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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Freiheit
LemuriaJaja, eine Frage, die ich mir sehr oft stelle: Wie frei bin ich denn eigentlich?
Jeder Otto-Normal Verbraucher würde mir auf diese Antowrt wohl sagen, dass ich frei bin und tun und lassen kann, was ich will. Aber so stimmt es ja nunmal nicht.
Ich bin abhängig von allen möglichen Ämtern und somit an unweigerlich zu verichtende Pflichten gebunden. Aber erstmal eine Definition: Was heißt eigentlich Freiheit? Frei sein? Ist es denn nicht so, dass der Mensch sich selbst in Freiheit sieht, selbst wenn er gesellschaftlich in den engsten Ketten liegt?....

Lemuria
St.MelancholieHallo,
Freiheit is ein umfassendes thema,freisein will jeder doch wie frei is man? An manche dinge muss man sich halten doch ich denke ich bin so frei,wie frei ich mir meine welt mache,viele menschen legen sich selbst in ketten.Doch ich finde manchmal muss man sich in ketten legen sich sozusagen verbrennen und dan die ketten sprengen und aus der Asche aufstehen die flügel ausbreiten und losfliegen.......
Black Moni"Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet." (M. Claudius)
Also endet meine persönliche Freiheit da, wo ich die Grenzen des anderen verletze.
@Lemuria
Abhängigkeit von Ämtern, Arbeitgebern, ect. bezeichne ich als Sachzwänge. Nicht immer schön, aber leider notwendig. Schränkt mich in meiner Freiheit nicht wesentlich ein.

@St. Melancholie
Manche Ketten legen wir uns selber an, auch um uns in trügerischer Sicherheit zu wiegen. Und es ist verdammt schwer die Ketten loszuwerden, um frei zu sein. (Man hat es ja jahrelang gelernt) Du hast schon recht mit dem Bild des Phönix aus der Asche, aber es ist sehr schwer.

Freiheit, ja was ist es für mich? Ein noch ungewohntes Gefühl. Habe vor kurzem beschlossen Ketten zu sprengen. Nicht immer nur Rücksicht auf andere zu nehmen (Grenzen werden aber eingehalten), mich nicht immer für andere zurückzunehmen, mein, wirklich mein Leben zu leben. Endlich ich sein.

Nachdenklicher Gruß
Moni
White_FangFreheit ist im individuellen ein ästhetischer Begriff, somit eine Geschmacksfrage. Ich persönlich halte es wie Jack London, und die einzige Freiheit die ich brauche sind ein paar Kubikzentimer Hirnmasse, und wenn ich meine Gedanken beisamme habe, kann ich es mir überall bequem machen.

Die Freiheit, wie sie im allgemeinen verstanden wird, ist zum einen eine Entscheidungsfreiheit, die nur eine Gesellschaft offerieren kann, da einem nur in einer Gesellschaft die Möglichkeit gegeben wird sich als Mensch zu spezialisieren, beruflich, schulisch, künstlerich, etc.
Die andere Form der Freiheit, ist die Befriedigung hedonistischer Impulse, egal wie geartet diese sein mögen, bei einer gleichzeitigen Reduktion gesellschaftlichen Sanktionen. Nun steht eine gesellschaftlichen Grundordnung im Konflikt zu dieser Freiheit. Dieser Konflikt kann an Qualität variieren, je nach der Gestaltung einer Gesellschaftsform, jedoch niemals eleminiert werden.
Nun ist die Auslegung der "gesellschaftlichen Ketten" zu kurz gefasst, denn diesen Ketten ermöglichen noch viel größere Freiheiten im Gesellschaftlichen Verbund. Das Optimum der Freiheit findet man also irgendwo zwischen Kollektiv und Individum.
Jedoch glaube ich, dass wir, und damit meine ich vor allem die sogennante "westliche Welt" bei der Erkämpfung -sicherlich wichtiger- bürgerlicher Freiheiten eine Freiheit geopfert haben, die die Menschen aller Zeiten besaßen, nämlich die Freiheit sich selbst einem Ideal zu opfern.
Leider sind wir in unserem Freiheitsdenken, derart liberalisiert, das heißt egoistisch, dass wir verlernt haben die Freiheit zu erkennen, die in der Selbstaufgabe stecken kann, und verachten es gerade zu, diese "Ketten" als Seil zu sehen, an dem alle ziehen können.
Ich persönlich, finde mein Optimum der Freiheit darin, sowohl individiuell, als auch produktiv zu sein.

Im übrigen, glaube ich dass es in dem Forum schon eine Threads dazu gibt.
KalypsoUnd habe ich einen freien Willen??
JakiHallo,
Ich werde mich morgen näher äußern.
Zunächst möchte ich auf einen tollen Link diesbezüglich hinweisen: [EMAIL=http://www.strokka.gmxhome.de/amatx/kap02.htm]Sind wir frei?[/EMAIL]

Super Sache!
Bitte lesen, wen das Thema interessiert.

Wer Wissenschaftlich interessiert ist sollte sich mal was von Gerhard Roth zu dem Thema raussuchen.
blackbeauty83Natürlich kannst du frei sein. Frei von allem was dich beschrenkt und diktatorisch bestimmt.
Die eigendliche Frage ist...Willst du das alles was du gewohnt bist zu haben für die absolute Freiheit aufgeben?
Freiheit bedeutet auf das zu verzichten was dir die doch so verhasste Geselschaft bietet.
Und das ist wie wir alle wissen nicht wenig...
prickly_roseIch glaube, dass es irgendwie unmöglich ist, richtig frei zu sein. Ein Menshc wird immer an irgendwas gebunden sein und das ist auch gut so, sonst würden viele Dinge doch wahrscheinlich nicht funktionieren. Dennoch können wir froh sein, denn wir sind mit Sicherheit freier als manch' anderer Mensch. Ich möchte da jetzt speziell Folter und Gefangenschaften in diversen Ländern ansprechen, wo Leute nur wegen kundgeben ihrer eigenen Meinung eingesperrt und gefoltert werden. Also somit sind wir doch schon relativ freie Menschen:D
prickly_rose[QUOTE][i]Original geschrieben von Jaki [/i]
[B]Hallo,
Ich werde mich morgen näher äußern.
Zunächst möchte ich auf einen tollen Link diesbezüglich hinweisen: [EMAIL=http://www.strokka.gmxhome.de/amatx/kap02.htm]Sind wir frei?[/EMAIL]

Also, ich würde das ja echt gerne lesen, aber wenn ich auf diesen _Link klicke, öffnet sich bei mir Outlook :rolleyes:
Ich weiß, dass gehört jetzt nicht hierhin und weicht ab, aber musste mal sein ;)
HerrSamsaWie frei sind wir, wenn wir uns von der Frage danach gefangen nehmen lassen? Es wird soviel darüber geredet frei zu sein, aber kaum jemand nimmt sich die Zeit dazu.
Freiheit ist Definitionssache. Der eine ist frei, wenn er an einem Gleitschirm hängt oder manch einer, wie meine Wenigkeit, fühlen sich erst mit einem Buch richtig frei.
Wer frei sein will, muß sich Freiheit erst einmal für sich selbst definieren und dann danach streben.

In diesem Sinne: Der Mensch ist frei in seinen Entscheidungen, geboren seinem eigenen Weg zu folgen!!
MondsilbertaufeIch denke, richtig frei werde ich mich erst fühlen, wenn ich keinen Zwängen mehr unterworfen bin.
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Ich denke, richtig frei werde ich mich erst fühlen, wenn ich keinen Zwängen mehr unterworfen bin. [/B][/QUOTE]

Wirklich?
Abgesehen davon dass die Aussage leicht tautologisch ist, ist das Bedrüfnis Frei zu sein auch ein Zwang, das heißt du findest deine Form der Freiheit höchstens im Tod.
Mondsilbertaufe:)

"Sie hielten sich für frei, und niemand wird je frei sein, solange es Plagen gibt." Albert Camus, Die Pest

Fand ich logisch :p
flyingappleEs gibt keine Freiheit.
Es gibt Kausalitäten, Sinnzusammenhänge und Faktizität.
Dein Körper - Genetik
Deine Persönlichkeit - Sozialisation

Lebe den Widerspruch!!!
flyingapple"Wie vereinbart sich das mit Deinem Glauben?"

(Ich arbeite dran/noch nicht fertig)
Lebe den Widerspruch!!!
Das ist der Akt meines Glaubens. Glauben hat nicht nur inhalt, sondern ist für mich in erster Linie auch eine Tätigkeit.
Ich denke, die Faktizitäten meines Lebens sind unabänderlich.
Beeinflussbar ist meine Einstellung ihnen gegenüber.
und ich sage: "leck mich doch am arsch (nicht zu dir/ zu den Faktizitäten), das ist kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken und zu sagen, dass alles sinnlos ist.
(Für mich ist trotzdem nicht alles vorhersehbar...)

Das es nicht lustig ist, ist kein grund nicht zu lachen.
Mein Glaube ist ein großes: Ich lebe trotzdem!
(Schließlich gibt es auch schöne Dinge im Leben, was glauben auch bewusst macht.)
Das Leben ist paradox, absurd, sinnlos, und wir haben uns das nochnicht mal ausgesucht...
Mein glaube sagt: ist ok!
Sinnvoll/wertvoll sind Dinge, denen wir einen Sinn/Wert geben.
Mein Leben macht nicht deshalb einen Sinn, weil Gott mich geschaffen hat (an einen Gott, der da sitzt und schnipp macht glaube ich eh nicht) Gott ist die Bedingung der Möglichkeit allen seins. Viele Dinge die aus Christlicher Gemeinschaft erwachsen, machen für mich sinn.
Ich habe mit meinem Glauben die Möglichkeit mein Leben mit anderen so zu gestallten, dass es für mich sinn macht.
Auch erfahre ich in meinem Glauben eine bestimmte Sorte Freiheit.
Nämlich die aus der Erfahrung der Unbedingtheit heraus.
Wir setzen keine Messlatte zu Beurteilung wertvollen Lebens.
Jeder hat unbedingtes Recht zu Leben. (nicht die Pflicht)
Ich kann sein wie ich will, ohne schief angeguckt zu werden. Hier gibt es eine Masse an Unikaten, die daraus erwachsen.
Was die Gesellschaft einem vorgibt sein zu müssen: Werbung, Serien etc. wird für irrelevant erklärt.
Jeder hat doch irgendnen Schuss weg.
Das ist ok!
wenn ich mich freue und ich habe Bock durch den ganzen Flur zurennen oder nen Handstand oder sonstwas zu machen, dann mache ich das, usw.
Christliche Gemeinschaft ist ein Ausweg aus Selbstentfremdung.

Tut mir Leid- ist ein bisschen konfus- hoffe es ist ansatzweise rübergekommen was ich meine.

Ach so fast vergessen:
Ich hatte mal ein Problem mit der Frage, was die Verbindung zwischen mir heute und mir vor 10 Jahren ist.
Schließlich ist ein Körper nach 7 Jahren materietechnisch komplett ausgetauscht. Und ich bin heute nicht die Persönlichkeit von gestern.
Meine DNA und Sozialisation, ist da für mich nicht heranziehbar- die bleiben auch nicht.
Antwort.:
Ich habe eine Seele:
unendlich, unveränderlich, einmalig. (das ist auch Glauben- Ergänzung- kein Wiederspruch zur Wahrheitssuche)
Menschen sind für mich immer mehr als ich sehen kann.
"Einen Menschen lieben, heißt ihn so sehen, wie Gott ihn gemeint hat." In Bezug auf Liebe- sagt der Spruch nicht viel- entscheidender finde ich das "gemeint" sein des Menschen -das Mehr-Sein- nicht im sinne von besser, mächtiger oder was da sonst so gerne rein interpretiert wird- einfach anzunehmen, was nicht zusehen ist- das verändert den ganzen Blick und das ist die Funktion- mehr nicht.

Und danke für die Frage!- das bringt mich weiter...
TrauerwesenDa stellt sich ja auch die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat, oder ob er durch Synapsenereignisse und Instinktreste gesteuert ist. Unabhängig von Kultur, staatlichen Einrichtungen etc würde ich die Frage noch hinzufügen. Und dazu denke ich sind wir nur bedingt frei.
flyingapple@Nix:
Ich denke beides ist wahr!
Deswegen lebe ich den Widerspruch!
Die Wirklichkeit ist nicht logisch.
Man muss erkennen, dass man nicht frei ist-
und/(um?) dennoch frei sein- sich dennoch frei fühlen!
-->Es passt doch!

Wie wärs wenn du dich mal zum Thema äußern würdest?
Die Diskussion würde bestimmt bereichert.
grünerSteinDie Wesen sind niemals frei, doch können sie sich frei fühlen.
Sei dieser Thread ein Beispiel; Sprache bindet....
Wirklich frei sind nur Gedanken....

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