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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Ab wann ist man tot?
Bilumaich habe mir in letzer zeit des öfteren die frage gestellt: ab wann ist man eigentlich wirklich tot?
ist es der augenblick in dem das herz aufhört zu schlagen?
ist es der augenblick ab dem das gehirn tot ist?
ist es womöglich erst ein paar stunden nach dem medizinischen tod?

oder is es unter umständen schon viel früher? ist es dann wenn man nichts mehr zu spüren vermag, sich keine emotion mehr in einem regt? ist man dann nicht auch schon tot? gestorben?
und kann man dann 'wiederauferstehen'? ich denke ja.
is es nicht manchmal nur noch die hülle die weiterlebt, doch der kern ist in wahrheit schon vor langer zeit verstorben?
ist es dann nicht auch ein langsamer tod? ein schleichender? über viele jahre?


was denkt ihr dazu?

biluma
TunridaIch hab mal die Überlegung gehört, dass man erst tot ist wenn man aus den Erinnerungen seiner Bekannten gelöscht ist. Meiner Ansicht nach ist kann man früher sterben, auch wenn man noch weiteratmet.
Bilumahm, stimmt irgendwie.
sind bekannte leute dann nicht doch ein wenig unsterblich...
oder geht es eben nur um die leute die einen wirklich gekannt haben?
fragen über fragen...
Peacefulltomy[QUOTE]is es unter umständen schon viel früher? ist es dann wenn man nichts mehr zu spüren vermag, sich keine emotion mehr in einem regt? ist man dann nicht auch schon tot? gestorben?[/QUOTE]

... ich denke nicht. schließlich könnte man die situation ohne emotion zu sein als leiche nicht mehr beurteilen. man wäre höchstens gerade dabei, zu sterben.

tot als lebewesen ist man, wenn der körper aufhört zu funktionieren- weshalb auch immer. (wenn man kinder hat eventuell nur halbtot)...

tot als legende ist man, wenn person, taten oder sonstige erinnerungen an einen verschwinden und ein lebenswerk versinkt.

tot für andere ist man, sobald andere keinen bezug u. kontakt mehr mit einem haben.

tot als geschichte ist man, wenn die folgen der taten des lebens sich auflösen- oder irrelevant werden.

tot als energieform ist man in gewissem sinne nie- physikalisch unmöglich, doch auch zu einer emotion nicht mehr fähig. energie geht nie verloren- sie wandelt sich nur.
das könnte man als tot bezeichnen, denn es hat etwas unendlich und friedliches.

nimmt man den tot in eigendlichem sinne als ende dieser momentanen daseinsform, tritt er wohl einfach mit dem tot des gehirns ein.alles andere stellt eben nur noch funktionen dar...

oder doch nicht?



gruß,
MaoIch denke, tot zu sein, sobald ich nicht mehr wahrnehme, wenn ich empfinde.
Von mir aus können Menschen noch Reflexe haben und reagieren, um dies nochmal genauer zu erläutern, oder empfindungen wie Kälte oder Wärme aus Objektiver Sicht haben. Wenn sie selbst dies aber nicht mehr realisieren oder wahrnehmen, ist für mich die Person tot.
Im Koma war der eigentliche Gedanke... wenn ich's nun aber genau nehme; ein Mensch, der so zerstört ist, dass er nicht mehr weiß ob er wahrnimmt oder empfindet, denkt oder lebt, ist für mich fast nicht ausschließlich seelisch gestorben..
Black-HoleIch glaube das ein Mensch dann Tod ist, wenn seine Seele aus demKörper tritt. Es ist nur ein Physischer Tod, glaube auch das Energie nicht verloren gehen kann ...

Gruß Black-Hole
^*b|utêge|*^also rein medizinisch ist ein mensch tot, sobald man ihn nicht mehr reanimieren kann...

aber ich stehe auch eher dazu, dass man wirklich tot ist, wenn man vergessen ist... solange irgendwo irgendeiner an einen denkt, lebt etwas von einem weiter.

mit der "unsterblichkeit" hat peacefulltommy recht...
man kann ja keine atome vernichten, die werden eben "recycled"... hm, dann gibts ja eigentlich doch sowas wie wiedergeburt???
Lord of Darknes[QUOTE][i]Original geschrieben von Biluma [/i]
[B]
oder is es unter umständen schon viel früher? ist es dann wenn man nichts mehr zu spüren vermag, sich keine emotion mehr in einem regt? ist man dann nicht auch schon tot? gestorben?
und kann man dann 'wiederauferstehen'? ich denke ja.
is es nicht manchmal nur noch die hülle die weiterlebt, doch der kern ist in wahrheit schon vor langer zeit verstorben?
ist es dann nicht auch ein langsamer tod? ein schleichender? über viele jahre?
[/B][/QUOTE]
Dann bin ich jetzt tot, aber ich denke das ich es schaffe nciheinmal zu fühlen, emotionen zu habne, also kann ich noch nicht ganz tot sein, und dann leben manche laute von anfang ihres lebens an nicht(ihres bewusten lebens dh. ab pubertät oder bißchen früher) ich dnek das ist ein traurige Vorstellung passt aber durchaus zum wesen mensche, kein lebendes wesen kann so grausam sein....oder?
MiikaPhysisch tot ist man wenn es im Gehirn keine Signale/Nervenströmungen etc. mehr gibt, man also gehintot ist. Soweit die medizinische Definition denk ich.

Seelisch/innerlich sterben ist wieder ne andere Socke, genauso wie wenn jemand Erinnerung ist. Man sagt zwar "er lebt in unserer Erinnerung weiter" aber dennoch bleibt er tot und ist nur noch ein "schwacher Geist" im Kopf der Hinterbliebenen.
JesterIch denke das diese Frage zu weittrabend ist um sie so stellen zu können, da sie dann aus Definitionsgründen kaum beantwortbar ist.

Die Hauptfrage die isch mir dann stellt ist, welchen Tod meinst du, welchen siehst du als definitives Ende an, da einer dem anderen Folgen kann, wobei sich wieder die Frage autut wie ein Tod einem andere nfolgen kann, wie kann der vorherige dann als solcher definiert werden.
Ganz einfach er kann das wenn man ihn als Teiltod definiert, als Beendigung eines Abschnitts oder eines Teils von einem selbst. Deine Frage hört sich für mich allerdings nach der Frage einer kompletten Sinnexistenzbeendigung an.

Hmm, den Emotionalen Tod würde ich nicht als solchen ansehen, da meist noch Leidwahrnehmungen stattfiden, es wird der Emotional Tod sehr oft falsch definiert, da meist gesagt wird das man nichts positives mehr empfinden kann, dies allerdings nur eine Seite der Emotionalen Medaille.

Der medizinische Tod ist eigentlich recht leicht zu definiern, da er damit eintritt das die Gehirnaktivitäten aussetzen, ja somit ist es ein definitiver Tod (auf dieser Existenzebene, aber auf ein mögliches Leben nach den Tod wolllen wir hier nicht eingehen das würde den Rahmen sprenegn).

Dann gibt es natürlich noch den Tod im Geiste der anderen, der Moment an dem man aus dem letzten Geist entschwindet der sich an dich erinnerte, der somit letzte und entgültigste Tod, den selbst dein Vermächtnis stirbt mit diesem Moment.

Welchen Tod man letztendlich für sich alsden schlimsten oder den für sich sinnexistentielllen beseutsamsten ansieht ist für jedne anders, stellt sich sehr spezifisch auf den Konsenz der Person ein. Ich für mich denke das der entgültige Sinntod für mich erst einsetzt wenn ich keienm mehr etwas bedeute, was meiner letzten Ausführung im weitesten Sinne am nächsten kommt, allerding bin ich mir auch bewusst das dieser Punkt ohne weiteres vor meienm körperlichen Tod eintreffen kann, da ich nicht von der Erinnerung an sich spreche, sondern vo nder bedeutsamkeit meiner Person für andere!

So far,

Jester
Bilumanaja, die frage hat sich durch den satz aufgeworfen:
"eingentlich bin ich ja schon seit einiger zeit tot, ich mein, ich fühle einfach absolut nichts, weder freundschaft noch hass, noch schmerz, noch sonst irgendwas. und ich glaube das wird sicha uch nciht mehr ändern. wenn ich mich umbringen würde, würde eigentlich nur noch meine hülle sterben."

biluma
JesterJa, das sind harte Worte, bedrückende, wenn es wirklich soweit ist das man absolut nichts mehr zu empfinden vermag, halt ein Emotionaler Tod stattgefunden hat... Wenn man dann soweit resigniert das man sicher der Meinung ist das sich an diesem Zusatn auch nichts mehr ändern wird hat man schon einen zweiten Tod gestorben, der Tod des eigenen Glaubens, der Tod der Hoffnung...

Man sagt immer die Hoffnung stirbt zuletzt, ich denke das stimmt soweit eigentlich auch, Hoffnung ist ein Reflex, egal wie schwach er auch immer wird, selbst wenn er nur noch sehr selten aufblitzen zu vertmag. Und wenn sie wirklich gestorben ist, dann ist man nur noch eine Hülle, denn dann ist wirklich jegliche Emotion aus einem getilgt, denn die Hoffnung ist die langlebigste unter ihnen, solange Schmerz und ähnliches existiert ist auch immer die Hoffnung da, als Glimmen, als klitzekleiner Roter Faden vielleicht nur.

Doch ist es kein Existentielles Ende, nur ein seelisches,... bleibt die Frage nach dem für einem eigentlich bedeutsamen Tod immer noch...
Bilumaja, ich glaube resignation trifft es sehr gut.
und ich frage mcih ob der mensch nicht versucht hat, indem er diese harten worte an mcih wendet, etwas hoffnung zu schöpfen...


biluma
JesterJa, oft ist es ein stummer Hilfeschrei, man möchte von der anderen Seite hören das es immer noch Hoffnung gibt, aus einem anderen Mund die Lichtblicke gesagt bekommen die man selbst nicht mehr in der Lage ist zu entdecken!

Ja, und auch das ist Hoffnung, die Hoffnung diese Worte zu hören,... Hoffnung ist immer da, sie manifestiert sich nur immer unmerklicher....
torch777*einklink*

es gab Menschen, die ich für tot hielt...beide denen ich das Gefühl hatte sie seien gar nicht mehr hier...tot...
sie saßen neben mir, wir tranken ein Bierchen...wir haben geredet...
sie "erzählten"...
und immer wieder schoss mir der Gedanke ein...'eigentlich ist er tot'
...
als ich dann von ihrem Tod hörte,spührte ich nix!...schließlich "wusste" ich es bereits
beide hatten aufgehört zu leben... schon lange!

torch
goodnighthm also biologisch gesehen ist man tod wenn das gehirn nicht mehr mit sauerstoff versorgt wird und das herz nicht mehr schlägt.

psyschich gesehen ist es sehr komplex. wie schon einige sagten, man kann andere menschen für tod halten, weil man einfach nichts für sie empfindet. oft hat man einfach kein interesse an der person. oder man ist nicht auf einer ebene, beispielsweise spricht person a nur über schminke und make up, person b jedoch möchte lieber darüber reden was der tod ist ;) so ist für person b person a beispielsweise tod, weil es person b einfach wie hohles gebrabbel vorkommt. für andere menschen ist person a jedoch alles andere als tod, weil person c total gerne über make up reded ;)
(man ich hoffe das wa jetz einigermaßen zu verstehen)

für mich gibt es keinen tod, nur abschiednahme.
das wort tod bedeutet für mich , ende aus , weg- abschiedname jedoch verspricht das man sich vieleicht wiedersieht, vieleicht aber auch nicht, jedenfalls ist es nicht das entdültige ende.



viele grüße, von (der lebenden ;) ) goodnight
ModgudrMedizinisch gesehen ist man tot sobald das Gehirn nicht mehr funktioniert, dann kann man als Angehöriger entscheiden ob man den Menschen noch leben lässt.
Das Sterben ist ein Vorgang und der Tod ein erreichter Punkt. Ist man tot kann dies nicht mehr rückgängig gemacht werden, im Sterben kann dies noch verhindert werden, da dieser Prozess zwischen Leben und Tod liegt.

Im Mittellater wurde von vielen "Toten" berichtet, die wieder aus dem Reich der Toten zu den Leben erstanden. Sie wurden begraben und keiner zweifelte an ihrem Tod, doch einige von ihnen schafften es sich wieder aus eigener Kraft aus ihrem Grab zu buddeln, zugegeben, einige wenige. Es wurden viele Särger mit zerkratzen Deckeln entdeckt, was darauf schließen lässt, dass genau dies versucht wurde, doch anscheinend scheiterten viele dieser Versuche. Es gab viele Fehldiagnosen, doch wer denkt, dass das nur damals so war irrt.
Scheintote verfallen in einen Koma ähnlichen Zustand, in dem ihre Körperfunktonen sozusagen herunter gefahren werden, sie erkalten sogar und oftmals ist nicht einmal der Beschlag ihres Atems auf einem Spiegel zu erkennen, so wurden damals viele Menschen zu schnell lebendig begraben. Heutzutage dürfen Tote erst nach 3 Tagen bestattet werden, damit kein Irrtum erfolgt. Dennoch werden in vereinzelten Fällen auch heute in Krankenhäusern Totenscheine für Lebende erstellt.
JimmyVoiceBiologisch gesehen lebt die Haut noch 2 Tage nach dem sogenannten Tod weiter. Der Körper lebt also noch eine Weile weiter

Leben hat eben nichts mit Hirntätigkeiten und Herz schlagen zu tun
SaintlyRebirthIch hatte des öfteren das ich das gefühl hatte Tod zu sein obwohl ich noch lebe.
Ich hatte einfach keine lust, hatte weder freude oder angst. Hab nichts mehr gespürt.

Man kann Tot sein wenn man noch lebt. Meiner Meinung nach.
Man kann tot sein wenn das Herz nicht mehr schlägt.
Man kann tot sein wenn das Hirn nicht mehr arbeitet.

Ist denn nicht alles möglich?
ModgudrWenn man tot ist obwohl man "lebt" ist man Gefühls tot. Geht es hier nicht darum wie lange der Körper lebt, wenn es um Gefühle geht könnte man dann nicht auch schon tot geboren werden?

Haare und Nägel wachsen solange man sie "ernährt", abartige Vorstellung, aber man kann tote vom Körper getrennte Teile mit dem was sie brauchen versorgen, in dem man sie zum Beispiel in Blut tränkt und die wachsen dann weiter, war mal eine sehr nette Diskussion abends.

Menschen sind meiner Meinung nach dann tot wenn sie nichts mehr spühren, nichts mehr fühlen, nicht mehr denken, aber wann kommt dieser Moment, das kann keienr sagen, vielleicht nichteinmal die, die behaupten einmal tot gewesen zu sien und dann doch wiedre ins Leben zurück kehrten,wie durch ein wundern, denn diese waren zumeist nicht tot sondern auf dem Weg zum Tod, also im Sterben.
DarkHackJemand ist tot, wenn alle Erinnerungen über diese Person ausgestorben sind und keiner mehr auch nur einen Gedanken an einen verschwendet,... dementsprechend, kann es vorkommen, dass man biologisch lebt, aber philosophisch schon tot ist,... wenn ich das mal so sagen darf,... ich fühlte mich bereits tot,... aber dem war nicht so...
Kay*ohren spitzt*

Jaa tolles Thema denn hier gibt es gaaanz verschiedene Ansichten ...
Ich persönliche finde ,man ist erst dann tot wenn man Körperlich wie auch geistig tot ist ... und das man auferstehen kann ,glaube ich sowieso ... Wenn man jemanden kennt ,der mal klinisch tot war (er wurde so bezeichnet von dem Arzt) der dann plötzlich aufsteht als man in Tränen versunken neben ihm sitzt ... ich glaube das nenne ich wiederauferstehung ,denn eigenbtlich war er tot ....
abrt bei vielen Menschen hatte ich scon das Gefühl ,das sie geistig schon tot sind ....
NopeEntschuldigt bitte mein OT
aber was mir spontan zum Thema einfällt ( eigentlich ein Widerspruch in sich ;-)

Geht es nur mir so, oder sieht man alten Leuten, schon tage bevor sie sterben, an ihrem leeren Gesichtsausdruck eine gewisse...wie soll ich es beschreiben...
Die Blicke sind leer, ausdruckslos, emotionslos sie zeigen nichts und doch so viel..
Meine Mutter arbeitete eine Zeit im Altenheim und ich sah viele dieser Blicke in den Gesichtern der Leute, die wie mir berichtet wurden, tage später starben.
Vielleicht Einbildung oder doch ein Funken Realität?

AstatosKörperlich ist man Tod, wenn die Gehirnaktivitäten eingestellt werden, sowie ein körperweites Massensterben der Zellen eintritt. Das Problem ist, das viele Zellen noch längere Zeit weiterleben, selbst Gehirnzellen sterben nicht alle kurz nach dem Sauerstoffentzug ab, die meisten schon, ein Teil allerdings lebt noch mehrere Stunden weiter. Einige andere Körperzellen leben einige sogar Tage weiter. Somit gibt es nicht "den Tod", es ist viel mehr eine sich über längere Zeit fortsetzender Prozess, in dem auch die letzten Zellen ihre Aktivitäten einstellen.
Ich habe selbst vor einigen Jahren eine alte Frau sterben sehen, und ich weiß, dass der körperliche Tod manchmal sehr langsam abläuft. Jeden Tag starb ihr Körper ein Stück mehr... Nach etwa einer Woche war es schließlich zu Ende... Die Bilder sehe ich heute noch vor mir...

Psychisch kann man aber schon Jahre vor dem körperlichen Tod sterben. Manche Menschen haben diesen Blick... man schaut in ihre Augen und sieht nur noch die Leere, kein Funken lebendiges mehr. Sie leben körperlich, aber seelisch sind sie schon lange gestorben. Sie vegetieren nur noch vor sich hin. Wenn man sie anspricht, regen sie sich kein bischen mehr.
Selbst wenn sie mit einem sprechen, spürt man, dass das nur noch ein hohles Gerüst ist, in dessen Inneren sich nur noch eine große Leere findet...
Nope[QUOTE][i]Original geschrieben von Astatos [/i]
[B]Psychisch kann man aber schon Jahre vor dem körperlichen Tod sterben. Manche Menschen haben diesen Blick... man schaut in ihre Augen und sieht nur noch die Leere, kein Funken lebendiges mehr. Sie leben körperlich, aber seelisch sind sie schon lange gestorben. Sie vegetieren nur noch vor sich hin. Wenn man sie anspricht, regen sie sich kein bischen mehr.
Selbst wenn sie mit einem sprechen, spürt man, dass das nur noch ein hohles Gerüst ist, in dessen Inneren sich nur noch eine große Leere findet... [/B][/QUOTE]

Genau das meinte ich, gut auf den punkt gebracht
DarkHazephysisch tot / biologisch tot... psychisch tot / emotional tot... das sind viele logische antworten.. aber die frage nach dem zeitpunkt des todes beinhaltet natürlich gleichzeitig die frage:
wie lange lebt man denn?
und in dem zusammenhang:
was definiert denn das leben?
spätestens hier kommt man zum schluss, dass die frage nach dem tod schlicht und ergreifend unbeantwortbar ist.
man könnte sich nun unendlich viele theorien konstruieren, vielleicht vom ökologischen leben insgesamt, in dem der tote körper lediglich der teil einer gesamten umwelt ist. oder dies oder jenes... das ist eine endlosdiskussion.

interessant finde ich aber noch, dass es doch paradox ist, von einem zeitpunkt zu sprechen, wenn die zeit für den sterbenden mit dem tod evtl. aufhören könnte. vielleicht mit dem erreichen eines zeitlichen zustandes, wie dem vor der geburt, falls es einen gab. wir wissen es nicht. allerdings ist es merkwürdig, dann noch von einem zeitPUNKT zu sprechen, wenn danach evtl. keine zeit mehr existiert... zu vergleichen ist das ein wenig mit der frage nach dem sich ständig ausweitenden weltall, dass sich in orte ausweitet, die es nicht gibt, bzw. der raum dort erst entsteht. das ist der grund, weshalb der rand oder der mittelpunkt des universums nicht so einfach zu bestimmen ist. und ebensowenig, wie man hier von orten sprechen darf, darf man beim sterben von zeitpunkten sprechen.
deathly_silenceNun, um die Fragen zu beantworten, müsste man die Art des Todes festlegen: psychisch oder physisch.
Physisch tot ist man, wenn das Herz aufhört zu schlagen, das Gehirn aussetzt und keine weiteren Funktionen des Körpers mehr aktiv sind.
Psychisch sterben, ist sehr viel anders. Es kann immer und überall geschehen. Es ist, als ob etwas in einem stirbt und verwelkt. Und dann fühlt es sich so leer an. Man empfindet nichts mehr, außer Schmerzen der Vergangenheit. Dann ist man psychisch tot, wenn man nichts mehr empfindet.

"Man ist erst tot, wenn man in Vergessenheit gerät"

Bertolt Brecht

Denn für die meisten Menschen ist es am Wichtigsten, dass ihr Dasein die Zeit überdauert und sie somit ewig leben.
Bilumader tod ist ein prozess...
bei manchen länger bei manchen kürzer...
yawonWann ist man tot? Man ist schon vor der Geburt tot - zumindest teile einer selbst. Der tot, das leben - gegensätze? nein! als leben ist nur das immerwerdende Sterben gemeint. tot bezeichnet nur das ende des 'lebens' solange wir sterben, sind wir nicht tot, erst wenn man nicht mehr sterben kann ist man tot. Also keine gegensätze. ein gegensatz zum leben, wenn man bedenkt das leben sterben ist, kann ich nicht finden, wie soll man auch schon einen gegensatz zum weg finden? ein gegensatzt zum tot - nun der tot ist das ende des weges doch was ist der anfang? wo fängt das leben/sterben an? das ist eine andere diskussion, also zurück zum tot.
Wir sterben, tag für tag, jeden augenblick in unserem 'leben'. Unser Körper ist ein Friedhof. Natürlich ein recht belebter, aber dennoch bestehen wir selbst aus einer menge 'tot'. viele zellen 'leben' nicht wirklich lange und werden dauernd ersetzt, durch neue, die sogleich entstanden auch schon sterben.
Das herz steht, das gehirn mag nicht mehr zu funktionieren - tot? aber nein! enorm viele Zellen bekommen überhaupt noch nicht mit des der organismus angeblich 'tot' ist, sie sterben ihr leben als sei alles in ordnung. natürlich, da der kreislauf still steht werden mehr zellen sterben - mangelder sauerstoff, nährstoffe und dergleichen. aber viele von ihnen, besonders im knochenmark, 'leben' noch tage weiter! ganz schlecht steht es mit jenen, die zu nah an anderen organismen ihr dasein fristen, darm z.B.. Denn da ist es schnell aus mit sterben, denn da heißt es gefressen werden. Und erst wenn alles des eigendlichen organismusses verhungert, gefressen ist, kann man von tot sprechen. vorsicht mit der begründung "aber wenn das Herz steht ist man nicht mehr lebensfähig", denn wir sprechen hier doch von 'wann ist man tot' und nicht, 'wann ist man nicht mehr lebensfähig' - wenn ich recht überlege dürfte das doch sogar das gleiche sein, wenn man beim 'lebensfähig' an sterbensfähig denkt. eine frage der definition, die hier fehlt, denn worüber reden wir jetzt? welchen 'tot'? aber ohne einschränkung geht es natürlich auch, so gibt es eine interessante ansamlung von verschiedenen arten des todes, aber vergessen wir nicht, das wir nicht immer von dem gleichen tot reden! ich hoffe meine dargestellte art des wann-ist-man-tot war wenigstens für ein paar dort draußen interessant.
im sterben
yawon

PS:
@Biluma "der tod ist ein prozess..."
Ist er das? das versteh ich nun nicht ganz, denn ist der tod ein prozess, so müsste er einen anfang ein ende haben und vor allen dingen etwas fortlaufendes veränderndes sein. doch auch bildlich gesehen ist der tod doch etwas endgültiges und unverämderliches. wie habe ich das zu verstehen Biluma?
deathly_silenceMan könnte den Tod als einen Prozess beschreiben ...
Er beginnt mit dem Sterben und endet mit dem Seelenfrieden.
Bilumaich glaube ich hab das was mir spontan eingefallen war falsch/missverständlich ausgedrückt...

das sterben ist ein prozess, der wenn man es sich recht überlegt mit der geburt anfängt und mit dem tod im sinne des leblosen körpers endet...


biluma
JimmyVoiceBeginnt es mit der Geburt? Endet es mit dem Tod? Wir wissen es nicht, wir wissen aber das vor der Geburt das Leben bzw. der Körper im Idealfall 9 Monate heranwächst. Okay der Körper ist mit dem Tod tot, aber wir sind mehr als nur Körper
leaving_hopewenn nichts aber auch gar nichts mehr ist

kein gefühl keine hoffnung rein nichts
deathly_silenceGibt es diesen Zustand des "Nichts" überhaupt? denn selbst das Nichts ist ja etwas ...
JimmyVoiceDefiniere Nichts ;)
deathly_silenceWer sagt denn, dass es dafür eine Definition gibt :-P
JimmyVoiceDas Nichts ist ja etwas, aber das Etwas hat doch immer eine Defination.
deathly_silenceGut.
Erster Versuch:
Nichts ist ein Zustand in dem eien Leere herrscht und der nicht ausgefüllt ist.
DarkHazeZur Definition des Nichts:

"nichts" gibt es immer nur wenn es auch die "existenz" gibt - als begriff.

wenn man vom "nichts" spricht, bewegt man sich also in einem völlig verständlichem, dualem system. ein duales system bedeutet aber,

1. dass keine zustände zwischen dem nichts und der existenz,

2. dass keine zustände über der existenz oder unter dem nichts

3. und dass keine parallelen Zustände zu oder Überlagerungszustände von beiden

möglich sind.

Aus unserer "Erfahrung" oder eben unserer "Nichterfahrung" vom Zustand vor der Geburt, lässt sich aber nicht zweifelsfrei herleiten, dass nicht mindestens einer der drei Punkte zutreffend sein könnte.

Aus unserer Erfahrung vom Zustand nach der Geburt hingegen lässt sich ebenfalls lediglich ableiten, dass es den Zustand der "Existenz" gibt, denn bisher hat niemand es geschafft, den Zustand des "nichts" zu erfahren.

Es ist also nicht möglich zu sagen, dass, falls nach dem Tod das Nichts kommt, tatsächlich das Gegenteil der Existenz zu erwarten ist, weil wir von einem Gegenteil dieses Zustands nicht wissen, da das Nichts nur eine hilfreiche, halblogische Konstruktion ist. Somit verlangt auch wieder der Begriff des Todes eine Revision, die wir, bis zum Erreichen dieses Zustandes, nicht sinnvoll durchführen können.
deathly_silenceMhhhhhhhhhhh ...
danke, das hat mir sehr viel weitergeholfen.
NekroHmm...

Das ist eine interessante Frage...

Tod gilt allgemein ja als das entgültige, als etwas nicht rückgängiges (jetzt abgesehen von irgendwelchen annormalen Zufällen und Ausnahmen)

Hier ist wohl die Frage.... nach dem körperlichen Tod bereits beantwortet ...aber nach einem seelischem Tod noch offen.....wenn ich das richtig verstanden habe?

Seelischer Tod.... würde ganz einfach für mich existieren, wenn ich nicht mehr denken kann, wenn ich dadurch nicht mehr fühle bzw wahrnehme oder wie ich das sonst noch beschreiben soll.

Das ist nicht einfach mit Gefühlskälte zu erreichen.
Wenn man gefühlskalt wird, ist das zwar ein langwieriger Prozess....hervorgerufen durch bestimmte Lebenssituationen und -umständen...oder Erlebnissen... aber meiner Meinung nach ...lebt man noch..

Gut da muss man dann schauen, wie man "leben" definiert ...welche Ausdrücke man verwendet ...
bloße Existenz .... Schattenleben, umherwandeln, dahinvegetieren...was weiß ich...

Hmm... deshalb ist für mich persönlich ein seelischer Tod erst vorhanden, wenn der Rest mit mir stirbt.

Das sind wieder so definitionssachen.
Ab wann ist ein Leben sinnlos oder leer, wann ist es dadurch einfach nichts wert und dadurch eben "tot"?

Fragt man mich .... beobachte ich unsere menschliche Existenz als schlichtweg allgemein sinnlos. Trotzdem leben wir. Das Herz...der Muskel funktioniert einfach weiter.... womöglich weil unsere Organe ...unsere körperliche Fähigkeiten nicht nachdenken können *g* einfach funktionieren, weil sie dazu da sind, weil sie nicht anders können, weil alles Zufall ist?

Hmm.... das wird jetzt verwirrend und ich schweife ab.

Ich sage....wenn mit der Seele etwas nicht stimmt ...oder mit den Empfindungen .... ist das weder der Tod noch eine Krankheit ...es hat Gründe .....natürlich wieder von Mensch zu Mensch unterschiedlich.... ich sehe vieles an mir nicht als Krankheit nur weil es irgendwer so diagnostiziert hat.
Das ist mein Empfinden .....meine selbst herausgefilterte Sicht der Dinge .... das einzige was ich mir eingestehe .....dass ich die Wahrheit ...bzw die Lüge dieser Welt und unserer Existenz sehe. (boah bin ich mal gespannt.....wie ich das mal in 20 Jahren sehe *gg* ob ich zu irgendwas anderem gekommen bin oder so...)
Bla bla .... eigentlich ist nur der obere Teil dieses Beitrags vom Nutzen ich meine zum Thema(wenn überhaupt ;))

Liebe Grüße
Nekroaahh ich habe etwas entscheidendes vergessen:

und zwar für mich bin ich erst tot (ist allerdings auch eine Glaubenssache) wenn nach dem körperlichen Tod (also vorher halte ich das für fast unmöglich) das Nichts mich einhüllt ...bzw ich zu Nichts werde, einfach keine Gedanken, kein Sehen, kein fühlen, jegliches existieren egal in welcher form gibt es nicht mehr...

Im Leben selbst, halte ich dies für kaum möglich .... vielleicht höchstens im Koma so ein zustand? Aber eben nicht ganz ...ich weiß es nicht
Lady_Baphometmeiner meinung nach ist "tot" alles, was [B]keinerlei[/B] energie mehr in sich trägt ...
yawon"meiner meinung nach ist "tot" alles, was keinerlei energie mehr in sich trägt ..."

materie ist energie, was nun? gibt es den tot nicht? ok, mal der materie-energie ausgenommen, besitzt trotzdem alles eine undefinierbare bewegungsenergie, wärme mal ausgenommen. oder?
Lady_Baphometfinde ich nicht ... eine betonwand hat keine (materie- ausgenommen) energie. und unser körper doch auch nicht mehr, wenn er mal vollständig erstarrt und erkaltet ist, oder? *sich tatsächlich nicht sicher ist, entschuldigung* wobei ich auch eher den metaphysischen sinn von "energie" meine.
Black-Hole[QUOTE][i]Original geschrieben von Lady_Baphomet [/i]
[B]finde ich nicht ... eine betonwand hat keine (materie- ausgenommen) energie. und unser körper doch auch nicht mehr, wenn er mal vollständig erstarrt und erkaltet ist, oder?... [/B][/QUOTE]

möcht mich hier nicht schlau tun aber laut der Formel E=m*c², besitzt alles was eine Masse hat, Energie! Demzufolge auch ein Lebloser Körper noch Energie beitzt. Was auch schon öfters gesagt wurden ist, dass Energie nicht verloren gehen kann.

-tschau-
yawonDie Lady nahm diese energie bereits aus, aber die betonwand ist auf der rotierenden erde, die erde dreht sich um die sonne, die sonne um das galaxiezentrum, unsere galaxie bewegt sich auch, wer weis worum, oder wohin, mit der mit bewegungsenergie vollgestopften betonwand. Naja, und die wärmeenergie ist erst bei 0 K nicht mehr vorhanden, also bei -273,15°C. selbst das 'nichts' hat energie, was durch versuche wissenschaftlich bestätigt ist. Es ist unmöglich keine energie zu besitzten, im ramen der physik. Und damit ist hoffentlich diese rand'diskussion' beendet (fühl mich schuldig), wir wollen doch über tot reden, und nicht über physikalische energien in welcher form auch immer. Den tot kann man zwar im ramen der physik betrachten, aber die physik stört es sichtlich wenig wenn da etwas tot ist, nicht aber unser herz. und so wollen wir doch den tot mit dem herzen beschreiben anstelle der gefühlslosen physik, oder?
Also ist jemamd tot, dessen wärme mit all seinen gedanken und gefühlen in einen für uns Lebenden unerreichbaren ort entschwebt ist.
(vgl. Faust II, 5. Akt, Palast; bezüglich 'Entweichen')
yawonwo ich gerade beim Faust bin, warum nicht diese version des entweichens der Seele einfach mal einbringen:
[color=D2B570]
Mephistopheles:
...
Man kann auf garnischts mehr vertrauen.
Sonst mit dem letzten Atem fuhr sie aus,
Ich paßt ihr auf und, wie die schnellste Maus,
Schnapps! hielt ich sie in fest verschloßnen Klauen.
Nun zaudert sie und will den düstren Ort,
Des schlechten Leichnams ekles Haus nicht lassen;
Die Elemente die sich hassen,
Die treiben sie am Ende schämlich fort.
Und wenn ich Tag und Stunden mich zerplage
Wann? wie? und wo? das ist die leidige Frage,
Der alte Tod verlor die rasche Kraft,
Das Ob? sogar ist lange zweifelhaft;
Oft sah ich lüstern auf die starren Glieder;
Es war nur Schein, das rührte das regte sich wieder.
...
[/color]
soviel dazu
Lady_Baphomettja, wie gesagt, ich meinte eher die METAphysische art energie! was die wissenschaftlich-physikalische seite betrifft muss ich ganz einfach gestehen mich schlecht auszukennen ...

was ich sagen wollte ist, dass sich etwas tot "anfühlt" wenn einem der "gegenstand" kein gefühl mehr vermittelt. man sagt nicht umsonst, dass man die anwesenheit eines menschen spüren kann - irgendwas strahlt jedes lebewesen aus. sobald der mensch damit aufhört und einem der begriff "leblose hülle" in den sinn kommt, ist [I]für mich[/I] derjenige tot ...

[QUOTE]Also ist jemamd tot, dessen wärme mit all seinen gedanken und gefühlen in einen für uns Lebenden unerreichbaren ort entschwebt ist. [/QUOTE]
das beschreibt eben das, was ich meine und nicht artikulieren kann ...
Xenobiaich denke man ist schon tot wenn man sich tot fühlt, d.h. wenn es keinen lebenssinn mehr gibt!
aber was heißt schon denken:

Denke nie gedacht zu haben! Denn das denken, der Gedanken, ist gedankenloses
denken! wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst,
denn denken tust du nie!

seit ich des gelesen hab denke ich dass man schon immer tot is!man ist tot wenn man nicht mehr denken tut!
deathly_silenceEs gibt keine allgemeine Festlegung des Todeszeitpunkts, denn dies ist eine spezifische Annahme eines jeden einzelnen Individums.
Ich bin aber auch der Meinung, dass man tot ist, wenn man sich tot fühlt. Dieser zustand ist wiederum spezifisch auffassbar. Ich für meinen Teil hielt mich für psychisch tot. Ich habe mich selbst zerstört und sehe in nichts mehr einen Sinn, geschweige denn dass ich etwas fühle. In meinem Sein bin ich abgestumpft. Das zum Beispiel sehe ich als tot.

Im Großen und Ganzen ist am wichtigsten zu sagen, dass es einen wesentlichen Unterschied zwischen physischem und psychischen Tod gibt, alles andere ist der Interpretation und Auswertung des Einzelnen überlassen.
Pandora150zum teil sehe ich das wie meine beiden Vorgänger genauso. Ich finde es gehört noch der Teil dazu, das man tot ist wenn die Menschen, die man geliebt hat und die einen geliebt haben vergessen. Auch wenn man von ihnen geht lebt man ja trotzdem noch in ihren Erinnerungen weiter und es ist für sie so, als wäre der Verstorbene noch unter ihnen. Erst wenn sich keiner mehr erinnert ist für mich ein Mensch wirklich tot.
BuckyIch hab mir jetzt nicht alle Postings durchgelesen, aber ich werde wohl nicht der Einzige sein, der den Körper als "Gefäß" für die Seele sieht. Die Seele ist Energie und Energie geht nicht verloren.

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