| Lord Leviathan | Menschen sind fehlerhafte Wesen... wer sagt denn dass nicht alle ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenfalls fehlerhaft sind? Wie soll ein fehlerhaftes Wesen denn etwas fehlerfreies erschaffen? Und wenn die Wissenschaft Fehler enthält kann ja auch alles ganz anders sein... oder? |
| Miau | @My Lord, das erweist sich dann an der Empirie, nicht wahr? [COLOR=firebrick]MIAU ![/COLOR] |
| TheDark | jeder mensch macht fehler, viele machen auch den selben, nur nicht (immer) zur selben zeit. Wenn jedoch viele menschen an einem projekt arbeiten, haste automatisch eine fehlerkorrektur. je mehr dran arbeiten um so mehr fehler weden gefunden und behoben. z.b. wenige hunder haben Windows programiert und gestestet aber viele milionen arbeiten damit und finden noch fehler. weil wenige hundert nicht testen können, auf weche ideen millionen kommen wenn sie mit windows arbeiten. heist jedoch nicht das alles was seit jahrhunderten bestand hat auch vollkommen richtig ist..... |
| Montrose | Dieses Alles-oder-Nichts-Denken ist ungünstig. Wenn eine Sache nicht ganz perfekt ist, heißt das noch lange nicht, daß alles falsch ist. Abgesehen davon, woher kommt der Anspruch, daß alles richtig sein müsse. Wenn Du diesen Anspruch hast, mußt Du selbst studieren und Wissenschaftler werden und es dann halt besser als die anderen machen. Aber bloß hinhocken und mit dem Finger auf andere zeigen... das ist zu wenig. Und nein, es kann nicht alles "ganz anders sein". Es gibt bestimmte Dinge, die sind unverrückbare Tatsachen. |
| lisan_al-gaib | @Lord Leviathan Solange man von einem dynamischen, chaotischen Universum ausgeht, liegt die Perfektion im Unvollkommenen. Der Mensch ist demnach perfekt konstruiert, da er sich an Zufälligkeiten anpassen kann. Ein Fehler ist eine subjektiv bewertetes Wort für ein bestimmtes Handeln oder Denken. Objektiv gesehen könnte alles Handeln und Denken des Menschen auch als ein Lernen verstanden werden um sich weiter anzupassen. Leider kann kein Mensch wirklich rein objektiv sein. |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord Leviathan [/i] wer sagt denn dass nicht alle ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenfalls fehlerhaft sind? [/QUOTE] Ja, wer sagt das? Ich jedenfalls habe noch niemanden behaupten hören, die Wissenschaft wäre unfehlbar. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord Leviathan [/i] Wie soll ein fehlerhaftes Wesen denn etwas fehlerfreies erschaffen? [/QUOTE] Etwas einfaches kann etwas komplexes Schaffen, etwas fehlerhaftes kann etwas fehlerfreies Schaffen, dass nennt man Fortschritt. Nebenbei bemerkt, halte ich die Fähigkeit des Menschen Fehler zu produzieren, für postiv und überlebenswichtig. Der Mensch macht Fehler, die Technik versagt. |
| Daray | Tja, da haben wir wohl wieder das Problem mit den 2 Welten: Da ist zum einen die Welt, welche "objektiv" und bewusstseinsunabhängig existiert, die sogenannte "Realität". In ihr befindet sich alles so, wie es dem Wesen nach ist (ich weiss, dass ist eine sehr diffuse Umschreibung). Diese Welt können wir nie bewusst wahrnehmen, da alles was sich in den Sinnesorganen vollzieht, nicht von Bewusstsein begleitet wird. Zudem stammen die meisten Details unsere Wahrnehmung und selbstverständlich ihre Wertung überhaupt nicht aus den aktuellen Sinnesreizen. Was wir also erfahren und somit bewusst wahrnehmen ist die phänomenale Welt. Diese Welt ist für uns die Wirklichkeit, denn sie ist die Interpretation unseres Gehirns über die Realität. Somit ist der Computer vor mir in Wirklichkeit grau, hart und surrt, in Realität aber hat er wohl keine dieser Eigenschaften. (einen Guten und natürlich viel ausführlicheren Überblick über dieses Thema gibt der 2. Teil von "Gerhard Roth: [I]Das Gehirn und seine Wirklichkeit - Kognitive Neurobiologie und ihre Philosophischen Konsequenzen)[/I] ") Nehmen wir also an, wir können wirklich nur erfahren, was uns unser Gehirn über die Aussenwelt mitteilt, dann bedeutet dies per definitionem, dass wir niemals eine empirische Aussage über die Aussenwelt machen können. Aber die moderne Wissenschaft(sphilosophie) hat diesen Anspruch auch gar nicht mehr (schon alleine durch die Theorie der Quantenphysik, wird dieser Anspruch unmöglich), sondern sieht Wissen dann gesichert, wenn es sich um hinreichend plausible, konsistente, kohärente Annahmen handelt. |
| Kaffeetrinken | Aloahe, natürlich ist die wissenschaft Fehlerhaft. In erster Linie kann ich meinem Vorredner recht geben, was die definierung von "Realität", "Wahrheit" usw. und der variable Faktor menschliche Wahrnehmung, der die ganze Sache auch noch im Kontext verdreht. Eine Erkenntniss nach Erfahrungwert alla trial-and-error zu erreichen ist für viele Philosphen schlicht weg schwachsinn. Den nur weil der Stein heiss wird, wenn er im Sonnenlicht liegt, muss das ja nicht heißen, das die Sonne dafür verantwortlich ist. Ein viel komplexerer und für den Menschen total abwiegeger Grund könnte dafür verantwortlich sein. Das wirklich schlimme ist das so gut wie kein Wissenschaftler z.B "Kritik an der Wahren vernunft" und co gelesen hat, geschweige denn "die erfundene Wahrheit". Das die wissenschaft an sich, der größte schwachsinn ist der die Menschheit je "erfunden" hat ist für mich klar, aber es funktioniert und das ist das wichtige. Mfg Kaffeetrinken, der a priori Konstruktivist ist |
| Kampfsau | Die Wissenschaft ist nur eine Ansammlungen von Phenomenen die bestimmten Regeln folgen und bisher noch von niemanden dabei erwischt wurden das sie unter den selben Bedingungen anders verlaufen.Und ich denke wenn man einen Stein auf der Erde in die Luft wird,kommt er jedesmal zurück,egal wie sehr man sich erhofft das die Menschheit sich mit der Schwerkraft und den daraus entstehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen irrt.Ich halte das keines wegs für den größten Schwachsinn den die Menschheit "erfunden" hat.Die Wissenschaft hat auch nur einen temporären Anspruch auf absolute Gültigkeit.Wenn du beweisen kannst das Erkenntnisse falsch sind,dann wird man diesen Beweis auch anerkennen.Es gibt ja Wissenschaftler die sich besonders damit beschäftigen Erkenntnisse zu widerlegen,,sei es indem man extremfälle herbeiführt oder sonst irgendwie.Aber die sind auch eher eine Kontrollinstanz die dafür sorgen das man mit falschen Erkenntnissen an eine Sache rangeht,obwohl natürlich nicht immer eine wirkliche Gültigkeit erwiesen werden kann.Wenn etwas aber bei Millionen oder Milliarden Versuchen immer wie erwartet eintrifft und jegliche Logik und Berechnung darauf hinweist das es so stimmt und noch nie davon berichtet wurde das es anders verläuft kann man damit arbeiten.Bei einem DNAtest lässt man den angeblichen Täter auch nicht entkommen weil es noch einen Bruchteil von einem Prozent die Möglichkeit gibt das er unschuldig ist.Wenn man nichts angenommen hätte ,könnten wir direkt aufhören irgendwas zu tun.Man kann ja nichtmal die Realität beweisen.Es gab ja einen Philosophen der gesagt hat.Nur weil ein Stein immer wieder runterfällt wenn er in die Luft geworfen wird, darf man sich noch lange nicht darauf verlassen das es anders verlaufen könnte.Ich finde das stimmt irgendwie schon,aber die Chancen das ich oder irgendein anderer Mensch davon betroffen wären ist so gering das man einfach mit der "Lüge" leben muss Wenn 1 nicht gleich 1 wäre sondern eine andere Zahl,dann wäre z.B. die Mathematik von vornerein nur Unsinn.Aber dazu ist sie einfach zu logisch und greift zu perfekt ineinander über.Und warum folgen soviele verschiedene Ereignisse derart genau wissenschaftlichen Berechnungen.Ich denke mal Zahlen oder generell Mathematik wurden von Menschen erfunden.Und in diesem Gedankenkonstrukt ist es gar nicht vorgesehen,das eins irgendetwas anderes bedeuten kann.Der Mensch hat entschieden das es so ist und er mit einem solchen System arbeiten will genau wie er es bestimmt hat.Er hätte sich ja auch genau so gut ein anderes System aufbauen können das anders aufgebaut ist. |
| joe kickass | Wissenschaft versucht nur Phänomene in der Natur mit Gesetzen zu beschreiben Der Fortschritt in der Wissenschaft basiert auch nur darauf, dass frühere Beschreibungen der Natur nicht genau genug waren oder Sonderfälle ausgelassen haben. So wäre Einstein nie auf die Idee gekommen seine Relativitätstheorie zu verfassen, wenn er nicht gemerkt hätte ,dass die damals bestehenden Naturgesetze nicht um ein paar Sonderfälle erweitert werden müssten. Ich zweifle dran ,dass sich bei den grundlegensten Gesetzen was ändert. (Jedenfalls in der Physik und Chemie) Wir nutzen auch täglich Produkte der Wissenschaft die prinzipiel nicht funktionieren könten wenn die NaturGesetze anders wären. |