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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Höheres Niveau?
MenedemosJetzt muß ich doch mal der verehrten Memberschaft eine wichtige Frage stellen.

Wie sicher viele bemerkt haben, sind im Philosophenforum schon seit sehr geraumer Zeit viele Threads am laufen, denen man nur mit dem allergrößten Wohlwollen eine philosophische Komponente zusprechen kann. Ich habe mir schon öfter überlegt, die Schraube ein bißchen anzuziehen, um das Diskussionsniveau zu erhöhen. Das würde natürlich zwangsläufig dazu führen, daß einige zukünftige Threads verschoben oder sogar geschlossen werden.

Was haltet ihr von dieser Strategie? Besteht daran Interesse? Und was würden sich möglicherweise für Konsequenzen ergeben? Würden wieder mehr Leute schreiben, die sich für gehaltvolle Themen interessieren? Oder würde einfach weniger geschrieben werden?

Sicher würde ich mir persönlich mehr Ärger einhandeln, wenn ich in Zukunft gewisse Themen schließen würde, aber wenn allgemeines Interesse daran besteht, hätte ich kein Problem damit, das durchzuziehen.

Es ist jeder zu dieser Diskussion eingeladen.

(Nur zur Ergänzung: Ich spiele in keinster Weise konkret auf momentan aktuelle Threads an, das Problem besteht, wie gesagt, schon seit längerer Zeit).
Gr. Gaulichterauf jeden fall. was sich aber zwangsläufig ergibt, ist ein beruhigen dieses bereichs. das positive daran ist, dass die themen länger besprochen werden, ohne in den orkus zu wandern. ich muss aber auch ehrlich sagen, dass die momentane situation der "bewegung" kaum hoffen lässt, dass dieser forenbereich stärker frequentiert wird. wenn ich sehe, dass doch einige leute "das feld räumen", so denke ich, dass wohl eher weniger hier geschrieben werden wird.

vielleicht bekommst du probleme, wenn das anti-diskriminierungsgesetz durch ist :D

gg.grüße
SenecaLieber Ménedemos

Zumindest Das Philosophieforum sollte sein,
was der Name verspricht,
...ist es aber nicht,
Ganz einfach, weil sich die Themenwahl und Argumentationsführung hier sehr an die Quasselforen angeglichen haben.
Allerdings wird man dich mit Drakon gleichsetzen, wenn Du das durchsetzt, denn es werden sicher viele Füßchen dabei zertreten werden...!
VardaHi,
also ich hab hier schon ganz lange nicht mehr gepostet, weil mir ein wenig Tiefgründigkeit doch gefehlt hat... Also ich würde es nicht schlimm finden, wenn das ein oder andere Thema verschoben oder geschlossen wird. Vielleicht erkennen dann die User auch den Charakter des 'Platz der Philosophen' besser und nach einiger Zeit stellt sich das Niveau wieder ganz von selbst ein.

LG, Varda
Seneca...und ehe ich es vergesse...!
Wirklich danken wird Dir für die Mühe sicher auch niemand...!
BlackDragonDem möchte ich widersprechen, Seneca. Es würden sicherlich einige dafür dankbar sein - zum Beispiel diejenigen, die sich aus den genannten Gründen schon aus diesem Unterforum verabschiedet haben.

Zu Menedemos' Fragen: Ja, es würden wieder mehr User schreiben, die sich für gehaltvolle Themen interessieren und ja, es würden insgesamt auch sicherlich weniger Beiträge verfasst werden.
Aber Philosophie war schon immer eine Disziplin, in der mehr gedacht, als gesagt und geschrieben wurde, in der ein fundierter und bedachter Text mehr wiegt, als zehn kurze Kommentare, um mal den sprichwörtlichen Senf dazuzugeben.

Aber desweiteren sollte man sich auch überlegen, welche Ansprüche man an das Niveau denn stellt. Soll das höhere Niveau darauf hinauslaufen, dass man sich - wie in der heutigen, selbsternannten, wissenschaftlichen Elite - befleißigt, einen einfachen Sachverhalt möglichst kompliziert zu umschreiben, um seinen Status als Angehöriger eines auserwählten Kreises des "Bildungsbürgertums" zu wahren? Wohl kaum.
Niveau sollte allerdings meiner Meinung nach den Anspruch mit sich tragen, dass ein Thema nicht durch einen Drei-Zeilen-Beitrag eröffnet wird, dass der Schreiber vor dem Erstellen eines Postings, sich länger als zwei Minuten Gedanken dazu gemacht hat und nicht zuletzt, dass eine Stellungnahme durch eine schlüssige Argumentation untermauert wird.

Wie wäre es einfach mit einem Feldversuch? Einem oder mehreren Testthreads?

Nachtrag: Wie soll Menedemos zukünftiges, strenges Regime denn dann eigentlich aussehen? Ich kann mir vorstellen, dass durch mehr oder minder willkürliches Löschen von Postings und ganzen Themen wieder einige Member mit der Toleranzkeule auf die Bildfläche gerufen werden...
Montrose§§ Die Anfrage von Menedemos leuchtet mir nicht ganz ein. Prinzipiell kann er doch jetzt schon nach Gutdünken die threads anderswohin verschieben. Ich plädiere für gestalterische Freiheit der Moderation.

§§ Wie hoch soll das Niveau denn sein? Zunächst einmal postet jeder doch eh nur das, was er schon immer geglaubt hat. Ein Weiterkommen entstünde erst, wenn das ganze mit Quellenrecherchen, methodischen Reflektionen usw. verbunden wäre. Das wäre dann quasi ein Internet-Philosophieseminar auf Uni-Niveau. Wollen wir das wirklich?

§§ Sicherlich würden weniger threads länger geführt. Denn ein neuer Gedanke fällt einem ja nicht im Minuten-, sondern eher im Wochentakt ein. Und sicherlich wären mehr moderative Eingriffe notwendig. Denn nicht jeder Neuling begreift, daß man in eine mühsam aufgebaute Diskussion nicht einfach mal so mit einer Floskel reinplatzt.

§§ Ob und wie durch mehr Moderation die möglicherweise Seneca oder Varda vorschwebende Aura höherer Weihen ("Tiefgründigkeit") entstünde, ist auch so eine Frage. Ich bezweifle, ob man Atmosphäre erzwingen kann. Im RL geht das eher. Wenn Menedemos Gastgeber wäre, könnte er einfach darauf bestehen, daß wir in Sandalen und wahlweise Toga oder Chiton einherwandeln. :cool: :D Aber auf einem Board dürfte das schwieriger sein.

§§ [QUOTE]Ja, es würden wieder mehr User schreiben, die sich für gehaltvolle Themen interessieren [/QUOTE]Interesse und Niveau sind zwei Paar Stiefel. Die Kiddies interessieren sich alle für gehaltvolle Fragen. Also insofern ist "Niveau" vorhanden. Nur ihre Antworten im Stil von Akte-X, die sind eben nicht gehaltvoll. Niveau würde ich weniger an den Themen als an der Art, wie man mit Themen umgeht, festmachen.

Nachtrag: [QUOTE]wieder einige Member mit der Toleranzkeule auf die Bildfläche gerufen werden...[/QUOTE]Die letzte Toleranzdiskussion liegt mehrere Monate zurück. Eigentlich wär's mal wieder an der Zeit. :)
BlackDragon[QUOTE]§§ Wie hoch soll das Niveau denn sein? Zunächst einmal postet jeder doch eh nur das, was er schon immer geglaubt hat. Ein Weiterkommen entstünde erst, wenn das ganze mit Quellenrecherchen, methodischen Reflektionen usw. verbunden wäre. Das wäre dann quasi ein Internet-Philosophieseminar auf Uni-Niveau. Wollen wir das wirklich?[/QUOTE]
Nein, wollen wir nicht. Zumindest ich nicht. (Hab ich schon zur genüge ;) )
Quellenrecherchen wären sicherlich auch hin und wieder hilfreich, wenn sich denn jemand zur Genüge für ein Thema interessiert und sich die Arbeit macht, sich damit auch näher zu beschäftigen. Ansonsten würde es bei vielen Themen auch größtenteils ausreichen, wenn einfach jeder, der sich schoneinmal damit befasst und sich Gedanken dazu gemacht hat, einen Beitrag dazu schreibt, dessen Inhalt nicht schon zehnmal vorher gepostet wurde. Das Methodische allerdings ist sehr wichtig. Um eine Diskussion voranzubringen, sollte der Schreiber auf dargebrachte Argumente in verständlicher Form eingehen - und zwar nicht in Form von nichtssagenden Floskeln.
[QUOTE]Interesse und Niveau sind zwei Paar Stiefel.[/QUOTE]
Da hast Du recht, ich korrigiere meine Aussage:
Es würde meiner Meinung nach mehr Personen schreiben, die sich für gehaltvolle [I]Diskussionen[/I] interessieren.

Beim Lesen von Montrose Beitrag kommt mir allerdings der Gedanke, dass wir - also all diejenigen, die in diesem Thread geschrieben haben - erstmal festhalten sollten, was uns denn genau hier stört bzw. fehlt.
Auf Anhieb fällt mir da ein für mich sehr wichtiger Punkt ein: Bei der Eröffnung von Themen ist häufig keine konkrete Fragestellung, Diskussionsansatz oder Intention erkennbar.
Ich bin mal so frei ein Beispiel von FuckenNightmare (ich sollte meinen Benutzertitel ändern) anzubringen. Eröffnungspost des Threads "Was ist Leben?":
[QUOTE]Ich hab schon vieles gedacht...Was soll das eigentlich?!Was ist das denn?!Was kommt danach?Sollen wir's überhaupt?Sollen wir leben?Wozu?.. Ich hab schon vieles gedacht...Was soll das eigentlich?!Was ist das denn?!Was kommt danach?Sollen wir's überhaupt?Sollen wir leben?Wozu?..[/QUOTE]
Hier erkenne ich keinen Ansatz für eine Diskussion. Die Fragestellung ist zu grob, irgendwie "schwammig" und einfach nicht konkret genug. Solch ein Thread kann durch eine Vielzahl verschiedenster Antworten und Ansätze regelrecht überschwemmt werden, ohne dass eine Diskussion zustande kommt.
VardaHi,
danke Blackdragon für das Beispiel! Ist irgendwie witzig, genau das ist nämlich der Beitrag, den ich zuletzt hier im Forum gelesen habe. Ich hab versucht drauf zu antworten - aber es war einfach unmöglich. Die Fragen sind auf den ersten Blick ganz nett, aber toll - was soll ich denn jetzt dazu sagen??? Seit diesem Beitrag hab ich nicht mehr hier gelesen und vor allem nichts mehr geschrieben, weil ich einfach die Lust daran verloren hatte.
Eine Art Studium will ich nicht, ich glaub das will aber auch keiner. Ich habe im Übrigen schon oft genug erlebt, dass Quellenrecherchen stattgefunden haben. Sowas gab und gibt es hier tatsächlich (hab ich sogar selbst schon gemacht). Es geht bloß drum, Beiträge wie den eben genannten zu vermeiden und solche sinnlosen ein-Satz-Postings zu verhindern. Zumindest sollten diese nicht zum Standard werden. Ich finde es kann nicht angehen, in den Ursprungsthread einfach einen Satz zu schrieben, sodass erstmal alle nachfragen müssen, was gemeint war. Man sollte schon am Ursprungsthread erkennen können, dass der Schreiber sich intensivst mit dem Thema auseinandersetzt. Auf eine Frage könnten zum Beispiel erste Lösungsansätze folgen, die der Schreiber für sich selbst schon erdacht hat. Auf sowas lässt sich aufbauen.
Und dann ist mir auch lieber, dass eben nur alle drei Tage ein neuer Thread eröffnet wird (oder jede Woche oder noch seltener). Wie schon gesagt, es fällt einem ja nicht jeden tag was philosophisches ein. Und vielleicht würde das auch dazu führen, dass die 'alten' Threads intensiver diskutiert werden.
RhapsyUm auf BlackDragons letzte Zeilen einzugehen:
Vielleicht verstehe ich etwas anderes unter philosophieren. Darum frage ich nun, was bedeutet es, dies zu veranstalten? Können unter philosophieren nicht verschiedene Bereiche fallen, nicht >nur< Diskussionen? Wenn dies der Fall wäre, dann würde dies bedeuten, dass nur die Meinungen vertreten werden, nicht mehr und nicht weniger.
Doch die Übersetzung der Philosophie lautet die Liebe zur Wissenschaft/zur Weisheit, wenn ich nicht irre. Natürlich können durch Diskussionen neue Gedankengänge hervor gerufen werden, doch dies geschieht doch auch durch Fragen und nicht durch der eigenen Meinung. Man möchte jene zum Denken anregen, oder auch ebenfalls angeregt werden.
Also warum sollte man nun nicht auch eine etwas offenere Frage stellen, so dass jene, welche den Beitrag lesen, selbst beginnen können, darüber zu sinnieren. Somit besteht eine größere Wahrscheinlichkeit mehrere Sichtweisen in Betracht ziehen zu können. Man nimmt nicht einfach das an, was einem serviert wurde, sondern kann die verschiedensten Richtungen wählen. Was würde philosophieren darstellen, wenn man eine selbst gesezte Grenze an Denkweisen anstrebenswert wäre. Die großen Philosophen sind auf diese Weise sicherlich nicht zu gelangt.
Doch ging es in dem genanntem Thread wohl eher in eine depressivere als in eine philosophische Richtung...
Daher sollten die Inhalte der Themen wohl doch ein wenig beachtet werden, auch die Wortwahl spielt dabei eine kleinere Rolle meiner Meinung nach, wobei damit nicht gemeint ist, man müsse sich hoch gewählt ausdrücken.
Es sollte ein gesundes Mittelmaß aller Richtungen vorhanden, da sonst die Einseitigkeit zum Vorschein tritt, dabei stimme ich zu.
Varda[QUOTE]Also warum sollte man nun nicht auch eine etwas offenere Frage stellen, so dass jene, welche den Beitrag lesen, selbst beginnen können, darüber zu sinnieren.[/QUOTE]
Naja, das Problem mit solchen offenen Fragen ist einfach, dass das Thema nicht klar ist. Dann kann man auch gleich einen Thread eröffnen und schreiben: Philosophiert mal! Es sollen doch aber konkrete Themen sein und derjenige, der sie eröffnet, sollte sich doch schon mal damit auseinandergesetzt haben. Bei solchen offenen Fragen sehe ich aber nichts davon.
liobaIch fänds gut. Kann zwar nicht so gut schreiben:), aber es wäre zum mitlesen sicherlich interessanter.
VardaHallo,
also, Lioba, ich glaube nicht, dass es hier um sprachlich perfekt ausgefeilte Beiträge geht. Ich denke oder finde zumindest, dass man eben mehr erklären sollte, worum es einem geht und zeigen sollte, dass man sich damit beschäftigt. Da ist super gut gewählte Wortwahl zweitrangig. ;)
PhönixEin bisschen mehr Strenge könnte sicher nicht schaden, obwohl man dabei beachten sollte, das komplizierte Umschreibungen nicht unbedingt mit Niveau gleichzusetzen ist. Ich selber z.B. lese gern philosophische Diskussionen, spar mir aber meistens den Komantar, weil ich an einem naturwissenschaftlichen Gymnasium und in meinem Studiengang erst recht nicht mit der philosophischen Denkweise konfrontiert wurde, und selten etwas konstrukives über die verschiedenen Lehren der Philosophen beitragen kann.
Andererseits habe ich auch den Eindruck, dass die Themen immer die selben sind, so wie im späten Mittelalter endlos darüber debattiert wurde ob die Idee oder das Ding zu erst da war.
Ich schätz mal, dass es entweder zu Endlosdispute kommt, bei denen sich zwei Fraktionen ständig die selben Argumente an den Kopf werfen, oder es gibt mehr oder weniger die selben Themen.

Ich glaub nicht, dass die leute hier wesentlich weniger schreiben werden, sie würden vorher nur mehr nachdenken, und das ist schließlich genau das, was Philosophen doch wollen.

Prinzipiell habe ich nichts gegen eine schärfere Moderation im Philoforum, aber vieleicht nimmt Menedemos ja einbisschen Rücksicht auf philosophische Kleingeister wie mich,die gerne würden aber nicht können, ja? *liebkuck*
Rhapsy[QUOTE]...der sie eröffnet, sollte sich doch schon mal damit auseinandergesetzt haben...[/QUOTE]

Dies sollte natürlich der Fall sein. Aber ist es nicht ein kleines Vorurteil, wenn eine offene Frage gestellt wird, um möglichst viele verschiedenartige Denkanstöße zu erzielen, dabei zu sagen, der jenige habe sich vorher nicht mit diesem Thema vertraut gemacht bzw sich damit nicht auseinander gesetzt zu haben? Dies mag vielleicht bei dem einem oder anderem zutreffen, doch zu verallgemeinern...Ich weiß nicht...Ist wohl mit Vorsicht zu genießen...
BlackDragon[QUOTE]Können unter philosophieren nicht verschiedene Bereiche fallen, nicht >nur< Diskussionen?[/QUOTE]
[I]Hier[/I] geht es nunmal nur um Diskussionen und deren Niveau.
[QUOTE]Wenn dies der Fall wäre, dann würde dies bedeuten, dass nur die Meinungen vertreten werden, nicht mehr und nicht weniger[/QUOTE]
Es sollen Meinungen durch Argumentation vertreten und eventuell geändert, Fragen gestellt und neue Blickwinkel aufgetan werden.
[QUOTE]Also warum sollte man nun nicht auch eine etwas offenere Frage stellen, so dass jene, welche den Beitrag lesen, selbst beginnen können, darüber zu sinnieren.[/QUOTE]
Fragen können durchaus gestellt werden, allerdings sollte in der Frage zumindest ein Ansatz vorhanden sein. Wenn der Antwortende sich erst einen Ansatz ausdenken muss, könnte er gleich ein neues Thema eröffnen.
[QUOTE]Man nimmt nicht einfach das an, was einem serviert wurde, sondern kann die verschiedensten Richtungen wählen[/QUOTE]
Es besteht ein Unterschied, zwischen verschiedenen Blickwinkeln auf ein Thema, die sicherlich wertvoll sind, und völlig voneinander losgelösten Bereichen des Themas.
[QUOTE]Was würde philosophieren darstellen, wenn man eine selbst gesezte Grenze an Denkweisen anstrebenswert wäre. Die großen Philosophen sind auf diese Weise sicherlich nicht zu gelangt.[/QUOTE]
Es soll keine Grenze geschaffen werden, aber ein Ausgangspunkt für eine Diskussion sollte vorhanden sein. Auch die "großen Philosophen" haben ihre Erkenntnisse sicherlich nicht im Patchworkverfahren erlangt, da aus soetwas nur schwerlich ein vollständiges Bild entstehen kann.
[QUOTE]ich glaube nicht, dass es hier um sprachlich perfekt ausgefeilte Beiträge geht.[/QUOTE]
In erster Linie sicher nicht, aber einige User auf NW sollten sich zumindest mal mit der Groß- und Kleinschreibung und den grundlegensten Gesetzen der Grammatik befassen...ansonsten stimme ich Dir zu.
[QUOTE]Ein bisschen mehr Strenge könnte sicher nicht schaden, obwohl man dabei beachten sollte, das komplizierte Umschreibungen nicht unbedingt mit Niveau gleichzusetzen ist.[/QUOTE]
Das hatte ich in meinem letzten Beitrag auch gemeint, von daher kann ich das nur unterschreiben.
[QUOTE]Aber ist es nicht ein kleines Vorurteil, wenn eine offene Frage gestellt wird, um möglichst viele verschiedenartige Denkanstöße zu erzielen, dabei zu sagen, der jenige habe sich vorher nicht mit diesem Thema vertraut gemacht bzw sich damit nicht auseinander gesetzt zu haben?[/QUOTE]
Zumindest das genannte Beispiel wäre mit "offene Frage" noch sehr höflich umschrieben - hingeklatschte Fetzen trifft es besser und leider auch auf einige andere Threads hier zu.
Aber eine gewisse Offenheit sollte gewahrt bleiben, da hast Du recht.
Montrose[QUOTE]Können unter philosophieren nicht verschiedene Bereiche fallen, nicht >nur< Diskussionen?[/QUOTE]Eine alternative Erlebnisform hatte ich ja mal unter dem Stichwort "Heiliger Hain" vorgeschlagen. Ich wurde aber ausgeblockt, obwohl ich die Idee nach wie vor für gut halte.
ScuanorBlackdragon schrieb :
"Soll das höhere Niveau darauf hinauslaufen, dass man sich - wie in der
heutigen, selbsternannten, wissenschaftlichen Elite - befleißigt, einen
einfachen Sachverhalt möglichst kompliziert zu umschreiben, um seinen
Status als Angehöriger eines auserwählten Kreises des "Bildungsbürgertums"
zu wahren? Wohl kaum."

Grüss dich, damit sprichst du genau das aus, was ich befürchte.
Nämlic, das man einfach überlesen wird, wenn man sich nicht der spezifischen
Fachtermini bedient.

Soll (irgendeine) Diskussion nur denen zugänglich gemacht werden, welche
gebildet und wortgewand sind ?

Ich denke nein, selbst wenn dies ein wenig auf Kosten des Niveaus geht.
(und zwar DES Niveaus, welches man in einem, allen zugänglichen Medium
wie dem Internet erwarten sollte, NICHT das Niveau, welches man in einem
Gesprächskreis erwarten kann).

Denn schliesslich ist gerade das, diese Möglichkeit sich zu äussern, ohne einer
selbsternannten Elite zugehörig zu sein, eine sehr positive Eigenschaft des
Internets.

Der Status ist auch keiner mehr, wenn jeder diesen erlangen kann.

Es wäre sehr schön, wenn man solche Fachfrettchen (Thread ist so doof
auszusprechen °schmunzel°) auch dazu nutzen könnte, um Fragen zu stellen,
sich weiterzubilden, sozusagen, und zwar ohne gleich ignoriert oder
"rausgeworfen" zu werden, was wieder ein Beweis für die von Blackdragon
angesprochene "Elite" wäre. (die sich durch ein solches Verhalten in meinen
Augen gänzlich "Unelitär" verhält)

Daher wäre ich für eine Verfahrensweise, die NUR dann greift, wenn wirklich
"harter Niveausturz" auftritt.
Gr. Gaulichter@Scuanor
meiner meinung nach ist deine rechtfertigung der erhaltung eines grundniveaus aufgrund der gegebenheiten des mediums eher der versuch, sich geschickt aus der affäre zu ziehen. doch für ein geistiges fortkommen hat es noch nie gereicht, sich stetig auf einem niveau zu bewegen. und ich denke, dass man nicht um jeden preis, um jeden kommentar feilschen sollte, um politisch korrekt zu bleiben und niemanden zu diskriminieren. viel mehr glaube ich, dass die akzeptanz vermittelt werden muss, dass es bereiche im leben und wissen gibt, die nicht jedem auf anhieb zugänglich sein können und müssen. ich begrüße natürlich den vorschlag, dass auch personen mit weniger vorkenntnis sich aktiv an themen beteiligen, gerade auch, weil es für sie die möglichkeit eröffnet, sich den bereichen zu nähern, die bisweilen recht fremd sind. es kann aber doch nicht das ziel eines threads sein, immer und immer wieder die grundkenntnisse zu vermitteln. an dieser stelle ist meiner meinung nach ein verständnis derjenigen, die im wesentlichen nicht konstruktiv zu einer diskussion etwas betragen können, gefragt, dass sie zu einer diskussion etwas wissen mitbringen müssen. vielleicht wäre es eine möglichkeit, in diesem forum ein unterbereich einzurichten - etweder für weiterführende diskussionen oder eben für die grundkenntnisse. alternativ könnte man auf bücher und artikel verweisen oder als moderator darauf achten, dass diskussionen zu grundwissen nicht doppelt vorkommen, was zweifelsohne einen hohen arbeitsaufwand nach sich zieht.

über den "harten niveausturz" brauchen wir hier ja nicht diskutieren, die herrscht, denke ich, ein konsens.

gg.grüße
Scuanor"meiner meinung nach ist deine rechtfertigung der erhaltung eines grundniveaus aufgrund der gegebenheiten des mediums eher der versuch, sich geschickt aus der affäre zu ziehen."

Das verstehe ich nicht so ganz, was willst du mir damit "genau" sagen ?



Du hast Recht, es sollte keinesfalls Aufgabe eines Threads sein,
hinzugekommenen Grundwissen zu vermitteln. Ich denke, wenn jemand sich
einem Thread nähert, wird er ja eh ein gewisses Grundwissen über das Thema
besitzen. Ich würde kaum in einem Thread mich zu Wort melden, in dem es
beispielsweise um etwas ginge, von dem ich nicht einmal den ersten Post
verstehe, nicht einmal nach 2,3maligem Lesen.

Aber genausowenig sollte jemand, der eine Frage stellt, einfach übergangen
werden, wenn zu ersehen ist, das derjenige sich für das Thema interessiert,
eine Meinung dazu hat, aber entweder einige Sätze nicht versteht oder
sich nicht so "hochgestochen" ausdrücken kann, dass andere ihn verstehen.
Gr. Gaulichterdas ist richtig. und der klägliche versuch der verwendung von fremdwörtern wird dann scheitern, wenn der kommunikationswillige sie nur um der vorschriften willen verwendet, im wesentlichen aber kaum eine ahnung über ihre bedeutung(en) hat.

[QUOTE]"meiner meinung nach ist deine rechtfertigung der erhaltung eines grundniveaus aufgrund der gegebenheiten des mediums eher der versuch, sich geschickt aus der affäre zu ziehen."

Das verstehe ich nicht so ganz, was willst du mir damit "genau" sagen ?[/QUOTE]will sagen: man kann etwas verändern - wenn man es tut. das ausruhen auf augenscheinlichen gegebenheiten - gewohnheiten? - ist, was das fortkommen bremst. man muss den mut haben, zu sagen: ok, so geht es, es geht aber auch anders, und über die seiteneffekte bin ich mir im klaren. als beispiel: wenn es heißt, ein buch sei nur dazu da, es zu lesen oder als untersetzer zu ge-/missbrauchen, dann sage ich: ok, das geht natürlich, aber ich kann auch viele bücher dazu verwenden, mir ein haus zu bauen. dass es dem regen nicht wirklich standhalten wird, ist mir klar.

gg.grüße
Rhapsy[QUOTE]Es sollen Meinungen durch Argumentation vertreten und eventuell geändert, Fragen gestellt und neue Blickwinkel aufgetan werden.[/QUOTE]

Und dies soll bezüglich der anderen Art und Weise nicht möglich sein?
(Nicht zu vergessen, dass natürlich immer ein gesunder Ausgleich vorhanden sein muss.)

[QUOTE]Hier geht es nunmal nur um Diskussionen und deren Niveau.[/QUOTE]

Wenn man philosophiert, möchte man seinen Horizont erweitern. (Bitte berichtige mich, falls ich irre). Indem man sagt: ist man nicht bereit etwas zu ändern, stattdessen verweilt man an seinem momentan Platz. Dies beschreibt keine Horizonterweiterung.
Es heißt auch, offen für neues sein, mit deinen Worten, drückst du das genaue Gegenteil aus.

[QUOTE]Auch die "großen Philosophen" haben ihre Erkenntnisse sicherlich nicht im Patchworkverfahren erlangt, da aus soetwas nur schwerlich ein vollständiges Bild entstehen kann[/QUOTE]

Ein vollständiges Bild? Ich frage mich, wie es möglich ist ein vollständiges Bild zu gestalten, wenn man sich in den Kreisen der Philosophie befindet. Denn es bilden sich immer neue Gedanken, daher könnte ein Bild nie wirklich zu Ende gestaltet werden, außer man möchte sich auf den momentanen Stand versteifen? Also ist ein Bild allgemein schwerlich vollständig zu gestalten, dies würde dann schon Perfektionismus bedeuten und ich glaube, dieser ist nicht möglich...


[QUOTE]Eine alternative Erlebnisform hatte ich ja mal unter dem Stichwort "Heiliger Hain" vorgeschlagen. Ich wurde aber ausgeblockt, obwohl ich die Idee nach wie vor für gut halte.[/QUOTE]

Ich weiß zwar nicht worum es sich dabei handelt, doch ist es immer wieder der Fall, dass man sich von seinen Gewohnheiten fangen lässt. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und es bewiesen ist, dass der Mensch mit einer Änderung dessen schwer zu kämpfen hat, entspricht die erste Reaktion einem Protest. (Wenn man ehrlich zu sich selbst ist; wer hat dies bei sich selbst noch nicht erlebt?)

Man sollte für alle Wege offen sein, nur so kann neues Wissen entstehen. Könnte man darum nicht experimentieren?; wenn deutlich wird, die Situation erzielt nicht das Gewünschte , kann man dies wieder umändern. Was hätte man zu verlieren?
Wenn neue Wege beschritten werden, ist es möglich neue Erfahrungen zu erleben.
Any BodyEin höheres Niveau lässt sich meiner Ansicht nach nicht diktieren, es ergibt sich, wenn die Gesprächspartner sich finden und bereit sind, ihre Unterhaltungen zu veröffentlichen.

Beispielsweise hat sich in einem der ersten Threads innerhalb dieses Subforums eine etwas tiefgreifendere Unterhaltung im Laufe der Zeit durch die Initiative von fluchtraum ergeben: [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=6854[/url]

Meines Wissens war fluchtraum zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls Moderator. Durch sein teilweise aktives Eingreifen in die Diskussionen hat er hervorragend auf den ersten Blick oberflächlich wirkende Beiträge und Threads in andere Bahnen gelenkt....

Ein aktiveres Eingreifen von Seiten Menedemos würde ich demnach begrüßen, trotz möglicher Widerstände ... im Laufe der Zeit würden diese vermutlich abflauen ...

Grüße am Morgen
Any B.

PS. den hier im Philoforum existierenden Thread: [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=44416&perpage=15&pagenumber=1[/url] ist ein gutes Beispiel welches ein Eingreifen erforderlich machen würde:
Der Titel verspricht eine gehaltvollen Inhalt, die Art und Weise der Themeneröffnung lässt jedoch zu wünschen übrig, demnach sid die Antworten hierin zu kurz um Spielraum für vielerlei Gedankengut freizugeben.
Mögliche Konsequenzen, aktives Eingreifen und Themenlenkung durch die Moderation, closen wären meiner Ansicht nach gerechtfertigt.
BlackDragon[QUOTE]Wenn man philosophiert, möchte man seinen Horizont erweitern. (Bitte berichtige mich, falls ich irre). Indem man sagt: ist man nicht bereit etwas zu ändern, stattdessen verweilt man an seinem momentan Platz. Dies beschreibt keine Horizonterweiterung.[/QUOTE]
Kleiner Tip: Versuch erstmal zu verstehen, was ich sagen will und fang dann an mich als engstirnig darzustellen!
[I]Hier[/I], in [I]diesem[/I] Thread geht es um Diskussionen und deren Niveau. Warum? Weil wir uns hier auf einem [I]Diskussions[/I]forum befinden. Du kannst auch gerne mittels Ausdruckstanz philosophieren, aber das gehört nunmal nicht hierher!
[QUOTE]Es heißt auch, offen für neues sein, mit deinen Worten, drückst du das genaue Gegenteil aus.[/QUOTE]
Nö, höchstens mit den Worten, die [I]Du[/I] mir in den Mund legst...!
RhapsyDiskussionen können auf verschiedene Arten geführt werden..., auch deren Enstiege...
Ich erlaube mir zu sagen, dass ich dich ganz recht verstanden habe, aber wohl eher du mich nicht, bzw. vielleicht kleine, aber bedeutende Details überlesen hast. Denn auch ich sprach über das Diskutieren:

[QUOTE]Natürlich können durch Diskussionen neue Gedankengänge hervor gerufen werden, doch dies geschieht doch auch durch Fragen und nicht durch der eigenen Meinung. Man möchte jene zum Denken anregen, oder auch ebenfalls angeregt werden...[/QUOTE] (Mein erster Beitrag)

Oder würde diese Varinate etwa keine Diskussion darstellen?

Ich habe deine Worte, wie du sie schriebst, wider gegeben, also kann es nicht der Fall sein, dass ich sie dir den Mund lege...

Aber zum anderem: Deine Antworten erscheinen auf eine sehr nette und freundliche Art. Ich frage mich, was ich dir getan habe, dass du so reagierst. Dies wäre auch freundlicher gegangen.

Gegen alles scheinst du nur protestieren zu wollen, immer schön dagegen reden. Nur getroffene Hunde bellen...
Any Body... lese ich die letzten beiden einträge, dann stellt sich mir die frage, ob es bei den antworten wirklich um das eingangsthema geht...

... verstehen... verständigung... einsicht... miteinander reden... wie auf einen nenner kommen?... erwartungshaltungen von dem einen, die etwas unglücklich formuliert einen anderen eindruck bei mir als leser und empfänger der botschaften hinterlässt als es vermutlich beabsichtigt war...

...wieso fragt man, drängt man den einen, richtig zu lesen, erst einmal zu verstehen, was man möglicherweise gemeint haben könnte, ...was man ausdrücken wollte?...

... warum fängt das hinterfragen, das drängen nicht bei einem selbst an?... wieso haben erst einmal die anderen zu verstehen, wie man es gemeint haben könnte?... gibt es hierauf eine logische erklärung?...

... erste definitionsversuche werden erneut ins zitat genommen um auf verstehen zu drängen...statt dessen wäre ein erneuter versuch es etwas anders zu formulieren möglicherweise ein ansatz erst einmal bei sich selbst anzufangen... doch vielleicht sehe ich es auch falsch oder eben von meinem standpunkt heraus... meine meinung ist subjektiv und hat nicht automatisch mit der eines anderen konform zu gehen...

... jeder entscheidet über die art und weise sich auszudrücken und zu kommunizieren selbst... und vielleicht findet sich ein anderer, der ähnlich denkt und in diesen gedanken mitschwimmt... oder sie zum anlass nimmt, eine diskussion mit argumentativen hintergründen zu beginnen...
BlackDragon[QUOTE]Dies wäre auch freundlicher gegangen.[/QUOTE]
Ist mir auch gerade aufgefallen. Bin wohl heute mit dem falschen Bein aufgestanden, entschuldige bitte.
[QUOTE]Diskussionen können auf verschiedene Arten geführt werden..., auch deren Enstiege...[/QUOTE]
Natürlich kann eine Diskussion mit einer Frage beginnen, habe ich ja auch schon geschrieben. Nur sollte diese Frage auch ein konkretes Ziel bzw. einen Ansatz beinhalten. Der von mir als Beispiel gebrachte Beitrag beinhaltet etwa die Aufforderung "Diskutiert mal über das Leben", was im Endeffekt auf das hinauslaufen würde, was Varda schon geschrieben hat: "Philosophiert mal!" - soetwas [I]kann[/I] zu einer produktiven Diskussion führen, ist aber nicht gerade förderlich...
RhapsyJeder steht einmal mit dem falschem Bein auf, das ist schon in Ordnung. Nachtragend will ich ja nicht sein.

[QUOTE]soetwas kann zu einer produktiven Diskussion führen, ist aber nicht gerade förderlich...[/QUOTE]

Dabei stimmte ich dir zu, mir erschien es nur so, als würdest du es ausschließen. Na dann hätten wir unseren Nenner ja gefunden...
faydustMenedemos, aus meiner Sicht würde eine striktere Definition dieses Forums - eben Philosophie und nicht 'Sofies Welt' - einen guten Kontrapunkt zu den von Kassandragewimmer und unreflektierten Gedankenflüssen überbordenden Inetforen setzen. Freue mich darauf~
MenedemosZunächst vielen Dank für eure konstruktiven Beiträge!

Dann wird jetzt aus der Diskussion mal eine vorläufige Bilanz gezogen:

Wenn ich den Meinungsaustausch richtig interpretiere, zeichnet sich schon deutlich ein Konsens ab, daß ein gehobenes, einem Philosophieforum angemessenes Niveau erwünscht ist und daß dementsprechend moderative Maßnahmen auch akzeptiert würden.
Natürlich ist auch kein gestelzter Stil mit unnötig vielen Fremdwörtern erfreulich. Die Anforderungen an ein Ausgangspost sollten auch nicht streng definiert werden (das ist eigentlich auch gar nicht möglich), eine Beschränkung auf Thesendiskussionen ist nicht geplant, auch nicht der Rückzug in die reine Kathederphilosophie. Die Anregung zu einem "Heiligen Hain" ist durchaus eine Überlegung wert, allerdings glaube ich nicht, daß man Philosophie und Religion einfach trennen kann. Wenn die religiösen "Argumente" allerdings in reinem Dogmatismus erstarren, dann ist dies nicht wünschenswert.

Ich denke daran, das "Regularium" demnächst umzuformulieren bzw. zu ergänzen.

Etwa in diesem Sinne:

Das Philosophieforum soll intellektuellen Austausch auf angemessenem Niveau gewährleisten. Die eröffneten Threads sollen eine interessante, abwechslungsreiche und geistreiche Diskussion erwarten lassen. Ebenso muß - zumindest das Bemühen - um eine angemessene Form und Rechtschreibung insbesondere in den Eröffnungsposts erkennbar sein. Die Entscheidung, welche Themen den obengenannten Kriterien entsprechen, liegt im Interpretationsspielraum der Moderation.
Beschwerden gegen Schließungen und Verschiebungen sind natürlich möglich, allerdings sollte die Beschwerde Argumente beinhalten, die dahin gerichtet sind, die Berechtigung eines Verbleibs des Threads im Philosophenforum (anhand der obengenannten Kriterien) aufzuzeigen.

Das klingt jetzt vielleicht alles ein bißchen schroff und elitär, aber ich glaube nicht, daß sich irgend jemand von denen, die sich hier in der Diskussion beteiligt haben, irgendwelche Sorgen machen muß. Die Themen dürfen ja durchaus aus dem Leben gegriffen sein, aber sie sollen auch eine überpersönliche Komponente beinhalten und - wie gesagt - einen interessanten Meinungsaustausch erwarten lassen.
Gr. Gaulichterschon traurig, dass seit einiger zeit explizit auf die rechtschreibung hingewiesen werden muss...

danke aber auf jeden fall für dein engagement, Menedemos.

gg.grüße
LaChatteIch begrüsse diese Bemühungen um ein höheres Niveau, ich muss gestehen, dass mir viele (fast alle) Threads in letzter Zeit auch nicht viel mehr als ein Gähnen ablocken konnten...
lisan_al-gaibZur Eingangsfrage:
Ich glaube nicht, dass ein höheres Niveau durch die genannten Maßnahmen erzwungen werden kann. Ein solches Niveau setzt sich entweder von alleine durch oder es bleibt eben beim jetzigen "Kaffeeklatsch"-Stil.

@Montrose
[QUOTE]Interesse und Niveau sind zwei Paar Stiefel. Die Kiddies interessieren sich alle für gehaltvolle Fragen. Also insofern ist "Niveau" vorhanden. Nur ihre Antworten im Stil von Akte-X, die sind eben nicht gehaltvoll.[/QUOTE]
*schmunzel* Da ist schon was dran. Die Kiddies bekommen von ihrer Umwelt irgendwelche Schlagworte (Lebenssinn, Freiheit, Wahrheit etc), sind selbst zu faul darüber nachzudenken und hacken somit ihr Nichtverständnis einfach ins Internet, nicht unbedingt um hier im Forum zur Weisheit zu gelangen, sondern häufig wohl eher deshalb, um einfach ein paar Stunden Langeweile zu überbrücken.
Für mich stellt sich die Frage in diesem oder jedem anderen Forum nicht nach dem Interesse oder Niveau einer Diskusssion, sondern danach, welche Erwartungen ich hier haben kann, um eine in mir brennende Frage ernsthaft besprechen zu können.
Und ein öffentliches Forum wie dieses bedeutet für mich, dass ich nur zeitweilig und rein zufällig hier und da auf ein paar interessante Gedanken stoßen werde. Die Art wie solche Gedanken artikuliert werden, ist eigentlich Nebensache.
Die hier so hoch gepriesenen, guten alten Philosophiethreads scheinen nach außen hin elaboriert und seriös geführt worden zu sein. Aber sie haben sich nicht gehalten. Warum wohl? Vielleicht nicht (nur) weil eine so genannte 'Elite' sich im Fachjargon übte, sondern vielleicht auch deshalb, weil die Hochstilisierung von Gedanken(-gut) vergessen lässt, was das Ziel einer philosophischen Diskussion ist. Eine Antwort auf die Frage. (Um Einwänden vorzubeugen, eine Antwort muss nicht endgültig sein, kann weitere Fragen nach sich ziehen und/oder an Bedingungen geknüpft sein.)
Nach meiner Auffassung sind viele Threads nur mit dem bewussten oder unbewussten Hintergedanken eröffnet worden, dass es eh keine Antwort auf die (sehr weitreichend interpretierbare) Frage gibt und man aber innerlich hofft möglichst viele Beiträge zu bekommen -wohl eine Form von Selbstbestätigung.
Wer eine 'wirkliche' Frage hat, würde sie wohl eher als Hergang eines Gedankenkonflikts formulieren. Auch wäre ein gewisses Vorwissen automatisch vorhanden. Denn wen etwas ernsthaft beschäftigt, der liest oder informiert sich schon aus purem Eigennutz darüber.
VampireMiyuBei jedem Forum endet es mal so...

Du musst dir nur mal die Threads von vor zwei ´Jahren anschauen... und mit den jetzigen vergleichen...

Da kommt halt nichts mehr rüber, weil alles sinnvolle und alles, was wirklichen Belang hatte, schon lange Zeit ausdiskutiert wurde...
ausprobieren kannst du gern, nur das Niveau wird vll steigen, aber die Beiträge werden wohl oder übel zurück gehen....

Mfg Mi
SenecaWie leben in interessanten Zeiten, da geschieht immer etwas, sei es in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft, das es wert wäre auch mal hinter den eigentlichen Nachrichtentext zu schauen...!
Ich denke nicht daß Menedemos mit dem "gestrengen Regularium" dazu anhalten will, den bloßen Inhalt der "Philosophischen Hintertreppe" wiederzugeben...!
MenedemosDer Meinung von Seneca muß ich mich allerdings anschließen. Auch nach drei Jahren Diskussion sind noch lange nicht alle philosophischen Fragen zu einer Klärung gebracht worden.
Der Einwand erinnert mich ein wenig an das Argument eines Leiter eines Patentamtes in Amerika, der um 1900 herum seinen Dienst quittierte mit der Begründung, daß alles, was überhaupt erfunden werden kann, schon erfunden worden sei und seine Tätigkeit deshalb keinen Sinn mehr mache...

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