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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Bezeichnungen
TeireMenschen sind inteligente Tiere...ok

Doch denkt der Mensch, so ändert der Mensch und spielt mit dem Bedürfniss, allem einen Namen zuteil werden zulassen.
Für die Zeit, als es noch keine Namen gab, zogen Ungewissheit durch das Land und blieben das, was sie sind.
Die Identifikation von einem Jeden ist seine ganz persöhnlicher Name, seine Bürde und sein Titel. Undenkbar das Leben unbenannt zu erleben.
Selbst die unwichtigstenm Dinge besitzen Namen und selbst Zustände wurden mit Bezeichnungen bedacht.
Um die verschiedensten Inhalte der Welt auf den Punkt brigen zu können.
Um die Komunikation auf einen niveauvollen Stand zu bringen und Missverständnisse zu beseitigen.
Selbst metaphysiche Begebenheiten wurden mit den verschiedensten Namen bedacht. Ob Handlung, ob Zustand... alles lässt sich formulieren.
Doch nicht genug, gab es die verschiedensten Sprachen.
Und alles wurde mehrfach betont, verschieden ausgesprochen, Dialekte variiert und verbreitet.
Unerreichbare Dinge wie Mond und Sterne wurde für die Menschheit zum Wortwechsel...

Und durch die verschiedensten Möglichkeiten wurden neue Dinge geschaffen, dessen Namen erneut variierten.
z.B. der Ursprung vieler Wörter, bekannt als Fortschritt... Dinge wurden früher benannt, bevor sie erschaffen wurden.
Der Leitfaden zu all den neuen Dingen waren Träume... Die Sinninhalte wurden zusammengesetzt, um einen neuen Sinn zu erschaffen.
Man schreibt, man liest, man lebt nicht einen Tag ohne einmal das "Wort" benutzt zu haben und die Freiheiten bleiben mit der Bezeichnung "unendlich" zuletzt doch endlich.
Phantasien erheben sich und sinken, nachdem sie festgelegt wurden, und manifestieren sich in das Buch der tausend Wörter.
Ein Wunsch steht gewiss nicht neben einer persöhnlichkeit, doch dort im Buche schon.
Und wenn sich meinetwegen erwünschte und nicht erwünschte Zeilen überschlagen, sollten sie doch mit der uns überlieferten Bezeichnung auskommen.
Die Strafe, die wir dem Universum gaben, ungezwungen mit Namen herumzuwerfen, ist das natürlichste der Welt.


Ich werde keine Fragen stellen...
Mich interresiert nur, was ihr dazu sagt.

(28 Zeilen, davon 23 ausgefüllt, übrigen 5 Zeilen als Absatz, 67 Satzzeichen)
illuminatSehr schön gesagt und vom Sinn her doch so leicht verständlich.
Ich hätte es selbst nie besser sagen können.

Wir wurden auf Sprache beschränkt, aber die Mimik und Ghestik des Gegenüber wirkt trotzdem auf uns, wenn auch scheinbar eher nebensächlich, so wird eine Erfahrungsgemäße Interpretation eines Menschen anhand seiner Ghestik immer schwieriger.

Ich rede mit meiner Freundin sehr viel über die Vergangenheit, aber in der Gegenwart gibt es immer weniger Worte. Nicht dass wir uns nichts zu sagen hätten, aber wir lesen unsere bedürfnisse quasi aus dem verhalten des anderen. Alles eine Frage des Vertrauens und der offenheit zueinander. Wer offen ist, braucht keine Worte. Wer lügt will am liebsten darüber diskutieren

(Viel zu viele Worte ;))
TchikadeloDas ist das was uns vom Tier unterscheidet, denn nur wir können, unsere Sorgen, Leiden, Freunden und viele andere Gefühle mit Sprache oder Worten ausdrücken. Wir sind das Tier "der Mensch".

Viele von uns streben nach Perfektion in dem sie viele Sprachen können, und sich mit vielen Menschen verständigen können. Wortgewante Menschen haben... Ansehen, sie haben "Intellekt", doch der Schein trügt, sie sind nur für die Schlau, die sie nicht verstehen, denn die, die sie nicht verstehen, sind die, die davon eingeschüchtert werden, es sind die, die zu den hochschauhen.
Nun was ist dann Sprache für uns? Nicht nur Verständigung, auch eine Art ansehen, ja wahrlich.
TeireMan stelle sich vor, es würden sich all die bekannten Bezeichnungen sammeln und ein Schriftstück enstehen, wo unsere Weltgeschichte aufgezeichnet wird. Mehr noch, alles was es existiert. Alles, was einem bekannt ist wäre festgelegt und alles hätte den ultimativen Platz in der geschaffenen/erdachten "neuen" Welt. Es könnte eine Kopie des Universums entstehen. Eine aus Menschenhand geschaffene "künstliche" Existens.

Hmm was ist eine "künstliche" Existens...

Ich nehme an, alles was einen Namen besitzt, ist ein urheberechtlicher Erschaffer einer "künstlichen" Existens"... wo die bestehenden Dinge aufhören zu existieren, werden neue Dinge von bereits bestehenden benannten(!) Sachen genommen und erweitert... Wer würde schon versuchen, das unbenannte/unbekannte zu manipulieren oder zu evolutionieren.


(Ich benutze die Bezeichnung "künstlich" mit äußerster Vorsicht)
Raziel_samaIch kann mich diesem Beiträgen nur anschließen!

Der Mensch muss alles benennen da er sich ja vor dem unbekannten fürchtet!
Er will es gefangen nehmen denn erst wenn er es in einer Kategorie mit diversen Namen versehen hat und es somit für immer gefangen halten kann ist er gücklich doch damit nie genug er will es auch noch für sich nutzen können und zu seinen Gunsten/Nutzen variieren!
TeireMan beginnt zu überlegen, ob bloße unbenannte Gegenstände eine Seele haben. Wären dann wir diejenigen, die einen Vielzahl von Seelen aus der Welt gerissen haben?

Ich weiss es nicht, doch fühle ich mich manchmal so als ob.
[I]Eine Handvoll Erde mit Seele, wer vermag sie zu benennen und zum bereits leibeigenem Erdreich legen? [/I]
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Raziel_sama [/i]
[B]Der Mensch muss alles benennen da er sich ja vor dem unbekannten fürchtet!
[/B][/QUOTE]

Nein!
Er benennt es wohl eher, um kommunizieren zu können...
Raziel_samaDu denkst da in eine andere Richtung und hast auch damit recht!

Aber lass mir meine These und mach die nicht runter indem du hier unbedingt jemanden berichtigen willst!:( :D

Noch nie von meheren Aspekten einer Sache gehört?
ColdSmileTeire, schönes Thema!

[QUOTE]Man stelle sich vor, es würden sich all die bekannten Bezeichnungen sammeln und ein Schriftstück enstehen, wo unsere Weltgeschichte aufgezeichnet wird. Mehr noch, alles was es existiert. Alles, was einem bekannt ist wäre festgelegt und alles hätte den ultimativen Platz in der geschaffenen/erdachten "neuen" Welt. Es könnte eine Kopie des Universums entstehen. Eine aus Menschenhand geschaffene "künstliche" Existens[/QUOTE]

Uff, ich glaube, dass dies nicht möglich ist. Diese Aufzeichnung müsste völlig objektiv gemacht und das kann kein Mensch tun. Es würde immer eine bestimmte Sichtweise enthalten, schon allein, da die Konnotation zu jeden Wort bei jedem Menschen unterschiedlich ist.
Zum Beispiel bei "Strand", viele haben, wenn sie dieses Wort hören oder lesen, sofort den einen hellen Karibik-Sandstrand mit Palmen, einem strahlendblauen Himmel und einem klaren blauen Meer im Kopf.
Ich könnte mir nur vorstellen, dass das z.B. hier etwas anders ist;) . Man kann dieses Wort auch mit Sonnenbrand in Verbindung setzen...


Bei völliger Objektivität allerdings...

Hat jemand hier "Das Buch" von Wolfgang Hohlbein gelesen? Die Geschichte ist nicht besonders, aber mir kommt es hier auf eine Idee an: In diesem Buch stellt sich im Laufe der Handlung heraus, dass die Wirklichkeit in Büchern aufgeschrieben wird, in dem Moment in dem etwas geschrieben wird passiert es.
Also genau umgekehrt.

Wobei NEIN, es ist nicht umgekehrt, das erste beeiflusst in jedem Fall das zweite! Ich denke daher, dass das nur eine Kopie entstehen kann, wie du auch geschrieben hast, aber keine "künstliche",vom Menschen geschaffene Welt.
Kopie bleibt Kopie!
Teire[QUOTE]Wobei NEIN, es ist nicht umgekehrt, das erste beeiflusst in jedem Fall das zweite! Ich denke daher, dass das nur eine Kopie entstehen kann, wie du auch geschrieben hast, aber keine "künstliche",vom Menschen geschaffene Welt.[/QUOTE]

Würde man diese "Das Erste beeinflusst das Zweite" These fortsetzen, könnte man annehmen, dass die ganzen erdachten und vorgestellten Handlungen sowie Impulse die eigentliche Ursprünge sind (was man annehmen konnte), doch das was man darauf macht eine Projektion davon ist, ergo eine Kopie!

Wahrlich spielt das Leben im Kopf ab, näher, in den Gedanken... und die verschiedensten Bezeichnungen offenbaren jene Vorstellungen.

Würde ich z.B. von etwas sprechen, das bereits passierte, so erlebt der Zuhörer die Kopie in seiner eigenen (jetzigen) Realität. Daraufhin kann man schließen, dass das was man nachvollzieht eine Kopie ist.
Wenn ich mich an die Situation erinnere, von der sprechen werde, ist es eine eigene Interpretation meiner Erlebnisse/Erfahrung...also eine Kopie.
Spreche ich über allmögliche Dinge, die noch passieren werden, oder würde ich diskutieren...formuliere ich meine Vorstellung die ich in meinen Gedanken bereits (objektiv) kenne...eine Kopie...

Wenn ich ein Text lese, könnte das eine weitere Kopie des Autoren sein. Doch denke das eine eigene Interpretation keine Kopie sein kann. Also nicht zu verdenken wären die Worte, die ohne Boden im Kopf herumgeistern(?).

Gruß,
Teire
masterlee[QUOTE]Für die Zeit, als es noch keine Namen gab, zogen Ungewissheit durch das Land und blieben das, was sie sindDie Identifikation von einem Jeden ist seine ganz persöhnlicher Name, seine Bürde und sein Titel. Undenkbar das Leben unbenannt zu erleben....
[/QUOTE]
Schaffen Namen Gewissheit? Unter einen Namen kann ich mir nichts vostellen. Nichts von Wert. Für Dinge braucht es keine Namen es reicht wohin ich zeige. Für Gefühle braucht es keine Namen ich kenne meine und die der anderen. Niemand muß Situationen beschreiben dir kommen oder waren.
Für Nichts besteht notwendigkeit, aber ich tue es trotzdem. Wie man auch eine Zeitschrift liest wenn man beim Arzt wartet, so sucht man Beschäftigung während man auf dem Tod wartet.
Nix[QUOTE][B]
(28 Zeilen, davon 23 ausgefüllt, übrigen 5 Zeilen als Absatz, 67 Satzzeichen) [/B][/QUOTE]

Und sie strotzen vor Fehlern, die ausgefüllten Zeilen.

[quote][B]Menschen sind inteligente Tiere...ok[/quote][/B]

Nicht okay, leider.
Auch, was den Inhalt des Beitrages angeht.

Tut mir leid, aber Du wolltest wissen, was der Leser (in diesem Falle ich) denkt.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Raziel_sama [/i]
[B]Der Mensch muss alles benennen da er sich ja vor dem unbekannten fürchtet! [/B][/QUOTE]

Keineswegs. Aber um sich über verschiedene Gegenstände denkend auszutauschen. Ein Prozess (ein Grundbedürfnis), in dessen Verlauf sich Realität herausbildet, als menschliches Produkt von Diskurs und Kommunikation.
Ein Bedürfnis, dass allerdings gerade diejenigen verneinen, die für sich in Anspruch nehmen, den Menschen besonders gut zu kennen (s. Zitat). Allzu menschlich.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Raziel_sama [/i]
[B]Du denkst da in eine andere Richtung und hast auch damit recht!

Aber lass mir meine These und mach die nicht runter indem du hier unbedingt jemanden berichtigen willst!:( :D

Noch nie von meheren Aspekten einer Sache gehört? [/B][/QUOTE]

Decay machte Deine "These" nicht runter. Es ging auch nicht darum, jemanden (Dich) zu berichtigen, sondern - wie in jedem Board - darum, seine Meinung zu äußern. Falls Dir nicht schmeckt, was andere denken, solltest Du ein Buch schreiben. Für eine Diskussion ist der Wunsch, nur Dir genehme Gedanken zu äußern, ein unbrauchbarer Ansatz.

Dessen ungeachtet handelt es sich bei Deinem Satz nicht um eine These, sondern um eine bloße subjektive Behauptung, die sich leicht widerlegen lässt. Furcht lässt sich nicht dadurch ausräumen, dass man ihre Ursachen benennt. In den meisten Fällen wächst sie dabei noch.
Raziel_samaGut für diese Aussagen entschuldige ich mich!

Aber ich nannte ja auch einer Diskusion entsprechen einen Aspekt einer Sache die größer ist als das menschliche Denken!

Ich könnte nie behaupten die Menschen zu verstehen da das für mich einfach unmöglich ist weil es einfach zuviel gibt das es gilt zu verstehen! wie gesagt es ist ein kleiner Punkt! und ich entschuldige mich für meine Aussage die in deinem letzten Post geschrieben wurde Herr Nix!

Ps: es scheint dir großen Spass zu bereiten...
NixEin Aspekt einer Sache, die größer ist, als das menschliche Denken?
Um zu wissen, um welchen Aspekt denn genau welcher Sache es sich handelt, wäre es hilfreich gewesen, Aspekt und Sache genauer zu benennen. Da Du aber antizipierst, dass das menschliche Denken beiden ohnehin nicht gewachsen ist, macht eine Diskussion wenig Sinn.

Und ob es mir Spaß macht? Spaß ist nur [i]ein[/i] Aspekt der Sache... ;)

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