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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Alles ist relativ?
japanfreakHallo alle zusammen.
Ich hab da eine Frage die mich schon jahrelang quält...
vielleicht ist sie auch zu einfach als das ich eine Antwort finde...

Ich hoffe jedenfall das mir jemand antwortet..
Villeicht reicht eine Antwort..

also..jetzt zum kern:
"alles ist relativ" dieser satz geistert mir durch den kopf.
Aber wenn alles relativ ist, dann ist auch "alles" an sich relativ...
und das heisst das nur relativ alles relativ ist..
das heisst das es dinge gibt/geben muss, welche nicht relativ sind.
aber wenn so ein begriff jetzt zum beispiel alles ist,
dann ist es ja nicht relativ und das nimmt die voraussetzung....
:rolleyes: ich weiss..warscheinlich versteht das niemand..

aber ich danke jedem der antwortet...

_______________________

die dummen gedanken eines 13-jährigen
Cordhörnchender Satz "Alles ist relativ" klingt gut, gemeint ist aber "Alles verhält sich relativ ZUEINANDER" (soweit ich das verstanden hab =_=)

was würde das "alles ist relativ", so wie du es interpretierst, bedeuten?
und was soll ein "realtives Alles" sein?
Über eine Wortspielerei reicht das meines erachtens nicht hinaus...


wenn du mit der RELATIVITÄT die SUBJEKTIVITÄT der Objekte & Sinnesdaten meinst, solltest du mal im Archiv (ich setz mal voraus, dass es hier sowas gibt..) stöbern, dieses Thema is mit Sicherheit schon ausführlichst behandelt und durchdacht worden...
japanfreakaksoo
relativ zueinander...
sorry sorry

fehler gemacht
danke für die antwort

thema kann man schliessen
Eilicher GeistDa der Satz "alles ist relativ" sich natürlich mit einschliesst, ist es sehr wahrscheinlich, dass alles NICHT relativ ist ;)

Zum Thema: Ist Wirklichkeit relativ? -> [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=41791[/url]
Nymphenzeitwenn man schon dabei ist sich an einem falsch interpretierten satz aufzuhängen: es müsste nicht nur das ALLES sondern auch die relativität an sich relativ sein... also relativ relativ :D


ich will mich nicht in worten verlieren..
so denn.. grüße
Eilicher Geist[QUOTE][i]Original geschrieben von Nymphenzeit [/i]
es müsste nicht nur das ALLES sondern auch die relativität an sich relativ sein... also relativ relativ :D
[/QUOTE]
Ich sehe keinen Unterschied in den Interpretationen.
Darum geht es doch die ganze Zeit..

:D
Bunbury[COLOR=orange].

Also erstmal bin ich der Meinung, daß das "alles" nicht unbedingt auch relativ sein muß. Die Möglichkeit einer eindeutigen, alles umfassenden Aussage wird meiner Meinung nach nicht dadurch eingeschränkt. Immerhin heißt relativ soviel wie "erst in Beziehung zu anderen einzuordnen" (ist meine private Deutung, lasse mich gerne korrigieren) und Aussagen die sich auf "alles" beziehen könnte man nur ins Verhältnis zu einem anderen "alles" setzen, was widersprüchlich wäre. Meiner Meinung nach ist es zulässig eine Hypothese über "alles" aufzustellen, ohne einen Nachweis über die Vollständigkeit des betrachteten Objekts antreten zu müssen.

Und zweitens kommt mir da gleich die Monty Python Philosophie in den Sinn:
Wenn man z.B. feststellt, daß alle Dinge völlig unterschiedlich sind ist es kein Widerspruch wenn eines der Dinge gleich ist.
Sprich: auch wenn alles relativ ist, kann ein einzelner Parameter durchaus nicht relativ sein, weil er es dennoch ist, da alles andere relativ ist.

MfG
Bunbury

P.S.: gleich nochmal den "Philosophers Beer-Drinking-Song" einlegen...

.

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bItbreakerWie oben irgendwann sachonmal gesagt: Relativität bezieht sich auf 2 Dinge (Taten etc.). Beispiel 3 Eimer:
1. ist der klein
2. ist mittelgroß
3. ist groß

Also ist der 2. im Verhältnis zum 1. relativ groß (Verhältnis 1. Eimer und 2. Eimer) und im Verhältnis zum 3. relativ klein (Verhältnis 2. Eimer und 3. Eimer)
PhönixAls bekennender Naturwissenschaftler begegnet mir die Relativität ja "relativ" häufig, aber mir würden da schon spontan einige Sachen einfallen, die nicht relativ sind, also physikalische Größen, die in jedem Bezugssystem gleich sind. Z.B. Lichtgeschwindigkeit oder der absolute Nullpunkt. Es ist also nicht alles relativ.
Gr. Gaulichtermaybe @Phönix
aber nur, wenn du nicht davon ausgehst, dass nebem diesem noch ein anderes universum besteht und möglicherweise die lichtgeschwindigkeit nur deswegen ca. 300.000 km/s beträgt, weil unser universum vielleicht eine geringere masse hat, als die des nachbaruniversums. naja, das kann keiner wissen.

das absolute im relativen reicht mir vollkommen aus: ein liter milch muss nicht unbedingt 3,50 kosten, 49 cent tun's auch. :D

gg.grüße
Bunbury.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Phönix [/i]
[B]Als bekennender Naturwissenschaftler begegnet mir die Relativität ja "relativ" häufig, aber mir würden da schon spontan einige Sachen einfallen, die nicht relativ sind, also physikalische Größen, die in jedem Bezugssystem gleich sind. Z.B. Lichtgeschwindigkeit oder der absolute Nullpunkt. Es ist also nicht alles relativ. [/B][/QUOTE] [COLOR=orange]

Ja aber man muß sowas ja - zumindest im philosophischen Sinne - nicht unbedingt auf das Bezugssystem selbst beziehen.

Wir Menschen empfinden ob unserer Körpertemperatur von ca. 37°C den absoluten Nullpunkt als relativ kalt. Natürlich ist 0K gegenüber jeder anderen Temperatur kalt - außer den Physikern macht aber kaum jemand einen Unterschied ob es nun 0K kalt oder schon -270°C "warm" ist.

Es wäre also immernoch eine absolute Größe, im Sinne des Zitats aber durchaus relativ bewertbar, weil für den Menschen rein qualitative Aussagen oft keinerlei Bedeutung besitzen. Wir bewerten Unterschiede meist nur aufgrund der Größe des Gradienten - also ausschließlich quantitativ gewichtet.

Andere Bezugssysteme sind für den menschlichen Geist schon schwer vorstellbar - ein Nachweis geradezu unmöglich. Wozu sollte er seine Denkweise einer, wenn auch plausiblen, dennoch für ihn nie erfahrbaren Hypothese anpassen?

Wenn wir aber nur innerhalb unseres Bezugssystemes, also unserer Erfahrungswelt denken können, dann kann man eine einzige absolute Größe nicht von den Relativen unterscheiden. Wie gesagt: wenn wirklich alles unterschiedlich ist hat man keine Möglichkeit einen einzigen absoluten Fall als solchen zu erkennen.

MfG
Bunbury

P.S.: "Heidegger was a bearly bagger and he could think you under the table" - philosophers drinking song

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Cordhörnchen[QUOTE][i]Original geschrieben von Bunbury [/i]
[B].
[COLOR=orange]

Ja aber man muß sowas ja - zumindest im philosophischen Sinne - nicht unbedingt auf das Bezugssystem selbst beziehen.
[/COLOR] [/B][/QUOTE]
ohne Bezugssystem und -punkt gibts auch keine Relativität!

In der "Realität"(diesen Ausdruck bitte in anderm Thread diskutieren :P), so wie wir sie kennen bzw die Physik sie kennt, gibt es diese Naturkonstanten, die nach derzeitigem Wissensstand unanfechtbar sind!
natürlich kann man sagen, dass sich das später mal ändern wird, aber der absolute Nullpunkt wird derselbe bleiben!! weniger als KEINE Moleküle können sich kaum bewegen ;)

@bunbury: Diese Weltanschauung hat aber wenig mit der "relativen" des Menschen zu tun, da sie lediglich aus Abstrakta besteht & individuelle Empfindungen ignoriert!

Das Individuum darf, wenn es um physikalische Größen geht, nicht mehr als Bezugssystem herhalten, weil es subjektiv & daher nicht allgemeingültig ist!
das macht die Wirklichkeit aber nicht relativ, sondern sie zu einem unterschiedlichen Erlebnis für jedermann!

ad "Wie gesagt: wenn wirklich alles unterschiedlich ist hat man keine Möglichkeit einen einzigen absoluten Fall als solchen zu erkennen

Es gibt sogenannte EXTREMWERTE :)
Als Beispiel diene uns hier eine Hügellandschaft!
Sie hat eine Amplitude von 5000 Höhenmetern, es gibt einen Tiefpunkt und 2 oder mehr höchste Punkte (beliebig, wieviele von welcher Art)
für mich wär das ein, zumindest temporär gültiges, Bezugssystem!
sollte es ein ANDERS geben, dessen Ampitude vielleicht 10000 Meter umfasst, mag man es in Relation dazu setzen. ebenso ein System mit 1000 Metern!

gesetzt dem Fall, dass ab 25874,3 Metern JEDE Art von Gesteinsformation zu zerfallen anfängt, einfach nicht mehr bestehen KANN, mag man diesen Punkt als ABSOLUT ansehen, in Bezug auf
Felsformationsamplituden :P

wir können also absolute Fälle erkennen!
(und bitte fallt nicht über das blöde Gebirgsbeispiel her, es is eine billige analogie, aber mir is grad nix andres eingefalln :) )

auf Basis eines absoluten Falls lässt sich ein Bezugssytem errichtet (dazu raucht es nur EINEN (archimedischen!?) Punkt, an dem man es aufhängt!

...und diese Konstanten wären nicht relativ, man kann aber Dinge in Relation dazu setzen!
japanfreakIrgendwie wird jedes Thema das ich beginne irgendwann so kompliziert das ich überhaupt nicht mehr mitreden kann...


schon traurig:confused:
Eilicher GeistDarum beginne ich erst gar keine ;)
Cordhörnchen[QUOTE][i]Original geschrieben von japanfreak [/i]
[B]Irgendwie wird jedes Thema das ich beginne irgendwann so kompliziert das ich überhaupt nicht mehr mitreden kann...


schon traurig:confused: [/B][/QUOTE]
wären die "Antworten" einfach, wozu bräuchten wir dann dieses Forum!? :D
Bunbury.
[QUOTE][i]Original geschrieben von japanfreak [/i]
[B]Irgendwie wird jedes Thema das ich beginne irgendwann so kompliziert das ich überhaupt nicht mehr mitreden kann...[/B][/QUOTE][COLOR=orange] ...also sind Deine Fragen evtl. garnicht so schlecht...


@Cordhörnchen (übrigens schöner Nic) -

Ich bestreite ja nicht mal unbedingt, daß sich die Naturwissenschaften Bezugspunkte schaffen müssen und wegen mir auch nicht, daß es real welche geben mag. Letzteres zweifle ich lediglich an - das ist ja ein Philosophiethread, da muß man mit sowas rechnen ;o)

Aber ich betrachte den Satz "alles ist relativ" eher aus philosophischer und weniger aus naturwissenschaftlicher Sicht und da geht es nunmal um Wahrnehmung, Erkenntnis und Bedeutung.

Alle physikalischen Weltbilder sind anfechtbar, weil ja noch nichtmal geklärt ist, ob es sowas wie eine Realität oder Wahrheit überhaupt gibt.

Was Physiker tun ist Prozesse zu beobachten und bei Reproduzierbarkeit eines Prozesses Ursache und Wirkung zu analysieren und Gesetzmäßigkeiten abzuleiten.
Man kann sich Bezugspunkte und damit Bezugssysteme definieren, die Grenzen beschreiben und innerhalb dessen Aussagen treffen. Ich bin aber der Meinung, daß man so ermittelte Gesetzmäßigkeiten nicht als absolute Wahrheit begreifen kann, solange das Bezugssystem selbst relativ - weil willkürlich festgelegt ist.

Das hast Du ja selbst mit "zumindest temporär" etwa beschrieben.

Ich will ja die Physik nicht in den Schmutz oder alles naturwissenschaftliche Wissen in Zweifel ziehen. Ich selbst bin völlig zufrieden mit der Erkenntnis, daß mein Kaffeewasser in unseren Breitengraden meist bei ca. 100°C kocht - und das mein Auto mich (relativ) verlässlich von A nach B bringt, sofern man ein paar Randbedingungen wie Tankfüllung, Bereifung und Batterieladung einhält.

Rein naturwissenschaftlich würde ich einer absoluten Definition der Punkte A und B innerhalb eines abgesteckten Bezugssystemes auf jeden Fall zustimmen. Aus philosophischer Sicht hege ich aber meine Zweifel, ob es die Punkte A und B überhaupt gibt.

MfG
Bunbury

P.S.: ich glaube so unterschiedlich sind die Standpunkte garnicht - für mich hat der Begriff "relativ" lediglich eine eher geisteswissenschaftliche Bedeutung, für Dich eine eher naturwissenschaftliche.


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