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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: warum ist es schwierig, glücklich zu sein?
anenytopic ist thema.
warum ist das so? ich z.b. hätte eigentlich allen grund glücklich zu sein:
- gut in der schule, relativ intelligent
- viele freunde + freundin
- gesund
- sogar einigermaßen gut aussehend :>
etc. pp

wenn man bedenkt, wieviele leute behindert oder dumm sind, wieviele leute verhungern oder verarmt (stichwort dritte welt) sind, wieviele leute einsam sind, fällt es einem doch schwer zu verstehen, warum menschen wie ich nicht den ganzen tag mit einem grinsen im gesicht rumlaufen. woran liegt das?

ich habe darüber viel nachgedacht und bin zu dem schluss gekommen, dass es daran liegt, dass man sich automatisch an seine umstände gewöhnt und sie als normal ansieht, egal wie gut es einem geht. glücklich oder unglücklich ist man nur, wenn sich die umstände schlagartig verbessern/verschlechtern. bspw. ist man über einen lottogewinn sehr erfreut, nach ein paar jahren ist das allerdings verflogen, weil man sich daran gewöhnt hat.

kann man nicht irgendwie "lernen" sich immer darüber zu freuen, wie gut es einem geht?

ich muss dabei oft an ein zitat denken:
"Der größte Irrtum des Menschen ist es, dass es seine Bestimmung ist, glücklich zu sein." (oder so ähnlich, hab den namen des autors vergessen)

vielleicht hat der autor ja recht und der mensch ist gar nicht dazu geschaffen, glücklich zu sein.

schreibt mal bitte was ihr darüber denkt. thx
Dolly@aneny
Das ist wohl Veranlagungssache, mit welcher Laune man durchs Leben marschiert.
Ich habe immer wieder festgestellt, daß viele Menschen, die einen durchweg ausgeglichenen und oft auch fröhlichen Eindruck machen, oft die schwersten Päckchen schultern, wohingegen viele Miesepeter und mürrischen Menschen (soweit man das beurteilen kann) kaum echte Sorgen haben.
Charakter ist wohl so etwas wie Veranlagung, nur unter Mühen veränderlich und formbar.;)
DunklerSchattenNun ja, ich würde es einmal so ausdrücken: "Glück definiert sich mit dem gegenteil". Ich denke, wenn einem nichts gegenteiliges zu seinem (vielleicht nicht erkannten) Glück widerfährt, so kann man kaum fassen, was Glück ist. Klar, ich denke es geht jedem so, ist es schwer richtig "glücklich" zu sein und ich glaube auch, dass was man vielleicht in dem einen Moment noch Glück nennt, im nächsten schon zur normalität wird, wie aneny aber auch schon gesagt hat.
Duionglücklich sein ist nicht schwer, wenn man sich jedoch schwer tut dies zu erreichen wird man es nicht erfahren.

@anemy
mich erinnert das mehr an ne horrorvorstellung als an ein glückliches leben, was du erzählt hast. es erinnert mich eher an einen zwang, dass man unter diesen umständen glücklich sein muss, welcher dir durch manipulation der medien und der gesellschaft aufgezwungen wurde.
DollyWie wäre es mit dem Ring des Polykrates?
SolfarkGlück kommt nicht von außen!
Glück hat damit zu tun wie sehr man sich auf das Leben und alles was es beinhaltet einlässt, egal in welcher Situation man ist.

@Dolly
Sorry für meine Unwissenheit, aber was ist denn der Ring des Polykrates?
TraumtaenzerIch hab mir diese Frage auch schon oft gestellt. Glücklich zu sein bedeutet für mich auch die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen zu wissen, sei es ein Sonnenaufgang/untergang, das rascheln von Laub im Herbst, ein netter abend mit Freunden und was weiß ich noch alles. In solchen Momenten kann ich sagen "Ich bin glücklich", d.h. ich brauche keine große Sache oder materielles um glücklich zu sein. Und natürlich ist der Zustand des "glücklich sein" nicht allgegenwärtig, wenn es so wäre dann würden wir es wohl als solches nicht wahrnehmen. Ich hoffe man versteht meine Ausführung *g*
ScheolDas Problem ist, das Erkenntnisse meist nichts an den Gefühlen ändern.

Wie oft lag das Glück schon vor meiner Nase und ich habe es nicht gesehen weil ich es in der Ferne suchte.
Wie oft schon war ich glücklich und geschockt wie es sich anfühlt und sofort wieder verdrängt.
Wie oft war ich traurig weil ich glücklich war weil es einfach zu schön ist.

Vielleicht haben Menschen, die über Jahre hinweg schrierige Situationen hinter sich gebracht haben einfach Angst davor glücklich zu sein.
Kehr man wieder zur Trauer zurück fühlt man sich doch irgendwie geborgen und zu Hause.

Aber warum?

Ich weiß das glücklich sein schön ist....aber ich kann es nur in wenigen Situationen, und einige Minuten später wird dieser Zustand wieder ausgelöscht mit der Angst es zu verlieren.

Irgendwie Paradox...schade, das es keinen Schalter gibt.

Aber es ist ja nicht so das ich dauerhaft unglücklich bin....ich habe auch viele Situationen in der ich aufgehe, und einfach nur lachen muß. Schade, das sie so selten sind.
Vielleicht habe ich mich einfach zu dem programmiert was ich bin und habe verlernt wie es ist 5 Wochen am Stück fröhlich zu sein.

Aneny hat es schon richtig erkannt, wir gewöhnen uns zu schnell an den Zustand das es für uns viel zu banal wird als das wir uns noch freuen können.
Passiert etwas negatives, gleich ob es uns immernoch besser als vorher geht, werden wir wieder unglücklich.
Wie dumm und doch real.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich darauf keine vernünftige Antwort posten weil ich es selbst null den Meter verstehe.

bb
Scheol


Nachtrag:

Wenn ich mir meinen Beitrag nochmal durchlese fällt mir auf das ich mich vollkommen wiederspreche obwohl die Gedanken echt sind.
Kann mir das mal jemand erklären? Warum wirkt meine Erfahrung damit so paradox?
AlterkelteTja der Unterschied macht es aus.
Die Tag- und Nachtgleiche zwischen Glück und Unglück
macht uns zufrieden.
Nicht Glück allein.
Man muss auch etwas Hunger haben um ein Essen
gut zu finden.......
Ohne Trübsal, Enttäuschungen oder Misserfolgen
wäre ein Leben nur die Hälfte wert.
Wenn ein Leben dauerhaft "glücklich" verläuft
erscheint es mir trauriger als eines das in Wellentälern
läuft......

Allerdings, wenn ich an meine verpassten Gelegenheiten denke....
Arggg
Duionglück ist ein gefühl man sollte sich nicht so sehr den kopf zerbrechen deswegen.

das glück liegt auf der höhe, den berg des glücks muss man erklimmen, je höher man kommt desto größer kann das glück sein, doch bedenke, dass je höher man steigt desto tiefer kann man auch fallen und der boden wird dünner, man muss also das unglück in kauf nehmen als preis für das glück.

probierts aus, einfacher kann ichs nicht ausdrücken.
Lilasoh ja... ich kenne dieses gefühl.
aber ich denke, je mehr man sich verpflichtet fühlt, glücklich sein zu müssen, weil es einem ja eigentlich gut gehen sollte, desto unglücklicher wird man, wenn man es nicht ist.
also erlaube dir unglücklich zu sein.
(und mach, falls möglich, etwas produktives daraus)
Dolly@Solfark
Eine herrliche Ballade von Friedrich Schiller.
Polykrates, dem Herrscher von Samos, fliegt das Glück von allen Seiten zu. Der König von Ägypten ist zu Besuch und wird immer ängstlicher, weil er glaubt, daß die Götter denjenigen tief fallen lassen werden, dem sie solche Gunst erweisen.
Deshalb rät er P. , das wertvollste zu opfern, was er besitzt.
Polykrates läßt sich von der Schwarzseherei anstecken und wirft seinen Ring ins Meer, der von einem Fisch verschluckt wird, der am nächsten Tage auf seiner Tafel landet.
Als der Ring so schnell wieder auftaucht, flüchtet der König von Ägypten in der Annahme, daß nun ein furchtbares Unglück ins Haus stehen müsse.....
Lilasund wie gehts aus?



ich denke ein anderer grund, weshalb wir nicht mit nem glücklichen dauergrinsen rumlaufen können ist, dass es auch mit dem verliebtsein so ist. oder dem angetrunken sein, es ist ein schönes gefühl, man fühlt sich leicht und glücklich etc. aber auf dauer ist es anstrengend und ziemlich schwer, in einem solchen dauerzustand sein leben noch halbwegs hinzukriegen. weil man sowohl bei der liebe als auch bei dem vollkommen glück den 'verstand' eben verloren hat -- im wahrsten sinne des wortes.
Todesengel_669Ich glaube man macht sich das Glück mit zuviel nachdenken kaputt. Wenn man glücklich ist, überlegt man wie man es bleiben könnte, einfach dieses Gefühl nicht zu verlieren. Dadurch zerstört man sich sehr viel.
Bei mir ist es so, dass ich mir mögliche "Gefahren" für mein Glück ausdenke, damit ich wenn es soweit kommt schon eine Lösung gegen diese Gefahr parat habe. Das ist wirklich nicht sehr empfehlenswert, da ich vor lauter Sorge es zu verlieren, nicht mehr das Glück genießen kann. Es ist aber sehr schwer, wenn man die Ursache kennt, etwas gegen diese Gewohnheit zu tun.
Am besten ist es wirklich nicht zuveil zu denken!

^y^ ^y^ Dark Greetz ^y^ ^y^
Todesengel
LaChatteDauergrinsen ist wohl auch nicht erstrebenswert - und offenbar ist der Mensch so beschaffen, dass ein kleines Problem sich auf einmal ungeheuer aufblähen kann, wenn mal die grossen Probleme alle geregelt sind.

[QUOTE]Bei mir ist es so, dass ich mir mögliche "Gefahren" für mein Glück ausdenke, damit ich wenn es soweit kommt schon eine Lösung gegen diese Gefahr parat habe. [/QUOTE]

Das tu ich auf keinen Fall. Es ist mir bewusst, dass man alles, was man hat, verlieren kann - aber um Lösungen bemühe ich mich dann, wenn es soweit ist. "Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Last zu tragen" - warum soll ich mir Sorgen um Dinge machen, die vielleicht nie eintreffen?

[QUOTE]Am besten ist es wirklich nicht zuveil zu denken![/QUOTE]

Finde ich nicht unbedingt.

Ich denke aber immer an alles, was ich habe, und wie gut es mir geht damit... und danke dem Himmel dafür, dass es gerade jetzt so ist. Das bringt mir ziemlich viel Zufriedenheit, wenn auch kein Dauergrinsen...
jay[QUOTE][i]Original geschrieben von Lilas [/i]
[B]und wie gehts aus?[/B][/QUOTE]

Eigentor.
Le DaloisHallo an alle,
auch ich finde es nicht einfach, sich immer wieder das Glück, das man (ohne eigenes Zutun??) hat, vor Augen zu halten und sei es nur das Glück, in einem einigermaßen zivilisierten Teil der Welt geboren zu sein, ohne angst davor, schon morgen nichts mehr zu essen zu haben.
Andererseits habe auch ich bei mir festgestellt, dass ich, wenn ich großes Glück erfahren habe, oft daran zweifle, ob es nicht morgen schon wieder verschwunden ist und aus Glück Trauer wird. Der Grund dafür liegt sicher darin, dass man für sein Glück eben oft nichts kann. Da Du es Dir also nicht erarbeitet hast, sondern es Dir zugefallen ist, kann es Dir auch jederzeit aus den Händen gleiten...
Trotzdem sollte auch gesagt werden, dass uns hier in D die Möglichkeit gegeben wird, seines eigenen Glückes Schmied zu sein, dass uns viele Türen, viele Entwicklungsmöglichkeiten offen stehen.
Aber was nützt das demjenigen, der alles hat, (Beruflichen Erfolg, tolle Freunde, Geld, Sicherheit, Selbstverwirklichung,...), aber das wahre Glück (mal die "" ausgenommen), nämlich Liebe zu finden, schenken und erhalten zu können, nicht besitzt. Diese Gabe ist nicht käuflich, nicht erlernbar und nicht erzwingbar...
LucienDa ich mich zu diesem Thema gerade für die Uni mit Freud beschäftigen muss hier der Meister..
Zitat:
"... man möchte sagen, die Absicht, daß der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten. Was man im strengen Sinne Glück heißt, etspringt der eher plötzlichen Befriedigung hoch aufgestauter Bedürfnisse und ist seiner Natur nach nur als episodisches Phänomen möglich. Jede Fortdauer einer vom Lustprinzip ersehnten Situation ergibt nur ein Gefühl von lauem Behagen; wir sind so eingerichtet, daß wir nur den Kontrast intensiv geniessen können......"
Sigmund Freud "Das Unbehagen in der Kultur"
Dolly@lilas/jay
Nix mit Eigentor, das Ende bleibt offen, d.h. der König von Ägypten reist eben fluchtartig ab, weil er der Ansicht ist, daß Polykrates demnächst ein schreckliches Unglück ins Haus stehen müsse, dessen Zeuge er nicht werden möchte.
----------------------------------------------------------
Glück ist sicher ein flüchtiger Zustand, denn soeben machen wir einen schönen Spaziergang und im nächsten Moment kann uns ein freilaufender Hund anfallen.
Daraus wird jeder seine eigene Philosophie entwickeln, d.h., der eine wird sich sagen:
momentan geht es mir gut, also genieße ich es, solange es geht.
der andere:
noch geht es mir gut, wer weiß wie lange es aber dauert und härmt sich ob der über ihm schwebenden Schicksalsschläge.

Oder es geht einem schlecht und er sagt sich vergnügt, daß es ja nur noch besser werden könne. Recht hat er.
Und einem anderen geht es auch schlecht und er verzweifelt an seinem Schicksal. Geschieht ihm recht, denn er will es so....:cool:
LaChatte@Lucien

nun, Freud... naja... der hatte ja auch so seine Problemchen, wie es scheint... darf man ihm denn sowas glauben?

@all

Es ist hier wohl mehr von einer Grundstimmung die Rede als von einzelnen euphorischen Momenten... und eine glückliche Grundstimmung kann man sehr wohl haben, nur, es ist mit etwas Arbeit verbunden.

Ich hatte gestern das Neujahrsgespräch mit meinem Chef. Er hat mit nix angefangen (Blümchen auf Teller malen und so), hat sich selbständig gemacht und ist heute Besitzer einer Firma mit ca. 60 Angestellten und 15 Filialen in der ganzen Schweiz. Alles allein erarbeitet, ohne Hilfe von wem auch immer - ein beeindruckender Mensch, und ein grosses Vorbild für mich. Ich habe ihn vor vier Jahren kennen gelernt, als ich gerade in seine damals neu gegründete Firma eingetreten bin... (Die Firma, die er vorher aufbaute, hatte er verkauft und neu angefangen)

Wir kamen etwas ins Philosophieren, und da meinte er: "Wissen Sie, wenn ich alles verlieren würde, was ich habe, würde ich einfach von vorne anfangen - irgendetwas verkaufen auf dem Marktplatz - und ich würde mir wieder ein anständiges Leben schaffen. Ich gehe vom Prinzip aus, das ein Mensch stolz sein sollte auf sich. Denn, wenn ein Mensch keinen Stolz hat, was ist er denn?"

DAS ist eine Basis für ein glückliches Leben - geniessen was man hat, ohne es zu brauchen, und sich nie unterkriegen zu lassen...

edit

[QUOTE]Aber was nützt das demjenigen, der alles hat, (Beruflichen Erfolg, tolle Freunde, Geld, Sicherheit, Selbstverwirklichung,...), aber das wahre Glück (mal die "" ausgenommen), nämlich Liebe zu finden, schenken und erhalten zu können, nicht besitzt. Diese Gabe ist nicht käuflich, nicht erlernbar und nicht erzwingbar...[/QUOTE]

Glaubst du ernstaft, ein nicht-liebevoller Mensch wird Freunde, Geld, Sicherheit und Selbstverwirklichung finden? Vielleicht finanzieller Erfolg, ja, und finanzielle Sicherheit - aber tolle Freunde und Selbstverwirklichung erreichen nur Menschen, die mit sich und andern liebevoll umgehen.
anenyich habe noch mal nachgedacht und stimme mit LaChatte überein, zumindest was das "grundgefühl glück" angeht. denn das ist imho schon möglich, wohingegen das spontane glück über ein ereignis (was auch immer, fußballsieg, gute arbeit in der schule etc) sicherlich nicht ständig auferhalten werden kann.
um diese "grundstimmung" geht es mir, ich würde gerne immer eine postive haben. d.h. dass ich mich, wenn mich gerade kein schlechtes oder gutes ereignis beeiflusst, gut bz. glücklich fühle.
weiß jemand wie man das erreichen kann?
oder hat jemand literatur dazu zu empfehlen, z.b. vom dalai lama?
LaChatte[QUOTE]Übrigenst hat der Psychologe Paul Watzlawick dazu ein recht witziges Buch geschrieben ("Anleitung zum Unglücklichsein" ). [/QUOTE]

Lies das und tu das Gegenteil;)

Oder, find ich ganz gut, vor allem die praktischen Übungen:
Julia Cameron, "Der Weg des Künstlers"
(geht auch für Lebens-Künstlerinnen...)
EvillightGlück ist etwas, was ich in die Tage meiner Kindheit hinein definieren würde als ein Zustand der Unbekümmertheit und der Neugier auf das Leben.

Im Grunde hat wohl Lucien mit dem Zitat von Freud den Kern des Problems gut umrissen...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B] Ich weiß das glücklich sein schön ist....aber ich kann es nur in wenigen Situationen, und einige Minuten später wird dieser Zustand wieder ausgelöscht mit der Angst es zu verlieren. [/B][/QUOTE]

Wie o.a. Scheol finde ich nur Momente des Zufriedenseins, aber auch nur dann, wenn ich keine engere Beziehung zu jemanden aufbaue, oder mich gar verliebe, was bislang jedenfalls immer
nur mit dem klassischen ´Unglück´ sein Einklang fand.

Ich vermute hier ein banales biologisches Problem mit Hormonen und sonstigen genetisch veranlagten Trieben (wenn ich nach gottes Ebenbild erschaffen wurde, dann sind wir zwei erbärmliche Kreaturen- leicht OT).

Ich bin ein ´Tier´ ich agiere nicht, ich reagiere. Auch wenn mich der Neid auf ´glückliche´ Menschen packt, ich kenne den Zustand nicht und ich bin offenbar nicht allein...

Evillight
jay[QUOTE][i]Original geschrieben von Dolly [/i]
[B]@lilas/jay
Nix mit Eigentor, das Ende bleibt offen, d.h. der König von Ägypten reist eben fluchtartig ab, weil er der Ansicht ist, daß Polykrates demnächst ein schreckliches Unglück ins Haus stehen müsse, dessen Zeuge er nicht werden möchte.[/B][/QUOTE]

Imo ist die Aussage, dass der ägyptische König einfach nicht das Glück sehen will. Er gesteht es wie in der ersten Strophe einfach nicht ein. Er erkennt es nicht, auch wenn es direkt vor ihm liegt. (Wie der Fisch, der auf glückliche Art und Weise den Ring, sein kostbarstes Gut wiederbringt.)

Der ägyptische König sieht es als Zeichen der Götter, dass Unglück bevorsteht, weil der Ring wiederauftaucht. Genausogut kann man es positiv sehen.
Tut er aber nicht. Wer würde das schon?

Polykrates hingegen ist schon zu Beginn glücklich. Obwohl Gefahren lauern! Ägyptens König ist selbst nachdem diese beseitigt sind nicht zufrieden.

Schiller stellt hier dem fröhlichen Optimisten den ständig unzufriedenen Pessimisten gegenüber. So oder so ähnlich. Um Bezug zur Frage herzustellen: Es ist oft reine Einstellungssache und glücklich zu sein, kann man wohl auch lernen.

Just my 2 cents ...
jay[QUOTE][i]Original geschrieben von Evillight [/i]
[B]Ich vermute hier ein banales biologisches Problem mit Hormonen und sonstigen genetisch veranlagten Trieben[/B][/QUOTE]

Genau, wollte ich ursprünglich eigentlich auch schreiben. Hormone sind unglaublich wichtig bei dieser Geschichte. Es geht hier schließlich um Gefühle und die kann man eigentlich nicht logisch zerreden. Man kann sich nicht zwingen glücklich zu sein, man kann versuchen seine Gefühle versuchen mit Verstand zu steuern, indem man sich dessen bewusst wird, was man hat. (Und nicht was einem fehlt. Sehr beliebtes Beispiel: Liebe)
Aber im Endeffekt Hormone.


(ich fang jetzt besser nicht an näher darauf einzugehen, sonst endet das hier in einer allgemeinen Diskussion über die eigentliche Wahrnehmung des Menschen, seine Existenz und die Realität, und dazu ist der Thread ja net da :p)
AzuriteAuf den Anfangspost bezogen:

Du schreibst, du bist relativ intelligent: Das könnte auch ein Grund sein, dass es für dich schwieriger ist, glücklich zu sein.
Ein "geistig Armer" denkt nicht lange über das Leben nach und hinterfragt alles, nimmt eher das was er bekommt ohne lang zu überlegen und ist zufrieden damit.
Ich habe mir auch manchmal gewünscht ein Idiot zu sein, weil ich dann nicht über diesen ganzen Mist nachdenken würde, mit dem ich damals Probleme hatte.
Andererseits bin ich natürlich froh drum, manche Sachen leichter zu durchblicken, und so würde ich sagen, es gleicht sich am Ende irgendwie wieder aus. Zumindest für mich.

Azurite
Le DaloisAzurite schrieb:
[QUOTE]Ein "geistig Armer" denkt nicht lange über das Leben nach und hinterfragt alles, nimmt eher das was er bekommt ohne lang zu überlegen und ist zufrieden damit[/QUOTE]

Da gebe ich Dir tendenziell recht, das ist auch meine Erfahrung (soll ich jetzt zugeben: an mir selbst? ;) ).

Aber dennoch merke ich, dass das Gefühl des Glücks (als Grundstimmung) nicht einfach vom Himmel fällt und schon garnicht angelesen werden kann. Der bereits angesprochene Dalai Lama ist ein gutes Beispiel für einen glücklichen Menschen, glücklich u.a. deshalb, weil er in sich ruht, sein eigenes Ich ausgewogen leben kann und mit Zuversicht an das Ende seiner irdischen Tage denken kann.
Das Glück ist nicht vom Bewußtsein beeinflussbar. Du kannst es nur empfinden, wenn das Unbewußte intergriert ist. Das Unbewußte ist es, was Störfeuer aussendet, diese unterschwellige Gefühl, dass etwas nicht stimmt, auslöst.
Viele Grüße
P.S.: Das mit den Hormonen ist ebenfalls ein berechtigter Einwand! Die durch sie gesteuerten Triebe (man denke nur an den Sexualtrieb) lösen oft Unglück aus, aber als Ursache für die negative Grundstimmung sehe ich sie nicht an.

@ LaChatte:
offtopic: Habe gerade Deine pn gelesen und Dir geantwortet (falls die pn-Funktion irgendwie spinnen sollte).
VG
DollyKleiner Exkurs in den Alltag:

gehe ab und an in eine kleine Wirtschaft zum Mittagessen. Die Bedienung ist immer gut drauf, macht Späße mit den Gästen, jeder wird persönlich begrüßt, alle fühlen sich wohl.
Gestern habe ich mich zum ersten Mal mit der Frau unterhalten, sie hat vier Kinder, das jüngste kam zu früh zur Welt und ist geistig zurückgeblieben. Ganz unbefangen hat sie erzählt, daß ihr 16-jähriger Sohn zur Schule für Behinderte geht, daß sie sich freut, daß er bis zehn zählen kann.
Sie nimmt das Leben wie es ist und wenn man sie so bei der Arbeit beobachtet, möchte man sie für einen durchaus glücklichen Menschen handeln, obwohl es für sie bestimmt nicht immer Sonnenschein war.
.............................

@Jay
Genauso interpretiere ich den Schiller auch.
Polykrates erfreut sich an seinem Glücke, unausgesprochen wird auch er wissen, daß es nicht ewig anhalten muß.
Der König von Ägypten erzählt, daß es ihm einst ähnlich ging, bis das Schicksal ihm seinen Sohn nahm und das hat ihn gebrochen und mißtrauisch werden lassen.
neptunia[QUOTE][i]Original geschrieben von aneny [/i]
wenn man bedenkt, wieviele leute behindert oder dumm sind, wieviele leute verhungern oder verarmt (stichwort dritte welt) sind, ...[/QUOTE]

autsch. das suggeriert die annahme, diese menschen sind nicht glücklich??????
puh, glück ist doch nicht nur reich und gesund!
[B]warum sollen sie denn unglücklich sein??? [/B]
wenn du nicht fähig bist deine intelligenz, deine freunde, dein aussehen etc. zu schätzen, ist es dein persönliches pech. aber bitte verwechsel dein leben nicht mit dem von anderen. diese "armen" menschen sind wahrscheinlich genauso glücklich oder unglücklich wie [B]alle[/B] anderen!

mich machen diese sprüche immer ganz krank "mir geht es doch besser / ich bin doch besser als diese armen, armen menschen, ich könnte doch sooo glücklich sein ..." kotz.

[QUOTE]kann man nicht irgendwie "lernen" sich immer darüber zu freuen, wie gut es einem geht?[/QUOTE]
soll/will man denn das lernen?
man hat immer gründe, glücklich zu sein, man ignoriert sie einfach, nur um nicht wie ein durchgeknalltes happy-smiley-ding rum zu laufen, das wär nicht sehr produktiv, wonach sollte man dann noch streben? warum sollte man arbeiten? essen kochen? aufstehen? ist doch alles so happy happy ...

außerdem genieße ich ein gepflegtes melancholisches unglücklichsein viel zu sehr um mich dem glücklichsein besinnungslos hingeben zu wollen ...
hickeY[b]aneny[/b]:
"vielleicht hat der autor ja recht und der mensch ist gar nicht dazu geschaffen, glücklich zu sein."

Ich denke der Mensch ist nicht für irgendetwas bestimmtes Geschaffen. Jeder kann sich das Ziel für sein Leben selber bestimmen. Glück ist ein schönes Ziel. Allerdings scheint es kein leicht zu erreichendes zu sein.

[b]Scheol[/b]:
"Vielleicht haben Menschen, die über Jahre hinweg schrierige Situationen hinter sich gebracht haben einfach Angst davor glücklich zu sein.
Kehr man wieder zur Trauer zurück fühlt man sich doch irgendwie geborgen und zu Hause."

Dieses zurückkehren in die Trauer ist nicht nur für Menschen die schwierige Situationen hinter sich haben etwas worin sie sich geborgen fühlen. Und ich denke man übersieht in der ganzen Trauer einfach das es doch Dinge gibt über die man sich freuen kann. Es ist einfach sich zu sagen: "Mann, mein Leben ist scheisse. Alles ist scheisse." Anstatt weiterzumachen. Und sich die Sachen wieder aufbaut wie LaChatte sein Chef es gemacht hat.

Das ist jetzt für die normale Person wohl wesentlich einfacher als für jemanden dem seine Kinder wegsterben oder schreckliche Erlebnisse ähnlichen Ausmasses geschehen.

[b]LaChatte[/b]:
"Ich denke aber immer an alles, was ich habe, und wie gut es mir geht damit... und danke dem Himmel dafür, dass es gerade jetzt so ist. Das bringt mir ziemlich viel Zufriedenheit, wenn auch kein Dauergrinsen.."

Ich stimme dir zu! ;-) Nur das ich nicht dem Himmel danke. (Wenn man versteht was ich damit meine)

"DAS ist eine Basis für ein glückliches Leben - geniessen was man hat, ohne es zu brauchen, und sich nie unterkriegen zu lassen..."

Auch da stimme ich dir zu :D
Ich finde dem ähnelt ganz stark der Hedonismus wie von Epikur beschrieben: Man solle selbstgenügsam sein. Man solle Freude an dem haben was man hat.

[b]SisterOfMercy[/b]:
(Paul Watzlawick) "Er ist nämlich der Ansicht, die Menschheit sei nicht dazu bestimmt, Glück zu sein, sondern solle sich vielmehr darum bemühen, möglichst unglücklich zu sein...

[b]@Le Dalois[/b]:
Ich denke das mit dem Beispiel der Liebe noch ein ziemlich großes anderes Thema angeschnitten wird. Wobei ich glaube dass man auch ohne "die eine Liebe" glücklich sein kann. Auch dauerhaft. Nur wenn man verzweifelt nach der Liebe sucht, dann kann man ja auch nicht mit dem was man hat glücklich sein! Dann hat man ja das Gefühl es würde einem etwas fehlen.
Die Liebe wird nicht gefunden, sie findet einen. ;-)

[b]@Neptunia[/b]:
Ich finde deine Einstellung zum Glücklichsein ein wenig seltsam. Streben nach Glück, behauptest du, ist der Auslöser zum Arbeiten und Streben nach verschiedensten Dingen. Erstens sind die Auslöser noch andere Dinge. Und zweitens ist diese Behauptung Paradox. Du möchtest nicht glücklich sein um nach Glück streben zu können. So erreichst du das Glück doch nie! Wenn du am angestrebten Ziel angekommen bist sagst du dir wieder:"Ich möchte nicht glücklich sein um nach Glück streben zu können."

Allerdings möchte ich ich dir deine melanchonische Lebensphilosophie nicht nehmen, denn:
"Des Menschen Recht auf ein gescheitertes Leben ist unantastbar" (Die Fabelhafte Welt der Amelié) (Nicht ernstnehmen ;-))

Allerdings stimme mit dir im ersten Punkt zu. (Viele Leute reden davon wie schlecht es doch Menschen in der sogenannten 3. Welt gibt und wieviel Pech sie soch hätten)
Vielleicht liegt das an einer Verwechslung von dem was unter objektivem und subjektivem Glück verstanden wird.
Das Objektive Glück ist das was man man unter Reichtum, gesellschaftlicher Status etc. verstanden wird.
Das subjektive Glück dagegen ist wie es mit all dem Umständen geht. Die Gefühle sozusagen. Ob das innere Ich glücklich ist.

Diese Verwechslung, kann ich mir vorstellen, entsteht durch die Wirtschaft. All die Werbung und die Marken die einem sagen was man braucht. Was benötigt wird um ein gutes Leben zu führen.

[b]Azurite[/b]:
(Paul Watzlawick)"Er ist nämlich der Ansicht, die Menschheit sei nicht dazu bestimmt, Glück zu sein, sondern solle sich vielmehr darum bemühen, möglichst unglücklich zu sein..."

So stimmt das ja eigentlich nicht. Ganz am Ende des (wirklich lustigen und Erkenntniserweiternden) Buches schreibt er so ziemlich das Gegenteil ;-)

Und die Lösung des ganzen Theaters steht dann auch darunter:
[b]"Alles ist gut... Alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, daß er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick..." (Dostojewski) [/b];)

PS: Hey ho :) Mein erster Post im Forum ;-)
aneny[QUOTE][i]Original geschrieben von neptunia [/i]
[B]autsch. das suggeriert die annahme, diese menschen sind nicht glücklich??????
puh, glück ist doch nicht nur reich und gesund!
[B]warum sollen sie denn unglücklich sein??? [/B]
wenn du nicht fähig bist deine intelligenz, deine freunde, dein aussehen etc. zu schätzen, ist es dein persönliches pech. aber bitte verwechsel dein leben nicht mit dem von anderen. diese "armen" menschen sind wahrscheinlich genauso glücklich oder unglücklich wie [B]alle[/B] anderen!

mich machen diese sprüche immer ganz krank "mir geht es doch besser / ich bin doch besser als diese armen, armen menschen, ich könnte doch sooo glücklich sein ..." kotz.
[/B][/QUOTE]

nein so war das nicht gemeint. ich habe das geschrieben weil der grund für mein "unglücklichsein" oft unzufriedenheit mit mir selbst war und ich mir oft eingebildet habe, dass es allen andern ja viel besser geht, die mehr freunde haben etc. und das war wirklich unsinn. na ja gut darüber bin ich aber auch hinweg (nennt sich wohl pubertät diese zeit ^^).
ansonsten hast du aber natürlich recht.


[QUOTE][i]Original geschrieben von hickeY [/i]
[B]Ich denke der Mensch ist nicht für irgendetwas bestimmtes Geschaffen. Jeder kann sich das Ziel für sein Leben selber bestimmen. Glück ist ein schönes Ziel. Allerdings scheint es kein leicht zu erreichendes zu sein.[/B][/quote]

das war auch nicht so gemeint, ich glaube auch nicht dass der mensch für irgendetwas geschaffen ist, ich meinte eher: "vielleicht kann der mensch das ja gar nicht" oder sowas richtung.



[QUOTE][i]Original geschrieben von hickeY [/i]
[B]Vielleicht liegt das an einer Verwechslung von dem was unter objektivem und subjektivem Glück verstanden wird.
Das Objektive Glück ist das was man man unter Reichtum, gesellschaftlicher Status etc. verstanden wird.
Das subjektive Glück dagegen ist wie es mit all dem Umständen geht. Die Gefühle sozusagen. Ob das innere Ich glücklich ist.

Diese Verwechslung, kann ich mir vorstellen, entsteht durch die Wirtschaft. All die Werbung und die Marken die einem sagen was man braucht. Was benötigt wird um ein gutes Leben zu führen.
[/B][/QUOTE]

letzteres ist natürlich schwachsinn.
aber ich denke dass es sehr selten ist dass ein mensch, der z.b. hunger leidet, subjektiv glücklich ist. kann ich mir nur schwer vorstellen.
außerdem hört sich eure kritik an den jammerern über den zustand der dritten welt ein bisschen so an als wollten ihr es legitimieren, dass ihr den menschen dort nicht helft. das soll WIRKLICH keine unterstellung sein, aber es hört sich für mich so an.
bpm[B]Warum überhaupt glücklichsein?[/B] Weil Glücklichsein ein von der Natur auferlegtes Bedürfnis ist. Wie andere dieser Bedürfnisse (Schlafen, Essen, Atmen, Lieben) ist auch das Verlangen nach Glücklichsein ein niemals endender Bedarf, weil es natürlich ist. Und, alles Natürliche ist unveränderbar. Es wird also niemand können, nicht glücklich sein zu wollen.

1. Stufe - Herausfinden was mich glücklich macht.

[B]Was[/B] glücklich macht und hält, ist von [I]jedem Menschen allein[/I] und bedingt abhängig. Es kann materiell begründet sein (Haus, Auto, Yacht) oder immateriell (Tugend, Ethik, Moral).

2. Stufe - Entdecken wie ich glücklich werde.

[B]Wie[/B] man glücklich wird und bleibt, ist von der Leistung und viel mehr noch von der Fähigkeit eines jeden Menschen abhängig. Voraussetzung für jedermann vor diesem Gericht ist, daß man sich selbst ehrlich und bewußt gegenübersteht. Und genau an dieser Stelle scheitern viele Versuche glücklich zu werden, denn so manch ein Mensch verschätzt sein wahres Leistungsvermögen und (oder) schöpft seine Fähigkeiten nicht genügend aus (oft Mangel an Selbstbewußtsein).

3. Stufe - Leben

[B]Wann[/B] zu agieren ist, bleibt oft von der Intuition abhängig, nämlich die Zeit zu spüren. Ich darf den richtigen Augenblick nicht verpassen. Meistens ist der beste Moment [I]jetzt[/I]. Zeit ist das Kostbarste in jedem Leben ... genieße so gut Du kannst und so lange Du willst.

Fazit: nimm Dir Zeit, nutze die Zeit und genieße die Zeit.

ps: Vergleichen ist der Anfang aller Unzufriedenheit.
bpm(leider ist mir der Autor unbekannt)

[QUOTE][B]Genuß ist ein leidender Zustand, in welchem niemand sich ganz genügt, der sich zum Tätigen, zum Selberausüben geboren fühlt.[/B][/QUOTE]
DollyGlück kann auch das bewußt empfundene Gefühl der Abwesenheit von Unbill sein...;)
Absenteeder Mensch ist doch grundsätzlich nicht mit dem zufrieden was er hat...immer mehr und mehr...hat man es dann, weiß man es nicht mehr zu würdigen und will wieder etwas anderes.Ich denke genauso sieht es auch mit unserem Glück aus!?irgendwann sieht man das, woran man sich noch vor wenigen Tagen drüber gefreut hat als alltag an...vergessen sind die Zeiten in denen man sich nach etwas gesehnt hat,denn man hat es ja jetzt,wieder unglücklich,nicht das zu haben was man jetzt gerne hätte...k.p. es ist irgendwie undankbar findet ihr nicht?Niemand weiß das was er hat zu schätzen....

carpe noctem

feverish dream...heut ma bei Absentee ;)
luziferanerWie gern würde ich manchmal mit meinem Hund tauschen! Er frisst weil er Hunger hat.
Er winselt weil er Schmerzen hat. Er bellt um sich zu melden. Er schnüffelt weil er riechen will. Und nie fragt er sich warum er das tut. Wenn es ihm gut geht geht es ihm gut.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von luziferaner [/i]
[B]Wie gern würde ich manchmal mit meinem Hund tauschen! Er frisst weil er Hunger hat.
Er winselt weil er Schmerzen hat. Er bellt um sich zu melden. Er schnüffelt weil er riechen will. Und nie fragt er sich warum er das tut. Wenn es ihm gut geht geht es ihm gut. [/B][/QUOTE]

Warum willst du unbedingt mit ihm tauschen? Alles, was er tut, kannst du genauso tun...
jay[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Warum willst du unbedingt mit ihm tauschen? Alles, was er tut, kannst du genauso tun... [/B][/QUOTE]

Einen Hund füllt ein Hundeleben aber voll aus. Das ist bei einem Menschen allerdings nicht möglich.

Sobald der Mensch aufhört zu _denken_, dann vielleicht...
AntarielZu der Frage fällt mir folgende Geschichte ein:

In einem Dorf, so erzählt man, saßen eines Abends in einer ärmlichen Wirtschaft die Bauern. Ansässige waren es, bis auf einen, den keiner kannte, einen ganz ärmlichen, zerlumpten, der im Hintergrunde im Dunkeln einer Ecke kauerte. Hin und her waren die Gespräche gegangen. Da brachte einer auf, was sich wohl jeder zu wünschen dächte, wenn er einen Wunsch frei hätte. Der eine wollte Geld, der andere einen Schwiegersohn, der dritte eine neue Hobelbank, und so ging es die Runde herum. Als jeder zu Worte gekommen war, blieb noch der Bettler in der dunklen Ecke. Widerwillig und zögernd gab er den Fragern nach:
"Ich wollte ich wäre ein großmächtiger König und herrschte in einem weiten Lande und läge nachts und schliefe in meinem Palast und von der Grenze bräche der Feind herein und ehe es dämmerte wären die Berittenen bis vor mein Schloß gedrungen und keinen Widerstand gäbe es und aus dem Schlaf geschreckt, nicht Zeit mich auch nur zu bekleiden, und im Hemd, hätte ich meine Flucht antreten müssen und sei durch Berg und Tal und über Wald und Hügel und ohne Ruhe Tag und Nacht gejagt, bis ich hier auf der Bank in eurer Ecke gerettet angekommen wäre. Das wünsche ich mir!"
Verständnislos sahen die anderen einander an. "Und was hättest Du von diesem Wunsch?" frage einer.
"Ein Hemd.." war die Antwort.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von luziferaner [/i]
[B]Manchmal ist es auch berauschend die angenehmen Dinge wiederzuspiegeln. Falls du das verstehen kannst LaChatte.
[/B][/QUOTE]

Leider nicht... ich seh nicht ganz, wo du hinauswillst...:)
luziferanerWenn die Abgründe um so tiefer sind, sind die Höhenfluge umso besser.
Das wöllt ich nicht mehr missen auch wenns anstrengend ist.
LaChatteNaja - Abgründe sind äusserst anstrengend, und müssen mal durchgearbeitet werden. Ist aber kein Zustand fürs ganze Leben, finde ich - die [B]Erinnerung[/B] an vergangene Abgründe reicht mir, ehrlich gesagt, absolut aus, damit ich heute ziemlich zufrieden und glücklich sein kann - und nicht mehr um mein Leben strampeln muss, sondern die Möglichkeit habe, sowas wie Selbstverwirklichung zu betreiben...

Aber ich geb dir schon recht: Lieber Höhen und Tiefen, als nur langweiliges Mittelmass...
WertlosIrgendwann, dachte ich, irgendwann werde ich das Stadium erreichen, wo ich glücklich bin.

Ich hab mir immer Ziele gesetzt und mir gedacht, wenn ich die erreicht habe, bin ich glücklich.
Manche Ziele ändern sich, andere entpuppen sich als äußerst hinderlich in Sachen Glücklichsein, wieder andere machen auf der einen Seite froh, schaffen aber auch jede Menge neuen Mist, der einen dran hindert, wirklich glücklich zu werden.

Ich glaube mittlerweile, Glücklich sein ist etwas, das man allerhöchstens einen Augenblick lang haben kann. Es ist ein Moment, der sich kurz einstellt und genau so schnell wieder weg ist.

Man sehnt sich nach diesen kurzen Momenten. Ich hatte einen solchen Augenblick, es ist jetzt schon wieder 8 Wochen her. Es war perfekt, und der Augenblick dauerte nicht länger als eine Stunde. Ich hab lange davon gezehrt, immer wieder dran zurückgedacht und mich daran erfreut. Aber jetzt verblasst die Erinnerung an diesen Augenblick langsam, die Kraft schwindet dahin, ich bräuchte eigentlich eine "Glücklichseinsauffrischungskur".

Ist es das, wonach wir in unseren Sehnsüchten streben? Das Glück als eine Aneinanderreihung glücklicher Augenblicke, und zwar in nicht allzu großem Abstand, so daß man sich grade von einem Glücksmoment nebst der Erinnerung daran zum nächsten retten kann, ohne daß das Loch dazwischen sich wieder allzuweit auftut?

Sprich: gibt es das Glücklich sein als Dauerzustand gar nicht?

Oder greife ich wieder mal tief in meine düstere Kiste voller Zweifel und bin außerstande, Dinge einfach so zu akzeptieren wie sie sind?
Duionglück ist nicht schwierig sondern einfach und da machen die meisten schon den ersten fehler
Der WandererGlück erwächst aus dir selbst heraus, kann oder besser sollte auch von äußeren Faktoren abhängen, und da reicht oft schon irgendwas bekanntes schönes oder was auch immer
Sanna I.S.P.den ausspruch "dem eigenen glück im wege stehen kennt wohl jeder" - der trifft eigentlich erstaunlich oft zu, ob nun willentlich oder unbewußt.
WertlosWelche Menschen sind glücklich?

Glückliche Menschen haben ihr Leben selbst in der Hand, das heißt auch, dass sie meinen, ihr eigenes Glück (und auch ihr Unglück) selbst herbeiführen zu können.

Glückliche Menschen schaffen die Balance zwischen Anspannung und Entspannung.

Glückliche Menschen schaffen die Balance zwischen dem, was sie haben und dem, was sie wollen; zwischen Möglichkeiten und Ansprüchen.

Glückliche Menschen sind kreativ und neugierig.

Glückliche Menschen sind nicht auf das Glück fokussiert, sondern leben und nehmen die Freuden des Lebens einfach mit.

Glückliche Menschen haben (lt. Glücksforscher Ed Diener) häufig positive Ereignisse - dabei ist die Häufigkeit und nicht die Intensität entscheidend. Es scheint besser, sich bei vielen kleinen Anlässen wohlzufühlen und sich zu freuen, statt auf das "große Glück" zu warten.

Glückliche Menschen sind Realisten bei der Einschätzung ihrer Ziele und Möglichkeiten. Sie senken entweder die Ansprüche ab, oder intensivieren die Anstrengungen. Sie mischen kurz- und langfristige Interessen, Wünsche und Lebensziele. Sie geben ihrer Existenz einen übergeordneten Sinn und sind nicht nur augenblicksabhängig und genussorientiert (also nicht hedonistisch), aber sie sparen sich auch nicht auf, sie leben im Hier und Jetzt.

Glückliche Menschen investieren in ihrer sozialen Beziehungen, sie bekommen Unterstützung von Freunden und der Familie. Außerdem glauben sie, dass andere Menschen sie schätzen und mögen (egal ob das der Wahrheit entspricht).

Glückliche Menschen sind eher extravertiert, optimistisch und haben ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl. Diese Eigenschaften sind teilweise genetisch bedingt. Ebenso gilt: Die Anfälligkeit für negative Gefühle ist teilweise erblich bedingt, allerdings wird die Fähigkeit zum Glückserleben nicht vererbt, sondern lässt sich erlernen.

Glückliche Menschen besitzen (lt. Glücksforscher David Myers) irgendeine Form eines geistigen Glaubens.

Menschen sind (lt. Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi) glücklich beim Essen, Reden, bei Geselligkeit, beim Sex, wenn sie Hobbys nachgehen, Sport machen oder ins Kino gehen. Neutrale Gefühle haben sie beim Ausruhen, bei der Körperpflege und beim Fernsehen. Keine Glücksgefühle sind da, wenn sie dem Beruf nachgehen, Lernen oder Hausarbeit machen.

Neben den Aktivitäten, die Glücksgefühle auslösen, gibt es nach Csikszentmihalyi Aktivitäten, die ein weiteres erstrebenswertes Gefühl auslösen, das dem Glück sehr verwandt ist und nach seiner Meinung am besten mit dem Begriff Flow zu bezeichnen ist. Flow entsteht bei Geselligkeit, Reden, Sex, Hobbys nachgehen, Sport machen, ins Kino gehen, dem Beruf nachgehen, Lernen und Autofahren - generell bei Aktivitäten, die weder über-, noch unterfordern. Flow entsteht nicht bei Ausruhen oder Fernsehen.

Reiche Menschen sind nicht glücklicher als Durchschnitt. Lediglich für sehr arme Menschen ist Geld und Glück gekoppelt.

Intelligenz und körperliche Schönheit machen nicht glücklich, d.h. Kluge und Schöne sind nicht glücklicher als der Durchschnitt.

Schwere Verletzungen (z.B. eine Querschnittslähmung) machen die Betroffenen nicht für den Rest des Lebens unglücklich - nach etwa einem Jahr ist das frühere bzw. durchschnittliche Glücksniveau erreicht.

(auszug von [url]http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/glueck.htm[/url]
Boehses_Kindzum topic kann ich nur sagen:
es giebt so viele menschen die so viel ärmer, dümmer, und wohl auch hässlicher wie du sind... aber ich denke dass man auch so nicht pausenlos unglücklich sein muss...
und wenn du dich nicht ab und zu zurücklehnen kannst und dich über dein dasein freuen kannst, dass du freunde hast, was zu essen, und sogar noch in wohlstand leben darfst
FeuerschattenWenn man diese Frage von der biologischen Seite angeht, ist recht schnell eine logische Begründung getroffen: Weil es einer der Triebfedern der Evolution ist!
Unzufriedenheit setzt ein Bestreben nach mehr Glück in Gang. D.h. man versucht die derzeitige Situation zu verändern, man entwickelt sich. Man versucht sich an die Gegebenheiten, mit dem was einem die Umwelt gibt, so anzupassen, dass man ein Maximum an Lebensqualität heraus holen kann.
Wenn man mit allem absolut zufrieden und glücklich wäre, hätte man keine Motivation mehr sich zu verändern, sich zu entwickeln. Doch diese Stagnation ist völlig widernatürlich, da die Natur durch ständigen Wandel definiert ist.
Deshalb an alle depressiven, zerstörten Seelen: Ihr seid alle unsere Zukunft! Denn nur durch unser Unglück ist eine Weiterentwicklung dieser Zivilisation gewährleistet.
Das hebt die Stimmung doch wieder um ein ganzes Stück.
Meine Theorie wird von meinen eigenen Erfahrungen gestützt. Es gab mal eine Zeit, lang ists her, da war ich für den Zeitraum von gut 1 1/2 Jahren vollkommen zufrieden. Ich hatte einfach alles, was ich brauchte! Nicht viel, doch das Wenige hat mich einfach nur glücklich gemacht. Doch war das auch die Zeit des Stillstandes, da meine Ausbildung pausierte und ich sonstige Fähigkeiten des Berufslebens nicht weiterentwickeln konnte.
Diese Idee ist mir gerade eben durch den Kopf geschossen und ich interessiere mich sehr nach eurer Meinung, da man diese Frage oft sozialkritisch oder psychologisch angeht, doch niemals biologisch.
Kopf hoch Leute, leichte Depressionen sind gut!
BlackTeaDiese Frage habe ich mir auch schon ziemlich oft gestellt... Eigentlich hätte ich keinen Grund unglücklich zu sein und doch bin ich mit meiner Lebenssituation unzufrieden.

Ich vermute, dass man oft das Glück nicht als solches erkennt - meist wird einem erst nach einer glücklichen Zeit bewusst, dass man wirklich glücklich war und hat es in jenen Momenten nicht zu schätzen gewusst.

Es ist wohl das größte Ziel im Leben eines jeden Menschen glücklich zu sein, aber es gibt kein ewiges Glück und auch ein kleines Glück kann man nicht herbeizaubern...

Ist Glück die Aneinanderreihung "positiver Zufälle"?
Kaijaich denke,weil wir menschen immer mehr wollen alles perfekter wollen,und wir glauben das wir nur dann wirklich,richtig glücklich sind.

man muss einfach von seiner lebenssituation ausegehen.

z.b. wer sagt das ein behinderter mensch nicht glücklich sein kann?

vielleicht kann dies ein mensch der es nicht ist,nicht verstehen,oder viele von uns können nicht verstehen ,wie das ist wenn man in einem armen land lebt,nicht viel zu essen hat und nicht mal ein ordentliches haus hat.

deswegen heißt es nicht die mensche nur unglücklich sind,dies gehört zu ihren lebesngewohnheit,und da jeder nach glüc strebt,werden auch diese menschen etwas finden woran sie glücklich sind. das können die kleinsten kleinigkeiten sein.

und es ist immer so,das man sich denkt ,wenn man jemanden sieht dem es aus deiner sicht schlechter geht,dass man glücklich und dankbar sein sollte,das es einem selber in diesem berreich besser geht. genau so wird es aber auch bei den leuten aus der 3 welt sein,die immer noch mehr haben als manche anderen,wenn auch nciht viel mehr.

und schließlich kann armut jeden von uns treffen.

man erlebt immer glückliche zeiten,man denkt immer an glückliche momente zurück,oder an sonst irgentwas das einem glücklich macht. es gibt irgentwie hoffnung...
hagzissa13... weil wenn wir ständig das gleiche Maß an Glück empfinden würden, würden wir gegenüber dieses Gefühles abstumpfen...

Dadurch, daß man es nur temporär erfährt, wirkt es intensiver.


Hagzissa

- per aspera ad astra -
DokuroWarum? Wenn du die eigentliche wahrheit wissen willst dan lies "die 4 edelen Wahrheit des Buddah". Nach der religion zu leben ist vieleicht nicht das ideale, aber die Gundlage der Lehre ,die 4 Wahrheiten, sind wirklich unbestechlich Wahr.
deathly_silenceglück is nich von dauer und es heißt auch nichdass man glücklich ist wenn man alles hat was man begehrt ... auch das kann ein fluch sein. der mensch is zu gierig er könnte niemals glücklich sein. nicht einmal die große liebe wie sie immer angeprisen wird kann das... denn nichts is von dauer ... alles verfliegt ... wie der nebel der sich am morgen über die tauschweren wiesen legt ... es gibt ein morgen ... immer ... aber es gibt nie wirkliches glück ... noch dazu definiert jeder den begriff glück anders ...
der mesnch würde sich nie zufrieden geben ... mit nichts ... auch wenn er alles hätte ...

tja, warum du nich glücklich bist? die antwort kennst du selber ... du musst mit dir slebst ins reine kommen ... bist du mit dir deiner situation, deinem handeln und denekn zufrieden ... bist du der meinung das richtige zu tun .. akzeptierst du dich selbst und das leben anderer ... dann wirst du glücklich ...

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