| just_dark | Ich höre seit einiger Zeit EISREGEN dort heißt es in einem Lied "Krebs macht frei" ich wüste gerne was ihr davon haltet. |
| White_Fang | Wovon sollte ein Schalentier jemanden befreien? |
| die Aversion | Man kann es als zweierlei sehen: Zum einen als billige Provokation, und zum anderen als eine Demontration dessen, wie Sprache funktioniert und wie mit einer Definitionshoheit über Sprache auch eine Definitionshoheit über die Realität einhergeht. Insofern besitzt die Frage, auch wenn sie von einem Liedtext ausgeht, einen philosophischen Aspekt. (Wäre dem nicht so, schlüge ich einen Umzug ins Tonwerk vor) Gruß, Eure Aversion |
| hitokori | ich denke das mt krebs nicht das schalentier gemeint ist sondern eher die krankheit.... inwiefern krebs freimachen kann?, krebs kann deinen körper zerstören und so deine seele freilassen..... nach manchen ethischen ansichten ;-) |
| Koenig_Pest | Wenn man sich das Lied im Ganzen betrachted, ist (höre auch Eisregen)es eher minder als eine provokation zu betrachten denn als eine tasächliche feststellung, zwar haltlos aber eine Feststellung. Er meint damit ja die daraus hervorspringende Gleichgültigkeit des weiteren Lebens. die folgende Zeile lautet ja auch .ich nehme es für mich als gegeben. das kommt ja auch im musikalischem Verlauf sehr zur deutung. aber es ist eine Ausgedachte übertriebene eher sarkastische Geschicht. Unlogisch ist der andere "Slogan" in diesem Lied : "Kraft durch Krebs" da er durch gleichgültigkeit Kraft gewinnen will.nun ja Eisregen ist sowieso eine band die man nicht alzu ernst nehmen sollte. In der Realität Glaube ich nicht das dieser Umstand möglich ist Meine Mutter liegt mit einem Darmdurchbruch der durch Darmkrebs verursacht wurde nun schon mehrere Wochen auf der Intensivstation.und macht keinen befreiten eindruck, inzwischen Redet sie wieder und hat mir auch mitgeteilt das es eine der Schrecklichsten Zustände ist. Würde man sich Freiheit versprechen würde man nicht dermasen dagegen Vorgehen. dezu ist der Menschliche Überlebenswille zu groß. |
| die Aversion | Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Band auch nur eine der beiden Phrasen wörtlich verstanden wissen will. Ersetzt man "Krebs" durch "Arbeit", hat man den Bezug zum Nationalsozialismus überdeutlich vor Augen und ist in der Lage, das zu erkennen, worum es eigentlich geht - zumindest, wie ich es sehe: Soziale Ausgrenzung mit tödlichen Folgen, die mit einer Definitionshoheit über Sprache legitimierbar gemacht wird. Neben "Kraft durch Krebs" und "Krebs macht frei" gehört der Liedtitel, "Krebskolonie", in die selbe Kategorie, in der Sprache als ein Machtinstrument fungiert. Viele Grüße, Eure Aversion |
| Phönix | Ich kenn jetzt leider dass Lied net, würd aber auch meinen, dass mit Krebs die Krankheit gemeint ist. Meine Theorie: Wenn bei einem Krebs dignostiziert wird, der nicht heilbar ist, hat er noch eine Zeit zu leben. In dieser Zeit muss man nicht arbeiten da dürfte man krank geschrieben werden. Ich würde auch keine Steuererklärung mehr ausfüllen, mir um keine Miete/Versicherungen/Steuern etc. mehr Gedanken machen, sondern mein Konto plündern und mir ohne Gedanken an die Zukunft noch eine schöne Zeit machen wollen. So ähnlich wie im Film "Knocking on heavens door". Dann hätte mich Krebs befreit. Vielleicht habe ich nicht mehr viel davon, aber schon der Gedanke daran, dass ich mich um nichts mewhr kümmern muss, weil es mir wurscht sein kann gefällt mir. |
| Koenig_Pest | Ich denke es wäre für Die diskussiion besser das Lied zu kennen Habe [URL=http://www.lyriks.de/lyriks/display.php?id=10627bbc47a940db821c56aec0ff1634]HIER[/URL] einen Link zum Songtext gelegt |
| just_dark | [QUOTE][i]Original geschrieben von die Aversion [/i] [B]Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Band auch nur eine der beiden Phrasen wörtlich verstanden wissen will. Ersetzt man "Krebs" durch "Arbeit", hat man den Bezug zum Nationalsozialismus überdeutlich vor Augen und ist in der Lage, das zu erkennen, worum es eigentlich geht - zumindest, wie ich es sehe: Soziale Ausgrenzung mit tödlichen Folgen, die mit einer Definitionshoheit über Sprache legitimierbar gemacht wird. Neben "Kraft durch Krebs" und "Krebs macht frei" gehört der Liedtitel, "Krebskolonie", in die selbe Kategorie, in der Sprache als ein Machtinstrument fungiert.[/B][/QUOTE] Ich denke, dass man diese Art Texte zu schreiben bei Eisregen ausschließen kann. Den Bezug zum Nazideutschland halte ich für übertrieben. |
| die Aversion | Meinst Du also, dass es [I]Zufall[/I] ist, dass im Text zwei Phrasen vorkommen, die in fast identischer Form auch im Nationalsozialismus Gebrauch fanden? Dass man Wort A nur durch B ersetzen muss, um sie vollständig übereinstimmen zu lassen? Fragend, Deine Aversion PS: Übrigens ist es nicht zuletzt der "Verdienst" dieses Liedes, dass das gesamte Album auf dem Index gelandet ist. |
| Amygdala | [QUOTE][i]Original geschrieben von die Aversion [/i] [B]Meinst Du also, dass es [I]Zufall[/I] ist, dass im Text zwei Phrasen vorkommen, die in fast identischer Form auch im Nationalsozialismus Gebrauch fanden? Dass man Wort A nur durch B ersetzen muss, um sie vollständig übereinstimmen zu lassen?[/B][/QUOTE] Ich würde mich da der Aversion doch anschließen wollen, der Bezug ist viel zu offensichtlich, um zufällig zu sein. Allerdings hieß es "Kraft durch Freude", nicht durch "Arbeit". Was ich viel befremdlicher finde, ist, daß die Bildersprache, mit der die Krankheit beschrieben wird, vielmehr an zwei andere Krankheiten erinnert, nämlich AIDS und Lepra. Meine weiteren Gedanken sind uhrzeitmäßig bedingt zu wirr... |
| die Aversion | Oh, "Kraft durch Freude", da hast Du selbstverständlich recht. Manchmal hake ich schlicht aus. Bitte entschuldige den Fauxpas. Gruß, Deine Aversion PS: Schön, dass Du mir zustimmst. Die Parallelen sind wirklich allzu offensichtlich. |
| DinAnirgendwo | Sicherlich muss man die Band und das Schaffen im Gesamtkontext betrachten um nachvollziehen zu können. Deutlich wird doch die gesamte provokative Wortwahl und Liedstruktur. Vielleicht gar nicht so unpraktisch auf Themen zurückzugreifen die von anderen Medien oftmals zwar behandelt, und durchaus auf reißerische Art und Weise präsentiert werden, aber immer mit dem Zeigefinger der Moral auf bekannter Art und Weise der überhebenden Arroganz. Eisregen treffen eine Umkehr- Begeben sich in ihren Stücken meist nicht mehr als Beobachter sondern als Protagonist in der Ich-Perspektive, mitten hinein in die Aussenseiter, Flüchtlinge, Opfer, und Rächer unser Gesellschaft. Krebs macht frei, kann ich doch nur metaphorisch zu verstehen und Parallelen zu dem genannten NS-Slogan, halte ich ebenso wie die Gesamt Thematik oder die Wahl der Umsetzung für ziemlich grausige und extreme Provokation. Natürlich würde der Krebs nicht frei machen, er steht nur im übertragenen Sinne für all die Möglichkeiten an Verlusten von Werten, und Bezügen zum Leben - bis der Darsteller nichts mehr zu verlieren hat und die Rache folgen kann. Provokation ist somit nur ein ein Mittel zum Zweck, dem Aufzeigen der Probleme unser Gesellschaft, und dieser Folgen. Die Texte oder der Text bringen/bringt keine neuen Lösungsansätze in direkter Form mit sich, es fehlt auch an Selbstreflektion im direkten Sinne. Die Texte sind doch auch der Phantasie entsprungen, ein Ventil, und können auch so aufgenommen werden. Diesem Text kann man wohl kaum Polemik in irgend eine Richtung vorwerfen. Er steht einfach nur da und provoziert, aber erzählt doch eher auf einer neutralen Ebene. Vermutlich muss jeder Hörer aus den Texten hören was er hören will. Der Versuch des Aufrüttelns, und damit Denkanstoß ist wohl gelungen. Zu wünschen bleibt nur dass tief genug gedacht wird. |
| lizard | hätte ich nicht den liedtext gelesen, hätte ich vermutet, dass mit diesem ausdruck die "narrenfreiheit" gemeint ist, welche viele todkranke empfinden, frei nach dem motto: "ich kann ruhig scheisse bauen, ich bin eh' bald tot!" (was bei dem liedtext ja auch mehr oder weniger zutrifft) beim lesen des liedtextes sind mir ebenfalls die parallelen zu diversen NS-parolen aufgefallen. ich denke, dies ist einer der texte, die man nicht tiefer interpretieren sollte, als die von ihnen erzeugte wirkung auf den hörer, denn anderenfalls ergibt diese surrealistische vermischung verschiedener motive (NS, krankheiten, nektophilie, amoklauf, suizid etc.) keinen sinn. |
| roddy | Meiner Meinung nach ist diese Zeile nur als Synonym zu der Textzeile "Freedom is just another word for nothing left to lose" zu verstehen. |
| Sicarius | Sehr gut Sherlock, wenn wir die Hälfte eines Teiles einer Textzeile weglassen und durch ein völlig anderes Wort mit einer fast gegenteiligen Bedeutung einfügen und dann haben wir zwar immernochkeinen Bezug zu der zitierten NS Parole, aber das Wort, dass wir selbst rausgenommen und eingesetzt haben stimmt überein. Wirklich zu eindeutige Übereinstimmung. Gute Arbeit. Edit: Grad nochmal gelesen, ich meinte Arbeit macht frei + Krebs macht frei, nicht Kraft durch Krebs/Kraft durch Freude. Warum die Wortwahl? Vielleicht wegen der Aliteration die sich gradezu aufdrängt? Einen Bezug zum NS sehe ich hier absolut nicht, ganz im Gegenteil, der Protagonist handelt in keinster Weise nstypisch. |
| LaChatte | Aber das Thema KZ kommt eindeutig rein... und nicht pro-nazi, sondern gesellschaftskritisch. Als Opfer des KZ... und tatsächlich hat unser Umgang mit Krankheit (nicht Krebs, eher Aids, wie auch schon angemerkt wurde) durchaus die im Lied beschriebenen und überspitzten Eigenschaften. |
| lizard | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sicarius [/i] [B]Sehr gut Sherlock, wenn wir die Hälfte eines Teiles einer Textzeile weglassen und durch ein völlig anderes Wort mit einer fast gegenteiligen Bedeutung einfügen und dann haben wir zwar immernochkeinen Bezug zu der zitierten NS Parole, aber das Wort, dass wir selbst rausgenommen und eingesetzt haben stimmt überein. Wirklich zu eindeutige Übereinstimmung. Gute Arbeit. Edit: Grad nochmal gelesen, ich meinte Arbeit macht frei + Krebs macht frei, nicht Kraft durch Krebs/Kraft durch Freude. Warum die Wortwahl? Vielleicht wegen der Aliteration die sich gradezu aufdrängt? Einen Bezug zum NS sehe ich hier absolut nicht, ganz im Gegenteil, der Protagonist handelt in keinster Weise nstypisch. [/B][/QUOTE] man kann vieles abstreiten, aber dadurch verbaut man sich meistens tiefere einblicke. zugegeben, die hinweise sind hauchzart, aber in ihrer gesamtheit imho mehr als deutlich. professionelle literaten können in einem stück von shakespeare noch fiel feinere spitzen entdecken und diese lassen sich meistens zu einer atemberaubend tiefen und gleichzeitig gut begründeten interpretation zusammenfassen. |
| Sturmkrähe | Ich höre auch Eisregen, und bei "Krebs macht frei" bin ich zu der Ansicht gekommen (wie anscheinend auch einige andere der geschätzten in dieses Forum Schreibenden), dass sich das auf die Sache bezieht: Wenn ich todkrank bin, ist dann eigentlich nicht alles andere egal? Wo ich doch sowieso bald sterben werde? "mein Körper tut kaum mehr seinen Dienst", bald ist es sowieso vorbei mit mir, sollte ich nicht die Zeit, die mir noch bleibt, dazu benutzen, Sachen zu tun, die ich ohne diesen Zustand von "Freiheit" nie getan hätte? Und ist das NICHT Freiheit, wenn alles andere egal, nichts mehr wichtig ist, man auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen braucht???? Übrigens ist die Krankheit, die in diesem Lied als "Krebs" bezeichnet wird, nicht Krebs, wie wir es kennen, sondern eine hochinfektiöse Viruskrankheit, die allerdings ungefähr die gleichen Auswirkungen hat wie Krebs, nur wesentlich schneller. In diesem Sinne, ~Sturmkrähe~ |
| hagzissa13 | Ich nehme an, die Band will mit dem Liedtext sagen, daß wenn man Krebs hat und dem Ende seines Lebens somit offenen Auges entgegengeht, dann lernt man das Leben zu schätzen und genießt es mehr, frei nach dem Motto: Was kann mir passieren, ich sterbe eh bald. Meine persönliche Meinung sieht anders aus. Viele Krebspatienten habe ich einen Stück ihres Weges begleitet und die wenigsten fangen nach der Diagnose an, "die Sau raus zu lassen", im Gegenteil, oft suchen sie nach Ruhe. Wenn man sieht, wie sehr diese Krankheit den Menschen einschränkt, empfinde ich eine solche Aussage dieser Band als absoluten Hohn den Kranken gegenüber. Ich kann mir kaum vorstellen, daß einer der Bandmitglieder unheilbar an Krebs erkrankt ist und somit "aus Erfahrung" spricht, darum empfinde ich diese Textzeile als äußerst anmaßend. Hagzissa - per aspera ad astra - |
| Sura Shavana | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B]Ich nehme an, die Band will mit dem Liedtext sagen, daß wenn man Krebs hat und dem Ende seines Lebens somit offenen Auges entgegengeht, dann lernt man das Leben zu schätzen und genießt es mehr, frei nach dem Motto: Was kann mir passieren, ich sterbe eh bald. Meine persönliche Meinung sieht anders aus. Viele Krebspatienten habe ich einen Stück ihres Weges begleitet und die wenigsten fangen nach der Diagnose an, "die Sau raus zu lassen", im Gegenteil, oft suchen sie nach Ruhe. Wenn man sieht, wie sehr diese Krankheit den Menschen einschränkt, empfinde ich eine solche Aussage dieser Band als absoluten Hohn den Kranken gegenüber. Ich kann mir kaum vorstellen, daß einer der Bandmitglieder unheilbar an Krebs erkrankt ist und somit "aus Erfahrung" spricht, darum empfinde ich diese Textzeile als äußerst anmaßend. [/B][/QUOTE] einerseits schränkt diese krankheit ein... andererseits kann sie von zwängen, von alten ansichten befreien, platz machen für neues. ich sehe es an meiner mutter. seitdem bei ihr krebs diagnostiziert wurde (allerdings heilbar), hat sie begonnen, ihr gesamtes leben umzukrempeln. sie ist offener geworden für neues, probiert vieles aus und versucht - im gegensatz zu früher - andere leute zu verstehen, statt ihnen ihre meinung aufzudrängen. ich weiß nicht, ob der text so gemeint ist, habe den ganze text nicht gelesen, aber das wäre meine meinung zu diesem zitat. lg sura |
| Neithan | Interessant, dass dieser Ansatz erst jetzt gekommen ist. Ich kenne das Lied nicht und weiß nicht in welche Richtung es geht aber die bloße Aussage "Krebs macht frei!" finde ich durchaus sehr schlüßig. Es muss ja nicht immer ein qualvolles Dahinsiechen sein. Genau so gut kann schon der kurze Augenblick zwischen "Sie haben Krebs." und "Das sollte aber mit einem kleinen Eingriff problemlos zu behandeln sein." das Leben eines Menschen radikal verändern. Vielen Menschen wird erst im Angesicht des Todes klar, dass sie sterblich sind. Kaum eine andere Erkentnis kann einen Menschen so schnell so stark verändern wie diese. In viel, viel schwächerer Form kenne ich das von meinen Großeltern. Sie haben wirklich ausgesprochen ungesund gelebt, aber seit meine Oma Diabetes hat haben sie angefangen sich vollkommen anders zu ernähren. Die Werte von ihr sind so gut, dass sie überhaupt keine Form von Behandlung benötigt. Die neue Ernährung ist nicht nur für ihren Blutzucker gut sondern auch ansonsten und mein Opa ist was auf den Tisch kommt. Mein Großvater hat sich früher auch sehr wenig bewegt, bis er nach einer Operation eine Wunde am Bein hatte, die überhaupt nicht verheilt ist. Der Arzt hat viel Spazieren gehen verordnet und sie haben sich einen Hund angeschaft. Das viele gehen draußen tut ihm auch neben seinem Bein ausgesprochen gut. Schon so leichte Erkranken können Menschen dazu bewegen sich deutlich zu ändern. Dem Tod gegenüber gestanden zu haben lässt viele Menschen ihr Leben vollkommen neu überdenken und sehr oft Leben sie danach ein Leben, das ihnen viel besser gefällt als das davor. |
| HerrSamsa | "Krebs macht frei" versucht entweder zu provozieren (leider ziemlich primitiv, meiner Meinung nach) oder, was mir wahrscheinlicher scheint, mit dem Thema Krebs fertig zu werden, indem der Texter dem Krebs positive Eigenschaften zuordnet. Die zweite Ausage "Kraft durch Krebs" stimmt allerdings durchaus. In dieser Extremsituation mobilisieren die Patienten einen unglaublichen Willen, Kraft, mit dem sie die Krankheit bekämpfen. Wenn sie überleben, hat der Krebs ihren Charakter gestärkt. |
| die Aversion | Es scheint mir ratsam, nochmals auf den [URL=http://www.lyriks.de/lyriks/display.php?id=10627bbc47a940db821c56aec0ff1634]Liedtext[/URL] zu verweisen, der für den Kontext, in dem die auf den "Krebs" bezogenen Aussagen zu sehen sind, nicht ganz unwesentlich ist. Gruß, Eure Aversion |
| Mondtraum | Hi @Aversion, ja, ich kann Deine Interpretation unterstreichen. Ich persönlich interpretiere hier den Faschismus als Krebsgeschwür der einen in den Wahnsinn treibt - oder wer isst denn gerne totes Menschenfleisch? Der Preis und das jähe Ende des menschlichen Wahnsinns steht ja am Ende des Liedes. Der Text ist widersprüchlich in sich selbst und das drückt den Irrsinn meiner Meinung nach ganz gut aus. Eisregen's Texte sind nicht jedermann's Sache, verständlich finde ich, wenn sie jemand geschmacklos findet. Man kann, denke ich, Eisregen unter Splatterpoesie einordnen. Eine Zeit lang habe ich Eisregen gehört, aber mittlerweile habe ich zu der Band irgendwie keinen draht mehr. Schattige Grüße Mondtraum |
| die Aversion | Hallo Mondtraum, [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondtraum [/i] [B]@Aversion, ja, ich kann Deine Interpretation unterstreichen. Ich persönlich interpretiere hier den Faschismus als Krebsgeschwür der einen in den Wahnsinn treibt - oder wer isst denn gerne totes Menschenfleisch? Der Preis und das jähe Ende des menschlichen Wahnsinns steht ja am Ende des Liedes.[/B][/QUOTE] Es ist immer ein gutes Gefühl, des Eindruckes beraubt zu werden, gegen Windmühlen anzukämpfen... [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondtraum [/i] [B]Eisregen's Texte sind nicht jedermann's Sache, verständlich finde ich, wenn sie jemand geschmacklos findet. Man kann, denke ich, Eisregen unter Splatterpoesie einordnen. Eine Zeit lang habe ich Eisregen gehört, aber mittlerweile habe ich zu der Band irgendwie keinen draht mehr..[/B][/QUOTE] Diesen Aussagen kann ich mich ausnahms- und bedingungslos anschließen. Viele Grüße, Deine Aversion |
| Mondsilbertaufe | Ich sehe darin nicht so viele Interpretationsmöglichkeiten. Der Tod als absolute Form der Freiheit? Ablegen von Gewohnheiten durch die Erfahrung der Tumorkrankheit? Bezug zum Dritten Reich...? Das überzeugt mich nicht und ist meines Erachtens willkürlich zusammengelegt, um zu schocken: Ich habe den Eindruck als hätte man lediglich das aufgegriffen, wovor der Mensch am meisten Angst hat. Das ist der Tod. Langsam und schmerzvoll zu vergehen sind Ängste der meisten Leute. "Krebs macht frei" analog zu Schlagwörtern das Dritten Reiches, mit denen man Tod und grausamste Folter assoziiert. Das Lied will schocken, ängstigen und ekeln zugleich. Der Texteschreiber lacht denen hämisch ins Gesicht, die ihm auf den Leim gegangen sind. So ist man in seinen Emotionen befangen und keineswegs frei. Unfreiheit wird angeprangert, nichts anderes. |