| LaChatte | - das ist eine ganz verrückte, verspinnerte Sache, und ich mag sie sehr. nun möchte ich doch wissen: - kennt ihr sie? - kennt ihr Rudolf Steiner? - oder Dingens wie Weleda, Demeter, Waldorf-Schulen, Eurhytmie und so? - oder auch Lemurien, Atlantis, Akasha-Chronik? und - am allerwichtigsten - was haltet ihr davon? (jaja, ich sag dann auch, was ich davon halte. Aber zuerst fände ich eine kleine umfrage-mässige Sache doch ganz nett) :) |
| Joan Eric Tanat | Ja, ich kenne Anthroposophie und Rudolf Steiner – wenn auch nur ein wenig. Ein wunderschönes Thema, LaChatte! Meine Anschauungen sind anthroposophisch geprägt, aber nicht nur. Hast Du, als Du dieses Thema gewählt hast, an etwas bestimmtes gedacht? Anthroposophie ist eine Welt... |
| grazia | [COLOR=orange]Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile. Rudolf Steiner[/COLOR] das sagt steiner, dessen weisheitslehre sich auf den menschen fokussierte, zu denen, die sich ohne näheres wissen über ... und über ihn und die anthroposophie auslassen wollen. [COLOR=orange]Empfange dein Kind in Ehrfurcht, erziehe es in Liebe, entlasse es in Freiheit. Rudolf Steiner[/COLOR] das ist ein pädagogischer grundsatz von ihm. über diesen ließe sich diskutieren. ich halte ihn in der kürze für zu kurz geraten. ich würde das kind ebenfalls in freiheit empfangen wollen, nicht nur meiner. von den waldorfschulen-schülern, mit denen ich kontakt hatte, hörte ich unterschiedliches. der großteil der ersten schuljahre verläuft zufriedenstellen. zum abitur hin wird es schwierig, den geforderten wissens- und leistungsstand vorzuweisen. hier sind die meinungen unter ehemaligen schülern und eltern sehr gespalten. ich hab vor kurzem 2 produktmanagerinnen von weleda kennengelernt, hab sie allerdings nicht nach ihrem laden befragt. die produkte verwende ich gern. salve |
| Sternenwolf | Könnt iht mich aufklären? waldorfschulen sagen mir was bin aber einwenig unentschieden wie ich darüber denken soll. Alles andere kenn ich nicht. |
| ange gardien | Ich habe 8 Jahre lang eine Waldorfschule besucht, muß aber gestehen das ich mit der Frage "was ist Anthroposophie" überfordert bin.... es ist sehr schwer eine Antwort in Sätze zu fassen. Anthroposophie ist eine Welt für sich, ja eine Weltanschauung. Wenn ich jetzt schreibe das Rudolf Steiner "seine Kinder" im Einklang mit der Natur zu so etwas wie besseren Menschen erziehen will bzw. ihre eigene Entwicklung dahin fördern will, kommt das natürlich viel zu kurz. Aber ich denke das man es so in etwa erklären kann. Im Einklang mit Natur und Kosmos leben, ihre Zusammenhänge erleben und begreifen, das wird den Schülern von Anfang an vermittelt. Das bringt den Schülern schnell den Ruf ein sie seien alle "Ökos", was ich aber nicht bestätigen kann. Da ich ein wenig in Eile bin möchte ich LaChattes weitere Fragen vorerst nur ganz kurz beantworten. Weleda und Demeter: Finde ich gut. Ökologisch erzeugte Produkte finden immer mehr Käufer, hier waren die Anthros/Waldorfschulen ihrer Zeit schon immer weit voraus, bzw. haben sich nicht so weit von der Natur entfremdet wie die "restliche Welt". Eurhytmie: WIE HABE ICH DIESES FACH GEHASST :D Waldorfschule: Ist nach wie vor sehr gefragt, die meisten Schüler kommen aus ganz "normalen" Elternhäusern, welche mit Steiners Lehren nicht viel am Hut haben ( so war es auch bei mir ). Für Kinder im Grundschulalter meiner Meinung nach die beste Schulform. Später in der Mittel- und Oberstufe gibt es aber oft Defizite, speziell im Bereich Naturwissenschaften ( wobei es auch sehr große Unterschiede von Schule zu Schule gibt ). Im übrigen habe ich die Waldorfschule, bzw. die Unterrichts- und Umgangsformen dort als teilweise sehr Autoritär erlebt, was Außenstehende oft gar nicht glauben können... So, jetzt muss ich... Gruss ange PS: Entschuldigt die Rechtschreibfehler! Ich habe es eilig - und bin ehemaliger Waldorfschüler :D [SIZE=1]wir prauchen keine leehrer - wir sint schon selper schlauh![/SIZE] |
| Joan Eric Tanat | [SIZE=1] Interessant finde ich, was Rudolf Steiner über den Wert des Lebens schreibt. Ist das Leben wert, gelebt zu werden? Wer entscheidet dies? Wie wird der Wert des Lebens gemessen – ist dies überhaupt möglich? Die Antwort spaltet die Menschheit in Lager: Optimisten bejahen das Leben, ziehen es dem Nichtsein vor. Pessimisten ("erfahrene Optimisten") sehen im Leid den Grund, das Leben und jegliches (irdisches) Streben als eitel abzulehnen. Ihrer Ansicht nach lohnt es sich nicht – nichts lohnt sich. Leibnitz hält die Welt für die beste, Schopenhauer für die schlechteste aller möglichen Welten. Die Welt muss die beste sein und eine bessere kann es nicht geben, so Leibnitz, weil Gott gut und weise sei. Schopenhauer hingegen sieht den Lebenswillen als das an, was das Leben jedes Lebewesens mitsamt seiner Welt ausmacht (als die Kraft, die hinter jeglicher Erscheinung steckt). Der Lebenswille erscheint als Körper und als Gesamtheit der Triebe und Begierden des Lebewesens. Dieser Lebenswille ist ursprünglich und vor dem (eigentlichen) Bewusstsein, vor dem Intellekt, vor der Vernunft vorhanden, nämlich in Pflanzen und Tieren. Somit ist Lebenswille zunächst blinder oder dunkler Drang und erlangt erst nach und nach Bewusstsein, wird sich seiner selbst erst im Menschen bewusst. Ich muss gestehen, dass ich eher mit Schopenhauer die Welt für die schlechteste aller möglichen Welten halte, indem es mir nicht schwer fällt, mich an das Leid in der Welt zu erinnern. Schopenhauers Ansicht ist: Das Wesen des Lebenswillens ist unersättliches Begehren – aus Mangel. Der Ursprung allen Strebens ist somit Not bzw. Leiden und alle Lebewesen sind ständig damit beschäftigt, die Not zu wenden, den Mangel auszufüllen, das Leid zu lindern. Präzise ausgedrückt bezeichnet Schopenhauer als Leiden die "Hemmung des Willens durch ein Hindernis, welches sich zwischen ihn und sein einstweiliges Ziel stellt". Nun, zwischen einer Begierde und ihrer Erfüllung ist als Hindernis zumindest Zeit. Und deshalb sehe ich bereits im vorhandenen Mangel einen Leidenszustand. Das Erreichen des Ziels der Begierde nennt Schopenhauer Befriedigung, Wohlsein, Glück. "Denn alles Streben entspringt aus Mangel, aus Unzufriedenheit mit seinem Zustande, ist also Leiden, so lange es nicht befriedigt ist; keine Befriedigung aber ist dauernd, vielmehr ist sie stets nur der Anfangspunkt eines neuen Strebens." (Schopenhauer) Nicht die Liebe zum Leben, sondern die Angst vor dem Sterben und vor dem Tod lässt den Menschen im Lebenskampf ausdauern. Die Ansicht Steiners unterscheidet sich von der Schopenhauers wie folgt: Schopenhauer setzt Begierde gleich Mangel, Unzufriedenheit und Leid, welches das Positive ist, während Wohlsein nur Abwesenheit von Leid und somit an sich nichts ist, als ein behobener Mangel. Glück ist Nicht-Leid. Steiner spricht demgegenüber von Lust und Genuss, als von etwas Positivem. Schopenhauer sehe das "relativ Beste" darin, "Wünsche und Bedürfnisse in sich zu ersticken, das Wollen zu ertöten", der Pessimismus Schopenhauers führe zur Tatenlosigkeit und sein sittliches Ziel sei Universalfaulheit. Beide – Schopenhauer und Steiner – stimmen darin überein, dass das menschliche Handeln seinen Ursprung im Wesen, d.i. Wollen des Menschen hat, nicht jedoch in irgendwelchen Ge- oder Verboten, welche nicht das Wesen des Menschen (die Inhalte seines Strebens) ändern können, sondern nur ihn zwingen können, seine Ziele auf anderen Wegen zu erreichen. Ein anderer pessimistischer Philosoph – Eduard von Hartmann – will die Rechnung machen durch Gegenüberstellung von Lust und Unlust und meint, Lust, die nur illusorisch ist, könne nicht in die Rechnung eingesetzt werden. Da jedoch nachgewiesen werden kann, dass sämtliche Lust eitel und nichtig (unvernünftig) sei, würde sich die Waagschale der Unlust neigen. Steiner ist anderer Ansicht: Lust zählt auch dann als Lust in der Bilanz, wenn sie illusorisch ist, da das Wesentliche nicht die Vernunft, sondern der Wille sei. Ausserdem dürfe man im allgemeinen nicht die Lustsumme mit der Unlustsumme vergleichen, sondern die Grösse der Begierde im Verhältnis zum Mass ihrer Befriedigung. Das einzige, was die meisten von Schopenhauer wissen, ist dass er Pessimist war. Und aus dem oben erwähnten scheint hervorzugehen, dass er Genuss und Freude nicht gekannt hat. Doch das stimmt nicht. Er schreibt auch über das, was den Menschen, wenn auch nur für kurze Zeit, über das elende irdische Streben (des Willens) emporhebt: im Grunde ist es alles Ideale und Erhabene (Kunst = Schönheit, Denken = Wahrheit, Ethik = Liebe, höhere Bewusstseinszustände). Schopenhauer sieht trotz Genusses und Freude das Wesentliche des Lebens im Leiden. Leben sei ein schmerzvoller Reinigungs- bzw. Läuterungsprozess, der allein Zweck des Lebens ist. An sich habe das Leben keinen Wert. Leben um des Lebens willen, wie es die Optimisten wollen, lehnt er entschieden ab mit Berufung auf die unvermeidlich mit den Genüssen zusammenhängenden unsäglichen Leiden in der Welt. Freud und Leid seien die unvermeidlichen Attribute des Lebens und die Menschen mit der höchsten Erkenntniskraft (des Herzens!) würden zur Selbsterkenntnis gelangen. Diese bestehe in dem (intuitiven) Durchschauen des Prinzips der Individuation (Schleier der Maja). Selbsterkenntnis, Mitleid und Liebe sind danach eins. Für die Heiligen sind die Grenzen ihrer Individualität (geistig) aufgelöst, sie lieben alle Lebewesen wie sich selbst, weil ihnen vollkommen bewusst geworden ist, dass diese sie selbst sind. Dann vollzieht sich diese Grenzauflösung auch an ihrer Erscheinung, dem (Begierden-)Körper. Schopenhauer und Steiner stimmen darin überein, dass den Erlösungsweg nur gehen kann, wer dazu geboren ist. Auch in der Bibel steht es nicht anders: z.B. Matthäus Kap. 7, Vers 14: "Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden", Vers 17 "Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt faule Früchte." und Vers 18 "Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen." Im Grunde sagen auch beide, dass für jeden Menschen Lust Antrieb seines Tuns ist. Dem Märtyrer ist sein Lebensweg also ein geistiger Genuss, den die gewöhnlichen Menschen nur nicht nachvollziehen können. Umgekehrt findet dieser keinen Genuss mehr an weltlichen Gütern. Güte und Menschenliebe sind zu seinem Besitz geworden und er kehrt heim in das Reich Gottes, das das eigentliche, ewige Leben ist, für uns jedoch nur ein Nirwana, ein Nichts. Im Grunde hat Steiner Schopenhauer nicht richtig verstanden, wenn er ihn so heftig kritisiert: sein Pessimismus führe zu Tatenlosigkeit und Faulheit. Steiners Täuschung resultiert aus der gegensätzlichen Sichtweise des im Leben entscheidenden und handelnden Menschen und der (Über-)Sicht des Philosophen: Die Menschen handeln in dem (subjektiven) Bewusstsein, ihre Taten kämen aus ihnen selbst, was (aus einem bestimmten Blickwinkel) nicht falsch ist. Daher sind die Menschen überzeugt von ihrer Willensfreiheit. Diese existiert jedoch für den Philosophen nicht. Denn objektiv betrachtet kann jeder Mensch nur seinem eigenen inneren Gesetz entsprechend handeln. Er zieht seine Bahn mit der gleichen Notwendigkeit wie ein Gestirn am Himmel, kann sich selbst nicht entfliehn. Schopenhauer hat sehr wohl auf diese Klippe hingewiesen und nicht zur Untätigkeit aufgerufen. Das bedeutet: Jeder möge (unverwirrt) danach trachten, seine Vorstellungen zu verwirklichen, an seinem Charakter zu arbeiten. Somit stimmen Schopenhauer und Steiner im Grunde überein. Denn der Pessimismus Schopenhauers ist kein absoluter. Er bezieht sich auf das (irdische) Leben und ist somit begründet. Wenn man genau hinsieht, findet man in seiner Erlösungslehre das Gegenstück, quasi einen Optimismus in bezug auf die Überwindung der Lebens-Leiden. Schopenhauer betrachtet die Welt aus der Perspektive des irdischen Menschen. Steiner offenbar auch aus der Sicht eines in höheren Welten erkenntnisfähigen Menschen. [/SIZE] |
| LaChatte | [QUOTE] Hast Du, als Du dieses Thema gewählt hast, an etwas bestimmtes gedacht? Anthroposophie ist eine Welt...[/QUOTE] Ich habe Steiner vor etwa fünf oder sechs Jahren kennen gelernt, und seither immer wieder etwas quer durch den Garten von ihm gelesen, es werden nun etwa zehn oder fünfzehn Bände sein. Ich finde seine Vielseitigkeit und seine Originalität faszinierend, fremd und doch vertraut, und ich denke, dass ich mit ihm durchaus ein Stück Seelensubstanz teile. :) Auf die Idee, hier einen Thread zu eröffnen, bin ich durch ein anderes Forum gekommen, wo gefragt wird "was haltet ihr von der Anthropsophie?", und da einer meint, Steiner sei ein Rassist und sogar ein Vordenker und Wegbereiter des Nazismus gewesen - eine Ansicht, die man nur bei höchst oberflächlicher Betrachtung aufrechterhalten kann. Obwohl ich keine zwanzig Kilometer von Dornach wohne, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie das Goetheanum besuchte und auch fast keine Anthroposophen persönlich kenne. So freut es mich umso mehr, hier mal ein paar andere Ansichten zu bekommen, und ich finde es sehr spannend, wie viele verschiedene Zugänge es nur schon in diesen wenigen Wortmeldungen gegeben hat (und entschuldigt mich, ich bringe im Moment leider nicht die Konzentration auf, auf alle gebührend einzugehen) Aber Eurhythmie würd ich gern mal sehen, ich kann mir so wenig darunter vorstellen... ich stelle es mir aber sehr harmonisch und schön vor. |
| grazia | Steiner sprach zu Hermann Hesse: ´Nenn´ mir sieben Alpenpässe!´ Darauf fragte Hesse Steiner: ´Sag mal, Rudi, reicht nicht einer?´ Steiner sprach zu Thomas Mann: ´Zieh dir mal dies Leibchen an!´ Darauf sagte Mann zu Steiner: ´Hast du´s auch ´ne Nummer kleiner?´ Kafka sprach zu Rudolf Steiner: ´Von euch Jungs versteht mich keiner!´ Darauf sagte Steiner: ´Franz, ich versteh dich voll und ganz!´ Robert Gernhardt |
| LaChatte | ich sehe schon, die Zugänge zu Steiner sind praktisch unbegrenzt... *lol* Ich versuche es mal: Gotthard, San Bernhardino, Simplon, Brenner, Furka, Lötschberg (moment, das ist ein Tunnel) ... äh... na Pech gehabt. Gebt mir das Hemd eine Nummer kleiner.:cool: |
| Joan Eric Tanat | [SIZE=1][FONT=Times New Roman][COLOR=RGB(176, 142, 0)] Rudolf Steiner hat sich, wie auch einige Philosophen, mit der Frage nach dem [COLOR=RGB(255, 255, 255)]Wert des Lebens[/COLOR] befasst. Ich möchte die Ergebnisse aus dem unternommenen Vergleich zwischen verschiedenen Auffassungen aufführen: [COLOR=RGB(255, 212, 31)]Das Leben ist wertvoll, weil [list][*]es dem Menschen erlaubt, nach der Erfüllung seiner Wünsche zu streben [*]es diese Wünsche für kurze Zeit erfüllen kann [*]es den Menschen veredelt - durch Leid (Nichtgewährung, Entzug oder Irrtum über die wahre Beschaffenheit des Gewünschten, sowie Hinzufügung des Unerwünschten) [*]es Mittel zur (moralischen) Entwicklung des Menschen (vom rohesten Menschen- und Tierquäler bis zum selbstaufopfernden Heiligen) ist. [*]es möglicherweise der einzige Weg zur Erlangung von dauerhaftem Glück ist. Dieses läge jedoch nicht in dem uns bewussten Leben, sondern in einem Seins- und Bewusstseinszustand, der erst mittels des Lebens erlangt werden kann[/COLOR][/list] [/COLOR][/FONT][/SIZE] |
| Nachtelfchen | laChatte: besuch das goetheanum mal, es lohnt sich, und wenn du grad dabei bist, lauf auf die ruine dorneck hoch. zum einen siehst du allerlei "anthroposophisch gebaute" häuser, zum anderen ist die ruine superschön. und wenn du auch noch grad dabei bist, besuch die eremitage im nachbarsdorf, der ort hat was ganz besonderes, fast magisches. ach ja, und wenn du eurythmie sehen willst, besuch die faust-tage im geotheanum...anstrengend... bin im nachbarsdorf zu dornach aufgewachsen, u.a. mit vielen anthroposophen, kenne es daher ganz gut, doch die innenansichten blieben mir immer verborgen (hab die "normale" schule besucht) und mit steinerscher philosophie, noch mehr aber mit seinen vorgängern, hab ich mich erst zu studienzeiten befasst. kurzum, da in eile: gewisse dinge find ich nicht schlecht, vor allem die ganzheitlichkeit und naturnähe. doch gewisse auswüchse, die ich immer wieder in der umsetzung der philosophie ins leben erleben durfte - die extremen anthroposophen grenzen teilweise wirklich an fundis - haben mir zu denken gegeben. da klaffen, wie so oft, theorie und praxis gehörig auseinander. |
| grazia | nun was bitteres von und zu r. steiner. er sagte: [QUOTE]Das Gute muss hinein, das Böse hinaus." Rudolf Steiner[/QUOTE] klingt ein wenig wie die wachsmittelwerbung zu meiner zeit (cascade) "zwingt grau raus und weiß rein". bei der anwendung in Achse des Guten und Achse des Bösen in absolutistischer manier wird mir flau im magen. diesbezüglich gefällt mir der bibelspruch von salomon besser: [QUOTE]Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Sprüche Salomons 25, 21/22[/QUOTE] und was hat rudolf damit gemeint? [QUOTE]"Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse." Rudolf Steiner: Gesamtausgabe. Bd. 349. Vortrag vom 3. März 1923. S. 52-67[/QUOTE] salve |
| Nachtelfchen | grazia: rudolph steiner ist eben nicht aus seiner zeit reissbar... lies blavatzki (ürks, rechtschreibung) oder auch nietzsche, ähnliche aussprüche wirst du dort auch finden... traurig, aber realität. |
| angel of sorrow | Also ich weiß jetzt nicht megasuperbescheid über Steiner und Antroposophie, aber ich kenne einige Texte und Anschauungen. Steiner ist für mich wirklich Wahnsinn (positiv gemeint). Als ich zum ersten mal in einem Esoterikbuch über ihn gelesen habe, habe ich gedacht/gefühlt, etwas gefunden zu haben, was wirklich mir selbst entspricht, etwa mit dem ich -soweit ich es kenne- 100% übereinstimmen kann. :) |
| Joan Eric Tanat | [SIZE=2] [FONT=Times New Roman][COLOR=RGB(176, 142, 0)][FONT=Century][COLOR=limegreen]Steiner setzt sich in seiner "Philosophie der Freiheit" im I. Kapitel "Das bewußte menschliche Handeln" mit dem Problem der Freiheit des menschlichen Willens auseinander und zitiert Gedanken anderer. Steiner erkennt die Unfreiheit, möchte jedoch Taten, die aus höherem, vernünftigem Bewußtsein entspringen gern die Freiheit "schenken". [COLOR=Himmelblau]Er kann sich mit der völligen Unfreiheit des Willens nicht abfinden...[/COLOR][/COLOR][/FONT] "Daß die [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Freiheit [/COLOR]darin [COLOR=RGB(220, 178, 0)]nicht [/COLOR]bestehen könne, [COLOR=RGB(220, 178, 0)]von zwei möglichen Handlungen ganz nach Belieben die eine oder die andere zu wählen[/COLOR], scheint heute jeder zu wissen, der darauf Anspruch macht, den wissenschaftlichen Kinderschuhen entwachsen zu sein. Es ist [COLOR=RGB(220, 178, 0)]immer[/COLOR], so behauptet man, [COLOR=RGB(220, 178, 0)]ein [/COLOR]ganz bestimmter [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Grund vorhanden[/COLOR], warum man von mehreren möglichen Handlungen gerade eine bestimmte zur Ausführung bringt." (Steiner) "Daß aber Jedermann auch [COLOR=RGB(220, 178, 0)]nach Belieben begehren oder nicht begehren könne[/COLOR], was der eigentliche im Dogma vom freien Willen liegende Satz ist, das wird freilich ebensosehr durch die Analyse des Bewußtseins, als duch den Inhalt der vorhergehenden Kapitel (der Psychologie) [COLOR=RGB(220, 178, 0)]verneint[/COLOR]." (Spencer) Spinoza und alle, die denken wie er, übersehen, daß der Mensch nicht nur ein Bewußtsein von seiner Handlung hat, sondern es auch von den Ursachen haben kann, von denen er geleitet wird. ... Aber ist es berechtigt, Handlungen dieser Art in einen Topf zu werfen mit sochen, bei denen sich der Mensch nicht nur seines Handelns bewußt ist, sondern auch der Gründe, die ihn veranlassen? Sind die Handlungen der Menschen denn von einerlei Art? ... Und ein tiefgreifender [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Unterschied [/COLOR]ist es doch, [COLOR=RGB(220, 178, 0)]ob ich weiß, warum ich etwas tue, oder ob das nicht der Fall ist[/COLOR]." (Steiner) "...[COLOR=RGB(220, 178, 0)]ob denn ein Beweggrund meines Handelns, den ich erkenne und durchschaue, für mich in gleichem Sinne einen [COLOR=RGB(255, 229, 121)]Zwang [/COLOR]bedeutet[/COLOR], wie der organische Prozeß, der das Kind veranlaßt, nach Milch zu schreien." (Steiner) "...das menschliche Wollen hänge von zwei Hauptfaktoren ab: von den [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Beweggründen [/COLOR]und vom [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Charakter[/COLOR]." (von Hartmann) "Wenn aber auch wir selbst die Vorstellungen erst zu Motiven erheben, so tun wir dies doch nicht willkürlich, sondern [COLOR=RGB(220, 178, 0)]nach der Notwendigkeit unserer charakterologischen Veranlagung[/COLOR], also nichts weniger als frei." (von Hartmann) "Auch hier bleibt der [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Unterschied [/COLOR]ohne alle Berücksichtigung, der besteht [COLOR=RGB(220, 178, 0)]zwischen Beweggründen, die ich erst auf mich wirken lasse, nachdem ich sie mit meinem Bewußtsein durchdrungen habe, und solchen, denen ich folge, ohne daß ich ein klares Wissen von ihnen besitze[/COLOR]. ... ob die [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Vernunft[/COLOR], ob Zwecke und Entschlüsse in gleicher Weise auf den Menschen einen [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Zwang [/COLOR]ausüben wie animalische Begierden." (Steiner) "Der [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Mensch kann[/COLOR] allerdings [COLOR=RGB(220, 178, 0)]tun, was er will[/COLOR] – [COLOR=RGB(220, 178, 0)]aber [/COLOR]er kann nicht wollen, was er will, weil sein [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Wille durch Motive bestimmt[/COLOR] ist! ... [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Freiheit des Willens[/COLOR] müßte also darin bestehen, daß man [COLOR=RGB(220, 178, 0)]ohne Grund, ohne Motiv etwas wollen könnte?[/COLOR] Aber was heißt denn Wollen anders, als einen Grund haben, dies lieber zu tun oder anzustreben als jenes? [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Ohne Grund, ohne Motiv etwas wollen, hieße etwas wollen, ohne es zu wollen. [/COLOR]... Es ist also ganz richtig, daß der menschliche [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Wille [/COLOR]insofern [COLOR=RGB(220, 178, 0)]nicht 'frei'[/COLOR] ist, als seine Richtung immer [COLOR=RGB(220, 178, 0)]durch das stärkste der Motive bestimmt[/COLOR] ist. Aber es muß andererseits zugegeben werden, daß es absurd ist, dieser 'Unfreiheit' gegenüber von einer denkbaren 'Freiheit' des Willens zu reden, welche dahin ginge, wollen zu können, was man nicht will. (Hamerling) "Auch hier wird nur von [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Motiven [/COLOR]im allgemeinen gesprochen, ohne auf den [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Unterschied zwischen unbewußten und bewußten[/COLOR] Rücksicht zu nehmen. ... [COLOR=RGB(220, 178, 0)]ob es nur solche Motive gibt, die mit zwingender Notwendigkeit wirken[/COLOR]. Wenn ich etwas [COLOR=RGB(220, 178, 0)]wollen muß[/COLOR]... Was den [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Menschen [/COLOR]von allen andern organischen Wesen unterscheidet, ruht auf seinem [COLOR=RGB(220, 178, 0)]vernünftigen Denken[/COLOR]. (Steiner) [FONT=Century][COLOR=limegreen][COLOR=Himmelblau] Unbewußte Motive gibt es nicht[/COLOR], denn Tiere und Menschen, haben verschiedene Motive in ihrem Bewußtsein und erleben, in welcher Stärke sie jeweils ihren Willen erregen. Sogar Pflanzen haben ein Bewußtsein für die Reize, die auf sie wirken. Durch die Bewußtheit unterscheiden sich Reize und Motive der Lebewesen von den Ursachen der unbelebten Natur. Das Verhalten von Tier und Mensch wird durch Motive ebenso exakt bestimmt, wie Veränderungen in der unbelebten Natur durch Ursachen. [COLOR=Himmelblau]Es gibt keine Unterbrechung der Gesetzmäßigkeit: Alles hat einen Grund – und alles, was einen Grund hat, ist bedingt und damit nicht frei.[/COLOR][/COLOR][/FONT][/COLOR][/FONT][/SIZE] |
| Joan Eric Tanat | [SIZE=2] [FONT=Times New Roman][COLOR=RGB(176, 142, 0)]"Ich [COLOR=RGB(220, 178, 0)]nenne [/COLOR]nämlich [COLOR=RGB(220, 178, 0)]die Sache frei, die aus der bloßen Notwendigkeit [COLOR=RGB(255, 229, 121)]ihrer [/COLOR]Natur besteht und handelt[/COLOR], und gezwungen nenne ich die, welche von etwas anderem zum Dasein und Wirken in genauer und fester Weise bestimmt wird. ... Sie sehen also, daß ich die Freiheit nicht in ein freies Beschließen, sondern in eine freie Notwendigkeit setze. (Spinoza) [FONT=Century][COLOR=limegreen]Genau aus diesem Blickwinkel muß man die Angelegenheit auch betrachten. [COLOR=Himmelblau]Es ist nämlich kein fremder Wille, der den Menschen zwingt, sondern sein eigener.[/COLOR] Der Mensch handelt, wie er ist und sieht, dass andere Menschen anders handeln, weil sie anders sind. [COLOR=Himmelblau]In dem individuellen Bewußtsein erscheint der Wille unfrei.[/COLOR] Dieses individuelle Bewußtsein ist jedoch nur ein beschränktes Bewußtsein und seine Erkenntnis nur bedingt wahr. [COLOR=Himmelblau]Wird aus dem Ich-Bewußtsein ein All-Bewußtsein, löst sich der individuelle Charakter auf und der Mensch verläßt "dieses Reich".[/COLOR] Worauf Steiner in o.g. Kapitel hinaus will, hatte Schopenhauer längst erkannt und der Nachwelt hinterlassen:[/COLOR][/FONT] [COLOR=RGB(220, 178, 0)]"Der Intellekt des Menschen ist doppelt: er hat, zur anschaulichen, auch noch die abstrakte Erkenntniß, welche nicht an die Gegenwart gebunden ist: d.h. er hat Vernunft. Daher hat er eine Wahlentscheidung, mit deutlichem Bewußtsein[/COLOR]: nämlich er kann die einander ausschließenden Motive als solche gegen einander abwägen, d.h. sie ihre Macht auf seinen Willen versuchen lassen, wonach sodann das stärkere ihn bestimmt und sein Thun mit eben der Nothwendigkeit erfolgt, wie das Rollen der gestoßenen Kugel. Freiheit des Willens bedeutet (nicht Philosophieprofessorenwortkram, sondern) »[COLOR=RGB(220, 178, 0)]daß einem gegebenen Menschen, in einer gegebenen Lage, zwei verschiedene Handlungen möglich seien[/COLOR].« Daß aber Dies zu behaupten vollkommen [COLOR=RGB(220, 178, 0)]absurd [/COLOR]sei, ist eine so sicher und klar bewiesene Wahrheit, wie irgend eine über das Gebiet der reinen Mathematik hinausgehende es seyn kann." (Schopenhauer) "Zufolge dieser gesammten Betrachtung über die Freiheit des Willens und was sich auf sie bezieht, finden wir, [COLOR=RGB(220, 178, 0)]obwohl der Wille an sich selbst und außer der Erscheinung frei, ja allmächtig zu nennen ist, denselben in seinen einzelnen, von Erkenntniß beleuchteten Erscheinungen, also in Menschen und Thieren, durch Motive bestimmt, gegen welche der jedesmalige Charakter, immer auf gleiche Weise, gesetzmäßig und nothwendig reagirt[/COLOR]. Den Menschen sehn wir, vermöge der hinzugekommenen abstrakten oder Vernunft-Erkenntniß, eine Wahlentscheidung vor dem Thiere voraushaben, die ihn aber nur zum Kampfplatz des Konflikts der Motive macht, ohne ihn ihrer Herrschaft zu entziehn, und daher zwar die Möglichkeit der vollkommenen Aeußerung des individuellen Charakters bedingt, keineswegs aber als Freiheit des einzelnen Wollens, d.h. Unabhängigkeit vom Gesetze der Kausalität anzusehn ist, dessen Nothwendigkeit sich über den Menschen, wie über Jede andere Erscheinung erstreckt." (Schopenhauer) "Die [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Erkenntniß [/COLOR]dagegen [COLOR=RGB(220, 178, 0)]giebt [/COLOR]die Möglichkeit der Aufhebung des Wollens, der Erlösung durch [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Freiheit[/COLOR], der Ueberwindung und Vernichtung der Welt." (Schopenhauer) "...daß durch die selbe [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Erkenntniß[/COLOR], indem der Wille sie auf sich selbst bezieht, eine Aufhebung und Selbstverneinung desselben, in seiner vollkommensten Erscheinung, möglich ist: so daß die [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Freiheit[/COLOR], welche sonst, als nur dem Ding an sich zukommend, nie in der Erscheinung sich zeigen kann, in solchem Fall auch in dieser hervortritt und, indem sie das der Erscheinung zum Grunde liegende Wesen aufhebt, während diese selbst in der Zeit noch fortdauert, einen Widerspruch der Erscheinung mit sich selbst hervorbringt und gerade dadurch die [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Phänomene der Heiligkeit[/COLOR] und Selbstverleugnung darstellt." (Schopenhauer) [COLOR=RGB(220, 178, 0)]Der Schlüssel zur Vereinigung dieser Widersprüche liegt aber darin, daß der Zustand, in welchem der Charakter der Macht der Motive entzogen ist, nicht unmittelbar vom Willen ausgeht, sondern von einer veränderten Erkenntnißweise. So lange nämlich die Erkenntniß keine andere, als die im principio individuationis befangene, dem Satz vom Grunde schlechthin nachgehende ist, ist auch die Gewalt der Motive unwiderstehlich: wann aber das principum individuationis durchschaut, die Ideen, ja das Wesen der Dinge an sich, als der selbe Wille in Allem, unmittelbar erkannt wird, und aus dieser Erkenntniß ein allgemeines Quietiv des Wollens hervorgeht; dann werden die einzelnen Motive unwirksam, weil die ihnen entsprechende Erkenntnißweise, durch eine ganz andere verdunkelt, zurückgetreten ist.[/COLOR] (Schopenhauer)[/COLOR][/FONT][/SIZE] |
| Eilicher Geist | Info über Steiner und Anthroposophie: Anthroposophie ist eine Weltanschauung und ein Schulungsweg zu dieser. Da wir nur mit unseren weltlichen Sinnen nur alles Materielle (Messbare) wahrnehmen können, sind wir am Anfang unseres Lebens eingeschränkt (blind für alles nichtsinnliche - übersinnliche). Steiners Lehren handeln nun zum einen von den übersinnlichen Welten- und zum anderen von der Erlangung der Fähigkeiten diese wahrzunehmen. Der Unterschied zwischen ihm und den meisten "Gurus" oder "Wunderpriestern" ist der, daß er jedem die Möglichkeit gibt seine Lehren zu überprüfen. Sicherlich bedarf dies einer Schulung die nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist- doch schenkt man dem Gesagten Steiners auch nur ein bisschen Glauben, kann man aus diesem viele beruhigende Schlüsse ziehen. Die Zitate Steiners, welche aus der heutigen Sicht zweifelsohne als rassistisch gesehen werden müssen, sollte man in ihrem Kontext nachlesen. Weder in Steiners Taten noch in Anthroposophie oder Waldorfschule findet sich nach heutiger Sicht "rassistisches" Gedankengut. Das Zitat, welches mit "Gut" und "Böse" zusammenhängt ist sicher so zu verstehen, als daß das Gute in den Menschen hinein- das Böse aus ihm hinaus soll. Hier einige Zitate Steiners: Zu Rassismus: [i]...es vererbten sich Rassenmerkmale in der atlantischen Zeit und bis herein in unsere nachatlantische Epoche. Wir werden sehen, wie in unsere Zeit die Volksmerkmale das sind, was die Rassencharaktere wieder auseinander bringt, was sie wieder auszulöschen beginnt. (...) Die Rassen sind entstanden und werden einmal vergehen, werden einmal nicht mehr da sein.[/i] Vortrag Kristiania 10.6.1910; GA 121, S.75/76) [i]Der Mensch ist Mensch dadurch, daß (...) dieses Ich sich im Laufe der aufeinanderfolgenden Inkarnationen weiter entwickelt durch verschiedene Menschengemeinschaften, durch Völker und Zeiträume hindurch, bis die Erde am Ziel ihrer Entwickelung angelangt sein wird[/i] (Rudolf Steiner, Das Geheimnis des Todes, Dornach 1999, S. 203) Antisemitismus: [i]Mit Schaudern erkennt man, was der Antisemitismus in den Gemütern edler Juden angerichtet hat. Der Antisemitismus ist nicht alleine für die Juden eine Gefahr, er ist es auch für die Nichtjuden. Jede unbestimmte Haltung ist von Übel.[/i] ( Steiner 1901; GA 31,S.409) Krieg für den Frieden (Gegen den Terror!?): [i]Dasjenige, was ein ewiges Friedensideal ist, das wird niemals durch ein Tröpfchen Blut erreicht, das hervorgerufen worden ist durch ein Kriegsinstrument. Das muß auf ganz andere Weise in die Welt gesetzt werden! Und sei es wer immer, der da sagt, er [b]kämpfe für den Frieden[/b] und müsse deshalb [b]Krieg[/b] führen, Krieg bis zur [b]Vernichtung[/b] des Gegners, um Frieden zu haben, der [b]lügt[/b], wenn er sich dessen auch nicht bewußt ist, wer er auch immer sein möge[/i]. Vortrag, Dornach, 18. Dezember 1916 [i]Der größere Teil der [b]Menschheit[/b] wird seinen [b]Einfluß[/b] von [b]Amerika[/b], von dem Westen herüber haben, und der geht ... jener [b]Entwickelung entgegen[/b], die heute sich erst in den idealistischen Spuren, gegenüber dem, was da kommt, in sympathischen Anfängen zeigt. Man kann sagen: Die Gegenwart hat es noch recht gut gegenüber dem, was da kommen wird, wenn die westliche Entwickelung immer mehr und mehr ihre Blüten treibt. Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das [b]Jahr 2000[/b] geschrieben haben wird, da wird nicht ein direktes, aber eine Art von [b]Verbot[/b] für alles [b]Denken[/b] von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu [b]unterdrücken[/b].[/i] Vortrag, Berlin, 4. April 1916 |