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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Aktive Sterbehilfe
XandrinIch habe heute Morgen mit einer Kollegin auf dem Weg zu Arbeit über dieses Thema diskutiert, Grund dafür war ein Artikel in einer Zeitung.

Ist es vertretbar (aus ethischer Sicht) einen Menschen zu töten der sterben will? Meiner Ansicht nach ja!
Man sollte jedoch abwägen, aus welchen Gründen dieses geschieht. Wenn ein Mensch sich einfach hinstellt und sagt: „Mein Leben ist doof, bitte bring mich um!“ dann ist dieses nicht vertretbar.
Aber ein Mensch, bei dem abzusehen ist, das er früher oder später eh sterben wird, und vielleicht dann auch noch ans Bett gefesselt ist und ohne fremde Hilfe vielleicht nicht einmal mehr Nahrung zu sich nehmen kann, finde ich das völlig legitim.
Jedoch denke ich, das es für solche „Angelegenheiten“ qualifizierte Fachkräfte geben sollte die so etwas durchführen. (Also nicht einfach ein Angehöriger der betreffenden Person, der mit einer Unterschrift in ankommt und dann sagt: „ Person X hat gesagt ich sollte ihn töten, also habe ich dieses getan.“)
Außerdem müsste das ganze von MEHREREN unabhängigen Ärzten geprüft werden, ob wirklich definitiv keine Chance auf Heilung gibt.

Ich wurde heute Morgen doch etwas komisch angeguckt als ich meine Meinung sagte, jetzt würde mich eure Meinung dazu interessieren.

Gruß
Xandrin
BodenprinzessinIch denke, es ist nicht damit getan, einfach zu sagen "ja, das finde ich gut" oder "nein, ich bin dagegen"

Meiner Meinung nach muss abgewogen werden, inwiefern die Sterbehife Sinn macht.
Ein Beispiel: Nehmen wir einen Mann mittleren Alters, ans Bett gebunden. Wir wissen, dass dieser Mann noch max. zwei Wochen zu leben hat.
Ich denke, hier ist die Sterbehilfe einfach sinnlos, denn ob dieser Mann zwei Wochen mehr oder weniger leidet, kommt meiner Meinung nach auch nicht mehr allzusehr darauf an. In diesem Fall würde ich den Mann einen natürlichen Tod sterben lassen.

Wenn wir jedoch die gleiche Situation vorliegen haben, der Mann jedoch unsagbare Schmerzen hat, vielleicht auch nicht mehr ansprechbar ist, und wir wissen, dass er noch mindestens ein halbes Jahr leben muss, dann wäre für mich die aktive Sterbehilfe sicherlich die bessere Lösung...

Was für mich ausser Diskusion steht ist, dass man die Maschinen ausschalten soll, wenn ein Mensch auf solche angewiesen ist und ausdrücklich verlangt, dass er nicht weiter künstlich am Leben gehalten werden will
Tsafried@ Bodenprinzessin
und wenn du weißt das er noch knapp zwei WOchen lebt, diese aber ohne Morphium in grässlichen Schmerzen verbringt? Leiden lassen, weil die Tötung teurer wäre?
würde das nciht zeitlich festmachen, sondern dem patienten einen Tod ermöglichen, vor dem er noch klaren Verstandes von seinen Angehörigen und lieben Menschen Abschied nehmen kann.
Natürlich nur falls er nicht im Koma liegt, nicht ansprechbar ist etc.
dann kann er patient nur darauf hoffen seinen WIllen für deisen fall vorher genau festgelegt zu haben

LG
tsa
LadyKeHallo zusammen,

jemanden zu töten ist niemals vetretbar (abgesehen von Fällen, wo Menschen festgelegt haben, dass sie nicht durch/mit lebensverlängernden Maßnahmen, an Schläuchen angeschlossen, im Krankenbett verbringen wollen). Wer sollte denn schon entscheiden können, wann eine "Tötung" vetretbar sei und wann nicht - man denke nur mal an Spontanheilungen. Wer kann also schon sagen, wann ein Fall hoffnungslos ist - niemand. Und deswegen, weil wir niemals wissen, welche Kräfte noch ins uns stecken und welche Chancen es noch gibt, darf es m.E. nach keine Tötung auf Verlangen geben - man kann sich nicht als "Gott" aufspielen, wenn man den Richter über Leben und Tod jetzt mal so nennen. Ich denke, so etwas steht uns nicht zu, weil wir nie wissen, wann es wirklich keine Hoffnung mehr gibt.
Die lebenserhaltenden Maßnahmen bilden eine Sonderkategorie. Wie Baudrillard schon sagte, hat jeder das Recht auf seinen eigenen Tod, dessen man sich dieser modernen Welt der Lebensverlängerungsmaßnahmen nicht mehr sicher sein kann. In diesem Falle finde ich, sollte ein Mensch vorher (schriftlich) festlegen können, dass er im Falle der künnstlichen Lebensverlängerung nicht auf diese angewiesen sein und "lieber" sterben will.
Wie seht ihr das?
In diesem Sinne, take care,
LadyKe.
paranuitin einigen fällen ist der tot eine erleichterung. ich bin dagegen, leben künstlich in die länge zu ziehen bei schwerer krankheit oder morbusgeschichten im endstadium, wenn absolut klar ist, dass der kranke nicht mehr mitmachen will. bei neugeborenen dagegen finde ich es ganz heikel, da würde ich keine sterbehilfe oder liegenlassen unterstützen. in fällen wo sich menschen offensichtlich quälen müssen und ein tot in absehbarer zeit unumgänglich ist, müsste schon wie bei angefahrenen tieren auf wunsch eine gnadenspritze drin sein, finde ich menschlicher als jemand leiden zu lassen.
MenedemosWurde im übrigen schon mal hier diskutiert:

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=40425[/url]
Bodenprinzessin[QUOTE][i]Original geschrieben von Tsafried [/i]
[B]
und wenn du weißt das er noch knapp zwei WOchen lebt, diese aber ohne Morphium in grässlichen Schmerzen verbringt? Leiden lassen, weil die Tötung teurer wäre? [/B][/QUOTE]

Es geht hier in keinem Fall ums Geld!

Woher willst du wissen, inwiefern eine Tötung vertretbar ist? Niemand weiss, was nach dem Tod kommt und keiner weiss, ob sich das was folgt unterscheidet, je nachdem ob ein Mensch eines natürlichen Todes gestorben ist oder nicht.
Deshalb denke ich, dass es vertretbar ist, einen Menschen 2 Wochen leiden zu lassen, da es möglich wäre, dass er dadurch nach dem Tod weniger leiden muss (wir wissen einfach nicht, was kommt!)

Jedoch finde ich es mehr als unmenschlich, jemanden eine sehr lange Zeitspannt leiden zu lassen, wie in meinem 2. Beispiel!
Darkdust@ bodenprinzessin: sorry, deine denke ist mir reichlich verquer. denn kein mensch - nichtmal ein arzt - kann bei bestimmten krankheiten, die mit bodenlosen schmerzen verbunden sind, eine absolut genaue prognose stellen: noch zwei wochen. oder: noch drei monate.

du sortierst hier menschen auseinander in einer weise, die mich nur den kopf schütteln lässt, nicht böse sein.

im übrigen wird das thema mehr oder weniger in verschiedenen anderen threads auch diskutiert...

ich halte aktive sterbehilfe für absolut vertretbar und human. humaner jedenfalls, als einen menschen leiden zu lassen. der nicht mehr kann !!! und nicht mehr will. die gesetzeslage ist in deutschland indes eine andere. da helfen auch so genannte patientenverfügungen nur bedingt.
Xandrin@ Menedemos
@ Darkdust
Tut mir leid, ich habe mir schon fast gedacht, das es dieses Thema schon gibt. Habe aber erst daran gedacht einmal die Suchfunktion zu benutzen, als ich das Thema schon erstellt habe.
:(

Aber dennoch möchte ich dazu noch was sagen:
wie ich schon angedeutet habe denke ich auch, das man von Fall zu Fall abwegen muss wo es sinvoll ist.
Ich denke wenn ein Mensch (nehmen wir unseren Mann mittleren alters) Der nicht ansprechbar ist (weil er vileicht im Koma liegt) denke ich sollte man ihn nicht sterben lassen.
Denn keiner kann sagen ob er
a) Schmerzen leidet
b) was viel wichtiger ist, ob er überhaupt sterben will.
Gerade bei Komapatienten ist es doch so, das man medizienisch gar nicht weiß wie viel der jeweilige Patient von seiner Umwelt wirklich mitbekommt.
Vielleicht merkt er im Unterbewustsein alles, und kann sich aber nicht dagegen währen, das die Maschinen, die sein Leben erhalten abgestellt werden.
Ich denke solche Situationen sind definitiv nicht vertretbar und grenzen an Mord.

LG
Xandrin
decay73Es geht meines Erachtens nicht darum, ob man Menschen leiden lassen soll/darf oder nicht, denn das würde implizieren, daß ein anderer als der Betroffene/Kranke selbst entscheidet.

Der einzig gangbare Weg ist für mich, daß die Entscheidung jedem selbst überlassen wird. Daher sollte jeder, der in gewissen, klar definierten Situationen keine lebensverlängernden Maßnahmen wünscht, dies schriftlich und in rechtlich unangreifbarer Form festhalten.

Insgesamt gefällt mir die Idee der aktiven Sterbehilfe nicht und ich denke, daß der aktiven Sterbehilfe eine aktive Lebenshilfe vorausgehen sollte, aber gerade dadurch, daß die heutige Medizin selbst Situationen schafft, in denen ein Mensch normalerweise gestorben wäre, sie aber in der Lage ist, ihn am Leben zu erhalten, muß man sich Wohl oder Übel diese Frage stellen, denn lebenswert ist das Leben dann oft nicht mehr. Es ist eher ein vorsichhinvegitieren.

Die Medizin hat dem Tod in vielen Bereich ein Schnippchen geschlagen, aber allzu oft zum dem Preis eines menschenunwürdigen Lebens.

Wann ein Leben aber menschenunwürdig ist, kann man nur für sich selbst festlegen. Da hat niemand anderes mitzureden oder zu entscheiden.

In diesem Zusammenhang halte ich es allerdings für absolut wichtig, Kranken und Alten wieder das Gefühl zu geben, daß Krankheit, Alter und Gebrechen etwas zum menschlichen Leben zugehöriges ist, und keinen Einfluß auf den Wert eines Menschen hat. Zur Zeit gibt es für mich zu viele Selbstmorde alter Menschen, weil sie sich alleingeslassen und nicht mehr gebraucht fühlen. Kranke nehmen sich nur noch als Last für andere wahr.
Das kann es nicht sein.
Wenn man diesen Menschen wieder einen Lebenssinn gibt, ist die Diskussion um Sterbehilfe in vielen Fällen obsolet.

Für die schlimmen, harten Fällen, in denen auch die Medizin nicht mehr zu einem menschenwürdigen Leben verhelfen kann oder gar aufgrund ihrer „Möglichkeiten“ ein menschenunwürdiges Leben erst schafft, muß man im Sinne des Betroffenen auch die Möglichkeit der Sterbehilfe (je nach Möglichkeit aktiv wie passiv) nach seinem Willen ermöglichen.
BodenprinzessinIch sortiere hier die Menschen nicht auseinander, liebe(r) Darkdust, ich versuche lediglich klar zu machen, dass für mich die aktive Sterbehilfe nur in allerschlimmsten Fällen angewandt werden sollte, und nicht dann, wenn irgendwer zu denken scheint, dass die Schmerzen des Patienten unaushaltbar sind...

Im Übrigen ist es einem Arzt sehr wohl möglich, eine realtiv genaue Aussage über die noch verbleibende Lebensdauer eines Kranken zu machen (Wunder gibt es immer, doch oft streben die betroffenen zum errechneten Zeitpunkt, plus/minus natürlich)
Darkdust@ bodenprinzessin:

woher weisst du das mit der prognose?

:D ich bin der (noch) lebende beweis, dass es nicht so einfach ist. meine ärzte haben sich so gesehen schon mehrfach geirrt, oder, genauer, legen sich nicht (mehr) fest.

ich sprach auch nur von aktiver sterbehilfe in genau dem fall, in dem ein mensch genau weiss, dass die krankheit unheilbar ist. warum muss er erst leiden, unaushaltbare schmerzen leiden, ach...

theoretisieren über solch ein thema ist einfach, solange man nicht selbst betroffen ist. ich glaub, ich sag jetzt lieber nichts mehr dazu.
Bodenprinzessin@ Darkdust

Das tut mir leid!!
Ja es ist wahr, ich kann wirklich nur theoretisieren, da ich nicht in der Situation bin... Vielleicht würde ich auch ganz anders denken, wenn ich selbst betroffen wäre...
Naja, wie auch immer, ich habe meine Meinung gesagt, ber der bleibe ich auch, doch ich würde niemals irgendwem die meinige aufzwingen wollen. Ich halt jetzt auch den Mund.
Und gib bitte nicht auf, ja?
LadyKeHallo zusammen,

[QUOTE]Im Übrigen ist es einem Arzt sehr wohl möglich, eine realtiv genaue Aussage über die noch verbleibende Lebensdauer eines Kranken zu machen (Wunder gibt es immer, doch oft streben die betroffenen zum errechneten Zeitpunkt, plus/minus natürlich)[/QUOTE]
@bodenprinzessin: Das halte ich für Unsinn - woher sollte ein Arzt das wissen? Das einige Menschen dann tatsächlich sterben, mag auch an der Tatsache liegen, dass sie sich aufgrund der schlechten und hoffnungslosen Prognose aufgeben - lässt sich an Placebo-Studien eindeutig belegen. Ich weiß sehr genau, dass diese Prognosen schwammig sind - leider hört man in den Medien viel zu selten von denjenigen, die es geschafft haben - trotz einer "Todesprognose" - von genauen Aussagen seitens der Ärzte kann da allerdings keine Rede sein.

Ich weiß, dass es Situationen gibt, wo man sich wünscht, ein Mensch möge lieber sterben als weiterhin zu leiden - man fühlt sich schlecht und schämt sich dafür - aber all das Leid ist unerträglich - letztendlich würde man sich mit aktiver Sterbehilfe, die nicht vom Patienten selbst gewünscht wurde, in vielen Fällen selbst entlasten. Ist es nicht so, dass es dabei teilweise auch um einen selbst geht, weil man das alles nicht mehr ertragen kann und dem deswegen ein Ende setzen will? Und wer weiß schon, ob Maschinen ohne Wunsch des Patienten abgestellt werden dürfen, wer weiß schon, wie sich der Patient in diesem Moment fühlt und was er dazu sagen würde - so etwas wäre nur eine Sterbehilfe um uns zu entlasten - so etwas ist illegitim. Ebenso illegitim finde ich, wie bodenprinzessin schon geschrieben hat, Komapatienten "sterben zu lassen".

[QUOTE]ich sprach auch nur von aktiver sterbehilfe in genau dem fall, in dem ein mensch genau weiss, dass die krankheit unheilbar ist. warum muss er erst leiden, unaushaltbare schmerzen leiden, ach...[/QUOTE]
@darkdust: Wenn der Mensch vorher nicht leidet, dann gibt es noch Hoffnung - und solange es noch Hoffnung gibt, ist die Sterbehilfe doch nicht erwünscht, oder siehst du das anders. Wenn der Mensch wirklich wüsste, dass die Krankheit unheilbar ist bzw. auf jeden Fall ausbrechen und zum Tod führen wird, finde ich Deine Frage berechtigt. Aber wer weiß das schon, kann man das wissen? Und möchte man die schönen Jahre, die man vor Ausbruch der Krankheit noch vor sich hat einfach wegschmeißen? Erzähl doch was von Deinen Erfahrungen zu dem Thema, wenn es für Dich nicht zu privat ist.

In diesem Sinne,
take care,
LadyKe.
blackynightgirlIch bin für die Sterbehilfe aber es gibt trotzdem unterschiede ich arbeite selbst seit 2 mon im Krankenhaus und wurde mit diesem Thema jetzt schon häufig konfrontiert in den 2 monaten sind 5 leute gestorben die zwischen 70-90 waren sie sind alle eines "natürlichen todes" gestorben aber alle auf diesem weg :

Eine frau anfang 80 letzte woche sie kam zu uns auf station sie war ans bett gefesselt konnte sich kaum noch bewegen nicht mehr sprechen eigentlich sollte sie noch mal operiert werden aber der arzt hat sich dann umentschieden und sagte :"keine medikamente mehr nur noch Morphium sie ist 2 tage später in der nacht gestorben ist das dann nicht schon sterbehilfe ?

eine andere FRau musste sich auf die gleiche weise 3 wochen quälen und irgendwann hilft das Morphium nicht mehr diese Leute sind dann nur noch halb da da sie so zugedröhnt sind sie bekommen nichts mehr mit sie wissen das sie sterben müssen und wollen nicht mehr warum kann mann da nicht helfen und ihnen 3 quälende wochen ersparen außerdem tun sich auch die verwantden quälen die tag und nacht dabeihocken und hoffen das es bald ein ende gibt !

und wenn es keine medikamente geben würde wären diese menschen doch schon früher gestorben warum tut mann diese menschen dann noch leben lassen ?
Ich denke das mann diese sterbehilfe in D:einführen sollte aber das das überprüft werden muss von verschiedenen ärzten aber mann kann diesen menschen dadurch helfen
Wings of DestinWie ihr es schon zum Teiilpassend gesagt hab sollte man nur ein menschenleben beenden wenn dieser nur noch qualen leidet und es keine Aussicht auf Heilung gibt.


Aber wer soll diese Entscheidung treffen?

Würde es einer von euch übers Herz bringen zu sagen "ja sie können meinem Vater die Spritze geben" ?

Ich weiß es leider nicht.
Alex77Ich verstehe es echt nicht wenn ein Hund was hat (Blindheit und so weiter) wird er auch Eingeschläfert und Gehört so ein Tier nicht auch zur Familie? Ich wäre für aktive Sterbehilfe in form von Toxischen schnell wirkenden Mitteln denn warum Quälen wenn man genau weiß das es die Letzte Qual ist und es eh nicht besser wird. Keine frage ich bin für Aktive Sterbehilfe....
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Wings of Destin [/i]
[B]Wie ihr es schon zum Teiilpassend gesagt hab sollte man nur ein menschenleben beenden wenn dieser nur noch qualen leidet und es keine Aussicht auf Heilung gibt.
[/B][/QUOTE]
Darum sollte Sterbehilfe auch nur geleistet werden, wenn der Betroffene es so verfügt hat, es also sein klar formulierter Wílle ist. Das gebietet der Respekt vor dem Menschen und vor dem Leben an sich.

Niemand, wirklich niemand anderes sollte darüber entscheiden dürfen, denn dann wäre es [b]Mord[/b].

Wenn ich mir vorstelle, daß jemand anderes bei mir über Leben und Tod entscheiden würde, bekomme ich es mit der Angst zu tun.

Abgesehen davon gibt es auch Menschen, die Sterbehilfe kategorisch für sich selbst ausschließen. Das ist genauso zu respektieren.
Wings of DestinJa richtig.Wenn einer das nicht möchte sollte man das auch net tun.
FayveMein Vater arbeitet im Altenheim und da ist es nicht immer so schön wie man es sich vileicht vorstellt.
Es gibt Menschen die da einfach nur noch am Leben erhalten werden.Einerseits Menschen die durch Demenz oder Alzheimer nicht mehr dazu fähig sind selbstständig zu leben und und andererseits Menschen die unheilbare Krankheiten haben die so große Schmerzen haben das sie nur noch mit Morphium ruhig gestellt werden können.
Diese Menschen vegetieren einfach nur noch dahin ,man erhält diese Menschen am Leben.Demenzkranke und Leute mit Alzheimer im Endstadium sind unfähig selbständig zu leben.
Die Menschen die das haben haben eigentlich nichts mit der Sterbehilfe direkt zu tuhen weil sie eigentlich gar keine Kanditaten dafür sind.
Bei Sterbehilfe geht man ja eigentlich davon aus das der Patient selber die Entscheidung getroffen hat vorzeitig zu sterben wenn er zum Beispiel auf Grund von Schmerzen nicht mehr weiterleben möchte.Die Sterbehilfe ist dann eigentlich eine Unterstützung des Patientenwunsches.
Demenzkranke und Leute mit ALzheimer sind Menschen die unfähig sind selbstständig zu leben(gegen Ende).Diese Menschen führen im Grunde ein Leben von dem sie selbst nichts mehr mitbekommen weil sie dazu nicht mehr fähig sind ,sie vegetieren dahin wie etwas nicht mehr menschliches ,sie haben nur noch ihr Leben und sonst nichts.
Niemand würde auf die Idee kommen bei diesen Menschen auf Sterbehilfe zu kommen aber was haben diese Menschen noch vom Leben?
Es ist fast so wie bei Menschen die im Koma liegen aber Menschen die im Koma liegen haben immer noch die Chance auf zuwachen.
Bei Komapatienten finde ich sowas verdammt scvhwierig.
Es gibt viele Menschen die im Koma lagen die nach einem ziemlich langen Zeitraum wieder aufgewacht sind.

Bei Tieren komischerweise macht sich niemand viele Gedanken wenn Tiere irgendetwas haben schläfert man ziemlich schnell ein.
Wir wollen nicht das Tiere Schmerzen erleiden müssen aber Menschen müssen ihre Schmerzen so lange aushalten bis sie Endgültig daran sterben.
LadyKeHallo zusammen,

[QUOTE]Diese Menschen führen im Grunde ein Leben von dem sie selbst nichts mehr mitbekommen weil sie dazu nicht mehr fähig sind ,sie vegetieren dahin wie etwas nicht mehr menschliches ,sie haben nur noch ihr Leben und sonst nichts.[/QUOTE]
@fayve: woher weißt du das? nur weil diese menschen aus unserer sicht bzw. aus der sicht eines gesunden eingeschränkt sind und vor sich hinvegetieren, weißt du doch nicht, wie sie sich dabei fühlen - vielleicht empfinden sie es gar nicht als so schlimm wie einer, der das ganze unbeteiligt von außen betrachtet? denkst du dann etwa auch, dass behinderte, die nur im rollstuhl sitzen, nicht sprechen und selbst essen können und sich nicht allein fortbewegen können nicht mehr leben sollten? ich finde dein statement irgendwie fragwürdig, aber vielleicht habe ich es ja auch einfach nur falsch verstanden?

In diesem Sinne,
LadyKe.
ConstanzeAlso in der Schweiz ist Sterbehilfe erlaubt, allerdings nur, wenn der behandelnde Arzt keine Aussicht auf Heilung mehr hat und der/die Erkrankte muss das Gift, dass dann zum Tod führt, selber nehmen, er/sie muss also noch dazu in der Lage sein, sich selber das Leben zu nehmen, damit letzte Zweifel an dem Einverständnis des/der Toten ausgeschlossen werden können.

Diese Gesetzgebung finde ich eine sehr humane, da eben nicht über den Kopf des Patienten entschieden werden kann, sondern der/die Patient/in selber unterschreiben muss, dass er/sie sterben will, und eben wegen den oben genannten Gründen, also Gift selbst und ohne fremde hilfe schlucken etc.
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von Wings of Destin [/i]
[B]


Aber wer soll diese Entscheidung treffen?

[/B][/QUOTE]

...wie hier schon mehrfach geschrieben wurde: derjenige selbst und sonst niemand...!

...früher dachte ich auch "nein, auf keinen Fall" bis ich mal einen Film gezeigt bekam, indem es um aktive Sterbehilfe in Holland ging...dort wurde es so ähnlich gehandhabt wie Constanze es beschrieben hat...der Patient musste auf jedenfall noch handlungs- und entscheidungsfähig sein und wurde einige Zeit von seinem Arzt begleitet, der da besonders engen Kontakt zu dem Patienten und seiner Ehefrau hatte...die drei haben oft über das Thema Leben und Tod und über Sterbehilfe geredet, neutral, der Patient wurde auf keinen Fall beeniflusst es zu tun oder zu lassen, es blieb immer seine eigene Entscheidung, die er jeder Zeit hätte ändern dürfen...aber er blieb dabei und feierte den letzten Abend noch mal mit seiner Frau, in dem sie ein richtiges festessen gemacht haben nochmal, anschließend bekam er dann eben an Tag X eine Spritze, nach der er sanft einschlief für immer...dieser Tod war auf jeden Fall friedlicher als der, den er mit seiner (unheilbaren) Krankheit gehabt hätte, den Abscheid von seiner Frau hat er bewusst erlebt, was anders nicht möglich gewesen wäre...

...ob ich mich persönlich für aktive Sterbehilfe entscheiden würde, kann ich so nicht mal sagen, ich bin mir da sehr unschlüssig, da ich auch gar nicht in der Situation stecke darüber entscheiden zu müssen, aber wenn ein Mensch für sich aktive Sterbehilfe wünscht, ist das durchaus etwas, das ich (inzwischen) akzeptieren kann...
Fayve@LadyKea
Im Endstadium sind diese Menschen nicht mehr fähig etwas bewußt war zu nehmen ,fühlen können sie vileicht noch was aber nicht mehr bewußt .Man kann Menschen unter Drogen setzten und sie werden Glücksgefühle bekommen.Ein Leben ohne Bewußtsein ist für mich kein Leben mehr.
Aber ich denke auch das das nicht hier her gehört ,das ist anderes Thema,hier geht ja eigentlich um Sterbehilfe.
Man könnte nachher noch denken ich würde fordern das man Menschen mit Alzheimern umbringt.
SilentiumLessusAn Sterbehilfe find ich im Grunde nichts Schlimmes.
Hier muss man sich jedoch auch nach dem Wunsch des Betreffenden orientieren.

Wenn jemand um jeden Preis (z.b. auf grund einer schweren krankheit) sterben will, er/sie es jedoch aus eigener Kraft nicht schafft, warum sollte man dieser Person den Wunsch verwehren? Ich finde es unmenschlich jemanden leiden zu lassen der dies nicht will. Würdet Ihr eure Liebste/Lieben leiden lassen wenn er auf Grund einer Krebserkrankung sterben will? Leider leben wir in einer Zeit wo alles von Ärzten und was weiß ich abgewogen werden muss, anstatt den Menschen den Wunsch zu erfüllen, lässt man ihn leiden.

Sicher ist es nicht vertretbar jemandem das Leben zu nehmen der dies nicht ausdrücklich wünscht/gewünscht hat. Was ich jedoch absolut nicht verstehe, wenn man seinen Wunsch äußert stößt man nicht selten auf Unverständnis, man liegt da in seinem Leid und bekommt Antworten wie "Du schafft das schon" "Wird schon werden" "Halte durch" etc. etc.

Hach was würden viele dafür geben wenn Sterbehilfe endlich erlaubt würde


SilentiumLessus
TrauerwesenEs gab mal so einen Spruch von Aktivisten: Wer nicht sterben darf, hat demnach die Pflicht zu leiden.

Sehe ich auch so. Sicherlich erfordert jenes einen klaren Verstand, gibt ja auch solche Krankheiten. Bei mentaler Unzurechnungsfähigkeit wird es problematischer, auch wenn vorher darüber Auskunft gegeben wurde: Denn wer kann in seiner Verfügung so stark definieren, bei welchem Zustand ja, und bei welchem nein?

Mittlerweile gibt es in den USA Versammlungen, die über solche Entscheidungen mitreden. mehrere Ärzte sollen konsultiert werden, um mögliche Fehldiagnosen (z.b. keine Heilchance mehr etc) auszuschliessen.

Hat mal jemand von dem Fall von Diane Pretty gehört? Sie wollte sterben, litt an einer Nervenkrankheit, konnte sich kaum bewegen. Sie bat das britische Gesetz um die Erlaubnis, dass ihr Mann ihr beim sterben helfen dürfe. Das wurde beim Hogh Court abgelehnt, und trotz weiteren Berufungen starb sie dann kurze Zeit später. Wie gesagt, sie war zurechnungsfähig, und ich denke, wenigstens denen sollte man es dann erlauben, in gewisser Weise einen qualvollen Tod zu verhindern.

Bei Komapatienten ist das alles problematischer. zum einen weiss wirklich niemand, ob jemand wieder aufwacht. Wenn es nach den Ärzten und ihrer Diagnose ginge, wäre ich auch schon lange tot. Ausserdem müsste man da befürchten, dass wirtschaftliche Gründe, insbesondere in den USA, wo das Gesundheitssystem ein wenig schlecht ist, da eintreten könnten. So nach dem Motto: Die Lebenserhaltungsmassnahmen werden zu teuer. Aber was rede ich denn gerade, hier geht es ja um aktive Sterbehilfe, jene ist ja kategorisch passive.
Aber gleiches gilt ja auch für Patienten, die vielleicht keine Lebenserhaltungsmassnahmen erfordern, aber Pflegefälle sind. Man weiss nie, wie die Familie zu einem stand, und welche Motive sie verbergen. Daher sehr problematisch.

Was den eigenen Wunsch angeht: Definitives ja, wenn man selber nicht dazu in der Lage ist, sich selbst zu töten, wieso soll dann keiner helfen, wenn man nur diesen einen Wunsch hat? Man würde es ja selber tun, wenn man könnte. Und medizinische Töttung ist sicherlich noch humaner als wenn jemand dann versucht, sich anderweitig umzubringen.

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