| Phönix | Falls diese Thema schon mal behandelt wurde, möchte ich mich entschuldigen. Ich bin nur wieder über den Gedanken gestolpert, der mich von Zeit zu Zeit beschäftigt. Hat Gott uns so geschaffen wie es in der Bibel steht (oder einer beliebigen anderen Religion)? Oder basteln wir uns einen Gott, der so ist, wie wi in brauchen? Wenn ja, ist unser Glaube stark genug eine Macht zu erschaffen, die Wunder vollbringen kann? Mich würde mal interessieren, was Ihr für eine Meinung dazu habt. |
| Biohazard | Also ich glaube das Gott oder Alah und wie sie alle heißen sind nur Erklärhungen für eine Sammlung von unbekannten Dingen die uns ohne eine solche Erklärhung Angst machen würden. Frei nach dem Motto wir haben heute keine Erklärhung für ein ereigniss also ist Gott drann schuld. Ich lasse mich aber liebendgerne vom Gegenteil überzeugen den zu 100% bin auch ich mir nicht sicher. Das werd ich wohl erst sein wenns zuspät ist. |
| Biohazard | Ich seh grad es gibt einen Tread mit diesem Thema der dich sicher auch interressiert [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=32380]Gott:Wahrheit,Lüge oder doch eine Art Halbwahrheit? [/URL] |
| halfbee | ich denke dass die menschen gott geschaffen haben.wie schon erwähnt als erklärung für unbekannte phänomene.das gibt sinn weil in den ganz frühen anfängen der menschheit war alles unerklärlich:der sonnenaufgang,das feuer,die sterne,die jahreszeiten,alles.dinge die der mensch also selbst nicht lenken oder beeinflussen konnte musste etwas größeres,mächtigeres dahinter stecken das es steuern konnte.so hat man gott erfunden denk ich. oder einfach aus einer anderen machtlosigkeit heraus.wenn z.b.ein geliebter mensch im sterben liegt kann amn nichts dagegen tun.also was machen viele menschen?sie beten wie verrückt weil sie dadurch hoffen dem menschen helfen zu können,ihn zurückk ins leben zu befördern.denn sie können es offensichtlich nicht,also greifen sie auf eine höhere macht zurück die das vielleicht kann. weil es also gott längst gab und verrückte auch war es zu jesus nicht mehr weit.die wunder und all das was er angeblich gemacht haben soll sind auf die auschmückungen der evangelisten zurückzuführen. |
| Schattenwesen1 | Diesen Gedanken habe ich auch schon lange, und ich denke Götter oder sonst irgendwelchen Überwesen sind von den Menschen erschaffen, quasi eine Art Massen Suggestion damit der Mensch sich besser Sachen erklären kann, welche er nicht begreift. |
| Tolkien | Die Theorie, dass die Menschen Gott erschaffen haben, scheint ja der mainstream zu sein. Nur wenn ich mir genauer anschaue, was für ein Gottesbegriff hier vorausgesetzt wird, finde ich die Theorie schon schwach und billig, jedenfalls macht sie es sich viel zu einfach. Ich halte es in diesem Zusammenhang mit Descartes: Das, was die Gottesidee im Kern ausmacht, ist so groß, dass sie unmöglich erfunden worden sein kann... |
| Biohazard | Und das finde ich wiederrum zueinfach gestrickt. Vor ein paar hunter Jahren hat man gedacht die Erde ist der Mittelpunkt des Weltraums. Heute wissen wir wir sind nichtmal ein fleck. Genso ist es mit dieser Gotteserklärhung. Es gibt für alles eine Wissenschaftliche Erklärung und es ist nur eine Frage der Zeit bis wir es herrausfinden. Unerklärliches einfach auf Gott zu schieben ist ziemlich naiv finde ich. |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Biohazard [/i] [B]Und das finde ich wiederrum zueinfach gestrickt. Vor ein paar hunter Jahren hat man gedacht die Erde ist der Mittelpunkt des Weltraums. Heute wissen wir wir sind nichtmal ein fleck. Genso ist es mit dieser Gotteserklärhung. Es gibt für alles eine Wissenschaftliche Erklärung und es ist nur eine Frage der Zeit bis wir es herrausfinden. Unerklärliches einfach auf Gott zu schieben ist ziemlich naiv finde ich. [/B][/QUOTE] Jetzt setzt du schon wieder denselben Begriff von Gott als Lückenbüßer voraus. Setze dich erst mal mit dem Gottesbegriff der Philosophen wie Descartes, Leibniz, Kant, Fichte, Scheler usw. usw. auseinander (von dem des christlichen Glaubens gar nicht zu sprechen), bevor du deine Thesen einfach wiederholst, statt sie historisch zu belegen. |
| Lord of Darknes | betrachte ich es mal aus dem Winkel der Philosophen dann frgae ich mich: warum sind sie nicht darauf gekommen, dass es unmöglich ist das es einen Gott gibt, sie waren doch so inteligent, wenn es einen gott gibt, wer erschuff ihn dann???(diese Frage stellte ich schon irgendwo anders ich weiss) ein göttlicheres Wesen als gott, was schon vor ihm war....dann stimmt nicht das es alles erschuff, was der Glauben aber voraussetzt... |
| Biohazard | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tolkien [/i] [B]Jetzt setzt du schon wieder denselben Begriff von Gott als Lückenbüßer voraus. Setze dich erst mal mit dem Gottesbegriff der Philosophen wie Descartes, Leibniz, Kant, Fichte, Scheler usw. usw. auseinander (von dem des christlichen Glaubens gar nicht zu sprechen), bevor du deine Thesen einfach wiederholst, statt sie historisch zu belegen. [/B][/QUOTE] ok, das werde ich tun aber sollte es nicht hier darum gehen wie wir das sehen und nicht jemand fremdes der versucht etwas zu definieren was es nicht gibt ? Ich stimme Lord of Darkness zu. Wer hat Gott dann bitte erschaffen ? Ich glaube kaum das er schon ewig da ist und sich dann auch nur um die Erde und ihre Menschen kümmert. Da kann man definieren wie man will, ich glaube kaum das sich Gott nur um uns kümmert wenn das All so groß ist. Und wenn doch dann gibt es nicht nur diesen einen Gott sondern für jede Spezies 1nen ? Vielleicht sollten wir erstmal das klähren bevor wir versuchen Gott zu definieren |
| Trauerwesen | Die Menschen erschufen Gott, um, wie schon bereits gesagt hier, sich unerklärliches zu schaffen aber aUCH, um einen gewissen Halt zu haben. Verzweiflung lässt die Menschen zu Gott beten, und stelle sich mal einer den Nihilismus vor, der mensch hat Probleme, das zu verkraften. |
| Lord of Darknes | es kann nicht für jede spezie einen gott geben, da Goot sagt:"Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben." wie wäre dads vereinbar wenn es für jede Spezie einen Gott gäbe????? |
| Phönix | Es gibt einen Eingeborenenstamm im Amazonas, nach deren Mythologie die tapferen Krieger des Stammes nach dem Tod zu Kolibris werden. Kolibris sind in deren Mythologie Mittler zwischen den Göttern und der materiellen Welt. Sie können mit unserer christlichen Heilslehre nichts anfangen, ebensowenig wie ich mir vorstellen kann, als Kolibri wiedergeboren zu werden. Ich halte es für denkbar, dass es für verschiedene Menschen unterschiedliche Götter bzw. Gottesauslegungen gibt. Andereseits kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass Gott in Form des Christengottes, Allah oder in Form mehrerer Götter wie z.B. bei den alten Ägyptern oder den Grichen auftritt. Das Wesentliche ist in allen Religionen gleich: Was passiert mit uns nach dem Tod? Garten Eden, die ewigen Jagdgründe oder Tir'na'nog sind im Prinzip doch dasselbe. Ich frage mich nur, ob das alles der menschlichen Phantasie entsprungen ist, oder ob es mal für die Religionsgründer einen triftigen Grund gab, an einen Gott zu glauben. |
| Lord of Darknes | der trifftige Grund war verzweiflung und suche nach halt, wer mag es schon in einer Zeit wo die lebenserwartung bei 30 lebt zu wissen/denken/glauben das man nach dem Tot einfach tot ist? ich glaube keiner... |
| Phönix | Klingt irgendwie logisch. Phantasie ist das was uns vom Vieh unterscheidet, und soweit wie ich das weiß, sind wir Menschen die einzigen Lebewesen, die sich Gedanken übers Jenseits machen. Aber glaubt ihr, dass unsere Angst/Hoffnung/Glaube ausreicht, um das Leben nach dem Tod tatsächlich zu ermöglichen? Wie auch immer, aber ich käme mir wahrscheinlich ziemlich doof und verarscht vor, wenn ich ein Leben lang ans Jenseits glaube und nach meinem Tod feststelle, dass ich nichts mehr feststelle weil dann nix mehr ist. Kiste auf, Phönix rein, Kiste zu, Phönix weg, sozusagen. |
| Abbadona | Da ich hier neu bin verzeiht bitte, wenn ich nur oberflächlichen Bezug zu den vorangegangenen Artiklen nehme. Ich finde diese Diskusion sehr interessant. Meiner Meinung nach hat der Mensch "einen" (jede Art der Religion für sich gesehen!) Gott erschaffen. Jedoch stellt sich für mich auch die Frage: Von was für eine Art Gott reden wir eigendlich. Gott kann nicht existiert haben bevor es nicht das Sein an sich gegeben hat. Denn wenn es so gewesen wäre, stellt sich die Frage: Was war vor dem Sein? Wo also existierte Gott? Und von wo kommt Gott dann und wer ist noch bei ihm, denn er wäre ziemlich einsam, wenn er dort irgendwo allein rumexistieren würde und aus purer Langenweile sowas wie den Menschen erschaffen hat. Noch dazu hat er ihm dann allem Anschein nach "freien Willen" gegeben. Aus welchem Grund sollte Gott soetwas unlogisches tun? Ich denke also der Mensch hat einen Gott erschaffen, um sich einen Halt im Unfassbaren zu schaffen. Wer von Euch jemals die Deepspaceaufnahmen von Hubble gesehen hat, dürfte sich folgende Frage gestellt haben: Was zur Hölle hat sich Gott dabei gedacht in einem so unglaublich riesigen Raum , eine so unglaublich unkonventionelle Art wie den Menschen zu erschaffen? Und welche Frage ich bei diesem Anblick noch viel beeindruckender fand war: Wieviele Jesuse es wohl noch gegeben haben muss, die alle irgendwann geboren, gekreuzigt, wiedergeboren und wiedergekreuzigt worden sein müssen. Also als Jesus hätte ich den Job bei Gott ziemlich schnelle wegen Unzumutbarkeit gekündigt. Der Anblick dieser Bilder hat mir eines klar gemacht. Gott so wie wir ihn als Menschheit sehen und definieren kann niemals existent haben, denn das wiederspricht sämtlicher Logik. Aber, es ist die Frage wie ich Gott definiere. Wenn ich Gott als etwas definiere, was im Grunde seiner Existenz nur die Entwicklung und das ewige Fortschreiten von Zeit beinhaltet, komme ich auf das Sein an sich. Gott ist also nichts weiter als der ewige Zyklus vom Werden und Vergehen. Das Sein. In diesem Sinne hat Gott uns erschaffen, wohl aber eher zufällig als gewollt. :( |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord of Darknes [/i] [B]es kann nicht für jede spezie einen gott geben, da Goot sagt:"Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben." wie wäre dads vereinbar wenn es für jede Spezie einen Gott gäbe????? [/B][/QUOTE] Ja, aber das wäre dann doch nur, wenn ein mensch streng der christlichen Dogmatik folgt und weiter nix denkt. Meine Mutter ist auch christin, aber sie legt es für sich selber aus. Ich war auch mal Christ, das soll heissen, ich habe dran geglaubt. Bis mir mein verstand was anderes sagte und ich einen anderen Glauben bekam, an den ich glaube, festhalte, und von dem ich wirklich überzeugt bin. Und wenn ich nun mal an etwas anderes glaube, dann ist mir das, was der christliche Gott sagt, eh egal. Im hinduismus gibt es so zum beispiel viele verschiedene Gottheiten, und jeer Hinduist sucht sich den aus, zu dem er seines erachtens am besten passt. Und ich denke auch, dass Gott von innen herauskommt, von daher ist es mE vereinbar, wenn jeder seinen eigenen gott hat. Im Endeffekt ist es schon so, denn jeder, auch wenns derselbe Gott ist, legt die ganze sache, seinen Glauben, seinen Bezug zu Gott und diesen selber anders aus. Und zur jenseitsdiskussion....hm....aber genau deswegen, weil wir wissenschaft haben, gerät die religion doch weiter in den hintergrund. der mensch wird rationaler, und die hoffnung aufs paradies, walhalla oder sonst was, ich dann vielleicht nur wunschdenken und eine hoffnung....wobei, ich denke diese einstellung ist nicht sonderlich gut. denn wenn ich lebe um das paradies als ziel zu haben, hm, ich denke, jeder sollte sich sein paradies in der welt der lebenden machen, denn dies ist sicher, dies hier, wir wissen, dass wir nun existieren. also sollte man das beste draus machen, unabhängig davon, ob was kommt oder nicht. naja das nur nochmal dazu. |
| Behemoth | Hm...nur mal paar grobe Ansätze. Ich gehe vom christlichen Gottesverständnis aus, weil ich da etwas weniger unwissend bin, als in Vergleich zu anderen Religionen. Z.B. [QUOTE]Gott kann nicht existiert haben bevor es nicht das Sein an sich gegeben hat. [/QUOTE] Wieso wird denn vorausgesetzt, Gott benötige eine Ursache? Einen Erschaffer. Das ist eine typisch engstirnige menschliche Betrachtung. Mit so einer Denkweise kommt man nicht besonders weit. Das hat nichts mit irgendeinem Gottesbegriff gemeinsam. Nicht umsonst heißt es ja: Deus semper maior - Gott ist immer noch größer. Was hier natürlich nicht räumlich o. zeitlich zu sehen ist. Dies mal außer Acht gelassen hieße es dann: Gott war schon immer. Wäre also eine unsinnige Antwort, auf eine unsinnige Frage. Die einzige sichere Erkentnis über (den christlichen) Gott ist, daß wir nur das Erkennen können, was er uns offenbarte. Seine Selbstoffenbarung duch Jesus Christus ist also eine feste christliche Wahrheit. Die Beweislast sollte uns jetzt egal sein. Gibt es Gott oder nicht (darauf läuft die Frage ja hinaus) - interessant aber zermürbend, da unlösbar (na gut, Mister Canterbury und seine Scholastiker mögen mir da jetzt vom Jenseits aus widersprechen ;-)) Ich als Gläubiger kann nur Argumente auf dem Boden meiner Erkentnis anbringen. Für den Ungläubigen gibt das selbe. Um eine gemeinsame Basis zu bekommen muss man die Frage umstellen, nämlich: - ist es unter diesen Umständen eher sinnvoll oder eher unsinnig an einen Gott zu glauben? Und an diesem Punkt steige ich mal vorerst aus :) Es gibt aber genug sinnvolle Argumente für beide Standpunkte. Nur würde hier Gott und der Glaube schon wieder instrumentalisiert. Und das ist mir persönlich zu albern. Zu der Frage Wissenschaft - Religion kann ich sagen: naturwissenschaftliche Erkentnisse stützen sich auf zwei Pfeiler: 1. der Vernunft 2. der Fakt, daß die Wissenschaft ihren Erfolg der Tatsache verdankt, die Fragen, welche Religion und Philosophie stellen, gerade nicht stellt. Zu 1; möchte ich nur auf die "fides et ratio" der kath. Kirche verweisen. Einfach mal lesen, ist - so finde ich - eine Grundlage ohne die man erst gar nicht großartig Diskutieren braucht. Die meisten blabla-Argumente der naturwissenschaftlichen Seite werden dort angesprochen und versucht zu klären. Also z. B. die immerwiederkehrenden und mich immer weniger störenden, sondern eher belustigenden Argumente: Wissenschaft ersetzt den Glauben - man muss nicht mehr glauben, sondern darf wissen etc. Ich verstehe, daß solche Fragen sofort logisch und sinnig erscheinen, wenn man über bestimmte Grundlagen, über die der "normal religiös sozialisierte" Mensch nicht genau bescheid weiss, nicht verfügt. Sicher auch Schuld der Kirchen. Wenn ich mich im Rahmen der Fundamentaltheologie jede Woche im Seminar bis zum, sorry ich kanns nicht anders sagen, abkotzen mit der Theodizeefrage, oder den Grenzfragen beschäftige, verliert man leider bisschen was von der eigentlichen Faszination dieses Themas. Aber nicht falsch verstehen: die Aufklärung und die naturwissenschaftlich radikale Verneinung einer höheren Macht, hat uns den, zumindest materiellen, Wohlstand ermöglicht welchen wir heute als Selbstverständlich betrachten. Das will ich gar nicht schlecht reden, dies ist aber nur die helle Seite der Medallie. Es haben sich zig kluge Köpfe schon über solche theologischen Fragen den Kopf zerbrochen. Da ist es mit einem Satz ala "Gott wurde von uns erschaffen, um/weil... nicht getan. Auch wenn es sich komisch anhört, aber wenn die katholische Kirche eines kann, dann ist es lückenlos zu argumentieren. Und wer sich bisschen mit der Materie beschäftigt hat, wird da wohl zustimmen. Mal kucken, wie es hier so weitergeht :) |
| OceanGypsy | Meiner Meinung nach haben die Menschen Gott erschaffen. Ihrer Meinung nach ist doch Gott das Perfekte, Ideale, etwas, was sie niemals erreichen können. Und so projezieren sie all diese idealen, perfekten Dinge, von denen sie wissen, dass sie sie niemals erreichen oder erfüllen können, in Gott. Er gibt ihnen Halt und ich denke, so können sie auch weiter an das eine Ideal glauben. LG, OceanGypsy |
| Phönix | Ich glaube dass wir in einer von naturwissenschaften geprägten Gesellschaft auch zu naturwissenschaftlich denken. In den Naturwissenschaften macht man eine Beobachtung, die einer sinnvollen Erklärung bedarf, man stellt eine Theorie auf und sobald sie bewiesen ist, nennt man sie Naturgesetz. In der Religion muss sich uns der Sinn nicht erschließen, falls es überhaupt einen gibt, beweisen können wir garnix und somit können wir auch keine (naturwissenschaftlichen!) Regeln über Gott aufstellen. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich selbst angehender Naturwissenschaftler bin. Ich denke wenn man sich ausführlich mit der religiösen oder philosophischen Weltanschauung beschäftigt, sind sie genauso gut geeignet, die Welt zu erklären wie die Naturwissenschaften. Fragen die geklärt werden, werfen neue Fragen auf, so wird es immer weiter gehen. Für mich stellt sich außerdem die Frage, ob Gott, als er uns geschaffen hat (unter der Vorraussetzung dass er uns geschaffen hat) das ganze Universum bis ins kleinste Detail ausgetüftelt hat, oder ob er nur dafür gesorgt hat, dass die universellen Gesetze gelten und Funktionieren. In diesem Fall wäre Gott dann Enthalpie und Entropie, oder Werden und Vergehen, wie es Abbadona vormuliert hat. |
| Dokuro | Ich denke wir und Gott haben uns gegenseitig erschaffen. Gott existiert, da wir so handeln als gäbe es ihn was eine gewisse macht enstehen lässt die auf alle wirkt die Man als Gott definiert. Doch hätten die Menschen nicht begonnen an Gott zu glauben bzw. zu hoffen oder zu wünschen, den das alle ist eine Art des Glaubens, währen wir Menschen nicht das was wir sind. Wir währen immnoch auf dem Nivou von vor ein Paar tausend jahren, oder würden vieleicht gernicht mehr existieren. Durch den Glauben an Gott und seine daraus folgende Existens sind wir Menschen erst zu richtigen Menschen geworden, also Mental und nicht Physisch gesehen. Hätten wir Gott keine macht gegeben und ihn so zu Gott werden lassen( "erschaffen"), hätte er( existierend durch den Glauben) uns nicht zu Menschen gemacht und uns so "erschaffen". Klar soweit??? |
| halfbee | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tolkien [/i] [B]Das, was die Gottesidee im Kern ausmacht, ist so groß, dass sie unmöglich erfunden worden sein kann... [/B][/QUOTE] ich denke dass diese gottesidee am anfang eben doch sehr einfach war.aber wenn man bedenkt wie alt sie ist ist es doch nicht weiter vewunderlich dass daraus inzwischen ein weltglaube mit kirche und papst und konzilen und unzähligen details,spitzfindigkeiten und verästelungen geworden ist. |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord of Darknes [/i] betrachte ich es mal aus dem Winkel der Philosophen dann frgae ich mich: warum sind sie nicht darauf gekommen, dass es unmöglich ist das es einen Gott gibt, sie waren doch so inteligent, wenn es einen gott gibt, wer erschuff ihn dann???[/QUOTE] Hallo LoD, ich versuche mal, deine Frage zu beantworten. Wie kommen wir darauf, nach der Ursache von etwas zu fragen? Wir sehen ein Ding, z.B. ein Auto, und fragen uns, woher es kommt, dass es existiert. Es fallen hier also Wesen und Existenz auseinander: Dass das Ding ein Auto ist, ist nicht der Grund dafür, dass es existiert. Wir können ja bei allem unterscheiden, [I]was[/I] es ist (Wesen) und [I]dass[/I] es ist (Existenz). Das Auto hat seine Existenz nicht aus sich, sondern von außen empfangen. Es wurde von Menschen in einer Werkstatt hergestellt. Der Grund seiner Existenz liegt außerhalb von ihm. Philosophisch ausgedrückt heißt das: Das Auto ist kontingent. "Kontingenz" ist hier der Gegenbegriff zu Notwendigkeit. Dass das Auto existiert, folgt nicht notwendig daraus, dass es ein Auto ist, sondern es verdankt seine Existenz einer äußeren Ursache. Hätte diese Ursache nicht gewirkt, würde das Auto nicht existieren. Alles klar bis jetzt? Wir können nun alle Dinge der Welt durchgehen, und von allen sehen wir und können wir uns vorstellen, dass sie vergänglich sind, dass bei ihnen also Sein und Wesen nicht identisch sind, sondern dass sie kontingent sind. Wenn es nun eine erste Ursache gibt, die alles erklärt, dann muss diese Ursache notwendig existieren (also nicht kontingent sein). Denn im anderen Fall wäre sie ja selber kontingent und damit ein Teil des kontingenten Universums, das es zu erklären gilt. Bei dieser Erstursache fallen also Wesen und Sein zusammen. Es existiert aufgrund seines eigenen Wesens und nicht aufgrund einer äußeren Ursache. Deshalb existiert es notwendigerweise und damit ewig. Denn da es notwendigerweise existiert, ist es unmöglich, dass es eine Zeit gab oder gibt oder geben wird, zu der es nicht existiert. Die Frage danach, wer diese Ursache erschaffen hat, ist deshalb unsinnig. Ein Vergleich zur Illustration: Ich kann zurecht fragen: Wer hat den Fußboden nass gemacht? Antwort: Fritz, der mit nassen Schuhen ins Haus gekommen ist. Nächste Frage: Und wer hat die Schuhe von Fritz nassgemacht? Antwort: Er ist durchs Wasser gewatet. Nächste Frage: Und wer hat das Wasser nass gemacht? Antwort: Nichts und niemand. Das gehört vielmehr zur Natur des Wassers. Es ist deshalb unsinnig zu frage, wer das Wasser nass gemacht hat. So ist es auch unsinnig zu fragen, wer Gott erschaffen hat. Gott hat seine Existenz nicht von außen empfangen, sondern es gehört zu seiner Natur, zu existieren. Er ist in gewissem Sinn das Sein selber, von dem es sich nicht denken lässt, dass es nicht existiert. Tut mir leid, wenn sich das Ganze etwas ungewohnt und kompliziert anhört. Aber ohne Denken und Nachdenken geht es in der Philosophie eben nicht. Die Frage nach der Existenz Gottes ist eine philosophische, und mit ein paar hingeworfenen Bemerkungen ist es nicht getan. Vor allem sollte man nicht glauben, mit einer solchen Bemerkung, wir hätten Gott erschaffen und Gott bräuchte ja auch eine Ursache, ganze Philosophengenerationen widerlegen zu können. Dazu muss man sich schon ein wenig eingehender mit der Frage beschäftigen. Vielleicht habe ich hiermit einen kleinen Anreiz dazu gegeben ;) |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Die Menschen erschufen Gott, um, wie schon bereits gesagt hier, sich unerklärliches zu schaffen aber aUCH, um einen gewissen Halt zu haben. Verzweiflung lässt die Menschen zu Gott beten, und stelle sich mal einer den Nihilismus vor, der mensch hat Probleme, das zu verkraften. [/B][/QUOTE] Es gibt die verschiedensten Gründe, warum Menschen an Gott glauben. Kleiner Literaturtipp: Georg Siegmund, Die Psychologie des Gottesglaubens. |
| feverish dream | ich denke WIR haben IHN geschaffen! Dass er uns nicht geschaffen hat, wie es in der Bibel steht, is ja wohl klar wie Kloßbrühe oder?Immerhin weiß man, dass der Urknall usw usw dafür verantwortlich waren und das Gott so auf Dinos fixiert war, kann ich mir auch nicht vorstellen ;) Meiner Meinung nach, braucht der Mensch einfach etw., woran er sich festhalten kann und was ihm den Gedanken an den Tod, wenn auch nur ein wenig, schmackhafter machen kann. Die Vorstellung, dass nach dem Tode nix mehr is, ist für jeden sehr beängstigend.Davon abgesehen sind sehr viele Geschichten, z.B. auch die von der Entstehung der Erde in 7 Tagen und Adam und Eva nur so farbenfroh erzählt worden, damit sich die Menschen es damals vorstellen konnten.Die waren ja noch nicht so weit wie wir.... liebe Grüße ^^v^^ hoffe ich wiederhole jetzt niemanden :rolleyes: |
| Lord of Darknes | Back 2 Tolkien so weit war ich in meinen überlegungen, noch nicht ganz gekommen......... da ich aber alles sehr engstirnig sehe was in der Bibel steht: Wenn Gott alles erschuff, dann war vorher nichts, dann wäre Gott folgedessen das nichts, dich es gibt kein nichts mehr, da Gott ja alles erschuff, dann gäbe es also Gott auch nicht mehr??? So wäre es doch dann, oder nicht. Gott selber erschuff, alles also auch sich selber, doch wie kann ein Wesen das noch nicht existiert sich selbst erschaffen.....es stand so in der Bibel, ist es nicht so??? @ feverish dream woher weisst du dass sie nicht soweit waren wie wir, theologisch waren sie uns vieleicht sogar überlegen, aber weil sie technsich noch nicht so weit waren wie "wir" jetzt heisst es doch nciht dass sie ideen von farbenfrohen Paradiesen hatten, man kann sich doch auch vorstellen wie eine Geisterstadt aussieht wenn wer dfavon erzählt,und die sind wohl nicht gerade sehr farbenfroh... ich denke, die menschen übertreiben nun mal gerne und brauchten einen gutwn, wirklich guten, Grund um ihr leben lang durchzuarbeiten, die Bibel spiegelt das (fast) genau gegenteil ihrer euigenen lebensbedingungen dar, sie waren einfach nru verzweifelt und brauchten Trost, und Hoffnung, also "erschuffen2 die anführer mal eben einen Gott.... |
| Phönix | @ feverish dream Die Urknalltheorie ist ebenso fragwürdig wie die Schöpfungslehre. In der Hinsicht kann ich das Buch "5 Gründe, warum es die Welt nicht geben kann" von James Trefil empfehlen. Dort werden die Ungereimtheiten, die die Urknaltheorie aufwirft, so erklärt, dass man sie auch ohne großes physikalisches Vorwissen verstehen kann. Du darfst auch nicht vergessen, dass die Bibel kein Tatsachenbericht ist, viel ist symbolisch zuverstehen. Man darf auch nicht glauben dass die Menschen vor einigen tausend Jahren unterlegen waren. Okay, technisch waren sie noch nicht soweit entwickelt wie wir - aber das braucht man nicht wenn man sich mit Theologie/Philosophie beschäftigt. Rein Physiologisch gesehen waren es Menschen wie wir, und ich glaube die haben sich damals die selben Fragen gestellt wie wir heute. @ Dokuro Deine Theorie find ich richtig gut... |
| rever:end | Gesetzt der Fall, wir haben nicht Gott, sondern er uns erschaffen; wieso hat er es getan? Warum hat Gott uns erschaffen? Damit wir die Erde, auf der wir leben, zerstören? Und somit den Glauben an ihn? |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord of Darknes [/i] Back 2 Tolkien so weit war ich in meinen überlegungen, noch nicht ganz gekommen......... da ich aber alles sehr engstirnig sehe was in der Bibel steht: Wenn Gott alles erschuff, dann war vorher nichts, dann wäre Gott folgedessen das nichts, dich es gibt kein nichts mehr, da Gott ja alles erschuff, dann gäbe es also Gott auch nicht mehr??? So wäre es doch dann, oder nicht. Gott selber erschuff, alles also auch sich selber, doch wie kann ein Wesen das noch nicht existiert sich selbst erschaffen.....es stand so in der Bibel, ist es nicht so???[/QUOTE] Nein, auch nach der Bibel hat Gott sich nicht selber erschaffen. Gott ist ewig, und die ganze Schöpfung hat er aus dem Nichts erschaffen. "Aus dem Nichts" heißt: Er hat keinen vorgegebenen Stoff benutzt. Sondern auch das, woraus alles besteht, hat er erschaffen. Um aber gleich Missverständnissen vorzubeugen: Diese Schöpfung schließt eine innerweltliche Evolution nicht aus. Da gibt es keinen Widerspruch zwischen christlichem Schöpfungsglauben und naturwissenschaftlicher Evolutionstheorie. |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von rever:end [/i] Gesetzt der Fall, wir haben nicht Gott, sondern er uns erschaffen; wieso hat er es getan? Warum hat Gott uns erschaffen? Damit wir die Erde, auf der wir leben, zerstören? Und somit den Glauben an ihn?[/QUOTE] Gott hat die Menschen aus Liebe erschaffen, um sie in der Ewigkeit an seinem eigenen Glück teilhaben zu lassen. |
| Oversa | also mir gefällt die These von Feuerbach sehr gut aber ob wir nun Gott erschaffen haben was ich denke oder ob es wirklich einen Gott gitb der uns erschaffen hat werden wir hier wohl kaum klären können .............es habe sich Jahrhundert Philosophen ,Esoteriker und Wissenschaftler damit befasst und deswegen denke ich nicht das man sowas überhaubt klären kann ......Religionsanhänger/Gläubige glauben eben an einen Gott udn andere glauben an sich ,an andere Dinge ,oder an "nichts ".......ich wüsste auch keine Möglichkeit wie man heraus bekommen kann ob wie nun Gott erschaffen haben oder er uns ...........man könnte gott ja selber fragen was aber wiederrum vorraus setzt das Gott existiert ........ |
| Phönix | Ich wollte auch keine absolute Antwort, sondern ein paar Meinungen hören... |
| Oversa | gut dann nehme ich meine Anmerkung hiermit zurück ...... |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Oversa [/i] also mir gefällt die These von Feuerbach sehr gut aber ob wir nun Gott erschaffen haben was ich denke oder ob es wirklich einen Gott gitb der uns erschaffen hat werden wir hier wohl kaum klären können .............es habe sich Jahrhundert Philosophen ,Esoteriker und Wissenschaftler damit befasst und deswegen denke ich nicht das man sowas überhaubt klären kann ......Religionsanhänger/Gläubige glauben eben an einen Gott udn andere glauben an sich ,an andere Dinge ,oder an "nichts ".......ich wüsste auch keine Möglichkeit wie man heraus bekommen kann ob wie nun Gott erschaffen haben oder er uns ...........man könnte gott ja selber fragen was aber wiederrum vorraus setzt das Gott existiert ........ [/QUOTE] Durch dieses Post von Oversa und vielen ähnlichen Posts fällt mir auf, dass es heute vor allem in der jungen Generation die weitverbreitete Meinung gibt, Gewissheit in der Erkenntnis von einem allgemeinen Konsens abhängig zu machen. Das ist richtig im Blick auf die Naturwissenschaft (weil die ja auch auf dem Prinzip von Verifikation und Falsifikation beruht): Solange eine These nicht allgemein angenommen ist, gilt sie als kontrovers und damit als nicht gesichert. In der Philosophie ist das anders. Da geht es um Einsicht, und die ist immer individuell. Niemand kann mir mein ganz persönliches Ringen um Klarheit in diesen Fragen abnehmen. Und es ist möglich, dass der Einzelne zu einer Einsicht gelangt, die gewiss ist und trotzdem nicht nach den Methoden der Naturwissenschaften beweisbar ist. Deshalb kann ich nur ermuntern, nicht von vorneherein an der Möglichkeit, Erkenntnisse zu gewinnen, zu verzweifeln, sondern ernsthaft nach der Wahrheit zu suchen. Und man kann auch durchaus zu Gott beten: "Wenn du existierst, dann zeige dich mir." Wenn man das ernsthaft und mehr als einmal tut, wird Gott antworten... |
| feverish dream | die Theorie des Urknalls ist ja wohl wesentlich glaubwürdiger, als die der Entstehung der Erde in 7 Tagen oder????????:q |
| Tinchen | "So mancher Narr behauptet, ein Schöpfer habe die Welt gemacht. Aber die Lehre, die Welt sei geschaffen, muss zurückgewiesen werden. Denn wenn Gott die Welt erschuf, wo war er dann vor der Schöpfung? Wer aber sagt, er war außerhalb aller Schöpfung und brauchte keine Hilfe - wo ist er dann jetzt? Kein einzelnes Wesen besaß die Fähigkeit diese Welt zu machen. Denn wie kann ein unstofflicher Gott schaffen, was stofflich ist? Wie konnte Gott die Welt ohne Rohstoffe schaffen? Wer sagt, zuerst mache er den Rohstoff und dann die Welt, verstrickt sich in einer regressio ad infinitum. Wer behauptet, dieser Rohstoff entstand von selbst, gerät in eine neue Falle. Denn dann müsste das ganze Weltall sein eigener Schöpfer und ebenfalls von selbst entstanden sein. Wenn Gott die Welt durch einen Willensakt ohne Rohstoffe schuf, Dann war es nur sein Wille und sonst nichts. - wer wird so etwas Törichtes glauben wollen? Und wenn er wirklich vollkommen und umfassend ist, wie sollte wohl der Wille, etwas zu schaffen in ihm entstanden sein? Wenn er andererseits nicht vollkommen ist, so könnte er das Weltall ebenso wenig erschaffen wie ein Töpfer. Ist er formlos, bewegungslos und allumfassend, wie sollte er dann die Welt geschaffen haben? Eine solche Seele, frei von jeder Eigenschaft, würde doch gar nicht den Wunsch haben, etwas zu schaffen. Ist er vollkommen, so bekümmert er sich nicht um die drei Ziele des Menschen. Welchen Nutzen würde er also durch die Schöpfung der Welt haben? Wer sagt, er schuf ohne jeden Zweck, einfach weil es seine Natur ist, - dann wäre Gott nicht zielstrebig. Und wenn er in einer Art Spiel erschaffen hat, so war es das Spiel eines närrischen Kindes, das nur Unglück bringt. Wenn er veranlasst vom Karma, wie es verkörperte Wesen haben, schuf, Dann ist er nicht der allmächtige Herrscher, sondern von etwas anderem abhängig... Wenn er die Welt aus Liebe für das Lebendige und weil er es brauchte schuf, Warum machte er die Schöpfung nicht selig glücklich, frei von Unglück? Befände er sich außerhalb der Welt, würde er nicht schaffen, denn er wäre frei. Und würde er sie durchwandern müssen, ebenfalls nicht, denn dann wäre er nicht allmächtig. So ist die Lehre, die Welt sei von Gott erschaffen, vollkommen unsinnig. Und Gott begeht auch eine große Sünde, wenn er Kinder umkommen lässt, die er selbst erschaffen hat. Sagt jedoch einer, er lässt Menschen nur umkommen, um böse Wesen zu vernichten - warum schuf er dann überhaupt solche Wesen... Ein guter Mensch sollte jeden bekämpfen, der, verdorben von einer schlechten Lehre, an eine göttliche Schöpfung glaubt. Wisse, dass die Welt unerschaffen ist, wie die Zeit selbst, ohne Anfang und Ende. Und dass sie auf Prinzipien beruht, dem Leben und dem Übrigen. Unerschaffen und unzerstörbar besteht sie in der Notwendigkeit ihres eigenen Wesens, Geteilt in drei Bereiche - Hölle, Erde und Himmel." Das ist nun von Jinsana einem Lehrer des Jainismus. Ich persönlich denke, dass sich der Mensch Gott oder Götter erschaffen hat (zumindest den materiellen). Einfach nur, um sich bestimmte natürliche Bedingungen erklären zu müssen (wie schon einmal angeführt. Das hat nichts mit Naivität oder sonstiges zu tun. Damals hatte man noch nicht die Mittel, es sich anders zu erklären. Sicherlich kann man Gott auch als Metapher für das Sein an sich anführen. Dann ist seine Existenz bestimmt nicht abstreitbar. |
| Dokuro | Würde bitte irgend jemand ein Statement zu meinem Statement abgeben, vieleicht ist meine Theorie je schwachsinnig, aber wenn dem so sei: will ich es Wissen:mad: . |
| Phönix | @ Dokuro: Ich hab Dir doch schon gesagt, dass ich Deinen Beitrag äußerst interessant finde. Ich finde die Idee auch so gut, dass ich mich ihr fast anschließen könnte. Und AeOn: Dir muss ich leider wiedersprechen: Die Kirche hat den Fortschritt nicht so sehr unterdrückt wie die meisten Glauben: das Bild vom finsteren Mittelalter ist in der Renaissance entstanden, man wollte einen Aufbruch in eine neue Welt (durch Entdeckung Amerikas, Erfindung des Schießpulvers (-> Rittertum überflüssig) etc.) und das vorherige wurde schlecht gemacht. Freie Denker gab es auch im Mittelalter, leider sind sie nicht so berühmt geworden wie Galileo Galilei, an den Du bestimmt gedacht hast. Die Erfindungen, die gemacht wurden waren zwar mehr praktischer Natur, aber ohne diese Errungenschaften wären wir jetzt noch lange nicht so weit. Wind- und Wassermühlen lösten eine Agrarrevolution aus, die Architektur erlebte eine Blüte, von den Arabern lernten wir Mathematik und Medizin - alles im Mittelalter, und die Kirche hatte nichts dagegen. Persönlich glaube ich auch nicht, dass die Menschen im MA stärker an Gott glaubten, ich denke die Kirche war einfach nur Autoritärer. |
| Dokuro | Phönix hat völlig recht, und außerdem war die einzige mir bekannte Religion die die Wissenschaftlicht eingeschränkt hat das katholische Christentum. Die anderen Religionen haben meines Wissens nach die Entwicklung nicht eingeschränkt, außerdem meinte ich das der Glaube an Gott der Grundglaube war, dank dem die Menschen angefangen haben nachzudenken und sich so Weiterzubilden. Ach und ein richtiger Mensch ist ein Mensch der nicht nur Physisch sondern auch Psychisch ein Gewisses nivou erreicht hat. Also eine Bewustere Inteligenz besitz als z.B. ein Tier. P.S. @Phönix: Thx:) |
| Phönix | Aaaaaalso: 1. Die Kirche hat nie jemanden zu Tode verurteilt, sie hat sogenannte Hexen nur der weltlichen Gerichtsbarkeit übergeben, welche dann die "Hexen" zu Tode verurteilte. (Natürlich hätte die Kirche das nicht so ohne weiteres tolerieren dürfen.) 2. In Städten wie z.B. Toledo (Kastillien, Spanien) haben Christen, Juden & Moslems Jahrhunderte lang miteinander gelebt und Wissen ausgetauscht. Die blutigen Ausseinandersetzungen wie z.B. die Kreuzzüge waren ab einem Zeitpunkt politischer Natur (Der Kreuzug Anfang des 13. Jahrhunderts wurde von Venezianischen Kaufmännern befürwortet und finanziert um die Handelsrouten von Byzanz kontrollieren zu können - der Papst hat verzweifelt versucht den Kreuzzug zu vehindern) 3. Auch wenn es nur eine historische Vermutung ist: es ist wahrscheinlich, dass die Tempelritter kurz bevor sie durch König Phillip IV vernichtet wurden einen Friedensplan vorbereiteten, der den Frieden der westlichen und östlichen Welt herstellen sollte: einige glauben sogar ein vereinigtes Weltreich von Spanien bis Indien, in dem jeder seine Religion ausleben durfte!) 4. Araber waren auch nicht anders: König Saladin war ebenso Kriegstreiber wie Richard Löwenherz. Ich stimme Dir aber zu, dass wir nicht alles auf Gott schieben dürfen und uns von ihm abhängig machen. Allerdings verlangt das die katholische Kirche auch.... Steht auch übrigens in der Bibel, die Moral ist meiner Meinung nach auch klar und deutlich zu erkennen. @ Dokuro "Nivou" schreibt man übrigens "Niveau" |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von AeOn [/i] Moslems wären nie auf die Idee gekommen, uns anzugreifen, hätten wir nicht angefangen. Sie haben, bis auf wenige Ausnahmen, friedlich missioniert.[/QUOTE] Von Anfang an hat der Islam Gewalt gebraucht, um sich auszubreiten, und hat dabei blühende Kirchenprovinzen z.B. in Nordafrika ausgerottet. Schon Mohammed selber hat dies praktiziert. 627 "bestrafte" Mohammed den jüdischen Stamm der Banu-Kuraisa (weil er Mohammed öffentlich ablehnte) durch ein Massaker: Alle Männer wurden hingerichtet und etwa 1000 Frauen und Kinder als Sklaven verkauft. Einige arabische Beduinenstämme wurden zur Annahme des Islam gezwungen. |
| Tolkien | [QUOTE][i]Original geschrieben von AeOn [/i] Nein, Gewalt war bei weitem kein Regelfall. Mir sind nur drei Schlachten bekannt, in denen er (Mohammed) den Islam mit Waffengewalt ausbreitete: 624 bei Badr, 625 bei Uhud und 627 bei Ditsh. Sonst nutzten er und seine Anhänger Missionierungstaten im friedlichen Sinne. Seine Nachfahren nutzten auch manchmal Gewalt, jedoch war es auch hier bei weitem nicht die Regel. Zudem genossen Anders gläubige Religionsfreiheit.[/QUOTE] Sehr beruhigend: Nur drei Schlachten hat er selber geführt, um seine Religion mit Gewalt auszubreiten. Die Pointe dabei ist, dass dies seiner eigenen Lehre entspricht. Dementsprechend sieht auch das Menschenbild aus: Die Ungläubigen sind Menschen zweiter Klasse. Das ist (in diesem Zusammenhang) der springende Unterschied zur Lehre Jesu. |
| Scientist | Ich versuche das ganze mal recht methodisch anzugehen. Unsere Experimentellen Daten deuten darauf hin, dass es mit ziemlicher Sicherheit Menschen gibt. Wir haben jedoch keine Experimentellen Daten, die die Existenz eines Gottes bestätigen könnten. Auf Grund dieser Fakten, ist es logisch eigentlich nur Möglich, zu schließen, dass Gott eine Schöpfung des Menschen ist. Jede andere Annahme wäre nicht konsistent zu experimentell überprüfbaren Theorien. |
| Jaddy | [QUOTE]Hat Gott uns geschaffen oder wir Gott[/QUOTE] wir haben gott erschaffen. |
| Tolkien | "Wer also Gott leugnet, der schnitzt sich ein Gottesbild. Wer sich nicht vor Gott beugt, tut es vor einem der vielen Götzen, die das entchristlichte Abendland als Gottesersatz sich geschaffen hat: Er beugt sich vor der Macht, vor der Rasse, vor dem Geld." Fjodor M. Dostojewski |
| Dragon-fire6 | Ich glaube nicht an einen Gott, der alles erschaffen hat (Schöpfungsgeschichte) oder sich um die Probleme der Menschen kümmert. Ich bin der Meinung, dass der Mensch seines eigenen Schicksals Schmied ist. Der Mensch hat in vielen Kulturen nur einen"Gott" erfunden, um seine eigenen Verfehlungen bei einem "höheren Wesen" zu entschuldigen, oder sich noch unerklärbare Phänomene mithilfe einer höheren Macht zu erklären . Es gibt zwar Schicksalsschläge und Erlebnisse, wie sie jeden bestimmt schon mal getroffen haben, aber das hat nichts mit irgendeinem Gott zu tun. Es ist für mich einfach nur lächerlich zu glauben, dass da jemand oder etwas ist, das uns behütet und beschützt. Ich glaube an die "natürliche" Evolution des Lebens im Sinne Darwins, auch wenn die Theorie meines Erachtens ein paar kleine Schönheitsfehler beinhaltet sowie an die biologische Definition des Todes, der demnach eintritt, sobald alle Vitalfunktionen und Gehirnaktivitäten eines Lebewesens abbrechen. Ich denke nicht, dass danach noch irgendetwas ist, jedenfalls nichts, was wir uns auch nur in irgendeiner Form vorstellen können. Zwar besitzt der Mensch meiner Meinung nach eine Seele, aber was passiert damit, nachdem der Körper gestorben ist? Sollten unsere Seele wirklich nur ein Produkt von chemischen und elektrischen Vorgängen in unserem Gehirn sein, wird man nach dem Tod wohl nicht viel zu erwarten haben... Man existiert einfach nicht mehr, deshalb sollte man das Leben sinnvoll nutzen und nicht verschwenden, denn man hat nur dieses eine!! Was man letztendlich daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen... Die Kirche hat "Gott" nur dazu genutzt, um ihre eigene Vormachtsstellung zu sichern. Wenn alle Menschen in einem Gebiet an eine Sache glauben, ist es leichter diese darüber zu kontrollieren, ob sie es merken oder nicht... Gott ist ein Hirngespinst und es gibt nur eine "Religion", die des menschlichen Verstandes (Auch diese weist leider viele schwerwiegende Fehler auf)!! Ich hoffe, ich habe niemanden in seiner Glaubensüberzeugung beleidigt. ...Sollte ich mich doch etwas vom topic entfernt haben, bitte ich um Entschuldigung im Vorraus... In diesem Sinne Carpe Diem |
| Dokuro | Niemand versteht mich, aber noch ein versuch kann nicht Schaden. Ich meinen nicht die Religionen, ich meinen nicht einmal das was als eine "Religion " definiert werden kann. Ich meine Den glauben an Gott, das was man für den Glauben getan hat und das was dan enstand weil das denkprinziep auf andere sachen übertragen wurde. Ganz kurz, Stark vereinfacht, in seiner simpelst dargelegten Variation gesagt: Dem Gottesglauben verdanken wir unser logisches Denken. Das der Vatikan sich das zu gezwungen sah andere Völker auszulöschen hing bestimmt nich von allen Priestern, Kardinälen Mönchen oder Prafern ab, es waren die meisten Mitläufer. Natürlich ist der größte teil der größten heiligen Schriften Schrott. Sie wurden meist von abergläubigen Menschen geschrieben die vieleicht sogar auf Droge waren, man weiß es nicht. Vieleicht hatte das was sie geschrieben haben einen wahren Kern, und sie haben einfach was der Zeit entsprechendes dazu gedichtet. Im laufe der Geschicht gab es fast eine unendliche Anzahl von einzelnen Menschen oder Randgruppen, die irgenwie an viel mehr Macht gelangten als sie es eigentlich verdient hätten, es liegt in der Natur des Menschen andere existenzen auszulöschen um seine zu sichern b.z.w angenehmer zu gestalten. Das wirklich schlimme daran ist aber, das Menschen der ganzen Epoche die unter den Einfluss ihrer Macht kamen, egal ob begünstigt oder verfolgt, einfach nach diesen Machthabern beureilt wurden. Irgendwelche judenjagende Priester waren vieleicht vorher fromme Männer. Niemand ist unschuldig, und zu diesen Zeiten hätte es mich nicht gewundert wenn dort mindestzens einer der Verbrannten irgenwas getan hätte was heutzutage in irgendwelchen nicht so zivillisierten Ländern( z.B. USA) ehh zur Todesstrafe geführt hätte. @ Jaddy: Kurz und Knackig. @ AeOn: Ich möchte jetzt nicht in solche Ethik diskussionen verfallen, das passt hier nicht rein. @ Phönix: Verzeih mir bitte meinen Rechtschr. fehler. Bitte, ich bin erst 13 verdammt. |
| Phönix | Ich wollte eigentlich auch keine Debatte beginnen, welche Religion die beste ist, ich wollte nur zeigen, dass die Menschen überall gleich gut/schlecht sind. Ich glaube sowieso, dass wir alle den selben Gott anbeten - nicht nur in Form von Religion, sondern in allen Fragen, die wir stellen um uns die welt begreiflicher machen. In meinen Augen ist also selbst die Wissenschaft eine Art Religion. Wie Dokuro schon sagte: Dem Gottesglauben verdanken wir unser logisches Denken. Ich denke die Wissenschaft hat heute die Religion abgelöst - durch unseren technischen Fortschritt glauben wir, irgendwann mit der Wissenschaft alles beweisen zu können, in einer früheren Zeit wäre dass nicht denkbar, andere "Religionen" wie Glaube an Gott/Götter oder Philosophie waren schon früher möglich. Dadurch bekommt die Frage, ob wir Gott schufen oder er uns einige neue Aspekte... |
| deathly_silence | gott is nur ein gedanke ... geschaffen um massen zu kontrollieren und führen ... und dieser gedanke hat auch zum teil uns geschaffen ... er hat uns geprägt selbst nicht gläubige wie mich ... diser gedanke gott ist uns zum verhängnis geworden und so wird es auch weiterhin bleiben ... er wird unser untergang ... den der glaube sitzt zu tief um nicht auf ihn zu hören und befiehlt er ... so folgen alles ... und ausnahmslos ... somit erfüllt er seine bestimmung ... dieser gedanke ... gott ... |
| Meta | @Phönix: Wer würde das nicht? Ich für meinen Teil glaub zwar nicht ans Jenseits, oder ein Leben nach dem Tod, habe mir aber auch so meine Gedanken gemacht. Ich stimme den meisten hier zu, die Glauben, dass der Mensch sich einen Gott geschaffen hat um Trost zu finden. Ist es nicht hilfreich in Momenten großer Angst und Verzweiflung zu wissen/glauben dass man nicht allein ist? Das man auf eine Unerklärliche Art und Weise doch noch eine zweite Chance bekommt? Denn durch dieses "Unerklärliche" kann man einem Gläubigen nicht seinen Glauben nehmen. Man kann philosophieren, Kompromisse suchen, aber ihm grundsätzlich den Glauben zu nehmen ist nicht möglich, da sich ja nicht endgültig beweisen lässt ob es einen Gott gibt...... Jedoch glaube ich auch, dass man nicht alles durch eine "Grüne Brille" betrachten sollte....denn im Endeffekt muss jeder sein Leben selber bestimmen, und Gott kommt auch nicht an und hilft alten Leuten über die Straße oder ähnliches.... Hoffnung ist gut- Blindes Vertrauen dumm! Aber es ist interessant zu lesen wie ihr darüber denkt.... Meta |
| Behemoth | Zur Frage, für welche Verbrechen die katholische Kirche nun genau zur Rechenschaft gezogen werden darf/kann/muss, äußere ich mich jetzt mal nicht. Das Bedürfnis wäre aber schon vorhanden, wenn ich mir div. Beiträge AeOns durchlese :) Ich verkneife es mir trotzdem. Nochmal zum eigentlichen Thema. Viele schließen die Existenz Gottes nur solange aus bis es einen Beweis dafür gibt. Man muss aber dann unbedingt noch den Satz anfügen: Ein Beweis, den man als solchen auch anerkennt. Denn Beweise gibt es genug. Die Selbstoffenbarung Gottes durch Christus in der heiligen Schrift und durch seine dortigen Taten liegen vor. Die Gläubigen und die Zweifler, beide trennt gar nicht das Denken, sondern der Glaube, der wiederum auf sehr persönlichen Erfahrungen, eben rein subjektiven Dingen beruht. Und diesen Glauben kann man sich nicht erarbeiten. Das kann man zwar versuchen, aber da wird jeder schnell scheitern. Der einzige Weg ist der des Vertrauens, des „sich einlassens“, ein ausprobieren und vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzen. Und dieser Weg Gott kennen zu lernen ist wiederum sehr persönlich und einigartig. Daher kann und soll man niemanden überzeugen, überreden oder jemanden etwas "überstülpen“. Diese Art des Denkens verstehe ich und ich finde es immer gut, wenn jemand kritisch ist. Den Unglauben verstehe ich ebenfalls sehr gut, ich lasse ihn jedem gerne. Aber vielleicht stolpert der eine oder andere in seinem Leben irgendwann genau über den Beweis den er/sie für sich selbst akzeptieren kann. Noch anzumerken: Die Wissenschaft/Mathematik/Logik ist nicht der einzige Weg um zu Erkenntnis zu gelangen. Die Wissenschaft versucht lediglich das zu beschreiben und zu berechnen was sie erkennt bzw. versucht dafür Erklärungen zu finden. Ob Erklärungen tatsächlich gefunden werden, und ob diese auch zutreffend sind, oder ob es sich nur um eine Theorie handelt, die nur so lange Bestand hat bis sie von der nächsten Hypothese abgelöst wird, das ist eine ganz andere Sache. Das ist eine legitime Methode sich der Wahrheit zu nähern, aber oft genug war man auch auf dem Holzweg. Persönliche Erfahrung kommt immer an erster Stelle, wenn es um Erkenntnis geht. Und sicher ist es eine Tatsache, daß Gott auch als Lückenfüller für Unerklärliches oder als Instrument für profane Zwecke mißbraucht wurde. Ich habe dennoch Mühe mit solchen undifferenzierten Verallgemeinerungen. Dass ein aufgeklärtes Volk weniger an Übernatürliches glaubt, mag in weiten Teilen stimmen. Die Frage, wie stark dies mit zunehmender Rationalität zu tun hat, bleibt offen. Vielleicht ist die "Masse" eben auch einfach vom Zeitgeist, in dem sie lebt, stark geprägt und ihm gegenüber zu unkritisch. Alles in allem machen es sich viele hier doch sehr, sehr einfach :) |
| Behemoth | @AeOn Ist mir alles nicht völlig neu, nach 6 Semestern Kirchengeschichte :) Nur bringst Du einiges in einen eher für Dich Vorteilhaften, da kirchenkritischen, Zusammenhang - wenn man es denn so nennen darf. Richtig ist: Die ersten, wenigen Kreuzzüge wurden von einer ernsthaft religiösen Begründung legitimiert. Ab ca. 1144 änderte sich das aber radikal. Man führte zwar weiterhin (den 2ten) Kreuzzug. Aber das nur noch unter fadenscheinigen religiösen, in konkreten Fall den offiziellen eschatologischen, Begründungen der Kirche. Faktisch ging es um materielle und machtpolitische, von einzelnen kirchlichen und weltlichen Würdenträgern, zum persönlichen Vorteil eingefädelte politische Entscheidungen. Viele Märsche endeten bereits in Anatolien. Das Grab Christi wurde zum Teil nichtmal mehr schriftlich erwähnt. Ausnahme war hier der 5. Kreuzzug, der auf extremen Druck der Kirche, vertreten durch Gregor IX, geführt wurde. Alles in allem ein Papst, auf welchen man gerne verzichtet hätte. Wenn man hier ansetzt kann man natürlich locker, flockig Kritik üben. Nur Kritik an was? An der Kirche? Sicherlich nicht. Denn Gregor stand für alles, aber nicht für die Heilslehre oder das Evangelium. Er stand als Individuum an der Spitze der katholischen Kirche. Der Vertreter Gottes auf Erden wird oftmals so verstanden, als ob er Entscheidungen anstatt Gottes oder im Sinne Gottes treffen muss. Das dies Blödsinn ist sollte jede klar sein. Die Allmacht und Allwissenheit Gottes gestattet es nicht ihn in weltliche Handlungsmuster zu pressen. Der Vertreter ist das Symbol, welches an Gott und seine Taten erinnern soll. Wenn der Papst handelt, dann handelt er als fehlerbehafteter, unvollkommener Mensch. Fehlerfrei ist der Papst nur dann, wenn er durch die dogmatischen Lehraufträge dazu befähigt wurde. Und Tatsache ist, es gibt kein Dogma, welches die Idee der Kreuzzüge, die Rettung des Grabes Christi, überhaut berührt. Erinnern soll er aber an die Heilsversprechen Gottes. Das sind also zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe und bieten keine Möglichkeit ein negatives Urteil im Sinne von "Der Vertreter Gottes auf Erden befielt das Morden von... also muss..." zu fällen. Wenn man die Schuldfrage - die im ganzen geschichtlichen Kontext immer eine Frage der Schuldzuschiebung war - weiterhin beantworten möchte, sollte man sich nicht auf eine Instutution und noch weniger auf eine oder wenige Personen, wenn auch Führungspersonen, versteifen. Und noch viel weniger auf Entwicklungen, egal ob positive oder negative. Genauso sinnfrei könnte ich argumentieren, daß die Finanzen der Kreuzzüge zig tausende arme Menschen eine Arbeit, Aufgabe und mehr noch, einen Lebenssinn eingebracht haben. Ohne die Kreuzzüge wären beispielsweise Venedig und Genua nichts weiter als Käffer ohne nennenswerte kulturelle Errungenschaften. Denn der Orienthandel setzte hier zuerst Fuß. Nur so sollte man eben nicht argumentieren. Denn was sonst dabei herauskommt erinnert mich eher an die Nürnberger Prozesse. Nur werden in diesem Kontext sogar nocht Schuldurteile über nicht mehr existierende Institutionen und nicht mehr lebendige Menschen gefällt. Es geht nicht darum wer Gewalttätiger war, nicht darum wer seinen Heilsauftrag stärker beschmutzt hat. Fakt ist: die Kreuzzüge waren eine, wenn nicht das schwärzeste Kapitel der katholischen Kirche. Von Schuld darf aber keine rede sein. Das wäre dann nichts weiter als infantiles Stammtischgelaber. Wie es ohne die Kreuzzüge gelaufen wäre, kann eh niemand sagen. Da gäbe es noch üblere Möglichkeiten. Ohne die mittelalterliche Scholastik, der Mutter aller Wissenschaften - egal ob Geisteswissenschaften (die antike Philosophie ist im Vergleich dazu eine Sandkastenspielerei - was nicht abwertend gemeint ist; nur um es zu verdeutlichen) oder die naturwissenschaftlichen Erkentnisse - auf vieles hätten wir verzichten müssen. Auch wurden in diesem Kontext die ersten verantwortungsethischen Gedankenmodelle entwickelt, auf diese sich noch lange, lange später Staatsphilosophen wie Hobbes oder Rousseau stützten. Bei den Naturwissenschaftlichen Erkentnissen kommt jetzt natürlich wieder der zum erbrechen durchgekaute Satz: "Die Kirche hat ja auch nur das anerkannt, was ihr - und somit auch Gott - dienlich war". Richtig, keine Frage. Aber kein Argument. Denn auch heute argumentiert die Kirche noch gegen wissenschaftliche Erkentnisse, welche ein mögliches Gefahrenpotential bergen. Die Genomprojekte, die Biotechnologie und alles was damit zusammenhängt. Und selbst nicht religiös sozialisierte Menschen erkennen diese Problematik. Geändert hat sich also die Form der Kritik, aber nicht die Kritik als Sinnganzes (was nicht nur die Kirche betrifft (!), sondern alle Bereiche sozialen Handelns - persönliches, gesellschaftliche, staatliches). Wer nun recht hat, die wissenschaftsgläubigen Radikalen in der einen Ecke, oder die, in der antropozentrisch ethischen Ecke stehenden, kann niemand sagen. Wahrscheinlich jeder ein bisschen, wie es fast immer ist. Genauso wie damals niemand sagen konnte, ob es tatsächlich nur Vorteile mit sich bringt evolutionstheoretische Erklärungsversuche oder Theorien, welche bereits Fakten sind, über den geo-Aufbau der Erde zu machen, wegzusperren. Die Unwissenheit der Menschen von Damals legitimiert uns nicht selbstgerecht über die Fehler der Vergangenheit zu lästern. Das wäre arg kurzsichtig. Es klingt intelligent, logisch und vernünftig - ist aber nichts weiter als Maßlose Selbstüberschätzung auf Kosten von Menschen, welche nach besten Wissen und Gewissen handelten. Was wäre wenn? - geschenkt. Schlaue Ideen und Utopien machen sich gut in Diskussionen. Aber Tatsache ist, niemand weiß ob es besser/schlechter gewesen wäre. Wer will das überhaupt beurteilen. Für wen besser? Die Wissenschaft als konkretes Beispiel hergenommen. Siehe oben - leidtragend war die Wissenschaft nie. Argumente gibt es beiderseits genug. Von der Wertigkeit her, halten sie sich dennoch die Waage. |
| Setesh | ich bin der meinung, das wir uns einen gott geschaffen haben, um die uns unverständlichen dinge zu erklären. denn in der antike und bis ins ich-weis-nicht-wann konnte man es sich halt nicht erklären, wieso es nun z.b blizte. also schuf man einen gott, der zur strafe blitze schleudert. tja, und als gewisse leute bemerkten, welcher einfluss die "gottgeweihten" leute hatten (orakel, priester, usw) begannen sie, dies auszunützen, um sich selbst ein stück des kuchens abzuschneiden... |
| lisan_al-gaib | Die thread-Frage lässt sich mit einem einfachen [b]Ja[/b] beantworten. Für eine nähere Erläuterung sollte auch die Frage spezifiziert werden: Bsp.: Hat uns Gott (hier im Sinne von Mutter Natur, Allah, Aliens, das Universum,eine Macht oder sonstiges) erschaffen oder wir Gott [-II-]? Vielleicht sollte euch irgendwann mal bewusst werden, dass ihr Gott immer als etwas vollkommen selbstverständliches und für jeden gleich zu verstehendes Objekt darstellt. Aber wir 6 Milliarden Menschen haben kein allgemeines und gleiches Gottesbild!!! |
| Windgestalt | Hi! Meiner Meinung nach haben die Menschen (wie schon öfter gesagt) Gott erschaffen. Sie versuchen alles unerklärliche, all das sie nicht verstehen können auf eine höhere Macht zu berufen. Deshalb schufen sich die Menschen einen Gott um diese Dinge erklären zu können. |
| Charnel | Wenn es einen Gott gibt dann nur in gebetshäusern und Kirchen ! Gott ist nur für gläubige exsitent, mir hat das ganze noch nie was gebrahct in "meiner welt" glaube ich an die taten und das wirken des menschen und nicht an die vorstellung das uns " der liebe gott" alle in eine bessere welt holt nachdem wir das besteck abgegeben haben |
| Astatos | Gott ist nur ein weiteres Hirngespinnst unserer Phantasie, wie vieles andere auch. Nur hat sich diese Phantasie sehr lange gehalten, sogar unsere Geschichte maßgeblich beeinflusst... Dennoch ist Gott nur eine Erfindung unter vielen... wenn auch für viele Menschen eine sehr reizvolle... Glaubt was ihr wollt, ist mir ziemlich egal. Solange mir keiner beweisen kann das Gott uns erschaffen hat, glaube ich, dass wir Gott erschaffen haben!! |
| Nekro | Ich glaube auch....dass eher die Menschheit einen Gott oder in unsrem Fall sogar mehrere Götter erschaffen hat. Früher ...um unerklärliche Dinge doch zu erklären.... oder die Angst zu lindern.... später.... um das Volk zu knechten ... Nunja...natürlich weiß es keiner .... aber ich denke auch oft ... wer an Gott glaubt ....macht es sich verdammt einfach ....derjenige brauch nicht nachdenken oder selbstständig nach Antworten zu suchen ....er kann sich ja an Gott klammern.... Find es aber dennoch beneidenswert....dass es Menschen gibt ...sogar sehr viele ...denen der Glaube hilft .... oder die ihre Bestimmung finden ...oder dergleichen.... Ich persönlich möchte nach dem Tod, nicht in eine andere Welt ..oder in den Himmel .... ich möchte nicht mehr nachdenken können , ich möchte meine Augen schließen und dann ist es eben vorbei...schluss aus finito .... das ist zwar was mir teils unbehagen bereitet ....die erkenntnis (wenn man das so nennen kann), dass wir alle nichts besonderes sind ....wir leben und sterben ....und für mich gibts hier nichts ...großes ,....irgendwas woraufich hinleben sollte .... kein ziel ...kein danach ... nichts besonderes ...nur das jetzt und selbst da bin ich nur irgendeine kleine Ameise ....es kratzt eigentlich niemand, ob ich sterb oder nicht, ob ich existier oder nicht. Ausser vielleicht weig andere Ameisen ... aber die Welt dreht sich trotzdem weiter ;) Nun... bin abgedriftet... es denkt ja sowieso jeder das, was er will .... ich lass die menschen glauben ...und erwarte von ihnen, dass sie mich nicht bekehren wollen. Gut ist ;) |
| deathly_silence | [QUOTE][i]Original geschrieben von Windgestalt [/i] [B]Hi! Meiner Meinung nach haben die Menschen (wie schon öfter gesagt) Gott erschaffen. Sie versuchen alles unerklärliche, all das sie nicht verstehen können auf eine höhere Macht zu berufen. Deshalb schufen sich die Menschen einen Gott um diese Dinge erklären zu können. [/B][/QUOTE] ganz meien meinung. gott ist nur ein gedanke den die menschen zur aufklärung und kontrolle geschaffen haben. mehr nicht. es ist einfach nur ein versuch der ordnung. gott existiert eh nur für die die an in und seien macht glauben, diese leute haben ihn erschaffen udn geformt. nach ihren mase und ihrem willen. nicht dem einer übersinnlichen macht die alles geschehen lenkt. |