| dying-rose | Wenn man bedenkt, dass Glück zeitlich begrenzt ist, d.h, dass nach jedem Hoch ein Tief kommt ... ist es da noch sinnvoll nach Glück zu streben? Oder ist es besser jegliches Glück vorher zu vermeiden, um mögliches Leid zu umgehen? |
| Bleach | na was für glück? glücksgefühle durch drogen? oder was genau meinst du...? |
| dying-rose | Nein, mit Drogen hat das nichts zu tun ... Mit dem Glück allgemein meine ich positive Gefühle, positive Gedanken ... was Glück für den Einzelnen ist, ist individuell ... für manche eine glückliche (<-- da haben wir das Wort wieder) Beziehung, für andere Gesundheit, etc. |
| decay73 | @dying-rose Wenn du die glücklichen Momente nicht mehr zuläßt, lebst du in einem Dauertief. Ob das Sinn macht, wage ich zu bezweifeln. |
| dying-rose | Es ist kein Dauertief ... sondern die waage zwischen Hoch und Tief ... schlecht fühle ich mich nicht. Es ist eine Art Gleichgültigkeit ... wenn man die Wahl zwischen Emotionen oder keine Emotionen hätte, denke ich ich würde letztere wählen. Ich weiß, dass es für viele Menschen keinen Sinn macht ... denn der Mensch strebt von Natur aus nach Glück. Aber ab wann, findet man die Befriedigung? Man kann sein ganzes Leben danach streben und dennoch ist man nciht gesättigt. Macht es da einen Sinn? |
| Bleach | ich hab das positive denken aufgegeben....scheinbar suche ich mittlerweile sogar nach dingen die mich belasten....ich denke dass ichs mir unnütz schwer mache...kann das ganze aber nicht ablegen...ich rechne immer mit dem schlimmsten...so wird man wenigstens manchmal positiv überrascht... |
| dying-rose | Und macht es Dich glücklich (er) tief im Abgrund zu sitzen? |
| Bleach | nein. ich erfreue mich leider nicht mehr an vielen dingen. es gibt kleine momente in denen ich lächel...aber wirklich glücklich macht es mich nicht. ich denke über viele dinge nach und hab jahrelang versucht lösungen zu finden. aber ich finde keine und habe somit die themen mehr oder weniger abgehagt...bzw habe akzeptiert wie es ist. was ist glück überhaupt? seit meinem 13. lebensjahr bin ich depressiv und habe mich von allen zurückgezogen. |
| dying-rose | Ich weiß jetzt nicht wie alt Du bist ... aber seit Deinem 13. Lebensjahr, hört sich schon echt heftig an! Wahrscheinlich bringt es sowieso nichts, wenn ich Dir irgendwelche Ratschläge gebe ... es muss von Dir selber kommen. Wenn Du nicht zufrieden mit Deiner Situation bist (was ich aus Deinem Post heraus höre), dann mußt Du sie ändern. Ja, leichter gesagt als getan. Ich denke Du brauchst einfach nur einen Sinn im Leben ... einen Freund, eine Freundin ... neues, Abwechslung ... |
| Bleach | ich habe einen freund.....der tag und nacht besorgt ist und kaputt geht. ich sage ihm immer er soll sich trennen damit er es mir und sich einfacher macht....aber er tuts nicht.... |
| immortal soul | @dying-rose Ich bin ganz deiner Ansicht . Vermutlich besteht das Leben nur aus der Suche nach Befriedigung, ein unersättliches Streben nach einem ``Hochgefühl`` ,welches man als Glück bezeichnet . Desto stärker das Streben nach diesem Hochgefühl ist ,desto enormer ist wohl die folgende Frustration., wenn man wiedervon diesem Hoch runterkommt . Ein wohl positiver Aspekt für Glücksgefühle , ist wohl ,dass es den Mensch so zu sagen ´´pusht´´ ,welches in diversen Lebenssituation sich als recht positiv erweißen kann . Jedoch kann ein zu starkes Streben nach einen Glücksgefühl den Menschen wohl die kleinen Dinge im Leben übersehen und somit zu keine Hochgefühle mehr erleben lassen ,wobei odft Suizid als einzigster Ausweg aus dieser Situation gesehen wird.* tschuldigung wegen meinem Psychogelaber* :D *Oft wünsch ich mir ´,auf diese Glücksgefühle verzichten zu können , umnicht enttäuscht zu werden , aber ohne sie könnte ich irgenwie auch nicht*kompliziert* Grüße an alle die Leutz hier Eure immortal soul |
| SON | [QUOTE][i]Original geschrieben von lumière [/i] [B] die Frage ist nur, ob wir damit umgehen können, ob wir es schaffen, trotzdem glückliche Momente (aus)leben zu können.. [size=1][color=white]lumière[/color][/size] [/B][/QUOTE] Glück ist doch kein Zustand zum Ausleben. Er ist der Moment vor dem Gefühl was wir Ausleben... einfach nur die Suche Ich glaube, dass kurioser Weise dieser Zustand schneller erreichbar ist, je mehr wir Ihn ignorieren, gänzlich ausschließen wollen. Ansonsten der alte Satz der Weg ist das Ziel |
| LoveMeansPain | Wegen meiner unerwiderten Liebe zu einem Mädchen hab ich bis jetzt sehr gelitten. Aber dennoch wende ich mich nicht von der Liebe ab, weil ich mich daran 'verletzen könnte'... stattdessen warte ich in dieser leidvollen Zeit sehnsüchtig auf den Tag, an dem ich durch die Liebe eines netten Mädels endlich aus meinem Elend 'befreit' werde.... Hätte ich mich damals nicht verliebt, würde es mir jetzt zwar vielleicht besser gehn aber erst durch dieses Tief werde ich das (hoffentlich) darauffolgende Hoch richtig zu schätzen wissen....Will sagen: Wir müssen uns unseren Gefühlen stellen, denn sie sind das was uns zu dem machen, was wir sind: Menschen!! Oder???? |
| Schattendenken | Wenn ich nicht nach Glück strebe, was auch immer das ist, und aus angst vor Verletzungen alles positive ausschließe, Emotionen egalisiere, kann ich zwar existieren aber niemals wirklich am Leben teilnehmen. Dem Weg bin ich lange genug gefolgt. |
| Bleach | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schattendenken [/i] [B]Wenn ich nicht nach Glück strebe, was auch immer das ist, und aus angst vor Verletzungen alles positive ausschließe, Emotionen egalisiere, kann ich zwar existieren aber niemals wirklich am Leben teilnehmen. Dem Weg bin ich lange genug gefolgt. [/B][/QUOTE] und damit bringst du mich auf einen spruch der mir sehr gefällt ,,Ich lebe schon lange nicht mehr, ich existiere nur noch" |
| dying-rose | So gesehen, kann man nie vom Glück befriedigt sein. Hat man das eine erreicht, will man mehr. Es ist wie mit dem Geld. Immer häufen häufen ... nie ist man zufrieden mit dem, was man hat, besonders dann, wenn es sich als UNGlück entpuppt. Macht es dann Sinn sich in diesen Teufelskreis zu begeben? Ich habe vergessen zu erwähnen, dass es sich insbesondere um das Glück in Verbindung mit der Liebe handelt. Natürlich ist es unmöglich alle Emotionen zu verdammen! Aber man kann es auf so ein Minimum reduzieren, dass es keine Rolle mehr spielt. Emotionen sind eine Form der Schwäche. Man gibt den anderen Angriffsfläche, wenn man sie preisgibt. Glücklichsein in der Liebe ist auch eine Form von Emotion. Läßt man sie zu deckt man einen Schwachpunkt frei. |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von dying-rose [/i] Emotionen sind eine Form der Schwäche. Man gibt den anderen Angriffsfläche, wenn man sie preisgibt.[/QUOTE] Das ist eine kurzsichtige Betrachtungsweise. Zum einen gibt es weder Stärken noch Schwächen, sondern nur verschiedene Nutzungsarten von Präferenzen. Entweder zum positiven oder zum negativen. Und eine Angriffsfläche zu bieten ist keine Form der Schwäche, denn wenn man es nicht nötig hat sich zu verteidigen, ist dies wohl einer ein Zeichen von Stärke. Zudem finde ich nicht, dass Emotionen zwingend eine Angriffsfläche sein müssen. Zum Thema: Es gibt auch dauerhaftes Glück. Man findet Erfüllung in einer produktiven Arbeit, oder durch die Gewissheit welchen Wert man selbst in der Gesellschaft bestitzt. Als Beispiel. Glück ist nicht immer nur eine Kurzzeitige Befriedigung materieller oder emotionaler Sehensüchtige, sondern findet sich auch in der Erfüllung ganzer Lebenskonzepte. |
| dying-rose | Menschen sind nun mal so, dass sie die Schwächen anderer ausnutzen. Es geht im groben und ganzen um "das Überleben des Stärkeren". Wer nur rational denkt, ist in dem Fall der Stärkere. Er kann sein Denken durch Argumente festigen. Aber was machen Leute, die emotional sind??? @dauerhaftes Glück: Und dann wird man arbeitslos, hat eine unkreative Phase ... Dauerhaft? Es gibt nichts auf der Welt was dauerhaft ist. Allein das Wort ist daher irrelevant! |
| White_Fang | Dauerhaft bedeutet nicht ewig, sondern nur für einen längeren Zeitraum, maximal wohl bis zum Lebensende. Und wenn man davon ausgeht, dass die Motivation eines Menschen, zum Teil auch darin begründet liegt, seine Lebensqualität (durch Glück) zu steigern, ist es nicht sinnlos nach einem solchen Glück zu streben. Außerdem finde ich deine Aussage das Wort „Dauerhaft“ sei „irrelevant“ lächerlich, ohne wen beleidigen zu wollen. „Menschen sind nun mal so, dass sie die Schwächen anderer ausnutzen.“ Das ist falsch. Menschen neigen auch zum Altruismus und zu einer sozialen Lebensgemeinschaft. Und die menschliche Gesellschaft basiert nicht ausschließlich, und nicht einmal zum großen Teil auf dem Prinzip des sozial Darwinismus. Ebenso falsch ist der Glaube, dass Menschen die ihre Emotionen zu lassen, ihre Meinungen nicht rational begründen können. |
| Erinnyen | [I]"Das schönste an jeder Freude ist, dass sie unverdient kommt und niemals käuflich ist"[/I] Ich würde Hesses Freude in diesem Fall ganz unkompliziert durch Glück ersetzen, da meiner Meinung nach der Sinn des Satzes gleich bleiben würde. Glück ist nicht materiell, also kann es nicht durch materielles erreicht werden, daran nicht festgemacht werden und kommt einfach mal so vorbei wenn ihm danach ist. Darin enthalten ist dann auch, dass ich dying rose in gewisser Weise recht gebe, da ich das Streben nach Glück als föllig sinnlos ansehe. Allerdings meine ich damit nicht die Verbannung der Emotion , sondern eher das 'unbegrenzte' zulassen eben jener. Ich glaube im übrigen kaum, dass es bei dir irgendeinen Erfolg haben könnte, da es ja offensichtlich eine von Enttäuschung und Angst angetriebene Reaktion auf Geschehenes und Gefühltes ist. Damit bist du aber weiterhin von Emotionen geleitet und zwar von ausschließlich negativen und selbstzerstörerischen :) Wie schon von einigen gesagt, würd ich auch sagen, dass man einen glücklichen Moment, der gerad mal vorbeischneit, nur wertschätzen kann, wenn man den Kontrast dazu ebenfalls gesehen hat, was für den Augenblick doch klasse ist, und für einige weitere und noch einen nächsten. Außerdem glaube ich, dass man auch einfach mal zufrieden sein kann, was auch eine Form von Glück ist, zwar nicht das große, schillernde Gefühl, welches manche ihr Leben lang suchen, aber durchaus ein zufriedenstellendes! ;) @white_fang Im Rudel bekommt der Leitwolf das beste Stück des gerissenen Viechs und darf die Weibchen besteigen. |
| Aliset | Sind das auf und ab der Gefühle, Hochs und Tiefs nicht das was "leben" eigentlich ausmacht? Die Verneinung/Unterdrückung von Gefühlen bedeutet Apathie, Stillstand, aber Bewegung und Veränderungen sind leben!!! Da fällt mir ein Spruch von Che Guevara ein: "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!" |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von Erinnyen [/i] Darin enthalten ist dann auch, dass ich dying rose in gewisser Weise recht gebe, da ich das Streben nach Glück als föllig sinnlos ansehe.[/QUOTE] Vielleicht mag es an einer unterschiedlichen Definition des Wortes liegen, aber wenn nicht das Streben nach Glück, was sollte dann die Motivation des Menschen sein? Der Mensch meidet das Unglück, und ich finde in diesem Meiden ist bereits ein Streben nach Glück enthalten. Indem man etwas aus eigenem Antrieb tut, sei es das züchten von Rosen oder das Verfassen von Beiträgen ist bereits eben jenes streben nach Glück enthalten. [QUOTE][i]Original geschrieben von Erinnyen [/i] @white_fang Im Rudel bekommt der Leitwolf das beste Stück des gerissenen Viechs und darf die Weibchen besteigen.[/QUOTE] Und in der Affenbande lausen sich die Mitglieder gegenseitig. |
| Hiddn Rose | [QUOTE][i]Original geschrieben von dying-rose [/i] [B]Es ist kein Dauertief ... sondern die waage zwischen Hoch und Tief ... schlecht fühle ich mich nicht. Es ist eine Art Gleichgültigkeit ... wenn man die Wahl zwischen Emotionen oder keine Emotionen hätte, denke ich ich würde letztere wählen. Ich weiß, dass es für viele Menschen keinen Sinn macht ... denn der Mensch strebt von Natur aus nach Glück. Aber ab wann, findet man die Befriedigung? Man kann sein ganzes Leben danach streben und dennoch ist man nciht gesättigt. Macht es da einen Sinn? [/B][/QUOTE] Das Gefühl der Gleichgültigkeit kenne ich auch gut. Es ist, als wäre alles auf einmal leer. Ich würde trotzdem ein Leben mit gefühlen bevorzugen, denn ich wüsste nicht, warum ich sonst leben würde, wenn ich meine gefühle nicht auslebe |
| Antilicht | Das Streben nach Glück ist, denke ich, nicht sinnlos. Es gibt Momente, in denen es einem scheint, als sei es "blöde", weil man "ja doch immer wieder enttäuscht wird" - aber ist nich manchmal dieses Gefühl durchaus den Schmerz wert? Alles im Leben hat seinen Preis - man muss nur wissen, ob man bereit ist, diesen Preis zu zahlen. Wenn man alles in seinem Leben nur so entscheiden könnte (was man vielleicht sollte), wäre es einfacher. Mal ernsthaft: Wenn man dann mal glückliche Momente hat, ist doch meist alles andere irrelevant - z. B. eine Mutter, die unter Schmerzen ihr Kind bekommt sagt danach nicht: "Das mache ich nie wieder, das tut viel zu weh!" - denn wenn sie ihr Kind in den Armen hält, sind die Schmerzen vergessen. Und ihr Kind wird ihr noch viele unerträgliche Stunden bereiten - ab dem Moment seiner Geburt besteht die Gefahr, es zu verlieren, doch all das ist egal - weil man glücklich ist. Das Leben ist eine ständige Wiederkehr von Glück und Enttäuschung, jeder vernünftige Mensch müsste irgendwann auf dieselbe Überlegung kommen: "Warum tu ich mir das eigentlich an?" Trotzdem weigern sich viele, sich diesem Schicksal zu ergeben. Natürlich ist es deine Entscheidung, zu resignieren und Gleichgültigkeit im Leben einziehen zu lassen, aber was macht dein Leben dann noch aus? Außerdem: Auch die Enttäuschungen lassen uns wachsen und stark werden, alles, was mir je wiederfahren ist, hat mich zu dem gemacht, was ich bin - und das gilt für jeden Menschen. Schmerz kommt von ganz allein, aber das Glück muss man sich selbst suchen, und wer da den Kopf in den Sand steckt, muss mit den Konsequenzen leben. Gerade in der Liebe wird man weiß Gott oft enttäuscht, aber gibt es da nicht auch viele schöne Stunden, an die man sich erinnern kann? Egal, wie etwas endete, es hat auch einmal angefangen... Ich wünsche allen trotzdem noch viele glückliche Stunden - und vielleicht hält man sich, wenn man bei etwas enttäuscht wurde an ein Gefühl aus Tagen, in denen die Welt doch ein bisschen heller schien ;) Anti P.S.: Ich glaube, der Spruch "Wer kämpft kann verlieren..." stammt von Bert Brecht, aber ich kann mich auch irren... |
| SON | [QUOTE][i]Original geschrieben von lumière [/i] [B] aber warum sollte man es nicht in Momenten [i]leben[/i] können (auch, wenn es nur kurze Zeitabschnitte sind)? [size=1][color=white]lumière[/color][/size] [/B][/QUOTE] Irgendwie passt das Wort Moment nicht. Wie soll ich einen Abschnitt mit einem so ungenauen Maß Eingrenzen. Wie viel Minuten kann man Glücklich am Stück sein? Das vollkommene Glück lassen wir gleich außen vor . Das ist und bleibt geistiges Anreiz-Triebmittel. Also wie viel Minuten 5 beim Sex, 10min bei der Freude mit dem Fahrrad noch vor'm Gewitter heim' gekommen zu sein, 2h bei der Vorfreude auf den Abend, einen Tag beim denken an einen Freund?? ist es auch dann noch Glück wenn in dem verflixten Gefühl schon der Zweifel bzw die Frage nach dem Ende steckt oder schlimmer noch nach dem nächsten seelischen Hormonkick? |
| Aliset | Ich denke, es kommt darauf an, wie man Glück definiert. Man läuft nicht ewig mit einem breiten Grinsen durch die Welt. Aber es gibt ja auch Dinge auf die man sich freuen kann, z.B. ein Konzert, ein Nachmittag mit Freunden, das Wiedersehen mit dem Partner... Ich denke, man kann in seinem Leben eine gewisse positive, glückliche Stimmung haben, die von Kleinigkeiten, wie z.B. Strafzettel wg. Falschparkens, dummen Kommentaren von dummen Leuten, nicht wirklich getrübt wird. Man muss also unterscheiden zwischen einer generellen Tendenz und kleineren Missgeschicken. P.S. Du bist beim Sex nur 5 Minuten glücklich??? Und was ist mit davor kuscheln, schmusen, Vorspiel, danach in den Armen des Partners einschlafen....? Da ist man doch auch glücklich?! |
| SON | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aliset [/i] [B] P.S. Du bist beim Sex nur 5 Minuten glücklich??? Und was ist mit davor kuscheln, schmusen, Vorspiel, danach in den Armen des Partners einschlafen....? Da ist man doch auch glücklich?! [/B][/QUOTE] Du weißt Erfolgsdruck, konzentration alles geben und erst nach der Arbeit zurücksinken |
| Erinnyen | @ white_fang In gewisser Weise magst du Recht haben, aber das ist eher die Form von Glück, die ich Zufriedenheit genannt habe. Ich habe die Trennung absichtlich vollzogen, da man im Streben nach dem Glück als schillerndem, überwältigendem Gefühl einem größeren Zwang unterworfen ist und da es unbeständiger ist. Natürlich hast du recht, man kann dieses Streben nicht verbannen und sollte es auch nicht, da auch dies in Lethargie und gedankenlosem hinsickern führt, womit man als Mensch auf dauer wohl auch nicht zufrieden ist. Nur vielleicht sollte man sich dieses Streben bewußter machen, was man nun wirklich braucht, warum, wieviel und wieso. [QUOTE][i]Original geschrieben von White_Fang [/i] [B]Und in der Affenbande lausen sich die Mitglieder gegenseitig. [/B][/QUOTE] Und wenn man den 'Oberaffen' lausen darf, hat man seinen Status in der Gruppe gesteigert und gestärkt. Darf man niemanden lausen ist man ein unerwünschtes Anhängsel der Gruppe, das niederste vom niedersten quasi. |
| White_Fang | Ein Abend an dem sich alle Gäste einige sind, ist ein verloren Abend. (Albert Einstein) Trotzdem stimme ich dir mal zu. Und was unterscheidet dem Menschen von Affen? Wir können alle als gleichwertig betrachten. |
| S!nn1R | HI leuts ich finde es Schön das ich gerade in diesem Part des Boards dieses Thema finde.... Kurz zu mir: Ich bin Schizophren ca. seit 4-6 Jahren (Erblich bedingt sagten mir die Ärzte) und durch Drogen begünstigt... Die Zeit der Drogen war sehr Kurz aber die Schizophrenie (die Ärzte nennen das Rezidivierend) wird mich wohl mein Leben lang begleiten..)Mir geht es Mittlerweile besser jedoch.. Während der Akuten Phase habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht als ein Gefühl zu haben, ich konnte nicht weinen was das schlimmste für mich war, ich wollte kein glück , ich wollte nur meine Gefühle Ausdrücken, was mir jedoch versagt blieb. Für mich machen Gefühle einen Menschen aus, egal ob wir lächeln oder Weinen, oder beides. Die Frage ist nicht wie viel Schmerz der Mensch ertragen kann... sondern ob wir uns mit ihm Identifizieren können.... |
| Aliset | @SON: Erfolgsdruck? Ich glaub', ich muss mal 'n ernstes Wörtchen mit deiner Freundin reden...;) [QUOTE]Für mich machen Gefühle einen Menschen aus[/QUOTE] Ich stimme Dir zwar zu, dass Empfindeungen zu den besten Eigenschaften des Menschen zählen, nur: Wer sagt eigentlich, dass ein Tier nicht auch Gefühle empfinden kann? |
| Mitternacht1978 | Du wirst nie ein Maß finden, bei dem Du weder Hochs noch Tiefs hast. Wenn doch tätest Du mir leid. Auch bei einem Tief hat das Glück eine Bedeutung... Jess |
| dying-rose | @White_Fang Als ob irgend etwas auf der Welt dauerhaft sein könnte! Nenne mir ein vernünftiges Beispiel und ich werde das Wort nicht mehr als absurd ansehen! Der Urinstinkt jedes Lebewesens ist es zu überleben und sich zu vermehren! Da sind Emotionen doch nur im Weg! Wofür brauchen wir Trauer zum Überleben? Was bringt uns Eifersucht oder Hass? Der Verstand ist einzig und allein dass, was zählt. Sogar Emotionen können den Verstand trüben, daher sind sie nicht nur entbehrlich, sondern sogar bedrohlich! Die einzige Emotion, die notwenig ist, ist die Angst. @Darwinismus Selbst in unserer zivilisierten Gesellschaft kann man sehr gut erkennen, wie egoistisch und ich-bezogen die meisten Leute sind. Klar gibt es Ausnahmen, aber davon wohl nicht viele! Und noch was: Soviele Probleme, wie Krieg oder Hunger, könnten aus der Welt geschaffen werden, wenn es keine Emotionen mehr gibt! EDIT: Um es nochmal zu betonen ... eigentlich ging es mir um das Glück in Verbindung mit der Liebe! Es ist mir schon klar, dass man nicht alle Emotionen ganz ausschalten kann .... wenigstens nicht für eine längere Zeit ... aber man kann auch Glück woanders finden als in der Liebe. Bevor hier Theorien aufgestellt werden, ich wäre im Trennungsschmerz und würde deswegen diese Meinung vertreten ... kann ich schon sagen, dass dem nicht so ist. Ich wurde noch nie verlassen, sondern war immer diejenige, die sich dazu entschieden hat, meinen Weg alleine weiterzugehen. |
| Aliset | @dying-rose: Okay, wenn es um Liebe geht ist das natürlich was ganz anderes! Ich denke, dass es Menschen gibt, die einfach ohne Liebe im Sinne von Partnerschaft klarkommen. Vielleicht gehörst Du ja dazu. Aber der Mensch als Spezies tendiert wohl eher dazu, in einer Partnerschaft zu leben... Hm, tja, Liebe ist so 'ne Sache...ich denke, man kann nicht sagen: so, aus Schluss, jetzt verliebe ich mich nie wieder! Weil man seine Gefühle natürlich nicht kontrollieren kann. Aber vielleicht verliebst Du Dich ja nicht, weil Du einfach nicht die passende Person dazu findest. |
| Erinnyen | @ white-fang *verneigt sich umständlich* Ich fühle mich geehrt! :p Ich sehe den Unterschied eher darin, dass man sich seine Triebe bewusst machen könnte... Was aber nicht heißt, dass man es wirklich tut. Würden wir uns als gleichwertig betrachten, dann gäbe es keine Entwicklungsländer, in denen die Menschen sterben, damit wir uns einen Massagesessel kaufen können, oder eben den 3. Benz oder auch nur Südfrüchte die wir garnicht bräuchten. Aber du meinst es auch nur als Möglichkeit, oder? @dying rose Aber würden wir uns in Kriegen nicht gnadenlos (im Überlebenskampf) abschlachten, gäbe es die Emotion des Mitleids nicht? Und wenn es nur der Krieg am gartenzaun ist, dann kann auch die Pflanze auf der anderen Seite für beide Seiten überlebenswichtig sein... |
| dying-rose | @Aliset Es gibt auch Partnerschaften ohne Liebe. Soviele Menschen leben aus irgendwelchen Gründen zusammen, die nicht Liebe ist. Möge es finanziell sein, oder wegen der Familie oder sonst was. Ja, vielleicht habe ich die passende Person noch nicht gefunden ... aber was ist, wenn ich anderen Menschen ... bzw. mir nicht einemal die Chance dazu gebe? @Erinnyen Es ist belanglos vom Abschlachten zu reden, wenn durch Fehlen von Emotionen nicht einmal ein Krieg angefangen wird! |