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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Ist Wirklichkeit relativ?
Black-Hole[Color=Violet]Wirklichkeit

Der Mensch ist meines Erachtens nicht in der Lage, die Wirklichkeit als solche wahrzunehmen, er kann nur zu der Erkenntnis kommen, die ihm, sein Geist erlaubt, die Welt wahrzunehmen und zu hinterdenken. Jedoch ist es nur ein Schein, jeder betrachtet anders die Dinge, demzufolge ist die Schlussfolgerung eines jeden die einer anderer(verallgemeinert). Die vielen Glaubensansichten über die Welt, angefangen vom Ursprung und dessen Ursache, möchte ich meinen, es überhaupt nicht möglich sei, ein klares Bild über die Wirklichkeit und dessen Wahrheit zufinden.
Wie denkt ihr über meine Aussagen?

Gruß Black-Hole[/Color]
fraeulein graunatürlich.

alles ist relativ.

realität selbstverständlich auch.

sogar die lichtgeschwindigkeit gilt nicht mehr unangefochten als absolut..
BellumCogitatioDas, was wir über unsere Umgebung erfahren, alsoo unsere Realität abbildet, ist ja nur das, was unsere Sinne aufnehmen können und unser Gehirn daraus verarbeitet.
Nun sollte man davon ausgehen, dass jeder Mensch das gleiche wahrnimmt... aber sicher sein kann man sich nicht...

Ich kann ja nicht mit letzter bestimmter Sicherheit sagen, dass das, was für mich als Farbe Grün definiert ist, nicht von anderen Menschen wieder anders definiert ist. Nur so als Beispiel.

Und dass der Mensch die vollständige Wirklichkeit nicht wahrnehmen kann, erklärt sich alleine daraus, dass die menschliche Sinnesapparatur beschränkt ist. Wir können nur Licht in einem bestimmten Spektrum sehen, Töne auch nur in einem begrenzten Frequenzbereich, Magnetismus können wir gar nicht wahrnehmen, ebenso wenig wie wir Radioaktivität wahrnehmen oder Funktwellen.
Man kann also niemals ein komplettes Bild von der Realität bereitgestellt bekommen.
DarkSeraphimNatürlich ist wirklichkeit relativ.
-Verschiedene Leute reagieren beim Anblick des selben Gegenstandes anders. Es sind unterschiedliche Emotionen, die den Gegenstand für uns unterschiedlich machen.
-Wir sehen manchmal im Augenwinkel Dinge, die Andere nicht so wahrnahmen. Sind Schatten und Schemen (eventuell auch anderes) dadurch weniger real???
-Es gibt diverse Augenschwächen, die einen anders sehen lassen.
Sieht man dadurch nicht auch die Realität???
-Manche Leute sehen komplett anderes, andere Welten, andere Erscheinungen dieser Welt. Wird es Realität, durch das wahrnehmen durch den Normalbürger, wird es real, durch das Glauben einzelner Personen daran??? Für Die, die es sehen, scheint es real. Gedanken sind auch nicht sichtbar... sind sie dadurch weniger real???
-Gibt es Realität überhaupt??? (sorry, wenn es nicht hierher passt, oder schon an anderer Stelle diskutiert wird)
Dr. Nihil[QUOTE][i]Original geschrieben von BellumCogitatio [/i]
[B]Das, was wir über unsere Umgebung erfahren, alsoo unsere Realität abbildet, ist ja nur das, was unsere Sinne aufnehmen können und unser Gehirn daraus verarbeitet.
Nun sollte man davon ausgehen, dass jeder Mensch das gleiche wahrnimmt... aber sicher sein kann man sich nicht... [/B][/QUOTE]

Ich würde noch weiter gehen: das, was "wir" als unsere Sinne(sorgane), als Gehirn und insgesamt als "Ich" bezeichnen, ist selbst ebenfalls nichts weiter als Wahrgenommenes - jedenfalls wenn man konsequent in diesem erkenntnistheoretischen System argumentieren will. Daher kann der Satz "Ich denke, also bin ich." keinen Bestand haben; es muß heißen: Wahrnehmung ist - ob es einen Wahrnehmenden gibt oder nicht, muß mangels Erkennbarkeit dahinstehen. Mehr kann nicht mit Sicherheit behauptet, aber auch nicht mit Sicherheit verneint werden. Man möge diesem Ansatz -eine vorweggenommne Verteidigung gegen einen naheliegenden Einwand- nicht entgegenhalten, daß es ausgeschlossen sei, Wahrnehmung ohne wahrnehmendes Subjekt oder anders ausgedrückt: abrufbare Daten ohne Datenträger zu denken. Dieser Einwand wird deshalb nicht gehört, weil er auf einer Annahme beruht, die ihrerseits nur innerhalb der Wahrnehmung ihre Gültigkeit hat.

Gruß
Dr. Nihil
Mell-Es gibt keine Realität-
BellumCogitatioGut, nehmen wir also an es gäbe keine Realität.

Erkläre mir bitte, was du bist! Und auch was alle Anderen dann sind.

Würde mich interessieren, was du für eine Ansicht/Theorie dazu hast.
CordhörnchenIch kann euch da nur wärmstens zu einem Buch raten:

von Alan Musgrave, "Alltagswissen, Wissenschaft & Skeptizismus"


wozu Dinge mit Sicherheit behaupten, wenn sich "vernünftige" Behauptungen bewähren?
ich für meinen Teil kann auch mit temporären Wahrheiten leben & hinterfrage nicht alles,
aber ich spar mir das Hinterfragen auch nicht VÖLLIG!

der kritische Rationalismus ist meins! ob unser Denken jez auf Axiomen fußt, deren Gewissheit nicht bewiesen werden kann oder die einfach nicht vorhanden ist, ist mir einerlei!

Realität ist, was du wahrnimmst!
und es gibt gewisse allgemeine Synergien in puncto Erkenntnis (als Bsp die Erdanziehungskraft), deren Existenz wohl kaum zu bezweifeln ist, deren Natur aber hinterfragt werden muss!
Cordhörnchen[QUOTE][i]Original geschrieben von Mell [/i]
[B]-Es gibt keine Realität- [/B][/QUOTE]
WAS lebst du dann? bzw worin?

wärs nur eine Illusion/Halluzination/ein Traum, wärs trotzdem eine -subjektive- Realität!

müde grüße
Mell@ BellumCogitatio
Was ich bin und was alle anderen sind?
-Ich hab, ehrlich gesagt, keine Ahnung.
Wahrscheinlich ist alles nur ein riesiger Traum und wir existieren in “Wirklichkeit“ gar nicht.
Wir können nur dadurch wissen, dass wir existieren, weil wir es selber so sehen. Und das ist dann wieder nur unsere eigene Realität. Wir können aber nicht aus uns selbst heraus und alles allwissend, wirklich und echt sehen.



@ Cordhörnchen
Ok ich stimme zu, dass es eine subjektive “Realität“ gibt, aber Realität heißt doch Wirklichkeit, wenn etwas also nur für mich selbst so scheint, dann muss das doch nicht in Wirklichkeit auch so sein. ( Unsere eigene Realität ist nur für uns selbst real, in Wirklichkeit aber ist sie das nicht. )
Ich finde, etwas verdient nur die Bezeichnung: “Wirklichkeit“, wenn es ganz echt ist, für alle Menschen, Tiere…- alles was existiert gleich real, die gleichen Gefühle verursacht.
Die “subjektive Realität“ ist für jeden anders.
Allerdings denke ich, dass man aus seiner eigenen subjektiven Realität nie entfliehen kann, man kann nie sehen und fühlen, wie das was passiert wirklich ist, da müsste man in diesem Moment wissen, was alle gerade denken, fühlen, alles erfassen was passiert, dann wäre man so etwas wie Gott. Aber was hätte das für einen Zweck?
- Gar keinen ,oder?
.
jeder lebt in seiner eigenen Realität , die allerdings auch nur eine eigene Traumwelt ist.
Aber was soll´s ? - was für mich selber wahr ist, ist wahr, egal wie alle anderen das sehen.

jeder sieht die Dinge anders. Es kann niemand sagen, dass das was ein anderer fühlt falsch ist- weil es keine Realität gibt./es gibt keine wirkliche, also objektive Realität.

- Grüße zurück
Bunbury[COLOR=orange].

Andererseits gibt es da natürlich noch Theorien über den Beobachter.
D.h. wenn irgendein System soetwas wie den Menschen erschaffen hat bzw. solange die Ursache eine solche Wahrnehmung der Realität vorsieht, kann diese dann überhaupt völlig anders sein?

MfG
Bunbury
.
[/COLOR]
PallorPff, Realität ist ein Faktum für mich,
und ich erschaffe mir meine Realität.

Der Satz "Ich denke also Bin ich" hat gewicht noch immer,
aber einzig und allein für mich.

Was oder wer ihr seit kann ich nur anhand weniger Informationen und einer regen Fantasie zusammen setzten.
Und wenn mein Gehirn bestimmte Dinge nicht mag, wird es diese einfach vernichten.

Ich vermute das dies jeder Tut, aber woher soll ich wissen
das ihr überhaupt wircklich seit?

Pendark, mit einem schmunzeln
hitokoridie realität entsteht in jedem von uns der ist!

das nie alle die selebe realität wahrnehmen ist selbstverstaendlich da nie menschen genau die selben raum koordinaten haben und somit durch andere sinneseinflüsse gereizt werden und ich denke das es sehr unwahrscheinlich ist das es eine instanz in uns gibt (zb gehirn) die diese halbwegs gute (?) wahrnehmung zu der "wahren" realität aufarbeiten kann!

dies setzt die existenz einer außenwelt nicht vorraus weil realität ist was ich als subjektiv wahr empfinde oder aufgrund überwaeltigender fakten akzeptieren muss weil es der logik oder empirie entsprungen ist!

warum nicht zwei von einanderunabhaengige wesen , ohne außenwelt, sich die selbe scheinwelt "errichten"? - ich denke das es statistisch unwahrscheinlich ist weil die realität unendlich viele fakten beinhaltet.... was aber wenn es unendlich viele von diesen wesen gibt? dann müssten sich irgendwann mal 2 realitätsmodelle exkat überschneiden!

aber das wäre nur der fall wenn es keine außenwelt gäbe und unendlich viele individuen die sich eine realität einbilden.

eine physikalische welt die durch gesettze zur realität gezweungn werden kann müsste überhaupt existieren und man könnte sie nicht ohne indirekte messungen wahrnehmen und somit nie die realität finden weil der mensch seiner intuition und wahrnehmung mehr traut als maschinen!!
Cordhörnchen[QUOTE][i]Original geschrieben von Pallor [/i]
[B]Pff, Realität ist ein Faktum für mich,
und ich erschaffe mir meine Realität.

Der Satz "Ich denke also Bin ich" hat gewicht noch immer,
aber einzig und allein für mich.

[/B][/QUOTE]

"Ich denke also bin ich" als Basis! schön! und weiter?
wie willst du von diesem Wissen auf eine Realität um dich herum schließen?
du sitzt damit auf einer Insel, von der du nicht herunterkommst!!

@hitokori:
"die realität entsteht in jedem von uns der ist!"
-
ich meine, eine "Idee" (strapaziertes Wort -.-) der uns umgebenden, aus Objekten bestehenden Realität entseht in jedem von uns, auf der Basis von Sinnesdaten!
Jedes Objekt hat gewisse Eigenschaften, die in jedem Betrachter eine ähnliche Idee hervorrufen können.
...
Ich werd das fortsetzen, wenn ich Zeit dazu hab, verzeiht :/
DeusExMachinaRealität und Relativität sind meiner Meinung nach inkompatibel!

Wenn ich von einer Realität spreche meine ich unsere Welt in der wir alle leben und die wir erfahren ,erforschen und wahrnehmen können. Durch verschiede Verarbeitung dieser informationen bildet sich jeder seine eigene Realität doch dies würde ich nicht als relativ bezeichnen.

Relativ wäre meiner Meinung nach, wenn es keine Realität gibt. Es gibt kein richtig oder falsch. Ein Traum ist genauso existent wie ein Stein den ich in der Hand halte wenn ich wach bin. Es gibt keine " eine " Welt die jeder nur unterschiedlich wahrnimmt, sondern es wird eine Welt nach unseren Gedanken gebaut und beeinflusst.
AstatosZu genau diesem Thema (wenn auch in einem vollkommen anderen Thread) habe ich erst eine sehr rege Diskussion mit einem anderen Mitglied auf diesem Forum hinter mir...

Das ganze läuft doch darauf hinaus, dass man nur seiner eigenen Erkenntnisfähigkeit sicher sein kann...
Das einzige, was wir unanfechtbar für richtig und existent betrachten können, sind wir selbst... Sowiet kann ich auch noch mitgehen...

Daraus ergibt sich noch kein Problem, wenn ich jedoch sage, alles entspringt nur meinem eigenem Bewusstsein, sieht das ganze ein wenig anders aus...

Ich persönlich sehe das ganze so... Es gibt eine "echte" Welt, von mir aus auch "Realität" oder sonst was, der Begriff dafür ist vollkommen egal).
Es existiert ein allumfassendes "System" (also die "echte" Welt), in welchem wir existieren. Jedes Individuum nimmt aus diesem System seinen Fähigkeiten entsprechende Sinnesreize auf und interpretiert diese für sich selbst. Dadurch entsteht für jeden eine vollkommen eigene Realität (welche zum Teil extrem von dieser "echten" Welt abweichen kann)...

Jedes Individuum interagiert in irgendeiner Weise mit dieser "echten" welt, kann diese jedoch nur aus seiner eigenen Sicht (und damit vollkommen verfälscht) wahrnehmen...


Mittlerweile habe ich mich mit allen möglichen Modellen und Theorien auseinandergesetzt, doch die einzige die für mich einen wirklichen Sinn ergibt, ist die oben (in stark verkürzter Form)genannte...
Auch wenn ich aus meiner eigenen Realität nicht auf die existenz einer "echten" Welt schließen kann, ergibt diesesw Denkmodell als einzigstes einen wirklichen Sinn (zumindest für mich)...

Ich hoffe, ich habe mich nicht wieder irgendwo in meinen Ausführungen vertan (sowas kann schnell zu Missverständnissen führen)...

So und jetzt könnt ihr meinen Beitrrag gerne auseinandernehmen ;)(bin das gewöhnt)...
Eilicher GeistHättest die Frage anders stellen sollen. So fällt die Antwort leicht:
Wirklichkeit ist für uns subjektiv- und darum relativ.

Aber Wirklichkeit ist der Wirklichkeit objektiv und damit nicht relativ.
Also ist Wirklichkeit in Wirklichkeit nicht relativ!
Cordhörnchen@deusexmachina & Astatos:
stimmt, "Relativität" würde in einen Immaterialismus münden, in dem du, ähnlich Berkeley, ziemlich allein wärst (außer du projizierst DEINE Realität auf einen Gott :P)
wenn nur das "wahr" ist, was du selbst wahr nimmst, was sind dann die Objekte?
4 Möglichkeiten:
-Objekte, die von selbst bestehen & von allen wahrnehmbar sind, dann sind sie nicht relativ
-Objekte, die bestehen, aber nur individuell (subjektiv als Sinnesdaten) wahrzunehmen sind --- diese wären dann nicht relativ!
-es gibt nur Ideen, die einfach da sind, die jeder anders wahrnimmt - relativ
-es gibt die Ideen, die ein Gott uns gibt, die für jeden ähnlich sind!

da gibts sicher noch mehr, aber das is alles, was mir momentan einfällt :)

ich tendiere zu "Antwort" Nummer 2!
ich bekenne mich zum Materialismus =)

die Wahrnehmung is eine unterschiedliche, das ändert aber an den OBJEKTEN und deren EIGENSCHAFTEN nichts!!!
Tommowirklichkeit ist individuell
für ein jedes menschlein
die wahrnehmung beschränkt sich auf die sinne
unser gehirn wandelt sinneswahrnehmungen

your brother
Astatos[QUOTE]wirklichkeit ist individuell
für ein jedes menschlein
die wahrnehmung beschränkt sich auf die sinne
unser gehirn wandelt sinneswahrnehmungen

your brother[/QUOTE]

es gibt allerdings einen kleinen unterschied zwischen der "Wirklichkeit" und der "Wirklichkeit"...

Zum einem wäre da die Wirklichkeit, so wie sie jeder seinen Sinneswahrnehmungen und seiner Interpretation dieser kennt (und damit eine für ein jedes menschlein beschränkte wahrnehmung)
und die andere "Wirklichkeit" die sämtliche realen Gegenstände, das komplette (für uns größtenteils nicht wahrnehmbare) elektromagnetische Spektrum, sämtliche (für uns nicht erfassbare) Energien usw. beinhaltet...

Diese Allumfassende Wirklichkeit ist diejenige, die alle individuellen wirklichkeiten eines jeden Lebewesens miteinander verbindet (in möglichen Sinnesreizen und in der interaktion mit dieser)...
Cordhörnchen----> die Gesamtheit der Objekte! willkommen im Materialismus :)
Tommosehr gut..
unser denken, die wissenschaft
den "sinn" der geistigen wahrnehmung

your brother
Tommoder glauben

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