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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Traumexistenz
BlackDawnWir sind 3-dimensionale Wesen, unsere Sinne nehmen 3-Dimensionalität war.
2-dimensionale Wesen würden auf einer 3-dimensionalen Erde nicht merken, dass diese es it. Sprich sie laufen einen Berg hoch und wissen noch nicht mal was ein Berg ist, können es sich noch nicht mal vorstellen.
Wenn man aber seine Logik benützt, wird einem klar dass es 2-Dimensionalität nicht geben kann. Denn wenn etwas eine Breite hat, dann MUSS es auch eine Höhe haben. Sonst wäre es ja nichts. Versteht ihr wie ich das meine? Egal wie klein man eine Höhe macht, sie kann nie null sein, da dann die Breite auch null ist und somit das Wesen/Ding nicht existiert.
Wir leben aber (soweit der Stand meines Wissens) in einem 4-dimensionalen Weltall und ich hörte, dass sogar die 21-Dimension schon bewiesen sei...
können wir also existieren?
Wenn wir unsere Vernunft benutzen dann können wir es nicht, oder?
Sollten wir also die Logik unseres Verstandes hinterfragen, unsere Existenz selbst, oder gibt es eine ganz sachliche Erklärung dafür?
White_FangDu solltest deine Logik hinterfragen. Ein zweidimensionaler Raum hat keine Ausdehnung in den dritten Raum, deswegen heißt er auch zweidimensional. Ein solcher Raum ist nicht "dünn" sondern über seine definierte Ebene hinaus nicht existent.
Bewiesen ist über der 4.Dimension (Drei Räumliche mit einer Zeitdimension) hinaus noch keine höhere Dimension, wobei unser drei dimensionaler Raum, in die vierte räumliche Dimension (Nicht zu verwechseln mit der vierten Zeitdimension) gekrümmt ist. Das Bedeutet aber nicht, dass er eine vierdimensionale räumliche Ausprägung besitzt.
Es gibt Theorien die besagt dass es mehrer Dimensionen in unserem Universum gibt, bzw. dass dieses Universum aus einer Art Überdehnung eines 10 Dimensionalen Raumen heraus entstand, und dass die über die vierte Dimension erhalten Dimensionen in sich zusammengefallen sind, oder sonstwie kontrahiert und verkrümmt. Die Existenz höhrer Dimensionen nimmt man an, um Quantetheoretische Gesetze zu formulieren, wie eine Hyperstringtheorie, es ist also mehr eine theoretische Überlegung.

Wenn du Recht hättest, und eine Dimension N-ten Grades benötigte eine Ausprägung in eine Dimension N+1 um zu existieren, wird aus dieser Dimension automatisch eine N+1te Dimension die auch eine Ausprägung in einer N+2ten Dimension bräuchte, ad infinitum. Es wäre also eine rekursirve Funktion und wir bräuchten unendliche viele Dimensionen. Dass kann allerdings schlecht sein.
ThesionDie Grundvorraussetzungen für einen Körper (Länge, Höhe, Breite = Volumen) haben wir doch und die vierte Dimension ist soweit ich weiß die Zeit, oder?
Man könnte doch sagen, dass man zum Leben mindestens drei Dimensionen braucht. Dass es kein zweidimensionales Leben geben kann ist sehr wahrscheinlich, aber nicht unmöglich, nur weil es die Grenzen usneres Verstandes übersteigt.
Vieleicht können sich mehrdimensionale Wesen ein Leben wie unseres auch nicht vorstellen, wir existieren aber trotzdem.
BlackDawn@ White_Fang:
Danke für deine umfangreiche und sachliche Erklärung. Ich bin leider in den Naturwissenschaft nicht sehr begabt, auch wenn es mich interessiert. Hm, wie muss ich mir 'gekrümmt' vorstellen?
Letzteres klingt logisch, aber warum sollte das Unendliche nicht unmöglich möglich sein?
Lunar Light@white_fang: das ist toll, was du schreibst. ich fand die sache mit dem strings und den 'aufgerollten' dimensionen auch sehr spannend.

@blackdawn: wenn es dich näher interessiert, könntest du mal stephen hawking (das universum in der nussschale) lesen.
BlackDawn@ Lunar Light: Meinst du wirklich das ich das ZUM EINSTIEG lesen sollte? Ich fühle mich ja geschmeichelt, aber meinst du nicht, dass das ein bisschen ZUUU schwer ist? Andererseits liegt es bei mir rum, weil ich mich bisher nicht rangetraut habe, aber schon bei dem Betrachten der Bilder habe ich ein Fragezeichen im Kopf o_O
Trotzdem vielen Dank für den Tip.
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDawn [/i]
Hm, wie muss ich mir 'gekrümmt' vorstellen?[/QUOTE]

Leider ist das menschliche Gehirn nicht in der Lage, sich vierdimensionale Objekte vorzustellen. (Es gibt einige die behaupten es zu können, aber ich halte das für Scharlatane). Deshalb ist das auch ein längeres Thema. Es ist so, dass die Masse im Universum, den Raum krümmt, diese Krümmung nehmen wir dann als Gravitation wahr. Aber
Die höheren Dimensionen sollen angeblich in sich selbst gekrümmt sein, entweder zu einem Punkt zusammengefallen, oder sich Spiralförmig aufgerollt, jedoch sind das alles noch Gedankenspielereien.

[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDawn [/i]
Letzteres klingt logisch, aber warum sollte das Unendliche nicht unmöglich möglich sein?[/QUOTE]

Unendlich ist etwas das in der Natur relativ selten vorkommt, vor allem auch, weil das im Wiederspruch zu vielen Gesetzten liegen würde. Unendliche viele Dimensionen, bedeutet auch unendlich viel Raum, und das zum Beispiel würde der Urknalltheorie und anderen Sachen widersprechen.

P.S.: Wenn du an Einführungen interessiert bist. Mein erstes Physikbuch, damals in der 8. Klasse war "Hyperspace" von Michio Kaku. Kommt noch ganz ohne eine Mathematische Formel aus. "Quantentheorie" von Gert-Ludwig Ingold ist auch ganz gut, ebenfalls ohne mathe, also nur für den leichten Einsteig bestimmt.
BlackDawnDanke,
werde das wohl mal auf meinen Weihnachtswunschzettel schreiben.
Es ist wirklich schwer, etwas versuchen zu verstehen, wenn es eigentlich gar nicht geht. Ich kann das ganze also nur auf einer mathematischen Oberfläche "ansehen", also bestimmte Eigenschaften ausfindig machen, das Gesamte aber nicht sehen?!
TraumexistenzDie Frage erinnert mich stark an Kants Erkenntnisphilosophie. (Wenn alle Menschen grüne Brillen tragen würden, würden sie nur grün sehen und keine anderen Farben kennen. Vielleicht tragen wir Menschen ja eine Art "Brille", die unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit einschränkt. Woher wissen wir was wirklich ist? Wie können wir unserer Wahrnehmung trauen?)
Ich denke, dass es zweidimensionale Dinge gibt. Grenzflächen, wie zwischen Wasser und Luft, allerdings kenne ich keine zweidimensionalen Lebensformen.[QUOTE]Unendliche viele Dimensionen, bedeutet auch unendlich viel Raum, und das zum Beispiel würde der Urknalltheorie und anderen Sachen widersprechen.[/QUOTE] Ich dachte Raum an sich wäre schon unendlich. Oder meinst du, das die räumlichen Dimensionen durch weitere Dimensionen mal unendlich genommen wird (so wie ein Objekt zu jedem Zeitpunkt anders sein kann)?

Ich bin leider nicht sehr vertraut mit der Urknalltheorie und Quantenphysik. Danke für die Buchempfehlungen.
BlackDawnHui, du hast dir meinen Threadnamen zum Usernamen gemacht :p ;)

Ähnlich ist es mit folgendem (auch wenn das etwas über das ursprüngliche Thema hinausgeht):
Ich sage der Himmel ist Blau, du sagst auch er ist blau. Was ist aber, wenn für jeden Menschen "blau" etwas anderes ist? Ich sehe halt mein blau, du siehst aber das, was ich als rot bezeichne und findest das natürlich blau und normal.
Auch die Attribute die man einer Farbe zuschreibt bleiben.

Auch wenn das aus neurologischer Sicht totaler Blödsinn ist... an sich ist es eine seltsame Vorstellung, denn das würde ja heißen, dass wir aneinander vorbeireden, obwohl wir vermeintlich vom Selben reden.
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von Traumexistenz [/i]
Ich dachte Raum an sich wäre schon unendlich. Oder meinst du, das die räumlichen Dimensionen durch weitere Dimensionen mal unendlich genommen wird (so wie ein Objekt zu jedem Zeitpunkt anders sein kann)? [/QUOTE]

In einem vier dimensionalen Raum Kannst du mehrere drei Dimensionale Räume unterbringen, in einem fünf Dimensionalen Raum, kannst du mehrere vier dimensionale Räume unterbringen etc. Das bedeutet in unendlich vielen Dimensionen kannst du unendlich viel Volumen unterbringen. Auch wenn in jeder weiteren Dimension nur eine sehr geringe Menge von neuem Volumen hinzukommen sollte. Wenig mal Unendlich ist immernoch unendlich.
Nun, nach dem gängigen wissenschaftlichen Weltmodell gibt es nicht unendlich viel Raum (ganz zu schweigen von unendlich vielen Dimensionen). Der Raum selbst expandiert nur, dass heißt er dehnt sich auseinander, dass ich dennoch nie einen Parkplatz finde liegt daran, dass der Effekt auf der Erde keine Auswirkung hat.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Traumexistenz [/i]
Ich bin leider nicht sehr vertraut mit der Urknalltheorie und Quantenphysik. Danke für die Buchempfehlungen.[/QUOTE]

Relativitästheorie ist schwer^^
Aber sei gewarnt, die Bücher sind wirklich nur eine leichte Einführung.


[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDawn [/i]
Ich sage der Himmel ist Blau, du sagst auch er ist blau. Was ist aber, wenn für jeden Menschen "blau" etwas anderes ist? Ich sehe halt mein blau, du siehst aber das, was ich als rot bezeichne und findest das natürlich blau und normal.
Auch die Attribute die man einer Farbe zuschreibt bleiben.
[/QUOTE]

Lustig wird es richtig, wenn einem klar wird, dass der Himmel überhaupt nicht blau ist^^
BlackDawn@ White_Fang:
Musst du mir mein schönes philosophisches Beispiel verderben? :rolleyes:
crimaÄhm, also zu zweidimensional wüsste ich doch was ganz einfaches - ihr starrt grade alle darauf
Dread[QUOTE][i]Original geschrieben von crima [/i]
[B]Ähm, also zu zweidimensional wüsste ich doch was ganz einfaches - ihr starrt grade alle darauf [/B][/QUOTE]
Was? Wo?
Also ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich sehe einen (mal fachmännisch ausgedrückt) "Kasten" der sich durch den 3dimensionalen Raum erstreckt. Darin wirbeln ein paar Elektronen rum die dann die Platte vor meinen Augen zum leuchten bringen(mal soooo ganz ungefähr....denke ich)
Dabei bewegt sich jedes Elektron und jedes Photon durch den Raum. Wo zum Teufel ist bei dir die dritte Dimension geblieben?
crimawie weit kommen denn bei dir die buchstaben und bilder aus der
bildschirmfläche heraus? 3-D-brille? LSD?
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von crima [/i]
[B]wie weit kommen denn bei dir die buchstaben und bilder aus der
bildschirmfläche heraus? 3-D-brille? LSD? [/B][/QUOTE]

Die Pixel, oder Buchstaben und Bilder, bestehen entweder aus einer
Schicht Phosophor oder Flüssigkristallen. Und die haben eine gewisse Länge, Breite und Höhe, macht drei Dimensionen. Nur weil etwas flach ist, heißt es nicht, dass es zweidimensional ist.
BlackDawnSag mal White_Fang...
so ganz nebenbei...
hast du eine 24-teilige Lexikonreihe verschluckt?! o_O
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDawn [/i]
[B]Sag mal White_Fang...
so ganz nebenbei...
hast du eine 24-teilige Lexikonreihe verschluckt?! o_O [/B][/QUOTE]

Liebe BlackDawn,

ich glaube du stellst die falsche Frage: Das gastronomische Rezipieren literarischer Werke, führt nicht zur bewussten, Akkumulation deren Wissensinhalte.
BlackDawnDann ähm *räusper*, haben wir das ja jetzt geklärt.
:rolleyes: ;)
Traumexistenz[QUOTE]Dabei bewegt sich jedes Elektron und jedes Photon durch den Raum. Wo zum Teufel ist bei dir die dritte Dimension geblieben?[/QUOTE]
Auf atomarer Ebene funktioniert meine Theorie mit den Grenzflächen allerdings auch nicht mehr.
[QUOTE]Hui, du hast dir meinen Threadnamen zum Usernamen gemacht [/QUOTE]
Ich bin bei Namen schrecklich unkreativ und das Wort Traumexitenz wollte wir auch nicht mehr aus dem Kopf. (Wobei ich es aber anders benutzen würde als du: Existenz nur im/durch Traum)

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