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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Gefühle
roddyWas jetzt kommt ist glaube ich nicht wirklich ein strukturierter Beitrag, sondern eher eine Gedankensammlung, etwas was ich mir mal von der Seele schreiben muss. Hoffe es ist hier richtig, ansonsten bitte verschieben (Hospital?).

Gefühle sind wohl der einzige Grund zu Leben. Ohne schöne Gefühle gibt es in meinen Augen nichts, für das sich ein Leben lohnt. Aber Gefühle können grausam sein. Liebe - in meinen Augen das größte und schönste Gefühl überhaupt - fällt Menschen zu, die es nicht verdienen. Man erlebt es selbst oder muss zusehen. Menschen verlieben sich in andere Menschen, obwohl sie wissen, dass dies nur zu tiefen Verletzungen führen kann. Kein noch so starker Verstand kann das Gefühl einschränken, auch wenn er noch so oft sagt, dass es keinen Sinn macht. Menschen spielen mit den Gefühlen anderer, obwohl Gefühle unheimlich unberechenbar und schwer beeinflussbar sind, scheint das noch möglich zu sein. Und ich schaue zu und könnte gleichzeitig weinen und vor Wut brüllen, aber nichts daran ändern. Was denn auch? Einen Verstand kann man überzeugen, ein Gefühl nicht. Und über Allem steht die Frage, ob meine eigene Wahrnehmung der Dinge die ich beobachte nicht auch eingeschränkt und von meinen eigenen Gefühlen beeinflusst ist. Also bleibt wohl nur zu hoffen, dass sich meine Gefühle irgendwann mal so entwickeln, dass ich glücklich sein kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt, der Mensch besteht aus 70% Wasser und 30% Hoffnung. Klingt alles ganz nett und ist sicherlich was dran. Aber helfen tut es nicht, wenn nur die Hoffnung bleibt. Wenn man viel hat, aber das was man nicht hat alles überblendet. Auch diese Gewichtung liegt sicherlich wieder an Gefühlen. Man hat 90% von dem, was man sich wünscht, aber die fehlenden 10% machen einem das Leben zur Hölle.

Hilflos ist wohl das beste Wort um die Stellung eines Menschen gegenüber seinen eigenen Gefühlen zu beschreiben.
Carcas999hmm..versuche einfach mal an deinen beitrag anzuschließen

ich liebe..liebe so stark...kaum bin ich mit dir zusammen bin ich unendlich glücklich,über deine wundervolle Art mit mir umzugehen und jede deiner winzigen Berührungen und könnte dich glatt verspeisen vor Glück, ich bin manchmal so froh ab und zu mal glücklich sein zu dürfen...Ich glaube,ich hoffe, jeden Tag und jede Nacht aufs neue dass du deine Gefühle zu mir änderst,vergrößern und verstärkern wirst und diese Hoffnung ist es die mich hält,hält vor der großen Verzweiflung.
Mein Verstand weiss ganz genau,meine Hoffnungen waren von vorn herein zum sterben bestimmt und ich mache mir mit ihnen nur noch größere Probleme. Doch durch dich..deine sanften Worte und die strahlenden Augen ersteht meine Hoffnung immer wieder auf,lebt weiter ..ein unendlicher Teufelskreis
Was wäre mein Leben ohne diese vergebliche Hoffnung? um einiges unbeschwerter und tränenloser und dennoch will ich sie nicht aufgeben..will an dir festhalten.
Eine Welt ohne ein paar hoffende Seelen wäre längst dem Untergang geweiht und die hoffenden Seelen ebenfalls ihrem eigenen Untergang
doch erschwert die Hoffnung mein Leben oder erleichtert sie es?
DyingAngel84@roddy

wie wahr.. was du hier schreibst kommt mir sehr bekannt vor. ich habe mal eine art gedicht geschrieben, genau über das selbe thema.. es kam mir eben so vor, als würde ich meine eigenen zeilen lesen, so identisch ist deines mit meinem.

erstaunlich wie ähnlich die gedankengänge verschiedener menschen doch sind!
HöhlenfalterEs stimmt schon, was du geschrieben hast. Ich hab mir oft genug Gedanken über Gefühle gemacht, gerade über den Schmerz den man fühlt; oft weiß man gar nicht warum man ihn hat und zu was er gut ist.
Ich persönlich glaube, dass Gefühle da sind um einen an das Ziel zu bringen, dass man verfolgt, auch wenn einem gar nicht richtig bewusst ist, dass das Ziel genau DAS ist was man in seinem tiefsten inneren wirklich immer wollte. Menschen, die viel erreicht haben, haben oftmals aus dem Schmerz den sie in sich oder für andere fühlten, die Kraft geschöpft zu kämpfen. Die Melancholie entspringt dem Schmerz, die Kraft wieder aufzustehen, sowie die Liebe- alles hat dort seinen Ursprung.
Manchmal habe ich das Gefühl, gerade in der Liebe, dass ich gequält werden will. Die Sehnsucht sich in seinem Geist völlig zu verlieren tut weh, aber es ist angenehm. Auch Trennungsschmerz empfinde ich manchmal als angenehm, ich möchte gar nicht mehr aufhören mich mit schlimmen Gedanken zu quälen.
Ich glaube der Mensch braucht Gefühle um auf den richtigen Pfad zu gelangen, auch wenn der weg steinig ist: Am Ende findet jeder sein Ziel.
NinoGefühle haben meiner Ansicht nach eine ziemlich einfache Aufgabe: Jetzt vom körperlichen Schmerz eimal abgesehen (weil langweilig ;-) da körperlicher Schmerz = Alarmsignal, dass der Körper "beschädigt" ist), helfen uns Gefühle unsere Umwelt zu beurteilen. Wenn du etwas fühlst - Ärger, Angst, Liebe usw. - kannst du dadurch deine Umwelt besser einschätzen; du weisst vor was du flüchten musst und was ungefährlich oder sogar hilfreich für dich ist.
Den Gefühlen mehr wert zu geben, als sie haben, indem man sie besser als irgend einen anderen Teil unseres Körpers einstuft, ist, meiner Ansicht nach, ziemlich dumm und zeigt höchstens, wie schlecht man mit seinen eigenen Gefühlen umgehen kann.
;-) liebe grüsse
nino
roddy[QUOTE][i]Original geschrieben von Nino [/i]
[B]Wenn du etwas fühlst - Ärger, Angst, Liebe usw. - kannst du dadurch deine Umwelt besser einschätzen; du weisst vor was du flüchten musst und was ungefährlich oder sogar hilfreich für dich ist.[/B][/QUOTE]

Ich glaube es gibt sehr viel Beispiele, wo Gefühle irre führen. Gerade bei Liebe & Angst halte ich das nicht für allzu sinnvoll, das so einfach zu sehen. Manche Dinge vor denen man Angst hat, können hilfreich sein (blödes Beispiel: Zahnarztbesuch) und vor anderen, die man liebt, sollte man flüchten.
Any Bodywarum flüchten wenn man liebt oder geliebt wird? warum eigentlich, roddy?
NinoIch sage nicht, das das Mittel perfekt ist... vieles am Menschen ist nicht perfekt, und dennoch nützlich... perfekte Nasen würden zum Beispiel kein Nasenbluten kriegen und ein perfektes Hirn keine Fehlentscheidungen treffen.
Und die Liebe.. naja :D was soll man davon schon halten... nichts mehr als ein mehr oder weniger lästiger Trieb, der uns zur Fortpflanzung anhält ;) vielleicht nicht ganz so schwarz-weiss aber im grossen und ganzen stimmt es doch...
Grüsse von Nino
Der_PhilosophDu meinst unseren Sexualtrieb. Das ist nicht Liebe!

Der Sexualtrieb entsteht durch männliche/weibliche Sexualhormone die durch entsprechende Nervenreaktionen, die vom Gehirn als Impulse ausgegeben wurden, ausgeschüttet werden. Diese stimulieren dann deine Geschlechtsorgane, die nebenbei noch gut mit Blut versorgt werden, damit alles zur Fortpflanzung bereit ist.

Nun, Liebe, das ist, was ist das eigentlich?
Unverletzbarkeit und die Unfähigkeit zu verletzen, vollkommene Liebe ist Freude und Erfahrung (der Einheit), es ist auch verzeihen, das schätzen eines anderen Menschen und zwar seine Schwächen wie seine Stärken!
B84Die Liebe ist das was viele Menschen am Leben hält... So nüchtern sehe ich das absolut nicht, Nino...
Für mich ist Liebe das allerwichtigste auf der Welt. Hört sich eher so an, als wärst du mal mächtig enttäuscht worden...

Wollt das nur kurz sagen weil der Beitrag mich ein klein wenig aufgeregt hat... Aber so hat eben jeder seine Meinung.
Hoffe für dich, dass du durch diese Einstellung nicht die schönste Sache im Leben verpasst...

@Roddy: Wer kann schon entscheiden wen man liebt? Und ob dieser Mensch es verdient...

Hoffe für dich, dass du die 30% Hoffnung noch hast von denen du redest...
dropsicalgefühle können irren,... besonders verzweiflung, liebe...
sie betäuben meist den instinkt und versuchen andere wege zu gehen, als der verstand sagt.. zu sagen versucht..

die liebe ist ein komisches leid.. das man erfahren muss... hat man mir mal gesagt... es ist wahr.. .::leider::., denn eine glückliche beziehung ist noch lange nicht glücklich... denn wie roddy schon so schön sagte... 70%... 30%..hoffnung.. es wird nie alles so sein, wie man es gerne hätte und auch die tatsache dass uns unsere gefühle an das ziel bringen, wird uns nie schmerz, leid und hass ersparen... und wir können unsere gefühle nicht beeinflussen... (mehr beeinflussen lassen) ... und nichts gegen sie machen...

genauso ist es mit dem hass.. doch liegen liebe und hass so dicht beieinander...
roddy[QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i]
[B]warum flüchten wenn man liebt oder geliebt wird? warum eigentlich, roddy? [/B][/QUOTE]

ich rede von einem moment, in dem das herz liebt, aber der verstand und aussenstehende ganz massiv sagen, dass es falsch ist.

damit will ich nicht sagen, dass man sich von aussenstehenden die "erlaubnis" holen soll, wen man lieben darf und wen nicht. aber ich denke irgendwo, dass es die aufgabe von freunden ist, jemanden so gut zu kennen, dass man die dinge - unter ausschluss von gefühlen, weil man ja aussenstehender ist - objektiv betrachten kann und gute ratschläge geben kann.
Der_PhilosophKeiner kann etwas jemals auf dieser Erde objektiv betrachten!!!!!!!!!
Und lass dir deswegen keinen ********** von deinen Freunden einreden, mach das was DU willst, oder lass es halt, aber sei du selbst! Und wenn die ganze Welt gegen dich ist, egal, bleib wie du bist und mach das Verrückteste, wenn nur aus Protest!:q
Any Body[QUOTE][i]Original geschrieben von roddy [/i]
ich rede von einem moment, in dem das herz liebt, aber der verstand und aussenstehende ganz massiv sagen, dass es falsch ist.

[/QUOTE]

ich lasse die freunde mal weg und betrachte erst einmal nur den ersten teil deiner aussage, in dem du den "freund verstand" erwähnt hast.

vielleicht ist es auch die intuition - und dann ist es ebenfalls ein gefühl, welches in opposition mit dem durcheinander geht, was sie/er in dir hinterlassen hat.

der verstand, geprägt von der erziehung und den dingen, von denen behauptet wird, es wäre nicht gut für einen. doch es kann immer nur der eigene verstand sein, die eingebung sein, die einer selbst hat.

der erste eindruck kann schlecht über das tatsächliche hinwegtäuschen. manchmal sind ehrliche, offene worte einfach besser als wenn sie nicht ausgesprochen werden.

ein anderes beispiel:

eine person A erzählt einer person B, dass person A erkannt wurde, dass person C nichts für einen ist, weil einfach nicht der richtige typ.

person C ist sowohl mit person A wie auch person B bekannt bzw. befreundet, wie kann person B nun A beipflichten oder C objektiv unterstützen? eine hohe anforderung/verantwortung, die du da an person B stellst/ bzw. die person B (=Freund/in) tragen soll - das wäre wohl etwas einfach

gruß
Any B.
NinoAlso auf gar keinen Fall war es meine Absicht, jemanden aufzuregen und seine Meinung anzugreiffen... oder vielleicht doch ein bisschen, ok, aber nicht böse :)

Ich glaube nicht, dass ich bisher enttäuscht wurde... ausser enttäuscht im wahren Sinne des Wortes: Ent-Täuscht... ich denke, es gibt für alle Dinge immer verschiedene Arten, wie man etwas sagen kann.... weder die, die es Liebe nennen, noch die, die es biologisch erklären haben mehr oder weniger Recht.. sie sprechen mit zwei verschiedenen Worten vom gleichen Ding.... welches ohne Zweifel etwas unglaublich schönes ist...
Im weitern: ja, ich sprach nur vom Sexualtrieb! Alles was zur Liebe gehört - Sex, Zuneignung, Vertrauen usw.- ist nur triebgesteuert.... zum einen vom Fortpflanzungstrieb, und zum anderen auch ein Stück weit vom Überlebenstrieb.. im weitesten Sinne... wenn man sich z.b. bei seiner Freundin/seinem Freund ausweinen kann und man sich dadurch besser fühlt... oder nur aus dem Gefühl geliebt zu werden.......
Liebevolle Grüsse
Nino
Any Bodyüber gefühle zu schreiben bzw. zu philosophieren und dabei nicht in fettnäpfe zu treten ist ein schwieriges unterfangen, triebgesteuert, der begriff an sich hinterlässt, subjektiv betrachtet einen negativen beigeschmack, obwohl rational gesehen es der vielleicht passenste begriff ist.

meines erachtens gehört der sex nicht unbedingt zur liebe, diese ist losgelöst davon..
LeamasIch weiß nicht so recht, wie ich hier anfangen soll, habe noch nie gepostet, naja, versuch ich es mal:

Ich finde den Gedanken, daß man Gefühle durch den Verstand "zähmen" kann äußerst abstrakt. Viele Menschen trennen einfach so Verstand und Gefühl, erkennen gar nicht ihren Zusammenhang und das Zusammenspiel zwischen ihnen. Vielleicht sollte man sich von diesen Gedanken einfach trennen. In Japan zum Beispiel gibt es den Begriff des Wa, d.h. so viel wie "das Innere, Innerste", Verstand und Herz sind eins. Ok, die Japaner haben es nicht so mit dem Ausdruck von dem Inneren, aber sie haben dadurch eine ganz andere Sicht auf die Welt. Sollte man sich vielleicht mal Gedanken drüber machen.

Und zu dem Thema Liebe, hm: Liebe ist so etwas Komplexes und Abstraktes, daß sie an die Absurdität grenzt und somit nur noch Illusion sein kann.

Ich hoffe,daß klingt jetzt nicht zu abgehoben, sorry...
Any Body[QUOTE][i]Original geschrieben von Leamas [/i]

Und zu dem Thema Liebe, hm: Liebe ist so etwas Komplexes und Abstraktes, daß sie an die Absurdität grenzt und somit [b]nur noch [/b]Illusion sein kann.

[/QUOTE]

nur noch? - warum die einschränkung auf das reine vorstellungsvermögen?
Der_PhilosophIch glaube Liebe kann alles sein und damit zwar auch illusionär, am im Grunde ist sie das einzig Wahre! Denn sie ist alles! Liebe kann sich überall drin spiegeln, es gibt die verrücktesten Menschen die durch die verrücktesten Vorfälle verrückterweise doch zueinander gefunden haben! Ist das nicht toll?:)
NinoHm, Thema Sex und Liebe... sehr schwierig.... doch ich denke es gehört nicht automatisch zusammen; Liebe zu Geschwistern, Freunden usw. ist ähnlich mit der in einer Partnerschaft, nur dass dabei der hm körperliche Aspekt :) fehlt....
Nebenbei frage ich mich: Ist das schöne an der Liebe geliebt zu werden oder selbst zu lieben... oder beides kombiniert?
Liebliche Grüsse
Nino
Der_PhilosophIch denke, das schönste bei der Liebe ist, wenn man einen anderen Menschen vollkommen lieben kann, denn dann liebt man auch sich selbst vollkommen und sieht keinen Fehler mehr, man liebt einfach alles, ohne Zweifel und Angst aufkommen zu lassen.
Und das geliebt werden ist einfach ein wunderschöner Bonus obendrauf.:) Aber das braucht man natürlich auch, denn ohne würde man sicher irgendwann verzweifeln!
Ninoich weiss ja nicht... ohne zweifel und angst aufkommen zu lassen usw. hört sich ein wenig naiv an... lieben ohne zu zweifeln ist wie billard spielen mit geschlossenen augen *lach* ... der zweifel gehört zum menschen wie das lieben und hassen....
zweifelhaft:
Nino
Der_PhilosophNatürlich gehört Zweifeln dazu, aber wenn du andauernd zweifelst, wirst du nie etwas an der Liebe haben und sie am Ende kaputtmachen. Liebe ist Blindheit! Und zwar Blindheit für unwichtige Fehler, man übersieht so vieles großzügig. Wenn man sich doch wieder streitet und mit Hass bespuckt, kramt man die alten Kamellen aus, wirft dem Partner menschenverachtend und die Liebe verachtend, das Schlimmste an den Kopf, denn man weis wo man ihn/sie am härtesten trifft. Und das ist sehr schade drum.:( Aber so ist das Leben.
Wenn du Angst hast, wird deine Angst bestätigt, wenn du zweifelst, wirst du zweifelhaftes sehen, wenn du liebst, wirst du Liebe ernten. Auch wenn es schwierig ist, dies zu akzeptieren, ich könnte manchmal die ganze Welt hassen und Gott der Lüge anklagen. Aber dieses Verhalten ist die Lüge...:rolleyes:
Leamas[QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i]
[B]nur noch? - warum die einschränkung auf das reine vorstellungsvermögen? [/B][/QUOTE]


Viele reden über die Liebe als etwas Gigantisches, Geniales, nicht von dieser Welt Stammendes... "Man muß nur an die Liebe glauben" usw..
Ich bin nun mal kein Mensch, der sich einfach auf irgendein Wunschdenken einläßt und ich mag diese Hirngespenster wie ewige Liebe z. B. überhaupt nicht, deswegen diese Einschränkung. Ich bezweifle nicht, daß in einer Gemeinschaft zweier Personen etwas ganz besonderes stattfinden kann, aber man sollte sich niemals dem Glauben ans Ewige hingeben. Mir kommt es so vor, als ob das Gefühl Liebe in dieser Gesellschaft eine Art Quasi-Droge darstellt. Dadurch wird der Mensch zwangsläufig irgendwann enttäuscht. Manchmal ist eine Beziehung nur für eine bestimmte Zeit wunderschön und beglückend und dann geht sie zu Ende, weil die zwei Menschen sich verändert haben. Die rosa Brille, das gigantische Glück hat nur der Mensch sich selber geschaffen, daß ist die von mir gemeinte Illusion.
Der_PhilosophLeamas, du hast zwar Recht, aber trotzdem glaube ich an ewige Liebe. (nicht an DIE ewige Liebe!)

Und ich akzeptiere die allgemeine Vergänglichkeit, die hier auf unserer Erde vorherrscht und alles, auch wirklich alles zu-nichte macht, was jemals war. Das Gute daran ist, es wird wieder neues geschaffen, so wird es wenigstens nie langweilig, ein schöner Kreislauf.

Und das verstehen halt die meisten Menschen nicht, sie können nicht loslassen...Ich versuche damit so gut es mir möglich ist, umzugehen...
sutekhLetzendlich denke ich besteht fühlen aus zwei bereichen schönen Gefühlen und Gefühlen die weh tun können. Die Fähigkeit zu empfinden gibt uns diese zwei Möglichkeiten (mit einigen Abstufungen) zu empfinden und durch die eine existiert auch die andere. Fühlen, empfinden ist demnach übergordnet und nicht auf ein spezifisches Gefühl beschränkt. Dennoch glaube ich das es letzendlich gut ist fühlen zu können denn mit dem Schmerz den wir empfinden können können wir auch die Liebe empfinden und letzendlich denke kann die Liebe größer sein als der Schmerz.

"Sentio ergo sum"
-Ludwig Feuerbach

Ich fühle also bin ich.
Sicherlich nicht ausschlieslich aber zu einem großen Teil denke ich hat das Fühlen zumindest bei mir eine wichtige Bedeutung. Die Liebe kann eines der schönsten Gefühle sein aber auch eines derjenigen die am meisten Schmerz verursachen eben genau deswegen weil es ein so "tiefes" Gefühl ist das den Menschen auf einer tieferen Ebene berühren kann ist es eben auch möglich einen Menschen tief zu verletzen. Sicherlich auch deswegen weil es so "nah" an dem Kern des Menschen selbst ist. Die Liebe ist generell das was die Menschen daraus machen. Weder ist eine Illusion an die ewige Liebe zu glauben noch ist es eine Illusion nicht daran zu glauben. Die Menschen bestimmen das was für sie Liebe ist durch ihr Wesen ihr fühlen und ihr handeln. Eine ewige Liebe ist vorstellbar sofern alle beteiligten Menschen dies so sehen und dementsprechend handeln. Die Realität der ewigen oder wahren Liebe liegt in den Menschen selbst begründet die Sichtweise und das Handeln bestimmen ihre Existenz keine grundsätzliche Unmöglichkeit. Wenn jemand nicht an die ewige oder wahre Liebe glaubt wird es vermutlich schwerer sie jemals zu finden wenn wahrscheinlich auch nicht unmöglich.
Any Body[QUOTE][i]Original geschrieben von Leamas [/i]
Ich bezweifle nicht, daß in einer Gemeinschaft zweier Personen etwas ganz besonderes stattfinden kann, aber man sollte sich niemals dem Glauben ans Ewige hingeben. ...

.... Manchmal ist eine Beziehung nur für eine bestimmte Zeit wunderschön und beglückend und dann geht sie zu Ende, weil die zwei Menschen sich verändert haben.


Die rosa Brille, das gigantische Glück hat [b]nur der Mensch sich selber geschaffen[/b], daß ist die von mir gemeinte Illusion.[/QUOTE]

inseln des glücks, selbsterschaffen... was ist schlecht daran?

die ewigkeit... die bedeutung derer ist eine andere... auf leben und tod.. oder bis der tod euch scheidet und weit darüber hinaus... wenn sich solch ein versprechen gegeben werden kann, weil man meint denjenigen/ diejenige gefunden zu haben, mit dem/der man bis dorthin gehen würde.. dann ist das die bedeutung der liebe und keine illusion.. es gibt so etwas..
NinoIch glaube unser Problem ist weniger OB es Liebe oder DIE Liebe gibt, sondern viel mehr WAS denn genau diese Liebe ist. Nun denn.. *grins* machen wir einen frischen Definitionsversuch; mit der Unordnung wird das ganze erst übersichtlich ;)
Liebe ist ein Synonym für den Zustand zwischen zwei Menschen, die sich geistig UND/ODER körperlich näher gekommen sind. Dieser Zustand muss keineswegs über längere Zeit andauern, es ist sogar eine "Sekundenliebe" denkbar... ein kurzer Blickkontakt mit zwei Augen in einem vorbeifahrenden Wagen... warum sollte das keine Liebe sein...??
Liebliche Grüsse
Nino
LeamasIch denke, daß man sich leicht verlaufen kann zwischen all den Gefühlen, die in einem und um einem herum entstehen. Die von Any Body und anderen gepriesene Liebe fordert viel, vollkommene Hingabe und ein ganzes Leben, Vertrauen bis ins letzte Detail eines Menschen und Hoffnung, aber auch eine gewisse Art der Verblendung und Schönfärberei.

Ich möchte keinen Moment meines Lebens, der mit Liebe zu einem Mann ausgefüllt war, missen, aber ich habe auch eine gewisse Angst vor der Liebe. Ich weiß, wie tief der Mensch fallen kann, was er aufgeben kann, nur um eine Liebe zu halten. Ich weiß, wie tief der Schmerz ist, wenn der Mensch eine Liebe verliert. Ich weiß, welchen Illusionen sich der Mensch hingibt, wenn er liebt.

Warum träumen viele auf einmal von einem kleinen Häuschen mit Garten? Warum gehen viele Paare nicht mehr aus? Warum versigt bei so vielen Liebenden die Creativität, der Wunsch, etwas anders/neu zu machen und zu erfahren?

Und warum sind Liebende nicht mehr so kritisch der Welt gegenüber? Nur weil man selbst zufrieden ist, heißt das noch lange nicht, daß sich etwas gebessert/geändert hat.

Ich hoffe, ich habe nicht ganz das Thema aus den Augen verloren.
Any Bodydein eindruck, doch meine bedeutung von liebe fordert nicht.. ich erwarte nichts dafür und die planung mit einem gemeinsamen häuschen schon gar nicht..

eine wohnung zu teilen oder kinder in die welt setzen ist etwas anderes, aber nicht die liebe von der ich spreche.. da interpretierst du zu viel hinein, Leamas
NinoLeamas, du hast sehr schön ausgedrückt, was ich noch nicht formulieren konnte. Du fragst dich, wo die Kritik bei Liebenden bleibt: Ich glaube, der Mensch gibt sich sehr schnell mit der Welt zufrieden, wenn er auch nur ein Minimum an Zuneigung und Wärme erfährt, oder auch nur glaubt, die Möglichkeit zu haben... Richtige Kritik an der Welt kommt nicht von den Glücklichen, Reichen, Sorglosen.... sie kommt von denen, die auf Besseres hoffen!
Schlaflos@ roddy

Du schreibst davon, wie der Verstand und alles Umstände um einen herum sagen, nein schreien, mach das nicht ! Doch wenn Gefühle so stark sind, einen Toll werden lassen, den Puls in das Universum schießen. Kann man sich dann wehren ? Gibt es nicht irgendwann einen Punkt, an dem man seine Gefühle, sein Herz nicht unterdrücken kann, ihnen einfach freien Raum lässt, einfach alles passieren lässt, was man sich wünscht und erhofft hat, Jahre lang ? Und wenn es dann da ist, ist es erst wie ein Traum, und zerplatzt dann, obwohl es nicht mehr Gründe dagegen gibt als es davor war, bevor alles anfing ?

Es heißt, es entscheiden zwei darüber, wenn drei integriert sind, wird es kompliziert. Dann liegt die Entscheidung meißt bei einem. Kann er denn je die richtige Entscheidung treffen ? Es wird immer einen Verlierer geben. Genauso wie es einen Gewinner gibt. Das sagt dir dein Verstand. Dein Gefühl sagt dir aber, es sind alle Gewinner, obwohl es vor Schmerzen schreit.
Ninoich glaube, ich kann dir nicht ganz zustimmen, liebe/r/s schlaflos....
verlierer sind überhaupt keine notwendigkeit, sie sind vielmehr etwas, was ohne grosse mühe beseitigt werden könnte.. jetzt einmal primär von gefühlsverlierer gesprochen...
du kannst nur genau so lange verletzt werden rsp. verlieren, wie du die dinge an dich herankommen lässt. sobald du dich so weit im griff hast - wobei hier "im griff haben" mehr meint als nur seine äusserungen usw. - , wenn du dich selbst so manipulieren (welch schlimmes wort ;-)) kannst, dass du SELBST bestimmen kannst was du denkst, fühlst, willst uws...
selbstverständlich muss man daran arbeiten, und es verspricht vielleicht unangenehme änderungen in seinem leben, zum beispiel, das man sich generell mit sich selbst aueinandersetzen muss (was gibt es schlimmeres als dies, wenn man sich sein ganzes leben lang vor seiner eigenen person beschützt und hat?)
......wo sind dann noch die verlierer??? oder brauchen wir die verlierer gar??
beherrschte grüsse
Nino
Katzenschattenja, damit die hier schreiben...

Gefühlswandlungen.
Gefühle sind schwer berechenbar und ändern sich schnell. Ereignisse die auf Gefühlswandlungen anderer basieren können mitunter die eigenen Empfindungen spontan ändern: Eben noch verliebt, sicher, glücklich, federleicht usw. und dann: *heul*, *pienz*, *jammer*... alleine, einsam, leer, verraten, sauer, wütend und so weiter und so weiter.

Wer kennt das nicht?

Gefühle leben soll weise sein.
Aber man sollte sie bewusst leben. Wenn es das Leben erforderlich macht kann man diese bewusst ändern. Unbewusst auch: Abstumpfen, "hart werden"...
Weibchen, durch Menstruation ständig im Schmerz trainiert schaffen es oft erfolgreich unerwünschte Gefühle zu verschieben um sie dann gegen ein anderes zu ersetzen. (Tja, Männer: Sie hat Euch geliebt, bis es einen Grund gab es nicht mehr zu tun und wenn es Euch nach angemessener Leidenszeit zu sehr schmerzt dann stellt sie Euch als Musikinstrument vor und spielt ihn Gedanken auf ihr. Blasinstrumentenphantasien eignen sich hervorragend: Nehmt sie und pustet mal hinein und ich garantiere: Danach tut das nicht mehr so weh.)
Auch Männer können bewusst mit ihren Gefühlen leben. Sie neigen nur allzuoft zu Suggestion. Ich liebe dich sagend ohne das sie ein gewisses Wir spüren, überwältigt von dem eigenen Glück, der Wolllust, einem Rausch gleich mit dem die Herren sich erstmal beschäftigen müssen.
Aber auch unter den Männchen des Menschen gibt es die, die nicht nur ihrer eigenen Gefühle gewahr werden und das ist gut so.

Lachen soll gegen Angst wirken, so nebenbei..


Selbstbewusst,
dadurch den anderen verstehen.
Das gilt für Gedanken [U]und[/U] Gefühle.



Guten Abend allerseits.

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