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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Writing Is Not Language!
HintiBeriDie Stellungnahme
"Writing is not language!"
stammt von Leonard Bloomfield (1887-1949).

Viele Sprachwissenschaftler sind der Meinung, daß "Schrift" bzw. "Geschriebenes" keine "Sprache" sei, sondern lediglich "Gesprochenes" abbilde.
Daher gebe es "Schrift" nur, weil es die "gesprochene Sprache" gibt.

Einige wenige stehen dagegen und sagen, "Geschriebenes" sei sehr wohl "Sprache" und auch unabhängig vom "Gesprochenen".

Ich wollte einfach gern mal wissen, was ihr davon haltet und wie ihr das so seht.
Ich freue mich auf eure Antworten.

-HintiBeri
Dark Luzifer[QUOTE]"Writing is not language!"[/QUOTE]

Das bring mal einer meiner Englischlehrerin bei.;)

Wenn das Geschriebene die Sprache abbildet, ist es immer noch Sprache.
Schließlich sagt man auch, wenn jemand ein Foto betrachtet: Das ist ..... (Name).
SchattenwesenOh oh, hatte diesen Bereich schon mehrere Male in der Uni und habe meinen Kommilitonen und Dozenten eifrig beim Für- und Widerlegen der ihrer Meinung nach richtigen These gelauscht ;)!

Es ist ja so, dass es die Bereiche konzeptuelle Mündlichkeit und konzeptuelle Schriftlichkeit gibt. Konzeptuell mündlich sind bspw. emails: Man schreibt zwar, formuliert aber umgangssprachlich, orientiert sich demnach am Gesprochenen. Konzeptuell schriftlich sind z. B. Fernsehnachrichten: Der Nachrichtensprecher "spricht" zwar, liest jedoch einen sauber schriftsprachlich formulierten Text vor, orientiert sich also trotz des mündlichen Vortrags am Geschriebenen.
Es ist kein Geheimnis, dass sich das geschriebene Wort vom gesprochenen unterscheidet - niemand spricht so, wie er schreibt. Aber von zwei Sprachen zu sprechen, greift meiner Meinung nach zu weit.
skywalker[QUOTE][i]Original geschrieben von Schattenwesen [/i]
[B]Oh oh, hatte diesen Bereich schon mehrere Male in der Uni und habe meinen Kommilitonen und Dozenten eifrig beim Für- und Widerlegen der ihrer Meinung nach richtigen These gelauscht ;)!

Es ist ja so, dass es die Bereiche konzeptuelle Mündlichkeit und konzeptuelle Schriftlichkeit gibt. Konzeptuell mündlich sind bspw. emails: Man schreibt zwar, formuliert aber umgangssprachlich, orientiert sich demnach am Gesprochenen. Konzeptuell schriftlich sind z. B. Fernsehnachrichten: Der Nachrichtensprecher "spricht" zwar, liest jedoch einen sauber schriftsprachlich formulierten Text vor, orientiert sich also trotz des mündlichen Vortrags am Geschriebenen.
Es ist kein Geheimnis, dass sich das geschriebene Wort vom gesprochenen unterscheidet - niemand spricht so, wie er schreibt. Aber von zwei Sprachen zu sprechen, greift meiner Meinung nach zu weit. [/B][/QUOTE]

Ja, ja und nochmals ja!! Du hast alles gesagt. Ich habe nicht zu ergänzen!!!

Gruß
SchattenwesenGleich drei "Ja's" auf einmal - wow ;)
SeperaudeBei unserer Sprache würde ich auch nicht soweit gehen da eine völlige differenzierung vorzunehmen. Das ist dann doch nur Begriffduselei, die keine praktische Anwendung findet.
Selbst diese beiden konzeptuellen Bereiche können nicht vollständig voneinander abgetrennt werden und haben somit immer einen gewissen Grad an Abstraktion.

Das ganze würde eher aufs chinesische zutreffen.
Da ist dieser Unterschied recht klar. Sogar etwas umgekehrt. Man kann dort die gesprochene Sprache fast schon als Abbildung der geschriebenen verstehen.

Im Grunde ist das Thema recht trivial und führt nur zu verwirrungen im Reich der Begriffe.
PeaceVannniiiSchattenwesen hat echt alles gesagt!

Man darf das nicht zu verschieden und nicht zu eng sehen.
Icy[quote]Daher gebe es "Schrift" nur, weil es die "gesprochene Sprache" gibt.[/quote]
Ein Java-Quelltext muss ich nie aussprechen :D

Ja, das gesprochene kann gut verantwortlich für die Entwickelung der Schrift sein, aber natürlich auch umgekehrt

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