| Philalethes | Kann es eures Erachtens eine Rechtfertigung des Volksbetrugs (im Sinne des Allgemeinwohls) durch den Regierenden bzw. die Regierenden geben? |
| ange gardien | Die Blödheit der breiten Masse sich das gefallen zu lassen ist, für die die es tun, Rechtfertigung genug. Das ist eine Frage des Charakters und solange es Leute gibt die sich verar***en lassen wird es auch Leute geben die dies ausnutzen. Ob das jetzt gerechtfertigt ist hängt immer von der Sichtweise des Betrachters ab. |
| LaChatte | Nein, für Betrug gibts nie eine Rechtfertigung. (und ceterum censeo) pro direkte Demokratie... da betrügt sich, wenn überhaupt, das Volk ganz allein. |
| SON | Ist das nicht alltägliche praxis. Im kleinen wie im großen... Ob der Betrug gerechtfertigt WAR ( denn erst im Nachhinein wird er ja erst erkannt) legt wiederum doch die Moral des Entdeckers fest. In meinen Augen ist Bertug zum Wohl des allgemeinen durchaus gerechtfertigt. Wie geht man mit denen um die diesen durchschauen und alles zu Einsturz bringen. Da beginnt die Moralfrage. Den einzelen für alle opfern? Wie viele einzelne sind denn noch einzeln? |
| Daray | Wahrheit? Würden die Regierungen dieser Welt immer ehrlich sein, dann würden wohl Neuwahlen, Putschversuche, Revolutionen etc. jeden Monat stattfinden... Angenommen (fiktives Bespiel) Putin sagt seinem Volk: " Es dauert noch 20 Jahre bis wir mit unserem Lebensstandard wieder auf Sovjet Niveau sind." Daraufhin will das Volk eine neue Regierung, welche das schneller kann. Neue Regierung: "Wir bringen euch den Lebensstandard schon in 10 Jahren, allerdings werden wir dafür jegliche staatliche Unterstützung von Schulen, Krankenhäusern etc. streichen." Was passiert? Neue Regierung wird abgesetzt eine andere gewählt etc. Weil jeder immer nur das schnellst- und bestmögliche für sich will, werden 20 Jahre lang Regierungen gewechselt von denen keine die Zeit hatte, irgendwas zu erreichen. Wir sind also nach 20 Jahren immernoch so weit wie zuvor. Hätte Putin gelogen und seinem Volk rasche Besserung der wirtschaftlichen Lage versprochen, so hätte er und die nachfolgenden Regierungen, nach diesen 20 Jahren den Lebensstandard wirklich erheblich heben können. Welches Szenario ist nun vorzuziehen? |
| Abellusarus | Zitat Machiavelli: "Die Menschen sind ja so einfältig und gehorchen so leicht den Bedürfnissen des Augenblicks, dass der, der betrügen will, immer einen findet, der sich betrügen lässt." Und damit hat er auch Recht. Man kann von keinem Volk der Welt (mal abgesehen von Luxemburg :D ) verlangen, sich in Sachen Politik, Wirtschaft & Soziales genau auszukennen. Das ist nicht möglich und wird auch nie möglich sein. Und nicht-wissen bedeutet natürlich auch, dass man "die große Wahrheit" nicht kennt. Außerdem liegt es im Auge des Betrachters: ein derzeitiger Arbeitslosengeldempfänger wird dir sicherlich sagen, wie sch***e unsere aktuelle Situation ist, wohingegen Jemand mit gutem Job und festem Einkommen erwidern könnte, dass es IHM ja gar nicht so dreckig geht (auch wenn da auch die Meinungen auseinander gehen). Hinzu kommt außerdem, dass die Frage der Wahrheit immer Meinungsbildend ist -> logisch, dass CDU/CSU bspw. derzeit sagen, wie schlecht Deutschland international abschneidet; mal abwarten wie das in zwei Jahren aussehen wird. Somit ist Wahrheit immer eine Sache der Auslegung, und natürlich auch eine Sache des nicht-wissen-wollens. MfG, Abellusarus |