| siroan | Was lässt den Menschen derart oberflächlich erscheinen? Vorurteile hier, Gerüchte und Rufmord da, warum handelt der Mensch bzw warum tickt er so. Sind wirklich nur die Anderen so oberflächlich oder können wir uns getrost bei ihnen einreihen? Macht es dem Menschen das Leben soviel einfacher nur alles grob anzukratzen? Wie soll man denn Sachen verstehen können, wenn man nie wirklich hinter die Kulissen schaut oder sowieso immer anderen nacheifert.. Wo liegt die Intention..? |
| Neithan | Menschen sind wie alle Primaten Herdentiere. Es liegt einfach in der natur den Menschen, dass er sich gerne einer Gruppe anschließt, die ihm Sicherheit gibt und es ist einfach natürlich für ihn, dass ein Mitglied der Gruppe den Ton angibt und alle anderen dem Folgen. Niemand wird einem Wolf einen Vorwurf machen, wenn er dem Alpha folgt und das ist bei Menschen nicht anders. Es gibt Individuen, die gerne lenken wollen und die die Last der Entscheidungen und der Verantwortung auf sich nemen wollen, aber die breite Masse hat einfach das angborene Bedürfnis mit der Herde mitzulaufen. Wenn sie selbst entscheidungen treffen müssen und Verantwortung tragen fühlen sie sich unwohl, daher versuchen sie solche Situationen zu vermeiden. |
| Takor | Erstmal stimme ich Neithan zu, hätte es ähnlich formuliert. Es ist soviel leichter alles einfach vorgekaut hinzunehmen und zu glauben statt zu hinterfragen. Und dieses hinnehmen wird ja auch vorgelebt und gelehrt. Wer mit dem Strom treibt hat es leicht und kommt gut voran... Sich seiner eigenen Situation bewußt zu werden ist schwer bis unmöglich, zumal sich jeder ein Konstrukt aus Lügen aufbaut und so seine Welt ein wenig erträglicher macht. Warum das aufgeben? Beispiel: Ehe einiger Leute in meinem Umfeld: keine Liebe, lästern übereinander, aber wir sind ja so zufrieden und alles ist so wie unser Umfeld es erwartet -> alles ist gut. Wie heißt es so treffend: Ein Mensch ist intelligent, (naja, heißt es zumindest) viele Menschen sind ein Haufen hysterischer Tiere. |
| siroan | allerdings, der mensch wählt immer den weg des geringsten widerstandes aber ich muss doch sagen, dass die die gegen den strom agieren ja nicht zwangsläufig die gruppe übernehmen müssen oder ist jeder der sich dagegen stellt praktisch sein eigener gruppenführer? ich meine, wenn dem so wäre, dann gäbe es sicher nicht eine derart breite masse sondern viele vereinzelte gruppen andersdenkender, ausgerichteter menschen. weil jeder der nicht unbedingt ein mitläufer ist hat doch nicht unbedingt interesse freunde für seine sicht der dinge zu finden. manch einer lebt einfach sein leben, mit seinen ansichten, zwar dann im falschen umfeld, aber anders orentiert und nicht als leitwolf. ausserdem dachte ich auch mal von einem individuum zu reden wenn ich mensch meine, aber der masse zu folgen zeugt nun nicht gerade von individualismus und lässt dann doch viele menschen, zumindest für mich, doch sehr naiv dastehen. es ist zwar jeder sich selbst am nächsten aber ich frage mich einfach ob man einfach immer mitmachen soll und das leben praktisch leiten. ist es denn so schwer seinen eigenen weg zu gehen ohne dem nächstbesten idol der ganzen welt nachzueifern... |
| S!nn1R | Hi leuts, ich wollte nur sagen dass auch eine andere seite gibt! Das hier beschreibene Problem kenne ich wirklich NUR aus der Politik. z.B. in meinem Falle würde ich das so auslegen, das ich mit der aktuellen Situation Deutschlands unzufreiden bin, aber auch nicht den Mut habe beispielweise eine eigene Partei zu Gründen und meine Interessen, bzw auch deren meiner "sub"-Kultur zu vertreten. Sogar unsere Politiker selbst nehemen es sich heraus über die geringe Wahlbeteiligung zu Schimpfen. Eine unvorstellbare Frechheit! Ich kann das nur als ein "Heh ich bin der Rudelführer was fällt euch ein? deuten" Und dann heisst es noch zur Krönung wer nicht wählt wählt auch? Nun geht es in die Geschichte! Konnten wir uns für die Industrialisierung ende des 19ten Jahrhunderts begeistern? Sind wir gerne ins Bergwerk gegangen und gestorben? Nur das wir etwas zu Essen zu hatten ? Sind wir gerne in in eine Stinkende Stadt gezogen in welcher die Pest als erstes ausbrach, nach dem Motto Stadtluft macht Frei, nur weil es da keine Feudalherren gab? Unser heutiges Land, unsere Industrie, ist auf Blut gebaut ja sogar unsere Gesellschaft . Und dann soll ich dafür meine Stimme vergeben? für meine Eltern Urgroßeltern usw. welche unsere Gesellschaft mit Blut aufgebaut haben und teilweise auch noch heute wieder am meisten Bluten müssen ? Diese Gesellschaft ist es nicht wert für mich zu erhalten weil sie die wenigsten aus Überzeugung aufgebaut haben, sondern durch Profitgier einzelner Personen entstanden ist! Zum Glück gibt es bereits eine "Nichtwähler Partei" Ich glaube einfach Niemand ist gerne ein Rudeltier, Rudelführer sein zu Wollen, oder zu müssen ist erst recht keine Lösung! Liebe Grüße der S!nn1R |
| ViciousMistress | ist es nicht besser nur die oberfläche anzukratzen um positive dinge zu erfahren anstatt tiefer zu bohren und nur negatives zu erfahren?! |
| siroan | so wird man aber nie die wahrheit erfahren, nie alles, nicht wirklich ganzes.. aber es ist durchaus einfacher aber ich denke nicht, dass aus angst damit so umgegangen wird.. |
| scarabeus | viele Menschen haben bestimmt eine Sch...egal haltung eingenommen macht was ihr wollt ist sowieso alles Sch... |
| Telecaster | Es besteht auch durchaus die Möglichkeit, daß nicht jeder, der auf die Welt kommt, mit einem analytischen Verstand bedacht worden ist. Wie sagt der Volksmund: Von nichts kommt nichts.;) |
| Niamh | Um mal auf den Ausgangspost einzugehen: Für viele mag die Oberflächlichkeit eine Art Schutz sein. Warum näher mit etwas beschäftigen, was evt missmutig, wütend etc machen könnte? Es ist einfacher durch's Leben zu gehen ohne sich über die Welt um sich herum Gedanken zu machen, das Wichtigste bekommt man schon irgendwie mit, Schule, Nachrichten etc. Andere wollen sich vllt nicht so viel mit dem, was um sie herum geschieht beschäftigen, weil sie mit sich selber genug zu tun haben. Was die Vorurteile anbelangt...Mir kann keiner erzählen er habe keine, die hat jeder. Vorurteile helfen beim [I]be[/I]urteilen. Es ist eine Sache diese zu haben und auch daran festzuhalten und Menschen dementsprechend zu begegnen, sie aufgrund dieser herrschenden Vorurteile zu verurteilen, eine ganz andere, Vorurteile zu haben, aber trotzdem bereit zu sein, sich eines Besseren belehren zu lassen. -Niamh- |
| shadowlady* | Ich denke die meisten Menschen sind oberflächlich, weil die meisten so ganz gut durchs Leben kommen. Keine Zeit etwas zu hinterfragen, nur sich amüsieren und F*cken im Sinn. Wie es anderen geht. Sch**ss egal... Zerbrich dir darüber nicht den Kopf, ändert kannst du es eh nicht. Du kannst dir nur Leute suchen, die so "ticken" wie du... :confused: Ach ja, viel Spaß beim suchen... :( |
| Telecaster | @Nix Mein Beitrag stand zufällig hinter dem Deinen und wollte Dich nicht veräppeln, andererseits, es liest sich ganz putzig.:) Allerdings sollte der die Schwerkraftverkennende auch die Gesetze der Orthografie beherrschen und doch eher aus dem Fenster [COLOR=deeppink]f[/COLOR] allen, statt zu [COLOR=deeppink]v[/COLOR] allen. |
| Nekro | Zitat: Das hier beschreibene Problem kenne ich wirklich NUR aus der Politik. z.B. in meinem Falle würde ich das so auslegen, das ich mit der aktuellen Situation Deutschlands unzufreiden bin, aber auch nicht den Mut habe beispielweise eine eigene Partei zu Gründen und meine Interessen, bzw auch deren meiner "sub"-Kultur zu vertreten. ------------------- Zu diesem Thema ... denke ich ... fast alle Menschen meckern nur rum...ich stelle mir die Rolle als Verantwortlicher sehr schwierig vor und ich persönlich würde niemals in der Politik arbeiten wollen. Ich find es aber erstaunlich dass es tatsächlich noch einige wenige gibt, die tatsächlich etwas ändern wollen ...die es besser machen wollen.... (also mal abgesehen dass das wohl viele wollen ...aber nicht können oder sich nicht trauen oder wie auch immer..) Alle meckern und finden alles doof ...aber ich glaube kaum einer von uns würde es schaffen es besser zu machen, es besser geregelt zu bekommen.... (ist das jetzt nich ein andres thema?) Ich selbst gehöre wohl auch zu denjenigen, die an der Politik rummeckert ...andererseits finde ich unsere Politik besser als es in manchen anderen Ländern aussieht ... so mit Schule, Sozialmäßig usw usw.... Und selbst wenn ich rummecker ...ich kann mir nur vorstellen wie schwierig bis fast unmöglich es doch sein muss, es so einer riesen Masse recht zu machen.. Und abgesehen davon ..wie soll man es auch schaffen ...es JEDEM recht zu machen ...in einem Land?? Zum Thema Oberflächlichkeit ... nunja .... Ich finde die Oberflächlichkeit langsam gar nicht mehr so schlimm.... Ich mag zwar keine Vorurteile ..aber die gibt es nun auch mal. Ich bin auch nicht perfekt ...ich bin auch oberflächlich und hab Vorurteile ...denoch empfinde ich es so ..dass ich es wenigstens versuchen kann (!) es besser zu machen! Und abgesehen davon...was ich an Oberflächlichekit gut finde...ist einfach die schlichte Tatsache ...dass nicht jeder Mensch den ich auf der Strasse oder in der Stadt sehe ...mich für ihn interessieren muss...an meiner Schule oder Arbeitsplatz muss nicht jeder alles über jeden wissen ...(damit keine Vorurteile entstehen können) Ich versuche zwar so unvoreingenommmen wie möglich zu sein .... (Betonung auf versuchen) Oberflächlichkeit sehe ich als eine Art ... von Distanz ...mir kann keiner was, weil keiner was über mich bescheid weiß ... können andre doch munkeln was sie wollen...mir ist das egal oder sogar vielleicht sehr recht ... das andre dies oder jenes von mir denken. Das ist mir mal aufgefallen .... gerne beschweren sich soviele über Oberflächlichkeit...über hohlePhrasen also dumme spürche, tussis ... über Leute die von etwas reden, von dem sie keine AHnung haben ...das les ich in fast jeder scheiss persönlichen Info... Mich regt das schon einwenig auf ..diejenigen die Abneigungen gegen Oberflächlichkeit haben, sind zum Teil mit die Schlimmsten. So hab ich das gelernt! Man wird plötzlich in der eigenen Gruppe fertiggemacht ...wegen eben genau solchen Vorurteilen ...Alter, Aussehen, Geschmack ...was weiß ich nicht noch alles. Bevor man an der Oberflächlichkeit anderer rummeckert ....sollte man sich lieber erst einmal selbst auf die Füße schauen Tschulgigung ..wenn das jetzt leicht aggressiv rüberkam ... ich beobachte das seit längerem ... Und ich halte das für Schwachsinn ... ich sehe mich keiner Gruppe angeschlossen und wenn das andre tun ..sollen sie doch ... zB Gothic ...eine Szene die die Individualität der Person verkörpern und ausleben will ...pfff... und wenn man diese band nicht hört ist man nicht "true" ... *sorry* ich will niemanden angreifen ..aber das hab ich auch schon öfters erlebt ....schwachsinn ...alles widersprüche in sich ? Ich wollte aber eigentlich nur sagen, dass ich Oberflächlichkeit selbst natürlich auch nicht mag und meine Lösung ist einfach ...es selbst besser zu machen ...der erste Schritt ..nur rumlamentieren (oder wie das heißt ^^) bringts nicht.... andererseits sehe ich auch Vorteile in der Oberflächlichkeit .... man hat einen gewissen eigenen Spielraum ;) |