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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: selbstzerstörung als "edle"eigenschaft?
nachtwesenich meine mit selbstzerstörung nicht ausschliesslich körperliche"bestrafung",sondern auch probleme,die man sich bewusst selbst schafft.schlechtes annehmen können und dennoch gutmütig sein,es vermeiden andere zu verletzen,sich zu wehren...ist das eine edle charaktereigenschaft?selbst wenn man daran zu grunde ginge,hätte man doch viele menschen glücklich gemacht,könnte also positiv zurückblicken.woher kommt der wunsch von allen gemocht und akzeptiert zu werden,im inneren aber mit sich selbst im streit zu stehen?
wäre die bewusste selbstaufgabe eine möglichkit etwas anm umfeld zu ändern?
Lumina NocteIch denke, dadurch, dass ein Mensch sich zusätzliche Probleme schafft, sich das Leben schwer macht und sich am Ende selbst aufgibt, hat niemand einen Vorteil.
Zuerst einmal wird das Leben für die betreffende Person selbst unerträglich, was zwangsläufig ihr Umfeld und ihre Mitmenschen zu spüren bekommen. Überleg doch mal: Wie würdest du reagieren, wenn plötzlich einer deiner Freunde so handelt? Wenn ein Mensch, der dir sehr viel bedeutet, und den du eigentlich glücklich sehen willst, sich und sein Leben aufgibt? Ich selbst würde mir Sorgen machen und ich würde mich sicher nicht für ihn freuen, dass er so handelt.
Durch bewusste Selbstaufgabe verändert man sein Umfeld ganz sicher, aber nicht im positiven Sinn.
Sanna I.S.P.im großen und ganzen kann ich Lumina Nocte recht geben;

[QUOTE]sondern auch probleme,die man sich bewusst selbst schafft[/QUOTE] ein solches verhalten ist nicht edelmütig, nicht großmütig; es zeigt lediglich eine bereitschaft zu leiden. und unter "sich probleme selbst schaffen" sehe ich keinen notwendigen oder hinreichenden zusammenhang dazu, anderen damit zu helfen. jemand der so handelt - generell gesprochen - sieht sich selber gerne leiden, bzw. was damit häufig verbunden ist, läßt sich gerne von anderen leidend sehen.

[QUOTE]schlechtes annehmen können und dennoch gutmütig sein,es vermeiden andere zu verletzen,sich zu wehren[/QUOTE] ich weiß nicht, ob dieses verhalten "edel" ist, aber es ist in ordnung, "gut" sozusagen, nach meinem empfinden. allerdings hat es herzlich wenig mit selbst auferlegten leiden zu tun. um schlechtes anzunehmen, und es unverbittert auszustehen, seinen mitmenschen nicht durch gram zur last zur fallen, braucht man sich nichts selbst aufzuerlegen. es reicht völlig, das auszuhalten, was einem das schicksal von sich aus zuspielt.

zwar kann sich dies mit einem selbsterwählten leid verbinden, aber es dient zu nichts, ausser um sich selbst zu bestrafen, vielleicht für etwas zu sühnen, was man einmal getan hat, oder glaubt, verbrochen zu haben.

aber wie kommst du darauf, damit andere menschen glücklich zu machen, oder meinst du etwa, indem man ihre leiden auf sich nimmt? dies würde mich doch etwas an einen gewissen Jesus von Nazareth erinnern ...

[QUOTE]wäre die bewusste selbstaufgabe eine möglichkit etwas anm umfeld zu ändern?[/QUOTE] nein, damit ändert man seinen zustand, nicht das umfeld.
Mondsilbertaufe[QUOTE]ist das eine edle charaktereigenschaft?[/QUOTE]
Nein. Denn es geht nur um dich und nicht um andere. Sich dann unter dem Deckmantel des Wohltäters aufzugeben ist Selbstbetrug. Und auch wenn es nicht so aussieht - man hat immer etwas davon.
Leidet man nun aus Selbstmitleid - die Selbstaufgabe quasi als Bestätigung des Alleinseins?
Leidet man, um das Leben zu fühlen? Aus Angst vor der Neutralität, der Mittelmäßigkeit?
Oder leidet man, weil das Leiden eine elitäre Stellung unter der zähen Menschenmasse, der man nicht angehören will, darstellt? Stichwort: Bewusstseinserweiterung.

Solches Leid kann enorme Kräfte freisetzen, doch sollte man seiner Seele auch mal ein bisschen Ruhe gönnen...
MontroseWill man nach außen hin etwas ändern, dann ist Selbstaufgabe ja nur der erste Schritt. Du tust etwas, und andere beobachten das???? Und was dann??? Da müßte jetzt irgendein zweiter Schachzug kommen, um klarzumachen, was die Selbstaufgabe soll, wofür sie das ist, wozu sie nützt, welche Macht sie hat, ob sie zerstören kann, ob sie Gutes schafft. Wenn da nichts zweites nachkommt, ist man ein armer Spinner. Für so einen hält man Dich ohnehin, weil Schwäche unsexy ist und Du auf diese Tour sowieso auf die Schnauze fällst --- die Frage ist aber, als was siehst Du Dich selbst. Und da kommt die Gretchenfrage: wofür?

Nun schreibst Du, Selbstaufgabe, um den (guten) Zielen anderer nicht im Wege zu stehen. So sah das Jesus auch. Die Sache hat aber zwei Haken. Erstens, wenn man anderen nicht vor's Schienbein tritt, dann setzen sie ihre Ziele zu weit und schädigen andere. Es ist wie beim Gärtner. Der gießt ja auch nicht nur seine Blumen, sondern schneidet hin und wieder auch einen wilden Trieb ab.
Und zweitens, fast noch wichtiger: wie lange hält man diese Selbstaufgabe durch, bevor man selbst unzufrieden und sogar bösartig wird. Der Weg Jesu ist sicherlich erfolgreich... wer alles mit sich machen läßt und alles, was man ihm zufügt, vergibt, der ist bei den Menschen gerne gesehen... als Hofnarr. Jesus konnte diese Rolle nur deshalb durchhalten, weil er Gott und eine Botschaft im Rücken hatte. Aber einfach so sich selbst aufgeben, ohne einen religiösen Hintergrund, ohne Netz und doppelten Boden... ich glaube, da überforderst Du Dich.
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von nachtwesen [/i]
ich meine mit selbstzerstörung nicht ausschliesslich körperliche"bestrafung",sondern auch probleme,die man sich bewusst selbst schafft.schlechtes annehmen können und dennoch gutmütig sein,es vermeiden andere zu verletzen,sich zu wehren...ist das eine edle charaktereigenschaft?[/QUOTE]

Eigentlich zeugt es eher von mangelndem oder einem nicht gefestigten Charakter, wenn man versucht es allen recht machen zu wollen und dafür die eigenen Bedürfnisse und Ansichten komplett zurückstellt bzw. aufgibt.
Kritik führt dem "Fähnchen im Winde" vor Augen, dass es sein Ziel nicht erreichen kann und stiftet Verwirrung.

[QUOTE]selbst wenn man daran zu grunde ginge,hätte man doch viele menschen glücklich gemacht,könnte also positiv zurückblicken.[/QUOTE]

Wenn man selbst zugrunde geht, weil man viele Menschen glücklich gemacht hat, erzeugt man mit dem eigenen zugrunde gehen vermutlich unter den Menschen, um deren Glück man besorgt war, zumindest vereinzelt wiederum Leid.

[QUOTE]woher kommt der wunsch von allen gemocht und akzeptiert zu werden,im inneren aber mit sich selbst im streit zu stehen?[/QUOTE]

Vielleicht aus einem Gefühl der Wertlosigkeit und aus mangelndem Selbstbewusstsein?
Gefühle, die einem vorgaukeln können, dass man keine Bestätigung erhält, Leistungen nicht anerkannt werden, man nicht gemocht und schon gar nicht geliebt wird, wenn man sich nicht so verhält, wie man meint, dass andere es von einem erwarten.

[QUOTE]wäre die bewusste selbstaufgabe eine möglichkit etwas anm umfeld zu ändern?[/QUOTE]

Damit wäre das "Kind wohl bereits in den Brunnen gefallen", da die Selbstaufgabe bewusst geschieht - man sich also ganz bewusst im Sinne seines gesamten Umfeldes aufgibt um sich bis zur Selbstaufgabe der jeweiligen Situation oder dem Gegenüber anzupassen. Genaugenommen eine unehrliche Sache bei der echte Gefühle dann wohl auch auf der Strecke bleiben [size="1"]...eigentlich kein schöner Umwelteinfluss[/size]

Das Leid ist auf dieses Art programmiert -
Bei Bewusstwerdung seelischer Schmerz und dann irgendwann der körperliche, um sich selbst wieder spüren zu können.

[size="1"][i]...meine bescheidene Meinung...[/i][/size]
-=Phi=-Das was du beschreibst, kenn ich nur zu gut. Ich sehe mich selbst in deinen Zeilen. Doch auch wenn ich so bin, versuche anderen zu helfen und liege mit mir selbst nur im unreinen, muss ich sagen, dass dieses der falsche Weg ist.

Es ist siche eine edle Tat, wenn man jemanden Hilft und sich selbst dadurch belastet.
Doch kann man das nur, wenn man auch genug Kraft hat, genug um jemandem etwas davon abzugeben.
Leid gebährt doch nur weiteres Leid...wenn du leidest, leiden deine Mitmenschen automatisch mit (Ich spreche aus Erfahrung).

Doch nötig ist dies alles nicht...sich so fallen zu lassen...es ist, wie schon erwähnt ein Charkterschwäche, evtl durch fehlendes Selbstbewusstsein oder des Gleichen....

Ich kann sagen, dass ich versuche an mir selbst zu arbeiten, Kraft und Positives auszustrahlen, um dann anderen beistehen zu können...naturlich, wie es der Natur des Menschen entspricht nicht ohne egoistischen Hintergund, denn die Tatsache meinen Freunden helfen zu können, deren Wohlergehen seigert wiederum mein Wohl........
deathly_silenceNur weil ich mein Leben, meinen Körper und meinen Geist zerstört hab, bin ich nicht edel. Auch wenn ich es für meine Freunde und meine Familie gemacht hab, um sie zu schützen ... ein Stück weit auch vor mir ...

Das is keine edle Charaktereigentschaft, das is einfach nur Ignoranz und Naivität ... denn es gibt sehr vieel einfachere und bessere Wege ...

Nur soviel dazu.
nachtwesen|aber wie kommst du darauf, damit andere menschen glücklich zu machen, oder meinst du etwa, indem man ihre leiden auf sich nimmt? dies würde mich doch etwas an einen gewissen Jesus von Nazareth erinnern ...|


so ungefähr meinte ich das ja.es gibt doch auch sehr viele beispiele an menschen die ihr leben für andere geopfert haben,nahezu selbstlos waren.und,ich glaube,so etwas muss das umfeld nicht wirklich merken,weil dieses verhalten dann als normal angesehen wird.also nochmal,ich spreche nicht davon,etwas gutes zu tun,und dann für sich selbst zu sagen"ich habe das getan um etwas gutes zu tun",sondern weil es selbstverständlich war.ich glaube,es ist bei einigen sehr einfach,sich selbst komplett zu vergessen und ausschließlich an andere zu denken.das liegt am charakter,natürlich.und daraus ergeben sich persönliche probleme,weil die seele irgendwann auch ihr"nahrung"will.aber ich denke,es ist doch ein bemerkenswerter zug,nicht zuerst an sich zu denken.
und bewusst etwas zu tun,nur um ein reines gewissen zu haben schließt ja die art mensch die ich meine,aus.
mrs.yearning[QUOTE][i]Original geschrieben von nachtwesen [/i]
...ich spreche nicht davon,etwas gutes zu tun,und dann für sich selbst zu sagen"ich habe das getan um etwas gutes zu tun",sondern weil es selbstverständlich war...[/QUOTE]

Also beispielsweise auch Hilfsbereitschaft aus einem Reflex heraus bzw. kurzentschlossenes Handeln, wenn's schnell gehen muss.
Das ist sicherlich eine Charakterfrage und es gibt immer wieder banalere Beispiele als Jesus, von Menschen die selbstverständlich und ohne zögern ihr Leben für andere riskierten und dafür lassen mussten. In diesem Zusammenhang vielleicht schon ein edler Charakterzug, der auch für diverse lebensrettende Berufe Grundvoraussetzung ist oder sein sollte.

Der Beste Grund Gutes zu tun, ist wohl der aus Überzeugung und daraus entsteht wohl das [U]echte[/U] Bedürfnis zu helfen. Ist es wirklich eine Form der Selbstzerstörung wenn man Gutes tut, indem man sein eigenes Bedürfnis (Gutes tun aus Überzeugung) befriedigt?

[QUOTE]...und daraus ergeben sich persönliche probleme,weil die seele irgendwann auch ihr"nahrung"will...[/QUOTE]

Die "Nahrung" bekommt die Seele beim Handeln aus Überzeugung.

[QUOTE]...aber ich denke,es ist doch ein bemerkenswerter zug,nicht zuerst an sich zu denken...[/QUOTE]

Bemerkenswert, wenn ehrlich und nicht aus einer Erwartungshaltung heraus.

[QUOTE]und bewusst etwas zu tun,nur um ein reines gewissen zu haben schließt ja die art mensch die ich meine,aus. [/QUOTE]

Die handeln auch nicht, weil es selbstverständlich war.
NekroHm...
also ich habe mal (so ähnlich?) gedacht... ich war der Meinung...mit allen Mitteln die mir möglich waren, anderen zu helfen...egal ob ich dabei drauf gehe oder nicht. (Um es mal grob zu sagen *g*) Mir gab dies, einen Sinn ..den einzigen Sinn in allem auf dieser Welt.
Eins habe ich dadurch gelernt. Wenn man keine Kraft mehr für sich selbst hat, hat man auch keine Kraft für andere. Ich musste durch viele unglückliche Zustände lernen, dass es oft sogar noch viel schlimmeres anrichtet, wenn man es "versucht" (versucht jemand anderem zu helfen)
Soviel dazu.
Ich kann mir ehrlich gesagt, nicht vorstellen wie Selbstleid andere glücklich machen kann?
Und ich bin fest davon überzeugt, dass es kaum einem Menschen gelingt, sich ständig so zu unterdrücken und alles so hinzunehmen, ohne je ein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren. Damit meine ich...dass es einem wohl weniger gelingt, anderen ein Leben lang etwas vorzumachen und das dann alles noch glatt läuft. Vielleicht kannst du andere täuschen, aber du weißt selbst am besten wie es in dir aussieht und ich zweifel einfach daran, dass du die ganze Situation und dieses ständige Geben ohne etwas zurückzu bekommen aushalten kannst. (allgemein gesprochen)
Ich will gar nicht abstreiten, dass das was du meinst ...dieses selbstverständliche natürliche "nicht zuerst an sich denken", auf dieser Welt existieren mag. Ich bin nur der Meinung, dass das nicht immer hinhaut ...bzw auf Dauer nicht geht.
Es gibt sogar eine Krankheit, welches dieses Helfersyndrom bezeichnet. Ich denke schon dass es eine gute Eigenschaft ist...an andre zu denken und andren zu helfen...der springende Punkt ist jedoch der: Man muss ein gewisses Mittelmaß finden. Sonst geht man zugrunde und man kann im übermäßigen Maß eher etwas anrichten oder verschlimmern. Ganz abgesehen davon, dass man sich selbst zerstört.
Ich weiß nun nicht ob dies so klar hervorging was ich meine *grübel*
Ich will mich jetzt nicht mit dieser "edlen Charaktereigenschaft" rühmen.... i
ch merke nur, was für Probleme aufkommen die nicht nur meine Person betrifft sondern auch die Personen in meinem Umfeld. Sagen wir mal ich bin "Betroffene" (kenne auch ein Dutzend anderer die dies mit mir teilen..) Und ich sehe wie schwer die Situation nicht nur für mich zu ertragen ist (wie gesagt daran denkt man ja nicht ), sondern für andre...ich bin tatsächlich gerade am lernen, was ich andren damit antue...oder dass es eine Sache nicht erleichtert indem ich mich zurücknehme...sondern auch "verschlimmern" kann.

hm jap... *g*
Grüße
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von nachtwesen [/i]
[B]ich meine mit selbstzerstörung nicht ausschliesslich körperliche"bestrafung",sondern auch probleme,die man sich bewusst selbst schafft.schlechtes annehmen können und dennoch gutmütig sein,es vermeiden andere zu verletzen,sich zu wehren...ist das eine edle charaktereigenschaft?selbst wenn man daran zu grunde ginge,hätte man doch viele menschen glücklich gemacht,könnte also positiv zurückblicken.woher kommt der wunsch von allen gemocht und akzeptiert zu werden,im inneren aber mit sich selbst im streit zu stehen?
wäre die bewusste selbstaufgabe eine möglichkit etwas anm umfeld zu ändern? [/B][/QUOTE]

In einer Welt, die primär auf eigennützigem Handeln beruht, hat dasnatürlich etwas romantisches, selbstloses und kann damit vorübergehend edel wirken. Doch diesen Luxus kann sich ein Mensch nur für einen gewissen Zeitraum leisten, spätestens wenn seine Selbstzertörung in ein offenkundiges Stadium gelangt ist, wird er mit Verachtung und Erniedrigung konfrontiert und was ist daran edel verachtet und erniedrigt zu werden?

Dieses romantische Ideal der selbstaufopfernden Frau entspringt übrigens der Romantik des letzten Jahrhunderts. Es gab viele Dramen, also Theaterstücke, die sich mit dem Thema beschäftigten. Eines das heute noch gespielt wird heißt der Pelikan. Der Name des Autors ist mir leider entfallen. Das Stück heißt "Der Pelikan", weil es die Vorstellung gab, daß Pelikanmütter sich das Fleisch aus der Brust reißen um ihre Kinder zu nähren... Die Frauen, die sich an diesem "Vorbild" orientierten wurden in den Dramen aber eher hysterisch, depressiv dargestellt. So nach dem Motto, ich gab euch alles und was gebt ihr mir. Sie hatten eher einen destruktiven Einfluß auf die Familie.


never surrender

demon17

never surrender
Sanna I.S.P.@Demon17,
[QUOTE]was ist daran edel verachtet und erniedrigt zu werden?[/QUOTE] edel kann daran sein, es durchzustehen, ohne zu zerbrechen. weder seinen stolz, noch seinen willen aufzugeben, und weiterzumachen, wie man es für richtig hält.

@nachtwesen,
dieses "das leiden für andere zu übernehmen" hat einen gewaltigen haken - erstens weiß man nie genau, ob der andere das auch möchte, und zweitens gibt es mehr leidensarten, die man nicht für jemanden auf sich nehmen kann, als von der anderen sorte.

menschen, die für mich leiden wollen, kann ich nicht ausstehen! vor allem auch darum, weil diese zumeist nicht einmal fragen, sondern einfach den retter aus der schweren zeit miemen müssen.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i]
[B]@Demon17,
edel kann daran sein, es durchzustehen, ohne zu zerbrechen. weder seinen stolz, noch seinen willen aufzugeben, und weiterzumachen, wie man es für richtig hält.

[/B][/QUOTE]

Du weißt das dies fast immer den Preis der Vereinsamung hat. Denn ein Mensch der seine Werte gegen die Einstellung seiner Umwelt aufrechterhält hat innerlich nicht mehr das Bedürfnis nach Gesellschaft mit diesen Menschen.

dark greetz

demon17
Sanna I.S.P.Demon17,
[QUOTE]Du weißt das dies fast immer den Preis der Vereinsamung hat.[/QUOTE] ja, weiß ich.
[QUOTE]Denn ein Mensch der seine Werte gegen die Einstellung seiner Umwelt aufrechterhält hat innerlich nicht mehr das Bedürfnis nach Gesellschaft mit diesen Menschen.[/QUOTE] richtig, und darum ist die vereinsamung auch kein problem mehr. wenn kein bedürfniss da ist, kümmert es auch nicht weiter.
TrauerwesenBei dieser Thematik muss man differenzieren, Selbstzerstörung aus selbstlosen Motiven oder aus masochistischem Zwang?

Ich persönlich betrachte es nun mal aus der 2. Perspektive, denn ich bin ein psychischer Masochist. ich brauche ein gewisses Mass an Grundschmerz, und so verbiege ich mir das alles so, dass ich diesen erhalte. Aber dies hat auch mit einer psychischen Störung zu tun.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i]
[B]
richtig, und darum ist die vereinsamung auch kein problem mehr. wenn kein bedürfniss da ist, kümmert es auch nicht weiter. [/B][/QUOTE]

d´accord oder wie sich das schreibt. ;)

@Trauerwesen

langsam mache ich mir Sorgen um mich selbst, kannst Du mir vielleicht per PN etwas mehr über Deine Krankheit mitteilen. Ich meine ist Sehnsucht nach Melancholie schon krank?:eek:

never surrender

demon17
MontroseSchick mir am besten auch gleich eine PN *g*.
VampireMiyuVielleicht kann er sich das einreden.

Aber bringen tut es ihm selbst sicher nichts, weil er irgendwann daran zerbrechen wird.

Mfg Mi

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