| Trainmantohell | Was denkt ihr wie viele es in wirklichkeit gibt?? In der Bibel stehen die "Großen" Evangelien... Nur glaubt ihr das es welche gibt die näher an der wahrheit liegen?? Da steht überall das es nur gutes gab...Aber es kann nicht sein, das Jesus quasi nie etwas schlechtes gemacht hat...... |
| Lästerndes Elendsgemächt | Der Sieger schreibt die Geschichte. |
| LaChatte | Das Evangelium der Myriam von Magdala und vor allem der dazu gehörige Kommentar von Jean-Yves Leloup sind sehr lesenswert. :) |
| Trauerwesen | Es gibt zahlreiche Evangelien, die nicht in der Bibel stehen, die heissen dann Apokryphen. So beispielweise auch das Thomas-Evangelium und anderes, die, wenn sie in der Bibel stehen würden, einiges am Christentum rütteln würden. Ein Evangelium beschäftigt sich beispielsweise mit der Kindheit Jesu, wie er Dinge anstellt, die dann ja eher "unschön" wären für den grossen Meister usw. Das Thomas-Evangelium beispielweise geht da an anderer Stelle noch weiter, denn dort steht in etwa: "Drehe einen Stein um, und Du findest mich", was die Kirche ja ziemlich nutzlos machen würde. |
| instanton | es ist halt auch vieles an "voksglauben" drin, dass teilweise nicht stimmig ist und ziemlich vermischt ist mit dem damaligen zeitgeist. siehe das Buch Henoch...die geschichte mit luzifer... das ist ja nicht bibeltext und dennoch kennt das jeder. dementsprechend kann man sich zusammenreimen, woher die geschichte rund um den teufel kommen.... aber im gróßen haste recht. die apokryphen (=deuterokanonische TExte) sind auf jeden fall lesenswert. |
| Montrose | [QUOTE]Da steht überall das es nur gutes gab...Aber es kann nicht sein, das Jesus quasi nie etwas schlechtes gemacht hat......[/QUOTE] Was ist denn Deine eigentliche Frage? Was genau sollte denn in "weiteren Evangelien" drinstehen, was nicht schon in den vier Evangelien von Matthäaus, Markus, Lukas und Johannes drinsteht? |
| Trauerwesen | Naja, im Thomas-Evenagelium macht er Streiche. Habe das noch irgendwo hier...muss ich mal suchen. |
| instanton | irgendwie würde das wohl auch dazu beitragen, das zu untersützen was man dogmatisch formuliert hat: jesus war ganz Gott und ganz mensch. wäre nicht schlecht.als kleines kind hat er auch fragen gestellt und war sicher nciht immer ruhig und brav..... aber es kommt so oder so in den evangelien sehr viel menschliches rüber: der kreuzestod. jesus ist kurz davor, und weiß nciht weiter. wie würden wir in dieser hoffnungslosen sinnlosen situation handeln/denken/fühlen? er ringt, betet esnöge nicht passieren...zutiefst menschliche empfinden, nicht? |
| Trauerwesen | Was ich nicht verstehe ist, wieso das Evengelium des Nikodemus rausfiel als Apokryphe. Ich meine, die Befreiung der Seelen usw ist doch das, wieso Jesus sich ans Kreuz hängen liess (mehr oder weniger), da verstehe ich nicht, wieso dieses elementare (Erbsünde usw), für die Kirche damals irgendwie irrelevant war? |
| Ashriel | Was ich interessant finde, ist die Unterschiedlichkeit aller Evangelien.. Da gibts solche Bücher, Synopsen nennt sich das glaub ich, in denen die verschiedenen Evangelien Satz für Satz gegenübergestellt werden. Da sieht man genau, wer von wem abgeschrieben hat, wer zuerst geschrieben hat.. Ich hab mir da mal ein paar Versionen der Auferstehung durch gelesen und mich dann gewundert, da ich aus jeder Geschichte nur kleine Bruchstücke kannte und dachte, das würde alles in eine Geschichte gehörn.. Da frag ich mich, wieso die Kirche die Evangelien nicht alle verboten hat und eine einzige, so zusagen "wahre", Geschichte draus gemacht. Weil so ist ja jedem klar, dass was nicht stimmen kann, wenn überall was andres behauptet wird.. |
| instanton | ja das ist höchst interessant. aber erlebnise sind immer subjektiv, wie soll die kirche wissen was davon das einzig wahre ist ... naja, und außerdem das grobe geschehen ist ja überall ziemlich gleich. die randgeschehen und fokussierungen sind variierend. bspweise versucht matthäus stark der ursache für jesu tod auf den grund zu gehen. er sucht die schuld in denen, di nicht an ihn geglaubt haben.... das ist da stark vernehmbar. aber es ist sehr interessant wie die jewiligen die geschichte aufgebaut haben. die erzählungen haben sehr eindeutige strukturen...z.b. vergleiche/gleichnisse, entwicklungen (aufsteigend..)etc. |
| Wistaire | Nicht die Kirche hat irgendwas entschieden - Gott tat es. Er wollte die Bibel für seine Kinder und hat auch dafür gesorgt, das sie so ist, wie sie ist - traut ihr ihm das nicht zu? |
| Herr Jiska | Ach, lass die Kleinen doch spielen... |
| instanton | ja klar, gottes geist hat gewirkt. ich glaube aber nicht, dass die schreiber der bibel einfach marionetten gottes waren. |
| Herr Jiska | ...sondern üble Imperialisten, die es auf unser Hab und Gut abgesehen haben. |
| dream | [QUOTE]sondern üble Imperialisten, die es auf unser Hab und Gut abgesehen haben.[/QUOTE] :D so kann mans auch sehn |
| Wasserlilie | Ich als evangelische Theologin weiß natürlich auch nicht, wie viele Evangelien vielleicht noch in den Geheimarchiven des Vatikan schlummern mögen, insofern kann ich die Frage nach einem "ursprünglicheren" oder "realistischeren" Evangelium nicht endgültig beantworten, aber in Bezug auf die "frei zugänglichen" sage ich klar: NEIN! Es gibt keins, das dichter an der Wahrheit ist! Allerdings trifft ganz klar der Satz von lästerndes Elendsgemächt: [QUOTE]Der Sieger schreibt die Geschichte.[/QUOTE] Die Evangelien sind keine objektiven Biographien Jesu, sondern wurden "durch die nachösterliche Brille" geschrieben. Natürlich beinhalten sie Glaubensgrundsätze, die die Verfasser für besonders wichtig hielten und unbedingt verwirklicht sehen wollten. Also die Bibel ist ohne Zweifel (wissenschaftlich betrachtet) rein subjektiv und verfasst "von Kindern ihrer Zeit". Aber dass die Kirche die Existenz anderer Evangelien verschleiern will, trifft zumindest auf den protestantischen Raum, in dem ich mich bewege nicht zu. Lest gerne die Apokryphen (Evangelien, Kindheitsgeschichten, Apokalypsen, etc.). Niemand enthält sie euch vor! ;) |
| Montrose | Och, Herr Jiska, das ist doch Unsinn. Du bist sicherlich katholisch, denn Katholiken meinen immer, der Papst hätte die Bibel geschrieben. :) [QUOTE]Also die Bibel ist ohne Zweifel (wissenschaftlich betrachtet) rein subjektiv und verfasst "von Kindern ihrer Zeit".[/QUOTE]Hm, was meinst Du mit "wissenschaftlich"? Irgendwie hört sich das so an, daß Du als "moderner Mensch" das damalige Geschehen nicht als real verstehst. Nur, so frage ich mich, warum studierst Du dann Theologie? Du müßtest ja dann --nach Deinem modernen wissenschaftliche Weltbild--- die Leute geradezu anlügen, wenn Du auf die Kanzel steigst und so tust, als ob es Gott gäbe, obwohl Du selbst davon gar nicht überzeugt bist. Das mit "Kinder ihrer Zeit" ist ja auch recht merkwürdig. Was ändert sich denn mit der Zeit? Die deutschen Christen ---also Adolf Hitlers Christus-Priester -- argumentierten ja ähnlich. Der neuzeitliche Jesus röchelte anno 42 halt nicht mehr am Kreuz rum, sondern stand mit den Soldaten an der Flak, um Russen zu killen. Und heute ist Jesus natürlich einer, der Joop trägt und ab zu mit Punks einen Joint kifft. Klar, und morgen fliegt Jesus als Raumfahrer mit Käptn Kirk zu fremden Galaxien und phasert Vulkanier ab. .... McKinsey hat in seinem Gutachten den Kirchen mehr Erfolg versprochen, wenn sie mal mehr ihrem "Produkt" treu blieben anstatt alles zu relativieren und in Zweifel zu ziehen. Wer bei den Kirchen einkauft, mag's meist eher ein bißchen konservativ-traditioneller. ;) |
| Wasserlilie | Montrose, bleib' doch bitte mal bei dem, was deine Vorredner auch geschrieben haben. Mir drängt sich das Gefühl auf, du neigst dazu, anderen Worte in den Mund zu legen. ;) Ich habe NIE gesagt, dass ich nicht an Gott glaube und ich wüsste auch nicht, wie du das aus meinem Beitrag lesen könntest. Dein Verhalten ist das beste Beispiel für das, was ich meine. Du liest, was ich schreibe und gibst es bereits interpretiert (und in diesem Falle auch sehr verfälscht) wieder. Dass Jesus nicht der Verfasser der verschiedenen Evangelien ist, dürfte ja wohl unstrittig sein. Aber ich gebe dir in sofern recht, dass das Theologiestudium ein Spagat zwischen Glauben und Wissenschaft ist. Deshalb ja meine Bemerkung, dass dies die wissenschaftliche Betrachtung ist. Die Evangelien wurden Jahrzehnte nach den in ihnen beschriebenen Ereignissen verfasst. Wie gut könntest du wohl noch über die Geschehnisse der Weimarer Republik berichten, wenn du dich allein auf die Erzählungen der Menschen um dich stützen müsstest? "Nachösterliche Brille" bedeutet im Gegenteil, dass ich sehr wohl an das Passions- und Erhöhungsgeschehen glaube, denn wie sollte ich sonst Ostern vorraussetzen? ;) [QUOTE]Was ändert sich denn mit der Zeit?[/QUOTE] Das ist keine ernsthafte Frage. Glaubst du wirklich, die Menschen haben in Jahrtausenden der Geschichte keine Entwicklung erfahren? [QUOTE]Adolf Hitlers Christus[/QUOTE] Gab es nicht, das war lediglich Propaganda nach außen. Hitler selber war für die Abschaffung des Christentums! Dein Beitrag entbehrt für mich jeglicher echter Logik, sondern ist mal wieder Polemik gegen alle Fronten. Die Katholiken sind dir zu konservativ, ich scheine dir zu kritisch, also ist wohl wieder nur ein Standpunkt deiner Meinung der richtige, deiner. Manchmal frage ich mich, ob du nicht sehr einsam bist als einziger, der IMMER recht hat. :D |
| instanton | ??? |
| Montrose | Mir geht es ähnlich wie Instanton: ??? Ich kann bei Dir, Wasserlilie nichts christliches sehen, Und daß Du Theologie studierst, macht Dich weder zu einem besseren Menschen noch zu einem besseren Christen. [QUOTE]Manchmal frage ich mich, ob du nicht sehr einsam bist als einziger, der IMMER recht hat.[/QUOTE]Ist das nicht ein Schlag unter die Gürtellinie. Einer, der Dir etwas unbequemes sagt, muß ja einsam sein. Sonst wäre die Welt ja nicht gerecht. Stimmt's? Nun, die Wahrheit ist wichtiger als die Gemeinschaft mit den falschen Leuten. [QUOTE]Ich als evangelische Theologin[/QUOTE] Was hast Du als "evangelische Theologin" anzubieten, was andere nicht besser könnten? Wozu sollten die Leute für Dich und Deine Institution monatlich Kirchensteuern bezahlen, damit Du später mal eine sichere Stelle hast, gut verdienst und ein geräumiges Pfarrhaus hast, während andere um ihren Lebensunterhalt und ihre Familien bangen? Nicht Du hilfst anderen Leuten, sondern die Leute helfen Dir. Alle Menschen hier an Board und anderswo sind Kinder Gottes und leben in Seiner Liebe .... nicht aber die falschen Schriftgelehrten. |
| Herr Jiska | Ich möchte heftigst protestieren! Ich und ein gottverkackter Katholik? Da richten sich mir ja meine reformierten Zehennägel auf. Nein, nein, nein. Zwar steht auf meiner Lohnsteuerkarte, dass ich denen den Zehnten berappe, aber diesen Umstand verlange ich lediglich meiner lieben Ehefrau, die ich an dieser Stelle sicher nicht beleidigen wollte. *erzürntdiefaustgenhimmelstreck* |
| Montrose | [QUOTE]aber diesen Umstand verlange ich lediglich meiner lieben Ehefrau,[/QUOTE]Du meintest statt "verlange" wohl "verdanke". Kirche ist ganz passabel, wenn es gut gemacht ist. Wenn die Damen und Herren Theologen aber selbst nichts mehr glauben und nur noch Sozialpädagoge oder Gelehrte oder diejenigen, der jedem Scheiß einen Freibrief ausstellen, spielen .... dann kann man aus diesem Club auch austreten und eine eigene Gemeinde aufmachen. Haben hier in Tübingen etliche gemacht. Die haben jetzt halt ihre eigenen christlichen Gruppen ... ohne Kirche und Theologen. Warum auch nicht? |
| Herr Jiska | Das Problem an der evangelischen Kirche ist ja, dass sie sich so sehr vom Glauben abgewandt hat, dass dort genauso gut von Karl Marx gepredigt werden könnte. Ich meinte tatsächlich "verdanke" Schönen Dank für den Hinweis. Dank Menschen wie dir kommt man sich immer wieder so richtig bescheuert vor. |
| Montrose | [QUOTE]Dank Menschen wie dir kommt man sich immer wieder so richtig bescheuert vor.[/QUOTE]Das war nicht meine Absicht. Ich fand nur diesen "Freudschen Versprecher", Danken mit Verlangen zu verwechseln so .... aufschlußreich. :D :) |
| instanton | mein ??? hat sich eitgl auf was anderes bezogen, aber offensichtlich hab ich zur gleichen zeit gepostet wie diese großen beiträge geschrieben wurden. "wissenschaftlich"... ja das ist durchwegs problematisch. es geht ja nciht darum die erzählung der bibel mit der modernen sichtweise zu vermischen oder zu einen oder... ich denk du, wasserlilie meinst, man versucht, die bibel systematisch zu lesen(aus der zeit, stil und intention .... heraus,) warum sollte man das auch nicht? @[QUOTE]Wenn die Damen und Herren Theologen aber selbst nichts mehr glauben und nur noch Sozialpädagoge oder Gelehrte oder diejenigen, der jedem Scheiß einen Freibrief ausstellen, spielen .... dann kann man aus diesem Club auch austreten und eine eigene Gemeinde aufmachen.[/QUOTE] nun gut, was ist die aufgabe der theologie, nein besser, was ist die aufgabe des theologen? ich denk nciht, dass ein theologe eins zu eins die gängige lehmeinung übernehmen muss und das vertreten und propagieren was die kirche vorbetet. ich denke, viele sind dieser meinung (kirche gehört halt mal zum christentum dazu... wie immer geartet) . lehrmeinungen können irren. im innersten geht es doch darum, die hl schrift zu verstehen, zu verstehen versuchen (versuchen ist weniger anmaßend). dazu gehört auch das umfeld zu verstehen (jüd-semitische-abrahamitischer kulturkreis inklusive sprachen und den damit unmittelbar zusammenhängenden denktraditionen). und nicht unwichtig den nachvollzug über di jahrhunderte hin mitzuverfolgen, zu sehen, wie was warum als lehrsatz festgelegt wurde. das warum ist meiner meinung nach sehr sehr wichtig. Es geht ja auch darum , die lehrsätze der kirche zu hinterfragen, zu schauen ob sie mit der grundaussage des glaubens vereinbar sind... und sich nicht in kleinigkeiten zu verlieren. @das Theologiestudium ein Spagat zwischen Glauben und Wissenschaft: „fides quaerens intellectum“... oder so ähnlich. Der glaube sucht nach dem verstehen. Es Ist kein gegensatz. Verstehen bedeutet ja nicht beweisbarkeit sondern dass der glaube rational begründet werden kann. @Alle Menschen hier an Board und anderswo sind Kinder Gottes und leben in Seiner Liebe .... nicht aber die falschen Schriftgelehrten.:im grunde geht es um die nächstenliebe :-) gottseidank liebe grüße instantonia |
| Montrose | Ich habe auf Wasserlilie deshalb so hart reagiert, weil ich meine, daß Gläubige keinen Geschichtsunterricht erwarten, sondern Anhaltspunkte für ihr eigenes Leben. Wenn man die Dinge historisch gänzlich realativiert, wenn die Bibel nur noch Ausdruck der Vergangenheit ist, wenn die Menschen, wie Wasserlilie schreibt, ja mittlerweile einen gewaltigen Fortschritt gemacht haben..... wozu brauchen wir dann noch Pfarrer und Kirchen? Und weshalb sollte man christliche Kirchen mit doch recht erheblichen Kirchensteuern unterstützen, wenn Tarot, heidnische Religionen oder der Besuch beim Zen-Meister um einiges billiger, weniger verpflichtend und (zumindest psychologisch) mindestens genauso wohltuend sind wie das doch oft recht leblose und langweilige Geschwätz von Pfarrern? Wasserlilie wollte (so hab ich es verstanden) mit ihrer "Ehrlichkeit" glänzen. So nach dem Motto: ich als Theologin und zukünftige Pfarrerin bin so selbstkritisch, daß mein "Produkt" vertrauenswürdig ist. Das Problem dabei ist, daß die Menschen diese Art von "Vertrauenswürdigkeit", nämlich eine wissenschaftliche und verkopfte, nicht erwarten und wünschen. Es ist nicht das, was die Menschen brauchen. Paulus schrieb von "Liebe, Glaube, Hoffnung". Und gerade das sollte eine Theologin ---trotz den sicherlich hohen wissenschaftlichen Anforderungen des Studiums --- eben auch nicht vergessen. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben lernt man nicht aus Büchern ... aber dennoch durch Gott, weil Er sich im Leben zeigt. [QUOTE]Es geht ja auch darum , die lehrsätze der kirche zu hinterfragen, zu schauen ob sie mit der grundaussage des glaubens vereinbar sind... [/QUOTE]Die Grundaussagen des christlichen Glaubens sind, daß Jesus für uns gestorben ist und wir mit ihm auferstehen. Daß Gott bei uns jetzt und in Ewigkeit ist. Daß das Leben in einem höheren Kontext steht und das Böse besiegt wird. [QUOTE]im grunde geht es um die nächstenliebe :-) gottseidank[/QUOTE]Das hast Du falsch gelesen. Für die Nächstenliebe braucht man kein Christentum. Ein Atheist, Kommunist, jedwede Gemeinschaft liebt ihre Nächsten. Dazu braucht es kein Christentum und keine Theologen. Es geht darum, daß [b]Gott[/b] die Menschen liebt. Das ist das Besondere am Glauben. |
| instanton | War auch keine kritik an dem was du zu wasserlilie gemeint hast. Der glaube setzt sich vom zeitgeistlichen mainstream ab, das ist der sinn der sache, dass sie nicht dem trend blind nachläuft um nicht „konservativ“ genannt zu werden. Ich habe in meinem letzten post wie ich bemerke sehr wirr und teilsweise falsch, schlecht formuliert geschrieben... < Die sache mit der kirchensteuer: egtl sollte es ja so sein, dass die menschen nach vermögen (nach haben und eigenem willen) ihre gemeinde unterstützen sollten, weil sie ja wissen, wenn’s sies nicht tun, dann gibt’s die gemeinschaft nicht mehr lange. In Ö ist halt die unsitte dass man staatlich eine steuer einhebt, find ich von der sache her nicht sehr sinnvoll. Eben, was du ansprichst, ist auch dass die kirche/ keine ahnung eine glaubensgemeinschaft, nicht einfach ein dienstleistungsunternehmen ist für das man bezahlt und von dem man dann etwas beansprucht. Aber was ich da jetzt alles geschrieben habe, ist im grunde nicht sehr wichtig. Wichtig ist wie du gesagt hast die grundbotschaft, für die man weder wissenschaftliches rumgetüftle noch institutionen braucht. Ja, du hast wirklich recht, kommt mir gerade in den sinn: -). Die nächstenliebe ist ja was menschliches, (was man sich zur norm macht). Viele sagen mir, christus war eine art marxist. Wenn es „nur“ um die nächstenliebe ginge, dann wäre das wohl so. dass gott die menschen liebt und soweit gegangen ist, dass sein eigener sohn für die menschen gestorben ist, ist wirklich was besonderes. Übrigens, ich studiere auch theologie als zweitfach, aber katholische. |
| Defekt-04 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B] wozu brauchen wir dann noch Pfarrer und Kirchen? [/B][/QUOTE] -Nun Du brauchst sie nicht . Aber dein Nachbar vieleicht !Also sei nett und sieh den Anderen ihren Entwicklungs/rück/schritt nach. [QUOTE][B]Wasserlilie wollte (so hab ich es verstanden) mit ihrer "Ehrlichkeit" glänzen. So nach dem Motto: ich als Theologin und zukünftige Pfarrerin bin so selbstkritisch, daß mein "Produkt" vertrauenswürdig ist.[/B][/QUOTE] -Hat sie das? Hat W. dir ein Produkt verkauft? Nichts davon gemerkt! Nun vieleicht ist W, stollz auf Ihre Wahl im Leben, aber warum auch nicht?Theologe wird man nicht aus spass, sonder weil man auf der Such ist. Nach sich selbst und (s)einem Weg durch's Leben!(Genauso wie wir alle hier!) Du aber hast eine beeindruckende Show hingelegt! Nicht deine Meinung und anstatt sich mit ihr auseinander zu setzen hast du einfach drauflos attakiert. Wie passend hierher! Ist dir aufgefahlen, dass wie stark du dauernd versuchst mir "Ehrlichkeit" zuglänzen? Sein es jetzt Schreibfehler oder Meinungen? [QUOTE][B]Das hast Du falsch gelesen. Für die Nächstenliebe braucht man kein Christentum. Ein Atheist, Kommunist, jedwede Gemeinschaft liebt ihre Nächsten. Dazu braucht es kein Christentum und keine Theologen. [/B][/QUOTE] Lass doch bitte jeden selbst wählen wie er zu diesem goldenen Gut kommt. Es zu leben scheint wohl doch schwieriger zu sein als es zu schreiben, was? (ich sehe es an mir) |
| Montrose | [QUOTE]Nun Du brauchst sie nicht . Aber dein Nachbar vieleicht !Also sei nett und sieh den Anderen ihren Entwicklungs/rück/schritt nach.[/QUOTE]Seit wann kann man einem Menschen das "nett sein" anbefehlen? Außerdem, wenn die Nachbarn an einem "Entwicklungsrückstand" leiden, ist es doch besser, ihnen zur Weiterentwicklung zu verhelfen, anstatt sie in Dummheit zu belassen. Die auch andernorts vielbeschworenen Nettigkeit und Toleranz ist eine fragliche Angelegenheit. Ich halte es für besser, daß ich meinem eigenen Urteil vertraue und dann bemerke, daß manche Leute "meine Nettigkeit" ehrlich verdient haben ---weil ich sie wirklich okay finde bzw. sie es auch sind oder auch nur "gnadenhalber" --- oder "meine Nettigkeit" eben nicht verdient haben. Früher oder später nimmt eh alles seinen zwangsläufigen Weg. Die "sozialen Strategien", wozu es ja sogar wunderbare Lehrbücher gibt, wie man anderen was vormacht ... den meisten Leuten sind sie selbst zur Grube geworden. [QUOTE]Nun vieleicht ist W, stollz auf Ihre Wahl im Leben, aber warum auch nicht?Theologe wird man nicht aus spass, sonder weil man auf der Such ist. [/QUOTE]Theologie studiert man nicht (nur), weil man auf der Suche ist. Denn erstens sind wir das alle, aber wir studieren deshalb nicht alle Theologie. Und zweitens: in dem Moment, wo ich damit einen Titel und Geld erwerben möchte, sollte ich nicht nur rumsuchen, sondern auch etwas gefunden haben, das ich den anderen anbieten kann. Stolz auf seine Wahl kann man erst im Nachhinein sein. Denn erst im Nachhinein kann man sehen, wie eine Sache ausgegangen ist. [QUOTE]Nicht deine Meinung und anstatt sich mit ihr auseinander zu setzen hast du einfach drauflos attakiert. [/QUOTE]Was ist denn ihre Meinung? Vielleicht kannst Du mir das mal zusammenfassen. Es ist doch so, daß hier auf dem Board viele Kirchenzweifler, Atheisten, ja regelrechte Kirchengegner sind. Du übrigens auch, denn Du hältst den Glauben der Kirche ja selbst für einen "Entwicklungsrückschritt". Das heißt, von christlicher Perspektive sind wir längst im Zustand notwendiger Binnenmission. Man kann eben nicht mehr die "nachösterliche Brille" voraussetzen, sondern gar nichts mehr: Gott ist tot. Der Mensch ist überwältigt, zerrissen von den Erfahrungen, die seine Träume auf ewige Liebe, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, im Laufe seines Lebens Stück um Stück zerreissen, zerfetzen, Gott wie einen sadistischen Zirkusdirektor, den Menschen als Untier erscheinen lassen. Ein neues Wirken Gottes wäre dabei so notwendig wie die Sonne am Morgen. Aber solches Wirken, wie könnte dies von einer Theologin/einem Theologen kommen, der rein sozial betrachtet ein gehobene Beamtenlaufbahn anstrebt. Ansonsten, so scheint es mir, hat Kirche, haben die saturierten Pfarrer die Menschen alleine gelassen. Ich lese nichts darüber, daß ein Bischof geduldig und ausdauernd etwas zu den Familien, zur Sicherung von Arbeitsplätzen usw. gesagt hätte. Ich sehe nicht, daß die Kirchen in den letzten 40 Jahren allzuviel gegen östliche Irrlehren und Aberglauben unternommen hätten. Vielmehr waren sie damit beschäftigt --Katholiken und Evangelische-- sich gegenseitig die Christlichkeit abzusprechen. Die Kirchen haben sich auch nicht gewehrt, als man ihren Einfluß durch das Wahlfach Ethik in den Schulen aushebelte. Und wo sind die Kirchen in den Jugendkulturen zugegen? Der einzige "Diakon" (Sanyasin) auf diesem Board war ein Fake. Was mich damals in Rage brachte, war weniger, daß uns da ein oder zwei Scherzbolde mit der vorgetäuschten Biographie eines Kirchenmannes verarscht haben. Sondern mich stimmte traurig, wie deutlich damals die Leere wurde, welche die Kirche durch ihre Nichtanwesenheit in den Subkulturen hinterläßt. So finden sich in den Kirchen keine Helden, ihre gesellschaftliche Macht ist gebrochen, weil sie sich hinter der Gutbürgerlichkeit ihrer Gelehrtenbücher verbarrikadiert haben. Unter ((Kirchlichkeit??) -- Glaube verstehe ich übrigens keine Ja-Sagerei, quasi ein allgemeines Benimmbuch. Sondern wenn man die Bibel anschaut (wie übrigens auch andere heilige Schriften wie die Baghavadgita), so ging es im Glauben immer auch darum, Freiräume zu schaffen .... aber eben nicht in dem Sinne, daß die Bibel und der Glaube durch Historisierung und Relativierung kaputtgeredet wurden, aber eben auch nicht in dem Sinne, daß Glauben nur ein Vollstrecker der Herrschaft ist, welche nicht nur durch Geld und Waffe, sondern auch durch Ideologie und moralisierender Seelenmanipulation steuern will. Ich glaube den engen Weg zwischen diesen beiden Gefahren zu finden, setzt sehr viel Naivität, Gottesgehorsam, innerliche Freiheit zugunsten des Einen, manches einsame Gebet voraus. Und das sind nun mal völlig andere Kategorien als es die Welt --inklusive die Amtskirchen und Universitäten -- lehren. [QUOTE]Lass doch bitte jeden selbst wählen wie er zu diesem goldenen Gut kommt.[/QUOTE]Laß ich doch. Es geht nur darum, Worte richtig zu gebrauchen. Und wenn jemand sagt, daß Zentrum des Christentums sei die Liebe zwischen Menschen, dann ist das eben eine falsche Definition und Auffassung. Gott ist größer, treuer, ewiger als die menschliche Liebe, die jederzeit aufgrund von Mißverständnissen, die eigene Unzulänglichkeit, Schicksalschläge zerbrechen kann. Wer sich auf die menschliche Liebe verläßt, ist letztendlich doch verloren. [QUOTE]Es zu leben scheint wohl doch schwieriger zu sein als es zu schreiben, was?[/QUOTE]Klar. Ich habe hier aber auch niemanden aufgefordert, anders zu leben, sondern anders zu schreiben. Für einen Theologen ist das rechte Schreiben besonders wichtig, denn anders als beim Handwerker oder Arzt ist nunmal das Wort sein einziges Werkzeug. |
| lioba | Ich persönlich vertrete ja immernoch die Meinung, dass das was in der Bibel steht eher sinnbildlich zu betrachten ist. Z.B die Stelle als Jesus diese Frau heilt, die nicht aufrecht gehen kann. Ich interpretier das so, dass einfach einer, der nicht nur zuschaut jemandem hilft nicht nur zu buckeln, sondern eben auch eine eigenen Meinung vertreten kann, also "aufrecht stehen" kann. [QUOTE]wozu brauchen wir dann noch Pfarrer und Kirchen?[/QUOTE] Wie viele würden sich die Bibel denn heute durchlesen und sich Gedanken darüber machen? Es ist doch viel einfacher jemandem zuzuhören, der sich seine Gedanken gemacht hat. Ob das nun gute oder schlechte sind ist wieder relativ. [QUOTE]Für die Nächstenliebe braucht man kein Christentum.[/QUOTE] Aber es gibt manchmal gute Denkanstöße. |
| Defekt-04 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Seit wann kann man einem Menschen das "nett sein" anbefehlen? Außerdem, wenn die Nachbarn an einem "Entwicklungsrückstand" leiden, ist es doch besser, ihnen zur Weiterentwicklung zu verhelfen, anstatt sie in Dummheit zu belassen. [/B][/QUOTE] Recht hast du. Das kann man nicht . Weist du was Sarkasmus ist? Aber es ist nett, dass du deinem Nachbarn helfen willst. (Nicht sauer sein,bitte) [QUOTE][B]Was ist denn ihre Meinung? Vielleicht kannst Du mir das mal zusammenfassen. [/B][/QUOTE] Fühle mich nicht kommpetent, aber wenn du willst können wir sie selbst fragen.Ohne Scheiß! [QUOTE][B]Es ist doch so, daß hier auf dem Board viele Kirchenzweifler, Atheisten, ja regelrechte Kirchengegner sind. Du übrigens auch, denn Du hältst den Glauben der Kirche ja selbst für einen "Entwicklungsrückschritt". [/B][/QUOTE] Du hast Recht. Ich glaube nicht an die Kirche.Dieses "Ding" hat für mich persönlich keinerlei Wert. Aber ich glaube an die Menschen, die (wenn es was Gutes an ihr gibt) eine Kirche ausmachen. (PS....JA, ich weis wie das klingt!) Genauso wie es für uns wichtig ist mit einander zu reden und uns beim "Wachsen" zu helfen, so brauchen die Kirchengänger(ich meine keine Feiertagschristen, sodern die 20 Personen die regelmässig hingehen) ihre Gemeinschaft unter anderem als soziale Festung. Doch leider, leider ist die Kosequenz desen, das die Kirche aus Menschen bestehtdie, das sie sich auch dem entsprechend menschlich und fehlerhaft verhält. Deswegen hören wir auch nichts beindruckend Gutes, denn, diejehnigen, die so handeln wie sie (die Christen)lehren, die werden nicht berühmt.Die werden weniger in der Zeitung Erwähnung finden wollen (denn das würde Stolz nähren). Aber wen wir Glück haben,laufen sie uns über den Weg und erweisen sich als das eine große Paradoxon "ein guter Mensch".(ich verallgemeinere wieder, sorry) [QUOTE][B]So finden sich in den Kirchen keine Helden, ihre gesellschaftliche Macht ist gebrochen, weil sie sich hinter der Gutbürgerlichkeit ihrer Gelehrtenbücher verbarrikadiert haben. [/B][/QUOTE] Du hast einen einen echt großen Frust auf diese Menschen, was? Hey,sieh es so: die Kirche ist wie ein Fitness-Center- nicht alle die drin sind, sind fit! [QUOTE][B]Wer sich auf die menschliche Liebe verläßt, ist letztendlich doch verloren. [/B][/QUOTE] Das klingt alt. Alt, entäuscht, verraten und fertig mit der Welt. Wie Dostojewskij's "Großinquisitor".(Auch wenn viele Intelektuelle und Theologen es als pauschal abstempeln) Umsomehr Schriften sollte man lesen, umso intensiever suchen, denn wir werden keine weiteren Wunder bekommen! Wenn der Mensch sich nicht selbst einen Sinn im Leben schaft ( durch Gott, Papst, den Dalai Lama, Fußballweltmeister...), dann wird er abstumpfen und sehr reich oder sehr tot. Hm..am besten man wird Vatter oder Mutter! Das hat schon einigen die Suche nach dem Sinn erleichtert....leider nur für die Eltern und nicht für's Kind. |