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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Menschsein - óle !
AzaSo, nach diesen ganzen "ich hasse es ein Mensch zu sein"
oder "Menschen sind doof" Threads mal etwas anderes..

Ich mag es ein Mensch zu sein! Ich bin sogar froh darüber...
Und ich bin auch kein Stück traurig darüber, dass der Mensch die Welt dominiert... Warum darüber lamentieren, wenns uns dadurch nur gut geht ? Oder schreit der freie und wilde Hengst nach den Scheuklappen und Sätteln der Menschen, um sich mit seinne "mitpferden" solidarisch zu zeigen?
LesbiaIch bin auch nicht traurig ein Mensch zu sein und auch nicht, dass der Mensch die Welt dominiert. Ich bin nur traurig darüber, dass es so viele Stempel und töfs unter uns giebt, die ihre dominierende Rolle ausnutzen.
instantonlesbia, da geb ich dir recht. ich bin ein mensch, kann daran ncihts ändern und so ist es. die gedanken ,nicht mehr mensch-sein zu wollen sind letztenendes auch nur menschlich. der mensch ist ja nciht nur schlecht, oder?es gibt durchaus menschen, die selbstlos handlen, ein gutes herz haben usw:-)gottseidank
AnaximanderVermutlich meinen die wenigsten, die in diesen Threads über die Menschheit schimpfen und den Untergang ihrer eigenen Spezies herbeisehnen, ihre Sprüche wirklich ernst. Vermutlich handelt es sich dabei größtenteils um reine Attitüde: Moralische Selbstbefriedigung und das Vergnügen, eine freche, ungewöhnliche Haltung einzunehmen.

Jeder braucht in moralischen Fragen halt seine eigene Masche - irgendwas, womit er sich aufs Podest stellen und loskeifern kann. Und was könnte da provokanter und publikumswirksamer sein, als die eigene Gattung in den Dreck zu ziehen? Wie wunderschön unangepasst und heroisch kann man sich doch mit solchen Sprüchen fühlen...

Aber wie gesagt: Hinter solchen Haltungen steckt nicht viel. Die selbsterklärten Menschheitsverachter hängen meist genauso an ihrer Gattung und den dazugehörigen Annehmlichkeiten, wie alle anderen Menschen.
Allein schon hier zu posten, beweist doch ein großes Interesse an der eigenen Spezies und eine dankbare Annahme von menschlichen Errungenschaften wie Computer und Internet. ;) Wer die Menschheit dagegen wirklich verachtet, der findet Wege, sich von ihr zu isolieren.
MagnusCaudar(Bw"Vermutlich meinen die wenigsten, die in diesen Threads über die Menschheit schimpfen und den Untergang ihrer eigenen Spezies herbeisehnen, ihre Sprüche wirklich ernst. Vermutlich handelt es sich dabei größtenteils um reine Attitüde: Moralische Selbstbefriedigung und das Vergnügen, eine freche, ungewöhnliche Haltung einzunehmen.

Jeder braucht in moralischen Fragen halt seine eigene Masche - irgendwas, womit er sich aufs Podest stellen und loskeifern kann. Und was könnte da provokanter und publikumswirksamer sein, als die eigene Gattung in den Dreck zu ziehen? Wie wunderschön unangepasst und heroisch kann man sich doch mit solchen Sprüchen fühlen...

Aber wie gesagt: Hinter solchen Haltungen steckt nicht viel. Die selbsterklärten Menschheitsverachter hängen meist genauso an ihrer Gattung und den dazugehörigen Annehmlichkeiten, wie alle anderen Menschen.
Allein schon hier zu posten, beweist doch ein großes Interesse an der eigenen Spezies und eine dankbare Annahme von menschlichen Errungenschaften wie Computer und Internet. Wer die Menschheit dagegen wirklich verachtet, der findet Wege, sich von ihr zu isolieren."


Natürlich ... Die Welt kann man nur verändern wenn man auf einem Podest steht und nicht in der Menge . Wieso sollte man auch nicht an der eigenen Spezies interessiert sein ? Doch die Motivationen der Menschen sind uns niemals gänzlich offenbart .


Ich bin der Ansicht das man das Leben in seiner ganzen Komplexität respektieren sollte anstatt es zu verachten . Außerdem ist es mir lieber zur "Dominanten" Spezies zu gehören .
MenedemosDer Philosoph Thales soll gesagt haben:

"Dreier Dinge bin ich den Göttern dankbar:
Daß ich nicht als Tier sondern als Mensch geboren wurde, nicht als Frau sondern als Mann und nicht als Barbar sondern als Hellene..."
decay73Und mein Lieblingssprücheklopfer meint:
"Was für eine Schande, als Mensch geboren worden zu sein und sich sein Lebtag nur Sorgen zu machen. Du musst an den Punkt kommen, an dem du dich darüber freust, als Mensch geboren worden zu sein." :)
AnaximanderDer Wunsch eines Menschen, ein Tier zu sein, ist sowieso ein Widerspruch. So als würde man sagen: Was für ein schöner Blauton - gibts den auch in gelb? ;)

Die Identität der Gattung ist die Voraussetzung für die Identität des Individuums. Mit anderen Worten: Wenn ich als Tier geboren worden wäre, dann wäre ich auch nicht ICH - weshalb der ganze Satz keinen Sinnn macht.
Meine Identität als Person ergibt sich aus einer bestimmten Mixtur und Variation [b]menschlicher[/b] Eigenschaften. Wenn man da alles menschliche wegnähme, könnte man nicht mehr von einer Übereinstimmung der Person sprechen. Denn "Ich als Tier" ist von meinem jetzigen Ich sogar weiter entfernt, als jeder andere Mensch.

Das Problem der Identität (wenn "wir" schon beim Thema sind ;)) ist es dann auch, das das Konzept der Reinkarnation zu einem unsinnigen Modell macht. Denn wenn ich sogar als so etwas von mir verschiedenes, wie ein Tier, wiedergeboren werden könnte - aufgrund welcher Kriterien kann man dann noch von einer Übereinstimmung der Person sprechen? Erinnerung, Gewohnheiten, psychische Eigenschaften, Dispositionen, Körper.... - wenn man das alles wegnimmt, dazu auch noch die raum-zeitliche Kontinuität, dann bleibt in meinen Augen gar nichts mehr übrig für den Satz "A = A". Dann hätte man de facto zwei unterschiedliche Personen.

aber das nur so am Rande...
LesbiaZu dem da am Rande:
Es gibt so gar Beweise für Reinkarnation. Ein Mädchen in Indien hat immer wieder behauptet, dass das nicht ihre richtige Familie sei, hat den Ort und ihre Familie genau beschrieben und auch genau erzählt wie sie gestorben ist. Fernsehleute haben dann nachrecherschiert und den Ort und die Familie tatsächlich gefunden, wie sie beschrieben wurde.
Und wenn du als Tier wiedergeboren wirst warst du ja auch böse, dann sollst du ja nicht der selbe sein, sondern dich ändern!

On topic:
Natürlich ist es irgend (TOOOOOR! *räusper*)wie einfacher, als Mensch geboren zu sein. Wobei gleichzeitig auch schwieriger. In manchen Dingen. Aber grad wir als Menschen, die etwas bewegen können, tragen eine große Verantwortung. Das bringt die Führungsrolle halt so mit sich.
Anaximander[quote]Und wenn du als Tier wiedergeboren wirst warst du ja auch böse, dann sollst du ja nicht der selbe sein, sondern dich ändern![/quote]
Also mein Köter ist vielleicht die Widergeburt von Nero oder Hitler und führt jetzt als Strafe für seine früheren Taten so ein Hundeleben?

na ich bin sicher, er wird sowas nie wieder tun.
Menedemos[QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i]
[B]Also mein Köter ist vielleicht die Widergeburt von Nero oder Hitler und führt jetzt als Strafe für seine früheren Taten so ein Hundeleben?

na ich bin sicher, er wird sowas nie wieder tun. [/B][/QUOTE]

Viel zu gut für diese Leute. Ich wünsche ihnen, daß sie als Huhn in einer Legebatterie geboren werden. Und zwar als weibliches Huhn (siehe oben) ;) ! Ein Hitler-Ei gefällig? Billig zu haben...
Lesbia*rofl*
DeinosDiese Beispiele von irgendwelchen Leuten in irgendwelchen entfernten Ländern mit irgendwelchen noch weiter entfernten Okkultismusgeschichten sind lächerlich. Nie bekommt man eine glaubwürdige Quelle geliefert, immer nur mystifizierte Märchen aus weißichwievielter Hand, die im besten Fall auf ein Internetseite verweisen, wie ich sie Euch ebenfalls zaubern kann, und die sich nur ebenfalls aufs Hörensagen beruft.
Um diese Diskussion geschickt wieder zum Einstieg zu lenken: Hundsein ist meines Erachtens keine Strafe, vielmehr beneide ich dieselbe um ihre Sorglosigkeit und ihre Freiheit, abgesehen vielleicht von dem zermürbenden Zwang, jedem durch die Luft fliegendem Stöckchen hinterherzujagen.
Oder, um es wie Douglas Adams zu beschreiben: Menschen glauben, sie seien die intelligenteste Rasse auf der Erde, weil es ihnen gelang, Kriege, Kultur und Zivilisation hervorzubringen, während Delphi nichts weiter taten, als im Wasser zu planschen und es sich gut gehen zu lassen.
Die Delphine wiederum hielten sich für klüger. Interessanterweise aus genau demselben Grund.
DunklerSchatten[QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i]
[B]Vermutlich meinen die wenigsten, die in diesen Threads über die Menschheit schimpfen und den Untergang ihrer eigenen Spezies herbeisehnen, ihre Sprüche wirklich ernst. Vermutlich handelt es sich dabei größtenteils um reine Attitüde: Moralische Selbstbefriedigung und das Vergnügen, eine freche, ungewöhnliche Haltung einzunehmen.

Jeder braucht in moralischen Fragen halt seine eigene Masche - irgendwas, womit er sich aufs Podest stellen und loskeifern kann. Und was könnte da provokanter und publikumswirksamer sein, als die eigene Gattung in den Dreck zu ziehen? Wie wunderschön unangepasst und heroisch kann man sich doch mit solchen Sprüchen fühlen...

Aber wie gesagt: Hinter solchen Haltungen steckt nicht viel. Die selbsterklärten Menschheitsverachter hängen meist genauso an ihrer Gattung und den dazugehörigen Annehmlichkeiten, wie alle anderen Menschen.
Allein schon hier zu posten, beweist doch ein großes Interesse an der eigenen Spezies und eine dankbare Annahme von menschlichen Errungenschaften wie Computer und Internet. ;) Wer die Menschheit dagegen wirklich verachtet, der findet Wege, sich von ihr zu isolieren. [/B][/QUOTE]

Ich denke zwar, dass es solche Wege gibt, diese aber nur zu schlechtem führen, da der Mensch nachweislich ein soziales Wesen ist (soll nicht heißen, dass flasch ist was du sagst, sondern lediglich eine ergänzung).

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