| Sanna I.S.P. | nach all den "sinn des lebens-threads" die ich hier bisher gelesen habe, drängt sich für mich schon fast ein anderes thema auf ... wie steht es darum, dem eigenen tod einen sinn zu geben? wie sieht es mit euch aus - bisher hörte ich nur allzu oft, ein friedliches entschlafen wäre ein schöner tod, ich hingegen möchte mit meinem tod etwas bewirken, meinem tod einen sinn geben; zum beispiel für jemanden sterben, anstatt jemandes stelle abtreten, oder auch für eine sache, die mir besonders wichtig ist. für mich hat diese frage priorität gegenüber einer "sinn des lebens frage", warum weiß ich auch nicht so genau. |
| lizard | interessante überlegung. habe auch schon darüber nachgedacht. bin zu dem schluss gekommen, dass ich mich sehr glücklich schätzen würde, für irgend etwas wichtiges wie den weltfieden oder ähnliches zu sterben. besser, als 80 jahre aud dieser erde herumzukriechen und dann "mit leeren händen" an prostataversagen zu sterben. |
| Rigor M. | [QUOTE]für irgend etwas wichtiges wie den Weltfrieden oder ähnliches zu sterben. besser, als 80 Jahre auf dieser erde herumzukriechen und dann "mit leeren Händen" an Prostataversargen zu sterben.[/QUOTE] Wer nach 80 Jahren des Lebens mit "mit leeren Händen" an Prostataversargen verreckt, der ist echt zu blöd gewesen aus seinem Leben was zu machen und hat es wohl nicht anders verdient. Nee, jetzt mal im ernst. Wenn man schon so lange auf dieser Welt lebt, und die Zeit entsprechend sinnvoll nutzt könnte das meiner Meinung eher einen positiven Beitrag zum z.B. Weltfrieden haben als der Tod von irgendjemand. Ich meine, daß eine Person mit ihrem Tun während seines Lebens eher was Bewegen kann als der Tod dieser Person der ein nur vergleichsweise kurzes Ereignis darstellt. Dies spricht für mich also eher gegen einen Sinn eines Todes als solches. Was Leute angeht, deren Tod irgend etwas in der Welt bewirkt hat, dann ist es überwiegend so, daß diese Menschen eher unfreiwillig in diese Situationen geraten und nicht den Heldenhaften Tod für irgendeine Sache sterben wollten. Ein Beispiel für ein solchen Tod ist der Tod eines Nordvietnamesen, der auf offener Straße von einem südvietnamesischen Offizier, in Anwesenheit amerikanischer Soldaten erschossen wurde. Diese Szene wurde gefilmt und in den USA ausgestrahlt, was zu massiven Protesten gegen den Krieg in Vietnam geführt hat, wodurch angeblich die amerikanische Regierung so stark unter Druck gesetzt wurde, daß dies letztendlich ebenfalls zum Abzug der Truppen aus Vietnam mit beigetragen hat. Das blöde dabei ist, nur daß solche Ereignisse, dann auch irgendwie dokumentiert werden müssen und wer kann dafür garantieren, daß da irgendwo wenn jemand "heldenhaft" oder für eine gute Sache stirbt eine Kamera dabei ist. Ist nicht immer einfach he, he... Grüße. Rigor M. |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]Ich meine, daß eine Person mit ihrem Tun während seines Lebens eher was Bewegen kann als der Tod dieser Person der ein nur vergleichsweise kurzes Ereignis darstellt.[/QUOTE] nun, das eine schließt das andere ja nicht aus. man kann ja auch für eine sache sterben, für die man zu lebzeiten gekämpft hat und so dem ganzen mit seinem ableben noch einmal einen prägenden stempel als abschluss aufdrücken - ein krönender abschluss, könnte man meinen. und kurz heisst nicht, dass es keinen oder einen nicht so großen effekt hätte - kurze, und dafür umso heftigere ereignisse erreichen oft mehr (vor allem als antriebsfeder), als langfristiges handeln. |
| neptunia | sanna, du wieder mit deinen verquerten gedanken ... nein, "für" jemanden zu sterben halte ich für unsinnig ... sieh dir all die kriege an, da sind leute "für" ihr land, ein ideal, und letztendlich doch nur für den geldbeutel von jemanden gestorben ... und wie ist es, wenn man entscheiden muß? zum beispiel immer wieder diese siamesischen zwillinge, wenn man entscheiden muß, wer von den beiden überleben soll ... mein tod für jemand anderen ... nein, gefällt mir nicht. mein leben für jemand anderen, ihn unterstützen ... ok ... aber platz machen, oder wie verstehst du das? ich kann nicht mal ein zeichen setzen, wenn ich einfach verschwinde ... denn dann bin ich weg ... ist es nicht einfach das falsche verständnis von tod? tod ist wandlung. tod ist was recht persönliches. nehme ich meinen tod als politisches zeichen, kann ich keinen einfluß mehr darauf nehmen, was passiert ... wer fällt mir ein ... yukio mishima, hat einen öffentlichen selbstmord begangen, um die japaner auf die dekadenz und den fehlenden samurai-geist der modernen japanischen gesellschaft hinzuweisen. darauf hin haben sich massenweisse japanische teenager umgebracht, weil es so schick war. er hat nichts geändert ... was ist mit ghandi oder m.l. king? zählen die auch? sie haben billigend ihren mord in kauf genommen ... sie haben etwas geändert, aber nur, weil sie den passiven märthyrer-tod abbekommen haben ... nein, nein, nein, tod ist für mich etwas privates, ich bleib dabei. ich möchte weder viele leute um mich herum haben, noch möchte ich irgendwas damit von mir geben. ich gebe zu lebzeiten. der sinn ... der tatsächliche sinn ist aber, daß eine wandlung statt findet. irgendwann sind wir eben einfach mit unserem weg zuende, egal wie lange er gedauert hat, und dann wird es zeit, einen anderen weg zu gehen. wie und wo ist dabei unwichtig. |
| Sanna I.S.P. | jaja, ich wieder mit meinen verqueren gedanken ... ich behandle meinen tod auch als persönliche sache, und dass ich für ein politisches regime oder ein land sterben würde, habe ich nie behauptet. ich würde für meinen glauben sterben, egal, ob ich damit etwas erreiche - dies allein wäre ein lebenswertes ziel für mich. ich würde für einen menschen sterben, aber ich treffe die wahl, für wen!! mir ist dabei gleichgültig, wer es ist, es würde die situation darüber entscheiden - und am liebsten würde ich mein leben für einen fremden geben, jemanden, den ich überhaupt nicht kenne. und ich würde für meine persönlichen werte und prinzipien sterben - keine politischen - nur dafür, was ich zu lebzeiten schon teilweise verzweifelt versucht hätte. letztendlich würde ich für mich sterben, vielleicht für meinen seelenfrieden, vielleicht für mein gewissen, aber ganz sicher für meine egozentrik. |
| Faschingsprinz | Hallo zusammen, das ist hier ein wirklich interessantes Thema Sanna! Zunächst einmal würde ich sagen, dass sowohl der Tod, genauso wie das Leben bereits einen Sinn hat und somit auch einen Zweck erfüllt. Biologisch gesehen hat der Tod z. B. schlicht und ergreifend den Sinn in einem beschränkten Lebensraum Platz und Ressourcen für die nachfolgende Generationen wieder freizugeben. Braucht der Tod überhaupt einen noch höheren Sinn? Nun, ich würde sagen nein, aber es kann ihn trotzdem geben. Wenn jemand früher z. B. als Märtyrer, d. h. für eine bestimmte Idee, gestorben ist, kann dies große Auswirkungen auf die "Weiter-Lebenden" haben. Manche haben ja durchaus erst nach Ihrem Tod, und somit indirekt, großes bewirkt. Mit seinem Tod ein besonderes Zeichen für die Nachwelt setzen, wäre daher meiner Meinung nach ein Beispiel für ein zusätzlichen Sinn, den man seinem Tod geben kann, aber nicht muß! Gut, da gibt es dann aber bestimmt noch viele weitere Sinne. Gruß, Faschingsprinz |
| neptunia | [QUOTE][i]Original geschrieben von Faschingsprinz [/i] Mit seinem Tod ein besonderes Zeichen für die Nachwelt setzen, wäre daher meiner Meinung nach ein Beispiel für ein zusätzlichen Sinn, den man seinem Tod geben kann, aber nicht muß! [/QUOTE] ... und ich hoffe, ich hab in deinen worten ironie entdeckt ... |
| Sanna I.S.P. | ich denke, er hat es so gemeint, wie er es geschrieben hat ... und ich kann ihm dabei nur zustimmen. man möchte eben nicht so "um sonst" sterben. und was mich betrifft, so möchte ich dies auch aus freiem willen, bei vollem bewußtsein. ach neptunia ... lass einem jungen (und dummen) gemüt doch seine fantastereien. die realität holt einen doch immer allzuschnell ein. |
| neptunia | nein, sanna, nicht wenn man an ein tabu stößt. warum bitte in aller welt sollte es irgendetwas mehr sinn geben, wenn ich mir die kehle für die nachtwelten oder was auch immer durchschneide? alle spinnereien in ehren, aber ich glaub, ihr solltet euch wirklich mal klar machen, was hier zu lesen ist ... es ist schnurzpiep egal für was man glaubt, sich in die luft zu jagen. wenn ihr wirklich glaubt, es gäbe etwas, für das es lohnt zu sterben, dann bedenkt bitte auch, was ihr zurück laßt. jeder von euch - definitiv jeder - ist in irgendeinem sozialen netz ... familie, freunde, kollegen, nachbarn, was auch immer. und ihr hinterlaßt schmerz, schuldgefühle. und diesen menschen wird es nicht nur nicht klar sein, warum ihr überhaupt gestorben seid, sondern es wird ihnen auch egal sein, warum. und ihr redet hier nicht einfach von mal eben sterben. ihr sprecht doch von selbstmord. oder? also. es gibt (für mich) gründe, sich selber umzubringen. aber nur mal eben für irgendwas kurz über die klinge zu springen ist definitiv der aller mieseste. falls es nicht das ist, was ihr meint, dann solltet ihr es bitte auch anders formulieren. mann, ihr seid doch keinen kleinen kinder ... |
| Sanna I.S.P. | ich bin vielleicht jung, aber du kannst mir glauben, dass ich nicht bescheuert bin, und die auswirkungen meines handelns besser abwägen kann, als die meisten, die die hälfte ihres lebens bereits verlebt haben, ganz einfach deshalb, weil ich das von klein auf so gelernt habe, nicht durch meine eltern, nicht durch irgendWEN, sondern durch die umstände, durch die gegebenheiten, durch das leben. wenn ich das alles, die menschen, die ich zurücklassen würde, in ihren gedanken, nicht berücksichtigen würde, wäre ich schon LANGE NICHT MEHR HIER!!!! :mad: [QUOTE] und ihr redet hier nicht einfach von mal eben sterben. ihr sprecht doch von selbstmord. oder? [/QUOTE] ich weiß nicht, wie es denn anderen da geht, aber für mich beinhaltet der gedanke sein leben zu geben auch immer eine gewisse verbindung zum suizid. aber ich hatte es nicht in ersterer linie dem zugeschrieben, oder würdest du es selbstmörderisch nennen, jemanden anderen das leben durch das meinige zu retten, wenn man ein messer für diesen abfängt? |
| neptunia | sanna ... du bedenkst einfach nicht, daß hier auch einige grünschnäbel mit lesen. glaub mir, wenn's um tod in welcher form auch immer geht, werde ich jeden den kopf waschen, wenn ich das gefühl habe, er suhlt sich in morbiden gedanken ohne an die zuschauer zu denken. ich klinke mich jetzt hier aus. du mußt wissen, was du weiter schreibst. |
| Salennija | Ich möchte in meinem LEBEN etwas für andere bewirkt haben. Ich möchte sagen können, dass ich anderen das Leben erleichtern, vielleicht sogar einem Kind das Leben geschenkt habe. Wahrscheinlich sterben wir alle einen recht unspektakulären Tod, der mir persönlich wesentlich lieber wäre, wie ein Tod bei dem ich wie beispielsweise in einem Krieg noch anderen Menschen beim Leiden oder sterben zusehen muss. Nur möchte ich alles versuchen, in meinem Leben anderen ein wenig Licht oder Freuede geschenkt zu haben. Mehr kann man denke ich nicht erwarten. Ich würde mich, denke ich, jederzeit für mein Kind, sollte ich eines bekommen, töten lassen. Als mutter tut man vermutlich alles um das leben seines Kindes zu retten, doch wie oft kommt es vor, dass man vor eine solche Wahl gestellt wird? Wohl ehr selten. Ich würde gerne in einem Augenblick sterben, in dem ich sagen kann, dass ich ein erfülltes leben hatte und für andere da gewesen bin, wenn sie mich brauchten. Das ist für mich wichtiger, als ein spektakuläres Ableben. |
| DarkSoul13 | Ich sehe den Tod auch als eine Wandlung. z.B.: entsteht aus Tod meistens Leben, natürlich nur solange, wie der Mensch nicht in den Verwesungsprozess eingreift (Mumifizierung). Das erinnert mich an ein Buch, in dem ich mal gelesen hab. Da ging es darum, dass jede Seele versucht, 7 Stufen zu erreichen und für jede dieser Stufen 7 Aufgaben erfüllen muss. Für jede Aufgabe benötigt eine solche Seele ca. 1 Menschenleben. In dem Fall hat ist der Tod für die Seele die Möglichkeit, zurückzukehren und in einen für Ihre nächste Aufgabe besser geeigneten Körper zu schlüpfen. Allerdings kenne ich die Details nicht mehr genau, da das schon ein paar Jahre her ist. Desweiteren glaube ich auch in gewissem Maße an Schicksal, bzw. Voherbestimmung, speziell auf den Tod bezogen. Ich glaube, dass jeder Tod einen Sinn hat, und sei er auch noch so klein und für niemanden nachzuvollziehen. Ein Beispiel wäre zum Beispiel ein Mensch mit einem Organspenderausweis. |
| Gamblers Star | Hallo? Darf hier sowas überhaupt diskutiert werden? Mir scheints, es geht gar nicht um wahre (wie auch immer die zu erreichen wären??) "Wohltaten" durch irgendjemands Ableben. Vielmehr möchte ich jedem, der sowas äußert, unterstellen, an zu wenig Selbstwertgefühl zu leiden, das hier zur allgemeinen Bedauerung freigegeben wird.:mad: Entweder jemand will hier seelegetätschelt werden, oder es besteht tatsächlich der Irrglaube, sein jämmerliches Dasein durch Märtyrertum unwiederbringlich aufzuwerten. Nicht wahr? Man wär dann ja nicht mehr da, um sich weniger rühmlich im Leben zu präsentieren. Der "heroische" Tod würde in den Erinnerungen ewig leben... WIIEE egoistisch, wie eitel, wie geheuchelt.:q Warum antworte ich eigentlich??? Extrem überflüssig..... Wohl zu oft Braveheart geguckt? |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]es besteht tatsächlich der Irrglaube, sein jämmerliches Dasein durch Märtyrertum unwiederbringlich aufzuwerten. Nicht wahr?[/QUOTE] jep, manche sehen es so; wenn ich mein "jämmerliches leben" für jemand anders opfern kann, um diese person vor schaden zu bewahren, ja, dann sehe ich es ebenfalls als aufwertend. [QUOTE]Man wär dann ja nicht mehr da, um sich weniger rühmlich im Leben zu präsentieren.[/QUOTE] sieh es, wie du magst ... ich sehe es für mich nicht als ausflucht aus einem leben, indem man nichts erreichen kann/will, sondern als abschließende draufgabe. [QUOTE] Der "heroische" Tod würde in den Erinnerungen ewig leben... WIIEE egoistisch, wie eitel, wie geheuchelt. [/QUOTE] [QUOTE][I]Original geschrieben von Sanna I.S.P.[/I] ...aber ganz sicher für meine egozentrik.[/QUOTE] ja, es ist natürlich besonders durch eitelkeit und egoismus geprägt, aber ich gestehe es mir wenigstens ein, und verstecke mich nicht, wie so viele andere hinter einem vorhang von moral und falscher kritik ... heuchelei betreibe nicht ich. und bitte spare dir deine unterstellungen - du verallgemeinerst :) . |
| White_Fang | Wenn du etwas positives bewirken willst mit deinem Tod Sanna ISP, dann stirb mit 65 für die Rentenkasse. Tolle Geschichte Nix. |
| Andelinwen | Warum sollte man denn nur für etwas Sinnvolles sterben, wenn man auch für etwas Sinnvolles leben kann? Du kannst doch dich doch dein ganzes Leben lang für etwas einsetzen, was dir wichtig ist und dir am Herzen liegt. Das Leben ist zwar wichtig, aber ich finde, der Tod ist vielleicht noch eine viel wichtigere Sache und man sollte zwar vielleicht für etwas sterben, was einem sehr wichtig ist, aber warum, wenn man damit nichts erreicht? Viel besser fände ich es da, wenn man in seinem Leben Sachen versucht zu erreichen, und seien sie noch so nutzlos, aber der Tod ist etwas, was nie wieder kommt. Das Leben dauert lang, du kannst zu verschiedenen Einsichten kommen, aber der Tod ist nur ein mal und du kannst nie wieder anders oder für etwas anderes sterben. Ich würde einfach, wenn ich merken würde, dass meine Zeit gekommen ist, weg fahren. Einfach sehr weit weg. Meiner Familie würde ich wahrscheinlich sagen, ich würde in Urlaub fahren, denn ich wollte nicht, dass sie sich Sorgen machten. Auf jeden Fall wollte ich alleine und in Ruhe sterben. Ich wollte niemanden heulen sehen, denn ich sehe den Tod nicht als etwas an, was schlimm ist oder traurig. |
| Montrose | Ich finde das Anliegen gut, im Tod einen Sinn zu sehen. Und doch: erstens kann man sich ja gar nicht raussuchen, wofür man stirbt. Ein heroischer Tode für eine großartige Sache ist nur sehr wenigen Menschen vergönnt. Fast alle hingegen sterben ungeplant an Herzinfarkt, Krebs usw. usw. Was soll daran sinnvoll sein? Und dann ist auch das Problem, daß der Tod ein so kleiner Zeitraum ist, der alles vernichtet, während das Leben lange und bestenfalls gefüllt ist. Ich vermute mal, daß die Frage nach dem Sinn des Todes letztendlich doch die Frage nach dem Sinn des Lebens ist. |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]Ich finde das Anliegen gut, im Tod einen Sinn zu sehen.[/QUOTE] das wundert mich dann doch noch, dass ich sowas hier zu lesen bekomme ... :eek: ;) . aber ja, du hast absolut recht - der tod kann einen viel zu rasch einfach fortreißen, aus plänen, abmachungen, beziehungen. daher ist es auf alle fälle sehr wichtig, sein leben schon vorweg "sinnvoll" zu (er)leben; das nötige glück, das es braucht, um den tod in eine reihe von bemühungen einreihen zu können, ist natürlich voraussetzung, um sein ableben als "krönung" (sozusagen) hinzuzufügen. [QUOTE]Und dann ist auch das Problem, daß der Tod ein so kleiner Zeitraum ist, der alles vernichtet, während das Leben lange und bestenfalls gefüllt ist.[/QUOTE] ja, er ist flüchtig - zumindest scheint er uns so - aber für einen tod, in einem sinn, den ich mir wünsche, ihn so zu verleben, wäre ich bereit 20 jahre zu geben, auch wenn ich vielleicht nichts mehr davon "habe". wenn ich mein leben für etwas hergeben kann, an das ich zu lebzeiten schon glaubte, wäre das mehr wert, als mir zeit in irgendeiner form geben kann. [QUOTE]Ich vermute mal, daß die Frage nach dem Sinn des Todes letztendlich doch die Frage nach dem Sinn des Lebens ist.[/QUOTE] ja, für einige gibt es bestimmt solche verbindungen (sonst gäbe es diesen thread hier nicht ;) ), andere klammern den tod aus ihrem lebenssinn aus - eine kurzsichtige denkweise, wie ich finde, gehört der tod doch als fixer und elementarer bestandteil zu unserem leben - und dann will man ihn einfach "ungenutzt" vorbeiziehen lassen, wo man doch sonst allem hinterherläuft, das irgendetwas verspricht, gleich ob erlösung oder lebenssinn ... *kopfschüttel*. |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]Der Tod an sich hat keinerlei Sinn, hat er nie besessen. Er markiert das Ende des Lebens, nicht mehr und nicht weniger.[/QUOTE] er beendet das leben! daran können wir nichts ändern, aber die art und weise, wie und wofür wir sterben, das können wir zumindest beeinflußen. [QUOTE]Einen Sinn gibt ihm lediglich (bewusst oder unbewusst) der, der sein Leben für andere aufopfert (s.a. Gedicht "John Maynard" von Fontane). Hierbei bestehen allerdings noch Unterschiede zwischen jemandem, der sich in einer unvermeidlichen Zwangslage aufopfert, und jenen, die ihren Tod für terroristische Ziele instrumentalisieren.[/QUOTE] das ist - mit verlaub - großer [edit], den du da von dir gibst. deiner darstellung nach, sind die einzigen, die ihrem tod einen sinn zu geben vermögen, solche, die eine kugel für jemand anders abfangen (wenn ich dich richtig verstanden habe), oder selbstmordattentäter. da lässt du allerdings einiges an zwischenraum aus! man kann sein leben auch ohne eine unbedingte zwangslage für jemanden geben, oder für eine gemeinschaft allgemein; auch für "sachen" kann man sterben - für überzeugungen, für ideale für werte. |
| Modgudr | Der Tod wird von vielen auch als Ziel des Lebens bezeichet, es ist ja auch das einzige wogegen wir uns nicht wehren können. Mir persönlich ist es egal ob ich etwas mit meinem Tod bewirke, schließlich glaube ich, dass ich das kaum noch mitkriegen werde. Viel wichtiger ist doch das persönliche Gefühl im Moment des Sterbens und nicht das was in den Köpfen der Menschen zurückbleib (ist aber auch schön, wenn es etwas positives bewirkt oder zurück lässt). Dennoch ist man selbst in dem Moment die Hauptsache. Besonders angenehm wäre mir in dem Moment das Gefühl eine wunderschöne Zeit gehabt zu haben. |
| Menedemos | Aufgrund urlaubsbedingter Abwesenheit habe ich die Keiferei zwischen Nix und Sanna I.S.P. nicht mitbekommen. Die unproduktiven Posts wurden gelöscht. Es ist nicht in Ordnung (und auch nicht hilfreich für die Diskussion), anderer Leute Posts als "Schwachsinn" zu bezeichnen. Daß sich der andere davon beleidigt fühlt, de facto beleidigt wird, ist zwangsläufig (allerdings hat die Bemerkung, daß es sich hierbei um eine überflüssige Diskussion handele, eine gewisse Vorlage gebildet). |
| chrispiz | Also... ihr habt ja darüber gesprochen, ob es wohl Sinnvoll wäre, zu sterben und etwas dabei zu bewirken. Ich suche jetzt eigentlich schon längere Zeit einen Thread wo ich diese Frage hinposten kann. Dann haben sie mich hierher geleitet. ok, um zu derFrage zu kommen: [B]Kann der Tod ohne besonderen Grund der Sinn des Lebens sein?[/B] Ich meine damit, wenn man zum Beispiel stirbt ohne etwas [B]geleistet[/B] zu haben. Also nichts besonderes getan zu haben. Kann der Tod dann trotzdem der Sinn des Lebens sein.? |
| Nekro | Hm der Tod ist für mich genauso bedeutungslos und leer wie das Leben an sich. Natürlich würde ich es begrüßen, sanft zu entschlafen...mit Freude in das Nichts überzutreten, mich bei dem Gedanken frei zu fühlen endlich nicht mehr zu sein. Hätte natürlich auch weiter Zweck wenn man stirbt und etwas im Umfeld bewirkt ....wenn man das bewirken kann was man möchte...sich als Ziel gesetzut hat (was man aber niemals erfahren wird, ob es geklappt hat...) Nunja... Tod ist Ende, ist Erlösung ..ist nur der zwingende Abschluss dieses sinnlosen Daseins. Der Tod ist schon selbst Ziel bzw Zweck genug. Wenn wir alle zum Beispiel ewig leben könnten, würde der Planet überfüllt sein.... und wir würden uns, da bin ich mir sicher, früher oder eben später umbringen (Jeder!) Da ich diese existenz und dieses Leben diese Welt als so leer und sinnlos empfinde....empfinde ich auch mit einem Ziel mit einer Wirkung für die anderen Weiterlebenden zu sterben, nicht sehr sinnvoll. Natrülich kann man es schaffen etwas zu bewirken.... aber ich hab keine Motivation .... ich finde das macht die Welt nicht lebenswerter als sie vor meinem Tod eben auch nicht war. Ist mal wieder Ansichtssache...wie so vieles im Leben oder in dem Fall im Tod ;) |
| scarabeus | hmm der sinn des Tode`s ? für mich !Persönlich! besteht der sinn darin platz zu machen für neues leben und in eine andere Ebene überzugehen ich kann und will mir nicht vorstellen das es einfach so vorbei ist. |
| XBurningTearsX | ich glaube, einige verwechseln hier gerade den natürlichen Tod und den Selbstmord. Wie soll man "für eine Sache sterben", wenn man sich nicht selber dafür umbringt, oder von anderen dafür (z.B. für seinen Glauben, etc.) getötet wird ? Es ist ja wohl irrsinnig zu sagen: Jemand ist für seinen Krebs gestorben, oder für sein Aids, oder oder oder...... Genauso wenig kann man sagen: Jemand ist an seinem Glauben getötet worden, oder an seiner Einstellung.... Ich denke, Sterben und Suizid haben hier einige verwechselt. (-> ohne jemanden angreifen zu wollen). Und jetzt zu der eigentlichen Frage.... Ein Freund von mir sagte einmal: Der Tod ist die Belohnung für eine lange, lange Strafe. Ein anderer sagte: Sterben, dass ist eine Bestrafung Ich denke, jeder sieht im Tod, sowie im Leben, einen anderen, ganz persönlichen und unantastbaren Sinn...wenn überhaupt. Man könnte noch weiter gehn: Der Mensch hat es sich zur Gewohnheit gemacht, in Dingen, die er nicht versteht, oder die ihn erschrecken, einen Sinn sehen zu wollen. Was, wenn alles ganz und gar SINNLOS ist ? Wenn selbst das Leben keinen Sinn hat ? Nur zufällige Entladungen positiv und negativ aufgeladener Teilchen, die sich zufällig zusammenfügen, und schließlich zum Stillstand kommen ? Zugegeben: recht abstrakte Überlegungen....Aber möglich wärs doch?! In diesem Sinne ;) Bis bald |
| Broken_Wings | Ich persönlich kann den Sinn des Lebens und den Sinn des Sterbens gar nicht so voneinander trennen...für mich ist es irgendwie logisch, dass, wenn mein Leben einen Sinn hat, dann hat auch mein Tod einen und umgekehrt. Denn ohne zu leben kann man nicht sterben und ohne zu sterben kann man nicht leben... Worin dann dieser Sinn jedoch genau besteht...:rolleyes:...ich könnts nicht sagen... lG Broken |
| Niamh | Ich für mich brauche keinen "größeren" Sinn für meinen Tod, als den, ihn als Abschluss meines Lebens zu sehen und ich kann nur hoffen, das ich dann wenisgtens sagen kann "Ja, ich habe (wirklich) gelebt!" und nicht nur vor mich hinvegetiert. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich mache mir kaum Gedanken über meinen Tod. Ich akzeptiere ihn, ja, er gehört unweigerlich dazu, aber für mich ist es wichtiger mich auf das Leben zu konzentrieren und daraus was zu machen, vielleicht auch etwas zu bewirken. @ chrispiz Was verstehst du denn unter "geleistet" haben? Muss derjenige den Weltfrieden, als übertriebenes Beispiel, herbeigeführt haben oder reicht es da vielleicht auch schon, andere Menchen glücklich gemacht und ihr Leben ein kleines Stück bereichert zu haben? -Niamh- |
| Telecaster | Ach, wir ewigen Sinnsucher. Der Sinn des Todes ist bekanntermaßen Platz für neues Leben zu machen, was wollen wir da metaphysisch überhöhen? |
| Frost_Geist | Der Tod ist derjenige, der mich dann holt wenn er es für richtig hält, dass ich sterben muss. Wir müssen alle sterben und der Tod tut nur das, was notwendig ist. Er ist mehr ein Wegbegleiter, der einem das ganze Leben die Augen offen hält, dass das Leben in allem steckt was wir fühlen, hören riechen schmecken etc. Das ist eine Teildefinition von dem was ich unter "Sinn des Todes" verstehe. |