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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Determination oder Freiheit?
GolgothaGlaubt ihr daran das euer Handeln vorbestimmt ist?

Egal ob von einer Person, einer Art höherer Macht oder sonstigem.

Oder seid ihr der Meinung das man der Schmied seines eigenen "Glücks" ist?

Ich habe schon eine Menge Scheiße erlebt und bin mir, trotz meines doch recht ausgeprägten Atheismus nicht sicher ob ich wirklich verantwortlich war/bin oder gar die Möglichkeit hatte das was letztendlich gekommen ist abzuwenden oder zu verändern.

Glaubt ihr an Bestimmung oder Freiheit?
Cycle of DeathIch glaube an Freiheit, denn wenn unser Handeln von irgendjemandem bestimmt sein würde, dann würden ebenso unsere Gedanken und Gefühle von diesem etwas bestimmt werden.
SON[QUOTE][i]Original geschrieben von Cycle of Death [/i]
[B]Ich glaube an Freiheit, denn wenn unser Handeln von irgendjemandem bestimmt sein würde, dann würden ebenso unsere Gedanken und Gefühle von diesem etwas bestimmt werden. [/B][/QUOTE]

Du hast genau so viel Freiheit, wie Dein Leben Dir im Aufwachsen gegeben hat.
Du erkennst und handelst nur in den Maßstäben die Du Dir angeeignet hast. (angeeignet wurden)

Du kannst nur in der Sprache sprechen die Du gelernt hast, Du kannst nur nach den moralischen Aspekten urteilen die Dir vermittelt wurden. Du kannst nur die Grenzen überwinden, die dir bewusst wurden. Weiter geht das Stück Freiheit nicht das unser Kopf begreift.

Fazit: das Handeln ist vorbestimmt in einer gewissen Schablone die aber noch einen Spielraum zulässt. Einen Spielraum der oft groß genug sein kann.
Aber auch das Chaos lässt sich berechnen wenn doch endlich die Formel komplett
wäre
Gees100%ige Übereinstimmung mit SON. Wie leben in einem Kosmos. Wir sind nur zu blöd um das Chaos als Kosmos zu erkennen.
KalliopeIch für meinen teil glaube, dass es die freiheit an sich nicht wirklich gibt... ich denke unser handeln ist schon im wesentlichen vorbestimmt, und es gibt nur geringe dinge, die wir an unserem schicksal ändern können... die groben schweichen unseres lebens sind für jeden einzelnen schon lange vorbestimmt... jeder hat seinen platz in der gesellschaft und wird seine aufgabe in ihr erfüllen... oft erkennen wir es nur nicht...
aber nehmen wir mal an, es wäre nicht vorbestimmt... selbst dann hätten wir die freiheit nicht, zu handeln wie es uns beliebt... oder nur begrenzt... unsere gesellschaft hat zu viele normen und zwänge, zu viel an das wir und zu halten haben, und das schliesst für mich die absolute freiheit des handelns schon aus... ich kann beispielsweise nicht nackt auf die strasse stehen, ohne konsequenzen von der polizei davon zu tragen... und genau dann, wenn ich für mein eigenes handeln konsequenzen tragen muss, mich rechtfertigen muss, kann ich doch nicht sagen es sei freiheit...
PenumbraWie Kalliope schon sagte legt uns die Gesellschaft zuviele Zwänge auf um wirklich frei zu sein.
Aber wollen wir das überhaupt?
Wenn jeder nach seinem Glück strebt dann gäbe es bald keine Welt mehr auf der wir leben könnten.

Ich denke das es eine höhere Macht gibt die den Leitfaden vorgegeben hat.
Aber jeder einzelne von uns hat genug Spielraum um da Beste draus zu machen.

Ich glaube nicht das mein Leben bis ins kleinste Detail vorgeplant ist.

Es grüßt Penumbra
PoppstarWer Lust und Zeit hat, kann sich ja mal noch die Beiträge aus diesem Thread ansehen.

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=33953&perpage=15&pagenumber=1[/url]

Steht auch ne Menge zum Thema.
Abellusarus[QUOTE]ich kann beispielsweise nicht nackt auf die strasse stehen, ohne konsequenzen von der polizei davon zu tragen[/QUOTE]

Okay, aber zählt nicht der Gedanke allein? Und wer sagt dir, dass du dich nicht den Normen und Gesetzen zu widersetzen in der Lage bist?
Ich persönlich glaube nicht an Schicksal, jedoch an Determination. Jeder Mensch wird von Geburt an (auch durch seine Erbanlagen) derart determiniert und sozialisiert, dass sein Leben in groben Zügen möglicherweise "planbar" sein könnte, wobei das widerrum Quatsch ist, da die Möglichkeiten des freien Handelns in der Tat unermeßlich sind. Außerdem entwickeln wir uns Tag für Tag weiter, es ist nicht so, dass wir *plopp* auf die Welt kommen, glauben irgendwas bestimmtes machen zu müssen, um dann, einestages, wieder *plopp* zu verschwinden und die ganze Zeit dazwischen in konstanten Verhältnissen leben.

Ich hol jetzt Pfeil und Bogen und schieß die Tauben ab, die im Kühlschrank liegen und mich immerzu fragen, warum "Gott" nicht mit drei "t" geschrieben wird.
dying-roseIch glaube an das Schicksal, das aber nicht unbedingt determiniert sein muss. Ich möchte es mal so beschreiben:

Ein bestimmtes Maß an Freiheit ist für jeden Menschen gegeben. Am Anfang ist der Weg, auf dem er geboren wird. Dieser Weg hat eine bestimmte Breite, dem Spielraum dieser Person. Er kann sich also mittig oder aber auch ganz rechts oder links bewegen.
Diesem Weg kreuzen andere Wege. Er kann entscheiden, ob er nach links oder rechts abbiegt ... und so geht es sein ganzes Leben lang.

Man kann sein Schicksal also selber bis zu einem gewissen Grade mit bestimmen.

Die Möglichkeiten des freien Handelns ist zwar unermeßlich, aber dennoch begrenzt. Beispiel:
Wenn ich mir in den Kopf setze, wie ein Vogel zu fliegen, wird es wohl daran scheitern, dass die Natur es nicht vorgesehen hat, dass Menschen fliegen können.

@Abellusarus
Liegt wohl an unserer Rechtschreibung, wobei sie ja wieder ziemlich streitig ist! :D
K-O-Dich denke, dass ein jeder seines glückes schmied ist. aber in grenzen! soll heißen das schicksal stellt uns vor die wahl und wir müssen uns entscheiden.
bin also anhänger des weichen determinismuses zum teil auch des ontologischen indeterminismus, der da besagt: man kann immer anders handeln.
die mischung machts...

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