| Rigatona | Seid gegrüsst!! Möchte wissen was ihr von dieser Aussage haltet: "An sich ist nichts gut oder böse. Das Denken macht es erst dazu " Ich bin vollkommen einverstanden mit diesem satz. ebenfalls, behaupte ich, macht das denken auch die Bestimmung von "normal" und "unnormal" (hoffe habe im richtigen Forum gepostet) bin gespannt auf eure antworten, gedanken, meinungen mit stillem grusse |
| Kuguar | gewiss sind die beiden begriffe "gut" und "böse" nicht alleinstehend zu definieren. sie werden bestimmt durch diverse grundlegenheiten, z.b. moral. aber ich wüsste nicht inwieweit es gut sein könnte, dass es immer noch atombomben gibt und immer mehr länder welche bekommen. ich wüsste auch nicht, wie man die opfer des 2. weltkrieges als nicht "böses werk" ansehen soll... ich glaube nicht, dass man alles per "denken" als komplettes gegenteil auslegen kann. aber wie steht es mit den menschen? sind sie von vornherein als gute oder böse (mir kommt immer mehr das verlangen auf, böse mit schlecht zu ersetzen) wesen anzusehen oder werden sie erst durch ihr denken zu solch einem? |
| black lily | natürlich(?) gibt es grundlegende dinge, die man nicht so leicht/niemals als gut darstellen kann, an denen jedes denken nicht viel ändern kann, aber es steckt schon ein ziemlich roßer teil an wahrheit in diesem satzwenn du keinen vergleich hast, also an nichts vergleichbares denken kannst, kann man auch schwer beim ersten eindruck von gut oder böse reden, ein mensch, der noch nie gedacht hat (ich weiß sowas gibts nicht unbedingt, ist auch nur rein hypothetisch gesehen), wird evtl. weder gut noch bös in atombomben sehen, von daher hängt gut und böse schon stark mit dem eigenen rationalen denken ab. meiner meinung nach...nehmt sie, zerfleddert sie und verbessert soviel el ihr nur könnt! die schwarze lilie |
| Phyliss | [QUOTE]aber ich wüsste nicht inwieweit es gut sein könnte, dass es immer noch atombomben gibt und immer mehr länder welche bekommen. ich wüsste auch nicht, wie man die opfer des 2. weltkrieges als nicht "böses werk" ansehen soll... ich glaube nicht, dass man alles per "denken" als komplettes gegenteil auslegen kann.[/QUOTE] Na dann ans Werk ;) Vielleicht ist das alles nötig (also nicht negativ, vielleicht sogar gut) um zu einem gewissen, besseren Entwicklungsstand zu kommen. Vielleicht ließen sich Atombomben und der Weltkrieg in der Geschichte und Entwicklung einfach nicht verhindern, aber dadurch, dass es geschah bzw. geschieht kann es in Zukunft umgangen werden. Ich schätze, nichts passiert völlig ohne Grund, und wenn ein Hitler oder George Bush an die Macht gelangen kann und alles mögliche niederreitet, wird das EVENTUELL in Zukunft verhindert werden. Andererseits...der Herdentrieb.... Normal und unnormal... Es gibt Dinge, die einfach gefühlsabhängig sind. Nehmen wir mal als Beispiel den Abstand, den man voneinander hält. Kommt jemand in gewissen Situationen bis auf einen Meter an mich heran, fühle ich mich unwohl. Dafür kann ich nichts, das ist nicht anerzogen - geht Tieren übrigenz ja auch so. Das ganze hat was mit Privatsphäre zu tun. Die meisten wahren diese, aber wenn Leute dauernd bewusst oder unbewusst die Privatsphäre anderer schädigen, ist das nicht "normal". Ich sage nicht, dass diese Leute im Ganzen nicht normal sind. Sie haben vielleicht Gründe dafür, irgendwas psychisches oder so, aber Verhalten, das andere schädigt und belästigt, ist in meinen Augen nicht normal, da eigentlich jeder Achtung vor Privatsphäre kennen sollte (und zwar nicht von der Erziehung sondern "instinktiv"). Bin ich belästigt, würde ich es sogar als "schlecht" bezeichnen, der Täter wiederrum vielleicht als "gut" ;) Dinge, die als Perversionen bezeichnet werden, Fetische usw. finde ich nicht abnormal. |
| Lady Armitage | Aus Vergangenem kann mal lernen, das macht es gut, auch wenn es böse war. Normal ist etwas, was man selber als gut empfindet, also hängt normal und unnormal von gut und böse ab. gut und böse an sich gibt es nicht, jeder netscheidet für sich was normal und damit gut ist. |
| Phyliss | [QUOTE]Normal ist etwas, was man selber als gut empfindet[/QUOTE] Aber nimmt man "normal" im allgemeinen Sinne, geht das schon nicht mehr. Ich würde halt eher sagen, "normal" ist, was keinen anderen stört. |
| Rigatona | die definition von normal ist für mich persönlich diese: "Normalität ist nur der Trott der Masse, als Massstab für alles" Irgendwie trifft das für mich ziemlich genau zu! [QUOTE]aber ich wüsste nicht inwieweit es gut sein könnte, dass es immer noch atombomben gibt und immer mehr länder welche bekommen. ich wüsste auch nicht, wie man die opfer des 2. weltkrieges als nicht "böses werk" ansehen soll[/QUOTE] klar da haste scho ein stück weit recht. der satz(An sich ist nichts gut oder böse...) ist vielleicht ein bisschen zu übertrieben ausgedrückt aber grundsätzlich meine ich trifft es schon zu |
| Montrose | Wer "Gut" und "Böse" nicht unterscheiden kann, ist entweder ein Tier oder ein böser Mensch. |
| Rigatona | [QUOTE]Wer "Gut" und "Böse" nicht unterscheiden kann, ist entweder ein Tier oder ein böser Mensch[/QUOTE] da stellt sich wiederum die frage was denn "gut" oder "böse" ist? |
| Phyliss | [QUOTE]Wer "Gut" und "Böse" nicht unterscheiden kann, ist entweder ein Tier oder ein böser Mensch.[/QUOTE] Schwarz-weissmalerei lässt grüßen! |
| oceansoul18 | An sich würde ich diesem satz auch zustimmen. das böse kann für unsere entwicklung notwendig sein und wird nur subjektiv als schlecht empfunden. dennoch bleibt für mich die frage nach dem bösen im menschen. natürlich könnte man sie durch den satz als beantwortet ansehen, aber dann macht man es sich vielleicht zu leicht. (hier drängt sich wieder mal das beispiel hitler auf). ist das böse von vorneherein im charakter angelegt oder entwickelt es sich erst durch erziehung und unglückliche lebensumstände? haben wir vielleicht alle etwas böses in uns, das in entsprechenden lebenssituationen ausbrechen könnte? |
| Rigatona | [QUOTE]haben wir vielleicht alle etwas böses in uns, das in entsprechenden lebenssituationen ausbrechen könnte?[/QUOTE] interessante darstellung!! obwohl ich nicht unbedingt ausbrechen sagen würde sondern eher entwickeln. das böse ist wahrscheinlich in gewissem masse vorhanden jedoch unbewusst und nicht entwickelt. mit unterschiedlichen lebensumständen oder versch. ereignissen kann sich das "böse" entwickeln und zum vorschein kommen? |
| Ver-rückt? | naja, ich finde allein eine unterscheidung in "gut" und "böse" eigentlich überflüssig. ich mein, eigentlich ist alles gut als auch böse. schwarz UND weiß. Pirincci hat das im "Felidae ganz gut beschrieben: [QUOTE]Wer hat Recht und wer Unrecht? Wer war gut und wer war böse? Wo hört die Finsterniss auf, wo begann das Licht?Schwarz und weiß: ein Wunschtraum, ein Weihnachtsmärchen für Kinder, Hirngespinste von Moralisten! Ich glaube, wie jede gute Geschichte endet auch diese grau in grau. Wer weis, würde man sich mit dieser sonderbaren Farbe sehr, sehr intensiv beschäftigen, käme sie einem am Ende vieleicht doch noch schön vor, zumindest real.[/QUOTE] ich denke, teile sind sicher böse. doch so absurd es klingen mag, selbst das schwärzeste auf diesem planeten hat einen stich weiß und selbst das weißeste dieser welt hat einen hauch schwarz. schließlich hat es auch einen vorteil, wenn eine stadt zerbombt wird - die komplette infrastruktur kann neu aufgebaut werden. wobei ich den aspekt des leidens nicht vernachlässigen will, nein, er ist sicher der hauptaspekt. trotzdem ist diese tat der zerbombumg der stadt nicht schwarz. vieleicht dunkelgrau, ganz ganz dunkelgrau aber grau. meiner überzeugung nach ist ein ganzes immer grau. allerhöchstens teile sind schwarz oder weis. somit existiert für mich ein "gut" oder "böse" überhaubt nicht ernsthaft. allerhöchstens ein "heller" oder ein "dunkler", ein "besser" oder ein "schelchter" aber letztendlich doch alles das selbe, alles grau. ok, dadurch könnte man jetzt sagen, das lediglich das denken etwas "gut" oder "böse" macht. schließlich ist ja nach meiner überzeugung nichts "schwarz" oder "weis" sondern lediglich der mensch neigt ein helleres grau als weis bzw. ein dunkleres grau als schwarz zu sehen, folglich macht es der mensch schwarz und weis. und das wahrscheinlich mit dem verstand also it dem denken. ich wüsste nicht, wie sonst. |
| Montrose | [QUOTE] selbst das schwärzeste auf diesem planeten hat einen stich weiß und selbst das weißeste dieser welt hat einen hauch schwarz.[/QUOTE]Was resultiert aus dieser Erkenntnis? Wenn Dir jemand einen Vertrag andrehen will, der schon dreimal wegen Betrugs verurteilt wurde.... dann könnte ja jetzt bei Dir diesesmal der kleine weiße Punkt zur Geltung kommen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Würdest Du den Vertrag mit dem Betrüger unterschreiben? Es geht einfach um Konsequenzen: wenn dieses und jenes getan wird, was folgt daraus? |
| Ver-rückt? | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Was resultiert aus dieser Erkenntnis? Wenn Dir jemand einen Vertrag andrehen will, der schon dreimal wegen Betrugs verurteilt wurde.... dann könnte ja jetzt bei Dir diesesmal der kleine weiße Punkt zur Geltung kommen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Würdest Du den Vertrag mit dem Betrüger unterschreiben? Es geht einfach um Konsequenzen: wenn dieses und jenes getan wird, was folgt daraus? [/B][/QUOTE] also, wenn mir jemand einen vertrag andrehen will, der schon dreimal wegen betrugs verurteilt wurde, dann werde ich mir diesen vertrag ganz besonders gut durchlesen, weil ich zu befürchten habe, das dies eine zumindest in dieser beziehung wohl etwas dunkelgrauer angehauchte person ist, folglich mich wahrscheinlich versucht über den tisch zu ziehen. nur vieleicht hat er ja auch aus seinen drei verurteilungen gelernt und verarscht die leute nichtmehr oder macht es aus weis gott für welchen gründen nicht. [QUOTE]Wenn man jetzt sagt, "An sich ist nichts gut und böse. Das Denken macht es erst dazu." stellt sich für mich die Frage, warum der Mensch dann gezwungen ist, zu denken und schwarz statt dunklem grau oder weiß statt hellem grau zu sehen.[/QUOTE] nun, wozu unterteilt man die musik in richtungen? wozu unterteilt man die menschheit in verschiedene gruppen? für die übersicht. es ist einfacher und übersichtlicher, etwas dunkelgraues als schwarz und etwas hellgraues als weiß anzusehen, musik in richtungen zu unterteilen usw. sicher, das führt zu vorurteilen, missverständnissen etc., aber ohne würde wohl alle übersicht flöten gehen oder das ganze wäre so ein unübersichtliches chaos... und manchmal sieht man einfach den schwarz-anteil bzw. den weiß-anteil einer sache nicht, da jeder mensch einen individuellen blickwinkel hat. für den einen scheint der holocaust eine rein weiße angelegenheit zu sein, weil er aufgrund seines blickwinkels den wohl aus meinem blickwinkel stark überwiegenden schwarz-anteil nicht wahrnimmt (auch wenn das jetzt ein etwas krasses beispiel war). mein geschichte-lehrer scheint aus meinem blickwinkel heraus ein wirklich super lehrer zu sein. nur weis ich nicht, ob ich den schwarz-anteil lediglich nicht sehe (davon abgesehen, das das lehrer-sein nur ein teil der person ausmacht und man beachte was ich über teile eines ganzen gesagt habe) |
| deathly_silence | Ich bin der Meinung, dass die Aussage "gut und böse wird vom denken entschieden" stimmt, wenn man es so sieht, dass der Mensch durch sein Denken und Hndeln entscheidet,was er für gut und böse befindet ... |
| masterlee | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kuguar [/i] [B]Ich wüsste auch nicht, wie man die opfer des 2. weltkrieges als nicht "böses werk" ansehen soll... ich glaube nicht, dass man alles per "denken" als komplettes gegenteil auslegen kann.[/B][/QUOTE] Ich wüsste zumindest einen Mensche der dir das Gegenteil hätte erklären können wenn er noch Leben würde. Also werde ich es mal selbst tuen. Der Herr war davon überzeugt das ein Mensch nur im Krieg sich voll entfalten kann und seinen Wert beweisen kann. Also nur ein Mensch der für denn Krieg lebt ob er nun gewinnt oder verliert ist ein wahrer Mensch. Von diesen Idealen kann man in sofern wenig halten da er sich ja am Ende selbst umgebracht hat und nicht im Kampf gestorben ist. Gut oder böse läst sich meines erachtens nicht wirklich objektiv definieren. Man braucht immer einen Bezugpunkt. Oder Kurz gesagt um XYZ zu ereichen ist folgendes Verhalten förderlich(gut) oder abträglich(böse). Jenseits von Raum und Zeit giebt es meines erachtens auch kein gut und böse. Gut und böse macht somit nur sinn wenn es auch Zeit und Raum als Bezugspunkt giebt. Ob Zeit und Raum nun gut oder böse sind bleibt jeden jedoch selbst überlassen. |
| Kuguar | [QUOTE][i]Original geschrieben von masterlee [/i] Gut oder böse läst sich meines erachtens nicht wirklich objektiv definieren. Man braucht immer einen Bezugpunkt. Oder Kurz gesagt um XYZ zu ereichen ist folgendes Verhalten förderlich(gut) oder abträglich(böse). Jenseits von Raum und Zeit giebt es meines erachtens auch kein gut und böse. Gut und böse macht somit nur sinn wenn es auch Zeit und Raum als Bezugspunkt giebt. Ob Zeit und Raum nun gut oder böse sind bleibt jeden jedoch selbst überlassen.[/QUOTE] wie bereits erwähnt worden war, kann man gut und böse nicht gelöst voneinander definieren. die entscheidung über die angehörigkeit zu einem von beiden wird immer über den vergleich mit den eigenen erfahrungsschatz, den moralvorstellungen usw. erzielt. somit ist das vergangene als "gut" oder "böse" empfundene bezugspunkt zum aktuellen geschehen. ich hoffe du meinst das mit zeit und raum, denn an sich haben zeit und raum nichts damit zu tun. sie existierten als der mensch noch nicht geboren war (auch wenn der mensch die begriffe erfand) und werden noch existieren, wenn er nicht mehr existiert. ich glaube kaum, dass es nur einen menschen gibt, der sich vorstellen kann, was hinter der fassade von zeit und raum ist und wie es dort aussehen muss. vielleicht ist für viele dort das paradies und/oder die hölle... wie sollten zeit und raum bezugspunkte sein? wenn die zeit relativ ist, ist gut und böse für jemanden sich schnell fortbewegenden anders als für jemanden "still stehenden" ("..." da dabei schon wieder raum relativ wird). und zu guterletzt, wie sollen zeit und raum gut oder böse sein? der mensch weiß ja nicht mal, ob er mit den beiden modellen die welt richtig erklärt, d.h. ob sie so existieren. wenn sie es tun, nun aber gut oder böse sein sollen, dann würden sie den menschen ja beeinflussen... das klingt dann bereits stark nach schicksal oder einer höheren fügung. oder versteh ich die phrase "raum und zeit" nur mis und du meinst damit, z.b. 1940 nazideutschland? [QUOTE]Wenn man jetzt sagt, "An sich ist nichts gut und böse. Das Denken macht es erst dazu." stellt sich für mich die Frage, warum der Mensch dann gezwungen ist, zu denken und schwarz statt dunklem grau oder weiß statt hellem grau zu sehen.[/QUOTE] der mensch ist fortwährend seines lebens einem entwicklungs- und lernprozess unterzogen. er lernt also immer wieder etwas neues kennen, was er in sein weltbild einfügen muss. somit werden besonders "böse" eindrücke als extrem aufgefasst und besonders "gute" als das gegenteilige extrem. kommt ein neuer eindruck, so wird dieser versucht in diesem maßstab einzuordnen. wenn die skala reicht, so wird er sich dazwischen oder zu einem extrem gesellen, reicht sie nicht, wird das extremum verschoben und die skala insgesamt erweitert. somit ist das, was vorher das extremum markierte nun etwas davon entfernt. ich glaube aber kaum, dass der mensch dabei nur in schwar oder weiß denkt, also in gut oder böse... so kommen widersprüche auf, z.b. halten die einen es für unabdingbar ein fremdgehen zu beichten, die beichte wäre also nach ihren gesichtspunkten gut, obwohl der inhalt der beichte "böse" wär. andere halten eben den inhalt zu böse um es zu beichten und glauben zu schweigen ist die "gute" verhaltensweise. somit hat jeder seine eigene auffassung von gut und böse bedingt durch die individuellen extreme und somit den verschiedenen bereichen der grenzfälle. |
| masterlee | [QUOTE]Ich hoffe du meinst das mit zeit und raum, denn an sich haben zeit und raum nichts damit zu tun. sie existierten als der mensch noch nicht geboren war (auch wenn der mensch die begriffe erfand) und werden noch existieren, wenn er nicht mehr existiert. ich glaube kaum, dass es nur einen menschen gibt, der sich vorstellen kann, was hinter der fassade von zeit und raum ist und wie es dort aussehen muss. vielleicht ist für viele dort das paradies und/oder die hölle...[/QUOTE] Ok jenseits von Raum und Zeit ist weder Paradies noch Hölle. Wir können das Universum als ein Tensor mit X Dimensionen betrachten. Die Zeit läst sich definieren als U'=f(U). Wenn wir jetzt die Dimensionsanzahl auf 0 setzten haben wir im alle möglichen Varianten. Zu jeden Zeitpunkt! Das bedeutet das wir das Idealmuster schon immer erreicht hatten bzw. niemals verlieren könnten. Es kann als per Definition nichts schlechter oder besser werden. Somit giebt es auch keine Notwendigkeit für die Begriffe Gut und Böse. |
| Montrose | [QUOTE]er lernt also immer wieder etwas neues kennen, was er in sein weltbild einfügen muss. somit werden besonders "böse" eindrücke als extrem aufgefasst und besonders "gute" als das gegenteilige extrem. kommt ein neuer eindruck, so wird dieser versucht in diesem maßstab einzuordnen. .... reicht sie nicht, wird das extremum verschoben und die skala insgesamt erweitert. [/QUOTE]Ich hoffe doch schwer, daß dies falsch ist. Denn das würde bedeuten, daß man sich an das Böse gewöhnt. Wenn man erlebt, wie jemand getötet wurde, würde man dann bei einem Betrug oder Diebstahl sagen: ach, ist doch nicht so schlimm, immerhin wurde keiner dabei getötet. Das ist ja auch das Problem mit Auschwitz. Seit Auchwitz können wir Deutschen überhaupt nicht mehr böse sein, als böse gelten oder uns als böse fühlen. Denn was immer wir auch an Schlimmes tun mögen, immer wird man sagen können: aber so schlimm wie im Holocaust ist es ja noch nicht. Die moralische Keule Ausschwitz hat dem Moralempfinden schweren Schaden zugefügt, weil die Leute über die abwegigen Perversionen die ganz normale Bosheit übersehen. Ein aufrechter Mensch sollte seine Maßstäbe nicht verrücken lassen. Er sollte sich auch nicht davon täuschen lassen, daß das Böse meist lächelnd und mit samtener Hand sich einschmeichelt. Genau das ist ja der Trick des Bösen: einen an den eigentlich richtigen eigenen Ansichten zweifeln zu lassen. [QUOTE]Der Herr war davon überzeugt das ein Mensch nur im Krieg sich voll entfalten kann und seinen Wert beweisen kann. Also nur ein Mensch der für denn Krieg lebt ob er nun gewinnt oder verliert ist ein wahrer Mensch.[/QUOTE]Dieses Prinzip gilt seit Menschengedenken, hat sich zum Beispiel auch im Mittelalter manifestiert. Es lautet eigentlich: nimm Dir ohne jedwede Rücksichtnahme, was Dir gefällt oder was dazu angetan ist, dem anderen durch diesen Verlust zu schwächen und zu demütigen. Und irgendwie funktioniert dieses Hunde-Prinzip ja, auch wenn die neurobiologischen Grundlagen noch nicht erforscht sind. Stichwort Stockholm-Syndrom. Menschen lieben, was sie erniedrigt. Liebe stößt selten auf Gegenliebe, aber die Verachtung. Merkwürdigerweise ---gerade in Hinblick auf das Mittelalter --- gab es die Kirche als Gegenprinzip. Die einen herrschten durch das Schwert, die anderen durch das Wort. Auf der einen Seite raffte jeder zusammen, was nur ging. Auf der anderen Seite versuchte man immer auch eine Legitimation zu finden. Und dann vielleicht hie und da ein Mönch oder eine Nonne, die im Glauben ein wirklich ganz anderes Prinzip erkannten, so weit weg von den Weltgesetzen. Die Frage nach dem Verhältnis von Macht, Gewalt, Stärke und Legitimation ist nicht ausdiskutiert. Sie wird durch die Rechtsextreme Szene neu gestellt: warum herrschen alte Schwächlinge mit Ärmelschonern, wenn ihnen junge Starke mit Bomberjacken jederzeit den Schädel einschlagen könnten? Das ist eine Grundfrage, denn diese Weltsicht hat ja Weltreiche gegründet ... man denke an Caesar, Dschingis Khan.... das Recht des Stärkeren. Ich halte von Gewalt, Rechtsextremen usw. überhaupt nichts. Nur, was setzt man dem entgegen? Und da wären wir dann halt doch bei Gut und Böse. Es hat doch etwas mit der Empfindung für Recht und Unrecht zu tun. Damit, daß man die Freude, aber auch das Leid des anderen mitfühlen kann. Daß man in der Zerstörung des anderen ein Prinzip vernichtet, auf das man selbst angewiesen ist. |
| paper_flower | für mich haben gut und böse nur dann einen unterschied wenn man aus verschiedenen blickwinkeln schaut. es gibt dinge die ich als gut ansehe und andere als böse. damit hatt alles einen guten und einen bösen anteil. es gibt dinge die vielleicht einen größeren guten oder bösen anteil haben aber auch hier ist der blickwinkel entscheident. daraus schließe ich, dass das denken dinge gut oder böse macht. normal und unnormal da jeder an sich etwas hat was als unnormal bezeichnet wird müsste normal sein ja schon wieder unnormal sein also ist unnormal sein normal. außerdem ist auch hier wieder der blickwinkel entscheident. was ich für normal halte ist für andere unnormal. |
| Montrose | [QUOTE]für mich haben gut und böse nur dann einen unterschied wenn man aus verschiedenen blickwinkeln schaut. [/QUOTE] Umgekehrt heißt dass: wenn man Gut und Böse aus dem gleichen Blickwinkel anschaut, dann sind sie gleich. Könntest Du mir erläutern, welcher eine Blickwinkel das sein soll, bei dem Gut und Böse gleich sind? [QUOTE]es gibt dinge die ich als gut ansehe und andere als böse. damit hatt alles einen guten und einen bösen anteil. [/QUOTE] Die Dinge werden nicht dadurch geschaffen, daß man sie anschaut. Sie sind auch ohne unsere Anschauung gegeben. [QUOTE]daraus schließe ich, dass das denken dinge gut oder böse macht.[/QUOTE]Ist das Denken nicht dazu gegeben, Dinge zu erkennen? Das Denken macht nicht Gut und Böse, sondern es erkennt Gut und Böse. |
| Rigatona | [QUOTE]selbst das schwärzeste auf diesem planeten hat einen stich weiß und selbst das weißeste dieser welt hat einen hauch schwarz.[/QUOTE] Das Yin-Yang Zeichen stellt diesen Satz ziemlich gut dar [QUOTE]für mich haben gut und böse nur dann einen unterschied wenn man aus verschiedenen blickwinkeln schaut[/QUOTE] kann mir nicht vorstellen dass es aus dem gleichen blickwinkel keinen unterschied zwischen gut und böse gibt |
| Trauerwesen | Ich persönlich von alleine vom Glauben her anti-dualistisch. Für mich sind diese Begriffe rein menschlich, denn in der Natur gibt es weder gut, noch böse. Demzufolge müsste die Moral, die sich mit gut und böse auseinandersetzt, jedoch auch rein menschlich sein. Moral wird notwendig, wenn Instinkte und natürliche Triebe fehlen, Kultur gilt eh als Pendant zur natur. Definieren tun sich die beiden auch gegenseitig. Gut ist nicht böse und böse ist nicht gut. Eine rein objektive Wertung dieser Begrifflichkeiten wird es wohl kaum geben. Wobei nun die Frage ist, ob Moralempfinden rein erzieherisch ist oder eventuell doch nicht....aber alleine durch die Verschiedenartigkeit der Werte muss dies so sein. |
| Silverwolf | Hallo miteinander [QUOTE]"An sich ist nichts gut oder böse. Das Denken macht es erst dazu "[/QUOTE] ...oder die Tat macht es dazu? Oder die Tat folgt nach dem Denken, ich weiss es nicht. [QUOTE]Wer "Gut" und "Böse" nicht unterscheiden kann, ist entweder ein Tier oder ein böser Mensch.[/QUOTE] Na gut Montrose, hast du "Die Jury" gesehen? Wer ihn nicht gesehen hat, folgendes: Ein schwarzer Mann bringt 2 Weisse um. Fazit: Böse, er hat getötet, das tut man nicht. Nur die Tochter (um die 10) des schwarzen Mannes ist von diesen beiden KKK's vergewaltigt und fertig gemacht. So verletzt war sie, innerlich wie äusserlich, dass der Vater selber das Gesetz ergriff, aus Angst, die Täter könnten freigesprochen werden. Ist das jetzt gut oder böse? Grau? Wo bleibt da deine Theorie Montrose? Ethik und Moral enstehen genau aus diesen kritischen Situationen. Gegenargument? [QUOTE]selbst das schwärzeste auf diesem planeten hat einen stich weiß und selbst das weißeste dieser welt hat einen hauch schwarz.[/QUOTE] Ja, man erinnere sich an Schatten... |
| Rigatona | [QUOTE]...oder die Tat macht es dazu? Oder die Tat folgt nach dem Denken, ich weiss es nicht.[/QUOTE] ich denke häufig handelt man erst nach dem Denken, jedoch handelt man bei z.B Kurzschlussreaktionen ohne vorher zu denken, dann aber während der Handlung? nach längerer überlegung komme ich zum schluss dass die Tat nach oder während dem Denken erfolgt??... |
| Montrose | [QUOTE] dass der Vater selber das Gesetz ergriff, aus Angst, die Täter könnten freigesprochen werden. Ist das jetzt gut oder böse? Grau? Wo bleibt da deine Theorie Montrose?[/QUOTE]Ich hab den Film nicht mehr ohne weiteres im Kopf. Ich denke, der Vater hat falsch gehandelt. [QUOTE]Ethik und Moral enstehen genau aus diesen kritischen Situationen. Gegenargument?[/QUOTE]Kein Gegenargument. |
| Silverwolf | [QUOTE]Ich hab den Film nicht mehr ohne weiteres im Kopf. Ich denke, der Vater hat falsch gehandelt.[/QUOTE] Darf ich fragen warum der Vater falsch gehandelt hat? Was würdest du denn tun? Ich denke hinter einem Tötungsdelikt steckt immer mehr dahinter als man von Aussen her sieht. Ich könnte jemanden aus Rache töten, das weiss ich. Auch der liebenswürdigste Mensch kann das. Wenn dem wichtigsten Menschen so etwas angetan wird, das Leben der Person für immer zerstört. Du stehst vor dem Schuldigen, trägst eine Waffe bei dir. Du entscheidest dich in Sekunden. Drückst du ab oder tust du es nicht? [QUOTE]Kein Gegenargument.[/QUOTE] Ich glaube dass muss ich feiern :D |
| Montrose | [QUOTE]Darf ich fragen warum der Vater falsch gehandelt hat?[/QUOTE] Weil... ...erstens Anklage und Verteidigung in leichteren Angelegenheiten als dieser zunächst einmal Sache der unmittelbar Betroffenen wäre, in in einem so schwerwiegenden Fall die Beurteilung von einer unabhängigen Person erfolgen sollte. Denn der Vater ist hier nicht neutral, sondern selbst Vertreter einer eigensüchtigen Partei. Der Vater verteidigt möglicherweise nicht die Tochter, sondern seine Rolle als Beschützer etc. Also Dinge, die mit dem eigentlichen Delikt nichts zu tun haben. ...zweitens werden den Tätern durch den Mord die Möglichkeiten einer Verteidigung, von Reue und anderen Möglichkeiten der Wiedergutmachung als ihres Todes genommen. Der Vater ist deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Jemandem ein Leben zu verderben .... das vielleicht nach Jahren der Traumaverarbeitung doch noch glückliche Momente oder sogar Heilung findet .... ist schlimm --- den Tätern aber einfach einen Schlußstrich zu ziehen, so daß sie tot nie wieder eine Chance bekommen, daß ist ungerecht. Den Tätern wird mehr genommen als sie verursacht haben. ...drittens, Unrecht ist keine moralische Rechtfertigung neuen Unrechts. Ich gestehe durchaus zu, daß jemand den Weg des Krieges und der Rache geht. Kriterium ist dabei die Kunstfertigkeit und der Erfolg....also möglichst effektiv zu vernichten. Das ist eine Kategorie. Moral ist eine andere Kategorie. Es ist in meinen Augen nachvollziehbar, wenn jemand sagt: ich verlasse den Boden des Guten, um meine Rache zu üben. Problematisch ist hingegen, wenn jemand sagt: ich übe meine Rache und verwirkliche damit das Prinzip des Guten. Das Gute hat einen höheren Kontext, ein höheres Prinzip im Auge als die private Befindlichkeit, die Moral des Guten ist ein überindividuelles Prinzip. Würde man zum Beispiel das Handeln des Vaters zum allgemeinen Maßstab erheben, so hätten wir das frühmittelalterliche Fehde-Recht: Wenn ich meine, daß mir jemand etwas Böses tut, dann richte und exekutiere ich selbst. Das Problem ist dabei nicht nur die Subjektivität meines Urteils, sondern vielmehr die Durchsetzbarkeit: denn wenn im Fehderecht der Rächer selbst überwältigt wird, dann wird im Sinne eines Gottesurteils die Schuld dem Täter aberkannt und dem Opfer zugesprochen. Im Sinne des im Fehde-Rechts verankerten Prinzips des Stärkeren geht der Vater insofern ein Eigenrisiko ein, daß im Falle, daß einer der Täter zurückgeschossen und damit ihn ermordet hätte, die Tochter zu recht vergewaltigt worden wäre. ...viertens, durch die fragliche Legitimität des Racheaktes durch den Vater bleibt die Frage offen, ob nun die Verwandten der beiden Getöteten selbst wieder zur Rache am Vater (und der Tochter) berechtigt sind. Da der Vater für seine Tat keine Rechtsgrundlage hat, ist er nunmehr vogelfrei und darf seinerseits jederzeit erschossen werden. Es fehlt hier schlichtweg ein Verfahren, das angibt, ab wann eigentlich der Prozeß abgeschlossen ist. [QUOTE]Du stehst vor dem Schuldigen, trägst eine Waffe bei dir. Du entscheidest dich in Sekunden. Drückst du ab oder tust du es nicht?[/QUOTE]Das ist nicht das Problem. Das Problem ist: was passiert, nachdem ich abgedrückt habe? Im allgemeinen würde ich sagen: man kann wirklich froh sein, daß es geregelte Strafverfahren mit Richter, Ankläger, Verteidiger usw. gibt. Bei diesem Themenbereich geht es um nackte Gewalt, die nicht gezügelt in eine rechtlose Barbarengesellschaft führen würde. Denn wenn der Volkszorn weht, dann ist es ein Lotteriespiel, ob mal gerade ein wirklich Schuldiger fair behandelt oder gelyncht wird, ob ein Unschuldiger gekillt wird, ob Leute (Verfahren von Salem!!!!! so fing nämlich die ganzen Hexenverbrennung an) unliebsame Mitbürger durch Intrigen ins Verderben stürzen. Jeder müßte sich bewaffen, um noch halbwegs sicher zu sein. |
| deathly_silence | ist es nicht auch so dass der mensch erst gut und böse geschaffen hat? |
| Silverwolf | [QUOTE]Denn der Vater ist hier nicht neutral, sondern selbst Vertreter einer eigensüchtigen Partei[/QUOTE] Schon klar, im Strafprozess kann er höchstens Anklagen. Auch ist der Ankläger nie neutral-sonst würde es ja zu keiner Klage kommen. [QUOTE]...zweitens werden den Tätern durch den Mord die Möglichkeiten einer Verteidigung, von Reue und anderen Möglichkeiten der Wiedergutmachung als ihres Todes genommen.[/QUOTE] In Deutschland / Schweiz ja, aber in Amerika nicht. Dort wären sie so oder so gestorben, von welcher Hand auch immer. Zudem denke ich nicht, dass Täter, die in das Gesicht eines kleinen Mädchen schauen können, das sie gerade misshandeln, Reue zeigen werden. Das nenne ich Show. [QUOTE]Problematisch ist hingegen, wenn jemand sagt: ich übe meine Rache und verwirkliche damit das Prinzip des Guten[/QUOTE] Danke für deine Worte, denn genau auf das wollte ich hinaus. Man kann nicht behaupten, etwas sei gut, oder eben böse. Alles hat zwei Seiten. [QUOTE]Da der Vater für seine Tat keine Rechtsgrundlage hat, ist er nunmehr vogelfrei und darf seinerseits jederzeit erschossen werden[/QUOTE] Er darf nicht erschossen werden, denn auch das wäre wieder ein Strafdilikt. Die Rache wäre endlos. Da hast du recht. [QUOTE]Das ist nicht das Problem. Das Problem ist: was passiert, nachdem ich abgedrückt habe? [/QUOTE] Stimmt, aber bist du in diesen paar Sekunden in der Lage, alles genau zu überdenken? |
| masterlee | [QUOTE]Zudem denke ich nicht, dass Täter, die in das Gesicht eines kleinen Mädchen schauen können, das sie gerade misshandeln, Reue zeigen werden. Das nenne ich Show.[/QUOTE] Fast immer liegen entsprechende Störungen vor die denn Patienten zu solchen Handeln bewegen/zwingen. Das Problem bei der Behandlung ist nur das wenn der Patient gesund ist d.h. von dieser Störung befreit ist er wahrscheinlich sich mit Suzied gedanken plagen wird und unter umständen nie wieder eingegliedert werden kann. Kurz um ich weiß nicht warum man sich soviel arbeit macht wenn es am Ende doch so oder so mit dem Tod endet. |
| Montrose | [QUOTE] Zitat:Problematisch ist hingegen, wenn jemand sagt: ich übe meine Rache und verwirkliche damit das Prinzip des Guten --------------------------------------------------------------------------------------------- Danke für deine Worte, denn genau auf das wollte ich hinaus. Man kann nicht behaupten, etwas sei gut, oder eben böse. Alles hat zwei Seiten.[/QUOTE] Ich sagte "problematisch" und nicht unmöglich. Und daß alles zwei Seiten hat, heißt nicht, daß nicht eine Seite überwiegt. Wie ich weiter unten noch ausführen werde, muß zwangsläufig irgendein Prinzip verwirklicht werden. Es geht gar nicht anders. [QUOTE]ist es nicht auch so dass der mensch erst gut und böse geschaffen hat?[/QUOTE]Geschaffen ja, aber nicht erdacht. Prinzipien des Gut und Böse haben einen Bezug zu Realität. Das sind keine abgehobenen Spinnereien. Auch wenn die Dinge nicht eindeutig klar erscheinen, muß darin eine Klarheit gefunden werden, die als Tatsache akzeptiert wird. Um auf das "problematisch" zurückzukehren.... Du wirst in jedem Fall ein Urteil sprechen.... auch ein Nicht-Urteil wäre ein Urteil, und das Urteil hätte reale Konsequenzen. Man kann sich der Frage nach dem Urteil und somit nach Gut und Böse nicht entziehen. [QUOTE]Das Problem bei der Behandlung ist nur das wenn der Patient gesund ist d.h. von dieser Störung befreit ist er wahrscheinlich sich mit Suzied gedanken plagen wird und unter umständen nie wieder eingegliedert werden kann. Kurz um ich weiß nicht warum man sich soviel arbeit macht wenn es am Ende doch so oder so mit dem Tod endet.[/QUOTE]Das weißt Du nicht mit SIcherheit, sondern es ist nur eine Vermutung. [QUOTE]Stimmt, aber bist du in diesen paar Sekunden in der Lage, alles genau zu überdenken?[/QUOTE]In dem geschilderten Fall handelt es sich nicht um Sekunden, sondern um Stunden. Es muß ja erst eine Waffe besorgt werden, ein Plan geschmiedet werden, wo die anderen am besten gestellt werden usw. Übrigens eine interessanter Gedanke von Dir. Du suggerierst: der Vater handelte innerhalb von Sekunden, deshalb ist es Affekt und er ist schuldlos. So, wenn es wirklich innerhalb von Sekunden geschähe, würde auch die moderne Gerichtsbarkeit entscheiden und Deinen Schützen ins Kitchen sperren. Es gibt Einwände (Siehe auch Simons: Tötungsdelikte als mißlungene Lösungsversuche): a) kann nicht auch innerhalb von Sekunden Vernunft geltend gemacht werden? b) Kann ein Affekt nicht auch über Stunden dauern? Die Zeitabläufe einer Tat sind möglicherweise ein schlechtes Kriterium, um über eine Handlung zu urteilen. |
| masterlee | [QUOTE]Das weißt Du nicht mit Sicherheit, sondern es ist nur eine Vermutung.[/QUOTE] Also der Anteil der gestörten ist sehr sehr hoch. Eigentlich wurde noch kein gesunder gefunden. Die Heilungsrate ist gering. Und ob ich die Leute wirklich ein glückliches Leben führen können? So jemand kann nicht mal richtig über seine Vergangenheit reden. Die meisten Leute würden ihn doch sofort vertaufeln wenn er darüber reden würde warum er so lange in der Klinik war. Und das ist meines erachtens richtig böse. Ist genauso wie ich oftmals merken muß das Leute die unter einer Angstörung leiden als beklopt abgestempelt werden, wenn man aber erzählt man leide unter einer Stoffwechsellstörung im Gehirn dann ist es ja ok. Wo wir wieder beim Thema wären. Was man nicht vesteht oder verstehen will wird auch meist als Böse erkannt und das was man versteht oder glaubt zu verstehen wird als gut erkannt. Das ist auch der Grund warum im Krieg Aufklärung so wichtig ist, der schlimste Feind ist nämlich der Unbekannte. |
| Silverwolf | [QUOTE]In dem geschilderten Fall handelt es sich nicht um Sekunden, sondern um Stunden. Es muß ja erst eine Waffe besorgt werden, ein Plan geschmiedet werden, wo die anderen am besten gestellt werden usw.[/QUOTE] Ja, die Vorbereitung zum Mord, ja. Aber der Moment, während dem die Tötung stattfindet, sind nur ein paar Sekunden. Du hast den Finger auf dem Auslöser, jetzt geht es um die wirkliche Sache. Die Organisation der Waffe ist nur der Wunsch, die Planung. Aber der Wille ist doch nicht ganz die Tat. Das habe ich versucht zu erklären. [QUOTE]Übrigens eine interessanter Gedanke von Dir. Du suggerierst: der Vater handelte innerhalb von Sekunden, deshalb ist es Affekt und er ist schuldlos.[/QUOTE] Nein, er ist Schuld, denn er hat Getötet. Nur kann man nicht sagen: Jeder der einen Mord begeht ist nicht gut, bzw. böse. Nein, das habe ich nun wirklich nicht so gemeint, für mich sind des Vaters Beweggründe einfach nachvollziehbar. Und noch zu einer älteren Aussage deinerseits, Montrose: [QUOTE]Jemandem ein Leben zu verderben .... das vielleicht nach Jahren der Traumaverarbeitung doch noch glückliche Momente oder sogar Heilung findet .... ist schlimm --- den Tätern aber einfach einen Schlußstrich zu ziehen, so daß sie tot nie wieder eine Chance bekommen, daß ist ungerecht.[/QUOTE] Ich denke ich würde lieber sterben, als so etwas über mich ergehen zu lassen. Ich bin eine Frau, ich wurde nie vergewaltigt, aber es ist die grösste Angst. Heilung findet man nur in sehr sehr sehr seltenen Fällen. Berührungsängste sind an der Tagesordnung. Wenn ich entscheiden könnte, ich glaube ich würde den Tod wählen. [QUOTE]Was man nicht vesteht oder verstehen will wird auch meist als Böse erkannt und das was man versteht oder glaubt zu verstehen wird als gut erkannt.[/QUOTE] Denke ich auch, man sollte lernen, das Unbekannte genauer zu begutachten. Vielleicht verlieren wir dann unsere Furcht |