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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: die äußeren Werte
Bunbury.

In dem "Individuen, Wettbewerb und unser aller Banalität"-Thread gibts ja schon Meinungen zum Vorhandensein "innerer Werte".
Ich bin ja ein Verfechter der These, daß zuviel in die "Persönlichkeit" und die "inneren Werte" eines Menschen hineininterpretiert wird. Das fast alle Menschen auf ähnliche Reize ähnlich reagieren, und das das mystische Geheimnis einer Person oft sehr trivial ausfällt.

Dazu - theoretisch weitergeführt - nunmal folgende These:


[COLOR=orange][SIZE=3][b]Schöne Menschen sind meist die besseren Menschen![/SIZE][SIZE=2]

Die "inneren Werte" eines Menschen sind großteils ein Resultat, also eine abhängige Größe seiner "äußeren Werte" - die sich somit entscheidender auf sein Leben auswirken und damit eigentlich den wichtigeren Teil seiner "Werte" darstellen. Den "äußeren Werten" wird auf Grund sozialer Erwünschtheit zu wenig Bedeutung beigemessen.[/b][/SIZE][/COLOR]


[u][b]These 1:[/u] ein "schöner" Mensch hat es häufig - auch schon als Kind - einfacher im Leben. [/b]
Es fällt ihm leichter zu bekommen was er will - es besteht grundsätzlich weniger Anlass zu Neid und Jähzornigkeit. Ein schöner Mensch muß das "sich durchsetzen" nicht nicht jedesmal anwenden um zu bekommen was er will.
Ergo: Wenn man gewöhnt ist zu bekommen was man will, nicht erst um alles kämpfen oder sich durchsetzen zu müssen, ist man ausgeglichener, weniger neidisch evtl. großzügiger und freundlicher.




[u][b]These 2:[/u] jeder Mensch trägt sein äußeres zur Schau [/b]
Wenn jemand im Millitary-Outfit und mit kahlgeschorenem Kopf heräumläuft so ist dieser Mensch in den meisten Fällen wirklich kein sanftmütiger Schöngeist und Pazifist. Punks gefallen abgerissene Klamotten, weil sie die Abkehr von bürgerlicher Ordnung verdeutlichen.
Leute mit generell gering einzuschätzendem, geistigen Potential (es hole mich der Teufel wenn ich das jemals mit "z" schreiben sollte), also geringem geistigem Potential, orientieren sich in Ermangelung eigenen Geschmacks an den Vorgaben erfolgreicher Vorbilder - Kerle setzten sich wie Snoop Dog Schlüpfer auf den Kopf, Mädchen tragen Buffalos und Helly-Hansen-Jacken.

Ergo: wenn jemandes Outfit auf eigene Gedanken, einen eigenen Geschmack schließen lässt, dann hat man mit 90%er Chance eine Person vor sich, die nicht dumm und farblos ist.



[u][b]Zusammengefasst:[/u][/b]
Wenn ein schöner Mensch vor einem steht, dessen Outfit erkennen lässt, das er Geschmack hat und eigene Ideen verfolgt, so kann man mit 90%iger Wahrscheinlichkeit folgern, daß dieser Mensch wahrscheinlich nicht jähzornig, nicht dumm, nicht neidisch und nicht ideen- und farblos ist.

Diese Einschätzung erfolgt wohl gemerkt unter völliger Mißachtung der Regel auch die "inneren Werte" kennen zu lernen.

Warum sollte man sich also mit einem Kahlköpfigen mit Boxernase, Netzhemd und Stretch-Jeans überhaupt erst unterhalten, sofern man nicht selbst auch so aussieht? Was für "innere Werte" sollte man da erwarten können?


MfG
Bunbury

P.S.: Es geht hier um Philosophie!! - sicher kriege ich Ärger für dieses Statement, bedenkt aber bitte, daß eine klare und ggF. etwas überzogene Formulierung dem Verstehen einer Meinung dienlicher ist, als liberal verschwommene, sozial ausgeglichene Äußerungen. GgF. sind einzelne Formulierungen bewußt etwas absoluter und provokanter gewählt.

.
LordoftheSith*den großen political corectnes knüppel über den Schädel zieht*
;)

Nein jetzt mal im ernst.
Ich finde deine Theorie ziemlich interessant auch wenn ich sie nicht Teile/ihr nicht zustimme.
Deiner ersten Theorie stimme ich eingeschränlt zu, auch wenn ich fälle kenen wo es nicht so ist. Zerrütete Familien, schläge vom Vater im Kindesalter etc. und trotzdem sind es wunderschöne Menschen geworden. (bildlich gesprochen ist es wie mit der Blume die aus dem Misthaufen wächst.)
zu These 2. Ich glaube nicht das _jeder_ Mensch sein äußeres zur schau trägt.Wird nicht grade in unseren dunklen Kreisen angepriesen das man versucht sein Inneres durch seine Kleidung zu zeigen?
zur Zusammenfassung: Ich persönlich glaube Das es Jähzorn, Dummheit,Neid und Kreativitätslosigkeit in jeder "Schicht"/Gruppe gibt.
Meiner Meinung anch kann man einen Menschen erst einschätzen wenn man sich mit ihm unterhalten hat,vorher sollte man kein Urteil fällen.

So das wars erstmal von mir.Freue mich auf andere Meinungen/Blickwinkel

Grüße
LordoftheSith
Loup de nuitExcuse me:

Was ist schön? Was ist nicht gewöhnlich?

Bitte um Definition, denn Du erwartest von uns ein Urteil über etwas, das nicht wirklich definiert wurde.

Danke,

Loup
DesteufelsEngelhmZ....... ich finde eure Thesen sehr interessant, und bedarf gerne auch etwas dazu zu sagen

ich finde sicher, in der heutigen Zeit (nicht das ich kritisieren möchte) haben es schöne Menschen leichter im Leben

allerdings hätte ich die Definition von Schön auch gerne erfahren.......

ich denke gepflegtes auftreten und Ausstrahlung sind Dinge die wichtig sind von den äusseren Werten.... und ich denke das sind Dinge die viele als wichtig empfinden... wenn jetzt zB jemand vor einem steht mit so fettigen Haaren dreck unter den Fingernägeln und von mir aus ähm strengem körpergeruch und zudem vielleicht dreckige oder zerrissene oder löchrige klamotten hat, dann schließt man ja schnell darauf das die inneren werte ebenso "mies" sind..... allerdings gibt es Menschen die aus irgendwelchen Gründen vielleicht garnicht anders können..... aber darüber denkt man unterbewusst im ersten Moment garnicht dran und ANGEBLICH sind ja die ersten 30 Sec entscheident ob man jemanden mag oder nicht mag.... (okay ich weiß mit angeblichen Wissenschaftlichen Gerüchten bin ich in der Philosophen Ecke fehl am Platze) aber man sollte ja jede Seite der Medaille betrachten ....

nun ja ich bin relativ neu hier, und hoffe nicht zu stören mit meinem Kommentar =) .....

Grüße,

Des Teufels Engel
ErinnyenDeiner ersten These würde ich zum Teil zustimmen, 'schöne' Menschen haben es im Leben, Beruf und Machtkampf wirklich leichter.
Allerdings muss das doch nicht zur Ausgeglichenheit und schon garnicht zu Freundlichkeit und Großzügigkeit führen. Eher kann es auch genau das Gegenteil bewirken: Im genauen Bewußtsein der eigenen Wirkung auf andere zu Arroganz, Hochmut und absoluten Führerverhalten, wenn diese Wirkung in bestimmten Situationen nicht anschlägt zu Trotz, Wut, Jähzorn und wenn zu dem noch ein gewisses Maß an intelligenz kommt folgt meist die Karriere bei Nestle, Mc Doof oder vielleicht auch bei IWF, Weltbank, WTO, was man nun mit Raubtierkapitalismus, also Raffgier und rücksichtslosigkeit gleichsetzen könnte.
Zudem bilden sich Charaktereigenschaften bekanntermaßen (auch) durch Sozialisation aus, wie Lordofthesith schon sagte.

Zur zweiten These meine ich nur, dass die zur Schau getragenen Klamotten in den meisten Fällen ausschließlich folge der Umgebung ist, also wenig aussagekraft über den Menschen selbst besitzt, nur über die Menschen in seiner Umgebung, die manchmal Indikator für gewisse Eigenschaften sind, nicht immer.
Bezieht man dies jetzt noch auf Jugendliche so kann man rein garnichts aus dem Äußeren Erscheinungsbild schließen, da sie einem viel stärkeren Gruppenzwang unterworfen sind und die schöne Pubertät durchleben. :cool:
MenedemosSo berechtigt Bunbury's Frage ist, so ist mir doch einiges unklar. Wenn Punks sich schlampig kleiden und damit ihre Ablehnung bürgerlicher Werte zum Ausdruck bringen, bestimmt doch gerade die innere Einstellung das äußere Erscheinungsbild und nicht umgekehrt. So auch in einigen anderen aufgeführten Beispielen. Auch erscheint mir die These, daß schöne Menschen niemals neidisch sind oder andere unsoziale Eigenschaften haben, sehr gewagt.
GwaithNein, jetzt hat der gerade meinen ganzen Beitrag gelöscht :-( ... also kurz noch einmal:

Der ersten These kann ich nicht vollkommen zustimmen. Wenn ein Mensch immer bekommen hat, was er wollte, wird er mit einer Situation, in der mal nicht seinen Wünschen nachgegangen wird, einfach "überfordert" sein. Es ist so ungewöhnlich für ihn, dass er nicht das Sagen hat, dass er damit nicht fertig wird und Neid und Jähzorn aufkommen lassen kann. Solch alltägliche Situationen werden für ihn zur Qual und hinterlassen Wut.

Bei der zweiten These sollte man besonders bei jungen Personen aufpassen, da diese oftmals noch bei der Suche nach sich selbst sind. Oft rutschen sie von einem Extrem ins Nächste, um die für sie passende "Szene" zu finden, wobei sich ihr erster Kontakt dazu, zuerst in der Kleidung äußert.
Wenn eine Person immer mit der Mode geht, möchte sie vielleicht einfach mit dem Strom schwimmen und in der Masse untergehen... möglicherweise fühlt sie sich noch nicht eigenständig und unabhängig genug. Sie hat kein Interesse daran hervorzustechen und möchte ein ganz "normales" Leben führen, was heutzutage nunmal stark von den Medien geprägt wird...
moonaddictedIch denke schon, daß es schöne Menschen im Leben einfacher haben. Wenn man "schön" über die Allgemeinheit definiert. Sicher hat jeder seinen eigenen Gesachmack, aber es gibt eben diese klassischen Schönheiten, kennt sicher jeder ein paar... Sie werden schon als Kinder eher akzeptiert und haben es später auch einfacher. Wobei ich glaube, daß diese These eher auf Frauen zutrifft, als auf Männer. Frauen "müssen" immer noch gut aussehen, Männer eher was leisten.
Daß schöne Menschen die "besseren" Menschen sind, halte ich für etwas weit hergeholt. Meistens ist es doch so, daß gerade diese Menschen furchtbar arrogant werden und niemanden in ihrer Nähe akzeptieren, der ihnen ihren Rang streitig machen könnte. Sicher, auch hier gibt es Ausnahmen, die gibt es immer...
Daß die Kleidung wirklich etwas über innere Werte aussagt, glaube ich nicht. Wie schon erwähnt, trägt oft der Gruppenzwang sehr zum Erscheinungsbild bei. Und es gibt durchaus "schlecht" gekleidete Menschen, deren inneren Werte toll sind, die sich aber einfach nichts aus Styling machen.
Bunbury[QUOTE][i]Original geschrieben von Loup de nuit [/i]
[B]Excuse me:
Was ist schön? Was ist nicht gewöhnlich?
Bitte um Definition, denn Du erwartest von uns ein Urteil über etwas, das nicht wirklich definiert wurde.
[/B][/QUOTE]

Die Formulierung Deiner "Antwort" lässt auf offensichtliches Mißfallen der These schließen. Ich würde es vermeiden in einer solchen Stimmung Beiträge zu verfassen.
Niemand fordert eine Antwort von Dir.
Im Übrigen ist es dem Wesen einer These eigen, daß sie einer kontroversen Analyse dient und einen Ansatz zur Falsifizierung bietet - sonst wäre jede Fragestellung unsinnig.
Dem solltest Du Dich zuwenden oder von Beiträgen absehen.

Im Übrigen enthalten Deine 3 Sätze 2 grundlegende Fehler:

1. Ich "erwarte" keinerlei Urteil - im Gegenteil. Eine persönliche Meinung kann keine Antwort auf eine These sein und wird deshalb auch nicht erwartet - Argumente sind gefragt.
Wenn ein einziges gepostetes Argument dazu dient eine These stichhaltig zu widerlegen hat sich ein Thread gelohnt.


2. Wenigstens in einem Philosophiethread sollte es möglich sein über ein Thema wie "Addition" zu diskutieren, ohne Zahlenbeispiele oder Fingerrechnen zur Verdeutlichung demonstrieren zu müssen.

Die Kenntnis des Schönheitsbegriffs ist zur Diskussion dieser Fragestellung überhaupt nicht erforderlich. Nur weil der Begriff "Schönheit" nicht ein von jedem Menschen auf der Welt unanfechtbar identisch wahrgenommenens Ideal beschreibt heist das nicht, daß der Begriff deshalb keinerlei Bedeutung besäße.

Diskussionen über den Gültigkeitsbereich des Schönheitsbegriffs und dessen subjektivem Anteil sind müßig und können gerne ganze Rubriken füllen.
Aber auch Du wirst nicht im Ernst der Meinung sein, daß die Wahrnehmung von Schönheit vollständig subjektiver Natur und nicht ansatzweise vereinheitlichbar ist.

Sicher empfinden nicht alle Menschen Rosen als schön und Kackehaufen als häßlich. Zu behaupten das ein Diskurs deshalb völlig unmöglich sei und es unmöglich wäre irgendeine Prognose über die Wirkung beider abzugeben (da die individuellen Wertungen völlig zufällig gestreut sind) ist entweder sehr kurzsichtig oder schlicht Polemik.

Ich vermute ja letzteres - Dein Beitrag hinterlässt vom [i]"Excuse me"[/i] bis zum neudeutschen [i]"nicht wirklich"[/i] einen ziemlich infantilen Eindruck.
Bitte halte Dich raus.

Bunbury

P.S.: sorry an den Rest - sind interessante Einwände dabei. Wollte noch anderes nachfragen, das Nörgelposting hat mich jedoch etwas mehr verärgert als erwartet. Muß sich erst einen Moment setzen...

.
dying-roseUm nicht nochmal, die hier schon erwähnten Gegenargumente zu wiederholen möchte ich nur noch einen Punkt ansprechen:

Kleider machen Leute.

Würdest Du alle Menschen die im Anzug durch die Gegend laufen, als intelligent betrachten, nur weil sie dementsprechend angezogen sind?
Ein Punk läuft nicht immer als Punk durch die Gegend, wenn er einen seriösen Job hat. Und nicht alle, die schwarz tragen sind Satanisten!
So entstehen die typischen Vorurteile.

Was den eigenen Geschmack in Sachen Bekleidung angeht ... woher weiss man, dass man individuell bezüglich dessen ist, wenn man seine Kleider nicht selber entwirft? Die Sachen, die man in den Läden bekommt wurden schließlich von jemand anderem designed, und zufälligerweise hat man denselben Geschmack wie er und nicht anders herum.

Ich gebe Dir aber Recht, dass schöne Menschen es einfacher im Leben haben. Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters, aber dennoch spricht dies ja nicht gegen die These. Menschen, die von uns als schön empfunden werden (und egal wie der einzelne Schönheit definiert), kommen automatisch sympathischer rüber.
Aldymhmm
wirklich interessante theorie.
ich denke, muss mich den vorrednern anschliessen, teils richtig, teils vllt. nicht.
aber ich denke, du hast bedeutende faktoren ausgelassen.
"wie" ein mensch wird, hat viel mehr faktoren.

beispiel.

schlechte herkunft + fürsorge von zumindest einer seite + schönheit -> mit großer wahrscheinlichkeit, starker, selbstbewußter charackter.
den, da der betreffende mensch zumindest eine quelle der "fürsorge" hatte, praktisch einen schimmer des "guten" /zum anlehnen hatte, konnte der betrffende lernen, sich gegenüber dme schlechten durchzusetzen. (wie gesagt, mit hoher wahrscheinlichkeit, ausnahmen gibt es wie schon gesagt wurde, immer)

so ändern wir mal eine sache:
schlechte herkunft + fürsorge von keiner(!) seite + schönheit
-> in dem fall denke ich, fältl der aussehensfaktor ins bedeutungslose. der entstehende mensch wird nie etwas gutes kennengelernt haben, wird ergo massiv geistige/soziale störungen haben, mit großer wahrscheinlichkeit, ach was sag ich zu 90% wahrscheinlichkeit ein straftäter.

ändern wir eine andere sache:
gute herkunft + fürsorge von mindestens einer seite + schönheit -> in dem fall rückt die genau umgebung ins wichtige, denn, werden biespielsweise eltern verhätscheln, bzw. ebenfalls verwöhnt sein, wird der entstehende mensch genauso, ist der dominierende elternteil "ernst"/"lebenserfahren" wird derjenige wahrscheinlich ähnlich.
(dementsprechend, bei guter herkunft, wird derjenige mit großer wahrscheinlichkeit, von charackter zum größeren teil dem domierenden elternteil ähnlich sein, aber "schwächen" des anderen mitnehmen)

ändern wir nun das aussehen,
also schlechte herkunft + fürsorge von mindestens einer seite + "hässlich"
->ängstlicher/instabiler mensch, da sich keine selbstvertrauen aufbauen konnte (in dem fall kann man die schönheit mit selbstvertrauen gleichsetzen, da wie du schon sagtest, derjenige es viel schwerer haben wird, da "hänselung" und/oder ähnliches tagesordnung sein dürften.



meiner meinung nach is das aussehen nur ein faktor.
und nur aus einem faktor kann man kaum auf den menschen insgesamt schliessen, auch wenn sich daraus möglichkeiten erschliessen lassen.

selbstverständlich gibt es auch bei meinem aufbau ausnahme der regel. das war nur eine weitere eingrenzung unter zuhilfenahme von mehr faktoren. in wirklichkeit spielen mit sicherheit unzählige andere auch eine rolle. (allein die tatsache das ich den unterschied männlich/weiblich ausgelassen habe...)

insofern:

man kann das sicher als richtlinie benutzen um menschen schnell möglichst effektiv zu beurteilen, aber man sollte es dennoch nur als richtlinie und nicht mehr ansehen
umbra animisers

ich finde die these(n) ansich ganz interessant... mal ein paar gedanken meinerseits:

ich denke man kann den charakter nur sehr grob umrissen (und vorurteilbehaftet) wahrnehmen wenn man primär das aussehen in betracht zieht. ich denke eher man kann durch das aussehen das verhalten/einige verhaltensarten einer person annähernd erahnen, vor allem bei personen die ihre zugehörigkeit zu einer gruppe durch ihr aussehen zeigen, da jede gruppe gewisse archetypischen gesten und verhaltensweisen hat.
(ich erwarte von jemandem der in anzug und krawatte rumläuft eher weniger das er auf die straße spukt und seine zigarettenkippen vor die füße anderer spickt bzw. gröhlend durch die innenstadt schländert, während ich jemandem in "baggys" bei sowas keinen blick zuwerfen würde. - naja solange die kippe nicht wieder mal meine beine erwischt *g*)

und ich würde eher behaupten das "schönheit" einen menschen leichter verdirbt als "durchschnittlichkeit".
schöne menschen haben es wie oben argumentiert teilweise leichter... z.b. hübsche frauen spielen in diskos mit männern und besorgen sich zigaretten, drinks usw dadurch. schonmal ein 90 kilo mädel gesehen das fremde kerle einwickelt um zu bekommen was sie will?
schöne menschen erhalten leichter hilfe und werden schneller akzeptiert (einfaches biologisches schema denken das jedem eigen ist, aber worüber nur schwer wegzusehen ist) - eine gutaussehende wohlgepflegte person erweckt weitaus mehr symphatie auf den ersten blick als jemand den wir als "unschön" ansehen, konversation und kontakt ist einfach angenehmer...
auf lange sicht kann das "leichtere leben" sie aber arrogant machen, weil sie sich besser vorkommen als der rest.
auf der anderen seite werden schöne personen auch wesentlich öfter von anderen personen angesprochen (und auch genervt) und reagieren vielleicht deswegen zurückhaltender und "arroganter" auf jemand den sie nicht kennen - weil sie sich schützen wollen.


wohingegen personen die nicht den vorteil guten aussehens haben, mit anderen punkten von sich überzeugen müssen: charakterstärke, intelligenz... was auch immer.
weil diese personen es damit oft schwerer habenm, oft steinigere wege gehen müssen als "schöne" sind sie belastungen und entbehrungen eher gewohnt... sie sind es eher gewohnt sich durch unseren "zivilisationsdschungel" durchzkämpfen als jemand der es meistens leicht(er) hatte.
schöne leute haben es einfacher freunde zu finden als "hässliche" und diese müssen sich dadurch vielleicht auch besser / intensiver um diese kümmern, weil sie diese nicht verlieren wollen. (muss nicht so sein)
leider kann es aber auch sein das sie durch die ablehnung und "schlechte behandlung" durch die gesellschaft auf dauer zorn, hass und neid entwickeln, frustriert sind und voller verachtung. solche personen haben es dann noch schwerer, weil sie durch das zu dem sie wurden noch schwerer anschluss finden.



ich stimme aldym grundsätzlich zu, würde das ganze aber noch ausweiten.

es hängt zwar viel vom elternhaus ab, aber noch mehr vom charakter, der einstellung und der "persönlichen stärke" eines individuums ab wie die person von äußeren einflüssen geformt und geschliffen wird.
z.b. können einige jahrelanges mobbing wegstecken ohne das sie sich großartig ändern, während andere, sensible personen in der selben situation (also auch mit einigen vertrauenspersonen die rückhalt und freundschaft bieten) einen knicks für ihr ganzes leben bekommen...
und ich halte vor allem die kindheit und erziehung (was es heute davon noch gibt...) für ausschlaggebend... mal abgesehen von einschneidenden erlebnissen.
jemand der eine kaputte/versaute kindheit hat, mit überwiegend negativen erfahrungen hatte wird davon vielleicht sogar einen schaden für das ganze leben davon tragen. sollte das nicht der fall sein, wird aber durch die erfahrungen im bezug auf entbehrungen diese person eher in der lage sein probleme und rückschläge zu verarbeiten und wegzustecken, als jemand der immer alles vor die füße gesetzt bekam.


meiner meinung nach kann man sich vom aussehen her ruhig einige "schienen" festlegen in die man personen steckt, aber dennoch sollte man sich die zeit nehmen jemandem eine chance zu geben und sich zeit nehmen ihn etwas näher kennen zu lernen, bevor man ihn endgültig aburteilen auf grundlage von vorurteilen und halbwahrheiten. einige leute öffnen sich erst sehr spät wirklich und zeigen ihr "wahres ich"... man kann viel verpassen wenn man so eine person frühzeitig abgeurteilt hat.

mfg
Bunbury.[COLOR=orange]

Da sind ja wirklich einige sehr interessante Gesichtspunkte zusammengekommen....

Also beim Beispiel mit den Leuten im Anzug - ob die generell positiv gewertet würden - kann man genauso differenzieren wie zwischen Punk und Jupie.

Ich habe einen ganz klaren Eindruck von einem Banker, der mit einem lila Jacket (Boss oder Armani egal) vor mir sitzt. Selbst wenn er seine Mickymousekrawatte mal nicht an hat (die er gerne zeigt um sich etwas mehr "Pepp" zu verleien bzw. um auf seinen Individualiusmus hinzuweisen)

Selbst wenn die Krawatte kopulierende Schweinchen darstellt ist das kein Zeichen einer "Macke" - eher im Gegenteil. Das zeigt nur die engen Grenzen seiner Individualität.

Es gibt aber Leute, die durch den Verzicht auf Spaß-Krawatten und Trendfarben im Anzug auf den ersten Blick so seriös aussehen, daß man Ihnen prompt seinen Wohnungsschlüssel in die Hand drücken könnte. Und meistens liegt man da nichtmal so falsch.
Natürlich ist es immer die Gesamterscheinung, die Kleidung kann noch so stilvoll sein, wenn man dazu die viel zu dünnen Haare zum "Igel" frisiert (damit auch jeder deutlich das Akneproblem sehen kann) beschleichen einen bisweilen Zweifel.

Wenn jemand in Jogginghosen in die U-Bahn steigt gibt es eigentlich keine andere Rechtfertigung, als das er direkt vom Marathonlauf kommt und wegen eines dringenden Termins keine Zeit hatte sich umzuziehen. Alles andere zeugt von bedenkenswerten Idealen - die wiederum auf den Charakter zurückschließen lassen (muß ja nicht "schlecht" bedeuten, aber zumindest "ideenlos")

In Kombination mit einer dicken Goldkette oder Mercedesstern am Hals bleiben allerdings keine Zweifel mehr.


Was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet ist das Beispiel vom "Mäuschen" in der Disco, dem alle unbdingt einen Drink ausgeben wollen. Ich kann nicht behaupten diese kategorisch als unatraktiv einzustufen - wenngleich die mangelnde Persönlichkeit so offensichtlich ist wie ein Albino in Kenia.
Ich denke, daß hier die Erkenntnis evtl. schon korrekt vorhanden ist, jedoch von biologischen Aspekten überlagert und dehalb trotz besseren Wissens anders gewertet wird.

Ich will sagen, daß ein schönes weibliches Wesen, trotz Buffalos und rosa Minirock zunächst den Mund aufmachen und etwas sagen muß (also einen Nachweis Ihrer Blödheit erbringen muß) bevor der optische Eindruck auch richtig eingeordnet wird. Bei Männern ist das nicht erforderlich.


Im Übrigen muß ich meine These ob eurer richtigen Einwände auf jeden Fall überdenken und spezifizieren. Offensichtlich ist das gesunde Selbstbewußtsein von anderen Faktoren fast genauso gewichtig beeinflussbar wie vom Aussehen - wenngleich das allein schonmal ein profundes Kriterium darstellt. Die prozentuale Beispielrechnung von Aldym war recht einleuchtend. Das kann man nicht mit dem Verweis auf eingeschränkte Allgemeingültigkeit und erbetenen Verzicht auf Pauschalierung bzw. Übergewichtung von Sonderfällen vom Tisch wischen!

Aber den Umkehrfall - das ein "hässlicher" Mensch kein guter Mensch sein kann habe ich nie propagiert. Mein Ansatz ist, das unter schönen Menschen eine statistische Erhebung eine größere Ausgeglichenheit und verminderte Radikalität erbringen würde als bei hässlichen Menschen.

Was mich besonders fasziniert, sind solche Leute (meist Männer) die völlig unabhängig von jeglicher Klassifizierung und ohne jedes Interesse an der Anerkennung Ihres "Taxwertes" ein gesteigertes Selbstbewußtsein besitzen. Ich denke es hat wirklich mehr als vermutet mit dem Umfeld zu tun, in dem man aufwächst. Es gibt Dörfer, in denen die unansehnlichsten Herren in den Discotheken weggehen wie warme Semmeln, nur weil sie weniger landwirtschaftlich orientiert aussehen als Ihre Artgenossen.

In einer großen Ansammlung (wie in Berlin) verteilt sich das eher statistisch.

Nochmal drüber nachdenken...


Vielen Dank für die Antworten!

MfG
Bunbury

P.S.: @dying-rose
[QUOTE]Ein Punk läuft nicht immer als Punk durch die Gegend, wenn er einen seriösen Job hat[/QUOTE]
Nicht alle die in schwarz rumlaufen sind Satanisten, nichtmal viele von denen die als Satanisten rumlaufen sind Satanisten, aber ist ein Punk, der "[i]einen seriösen Job hat[/i]" überhaupt ein Punk? Was ist falsch, wenn er im Anzug rumläuft: der optische Eindruck oder der "Titel", den er sich abends gerne gibt?
Was man sieht ist jemand, der sich aufgrund praktischer Belange trotz Ideologien in die Gesellschaft einfügt. Es liegt also keine Fehleinschätzung vor.[/COLOR]
umbra animi[QUOTE][i]Original geschrieben von Bunbury [/i]
[B].[COLOR=orange]

Ich will sagen, daß ein schönes weibliches Wesen, trotz Buffalos und rosa Minirock zunächst den Mund aufmachen und etwas sagen muß (also einen Nachweis Ihrer Blödheit erbringen muß) bevor der optische Eindruck auch richtig eingeordnet wird. Bei Männern ist das nicht erforderlich.

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Ich denke, daß hier die Erkenntnis evtl. schon korrekt vorhanden ist, jedoch von biologischen Aspekten überlagert und dehalb trotz besseren Wissens anders gewertet wird.

[/COLOR] [/B][/QUOTE]

dem stimme ich zu. ich denke das liegt daran das du als männliches wesen (zumindest unbewusst) ein gewisses interesse hast herrauszufinden ob sie als partnerin taugen würde. jahrtausende alte instinkte lassen sich nicht so leicht übergehen ;)
in diesem sinne gibst du ihr also praktisch eine möglichkeit, die mit ihrem aussehen verbundenen vorurteile zu wiederlegen, bzw sie müsste diese erst bestätigen... bevor du sie vollständig klassifizierst. und selbst wenn du sie ablehnst als möglichkeit einer freundschaft, bliebe immernoch die möglichkeit offen sie zur triebbefriedigung ausreichend einzustufen und deswegen nicht aufzugeben (=> stichwort bettbeziehung, ONS), auch wenn einige personen derartiges kategorisch ablehnen.

bei männlichen wesen hingengen bist du nicht daran interessiert, ihnen die chance einer überprüfung/widerlegung deiner ersten ansicht zu gewähren, da du auf keine art und weise auf sie angewiesen bist.

zumindest halte ich das für einleuchtend...

btw: ironischerweise unterstreicht gerade das, wie sehr schönheit doch das leben erleichtern kann, ohne reife / charakterstärke oder ähnliches mit sich zu bringen...
dying-rose[QUOTE][i]Original geschrieben von Bunbury [/i]
[B][COLOR=orange]Was man sieht ist jemand, der sich aufgrund praktischer Belange trotz Ideologien in die Gesellschaft einfügt. Es liegt also keine Fehleinschätzung vor.[/COLOR] [/B][/QUOTE]

Aber dennoch würde er sich selber noch als Punk bezeichnen und so - auch wenn nur in seiner Freizeit - rumlaufen. Dies zeigt doch, dass das äußere Erscheinungsbild nicht immer etwas mit den inneren Werten zu tun hat.

Würdest Du den Banker auf der Strass begegnen, würdest Du auch nicht daraus schließen können, was er von Beruf ist, nur dass seine Arbeit seriös ist.

@umbra animi
Und wie sieht´s aus, wenn frau so denkt, ohne lesbisch zu sein?
Oder Verhalten sich Frauen da anders, und denken nicht nur an ihre Triebe?
umbra animi[QUOTE][i]Original geschrieben von dying-rose [/i]
[B]

@umbra animi
Und wie sieht´s aus, wenn frau so denkt, ohne lesbisch zu sein?
Oder Verhalten sich Frauen da anders, und denken nicht nur an ihre Triebe? [/B][/QUOTE]

bei frauen kann ich so pauschal nichts dazu sagen, da ich keine bin ;)

ich denke aber das wird sich ähnlich verhalten. man hört ja auch ab und an von frauen die sich zu ONS verleiten ließen mit männern die sie eigentlich nicht ausstehen können.

[edit] falls du dich darauf beziehst die "zweite chance" zu geben... das ist dann vielleicht ein vorteil guten aussehens.
wobei es auch andere gründe haben kann...
die sozialstruktur in frauengruppen und männergruppen unterscheiden sich (siehe schulhof...), ganz grob: frauengruppen sind eine halbwegs tolerante demokratie und wenn sich jemand an die spitze drängt ist er unbeliebt... männergruppen sind eine hirarchie und nehmen nur neulinge auf die etwas für die gruppe bringen. vielleicht hängt es auch damit zusannen... vielleicht geben frauen eher die zweite chance sich als "gruppentauglich" zu bewesen[/edit]
dying-roseIch glaube Du hast mich nicht verstanden, worauf ich hinaus wollte, oder ich hab mich schlecht ausgedrückt:

Ich, als Frau gebe anderen Frauen eher eine zweite Chance, als Männern. Da paßt Dein Bild mit den Trieben nicht ganz. Nach Deiner These müßte es bei Frauen ja genau andersrum sein, dass sie, wie Du schon erwähnt hast, mit ONEs im Bett waren, die eigentlich nicht deren Typ entsprachen.
Und genauso gibt es Männer, die anderen Männern gegenüber "aufgeschlossener" sind, ohne jetzt schwul zu sein.

So pauschal kann man es also gar nicht sagen.
NekroNuja ....interessante These ....
Sonst hört man ja immer nur von allen Ecken, wenn jemand gut aussieht äusseres, tolle Figur, tolle Haare, tolle Gesichtszüge, makellos) haben sie einen schlechten Charakter, weil sie es immer besser hatten und ihre Persönlichkeit sich deswegen eher arogant, egoistisch, zickig oder was weiß ich entfaltet.
Nunja....dessen stimme ich auch nicht zu. Klar gibt es verschiedene Gruppierungen und meistens hat man mehr mit Gleichgesinnten zu tun. Aber das ist auch nich zwingend.
Ich selbst zähle mich zu keiner Gruppe, obwohl das andere tun ...und ich finde ich habe schon soviel verschiedene tolle Menschen kennengelernt...

Ich vertrete ebenfalls die Meinung, dass man über andere nicht durch das Aussehen urteilen soll ohne sie näher zu kennen. Das erlaube ich mir nicht, weil man dadurch schnell aufs "Maul" fliegt *g*

ich selbst habe mich auch schon des öfteren in Menschen getäuscht.
Und ja es gibt auch die Seite, wo ich zB sofort zu erkennen scheine, mit wem ich kann und mit wem nicht.

Aber mal zur "äusseren" Schönheit. Die ist für mich sehr individuell. Zur Schönheit eines Menschen, gehört für mich nicht nur das Aussehen, die Hülle eines Menschen. sondern auich das innere. Gut... es gibt gewisse Schönheitsideale ...gewisse Maße...
aber die müssen es nicht immer sein. Es gehört auch zu Schönheit, wenn man kleine abnorme Fehlerchen hat...
Und wenn ich Menschen im Bus oder Bahn betrachte.....fällt mir bei so manchem Mensch auf, bei dem ich im ersten Augenblick mit einem skeptischen und eher abwertenden Blick entgegne ... der hat doch was ...Das mit diesem ersten Eindruck ...das halte ich sowieso für Schwachsinn.... Wenn man sich kennenlernt und man möchte das der erste Eindruck gut ist ....kann das alles auch nur Show sein ..man versucht seine Besten Seiten zu zeigen, damit man gemocht wird....aber man muss auch mit seinen Fehlern gemocht werden. Also ich bezieh das jetzt mal auf Freundschaften und Beziehungen ...die entstehen ja auch nicht von heut auf morgen. Nicht weil der/die sich so ankleidetwie ich mich , heißt das sie/er gefällt mir, wir passen zusammen und gut ist.
Wäre doch einwenig zu einfach oder?
Ob man es miteinander aushält, hängt doch nicht von der zugehörigen Szene ab...man lernt sich kennen und im Kennenlernen lernt man, W I E man jemanden mag, wie nah man ihm kommen kann ....WAS für eine Beziehung man wünscht und denkt, dass sie funktionieren könnte.

ut jetzt aber nochmal zur Schönheit....
Schönheit drückt sich nur durch perfekten Körper aus.... sondern auch auf Haltung, Verhalten, Ausstrahlung usw.... das gehört für MICH auch zum Schön sein.....aus diese Grund kan ich getrost Abneigungen gegen einen makellosen perfekt assehenden Körpermensch haben, wenn ich merke das seine altung und Verhalten nicht meinen Vorstellungen von "schön" entsprechen

Und ja...das gibt es in allen Szenen/Schichten, bei jeder Art von Mensch.... ich bin da nicht so spezifisch. Schönheit ist zudem auch etwas Subjektives...
chrispizAlso da sind ja schon intressante Beiträge herinnen, also da war auch das Beispiel mit dem Mann mit Krawatte und Anzug, bei dem man nicht erwarten würde, dass er auf die STraße spuckt etc.. Also sicherlich ist es richtig, aber vielleicht möchte er ja auch irgendwie auf die STraße spucken, nur wird er vielleicht in ein Klischee gedrängt und muss den Anzug nur wegen der Arbeit anziehen. Innerlich ist er ganz anders 'drauf'.
Und das, dass schönere Menschen klüger, netter oder so sein sollen finde ich nicht so. Was kann ein Mensch dafür, wenn er einen Ausschlag hat, Pickel die trotz Vesuch nicht verschwinden etc.
Also wegen Hygiene ist es doch so, dass man etwas dagegen tun kann, aber vielleicht hat jemand nicht genügend Geld dazu sich jeden Tag zu rasieren oder so... deshalb muss er doch noch lange nicht dümmer sein.
außerdem finde ich, wenn es schönere Menschen leichter im Leben haben, immer alles nach ihrer Nase tanzt besteht die Gefahr doch, dass sie arrogant werden und die art von Menschen hasse ich,
außerdem wieso soll man sich schminken, nur um auf irgendjemanden besser zu wirken? ich sage nichts gegen schminken, aber wenn es einem zuwider ist jeden Tag eine halbe Stunde zu verbringen sich irgendwelche Farbe ins Gesicht zu schmieren... und wenn man dann von den anderen dann noch als dümmer, vielleicht auch als unsensibler bezeichnet wird...

gruß
:)
Sternenwolfalso ich finde Nekros Beitrag sehr interessant.
[QUOTE]Aber mal zur "äusseren" Schönheit. Die ist für mich sehr individuell. [/QUOTE]

Der Meinung bin ich auch. Der begriff von Schönheit ist weiters sehr dehnbar. Ich finde Gesichter mit kleinen Macken oft sehr hübsch und entgegen dem "modernen" durch Medien verbreiteten Schönheitswahn kenne ich schöne alte Menschen.

[QUOTE]Ich vertrete ebenfalls die Meinung, dass man über andere nicht durch das Aussehen urteilen soll ohne sie näher zu kennen. Das erlaube ich mir nicht, weil man dadurch schnell aufs "Maul" fliegt *g*[/QUOTE]
Das ist auch noch ein wichtiger Punkt. Meine Nase ist auch schon dunkelblau ;) . Ich versuche auch immer nicht voreingenommen zu sein, aber das fällt mir sehr schwer. Ich bin modisch gekleideten Menschen gegenüber meist eher zurückhaltend. Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen ihre Meinung ändern wie es gerade passt (ich war so dumm :confused: )

Meine Freunde gehören nicht unbedingt zu den "schönen" Menschen aber ich bin mir bei ihnen einfach sicher, dass sie für mich da sind. Dadurch das sie nicht ins Schönheitsideal der breiten Masse fallen haben sie ihre ganz eigenen Werte entwickelt. Und das ist mir wichtiger als alles andere.

Sicher sehe ich mir schöne Menschen gerne an aber was mir immer ein Grauen ist, sind die sprachlichen Fehler. Ich bin ja nicht die große und begabte Rednerin, eher das Gegenteil aber.....Man kann doch nichte "der was" sagen *heul* oder "ich fin das supriger als das":eek: . Und dann gibt es Menschen die in ein Gym gehen und nicht wissen was integrieren heißt oder Kommunismus ist (das ist doch das in der Kirche??.....oder war dass das eine in Russland...) :eek: Mein persönliche Lieblingsgeschichte ist etwas zu ausschweifend um sie hier zu erzählen aber vielleicht ergibt es sich ja mal :rolleyes:

Ich persönlich gehöre wahrscheinlich auch nicht zur Fraktion der schönen Menschen aber ich bin eigentlich recht zufrieden mit mir. Die Lehrer dürften eine sehr hohe Meinung von mir haben (obwohl ich Noten mässig eher im unteren Bereich bin), die Klassenkollegen akzeptieren mich immerhin als "andersdenkend" wenn ihnen das auch nicht angenehm ist. Ich lebe eigentlich recht gut....

Dario
Mondsilbertaufe[QUOTE][i]Original geschrieben von Bunbury [/i]
[B]
[u][b]These 1:[/u] ein "schöner" Mensch hat es häufig - auch schon als Kind - einfacher im Leben. [/b]
Es fällt ihm leichter zu bekommen was er will - es besteht grundsätzlich weniger Anlass zu Neid und Jähzornigkeit. Ein schöner Mensch muß das "sich durchsetzen" nicht nicht jedesmal anwenden um zu bekommen was er will.
Ergo: Wenn man gewöhnt ist zu bekommen was man will, nicht erst um alles kämpfen oder sich durchsetzen zu müssen, ist man ausgeglichener, weniger neidisch evtl. großzügiger und freundlicher.
[/B][/QUOTE]


Eine These, die pauschaler nicht sein kann und repräsentativ die Halbwahrheiten in deutschen Talkshows am Nachmittag aufzeigt.
Sehr schön.

Mit Sicherheit hat es ein gutaussehender Mensch nicht einfacher im Leben.
Probleme, die sich ihm stellen, Probleme, die ernsthafer Natur sind, beispielsweise eine Scheidung, der Verlust eines Familienangehörigen oder Freundes, zwischenmenschliche Krisen, finanzielle Nöte,der Kampf mit einer Krankheit u.ä. (soll ich weiter aufzählen?) löst ein schöner Mensch kaum schneller oder besser als ein weniger schöner.
Also können wir uns darauf einigen, dass sich schöne Meschen gelegendlich besser verkaufen lassen als hässlichere? (Ob diese Umstände dafür sorgen, dass man "ausgeglichener, weniger neidisch evtl. großzügiger und freundlicher" ist, lasse ich als weitere Halbwahrheit der Verfassers im Raum stehen.)

Sollte man unter dem Aspekt jener problematischen sozialen Herausforderungen, die sich nahezu jedem Menschen zuweilen ergeben, das Ergo lesen, stellen sich einem die Haare zu Berge.
Ohne Worte.

Kopfschüttelnd
MST

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