig oder fünfzig.

[QUOTE]? Mir persönlich ist bis jetzt noch kein brauchbarer Präzedenzfall von Telepathie untergekommen. Wir können uns noch nicht vorstellen, wie dies funktionieren soll, da wir auf unseren begrenzten Horizont beschränkt sind. Hin und wieder denke ich Dinge, ohne an genaue Worte, oder Ähnliches zu denken. Vielleicht ist es bei der Telepathie ähnlich. Vielleicht vermitteln wir dann so eine Art allgemeines / hochkomplexes Gedankenmuster? Oder vielleicht übermitteln wir tatsächlich Gefühle - welche dann aber so intensiv gesendet würden, dass es nicht zu Missverständnissen kommen kann.[/QUOTE]

gemäss meinen eigenen rudimentären Erfahrungen funktioniert Telepathie. Du kriegst und sendest Wörter, oder Bilder, aber auch Gefühle... und oft ist es gar nicht so einfach zu unterscheiden, ob es nun eigene oder fremde Gefühle sind, die du gerade spürst. Gerade bei Personen, die sehr gut miteinander vertraut sind, funktioniert sehr viel über wortlose Kommunikation, und das ist ein sehr alltägliches Phänomen. zum Beispiel schaute ich gestern mit meinem Freund Fernsehen, und ich schnallte den Film irgendwie nicht - und in dem Moment, als ich quasi ohne Worte die Frage in den Raum stellte, worum es überhaupt geht, begann er mir den Film zu erklären.

@Berkana
Gefühle muss man nicht verstehen, sondern fühlen. Darum heissen sie auch so;)

Und sie können genauso komplex sein wie ein Gebilde aus Worten - es ist nur ein Zugang, der die rationale Logik nicht benötigt, um Wissen zu übermitteln, und alles andere als primitiv.

Worte sind sicher ein Kommunikationsmittel, das auch ich nicht missen möchte - aber sie sind ein Kommunikationsmittel unter vielen, und längst nicht das Wichtigste. Wenn zwei Personen einander gegenüberstehen und miteinander reden, ist nur ein kleiner Anteil von 15% verbale Kommunikation, der Löwenanteil von 85% ist nonverbal - Gesten, Tonfall, Mimik, Distanz und Abstand, etc.. (reiss mich nicht in Stücke, wenn die Verteilung nicht ganz stimmt - vielleicht ist es auch 80% : 20%)
Ashura@LaChatte
Ich denke dein Freund hat unbewusst deine Körpersprache bemerkt, welche du vielleicht sogar unbewusst ausgesendet hast. Das muss nicht zwangsweise ein Phänomen sein, es gründet vielmehr - wie du bereits selbst gesagt hast - darauf, dass ihr euch schon lange kennt. Nach einem gewissen Zeitraum weiß man jede noch so kleine Bewegung des Partners zu deuten...
LaChatteEr hat aber den Film angeschaut, nicht mich... und was ist das "unbewusste Deuten und unbewusste Reagieren auf unbewusste Signale" anderes als Telepathie?;)

Dazu kommt, dass er ein unheimliches Flair dafür hat, wenn ich heimkomme (und mich oft auf mein Handy anruft, wenn ich gerade im Lift bin:rolleyes: ), da hat er ja gar keine sichtbaren Signale dafür empfangen... und in der Regel passieren solche Dinge immer, wenn ich zu einer nicht üblichen Zeit heimkomme, also früher als normal.

Beispiele könnte ich hier noch tonnenweise finden - und ja, Telepathie funktioniert umso besser, je besser du eine Person kennst und je emotionaler das Verhältnis zu ihr ist. Denn eine emotionale Bindung ist auf energetischer Ebene tatsächlich eine existierende Verbindung, wie eine Nabelschnur (und manchmal eine Fessel), wo auch auf Distanz Infos ausgetauscht werden können.
AshuraTelepathie hat für mich nichts mit Unbewusstem zu tun. Schließlich sendet man ja willentlich Informationen aus oder liest ebensolche und der gegenüber empfängt diese willentlich oder lässt ein "Lesen" zu.

Zu dem mit dem Anrufen kann ich nur sagen: es gibt immer mehr auf dieser Welt als wir alle denken. Dein Freund scheint ein regelrechtes Gefühl dafür entwickelt zu haben, wann du kommst. Ansonsten könnte er kaum bei untypischen Zeiten wissen, dass du kommst.

Das für eine bessere Verbindung bei der Telepathie der Gegenüber kein Unbekannter sein sollte ist durchaus logisch. Denn schließlich ist es bei der verbalen Sprache auch nicht anders: je besser man einander kennt, umso besser versteht man auch was der Gegenüber eigentlich ausdrücken will.
Jesus_C.ich persönlich bin nicht os sehr überzeugt von telepathie, wobei ich auch einige momente hatte, die für mich darauf hindeuten, aber die waren alle mit meiner mutter. scheinbar ist für telepathie ein enormes maß an emotionaler nähe nötig.
daher bin ich nicht so von telepathie überzeugt. kommunkiation wäre in dem sektor mit fermden sohr kompliziert. (sehr langweilig immer nur mit den gleichen leuten zu "reden") aber möglicherweise ist wird die telepathie eine aditive form der kommunikation und nach darwin's "survival of the fittest" die nächste evolutionsstufe.
die mir bekannten "telepathie"-fälle sind aber ausschließlich primitiver natur, niemals komlpex oder spezifisiert gewesen.
um mich jetzt weiterhin richtig auszudrücken würde ich den begriff telepathie geklärt haben. für mich heißt telepathie gedenken übertragung und dedanken bestehen bei mir auch hauptsächlich aus sprache. bei irgendwelchen sinnes erfahrungen kann man sich durchaus das erlebte (gedanklich) wieder in errinnerung rufen, aber abstraktes ist (bei mir) zwangsläufig in sprache gedacht.
ich bin auch der meinung, das das wort auch in ferner zukunft nicht seinen stellenwert verlieren wird. vielmehr bin ich vom gegenteil überzeugt, denn medial sind die informationen (nicht infotainemnt oder simples entertainment) meist geschreibenes oder gesprochenes wort.

für die entstehung der sprache, kann ich keine schlüßige erklärung finden. ich denke aber , dass es aus dem drang des wissens/informations-austausches heraus entstanden ist. (ok, für was ist sprache sonst auch gut)

ich persönlich würde gerne einen kleinen einwurf machen und fragen, warum haben sich die arabischen zahlen gegenüber den lateinischen durchgesetzt, obwohl latein jahrunderte den großteil der europäischen und nahöstliche kultur und geschichte dominiert hat.
AshuraFür mich ist Telepathie ebenfalls Gedankenaustausch in Form von Sprache, also gedachten Worten. Man könnte aber auch Bilder, Emotionen und vielleicht sogar Erinnerungen übermitteln (und lesen, schließlich ist Telepathie keine Einbahnsstraße)

Für mich ist die Sprache, wie ich bereits ausgeführt habe, aus dem Drang der Menschen entstanden, allem einen Namen zu geben, um sich selbst die Furcht vor dem Unbekannten zu nehmen.

Warum die Lateinischen Zahlen verschwunden sind, weiß ich nicht. Und ob es direkt mit dem allmählichen Aussterben der lateinischen Sprache zu tun hat, kann ich nicht sagen. Wäre aber denkbar. Eigentlich schade, da lateinisch doch trotz der Komplexität eine sehr schöne Sprache ist...
BerkanaNoch mal kurz zu den arabischen Zahlen: Man vermutet, dass sich die arabischen Zahlen durchgesetzt haben, weil die schriftlichen Rechenarten so viel einfacher durchzuführen sind, als mit den lateinischen Zahlen. Man kann die arabischen Zahlen ja einfach untereinander schreiben und dann von unten nach oben zusammenzählen, abziehen etc. Mit den lateinischen Zahlen geht das nicht. Wenn wir die lateinischen Zahlen behalten hätten, müssten wir für einfache Rechnungen immer noch einen Spezialisten aufsuchen, so wie es damals üblich war. (Vom Taschenrechner natürlich abgesehen...) Die wichtigste Neuerung, die wir von den Arabern übernommen haben, ist vielleicht die Null. Die hatten die Römer noch nicht und diese Ziffer erleichtert das Rechnen doch ziemlich.
Zoranich muss mich Berkana anschliessen, dass man mit roemischen Zahlen nicht rechen koennen wuerde.
Wenn ihr die lateinischen Zahlen betrachtet, impliziern sie schon die denkweise des Zahlensystems.
so wird z.B. die 4 als 5 minus 3 dargestellt, und in so einem System waeren Rechenvorschriften nur sehr schwer umzusetzen.
Addition und Subtraktion waeren noch praktikabel, doch sind Multiplikation und Division fast unmoeglich.
Desweitern gibt es keineinfaches Stellensystem, so ist es nicht moeglich sehr grosse Zahlen darzustellen, da einem irgendwann die Zeichen ausgehn.

Was die Telepatie angeht, sprich Gedankenuebertragung voellig ohne Worte, finde ich die Ueberlegung sehr interessant, dass man nur das denken kann was man benennen kann. Es also bekannte Worte dafuer gibt. Folglich wuerde es keien Gedankenuebertragung geben koenne wenn damit gleichzeitig die Sprache und alle ihre Vokabel definitionen, auf denen Gedankenkunstruke bis dahin basierten, an sich abgeschafft wuerde.

Und das Bilder exakter sind als Sprache wuede ich verneinen, da die angefuerhrten exakten Bilder, wie Verkehrszeichen, eine eigende Symbolsprache sind, es ist allgemeinhin definiert, dass ein Pfeil eine Richtungsangabe ist, und kein Zeichen fuer Baum mit wenig Aesten der umgefallen ist.
So sind Symbole eine universellere sehr einchae Sprache, und nicht als Bilder zusehn.
Echte Bilder, liegen in ihrer Interpretation ganz beim Betrachter, so stimmt es das ein Bild mehr sagt als tausend Worte, weil es in annaehernd beliebig vielen Arten interpretiert werden kann.
Damit ist aber nicht sichergestellt, dass es genau den Eindruck bei jedem uebrmittel, mit dessen Intension es geschaffen wurde.
Ashura@Zoran:
Ich denke, dass bei der Telepathie etwas übermittelt wird, was wir mit unseren jetzigen Sprache nicht einmal ausdrücken können. Es könnte eine Art von Übermittlung von Gefühlen sein, oder aber eben ein völlig neues Gedankenmuster. Denn schließlich hätte unser Gehirn durch die neu gewonnene Fähigkeit mehr Kapazitäten, als im Moment.

Zum Bild: meistens ist ein Bild - von einem Künstler z.B. - auch direkt darauf ausgelegt, dass jeder Betrachter einen anderen Inhalt, einen andereren Sinn, oder eine andere Thematik darin sieht. Der Mensch sieht dann in dem Bild einen Spiegel seiner selbst, da er das Bild seinen bisher im Leben gesammelten Erfahrungen getreu sieht.
MenedemosUm mal von der Telepathie zur Ausgangsfrage zurückzufinden, nämlich die nach der Sprachentstehung.
Man darf dabei nie vergessen, daß die Sprache eine ganz wichtige anatomische Voraussetzung hat, nämlich die Stimmbänder und überhaupt der ganze Sprachapperat. Schon allein in diesem Punkt unterscheiden wir uns von unseren nächsten Verwandten im Tierreich erheblich, eine Affe könnte nicht sprechen, selbst wenn er wollte und wenn er kognitiv dazu fähig wäre.
So stellt sich die Frage, was zuerst da war: Die Sprache im "Geiste" - und später hat erst die Evolution den Sprachapperat geschaffen, die den Menschen befähigt, diese sprachlichen Gedanken auch zum Ausdruck zu bringen? Oder sind - etwa durch eine Mutation - erst die Stimmbänder entstanden, und der Mensch hat erst im Laufe vieler Generationen gelernt, mit diesem Organ überhaupt etwas anzufangen?
Die Frage ähnelt der nach dem Ei und der Henne. Die Erkenntnis dieser Parallele führt uns leider nicht weiter, eher aber eine andere ähnliche Frage: Was war bei der Erfindung des Computers zuerst da: Die Hard- oder die Software? Wurde erst der Computer erfunden, aber man wußte am Anfang gar nichts damit anzufangen? Oder hat man fleißig Programme geschrieben - noch lange bevor man überhaupt wußte, mit welchem technischen Gerät man sie abarbeiten sollte?
Zum Glück liegt die Entstehung der Computertechnologie im Gegensatz zu der der Sprache weit im geschichtlichen Bereich, und so wissen wir, wie es wirklich war: BEIDES ZUGLEICH ist entstanden! Und noch eine wichtige Erkenntnis können wir ableiten: Die Anfänge beider Seiten waren äußerst primitiv!
So dürfte es auch bei der Sprache gewesen sein: Sowohl der Sprechapperat (Hardware) als auch die Sprache selbst (Software) entwickelten sich gleichzeitig und beider Anfänge waren äußerst primitiv. Es geht gar nicht anders. Am Anfang dürften sowohl der Sprechapperat des frühen Hominiden als auch seine "Sprache" kaum differenzierter gewesen sein als bei unseren tierischen Vorfahren, sprich, die Lautäußerungen waren sowohl aufgrund des Sprechapperats als auch aufgrund der geringen Anzahl der "Vokabeln" notwendigerweise auf vielleicht 100 Begriffe begrenzt und dürften eher emotionale Äußerungen, Droh- und Warnsignale gewesen sein. Ganz am Anfang waren sie wahrscheinlich auch rein instinktiv und angeboren.

Mit zunehmender Entwicklung kamen etwas mehr Laute hinzu. Es dürfte noch eine weitere Veränderung gegeben haben: Lautäußerungen waren nicht mehr ausschließlich angeboren, sondern wurden von den Nachkommen erlernt und "kulturell" weitertradiert, als über das Gehirn, nicht über die Gene. (Dieser Schritt ist im übrigen nicht als übermäßig intellektuell zu werten, das Phänomen gibt es auch bei Vögeln. Auch Singvögel können Laute erlernen und an ihre Nachkommen weitergeben - so haben die meisten Singvogelarten in Bayern einen anderen "Dialekt" als in Baden-Würtemberg, obwohl sie genetisch nicht signifikant verschieden sind).

Irgendwann werden unsere Vorfahren auch erlernt haben, neuen Lautkombinationen auch bewußt Bedeutungen zuzuordnen. Das war ein großer Quantensprung an Sprachkreativität! Der Vorfahr des Menschen war nun nicht mehr länger auf das tradierte Lautrepertoire (bzw. bisweilen auf zufällige "Erfindungen") angewiesen, sondern konnte sprachschöpferisch tätig werden, indem er neuen Begriffen neue Ausdrücke gab. Natürlich geschah das ganze am Anfang auch nur halbbewußt, es hat sich sicher kein Homo habilis auf einen Baumstumpf gesetzt wie der Denker von Rodin und sich beim Anblick einer Blume gefragt: "Hmm, und wie wollen wir jetzt dieses lustige, bunte Ding benennen?" Das Bewußtwerden der Sprachschöpfung war sicher auch ein [i]allmählich[/i] fortschreitender Prozeß.

Von Sprache in unserem Sinn sind wir damit aber immer noch weit entfernt. Sprachen erschöpfen sich ja nicht darin, daß irgendwelchen Gegenständen irgendwelche Ausdrücke zugeordnet sind. Nein, heutige Sprachen erlauben auch, komplexe Zusammenhänge zum Ausdruck zu bringen. Der obige Text, so lang er ist, enthält zum Beispiel so gut wie keinen konkreten Begriff. Die einzigen sind: Stimmbänder, Affe, Mensch, Ei, Henne, Computer, Gehirn, Vogel, Singvogel, Baumstumpf, Blume. Natürlich gibt es noch andere Substantive, aber die sind rein abstrakt, nicht im Sinne der Erstklasslehrerin ("alles was man anfassen, sehen, hören, riechen kann): Quantensprung, Vokabel, Vorfahr, Lautrepertoire, Software etc... Und selbst die oben genannten "gegenständlichen" Begriff sind es meist nur auf den ersten Blick: Den Menschen kann man zwar anfassen, hören, manchmal sogar riechen, aber Mensch in diesem Zusammenhang ist dann doch wieder abstrakt. Stimmbänder hat auch noch keiner von uns gesehen, der kein Chirurg ist, und Ei und Henne sind rein metaphorisch gemeint. Zu einer echten Sprache in heutigem Sinne ist es also noch weit, selbst wenn es für jedes sichtbare Ding einen Ausdruck gäbe.
Noch gar nicht angesprochen habe ich bis jetzt komplexe Satzverbindungen. Die Worte in einem Satz stehen ja zueinander in logischen Beziehungen, ebenso stehen Teilsätze zueinander in logischen Beziehungen. Das ist es, was eine echte Sprache ausmacht.

Es hat einem Menschen im Paläolithicum sicher wenig genutzt, wenn er nur die Benennungen diverser Dinge gekannt hätte. Simulieren wir einmal eine solche Unterhaltung (zwei Höhlenmenschen stehen im Wald):

Höhli1: Baum!
Höhli2 (kopfnickend): *grunz* Baum!

Was hat den beiden Höhlenmenschen diese Unterhaltung gebracht? Wenig bis gar nichts! Genausowenig wie sie uns bringen würde.
Sinnvoller wäre es schon, wenn Höhli1 sagen würde:

Höhli1: "Baum kippt!"
Höhli2: "Oh!"

Höhli1 hat also zwei Wörter in eine logisch, sinnvolle Verbindung gebracht. Höhli2 ist gewarnt und kann sich retten. Dazu war aber eine gewisse (wenn auch primitive) Syntax erforderlich, außerdem die Erfindung einer neuen (abstrakten) Wortart: des Verbs!
Für uns ist das selbstverständlich, aber für einen tumben Homo habilis eine gewaltige intellektuelle Leistung. Zumal wir ja nur bereits Bekanntes hinterherplappern, die damals mußten völlig neue Erfindungen machen. Es ist eben ein Unterschied, ob man einen Computer nur benutzt, oder ihn erfindet. Oder gibt es hier jemanden, der schon einmal eine neue Wortart erfunden hat - oder eine neuartige logische syntaktische Verknüpfung?? In dem Fall nehme ich natürlich alles zurück und behaupte das Gegenteil... ;)
Möglicherweise war zwar manches schon im Gehirn angelegt, etwa die (durchaus abstrakte) Vorstellung von Tätigkeiten. Damit wäre dann keine soooo große Brücke bis zur Erfindung des Verbs zu schlagen gewesen. Aber immer noch groß genug.
Langer Rede, kurzer Sinn: Sobald wir Äußerungen haben, die länger als ein einzeles "Wort" sind, haben wir eine syntaktische Struktur, die über die Möglichkeiten, "Gefahr!" oder "will ficken!" auszudrücken, hinausgehen. Wann es zum ersten Mal die Kombination mehrerer Wörter gab, ist unmöglich zu sagen, schon gar nicht absolut. Auf jeden Fall aber war dies ein ganz wesentlicher Schritt in der Sprachentwicklung.

Das dürfte aber die letzte qualitative Veränderung gewesen sein. Vielleicht war die Erfindung der Schrift noch einmal eine solche, die erlaubte, nicht nur über große Entfernungen, sondern auch über lange Zeiten hinweg zu kommunizieren. Ja selbst Tote können noch sprechen dank der Schrift!

Auf jeden Fall hätte es ohne die Sprache keine Kultur gegeben. Die Kultur konnte nur entstehen, indem die Menschen miteinander in Austausch getreten sind, indem sie insbesondere auch komplexe Gedanken weitergeben konnten. Je komplexer die Sprache wurde, um so komplexer wurder auch die Gedanken, die man übermitteln konnte. Die Gedanken sind an der Sprache gewachsen, ebenso aber auch die Sprache an den Gedanken.

So erscheint es mir fast ausgeschlossen, daß der Neandertaler, wie häufig behauptet, nicht sprechen konnte. Sein Gehirn war größer als das einen heutigen Durchschnittsmenschen, er dürfte also die Fähigkeiten zum Denken gehabt haben, aber wie hätte das Denken (s.o.) also ohne Sprache entstehen können? Deshalb bin ich der Meinung, daß der Neandertaler durchaus der Sprache mächtig war, dies ist jedenfalls mein (geisteswissenschaftlicher) Erklärungsansatz.

Nachtrag: Neulich habe ich gelesen, daß Wissenschaftler die Theorie aufgestellt haben, daß am Anfang der Sprachentwicklung seltsame Zungenschnalzlaute standen, wie sie heute noch bei zwei (äußerst primitiven) Stämmen in Afrika vorkommen. Dagegen ist - meines Erachtens zu Recht - eingewendet worden, daß diese beiden Stämme kulturell und abstammungsgeschichtlich rein gar nichts miteinander zu tun hätten, weit voneinander entfernt lebten und es überhaupt wahrscheinlicher sei, daß die ersten sprachlichen Laute der Menschheit eher denen ähneln dürften, die kleine Kinder machen. "A" z.B. sei auch mit noch schwach ausgebildetem Kehlkopf relativ leicht auszusprechen.

(Fortsetzung nächster Beitrag)
Menedemos(Fortsetzung von vorhergehenden Beitrag)


Das stimmt - aber auch wiederum nur zum Teil. Immerhin haben Kinder bereits angeborenermaßen einen vollausgebildeten Sprechapperat und auch die kognitiven Fähigkeiten zum Spracherwerb wie zur Sprachbenutzung sind - ganz im Gegensatz zu unseren halbtierischen Vorfahren - durch Ererbung vollständig vorhanden. Die Menschheitsentwicklung mag mit der Entwicklung eines kleinen Kindes manche Parallelitäten haben, aber die müssen in jedem Einzelfall stichhaltig nachgewiesen werden, alles andere wäre unseriös.
Sonst geht es uns wie den naiven Pharao Psammetich 600 v.Chr.: Um herauszufinden, ob es eine Art Ursprache gibt, hat er zwei Neugeborene in einer Umgebung aufziehen lassen, in der nicht gesprochen werden durfte. Als die Kinder nach zwei Jahren etwas wie "bek" sagten und Nachforschungen ergeben hatten, dass das Volk der Phryger Brot "bekos" nannten, hat der Pharao geschlossen, dass Phrygisch die Mutter aller Sprachen sein muß und die Phryger das älteste Volk der Welt... :rolleyes:
(einen ähnlichen Versuch hat übrigens der Stauferkaiser Friedrich II durchführen lassen - allerdings sind die beiden Kinder mangels liebevoller menschlicher Zuwendung gestorben, noch bevor sie einen Laut sagen konnten...)
Xavyre WrynHiHu,

also zum Computer kann ich nochwas einwerfen... zuerst war der Computer da dann hatte man einen wusste aber nix mit anzufangen. Die Aufgaben wurden ihm erst später gestellt. aber es waren aufgaben die zum Teil schon vor der erfindung eines Computers aufgewurfen wurden. Deswegen finde ich rein von der Überlegung her die Idee gut das am Anfang die Schnalzlaute gestanden haben, weil die Stimmbänder sicher nicht so einfach da ist. Irgentwas muss es ja gegeben haben was ein Organ wie dieses benötigte. Kann ja sein das man mit den 'Heranreifenden' Stimmbändern lauter oder schöner Schnalzen konnte. Und von diesem Experiment mir den Kindern kenne ich eine Version wo da Kind gestorben ist. (war nur eins und die Erklärung zu dem Todesfall waren zu wenig soziale Kontakte)


Xavyre Wryn

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