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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: als gott mit wasser spielte ...
neptuniaes ist schwer in dieses tagen, sich nicht mit der riesigen welle zu beschäftigen.

die medien sind überfüllt davon.
(ich versuche, mich nicht überfluten zu lassen, bemühe mich, ein paar wenige ausgesuchte informationsquellen zu benutzen und den rest auszuschließen.)
gestern gab es ein unglaubliches interview auf einem privatsender (ich konnte nicht schnell genug die fernbedienung finden ...) - ein reporterchen befragt einen deutschen tauchlehrer in thailand, der im begriff ist, die leichen aus einem bus im swimming-pool zu bergen, was der denn zu finden hofft ...

doch darum geht es mir eigentlich nicht, das ist nur geplänkel.
aber es bringt mich zum nachdenken.
was genau soll ich über diese flutwelle denken?

verglichen mit anderen begebenheiten, erscheinen mir diese naturkatastrophen als akzeptabler.
die kriege der letzten zeit, die nur etwas weniger zerstörung hinterlassen haben, waren mir unangenehm, menschenwerk bei dem es nur um macht und geld geht.

müßte ich mich entscheiden zwischen dem tod durch krieg oder natur, würde ich lieber in wassermassen sterben. weniger sinnlos.

aber was ist der sinn der naturkatastrophen?
da kommt gott ins spiel.

in meiner gottesauffassung gibt es kein unterscheiden von gut und böse, arm und reich, christen, juden, moslems, hinduisten und buddhisten, tod und leben. vor gott sind tatsächlich alle gleich.

die flutwelle nahm alle gleichermaßen mit, alle, die erreichbar waren. als eine möglichkeit, was passiert. was passieren kann. in diesem weltgefüge passieren dinge, die für die daran beteiligten unabänderliche konsequenzen haben, aber insgesamt gesehen eben die möglichkeiten ausschöpfen ...

womit wir wieder beim "schöpfer" sind.
trennen wir mal die "göttliche" ebene von der menschlichen.
die welt, die von gott (oder meinetwegen einer göttlichen energie oder welchen namen man auch verwenden mag) geschaffen wurde, hat eben alle diese möglichkeiten. es wird täglich erschaffen und wieder zerstört. betrachtet man es von der "göttllichen" ebene, macht es sinn - setzt man voraus, daß nur dadurch die dinge sich entwickeln ...
von der menschlichen ebene aus betrachtet ist es vollkommen anders.
jedes einzelne schicksal möchte beachtet werden. der tod erscheint "ungerecht", ebenso das leid und die hilflosigkeit ...

(als kind war ich einmal an der italienischen riviera im meer schwimmen. es war eine viel stärkere bewegung im wasser als an der adria. ich schwamm zuweit raus. und wenn es mir auch keine große schwierigkeit bereitete, über wasser zu bleiben, ich trieb ab ... hätte mich nicht ein mann wieder an land gebracht (der wohl verwundert war, ein kleines mädchen soweit draußen schwimmen zu sehen), ich wäre erst in frankreich wieder an land gespült worden ...)

und so, als menschlein, fühle ich mich hin und her gerissen. kein menschgemachter krieg, so etwas verachte ich. trotzdem viel leid. ja, irgendwie möchte ich helfen. aber hinfliegen? ich glaube nicht, daß die menschen dort meine arbeit brauchen - blümchen malen auf kaputte häuser ... also gebe ich geld für die, die wissen, was zu tun ist.

und gott? schuld ist etwas menschliches. nennen wir ihn den, der alle möglichkeiten hat ... er kann mit dem wasser spielen ...
Eilicher Geist[QUOTE][i]Original geschrieben von neptunia [/i]
die kriege der letzten zeit, die nur etwas weniger zerstörung hinterlassen haben (..)[/QUOTE]Weniger? Falls du den Irak-Krieg, oder den in Afghanistan meinst, ist das nicht wahr.
Eilicher GeistÜberschwemmungen allein müssen nicht unbedingt von hohen Stellen angeordnet werden- aber durch Erdbeben und in diesem Ausmaß ist es was anderes. Oft dienen Erdbeben (angeblich) dazu, um den Westen auf missstände in der Dritten Welt hinzuweisen. Vielleicht räumen sie, wie neptunia schrieb, ja auch nur Altes auf um Neuem Platz zu schaffen.

Jedenfalls hat eine solche Katastrophe, bei der soviele Elemente beteiligt sind, für all diejenigen, die an Geistiges hinter dem Irdischen glauben, schon den Anschein als eine, von sehr hoher Stelle angeordnete Begebenheit.
nebeltaucherIch meine zu wissen, dass in der Bibel steht: "Gott ist wie Wasser - ohne lebt nichts und zuviel bringt um" Ist aber unverbindlich...
Gr. Gaulichterer "spielte" mit wasser? neptunia, ich denke, wenn es ihn gibt, dann hat er sicherlich andere dinge zu tun, als mit seiner zeit, dem wasser und schlussendlich mit uns zu spielen, die wir ihm doch derart viel aufgaben erteilen.

gg.grüße
RajaDieser Tsunami ist ja im Grunde auch durch ein Erdbeben entstanden... Nur unter Wasser.
Ich habe neulich eine Sendung über Tsunamis gesehen, und es war sehr erstaunlich, was da so zutage kam. In der Urzeit hat es bis zu 300 m hohe Tsunamis gegeben. Stellt euch vor, so ein Ding würde in unserer heutigen Zeit entstehen... Und das ist nicht unmöglich!
Auch andere Fakten - sehr eindrücklich. Eine Geschichte von einem Dorf in - Japan (?); die Fischer waren auf dem Meer und haben von dem Tsunami nichts gespürt, weil er sich nur als Welle unter ihnen hindurch bewegt hat. Und als sie heimkamen - alle tot.

Ich weiss nicht. Gegen diese Mächte kommt man sich manchmal so hilflos vor. Da ich nicht gläubig bin, kann ich darin nur schwer irgendwelche Zeichen sehen, denn Tsunamis gab es schon viele; an den unterschiedlichsten Orten. Es könnte sich auch eines Tages einer an der Küste der USA bilden...
Eilicher Geist[QUOTE]
Da ich nicht gläubig bin, kann ich darin nur schwer irgendwelche Zeichen sehen, denn Tsunamis gab es schon viele; an den unterschiedlichsten Orten. Es könnte sich auch eines Tages einer an der Küste der USA bilden...
[/QUOTE]
Du meinst Gläubige würden das bezweifeln?
KampfsauDinge geschehen einfach.Warum muss dahinter immer jemand stecken der alles geplant haben soll?In Südostasien in dieser Stelle im Meer gab es eben zu der Zeit starke tektonische Aktivitäten.Das hat auch nichts mit den "heiligen" Tagen zu tun.Das ist keine Planung,die Menschen die eigentlich gestorben sind waren wohl meistens keine Christen.Die Welt und die Erde hat ihren eigenen Terminplan.Als würde sich sowas nach von Menschen ausgedachten Gedankenkonstrukten richten.Für mich ist Gott(ich mag das Wort nicht)
die Naturgesetze oder auch das Gesetz des Universums.Es sind Gesetze an die man gebunden ist auch wenn man nicht will.Wenn man zu lange unter Wasser bleibt stirbt man als Mensch,davor kann sich niemand schützen.Wenn man einen Stein in die Luft wirf kommt er auch wieder runter.Es ist egal wer ihn wirft.Und wenn man gerade dort steht wo der Stein runterkommt,dann kann man sich auf eine unangenehme Erfahrung gefasst machen.Man will aber of einfach nicht wahr haben das es keinen Sinn,keine Absicht im eigenem Leiden gibt.Man sucht sich einen und sagt z.B. es war Gottes Wille.Aber im Grunde steckt nichts dahinter.Nicht ausser der Kausalität.Wenn man unter eine Dampfwalze gerät wird man eben platt gefahren.Wenn man im kalten Wasser untergeht,verliert man eben schnell seine Kräfte und unter Wasser steht das Gehirn unter Sauerstoffmangel und hört auf zu arbeiten was zum Tode führen kann.Eine Flutwelle wird nicht aus barmherzigkeit aufhören Dinge in ihrem Weg wegzuspülen.Man selber kann höchstens aus ihrem Weg gehen.Das steuert niemand.Sie wird wohl kaum nach Deutschland rüberschwappen nur weil sie den Karl Heinz nicht mag.Und sie hat auch nicht Thailand und die ganzen anderen Länder überschwemmt weil die Leute dort so böse sind.Vor allem nicht die Kinder und armen Fischer die an der Küste leb(t)en
MontroseGestern abend sagte der Vorsitzende der Evangelischen Kirche Huber etwas von "die Maßstäbe wieder gerade rücken".
Könnte das die Lektion solcher Katastrophen sein? Über Weihnachten mal kurz nach Südostasien, weil es so gut in den Terminkalender paßt. Am Strand, wo ja wohl eher das Nichtstun als die Kultur des Landesinneren wartet. In klimatisierten Hotels, die nur in homöopathischen Dosen einen Blick auf die tatsächliche Kultur und auf die tatsächlichen Menschen zuläßt. Südostasien als unsere eigene Projektion von Relaxing und Sex?
Mit der Flut wurde auch ein bißchen Wirklichkeit in das (Schein-)Leben der Deutschen gespült. Oder auch nicht. Die Touristen dort als stellvertretende Rambos, die an statt der zu Hause Gebliebenen ein Abenteuer erlebten? Die Anlaß gaben, daß sich die bedeutungslosen Medienfürzchen noch mehr in diesen kotz-deutschen Betroffenheitskulten üben können. Die bessere Moral, die aber dann doch schweigt, zu recht vielleicht, oder vielleicht auch nicht. Kann, wie Huber das in einem Nebensatz andeutete, ein globales Unglück ein Zeichen für die Fragen des Einzelnen geben? Oder ist es nicht doch so, daß trotz dieser sensationellen Geschehnissen der Unbetroffene doch weiterhin seinen eigenen Weg suchen und finden muß. Und genau da ist der Haken: ob diese Flutkatastrophe nicht wieder nur eine weiterer Anlaß dafür ist, am Wesentlichen vorbeizusehen.
Raja[QUOTE][i]Original geschrieben von Eilicher Geist [/i]
[B]Du meinst Gläubige würden das bezweifeln? [/B][/QUOTE]

Nein, natürlich nicht! Ich meine, dass Gläubige gerne Zeichen in allen möglichen Dingen sehen. Daran zweifle ich.

Ich kann das Thema auch schon langsam nicht mehr hören. Ich habe x Mails mit Spendenaufraufen bekommen, und dauernd wird das Thema in den Medien oder sonstwo wieder aufgebauscht. Wie viel von dieser Betroffenheit ist schon echt??

MfG
neptunia[QUOTE][i]Original geschrieben von Gr. Gaulichter [/i]
er "spielte" mit wasser? neptunia, ich denke, wenn es ihn gibt, dann hat er sicherlich andere dinge zu tun, als mit seiner zeit, dem wasser und schlussendlich mit uns zu spielen, die wir ihm doch derart viel aufgaben erteilen.[/QUOTE]
aber was sollte er anderes zu tun haben? würde er sich in unsere kleinen menschlichen angelegenheiten einmischen wollen, täte er es. aber dafür hat er uns doch die möglichkeiten mit gegeben, damit wir alleine spielen können. nur: wir nehmen es zu ernst.

ist es nicht das: wir halten leben und tod und glauben und macht und moral und schnickschnack für so wichtig und setzen es über alles.

schau ins fernsehen, in die zeitung, an den stammtisch ... alles so wichtig, wichtig, wichtig ...

nein, frag mich nicht, was denn dann wichtig ist ... ich weiß nämlich nicht, OB irgendwas wichtig ist ... ich übe mich im verwundert sein über das, was passiert ...
Haevionneptunia: Warum bist Du verwundert über jene Dinge, denen Du selbst ihre Wichtigkeit absprichst? Du könntest sie genauso gut ignorieren.

Was das "Spielen" angeht: Warum muss Gott immer hinter diesen Dingen stehen? Wenn es keine Schuldzuweisung geben kann, zieht das astrale Wesen immer den kürzeren. Mit dem kann man's ja machen, der meckert eh nicht zurück. :rolleyes:
Wir leben in einem abgeschlossenen System, sind in unserer Freiheit nicht beschnitten, und können tun und lassen, was wir wollen - wenn wir nicht unfrei sind, warum sollte dann die Natur durch Gott kontrolliert werden? Auch sie unterliegt ihren eigenen Gesetzen, die vom Menschen in der heutigen Zeit leider überansprucht werden (Stichwort "Umweltkapazität").
Gott steht daneben, und schaut zu - das, was uns dort traf, war eine Flutwelle, und kein göttliches Schicksal; des Weiteren kann ich mich nicht erinneren, dass die Menschen jemals einen Vertrag unterzeichnet haben, mit dem sie einen Anspruch auf göttliche Hilfe hätten... Trotzdem beschweren sich immer alle. :)

Raja: Die Menschen machen viele Probleme, die sie nicht betreffen, zu ihren eigenen, um betroffen zu sein. ;) Das kannst Du unter Egozentrik verbuchen.
XBurningTearsXWer in den Wald ruft, muss das Echo vertragen.

Natürlich wäre es dumm zu behaupten, dass dieses Ereignis in Asien in irgendeinem Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung stünde, mit dem Ozonloch, das immer größer wird, mit den unzähligen Tieren, die wir für unsere Zwecke misbrauchen.
Doch all das, was wir scheinbar grundlos und ohne großes Nachdenken Mutter Natur antun, bekommen wir auch scheinbar grundlos wieder zurück.
Das Schicksal dieser Menschen ist fürchterlich, das steht ohne Zweifel. Doch sicherlich ist das Schicksal, das wir der Natur aufzwängen, noch 1000fach schrecklicher. Ich sehe das so, weil wir die Dinge beeinflussen können. Im Gegensatz zu der Natur. Wir haben Verantwortung über unsere Welt, weil wir nachdenken können, wir sind in der Lage, abzuwägen, die möglichen Folgen zu bedenken. Tiere und Natur können das nicht. Darum bin ich ein wenig verwundert über diesen plötzlichen Aufruhr wegen der Katastrophe. Wenn wöchentlich die selbe Anzahl "wertloser" Tiere wegen irgendwelchen Versuchen der Schönheit der Menschen wegen sterben, interessiert das keinen.

LG
Tear
MontroseIch glaube, dazu paßt Moby Dick ganz gut.
neptuniahaevion, so uneinig sind wir uns ja nicht. deshalb bin ich ja "nur" verwundert. ich hadere ja nicht mit gott. und ja, er hat und - und der natur - möglichkeiten gegeben. aber auch eine tendenz zur ernsthaftigkeit. wenn man das leben und die unversehrtheit des körpers als höchstes gut nimmt, dann ist alles, was dieses beeinträchtigt oder zerstört, sehr dramatisch ...

aber es ist gefährlich, so distanziert darüber zu reden.
wir haben nämlich auch einen (von gott gegebenen) instinkt, der uns überleben lassen möchte ... fatal, wie man es auch dreht und wendet, leben ist wichtig und unwichtig zugleich ...

und klar, man macht immer die nächst höhere gewalt für alles verantwortlich. und in dieser größenordnung muß halt dann der liebe gott herhalten ... andererseits bezweifel ich sehr, daß ihn diese kritik an seiner erden-verwaltung wirklich interessiert ... naja, vielleicht überdenkt er doch das eine oder andere ... ob es uns auch zum vorteil gereicht? ... one never knows ...
neptunia[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Ich glaube, dazu paßt Moby Dick ganz gut.[/QUOTE]
... ich kann mich erinnern ... die rolle der menschen war reichlich albern ...


XBurningTearsX: ich glaube, du schätzt die rolle der menschen zu hoch ein. ja, vieles beeinflußen sie und das meistens negativ ... aber tierarten sterben bisweilen auch ohne unser zutun aus, so wie sich pflanzen verändern, ohne daß wir gen-gott spielen ... wir schauen uns nur die möglichkeiten ab ...
XBurningTearsXNeptunia, das stimmt natürlich, vieles passiert auch ohne unseren Einfluss. Trotzdem finde ich es seltsam, wie die Menschen auf einem anfangen zu schreien und zu weinen, wenn so etwas passiert. Wieso schreien und weinen sie nicht, wenn sich das Ozonloch vergrößert hat, oder wenn sie den ganzen Müll sehen ? Das ist das, was ich meine. Dieses Messen mit zweierlei Maß.
neptuniaXBurningTearsX, es ist selbstschutz.
wir würden aus dem wehklagen garnicht mehr herauskommen ... in manchen wenigen momenten ist man sich dessen bewußt. manche lenken ihre aufmerksamkeit ja auch dahin. aber es ist so ähnlich wie bei geräusch-überflutung oder beim sehen, man filtert die informationen, und so filtert man, denke ich, auch die emotionen ... das, was einem am nächsten ist, wird nicht herausgefiltert ... und wir sind uns halt selbst am nächsten ...
Eilicher GeistIch finde das Mitgefühl gegenüber den Flutopfern nicht verkehrt. Viel verkehrter fand ich die Heulorgien nach dem 11. September. Eine Weltmacht, die auf dem ganzen Globus mordend umherzieht bekommt ihre Rechnung zurück- dabei sterben nichtmal 3000 Menschen und kein einziges Kind- und die Welt gerät aus den Fugen. Die armen fernsehgestörten Europäer haben endlich erkannt, dass das Leben mit dem Tod endet und versprechen in ihrem Schrecken uneingeschränkte Solidarität. In der Folge sterben Zehntausende Orientalen, Frauen, Kinder- das Elend vergrössert sich- aber wir können wieder billig tanken.
MontroseDa könnte man jetzt allerdings ein bißchen rumflamen, ähem.

In der Vergeltungsaktion der U.S.A. sehen zumindest einige Leute einen Sinn. Eine Flutkatastrophe ist hingegen sinnlos.
Eilicher GeistSicher ist es sinnvoller billig zu tanken als überflutet zu werden.

Ich wollte ja nicht Vergeltung gegen Flut aufrechnen- mich nur über das Mitgefühl der Welt wundern- und die Maßstäbe- dass ein amerikanisches Leben 66 orientalische Leben wert ist.

Wer das sinnvoll findet, darf das ruhig. Ich sehe das anders.
Raja[QUOTE][i]Original geschrieben von Eilicher Geist [/i]
[B]Ich finde das Mitgefühl gegenüber den Flutopfern nicht verkehrt. Viel verkehrter fand ich die Heulorgien nach dem 11. September. Eine Weltmacht, die auf dem ganzen Globus mordend umherzieht bekommt ihre Rechnung zurück- dabei sterben nichtmal 3000 Menschen und kein einziges Kind- und die Welt gerät aus den Fugen. Die armen fernsehgestörten Europäer haben endlich erkannt, dass das Leben mit dem Tod endet und versprechen in ihrem Schrecken uneingeschränkte Solidarität. In der Folge sterben Zehntausende Orientalen, Frauen, Kinder- das Elend vergrössert sich- aber wir können wieder billig tanken. [/B][/QUOTE]


Ich gebe dir absolut recht, auch wenn ich finde, die Diskussion sollte sich jetzt nicht auf dieses Thema ausweiten.
Ich meine, wäre dieser Anschlag in, sagen wir mal, Schweden passiert, hätten es die Medien lange nicht so hochgeredet.
allerdings geht es nicht nur um vergeltung. nicht jeder ami, der beim anschlag auf ground zero war, teilt die ansichten von bush oder dem amerika, wie wir es kennen. etwas weniger als die hälfte der amis (leider) sind ganz normale leute, nettere und weniger nette... (hab ne sehr nette amerikanerin in meiner klasse)

ich würde lieber bei einer umweltkatastrophe umkommen, als bei einer, bei der menschen schuldig sind und die auch noch politische hintergründe hat. aber naja, eigentlich möchte ich ja gar nicht umkommen... :rolleyes:
Montrose[QUOTE]Sicher ist es sinnvoller billig zu tanken als überflutet zu werden.[/QUOTE]Am 11.9. wurden nicht nur zwei Hochhäuser zerstört, sondern der Regierungssitz (Weißes Haus) und die Verteidigung (Pentagon) angegriffen. Die Terroristen wollten ein demokratisch gewältes Staatsoberhaupt töten und damit die Souveränität und Freiheit eines Volkes außer kraft setzen. Bush konnte gar nicht anders, als ein Zeichen zu setzen.

"Billig tanken" ist eine etwas zu einfache Sichtweise. Als Präsident hat man bestimmte Verpflichtungen gegenüber seinem Amt und seinem Volk.

[QUOTE]Ich meine, wäre dieser Anschlag in, sagen wir mal, Schweden passiert, hätten es die Medien lange nicht so hochgeredet.[/QUOTE]Was würde wohl passieren, wenn ein Scharfschütze Schröder erschießen würde? Würde man natürlich nicht hochreden, gelle? Würde man natürlich keine Alarmbereitschaft von Polizei und (im Hintergrund) Militär ausrufen. Logisch, wäre ja alles ganz normal. Was ist Deutschland schon *achselzuck*, unser Horizont reicht bis zum nächsten media-Markt, und was dahinter ist, juckt uns nicht.
Nymphenzeitwas für ein gott ist das, der mit dem wasser spielt, und damit in erster linie die menschen "verletzt", die "seine" schöpfung am wenigsten gefährden??

grüße, n.
NecrophobiaWas ist Gott für euch? Und wie kommt ihr darauf, dass er mit Wasser spielt? Es ist nun mal passiert. Das ist eine Sache, die für mich Wissenschaftlich erklärbar ist! Man sollte die Schuld nicht bei anderen suchen, sondern immer bei sich selbst also: wir Menschen!

LG
Phobia

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