| American Psycho | [COLOR=crimson][B]Jeder Mensch ist ein Egoist![/B] [/COLOR] Wenn wir etwas tun, dann tun wir das für uns oder ist das falsch? Beispiel: Wenn ich im Zug bin und ich sehe eine Frau mit Kinderwagen und diese hat Probleme mit dem Kinderwagen aus dem Zug zu kommen, dann helfe ich ihr. Da brauche ich nicht lange drüber nachdenken. Ich tue etwas für sie, aber im gleichen Maße mache ich das auch aus egoistischen Gründen, denn unterbewusst bin ich mir ja einer Vergeltung meiner Taten bewusst - ob positiv oder negativ! Auch wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann bin ich egoistisch, denn ich bleibe ja nur so lange bei demjenigen, bis ich mich mit ihm nicht mehr gut fühle. Ist ja logisch! Wenn ich mit jemandem nicht mehr glücklich bin, dann bleib ich auch nicht länger mit ihm zusammen. ---------------------------------- Im Grunde genommen ist alles, was wir tun von Egoismus bestimmt. Wir sind immer auf unseren Vorteil bedacht und selbst, wenn wir eine Tat begehen in der wir gänzlich leer ausgehen, so tun wir es doch, um uns oder anderen zu beweisen, dass wir nicht egoistisch sind, was uns ja wiederum zu Egoisten macht. Was haltet ihr davon? Seid ihr auch der Meinung, dass sich die ganze Welt um uns dreht, denn wir sind Egoisten? Habt ihr noch andere Beispiele? Oder könnt ihr diesen Satz mit einem Gegenbeispiel belegen? |
| Seneca | Soll das eine Entschuldigung, oder eine Rechtfertigung sein...? |
| American Psycho | na ja ... eigentlich würd ich eher n paar meinungen dazu lesen wollen ... ob mir da wer zustimmt oder das völlig falsch findet ... ka |
| -=Phi=- | Im Prinzip hast du recht. Wer Gutes tut, tut dieses für sein eigenes Wohbefinden. Dieses kann der zukommende Dank sein, besserer Ruf bei den Anderen (Beliebtheit), die Abwesesheit des schlechten Gewissens und um sich hinterher eifach gut zu fühlen... ...deshalb ist jede Tat (auch) eine Egoistische, da man sich jenes Gutfühlen zukommen lässt... ...Ausnahmen bestetigen bekanntlich die Regel : nur eine Tat, die einemin sein Leben nichts einbringt (z.B. für jemandem sterben) ist eine wahrhaftig Selbstlose... |
| Ixebitschee | Ich glaube das Thema ist hier schon öfter diskutiert worden, aber da war ich auch noch nicht registriert. Das ist also meine Chance jetzt: Ja, Psycho, das sehe ich auch so. Altruismus ist eine Lüge. Jeder Handlung unterliegt ein ganz selbstischer Grund. In der konsequenz bedeutet das, das sogar die Liebe egoistisch ist. Vielleicht ist der Unterschied zwischen Liebe aus Eitelkeit und Liebe aus aufopferungsvoller Hingabe nur der, das der Eitle Liebende um seine egoistische Motivation weiss, während der selbstvergessene Liebende einfach nur ein naiver Blindfisch ist. Aber Senecas Frage ist auch berechtigt. was treibt dich dazu diese Frage zu stellen? |
| docht | wenn du das wort egoismus fuer jede handlung benutzt, macht es keinen sinn mehr, weil es von nichts mehr abgegrenzt wird. so wird eine handlung (nicht helfen) als egoismus gedeutet, und die gegenteilige (helfen) auch.. macht also keinen sinn |
| Menedemos | @ AmericanPsycho Sorry, aber ich lese aus deinen Gedankengängen allenfalls, daß [i]du[/i] ein Egoist bist. Zugegeben bist du nicht der Einzige. Jede Persönlichkeit hat mehr oder weniger egoistische Teile, aber genauso ist auch jeder freier Herr seiner eigenen Handlungen. Nichts und niemand zwingt einen, so und so zu handeln, weder ein Gott, noch ein Teufel, noch "die Natur", noch das Evolutionsgesetz noch sonst irgend etwas. Es gibt also keine Entschuldigungen für eigensüchtiges Handeln. Die meisten Menschen neigen dazu, aber sie hätten auch die Freiheit, ganz anders zu handeln. |
| Beowulf | Klar, wenn man etwas altruistisches tut, ist das in dem Sinne egoistisch als dass man behaupten können, auch das Altruistische tut man nur deshalb weil man seine altruistischen Intentionen befriedigen will. Aber die Frage hat kaum pragmatischen nutzen. Im utilitaristischen Sinne macht es keinen Unterschied. |
| An eala bhan | Ich denke dass das was wir machen genrell von Selbstsucht und Egoismus geschieht. Wenn wir jemandem helfen dann tun wir das um unser "Ich" zu befriedigen (also unser Gewissen). Wenn wir also jemandem etwas gutes tun, dann machen wir das nie aus purer Menschenliebe sondern weil man eine Gegenleistung erwartet oder glaubt, dass Andere genau so denken und dann einem Selbst etwas gutes tun. Wenn wir niemandem helfen und nur tatenlos daneben stehen, dann tun wir das, weil wir keine Motivation zum helfen haben, unser Unterbewusstsein sieht also keinen Nutzen darin zu helfen. Ein Gutes Beispiel ist das Tierreich, besonders jene Gattungen welche Rudel bilden. Jedes Mitglied eines solchen Rudels arbeitet stehts zu seinem eigenen Vorteil (natürlich wenn er etwas für die Gemeinschaft tut, macht er mit sicherheit damit auch etwas für sich selbst). ich denke also, ob wir's wollen oder nicht, unser Handeln ist von Egoismus geprägt. |
| docht | wie waers, wenn du erstmal liest und darueber nachdenkst? anstatt nur zu wiederholen.. sagst du "anderen helfen ist eigentlich egoismus", kommst du leicht zu der ansicht "egoistisch ist eigentlich jeder" und weiters zu der behauptung "wir koennen garnichts anderes, als egoistisch zu sein".. was dich dazu fuehrt, zu glauben, es waere garnicht notwendig, anderen zu helfen. und das alles nur aufgrund von begriffsverwirrungen.. |
| Ixebitschee | "Egoismus: Selbstsucht, Eigenliebe, Ichsucht, Eigennutz" (laut Duden) @docht: Ich meine, wenn jede Handlung oder unterlassene Handlung egoistisch ist und demnach der Mensch grundsätzlich ein Egoist ist, dann ist Egoismus eine Aussage wie "Der Ball ist rund". Der Mensch hat dann keine Wahl zwischen Egoismus und Altruismus, denn er ist sowieso ein Egoist. Altruismus fällt dann natürlich weg. @all: Ich stelle mir folgende Situation vor: Man kämpft zusammen mit einem Freund mit dem man ins Wasser gefallen ist (ins Klo, hehe) um's Überleben und weiss, das nur einer überleben wird durch die Hilfe des anderen. Und man entscheidet sich dafür, dem Freund das herauskommen aus der Schüssel zu ermöglichen und weiss, das man selbst dann dabei draufgehen wird. Man hilft aber trotzdem dem Freund. Ist diese Tat Egoistisch oder nicht? Für mich ist sie egoistisch! Wenn ich meinem Freund helfe, wissend das ich selbst dann abnippeln werde, dann helfe ich ihm nur darum, weil ich selbst zu schwach bin, überleben zu wollen und mich entschieden habe zu sterben, aber meinem Artgenossen das Überleben sichern will, aus einer art Urinstinkt, indem ich mich selbst in meinem Artgenossen erkenne. Der Wille zum Überleben ist die Triebfeder meines Handelns und das ist Egoismus. Wenn ich meinem Freund helfe, weil ich in den Himmel kommen will, ist die Sachlage sowieso klar. Wenn ich aber meinem Freund NICHT helfe und er mir auch nicht, naja... :D |
| American Psycho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i] [B] Es gibt also keine Entschuldigungen für eigensüchtiges Handeln. Die meisten Menschen neigen dazu, aber sie hätten auch die Freiheit, ganz anders zu handeln. [/B][/QUOTE] Doch klar gibt es "Entschuldigungen". Denn der Mensch hat einen Selbsterhaltungstrieb und somit ist er unterbewusst immer zuerst auf das eigene Wohl bedacht! |
| malkut | einmal zu oft den film gesehen, was?oder einmal zu oft den antichristen von nitzsche gelesen? du scheinst ein egoist zu sein, oder einer sein zu wollen, weil du es auf biegen und brechen sein möchtest, oder dir einredest.ich verstehe den grund zwar nicht, aber na gut. |
| docht | @ixebitschee du willst mich nicht verstehen oder? wenn du alles was rund ist als eckig definierst, ist der ball auch immer eckig.. das problem ist, dass einfach ALLES deine theorie beweist, eine gewisse handlung sowie die gegenteilige handlung.. und das macht keinen sinn egoismus ist eben so definiert, dass man NUR auf sich selbst achtet.. denn laut deiner these gibt es keinen unterschied mehr zwischen anderen helfen und ihnen nicht helfen, weil auf einmal zu beidem das selbe wort gehoert, doch der unterschied besteht sehrwohl noch! |
| Tanaehl | Ist es wirklich Egoismus? Ich denke, das was im Einführungspost steht kommt daher, das man nur seine eigene Realität/Seele kennt, und somit mit anderen schlechter mitfühlen kann als mit der eigenen. Man KANN aber mit anderen mitfühlen. Wenn meine Freundin sich ein Bein bricht habe ich Mitleid mit ihr. Das Mitleid ist echt, nicht nur eine egoistische Reaktion, um mir selbst den Umgang mit ihr zu erleichtern. Wenn sich aber ein wildfremder Mensch ein Bein bricht und ich durch Zufall kurz mit ihm rede, und sage, ich hätte Mitleid mit ihm, dann sage ich das nur, damit ich mir nicht vorwerfen muss, Gefühlslos etc. zu sein. Da ich dessen Seele/Realität nicht im geringsten kenne. (wiederhole ich mich?) Es ist sicher nicht nur Egoismus, aber auch nicht selten. Und ich denke nicht, das sich die ganze Welt um mich dreht, sondern das sich die persönliche Welt eines jeden mit ihm dreht, und manche Welten sich manchmal gegenseitig in ihrer Laufbahn beeinflussen (*bla..*) @Malkut: Warum greifst du ihn an? Etwa, weil dir seine Aussage nicht gefällt? Greifst du ihn denn nicht etwa nur deshalb an, weil du danach ruhiger schlafen kannst? Zum Selbstzweck? Also bist du, wenn du es so nennen willst, auch ein Egoist. Und wie American Psycho es schon sagt: Egoismus ist mit dem Selbsterhaltungstrieb des Menschen gekoppelt, wer also meint, er sei kein Egoist...nunja, dann fragen sie ihren Arzt oder Nietzsche ;) |
| Ixebitschee | @docht: nein, tut mir leid, ich verstehe dich wirklich nicht. Wieso macht es keinen Sinn??? Für mich macht es Sinn. Und es ist schön, das du das auch bestätigst, wenn auch auf negative art: [QUOTE]das problem ist, dass einfach ALLES deine theorie beweist[/QUOTE] Wenn du mit meiner Meinung nix anfangen kannst, ist das deine sache! Ich lass dir deine! |
| docht | so eine theorie kann ich auch leicht basteln, die niemals falsifiziert werden kann: helfe ich jemandem, dann tu ich das weil das gut fuer ihn ist verweigere zu helfen, tu ich das weil das gut fuer ihn ist klingt genauso sinnvoll, oder? auf den rest bist du garnicht eingegangen. naemlich auf den unterschied zwischen jemandem helfen und nicht helfen - welchen das wort "egoismus" ja scheinbar verschwinden laesst |
| Ixebitschee | Ging es nicht um Meinungen? Ich habe nur meine Meinung kundgetan. Und ich habe meine Theorie begründet mit dem Willen zu überleben an den ich glaube weil ich ihn für mich verifizieren konnte über den Weg des Falsifizierens. Ich bin ja nicht eben erst auf die Welt gekommen. Du hast eine hpothetische Aussage konstruiert [QUOTE]helfe ich jemandem, dann tu ich das weil das gut fuer ihn ist verweigere zu helfen, tu ich das weil das gut fuer ihn ist[/QUOTE] hinter der du aber nicht stehst und deine Meinung, ob wir alle Egos sind oder nicht, kenne ich auch noch nicht. Bevor du an meiner Überzeugung rumhackst, solltest du erstmal mit deiner aufwarten, DAS wäre "sinnvoll" ;). P.S.: [QUOTE]auf den rest bist du garnicht eingegangen. naemlich auf den unterschied zwischen jemandem helfen und nicht helfen - welchen das wort "egoismus" ja scheinbar verschwinden laesst[/QUOTE]Diesen Satz verstehe ich auch nicht so ganz. Der unterschied ist zwischen Helfen und Nichthelfen sagt doch nichts über die Motivation aus, warum man hilft oder nicht. |
| docht | [QUOTE]Ging es nicht um Meinungen?[/QUOTE] huiuiui.. ich dachte in der philosophie geht es nicht nur um meinungen.. ? also mir zumindest nicht [QUOTE]weil ich ihn für mich verifizieren konnte über den Weg des Falsifizierens.[/QUOTE] das verstehe ich nicht. erstens ist diese theorie ja, wie ich meine, nicht falsifizierbar, und zweitens ist falsifiziren niemals verifizieren.. [QUOTE]hinter der du aber nicht stehst und deine Meinung, ob wir alle Egos sind oder nicht, kenne ich auch noch nicht.[/QUOTE] ich hab keine meinung darueber. es geht mir um verschiedene moeglichkeiten, gedankengaenge durchspielen. es sind eben verschiedene theorien moeglich, wie man wohl sieht. warum also irgend eine annehmen die falsch sein koennte? jedoch relativiert es deine theorie, wenn ich weitere theorien aufstelle, die genauso moeglich sind, und darauf kommt es mir an.. [QUOTE]Diesen Satz verstehe ich auch nicht so ganz. Der unterschied ist zwischen Helfen und Nichthelfen sagt doch nichts über die Motivation aus, warum man hilft oder nicht.[/QUOTE] ob die motivation die gleiche ist, kann man wohl schwer rausfinden, wobei es ja schon einen grund geben muss, dass man so und nicht anders handelt.. jedenfalls gehts darum, dass man mit der behauptung "jeder ist egoist, auch der, der anderen hilft" schnell zu dem fehlschluss kommt "also brauch ich ja garnicht helfen, kommt ja aufs selbe hinaus".. |
| gorgorothfreak | also entweder zu viel LaVey gelesen, oder du hast ein verdammt kluges Köpfchen. Einer der ersten Schritte DIES zu erkennen, wenn man zum Satanistus rüberspazieren möchte. hoffentlich gibt es jemanden der das versteht... |
| malkut | Tanaehl, das war kein angriff, nur der ausdruck meines unverständnisses, warum jemand anscheinend auf teufel komm rauss ein egoist sein oder darstellen möchte. natürlich sind wir alle in einem sinn egoisten, hab ich nicht bestritten und ich nehme mich da nicht aus, habe ich auch nicht gesagt.ich weiss das jeder bestimmte gründe hat, weshalb er etwas tut, ich habe da auch meine gründe warum ich irgendwas tue, sonst würden wir ja nichts tun.ich bin ja der meinung, sogar ein hardcore-christ tut seine selbstlosen dinge nur, um nach seinem tot in den himmel zu kommen und das ist sein gutes recht.(heisst nicht das ich christ bin) es war eben nur ausdruck meines unverständnisses. und meine schlafgewohnheiten werden mit sicherheit nicht durch so eine lapalie gestört. |
| Ixebitschee | @docht: Um zu einer Überzeugung zu kommen muss man zuerst mal das was man als Theorie aufstellt durch Falsifikation prüfen. Dann wenn die Theorie allen Proben standgehalten hat, ist sie verifiziert. Was du noch nicht verstehst ist, das man zu einer festen Überzeugung gelangen kann an der nichts mehr zu rütteln ist. Für dich heisst das warscheinlich Stillstand und Mumifizierung, aber du kannst mir ruig glauben, das es Vorteile hat, feste Überzeugungen zu haben, die man sich selbst erarbeitet hat. Mir ist klar, das du keine Meinung (zu dem Thema) haben kannst, wenn du unter Philosophie nur Wortklauberei verstehst. Ich bin wie du auch kein Philosoph, aber eins hab ich schon verstanden, nämlich das man um eine Theorie (oder Meinung ) zu wiederlegen erstmal mindestens EINE andere Theorie dagegensetzen muss. [QUOTE]es geht mir um verschiedene moeglichkeiten, gedankengaenge durchspielen. es sind eben verschiedene theorien moeglich, wie man wohl sieht. warum also irgend eine annehmen die falsch sein koennte?[/QUOTE] Das ist feige. So wirst du weder wissen, ob eine Theorie realistisch ist oder nicht, noch jemals zu eigenen Überzeugungen kommen. [QUOTE]jedoch relativiert es deine theorie, wenn ich weitere theorien aufstelle, die genauso moeglich sind, und darauf kommt es mir an..[/QUOTE] Welche weiteren Theorien hast du denn aufgestellt wo du doch selbst sagst: [QUOTE]ich habe keine meinung darüber[/QUOTE] [QUOTE]jedenfalls gehts darum, dass man mit der behauptung "jeder ist egoist, auch der, der anderen hilft" schnell zu dem fehlschluss kommt "also brauch ich ja garnicht helfen, kommt ja aufs selbe hinaus"..[/QUOTE] Du weisst absolut nicht was Egoismus bedeutet! |
| Ixebitschee | Sry, ICH nochmal :rolleyes: @gorgorothfreak: wenn das nicht ganz OT ist und unter "ferner liefen" mit in die Diskusion eingebaut werden kann, würde ich gern mal wissen: [QUOTE]Einer der ersten Schritte DIES zu erkennen, wenn man zum Satanistus rüberspazieren möchte.[/QUOTE] [SIZE=3]Was meinst du mit [B]DIES[/B]???[/SIZE] |
| docht | @gorgorothfreak was soll man denn bitte verstehen, wenn du garnichts sagst? @ixebitschee [QUOTE]Dann wenn die Theorie allen Proben standgehalten hat,[/QUOTE] wann soll das sein? [QUOTE]Was du noch nicht verstehst ist, das man zu einer festen Überzeugung gelangen kann an der nichts mehr zu rütteln ist.[/QUOTE] das weiss ich nicht. es hat sicher vorteile, aber nur kurzfristig gesehen.. [QUOTE]wenn du unter Philosophie nur Wortklauberei verstehst.[/QUOTE] sprachkritik nennt man das und es ist nicht das einzige, was ich unter philosophie verstehe [QUOTE]Ich bin wie du auch kein Philosoph[/QUOTE] nicht persoenlich werden. aber wenn du keiner bist, warum schreibst du dann in diesem forum? [QUOTE]Welche weiteren Theorien hast du denn aufgestellt [/QUOTE] -> [QUOTE]helfe ich jemandem, dann tu ich das weil das gut fuer ihn ist verweigere zu helfen, tu ich das weil das gut fuer ihn ist[/QUOTE] [QUOTE]Das ist feige. So wirst du weder wissen, ob eine Theorie realistisch ist oder nicht, noch jemals zu eigenen Überzeugungen kommen.[/QUOTE] nicht persoenlich werden. es ist ganz einfach vorsichtig und das heisst ja nicht, dass man, wenn man keine feste meinung hat, nicht irgendwelche moeglichkeiten durchspielt und -lebt. so kann man also sehr gut rausfinden, wie realistisch etwas ist.. [QUOTE]Du weisst absolut nicht was Egoismus bedeutet![/QUOTE] -> [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus[/url] [QUOTE]Egoismus ist mit verschiedenen affinen Eigenschaften wie Rücksichtslosigkeit oder Gleichgültigkeit verbunden.[/QUOTE] ..und kannst du mir bitte erklaeren, was das ego sein soll, das egoistisch ist? |
| Ixebitschee | Wann das sein wird, weiss man wenn's klar ist. Und es ist auch nicht so, dass es bei der ersten Theorie bleibt. Das ist zumndest meine Erfahrung. Zum Schluss kommt was völlig anderes raus, aber "zum Schluss", das kann auch "nach Jahren" bedeuten. Überzeugungen reifen heran. Vorausgesetzt man hat mal irgendwann alles in frage gestellt (so wie du es ja auch tust ;) ) und neue Sachen ausprobiert. Dann sind es aber keine kurzfristigen Überzeugungen mehr zu denen man kommt. Sprachkritik ist sicher sinnvoll, wenn man nicht mit leeren Worthülsen jongliert sondern Worte mit Leben gefüllt hat, so das man weiss wovon man spricht. Bei Wikipedia oder sontwo (im Duden wie ich oben) nachzukucken und einfach nur die Worte auswendig zu lernen und wiederzugeben die da stehen, ist nicht sinnvoll, sondern intellektuell unredlich. Tut mir leid, aber ich weiss beim besten Willen nicht, wie bei der folgenden Äußerung von dir die Theorie lauten könnte: [QUOTE]helfe ich jemandem, dann tu ich das weil das gut fuer ihn ist verweigere zu helfen, tu ich das weil das gut fuer ihn ist[/QUOTE] Bedeutet "gutsein" für dich, kein Egoist zu sein (weil, du wolltest mich damit ja von der gegenteiligen Position aus kritisieren)? [QUOTE]kannst du mir bitte erklaeren, was das ego sein soll, das egoistisch ist?[/QUOTE] Zuerst wenn DU mich mit einer theorie zu einer Antwort zu dieser deiner Frage erfreust :D Und bitte, wer von den Usern hier ist schon Philosoph?! |
| docht | naja langfristigkeit ist immer relativ.. auf die ewigkeit bezogen. und darauf kommts eben an.. [QUOTE]Bei Wikipedia oder sontwo (im Duden wie ich oben) nachzukucken und einfach nur die Worte auswendig zu lernen und wiederzugeben die da stehen, ist nicht sinnvoll, sondern intellektuell unredlich.[/QUOTE] hmm ich hab nicht [I]nur[/I] auswendig gelernt und wiedergegeben. aber bei wortdefinitionen ist es schon sinnvoll zu wissen, wie sie definiert sind, um damit ueberhaupt kommunizieren zu koennen. [QUOTE]Bedeutet "gutsein" für dich, kein Egoist zu sein (weil, du wolltest mich damit ja von der gegenteiligen Position aus kritisieren)?[/QUOTE] hmm ich meinte damit, dass jedes handeln altruistisch ist (nicht gutsein ansich, sondern gutsein fuer jemand anderen) [QUOTE]Zuerst wenn DU mich mit einer theorie zu einer Antwort zu dieser deiner Frage erfreust :D[/QUOTE] nagut: das ego gibt es nicht. bzw. es ist ein sinnloses wort. ich zitiere mich aus dem thread [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=50426]warum sollten wir uns moralisch verhalten?[/URL] [QUOTE]so gibt es den gedanken, dass das ego im grunde auch nur konstruiert ist, d.h. dass egoismus ansich konstruiert ist. man kann sich vorstellen, dass in einem selbst verschiedene egos sitzen, die jeweils alle egoistisch sind. und man sieht klar, dass diese einstellung fuer das gesamt-ego, also das was wir "selbst" nennen, nicht wirklich gut ist. so koennte man auch das universum sehen: wir sind ein teil des ganzen, wir sind mit allem verbunden, im grunde genommen sind wir die gesamtheit. also ist jegliches handeln, das auf das wohl der gesamtheit gerichtet ist, gut.. ich selbst bin dieser ansicht zugeneigt. [/QUOTE] ps: ich bezeichne mich schon als jemand, der die weisheit liebt, zumindest sucht ;) |
| Ixebitschee | Gut, das ist doch eine klare Ansage. Du sagst, das Ego gibt es nicht. Und du siehst nicht nur das Universum als die Summe der einzelnen Teile sondern mehr noch, das Teil selbst als die Summe, richtig? Das ist schwere Kopfakrobatik, aber nachvollziehbar. (irgendwie erinnert mich dein Zitat aus dem Thread aber auch an Kants kategorischen Imperativ) Nur wenn du dir mit dem Hammer auf die Hand kloppst, dann hast DU Schmerzen, nicht ich. Ich kann selbst nicht so viel mit dem "All is One"-Gedanken anfangen, weil er für mich praktisch, also im praktischen Alltag, nutzlos ist. Solche Gedanken kann ich nur dann hegen, wenn ich im Lotussitz unter'm Bodhi-Baum den Morgenstern betrachte. Wenn ich 100pro die verantwortung für mein Leben in die eigene Hand nehme und Ziele habe, dann ist es unpraktisch, mich nicht als Mittelpunkt des universums zu sehen. Aber damit kein Misverständnis entsteht, man kann auch als der Nabel der Welt "Gutes tun". Vielleicht ist das sogar viel befriedigender, als nur des halb Gutes zu tun, weil man unter irgendeiner ideellen Fuchtel steht, die das verlangt. Und gesund ausgelebter Egoismus ist förderlich! Eine spontane und frische sache, nee echt! Denn welches Ego kann schon daran interessiert sein, sich eine Welt zu schaffen, die das leben unerträglich macht? Also trägt man seinen Teil dazu bei, das Harmonie entsteht: das es den Menschen der Umgebung mit einem gut geht uswusw. Leider wird das Wort "Egoist" zu oft falsch gebraucht. Egoismus ist die Ursache des Handelns. Das Handeln hat aber viele Gesichter und Fratzen. Beispiel: Leute die Fett im Lehnsessel hängen und ihre Mitmenschen tyrannisieren und von ihnen verlangen stets zu ihren Diensten zu sein, sind zwar auch Egoisten, aber sie sind FAUL und TRÄGE. Deshalb zu sagen, ein Egoist ist nur jemand, der so ist wie diese Wämse, ist falsch. Das wird aber meist gemacht. Ok, du Philosoph.... Dann bin ich aber auch einer ;) |
| Beowulf | Ich möchte noch anmerken, dass der Bürgerliche Liberalismus den wir haben, davon ausgeht dass der Egoismus des Einzelnen der ganzen Gesellschaft dient. Egoismus ist hier rin, der Drang des Menschen eigenen Erfolg und Wohlstand zu haben. Um diesen Wohlstand zu erreichen muss man sich bilden und arbeiten. Die egoistisch Energie wird zur Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklung. Man kann also, wie schon angesprochen, Egoismus allein weder als positiv noch negativ betrachten. |
| docht | @Ixebitschee [QUOTE]Und du siehst nicht nur das Universum als die Summe der einzelnen Teile sondern mehr noch, das Teil selbst als die Summe, richtig?[/QUOTE] ja, vielleicht in dem sinne: der tropfen und das meer sind eins.. [QUOTE]Nur wenn du dir mit dem Hammer auf die Hand kloppst, dann hast DU Schmerzen, nicht ich.[/QUOTE] erst einmal habe nur ich direkte schmerzen. aber es gibt ja auch sowas wie mitleid. und dann gibt es auch noch weiterfuehrende folgen, die durch meine schmerzen entstehen.. diese folgen sind nicht immer absehbar, aber sie koennten doch auf die gesamtheit einfluss nehmen.. also auch auf dich.. [QUOTE]Ich kann selbst nicht so viel mit dem "All is One"-Gedanken anfangen, weil er für mich praktisch, also im praktischen Alltag, nutzlos ist. Solche Gedanken kann ich nur dann hegen, wenn ich im Lotussitz unter'm Bodhi-Baum den Morgenstern betrachte. [/QUOTE] hehe.. du solltest vielleicht versuchen, die meditation nicht vom alltag entfremden zu lassen.. es gibt auch im alltag mitleid.. nur.. nun ja, in unserem wohl nicht so ;) [QUOTE]Wenn ich 100pro die verantwortung für mein Leben in die eigene Hand nehme und Ziele habe, dann ist es unpraktisch, mich nicht als Mittelpunkt des universums zu sehen. [/QUOTE] kommt auf deine ziele an.. [QUOTE]Denn welches Ego kann schon daran interessiert sein, sich eine Welt zu schaffen, die das leben unerträglich macht?[/QUOTE] klingt logisch. welches ego? wohl der narr :) [QUOTE]Leider wird das Wort "Egoist" zu oft falsch gebraucht. Egoismus ist die Ursache des Handelns. Das Handeln hat aber viele Gesichter und Fratzen. [/QUOTE] ja, wenn du das so siehst, ist jegliches handeln egoistisch. aber das musst du immer dazu sagen, weil ich denke nicht dass die urspruengliche wortbedeutung auch der allgemein gebrauchten entspricht. das wort enttaeuschung z.b. hat auch einen negativen unterton, den man im wortstamm nicht sieht.. das problem ist immernoch: jegliches handeln ist, nach dem deinen egoismus-begriff, egoistisch. aber da das ego variabel ist, sagt das nichts darueber aus, ob dieser egoismus nun verwerflich ist oder nicht.. so kann man also nicht sagen, egoismus ist natuerlich, also ist er gut. du musst dann immer dazu sagen, welche form von egoismus gemeint ist, welches ego gemeint ist, und welche form von egoismus nun gut ist und welche nicht.. also reicht das eine wort "egoismus" nicht mehr.. und wenn du dir vorstellst, dass alles eines ist, dann kann es nur egoismus geben.. weil es ausser dem einen nichts anderes gibt.. aber dann macht der begriff auch kaum mehr sinn, weil er nichtmehr vom altruismus zu unterscheiden ist. @beowulf das mag vielleicht in der thoerie so sein.. oder ist der "buergerliche liberalismus" ein system, das es bei uns nicht gibt? jedenfalls sieht es bei uns anders aus.. philosophische grueße :) |
| denkverzicht | [QUOTE][i]Original geschrieben von American Psycho [/i] [B][COLOR=crimson][B]Jeder Mensch ist ein Egoist![/B] [/COLOR] Wenn wir etwas tun, dann tun wir das für uns oder ist das falsch? Beispiel: Wenn ich im Zug bin und ich sehe eine Frau mit Kinderwagen und diese hat Probleme mit dem Kinderwagen aus dem Zug zu kommen, dann helfe ich ihr. Da brauche ich nicht lange drüber nachdenken. Ich tue etwas für sie, aber im gleichen Maße mache ich das auch aus egoistischen Gründen, denn unterbewusst bin ich mir ja einer Vergeltung meiner Taten bewusst - ob positiv oder negativ! Auch wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann bin ich egoistisch, denn ich bleibe ja nur so lange bei demjenigen, bis ich mich mit ihm nicht mehr gut fühle. Ist ja logisch! Wenn ich mit jemandem nicht mehr glücklich bin, dann bleib ich auch nicht länger mit ihm zusammen. ---------------------------------- Im Grunde genommen ist alles, was wir tun von Egoismus bestimmt. Wir sind immer auf unseren Vorteil bedacht und selbst, wenn wir eine Tat begehen in der wir gänzlich leer ausgehen, so tun wir es doch, um uns oder anderen zu beweisen, dass wir nicht egoistisch sind, was uns ja wiederum zu Egoisten macht. Was haltet ihr davon? Seid ihr auch der Meinung, dass sich die ganze Welt um uns dreht, denn wir sind Egoisten? Habt ihr noch andere Beispiele? Oder könnt ihr diesen Satz mit einem Gegenbeispiel belegen? [/B][/QUOTE] ich denke man immer etwas für sich, und sei man auch noch so sozial. gründe hast du ja bereits aufgelistet. vielleicht könnte man die frage noch ein wenig weiterspinnen in die richtung: wie groß ist der egoistische anteil einer tat und wie groß ihr sozialer part? menschen tendieren wohl generell dazu jeweils nur einen teil zu sehen, nämlich den hauptteil einer tat und vergessen, nach dieser these wohlgemerkt, dass immer mehrere komponenten mitspielen. ein besipiel findet sich bei john locke (1632-1704), der sozialutilitaristisch formulierte: „Wenn ich das Leid anderer sehe, empfinde ich spontan Mitleid. Mitleiden ist Leiden. Um das Mitleiden zu lindern liegt es in meinem Interesse das Leiden zu lindern.“ Welch ein Egoismus! gruß, denkverzicht |
| Silverwolf | Hallo, spannendes Thema, wirklich. Wie es Docht & Ixebitschee schon so schön vorgezeigt haben, gehen die Meinungen hier sehr auseinander. Aber auch ich sehe hinter den meisten Taten einen "gesunden Egoismus", nämlich den Drang, uns zu schützen, nicht verletzen zu lassen. Auch ich muss zugeben, dass bei den meisten guten Taten etwas für mich rausspringt, sei es nur ein Gefühl von Glück. Aber schlecht finde ich diesen Egoismus nicht, nein, er sitzt in uns, ich behaupte mal frecht, in allen. Solange man das aber mit Hilfe kombiniert, ist dieses Gefühl auch gut für andere. Dann kommt aber die Frage: Ist das dann immernoch egoistisch? Ich würde sagen ja... |
| InfernalMajesty | boah rinna, is dir langweilich ?! höhöhö |
| Exile | Es gibt, in einem gewissen Sinne, nur den Egoismus, und zwar in dem Sinne, dass alles, was man macht, dem eigenen Wunsch entspringt, es zu tun. Das klingt erstmal ganz, ganz böse, und die Welt erscheint beim betrachten dieser Philosophie so, wie sie einem vorkommt, wenn man die Nachrichten gesehen hat - viel schlimmer, als sie ist. Altruismus ist natürlich Unsinn. Wenn man nicht den Wunsch verspürt, etwas zu tun, wird man es nicht machen. Niemals. Allerdings werden einem gute Gründe gegeben, etwas zu wollen. Es gibt auch keine Notwendigkeit, die einem Altruismus aufzwingen könnte, es gibt nur die eigene Wahl, die Wünsche anderer als Handlungsmotiv zu nehmen. In anderen Worte: Wir verinnerlichen das, was andere wollen, weil wir es gut finden, das zu tun. Das kann jetzt zwei Sachen heißen: Entweder das Über-ich befiehlt, oder man hat tatsächlich mitgefühl. Man kann jetzt natürlich eins von den beiden leugnen, aber das ist natürlich wieder Auslegungssache. Der Mensch ist natürlich ein Egoist... wie sollte er auch sonst handeln? Wenn nichts und niemand in der Nähe ist, der ihm Befehle erteilt oder Wünsche mitteilt? Wie sieht die Alternative zu dem Ego als treibender Kraft hinter jeder Handlung aus? Egoismus ist einfach vollkommen menschlich. Es gibt keine Rechtfertigung für Egoismus. Er braucht aber auch keine. "Wenn jeder an sich denkt, ist für jeden gesorgt" klingt zwar etwas brutal, hat aber seine Richtigkeit. |
| Kampfsau | [QUOTE]Es gibt, in einem gewissen Sinne, nur den Egoismus, und zwar in dem Sinne, dass alles, was man macht, dem eigenen Wunsch entspringt, es zu tun. Das klingt erstmal ganz, ganz böse, und die Welt erscheint beim betrachten dieser Philosophie so, wie sie einem vorkommt, wenn man die Nachrichten gesehen hat - viel schlimmer, als sie ist.[/QUOTE] Ich denke es ist wirklich nur eine Sache des Blickwinkels und der Definition von Egoismus. Manche Definieren Egoismus so,dass bestimmte Menschen anderen Menschen schaden oder deren Schaden billigend in Kauf nehmen oder das Desinteresse für irgendetwas Verantwortung zu übernehmen ausser vielleicht für sich selber. Natürlich kann man es als Egoismus ansehen,wenn Leute das tun was sie wollen und was in ihren Augen richtig ist.Das man z.B. für Gerechtigkeit eintritt,anderen Leuten hilft oder seine eigenen Verlangen zurückschraubt. Nur stellt sich die Frage was man hier als Motivation ansieht. Das man sich besser dadurch fühlt.Oder das man sich schlechter fühlt,weil man nichts tut.Nun,was sonst ausser seinem Gefühl könnte man als Entscheidungshilfe nehmen?Und ich glaube nicht,dass Leute sich denken ,"dem helfe ich jetzt weil ich sonst Gewissensbisse kriege" oder "wenn ich dem helfe kann ich mich selber ganz toll fühlen".Während der Tat selber hat man soetwas wohl kaum im Kopf.Man denkt nicht sofort daran,was für einen selber dabei rausspringt.Man denkt meist gar nicht,sondern tut nur.Leute die,die ganze Sache so sehen haben doch einen höchst egoistischen Blickwinkel nach erstgenannter Definition. Im Prinzip sind beide Handlungsweisen egoistisch.Nur ist die eine sozial wesentlich verträglicher. Ich finde deswegen ist z.B. ein Schwarzweiß-oder Gutbösedenken falsch.Es gibt nur verschiedene Standpunkte. Egal ob Vertreter der einen Sicht,sich "moralisch" über die andere stellen oder die Vertreter der anderen,die erstere Sichtweise nun weiter abstufen. |
| Maria | leute, seit doch bitte nicht so misanthrop! man kann alles so drehen, dass es als nicht selbstlos aussieht, also das unsere hilfe für andere und unser tun auch für uns selbst auf eine art vorteilhaft ist - aber dass es auch für uns auf irgendeine weise vorteilhaft ist, dagegen sind wir nunmal [U]machtlos[/U]. und das bedeutet, dass wir nicht alles mit dem Ziel tun, uns selbst was gutes zu tun. es kommt auf den willen an, es für den anderen zu tun. wenn das mit dem egoismus so stimmen würde, wie die meisten von euch denken, dann gäbe es die worte sinnlos und selbstlos nicht. |
| Suchernder | Als erstes im grossen und ganzen stimme ich Kampfsau mit seiner Def. zu [QUOTE]Manche Definieren Egoismus so,dass bestimmte Menschen anderen Menschen schaden oder deren Schaden billigend in Kauf nehmen oder das Desinteresse für irgendetwas Verantwortung zu übernehmen ausser vielleicht für sich selber.[/QUOTE] Jeder Mensch handelt zu seinem Vorteil, bewust oder unbewust. Der Mensch handelt aus Selbsterhaltungstrieben, und jeder handelt nach den Normen und Werten die er in sein Leben vermittelt bekommen hat. Wenn diese Normen und Werte sehr ich- bezogen waren kann Egoismus entstehnen. -> Def. Zu zufügen zu der Def. von Kampfsau ist nur noch zusagen: Ein Egoist ist auch ein Mensch welcher seine Errungenschaften, sein Wissen, seine Erfahrungen nicht mit anderen Teilen will. |
| Cayn | Eindeutig! Wir alle sind Egoisten, und ALLES aber wirklich ALLES was wir tun, tun wir aus rein egoistischen Gründen!!! Wer das leugnet, oder sich jetzt denkt: "ja aber manchmal doch auch nicht..." will es blos nicht wahr haben. Belügt alle, wenn Ihr wollt, und wenn euch danach ist, auch euch selber, Warheit, ist ohnehin rein subjektiv. [COLOR=crimson]ICH bin ein AROGANTER und NARZIßTISCHER E G O I S T und Ich bin STOLZ darauf!!![/COLOR] :D (jawoll) |
| Lacerta | Natürlich ist der Mensch egoistisch! Da kann weder ein Mensch, die Kirche oder sonstwer das Gegenteil beweisen. An alle die denoch daran glauben, dass der Mensch nicht vollkommen egoistisch handelt: 1. Würdet ihr einem undankbaren Obdachlosen mit einer Geldspende helfen, der euch zusätzlich frech beleidigen würde, falls ihr ihm etwas geben solltet? Dabei hat er das Geld verdammt nötig um zu überleben. Etwa nicht? Dachte ich mir schon. 2. Würdet ihr einem überaus dankbaren Obdachlosen mit einer Geldspende helfen, der euch zusätzlich tränengerührt sagen würde, was für ein großzügiger, freundlicher Mensch man doch sei? Dabei hat er ebenfalls das Geld genau so nötig wie der fiese Obdachlose im ersten Fall. Nicht wahr!? Ihr seid euch zwar nicht sicher, würdet jedoch dem zweitem Obdachlosen das Geld eher geben als dem ersten?? Glückwunsch. Ich kann euch willkommen heißen im Club der Egoisten! Ihr würdet dem zweiten Obdachlosen eher das Geld geben, aus egoistischen Gründen, da ihr es auf das Lob abgesehen habt obwohl die zwei Bettler gleichstark bedürftig waren. Klingt das einleuchtend? Nun sagt ihr euch sicherlich, dass ihr denoch nicht egoistisch seid, da ihr einem Bettler schnell das Geld in seinen Becher werft und euch schleunigst davon macht. Falsch! Denn sobald ihr einem Bettler ein wenig Geld spendet müsst ihr doch zugeben, dass ihr eine Zeitlang über eure ach so tolle Tat gedanken macht wie großzügig, hilfsbereit und freundlich ihr doch seid, oder? ;) Der Obdachlose war euch zum Teil egal, genau wie es die Freunde in einer Freundschaft sind oder die Frau in einer Beziehung. In diesen drei Fällen geht es euch zum Beispiel nur um den Lob, die Aufmerksamkeit die auf euch gelenkt wird und auf das "geliebt werden"! Kein Mensch würde einem anderen Menschen auf die dauer helfen, wenn man nicht selbst etwas als Gegenleistung bekäme. Ob es nun ein Lob sei oder ein Geldlohn oder das subjektive Gefühl das man erhält, etwas ganz tollen und besseres zu sein. |
| Deinos | Docht hat Recht, die Anfangsüberlegung ist Schwachsinn - Sie hebt sich nämlich selbst auf. In dem Moment, in dem es NUR NOCH Egoismus gibt, kein Gegenstück mehr dazu, gibt es auch Egoismus nicht mehr. Der Thread beschäftigt sich also mit etwas, das es nicht gibt. Und widerlegt sich selbst. |