| Skavyra | N'Abend! Mich würden eure Erfahrungen, eure Meinung etc. zu der Aussage "Kind bleiben" interessieren. Wie viel Kind steckt in euch? Mögt ihr es lieber, wenn Leute ernst und "sehr erwachsen" wirken oder seid ihr Leute in denen auch noch ein Kind steckt, die sich über Kleinigkeiten freuen, gerne mal rumalbern, sich an manchem Kinderspeilzeug erfreuen können, ....? Die Ska :) |
| Fiegaro | Also ich freu mich schon über sogenaten "Kinderkram", aber ich denk mal das liegt daran das ich noch ein Kind bin :D |
| Skavyra | hm ja ... ich denke genau das ist auch definitionssache ... wer bestimmt von wann bis wann man Kind ist? ich denke, dass man das nicht in Form einer Altersgrenze angeben kann oder? |
| Die Dunkelheit | Bei mir hängt es von der Tagesstimmung ab...es gibt so Tage da hol ich sogar die 3 kisten LEGO wieder ausm Keller, weil mir einfach danach ist...:D |
| DunklerSchatten | Ich denke auch, dass ich, auch wenn ich nach dem Gesetz inzwischen als erwachsen gelte, irgendwie Kind geblieben bin und das möchte ich eigentlich auch zumindest so gut es geht zu einem gewissen Teil bleiben. Als Kind kann man sich eben freier verhalten und ist nicht so an die Zwänge der Gesellschaft gebunden, denk ich. Auf der anderen Seite aber, hab ich im letzten Urlaub (da gab es irgendwie so program für jugendliche) gemerkt, dass ich mich für viele der ca.14-16 jährigen schon als zu erwachsen gefühlt habe. Das aber auch nur aufgrund deren Verhalten, unbedingt als erwachsen anerkannt zu werden. (das soll nicht bedeuten, dass jeder 14-16 so ist, ich kenn genug die nicht so sind, aber dieser urlaub hat mir gezeigt, dass ich sowas garantiert nicht will) |
| flamegirl | Die Kindheit kann was wunderschönes sein,und noch schöner wenn man sich einen Teil davon bewahren kann ... Ich habe selbst "2" und kann mich in vielen Dingen mit ihnen freuen, inwieweit ich selbst noch Kind geblieben bin .... mmhh* ich glaube ich mußte damals zu früh erwachsen werden als das ich dieses voll auskosten konnte ... LG flame Aber trotzdem kann ich mich an den kleinen Dingen freuen die viele nichtmal gesehen haben :-) |
| Kampfsau | Kommt darauf an.Wenn die Situation es nicht unbedingt verlangt,dann muss man auch nicht erwachsen und ernst bleiben.Nur fängt zuviel Kindlichkeit auch irgendwann an zu nerven.Und das Gegenteil ist hingegen zu langweilig.Extreme sind nie gut aber man kann ruhig eine Tendenz haben. Kind sein heißt für mich,Gedankenlosigkeit,Unbeschwertheit,die Freude am Einfachen.Nicht unbedingt etwas Rumgealber.Ihr gesammtes Leben ist einfach.Eine ganz nette Sache,nur die Probleme sind eben Existent und verschwinden tuen sie auch nicht deswegen,nur weil man nicht an sie denkt.Erwachsene haben Probleme,Sorgen um die sie sich kümmern müssen.Diese Dinge machen ihr Leben schwer.Manchmal haben auch Kinder unter diesen Problemen zu leiden und können es sich nicht leisten gedankenlos und unbeschwert zu sein,sie können also keine Kinder mehr sein.Eltern versuchen in der Regel alles um ihren Kindern eine schöne Kindheit zu bereiten und tragen sämtliche Bürgen auf sich.Die Kindheit ist schön,weil jemand anderes sich um einen kümmert.Eine ziemlich ungerechte Verteilung. Nach dem Motte,erst das Vergnügen,dann die Arbeit. Wirkliche Erwachsene sind meiner Meinung nach also nur Leute,die Kinder haben und/oder für andere Leute Verantwortung tragen.Ein Elternteil sollte also dafür sorgen,dass die eigenen Kinder ihre "Kindheit" voll ausleben können.Darum ist es nicht möglich einfach in seine eigene Kindheit zurückzugehen. Wenn man keine Kinder hat oder nur für sich selbst sorgt,dann kann man es sich leisten noch ein wenig gedankenlos und unbeschwert zu sein.Dann ist man meiner Meinung aber auch nicht wirklich erwachsen. |
| Lesbia | Ich finde, ich bin schrecklich erwachsen für mein alter. im vergleich zu den anderen.... irgendwie ist es dumm im umgang mit den gleichaltrigen, wobei im umgang mit älteren ist es vorteilhaft... hat alles seine vor und nachteile. ich wünschte ich entspreche mehr meinem wahren alter. *seufz* |
| docht | kindlichkeit hat viele eigenarten. manche davon kann man sich als beispiel nehmen, andere vielleicht nicht. erwachsensein ist naemlich ebenso.. |
| Sepulcrum | Ich bin eigentlich manchmal selbst noch sehr kindisch...aber es wird immer seltener...finde es aber nervig wenn leute einem immer wieder mit übermäßigen Verantwortungsgetue auf den Sack gehen!!! Unter "kind bleiben" verstehe ich aber auch nicht das man sich 3 stunden über das Wort "Ficken" tot lacht! Finde "kind bleiben" heißt für mich auch spontan zu bleiben...wenn jemand fragt "Junge, heute ziehen wir mal wieder um die Häuser und machen zu was wir lust haben" dann bin ich dabei...oder mal einfach richtig abtanzen...rumscherzen und lustig sein! In letzter Zeit ist das lustig sein aber nur noch wenig ausgeprägt...das leben is zu grausam im moment |
| LittleLenore | das beste am erwachsensein ist, wie ich finde,dass man selbst bestimmen kann in welchem grade man erwachsen sein möchte.ich bin sehr ungern erwachsen, aber manchmal kommt man einfach nicht herum.deshalb versuche ich mir den rest der zeit soweit wie möglich in kindlichem ermessen zu gestalten.kindischismus regelt:D |
| Bluecifer | [QUOTE] [I]Original geschrieben von Kampfsau:[/I] Wirkliche Erwachsene sind meiner Meinung nach also nur Leute,die Kinder haben und/oder für andere Leute Verantwortung tragen.[/QUOTE] klingt sehr plausibel und wäre in meinen augen die perfekte definition des erwachsen seins. ich persönlich fühle mich als hätte ich den punkt an dem man erwachsen wird, irgendwie verpasst. ich fühle mich mit meinem eigenen leben schon total überfordert. und kind sein bedeutet in gewisser hinsicht ja auch hilfebedürftigkeit und abhängigkeit :/ ich wurde irgendwie nie gezwungen, erwachsen zu werden - meistens erfordern gewisse situationen im leben das ja - und jetzt erwarten trotzdem alle, dass ich meinem status als "erwachsener" (lt. gesetz) gerecht werde. nur habe ich keine ahnung wie. und dieser gedanke ist so lähmend. ich habe wahnsinnige angst vor dem erwachsen sein und wäre liebend gern selbständiger/vernünftiger/zuverlässiger... ich weiß jetzt schon, dass ich im leben immer nach jemandem suchen werde, der auf mich aufpasst, von dem ich lernen kann, der sich um mich kümmert... aber wer hält sowas über kurz oder lang aus?! ich bin jetzt 21, fühle mich aber als wäre ich irgendwo bei 16/17 hängengeblieben :( manchmal höre ich von leuten aus meiner früheren schule... von mädchen, die mittlerweile eine ausbildung fertig haben und jetzt ein baby bekommen haben. und dann bekomme ich fürchterliche angst - ich kann noch nichtmal mit der verantwortung für mein eigenes leben umgehen... und das macht mich wahnsinnig traurig. |
| Silverwolf | Ich bekomme es andauernd bestätigt: Ich bin noch ein Kind. Mit meinen 17 jahren bin ich naiv, verstehe nichs von der Welt, was auch an meiner politischen Meinung erkennbar ist. "Unwirklich, realitätsfremd, unmöglich, zu schön, "so-wird-die-Welt-niemals-werden-Kleines" und "in-ein-paar-Jährchen-redest-du-anders".... Aber ich bestehe darauf, dass die Wolken aus Zuckerwatte bestehen :D ... Kind sein ist schön, erwachsen werde ich noch früh genug! |
| Wind | [QUOTE][i]Original geschrieben von Die Dunkelheit [/i] [B]Bei mir hängt es von der Tagesstimmung ab...es gibt so Tage da hol ich sogar die 3 kisten LEGO wieder ausm Keller, weil mir einfach danach ist...:D [/B][/QUOTE] das ist 'ne gute Idee :) *an "alte Zeiten" erinner :D* ... naja ist ja noch nicht sooo lang her. [QUOTE]Ich bekomme es andauernd bestätigt: Ich bin noch ein Kind. Mit meinen 17 jahren bin ich naiv, verstehe nichs von der Welt, was auch an meiner politischen Meinung erkennbar ist. "Unwirklich, realitätsfremd, unmöglich, zu schön, "so-wird-die-Welt-niemals-werden-Kleines" und "in-ein-paar-Jährchen-redest-du-anders".... Aber ich bestehe darauf, dass die Wolken aus Zuckerwatte bestehen ... Kind sein ist schön, erwachsen werde ich noch früh genug![/QUOTE] der Beitrag passt wohl auch auf mich... Aber ob man je wirklich erwachsen wird? Da ginge doch irgendwie etwas verloren, diese träumerische, der Sinn für Neugier an Neuem.. (allerdings wenn ich manche Kinder so auf der Straße sehe, frage ich mich, wo diese Eigenschaften hingegangen sind, da die Kinder ja viel zu schnell pseudo-erwachsen werden. vielleicht seh' ich das jetzt auch zu einseitig, aber irgendwie hab ich mich anders in Erinnerung ;) ) Ein bisschen Kind sein und auch sein können, möchte ich auch noch mit 80. :rolleyes: Und natürlich bin ich oft auch ernst, nachdenklich (vielleicht sogar zu oft), habe schon diesen blöden Alltagsschritt angelernt, immer das selbe etc. Das ist auch ok so, (wie soll es denn sonst gehen?) solange nicht alles "Kind" verloren geht. Ich könnte jetzt eine sehr ähm 'wilde' Theorie aufstellen und sagen, dass man gerade in dieser Subkultur öfter auf "Teil-Kinder" stoßen müsste. Das ist durchaus nicht negativ gemeint, aber gerade hier findet man doch noch das Hinterfragen, das Träumerische und vielleicht Idealistische. Irgendwer sagte mal, Kinder seien die besten Philosophen, nicht die wirklich studierten Philosophen mit ihren ganzen Fach- und Fremdworten. Irgendwie steckt in dieser Aussage viel Wahrheit. ~ liebe grüße wind |
| Kampfsau | Also total verändern tuen sich Menschen im Laufe des Erwachsenwerdens eher selten.Man muss sich den Charakter eines Kindes ansehen und kann ahnen was für ein Erwachsener daraus wohl werden wird. Ich bin laut Gesetz auch ein Erwachsener und das auch recht gern.Da hat das Wort von einem zumindest etwas Bedeutung. Als Kind war ich auch schon recht selbstständig.Ich könnte mich zur Not auch selber am Leben halten ,auch ohne Eltern.Mich hat damals nur gestört,dass man nicht ernst genommen wurde. Die Abhängigkeit hat mich auch gestört oder besser,sie stört mich noch immer.Ich wollte eigentlich so früh wie möglich ausziehen und mir einen Job suchen.Ich könnte jetzt schon in einer Ausbildung sein,mein eigenes Geld verdienen und vielleicht sogar schon ausziehen.Doch statt dessen mache ich Abitur,ohne eigenes Geld und bei Mami und Papi zuhause.Im Nachhinein ist das wohl die bessere Entscheidung. Doch ich will endlich frei sein meinen eigenen Weg zu gehen. Ich habe keine Probleme damit zu arbeiten oder für meine Scheiße selber gerade zu stehn.Ich bin noch mehr Kind als ich sein will.Aber selbst wenn ich endlich selbstständig wäre,wäre ich immer noch nicht wirklich erwachsen. So gesehen wäre ich gern ein unabhängiges,starkes Kind. |
| SexyTinka | Man sollte sich immer ein Stückchen Kindsein bewaren.Sonst hätten wir keine Fantasie und das Leben währe noch langweiliger.;) |
| MagnusCaudar(Bw | Ich bevorzuge es Ernst ... Albernheiten oder Spielerisches Verhalten sind in meinen Augen eher Störend ... Allerdings habe ´eine große Schwäche für Sakasmus . |
| Mademoiselle666 | Ich würde behaupten, für meine 27 Jahre noch sehr kindisch zu sein. Das wurde mir auch häufig bestätigt. Mich selbst stört das wenig, denn ich weiss, wann Schluss mit Lustig sein muss... Wenn es die Situation erfordert, kommt die ernste mademoiselle zum Vorschein. Ich ziehe es allerdings vor, albern zu sein. Das Leben ist schon so hart genug, ich sehe das "kindisch sein" und "rumalbern" gerne als eine Flucht aus dem Alltag. Zudem habe ich einen teilweise ziemlich kranken Humor, der es mir grundlegend verbietet, mich ständig in allen Lebenslagen wie ein erwachsener, ernster Mensch zu verhalten... Ferner denke ich, dass es sehr wichtig ist, sich das "innere" Kind zu bewahren. Es ist erschreckend, wie viele Eigenschaften man als Erwachsener verliert, die man als Kind sein eigen nannte. Das scheint mir auch irgendwie ein Verlust der Identität zu sein, ein (un)bewusstes?! Loslösen vom "alten" Selbst. Ich empfinde es als störend, wenn jemand zu mir sagt, ich solle mich gefälligst meinem Alter entsprechend verhalten, denn dann fühle ich mich in meiner Persönlichkeit beschnitten. Letzendlich sollte jeder für sich selbst entscheiden, wieviel Kind oder Erwachsener in einem stecken soll und wann entweder das eine oder das andere zum Einsatz kommen sollte... |
| Sternenwolf | nun gut, ich gelte wohl nicht als erwachsen, aber auch nicht mehr richtig als kind.... Für meine alterskollegen schein ich oft etwas älter, für die älteren hab ich zu wenige Lebenserfahrung.... Naja, ich bin normalerweise eher ernst, aber ich hab so meine phasen..... ich bin gerne ein kind und ich glaube ich bin es sehr vie länger als andere geblieben (und jetzt natürlich auch noch ;) ) ich liebne es kindisch zu sein. ist doch schön. nur dem lieben magnus werd ich aufn keks gehen ;) |
| Humboldt | Ich musste schon sehr früh auf eigenen Beinen stehen und Verantwortung für mich selbst übernehmen. Und auch jetzt in meinem Beruf ist es wichtig, dass ich Seriosität und Verantwortung ausstrahle. Aber sobald das nicht sein muss, bin ich auch wieder ein Kind und kann mich über Kleinigkeiten freuen und albern sein. Das ist auch ein gutes Ventil, denn wie Mademoiselle schon geschrieben hat, ist das Leben schon hart genug und man muss oft genug ernsthaft und erwachsen sein. |
| Silverwolf | [QUOTE]Und auch jetzt in meinem Beruf ist es wichtig, dass ich Seriosität und Verantwortung ausstrahle.[/QUOTE] Stimmt das ist so, sobald man ins Berufsleben eintritt, muss man gewisse Verantworten übernehmen. Aber manchman kommt es mir so vor, als treten mir die Kunden freundlicher Gegenüber, wenn ich auch mal Gefühle zeige, oder mich nicht allzu erwachsen benehme. Scheint sympatisch und unschuldig zu wirken. Wenn jemand nämlich zu fest auf die "ich-bin-so-seriös-und-erwachsen-Taste" drückt, dann kann das kalt und gespielt wirken. Ich bevorzuge die natürliche Art. |
| baghira | Freut mich, dass es diesen Thread schon gibt. Mir wird in letzter Zeit ab und an vorgeworfen, dass ich mich gegenüber anderen unverantwortlich verhalten würde - und das nur, weil ich mal eben nicht über die Konsequenzen meines Tuns nachdenken mag, sondern nur natürlich und frei von jeden Vorschriften mit anderen umgehen möchte. Ich habe auch nichts getan, was nicht im Einklang mit Recht und Gesetz steht - allerdings habe ich "ungeschriebene Gesetze" dieser Gesellschaft gebrochen. Wie kann man seine Neigung zu kindlichem und freiem Handeln so ausleben, dass man nicht mit anderen Mitmenschen in dieser Gesellschaft aneinandergerät? Bei mir ist es inzwischen so schlimm, dass ich mich oft gar nichts mehr traue und lieber ruhig in der Ecke hocke, als zu tun, was mir gerade am meisten Spaß machen würde. Und das nur, um keinen Fehler zu begehen und nicht gleich wieder Ärger und Streß zu bekommen. An sich bin ich die perfekte "Verantwortungs-Maschine": Solange ich meine Ansprüche fein gesteuert über den Kopf unter Kontrolle halte, sind auch alle zufrieden und loben mich sogar ob meiner ach so tollen Leistungen. Aber wehe, ich versuche mal nach meinem Gefühl zu handeln - damit kommt keiner klar und alle tun so, als ob die Welt zusammenbrechen würde, nur weil sie mal erkennen mußten, dass auch ich nur ein Mensch bin. Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ja - wie geht Ihr damit um? Wie schafft man die Gratwanderung zwischen dem, was man gesellschaftlich darf und dem, was man sich gefühlsmäßig wünscht und ausleben möchte? Als Kind ist freilich fast alles erlaubt. Was allerdings nicht heißt, dass man nicht auch in jungen Jahren mörderischen Ärger bekommen kann, wenn man Fehler macht. Blöderweise bin ich so erzogen worden, dass ich in meiner Kindheit immer versucht habe, Fehler aller Art zu vermeiden. Das Problem, das dadurch entsteht: Man lernt bestimmte Dinge nicht und kann sie später nicht mehr gefahrlos nachholen, da man inzwischen halt erwachsen ist und bestimmte Fehler einem dann nicht mehr nachgesehen werden, wenn man sie denn macht. Wenn ich heute mit Kindern zu tun habe, gehöre ich eher zu den Leuten, die den Kids fast alles durchgehen lassen - eben weil ich der Meinung bin, dass sie ihre Grenzen selbst entdecken müssen, was sie nur können, wenn Ihnen nicht gleich alles verboten wird. Genau das nehmen mir dann allerdings deren Ellies krumm - was man durchaus auch erklären kann. Trotzdem ärgert es mich :confused: Wie steht Ihr dazu? [QUOTE][i]Original geschrieben von Mademoiselle666 [/i] [B]Es ist erschreckend, wie viele Eigenschaften man als Erwachsener verliert, die man als Kind sein eigen nannte. Das scheint mir auch irgendwie ein Verlust der Identität zu sein, ein (un)bewusstes?! Loslösen vom "alten" Selbst.[/B][/QUOTE] Das fällt mir besonders bei anderen Mitmenschen auf. Die sind alle oft so kalt, zurückhaltend und sachlich. Nie impulsiv. Immer schön alles unter Kontrolle. Aber ich denke, ich bin da leider kein Gegenbeispiel. Ist aber das nicht gerade das Schönste: Menschen zu begegnen, die ihre Lebenslust nach außen tragen können, denen die Konventionen der Gesellschaft weitgehend egal sind, die froh, glücklich und frei auf andere zugehen - so eben wie Kinder, die noch nicht "zurechtgestutzt" wurden? Fragt nachdenklich Baghira :rolleyes: |
| Sirikith | ich finde, ein paar kindlicher zge, wie bspw das staunen über die welt, sollte man sich schon erhalten.... irgendwie kommt mir da grade ein lied von (ohgottohgott) peter maffay: "iorgendwo tief in mir, bin ich noch kind gevlieben, erst dann wenn ich es nicht mehr spür, weiss ich es ist für mich zu spät" trifft denkern eigentlich ganz gut.... |
| HomicidalManiac | nun... ich denke, kindsein hat sehr wohl einiges mit unverantwortlichkeit zu tun. oder vielleicht trifft es das wort unbeschwertheit noch etwas besser. als kind muss man sich um nichts kümmern und doch funktioniert alles irgendwie. wie, das interessiert herzlich wenig. ich für meinen teil war nicht lang sehr kindhaft und unbeschwert. ich habe es relativ früh vorgezogen, mit erwachsenen zu verkehren, statt mit gleichaltrigen. dadurch habe ich mich zu einem sehr zurückgezogenen, ruhigen, schüchternen menschen entwickelt. ergo: kindsein in der kindheit (und darüber hinaus?) ist wichtig, aber wem sage ich das denn, der das nicht ohnehin schon weiß?). auf der anderen seite bin ich aber auch ein sehr unselbständiger mensch. so wie Bluecifer schon geschrieben hat. meine freundin hat da auch ein klein wenig drunter zu leiden. aber für mich geht das leben ja auch erst jetzt los. schule vorbei und studium fängt in einem monat an. als fazit würde ich sagen, dass ein wenig kindheit sicherlich in ordnung ist, auch wenn sie mir persönlich gegen den strich geht. hm |
| Acid | Ich denke Kind sein ist für jeden was anderes, da jeder andere verhältnisse hatte (die einen haben bis 12 mit playmobil gespielt die anderen mussten mit 7 schon auf die kleine schwester aufpassen) Für mich ist Kind sein: Sich um nichts kümmern zu müssen, Plamobil zu spielen und halt einfach in einer anderen welt zu sein (fernsehen wird zum erlebnis oder gerade beim Lego/Playmobil spielen nimmt man die umgebung nicht mehr so wahr) Des hat zwar jetzt nicht direkt was mit dem Thema zu tun aber: Ich denke auch das dies einer der gründe ist wieso einige Menschen Drogen nehmen Alkohol: alles ist scheissegal, man redet nicht man haut drauf, man denkt nicht an morgen < man wird ein stück weit zum kind... auch andere Drogen versetzen einen in einen kindlichen zustand... zb. bei XTC hat ein sehr guter freund von mir gefühl gehabt ein 6 jähriger zu sein ohne Probleme für den die Welt noch neu ist und in der es sooooooooo fiel zu entdecken gibt... Kind sein ist GEIL... Albereien sind für mich nicht kind sein oder kindisch... Kind sein ist in einer Fantasiewelt zu leben... albereien kannst doch als erwachsener auch noch machen das find ich nicht kindisch sondern lustig und wenns nicht lustig ist dann denk ich eher das der halt andere sachen als ich lustig findet, und das ist ja ok Für mich bedeutet kindisch sein nicht der Realität ins auge zu blicken... jetzt hab ich nur ein problem: ich weis nicht genau was ich unter erwachsen sein verstehe... edit: wenn man mit seiner Freundin zusammen ist... dann wird man wieder zum Kind wie ich finde... denn da ist auch alles andere als das "Spielzeug" nebensache :D und genau das zeichnet für mich kind sein aus |
| Morag of Nimes | Kind bleiben bedeutet für mich noch aus der realität ausbrechen zu können. Spielende Kinder vergessen alles um sich herum und sind in der welt, in der sie gerade sein möchten... Erwachsen sein hat für mich etwas mit in der Realität sein (müssen) zu tun, deshalb sollte man wirklich darauf achten (schon allein aus psychologischen aspekten), das Kind in sich nicht ganz zu unterdrücken... |
| Silverwolf | Acid @ Morag of Nimes, ich stimme euch zu. Bei Gesprächen zwischen Kindern und Erwachsenen hört man immer wieder: "Du bist noch jung, du hast noch nicht die Erfahrung um zu wissen, wie unrealistisch das ist" " Wenn du älter wirst, verstehst du um was es wirklich geht. Das sind Kinderfantasien..." |
| Xandrin | in mir steckt definitiv noch ein kind...aber es traut sich leider nur manchmal raus.. |
| Thranduil | Das hängt ganz von der Situation ab. Aber allgemein bin ich der Meinung, dass in jedem Erwachsenen ein Kind stecken sollte. Zu viel ernst ist ja langweilig. Ich selbst albere gern mal rum. Aber nicht ständig. Über Kleinigkeiten freue ich mich andauernd. Aber is das nicht eher etwas über das sich speziell Erwachsene freuen? |
| Krixx | erstmal finde ich es lustig, wenn Jugendliche so ernst und reif tun. Ich denke mir dann immer, ich bin schon erwachsen, ich muss nicht so tun... Aber was Kindsein angeht so sehe ich vor allem, die Art die Welt zu betrachten. Manche erinnern sich vielleicht noch als sie als Kind etwas neues gesehen haben, wie man sich dabei fühlt. Die Faszination für das Leben...ein unbeschreibliches Gefühl. Dieses Gefühl geht leider im Alter verloren, zumindest den meisten. Aber wenn man etwas findet, dass einem dieses Gefühl verschafft, dann kann einem Kind nichts mehr davon losbringen und so versuche ich mein Leben auch zu orientieren. Das ist das Kindsein, so wie ich es verstehe. ...Die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen. |
| GoddessBastet | Kommt drauf an,was ihr unter Kindsein versteht? Kindisch sein, In der Sandkiste spielen? Oder kindliche Gedanken haben,voller Unschuld. Ich finds wunderschön jemandem zu begegnen,der noch ans Gute glaubt,auch wenn die Gedanken naiv sein mögen(naiv ruft leider so oft negative Assoziationen hervor,schade...) |
| schlafundtod | Die thematik kindsein/kindbleiben bedeutet für mich in erster linie darin einen anker zu finden, um die rational-kalte welt und wirklichkeit überstehen zu können. Nicht erstrangig bedeutet dies für mich, |
| Mondblume | Ich war schon als sehr junger Mensch (so mit 12, 13) eigentlich viel zu ernst für mein Alter... Zu ernst für die Gleichaltrigen, und doch zu unerfahren, um wirklich mit den "Grossen" mitreden zu können... Was aber nicht heisst, dass ich nicht auch gerne rumgealbert hätte... Ich versuche, den Verstand einer Erwachsenen, und damit auch etwas Verantwortungsbewusstsein, zu haben, aber auch eine gewisse "kindliche Naivität" zu bewahren, etwa in Form von Freude ankleinen Dingen, auch Freiheit von Vorurteilen... Auch muss ich zugeben, dass ich tief im Innersten immer noch ziemlich verspielt bin (im übertragenen Sinne passt das mit der Legokiste also auch zu mir, hehehe...) Was mich echt genervt hat (und immer noch nervt) ist, als kindisch bezeichnet zu werden, weil ich halt nicht immer so "erwachsen" getan habe, und ab und zu auch mal Quatsch gemacht habe! Ich finde, erwachsen zu sein muss ja nicht unbedingt heissen, dass man ab sofort nichts mehr komisch finden und sich einen ablachen darf, oder..? (Auch ein Aspekt meiner "kindlicheren" Seite) |
| BlackRose_84 | In mir steckt eigentlich noch ein Kind, aber erschreckenderweise hab ich feststellen müssen, dass vieles was mich als Kind begeistert hat, nicht mehr vom Hocker haut. Z.B. kann ich mich auf Weihnachten (Vorfreude etc.) nicht mehr so freuen, wie als Kind, wo man schon im November hippelig zu Hause den Dezember herbeisehnt mit dem Weihnachtskalender und Nikolaus und obendrein noch die Ferien. Letztens war ich seit Jahren mal wieder im Zirkus und muss sagen, dass es mich nicht sehr doll begeistert hat. Als Kind hätte ich z.B. nicht mehr schlafen können, vor Aufregung, aber jetzt mit 21 kann ich gut auf sowas verzichten. Das macht mich voll traurig, weil man meistens garnicht merkt, wie man unbewusst erwachsen wird. Das liegt aber natürlich vorallem an äußeren Einflüssen. Selbständig werden, eigene Wohnung, der Job. Man hat auch nicht mehr die Zeit für so viele Dinge, die man als Kind gemacht hat. Als Kind wacht man morgens auf und denkt an die Schule/Kindergarten und was man am Nachmittag alles spielen will oder ob man mit Freunden auf den Spielplatz geht. Als "Erwachsener" wacht man auf und der erste Gedanken: "Kein Bock auf Arbeit, lieber ausschlafen..." oder ähnliches. Als Kind steht man einfach auf und freut sich teilweise auf die Schule (bei mir war es zumindest so), weil man seine Freunde sieht. Und jetzt denkt man ständig ans Wochenende, wenn man endlich wieder frei hat. Ich wäre gerne nochmal klein und würde die Welt durch Kinderaugen sehen wollen, wo man das Elend auf der Welt nicht kennt und überwiegend sorgenfrei leben kann. |
| Vraccas | Auf mich bezogen würde ich sagen ich bin ein erwachsenes Kind oder ein kindlicher Odly ;) Warum? Nun erwachsen bin ich meiner Meinung nach weil ich doch schon auf die 30 zu gehe, Verantwortung habe, eine Beziehung führe, für mich selbst sorgen muss und und und. Zum anderen bin ich sehr kindlich (kindisch) weil ich, wenn es mich überkommt, wie verrückt mit meinem Hund durch die Wohnung flitze und seltsame Laute von mir gebe. Auch freu ich mir immer tierisch auf das innere von einem Überraschungsei -> fluche wenns ein Puzzle ist. Spiel gerne mit meinem kleinen Bruder auf diversen Spielkonsolen und so weiter. Ich hoffe für mich, diese kindlichen Eigenschaften noch so lang wie möglich bewahren zu können, da ich es wichtig finde auch mal aus sich heraus zu kommen, Blödsinn zu machen, der nicht dem Alter entspricht. Doch gibt es auch nichts nervigeres einem Menschen gegenüber zu stehen, der nie ernst ist, kein Benehmen hat und sich immer wie ein 8 Jähriger benimmt. Beide Extreme, sowohl das sich zu erwachsen Benehmen als auch das zu Kindische sind meiner Meinung nach nicht so toll, die Mischung machts wie so oft :) |
| Trauerwesen | Hm, also ich habe ein Kind in mir. Manchmal mag ich es, die Welt mit kindlichen Augen zu sehen, aber die Kindesseite macht mir auch oft Probleme, weil sie irrational ist. Generell mag ich Kinder nicht, trauere aber der Verantwortungslosigkeit und Freiheit und auch naivität der Kindheit nach. Die Welt war bunt, schön, das Leben lang, und alles so einfach. Es ist, als wäre man aus einem Traum aufgewacht. In einem Buch wurde die Verjagung aus dem Paradies mal mit dem Heranwachsen verglichen. Denn wie die Erkenntnis im Paradies kam, kommt sie auch mit dem Erwachsenwerden. |