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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Ist Philosophie tödlich?
kaninchenGuten Tag!

Da ich mich der Suchmaschine bedient habe, ohne Treffer, eröffne ich einfach mal diese Thema( Sollte es das Thema doch schon geben oder andere Einwände bestehen bitte sagen^^)

Also: Wir haben einen lebensüblichen Menschen, besagter Mensch tut das was Menschen für gewöhnlich tun, er frägt warum. Und wie er so vor sich hinfrägt fällt ihm auf, auf die Fragen ,für die er sich besonders interessieren würde, bekommt er doch glatt keine Antwort. Hm denkt sich da der Mensch, was soll ich jetzt verdammt noch mal ohne diese Antworten anfangen? Und er grübelt und grübelt, irgendwann, als er so ca die zweite Packung Aspirin öffnet, kommt ihm der niederschmetternde Gedanke, dass ein Mensch, wie er einer ist, so oder so unfähig ist jemals irgendeinen dieser Vorgänge zu begreifen. Und ha, denkt er sich, such ich mir was anderes. Tja nun fällt dem armen dummen Menschen aber auf dass er so ziemlich bei jeder seiner Überlegungen irgendwann wieder scheitert. Da philosophiert er nun, und denkt und denkt, und letztendlich, wie nicht anders zu erwarten, greift er den Sinn des Lebens auf, mit dem Entschluss dass er nur ein dummer,armer Mensch ist dem die Gabe die für ihn wichtigen Dinge zu erkennen verwehrt blieb. Also erscheint ihm sein Leben plötzlich sinnlos, da er besagten Sinn ja nicht erkennen kann, und er hängt sich auf,springt oder tut sonst rigendwas unüberlegtes...

So hier komme nun ich ins Spiel, als der Mensch, der behauptet dass die Warumfragerei für gewisse, gefährdete Leute tödlich ist, was den meisten hier wahrscheinlich klar war..Stellt sich die Frage WARUM ich dann dieses Thema erstelle. In der Hoffnung irgendjemanden zu finden der die Philosophie ganz toll findet und seine Meinung drunter pflanzt....

lg Das Kaninchen-Fisch:D
FjörginAlso wenn ich dich richtig verstehe willst du wissen unter welchen Aspekt Philosophieren tödlich sein kann?
Also wenn ja hier die Antwort:
Eine person mit einer labilen Psyche könnte bei dem Gedanken ein winziges nichts im Universum zu sein durchdrehen und sich umbringen. Allerdings bezweifel ich das selbiges oft vorkommt.
kaninchenÖhm..Sorry haste ein bisschen falsch verstanden..Hm jetzt sollte mir nur noch kurz wieder einfallen was ich eigentlich wollte...Schon irgendwie witzig....Achja, ich wollte einfach die Meinung anderer hören, sicher ein Mensch mit labiler Persönlichkeit stirbt so oder so dran, aber was ist mit den sogenannten normalen Menschen? Gibt es tatsächlich Gedanken die töten können? Wenn ja wo beginnen diese?

Lg das Kaninchen-Fisch
DornenfeldEs kommt NUR auf die Verfassung des Denkenden an.
Gedanken allein können nicht töten, sie stacheln lediglich zur Tat an. Und die darauffolgende Reaktion, die sie auslösen, hängt von der Person ab. Ob sie nun von der Brücke springt, oder zufrieden mit der Erkenntnis ist, niemals plausible Antworten bekommen zu können... ist rein subjektiv zu sehen
SeperaudeDie Gefährlichen Dinge beginnen dann wenn man auf die ersten Fragen doch eine Antwort herausbekammt und alles immer klarer vor einem zu stehen scheint: Der Nihilismus

Wenn ein Mensch seinen Glauben verliert an Gott, an die Liebe, an das Leben überhaupt und zu der Wahrheit kommt, dass es keinen personifizierten Gott gibt und seine eigene Existenz ohne jeglichen Sinn und ohne Bedeutung ist.
Wenn er erkennt das es weder gut noch böse gibt und alles was er tun kann nutzlos ist und sein kleines aus dem Zufall entstandenes Leben unweigerlich auf den Tod zuläuft nach dem nichts als gähnende Leere kommt.
Wenn er erkennt, dass er nichts als "verwesende biomasse" ist und alle Menschen Teil des selben großen Komposthaufens.

Ein schwacher Mensch ist nicht mal fähig sowas zu denken, er findet statt dessen den "lieben Gott", den andere für ihn erfunden haben. (dazu sollte man mal das buch "der Prediger" aus dem alten Testament ranziehen)

Ein normaler Mensch hängt sich auf oder wird irre.

Ein starker Mensch erkennt es, hält es aus, wird dadurch stärker und findet einen Ausweg.

Mich interessiert meist nur die Philosophie der starken Menschen.
Mögen die schwachen ihren Frieden finden.

Anm.: Oder: mögen die schwachen durch Hilfe der starken den nihilismus überwinden.
Dark LuziferPhilosophie ist tödlich!

Aber nur für diejenigen die meine Meinung nicht teilen ;)

Ja also.......

Sokrates ist wegen der Fragerei gestorben. Allerdings war er kein labiler Mensch.

Jemand der sich umbringt (oder einfach so stirbt) weil er einsieht dass er die absolute Wahrheit nicht fassen kann, wird vermutlich auch sterben wenn seine lieblings Serie abgesetzt, seine lieblings Gruppe sich trennt, sein Freund wegziehen muss oder warum auch immer. Also sind solche Menschen an sich nur schwer lebensfähig.
MagnusCaudar(Bw"Ein schwacher Mensch ist nicht mal fähig sowas zu denken, er findet statt dessen den "lieben Gott", den andere für ihn erfunden haben. (dazu sollte man mal das buch "der Prediger" aus dem alten Testament ranziehen)

Ein normaler Mensch hängt sich auf oder wird irre.

Ein starker Mensch erkennt es, hält es aus, wird dadurch stärker und findet einen Ausweg.

Mich interessiert meist nur die Philosophie der starken Menschen.
Mögen die schwachen ihren Frieden finden."

Alles was fühlt hat Schwäche ... Und Stärke ... Doch wo beginnt der neue Irrweg wenn man die Philosophie der befeindeten nicht kennt , verdrenne kein Buch ohne es gelesen zu haben , Urteile über keinen Menschen dessen Augen niemals deine wahren ...
Seperaude[QUOTE]Alles was fühlt hat Schwäche ... Und Stärke ... Doch wo beginnt der neue Irrweg wenn man die Philosophie der befeindeten nicht kennt , verdrenne kein Buch ohne es gelesen zu haben , Urteile über keinen Menschen dessen Augen niemals deine wahren ...[/QUOTE]

ich denke nicht, dass ich schonwieder allzuschnell über eine bestimmte Sorte von Menschen geurteilt habe.
Jedenfalls nicht im Gedanklichen Sinne.
Und ich interessiere mich durchaus für gerade jene Philosophien die der meinen widersprechen, solange sie nicht von solchen Menschen stammen deren Augen früher mal die meinen waren und die ich schon überwunden habe.

Ich selbst war einmal Christ und kann somit durchaus die Motive verstehen, die einen schwachen Menschen zu einer bestimmten Art von Gottglauben führen.
Und ich habe auch sehr am Nihilismus gelitten, wodurch ich mich durchaus dazu berechtigt fühle zu sagen was ich sagte und zu urteilen, was ich urteilte.

Soviel zu meiner Rechtfertigung.
darkinfinityes gibt aber noch das mittelding(zwischen "normal" und labil) , die nach dieser erkenntnis die augen wieder verschließen und verdrängen... sich wieder einen neuen glauben bzw. halt suchen .... (nur einmal so in den raum geworfen... )

ach ja... und angeblich (wurde mir gesagt..ob das jetzt stimmt ist eine andere sache) soll es unter philosphiestudenten die höchste selbstmordrate, von allen studenten allgemein, geben...
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von darkinfinity [/i]
[B]
ach ja... und angeblich (wurde mir gesagt..ob das jetzt stimmt ist eine andere sache) soll es unter philosphiestudenten die höchste selbstmordrate, von allen studenten allgemein, geben... [/B][/QUOTE]

Hm, alle meine Kommilitonen, die ich mal kennenlernte, leben noch, und das auch ncoh an der Suiziduni NRWs überhaupt :D
Nunja, ich könnte jetzt mit Gruftiquote bei den Philostudenten anfangen, aber lassen wir das.

So, zum Thema fällt mir dieser schöne Satz "Du denkst Dich noch tot" ein. Nunja, der, der viel nachdenkt, wird auch viel schlechtes sehen, was er evtl nicth sehen möchte. Sieht er, dass es hier nichts gibt, bringt er sich vllt um (siehe auch den schon genannten Nihilismus). Die suche ansich nach einem Sinn usw wird ihn jedoch weiter anspornen, weiter zu suchen, und da er nichts findet, nunja, macht er eben weiter.
Würde ich mal so einschätzen.
MenedemosEigentlich ist es doch eine interessante Erkenntnis, daß man trotz tiefen Nachdenkens viele Fragen nicht klären kann. Es ist willkürliche Interpretation, daraus zu schließen, daß das Leben keinen Sinn ergibt. Vielleicht soll es ja so sein, zu begreifen, daß das Leben ein Mysterium ist und bleibt.
Kein Grund, in Suizidgedanken zu verfallen.
Dark Luzifer[QUOTE][i]Original geschrieben von Seperaude [/i]
[B]
Ich selbst war einmal Christ und kann somit durchaus die Motive verstehen, die einen schwachen Menschen zu einer bestimmten Art von Gottglauben führen.
Und ich habe auch sehr am Nihilismus gelitten, wodurch ich mich durchaus dazu berechtigt fühle zu sagen was ich sagte und zu urteilen, was ich urteilte.

[/B][/QUOTE]

Ich verstehe nicht wieso hier der Götterglaub angegriffen wird.
Ich find es logisch, dass die Welt irgendwo einen Ursprung hat aus dem alles entstanden ist. Es gibt immer noch so viel was man nicht rational begründen kann und das lässt mich schon an einen Gott glauben.
Alles was danach kommt: der rachsüchtige Gott im AT, der liebe Gott mit seinem Sohn und noch einem Geist der da rumschwirrt im NT und so weiter finde ich überflüssig, ganz zu schweigen von den Heiligen.

Im übrigen finde ich diese "Unsicherheit" des Lebens, dieses "Nichtwissen" und "Nichtverstehen", das hier tödlich sein soll, das Spannende am Leben überhaupt.
Seperaudeich sagte ja: "einer bestimmten Art von Gottglauben"
Ich will hier nicht den Glauben an sich angreifen, sondern nur den der als Flucht vor dem Leben dient.

Und ich sagte ja auch nicht, dass die Ungewissheit tödlich sein kann (obwohl sie das sicher auch gut möglich ist), sondern ich redete von der Gewissheit des Nihilismus.

Ich persönlich finde das Nichtverstehen garnicht so spannen, es sei denn man ist der Meinung, dass Krieg und Hass das Leben spannender machen (denn diese entstehen nur aus dem nichtverstehen oder eher Falschverstehen).

Ich übe keine philosophie aus, weils mir spaß macht fragen zu stellen auf die ich eh nie eine Antwort kriege.
FjörginAlso wer den wirklichen Sinn des Lebens sucht und verzweifelt sollte sich mal den "Sinn des Lebens" von Monty Phyton angucken.Die bringens auf den Punkt und man hat ne Menge zu lachen:D
Dark Luzifer[QUOTE][i]Original geschrieben von Seperaude [/i]
[B]
Ich persönlich finde das Nichtverstehen garnicht so spannen, es sei denn man ist der Meinung, dass Krieg und Hass das Leben spannender machen (denn diese entstehen nur aus dem nichtverstehen oder eher Falschverstehen).
[/B][/QUOTE]

Ich spreche nicht von Nichtverstehen als Intolleranz, sondern als das nicht genau Wissen wie die Welt wirklich beschaffen ist.

Es wäre doch langweilig, wenn wir seid der Geburt absolutes Wissen hätten, so könnten wir nichts neues mehr Erschaffen und uns nicht weiterentwickeln. Das wäre doch langweilig.
So wie es jetzt ist, kann die Menschheit auf Jahrtausende der Entwicklung zurückblicken, welche vielleicht nicht immer positiv, doch immer eine Lehe war.
MagnusCaudar(Bw"ich denke nicht, dass ich schonwieder allzuschnell über eine bestimmte Sorte von Menschen geurteilt habe.
Jedenfalls nicht im Gedanklichen Sinne.
Und ich interessiere mich durchaus für gerade jene Philosophien die der meinen widersprechen, solange sie nicht von solchen Menschen stammen deren Augen früher mal die meinen waren und die ich schon überwunden habe. "

Doch sind die Gründe so Zahlreich wie die Menschen selbst ...

"Ich selbst war einmal Christ und kann somit durchaus die Motive verstehen, die einen schwachen Menschen zu einer bestimmten Art von Gottglauben führen.
Und ich habe auch sehr am Nihilismus gelitten, wodurch ich mich durchaus dazu berechtigt fühle zu sagen was ich sagte und zu urteilen, was ich urteilte.

Soviel zu meiner Rechtfertigung."

Mag sein , mag nicht sein ... Das Recht muss man sich wohl selbst zusprechen und deswegen besondere Vorsicht walten lassen


"Ich persönlich finde das Nichtverstehen garnicht so spannen, es sei denn man ist der Meinung, dass Krieg und Hass das Leben spannender machen"

Gerade das ist aber notwendig für jede Entwicklung
DSPNatürlich ist Philosophie unter Umständen tödlich. Dummen Menschen platzt der Kopf.
deadeyeIch denke aber das sich gerade "die dummen Menschen" welche vlt nicht dumm sind sondern einfach Leute sind die Weltliche Dinge zb. das Christentum einfach von klein auf mit sich tragen ohne sich jegliche Gedanken zu machen,was daran falsch sein könnte,einfach nicht den Trieb/das Bedürfniss haben sich mit der Philosophie auseinaderzusetzen.Deswegen ist es wircklich nur für wenige Menschen dieser Art tödlich,wobei sich Menschenarten auch vielseitig interpretieren lassen,ich will damit nur sagen das der "dumme Mensch" im allgemeinen diesen tödlichen Gedanken nicht verfallen wird und diejenigen die sich wegen Sinnesfragen wircklich in en Tod stürtze,haben sicherlich auch noch andere Faktoren die dann zum Tod dieser Menschen beiträgt.

Btw: Mein Dad hat vor ca. 30 jahren Philosophie studiert und wir haben schon uns über seine Lebensweg als Student unterhalten,mir wurde von ihm auch gesagt das sich ein Kollege von ihm aus dem Fenster stürtzte,aber es war nicht nur die Philosophie die ihn dazu brachte vielmehr Drogenprobleme und der nicht zu verkraftende Tod seiner Freundinn brachten das Fass zum explodieren.

Mfg Deadeye
Xenomorph[QUOTE][i]Original geschrieben von DSP [/i]
[B]Natürlich ist Philosophie unter Umständen tödlich. Dummen Menschen platzt der Kopf. [/B][/QUOTE]

So ist es, ich hätte mich niemals damit befassen dürfen...
DSPNun, einzusehen, wie nieder man ist, ist der erste Schritt, eine höhere Ebene des Bewusstseins zu erreichen. Deine wenigen Worte scheinen jedoch eher dahinzugehen, auch die Stufe, die du schon erklommen haben könntest, wieder hinab springen zu wollen. Typisch kleingeistige Menschenwesen... traurig und verachtenswert.
XenomorphDa zitiere ich doch gerne Private Paula aus "Full Metal Jacket":

Ich lebe in einer Welt voller Scheiße.
Beowulf[QUOTE][i]Original geschrieben von DSP [/i]
Deine wenigen Worte scheinen jedoch eher dahinzugehen, auch die Stufe, die du schon erklommen haben könntest, wieder hinab springen zu wollen.[/QUOTE]

Die Leiter der menschlichen Entwicklung ist leider eine sehr eigentümliche Leiter. Ist man von ihr erstmal heruntergefallen kommt man niemals wieder hoch.
Bleibt nur die Hoffnung, dass du irgendwann die zweite Stufe findest.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i]
Ich lebe in einer Welt voller Scheiße.[/QUOTE]

Wir hatten auch eine Privat Paula in unserem Zug. War sogar in meiner Gruppe. (Nein, ich bin nicht gemeint).
Als er eines Tages sogar dazu überging in das Bett zu urinieren, wurde er aus dem Militärdienst entlassen.
Um dass mit dem Thema zu verquicken: Nein, blosse Gedanken gefährden einen stabilen Menschen nicht. Aber schon die kleinsten Ereignisse, wie stressbedinge Inkontinenz, können aus einem Menschen ein Wrack machen.
DSP[QUOTE][i]Original geschrieben von Beowulf [/i]
[B]Die Leiter der menschlichen Entwicklung ist leider eine sehr eigentümliche Leiter. Ist man von ihr erstmal heruntergefallen kommt man niemals wieder hoch.
Bleibt nur die Hoffnung, dass du irgendwann die zweite Stufe findest.[/QUOTE]


Ich frage mich grade, ob das Lächeln, das mir das auf die Lippen lockt, von nachsichtiger Natur ist, oder einfach nur verspottend.

Widersprichst du dir nicht? :)
(Nun, einen Fall vorrausgesetzt tust du's wohl wirklich nicht.)


Es wäre übrigens der Klugscheißerei wegen einzuwerfen, dass eine Treppe Stufen hat und eine Leiter Sprossen...
Ewig[QUOTE][i]Original geschrieben von Seperaude [/i]
[B] Der Nihilismus
[/B][/QUOTE]

Meine Erfahrung ist positiv.
Das Leben ist ein Spiel, eine Erfahrung und sollte Spass machen.
Alles ist ebenso sinnlos wie sinnvoll. Wenn man das erkannt hat lebt man besser. Es ist kein Grund zum Verzweifeln wenn man erkannt hat, dass wir nur eine Atomkonstellation sind die sich irgendwann wieder auflöst und nichts von allem bleibt.
Doch es bleibt, nämlich die Erfahrung. Das ist der Sinn.
Und die schlechten Dinge sind noch wichtiger als die guten. Sie machen es nämlich erst möglich die guten wahrzunehmen :-)
(Ying Yang Prinzip der Gegensätze)

Das universum ist ein einziger Ablauf voin Reaktionen und Erfahrung
Die Energie (die Ursache, Gott etc ...) erfährt sich selbst.
Durch alles was existiert. Das ist der Sinn des Universums.
Die Einheit hat sich getrennt in viele kleine Einheiten die ständig aufeinander reagieren und spielen.
Wir gehören dazu soind mit allem verbunden, nur vergessen wirs immer.
Gut oder Schlecht, Sinn oder Nichtsinn sind aus Menschen hervorgegangene Dinge. Alles ist wichtig auch das was wir als unwichtig oder schlecht bezeichnen.
Es lässt sich beweisen, dass wir garnicht immer in der Lage sind über gut und schlecht, Angsthaben oder Nichtangsthaben usw zu urteilen.


(Bis auf ein Erlebniss als ich die Trennung von allem überwunden habe und mich eins mit einem Menschne erfahren habe, das war ein Gefühl des Sterbens (für uns beide), da jetzt klar war dass ich das Leben als Mensch nicht mehr brauche. Doch man konnte wieder zurück um danach umso mehr zu leben)



Das Beste Buch was mir je begegnet ist:
Alan Watts: Zen, stille des Geistes
erklärt diese Dinge hervorragend
Beowulf[QUOTE][i]Original geschrieben von DSP [/i]
Ich frage mich grade, ob das Lächeln, das mir das auf die Lippen lockt, von nachsichtiger Natur ist, oder einfach nur verspottend.[/QUOTE]
Ich finde Beschreibungen von Mimiken in solchen rein schriftlichen Kommunikationsplattformen immer sehr interessant.
Ich frage mich immer, warum glaubt jemand dass es nützlich wäre seine augenblickliche Mimik zu beschreiben, und dann auch die eigene Interpretation der Mimik abzuliefern. Dem könnte man sich Kommunikationstheoretisch wirklich mal nähern.
[QUOTE][i]Original geschrieben von DSP [/i]
Widersprichst du dir nicht? :)
(Nun, einen Fall vorrausgesetzt tust du's wohl wirklich nicht.)[/QUOTE]
Nein. Ich wollte eigentlich hoffen wider besseren Wissens ausdrücken, aber ich habe dennoch darauf gedacht die Analogie widerspruchsfrei zu gestalten. Außerdem wars geklaut von "Wer hat Angst vor Virgina Wolf" aber das ist weniger wichtig.
[QUOTE][i]Original geschrieben von DSP [/i]
Es wäre übrigens der Klugscheißerei wegen einzuwerfen, dass eine Treppe Stufen hat und eine Leiter Sprossen... [/QUOTE]
Schon ja, aber ich finde "Stufen menschlicher Entwicklung" klingt besser, als "Sprossen menschlicher Entwicklung". Andererseits ist es realistischer von einer Leiter als von einer Treppe zu fallen. Du siehst mein Dilemma?
Traumlos[QUOTE][i]Original geschrieben von kaninchen [/i]
[B][...]

sicher ein Mensch mit labiler Persönlichkeit stirbt so oder so dran,

[...][/B][/QUOTE]
Lovecraft hat's überlebt.
Seperaude[QUOTE][I]Original geschrieben von MagnusCaudar(Bw[/I]

"Ich persönlich finde das Nichtverstehen garnicht so spannen, es sei denn man ist der Meinung, dass Krieg und Hass das Leben spannender machen"

Gerade das ist aber notwendig für jede Entwicklung[/QUOTE]

Das ist ein grundsätzliches Problem.
Eine Welt nur mit verständigen Menschen und somit ohne Krieg und Hass könnte niemals existieren. Denn der Frieden macht die Menschen fett und dumm und tötet jede Philosophie.
Dadurch entsteht dann wieder neue Verwirrung, neuer Hass, neuer Krieg.
Hätte ich niemals dieses ganze Leid und diese ganze dummheit erfahren wäre ich heute selbst nur ein weiteres Glied in der Kette der Dummheit und des Leidens.

Diesen Kreislauf kann immer nur der einzelne durchbrechen, niemals aber die gesamte Menschheit.

Um aufs Thema zurückzuschwenken:
Alle Gefahren der Philosophie eingerechnet ist sie immernoch eines der wichtigsten Dinge im Leben und wer sie komplett auslässt wird niemals dauerhaftes Glück erfahren.
Man sollte nur nicht stehen bleiben und sich umbringen, weil einem ein oder zwei einsichten etwas zu hart erscheinen,
denn schöne Worte sind nicht wahr und wahre Worte sind nicht schön.
Unleashed Demonhi,
ich find den thread außerst interessant. Ich denke auch öfter darüber nach, ob das leben wohl einen sinn hat...und stelle immer wieder fest:NEIN.
Das ist deprimierend.
Aber an suizid denke ich noch nicht ;) .
Ich kann auch nachvollziehen, warum sich die menschheit ein Gottesbild entworfen hat (jeder auf seine weise), aber ich glaube trotzdem an keinen Gott.
Auch wenn ich es manchmal gerne würde....
emm[quote]Seperaude:

Ein schwacher Mensch ist nicht mal fähig sowas zu denken, er findet statt dessen den "lieben Gott", den andere für ihn erfunden haben. (dazu sollte man mal das buch "der Prediger" aus dem alten Testament ranziehen)

Ein normaler Mensch hängt sich auf oder wird irre.

Ein starker Mensch erkennt es, hält es aus, wird dadurch stärker und findet einen Ausweg.[/quote]Ich bin wohl auch solch ein Nihilist. Allerdings frage ich mich, zu welcher Art Mensch ich dann gehöre. Denn ich bin weder tot noch irre (zumindest aus medizinischer Sicht), habe aber auch keinen Ausweg. Vielleicht bin ich ja noch in der "aushalte"-Phase.

Tatsächlich begründet sich mein Nihilismus auf meinem Glauben an die Naturwissenschaft, der alle befriedigenden Antworten auf die Sinnfrage ausschließt.

Eigentlich macht mir die offenbare sinnfreiheit meines Lebens nicht viel aus. Tatsächlich finde ich es bedauerlich, dass ich nicht oihr entsprechend leben kann, sondern mich dennoch von sinnlosen
Zwängen udn Pflichten leiten lasse. Vielleicht neige ich dazu, mein nihilisisches Weltbild zu verdrängen. Aber hieße das nicht, es (zeitweilig) durch ein "besseres" zu ersetzen? Solches tue ich nämlich nicht, ich denke dann nur nicht darüber nach, wie sinnlos mein Tun im Moment eigentlich ist.
Die einzige wirklich negative Konsequenz meines Nihilismus ist die Angst vor dem Tod. Ich denke, das einzige Handlungsweise, die mir einen gewissen Sinn verspricht, ist es, etwas zu hinterlassen, das sich die Menschen nach mir an mich erinnern lässt. Das wäre zwar eine sehr schwache, aber die einzig mögliche Form der Fortexistenz.

@Seperaude:
Zu welchem Typ deiner Klassifizierung zählst du dich selbst? Hast du einen Ausweg gefunden (sorry, sollte ich ihn überlesen haben :))?
Seperaude@emm
Sagen wir mal so: wen jemand den unbedingten Drang hat sich durch irgendwelche Taten oder Bücher etc. der Nachwelt bekannt zu machen, so ist das auch schon eine Art von Irrsinn.
Außerdem zeugt es von einem eingeschränkten Verständnis des Nihilismus. Man denke den Gedanken der Vergänglichkeit und lasse die Wiederholung mal außen vor:

Alles was du tust reicht nicht weit in die zukunft.
Alles vergeht und ob du zum Zeitpunkt deines Todes vergehst oder erst ein paar hundert Jahre nach deinem Tod vergessen wirst ist bedeutungslos. Das wesentliche liegt wo anders begraben. Das Einzige was von Dauer ist ist das Prinzip der Vergänglichkeit - Der Lauf der Dinge.
Dort liegt die Ewigkeit begraben.

Der "Ausweg" aus dem Nihilismus kommt einer Überwindung deines Menschseins gleich. Genauer deiner Anhaftungen und deiner trostvollen illusorischen Vorstellungen in Form von Idealen etc. .

Das lässt sich nicht so leicht beschreiben. Ich habe das selbst noch nicht vollständig vollzogen und weiß auch nicht ob ich das begriffen habe. Das ist noch ein langer Weg.
Ich finde z.B. die Lehren des Taoismus interessant oder den Philosophen Camus.

Sagen wir von mir aus ich bin noch in der "Aushalte-phase" oder vielleicht aus in einer entarteten Form von Irrsinn.
Ich bin ein Suchender.
emmSchon lustig, wenn ich so darüber nachdenke frage ich mich, ob Ewigkeit nicht schlimmer ist als Vergänglichkeit.
Zumindest Vergessen wäre nett, deshalb hoffe ich auf Wiedergeburt (allem bessern Wissen zum Trotz).
SeperaudeAllem besseren Wissen zum Trotz?
Das ist doch nicht dein Ernst, oder?

Wissen ist besser als Hoffnung
Vielleicht erfindest du dir ja grade wieder einen neuen "Gott"?

Denn Gott ist meist nichts weiter als Trost. Der Wille zum Vergessen. Der fehlende Mut zur sog. "Wahrheit".
emmOh, "Wissen" ist nichts weiter als Glaube, nur das es jener spezielle Glaube an die Wissenschaft, die Konsistenz unserer Welt und unsere Wahrnehmung ist.
Darauf basiert ja meine Nihilismus. Meine Götter sind die Naturgesetze. Allerdings ist meine Glaube an sie nicht 100%ig konfirm. Manchmal kommt es mir so vor, als ob die nuturgesetze nur menschliche Einbildung sind, weil es immer Lücken in den Naturgesetzen gibt, die durch neue Theorien/Faktoren mit neuen Lücken gefüllt werden.

Ich wollte also nur ausdrücken, dass Wiedergeburt meinem Glauben widerspricht, was mich jedoch nicht daran hindert, darauf zu hoffen.
Ich denke, seinen Glauben kann man sich nicht aussuchen (was auch aus meinem Glauben folgt ;)). Also kann man, wie ich, auch durchaus damit unzufrieden sein.
NamraelGrüße an alle Interessierten!

Da ich im letzten Semester im Seminar "Sinn des Lebens" ein Referat zu "Albert Camus" halten musste, kann ich, denke ich, ein wenig zu dem Thema sagen.

Ersteinmal sollten wir anerkennen, dass der wirkliche "Sinn" unserer Existenz für 99,9% der Erdbevölkerung nicht greifbar ist. Das liegt schlicht und einfach daran, dass sich unsere Spezies noch in den Kinderschuhen ihrer Entwicklung befindet. (meine Ansicht).
Das Leben an sich ist momentan in erster Linie für uns absurd.
Das heißt, alles was wir tun, spielt dem Anschein nach für das große "Theater" Leben (wie es Sartre nannte), keine Rolle. Schließlich können wir aufgrund unseres Wissens damit rechnen, dass wir zu einem Zeitpunkt x aufgrund unserer Alters sterben werden, und dieser Zeitpunkt zwar verzögerbar, aber niemals umgehbar ist.
Nun könnte man natürlich schlussfolgern, dass der Selbstmord oder Freitod eine Tat wäre, mit der wir nur vorzeitig beenden, was sowieso unvermeidbar ist.
Somit wird das Problem der Absurdität aber nur umgangen. Sprich: Wer sich selbst aufgrund des Anerkennens dieser Tatsache umbringt, ist nicht stark genug, die Wahrheit anzuerkennen, und der Absurdität ins Auge zu blicken. Denn nur das Akzeptieren dieser Sinnlosigkeit kann uns helfen, gegen sie voranzuschreiten. Und gerade das macht uns als Spezies so verdammt einzigartig und auch erhaben.
Wir sind uns bewusst, dass wir als einzigster Organismus auf diesem Planet keinen Zweck erfüllen, und bestehen trotzdem schon seit langer Zeit.
Und das einzig und allein aus dem Grund, weil wir für unser Leben Werte setzen - Werte, die das Leben lebenswert machen.
Und erst dann, wenn dieser ********** Haufen dort draußen das begreifen wird, und jeder sein Leben so gestalten kann, wie er es möchte - erst dann werden wir anfangen, die restlichen 60% unseres Hirns zu nutzen, und unsere Vollkommenheit erkennen, und die Kraft in jedem von uns selbst zu nutzen.

Und diejenigen, welche sich darüber überhaupt keinen Kopf machen, begehen mit ihrer Gleichgültigkeit schon den philosophischen Selbstmord. Allerdings kann man dort mit etwas Hilfe noch etwas retten, und das "Erwachen" herbeiführen.

PS: Das "Erwachen" erkennt man daran, dass man ab und an einfach mal an "Nichts" denkt. Genau dann merkt man, dass es außer dem riesengroßen, pulsierenden Theater um uns herum einfach nichts gibt, an das wir denken könnten. Und das wir das realisieren, liegt einzig und allein an unserem Bewusstsein, jenem kleinen Unterschied, der die Kluft zwischen Mensch und dem Rest der Natur schafft.

Namrael
Seperaude@emm
Das leuchtet ja alles ein. Aber was genau ist dir so wichtig am Gedanken der Wiedergeburt?
Für mich spielt diese, ob sie nun zutreffen mag oder nicht, gar keine Rolle.

@Namrael
Camus ist eine sehr interessante Persönlichkeit.
Ich habe vor kurzem "Der Fremde" gelesen und mich ein bisschen mit dem Sisyphos beschäftigt und ich denke diese Philosophie wird mich so schnell auch nicht mehr loslassen.

[quote]Und das einzig und allein aus dem Grund, weil wir für unser Leben Werte setzen - Werte, die das Leben lebenswert machen.
Und erst dann, wenn dieser ********** Haufen dort draußen das begreifen wird, und jeder sein Leben so gestalten kann, wie er es möchte - erst dann werden wir anfangen, die restlichen 60% unseres Hirns zu nutzen, und unsere Vollkommenheit erkennen, und die Kraft in jedem von uns selbst zu nutzen.[/quote]

Aber wieso denkst du denn das wäre erst möglich, wenn alle eine bestimmte Erkenntnis gemacht haben?
Erleuchtung, so wie ich sie verstehe, ist ein Prozess der rel. Unabhängig von den anderen stattfindet.
Dieser ****Haufen wird es nie vollends verstehen. Das Leben hat die Dummheit nötig. Aber der Einzelne ist doch nicht an sie gebunden.
emm[quote]Namrael: Wir sind uns bewusst, dass wir als einzigster Organismus auf diesem Planet keinen Zweck erfüllen[/quote]Du meinst doch, "wir sind uns als einziges Lebewesen bewusst, das wir keinen Zweck erfüllen", oder? Wir erfüllen nämlich "lokal", wie Beowulf es nannte, denselben Zweck und "global" genauso wenig Zweck wie alle anderen Lebewesen. Aber nur wissen das (vermutlich).

@Seperaude:
Wichtig ist mir der Gedanke bzw. die Hoffnung nur emotional, für mein geistiges bzw. philosophisches Weltbild ist er ohne Belang, da irrational.
Namrael@Seperaude

Du hast schon Recht - sicherlich gibt es eine Menge Menschen, die diese Schwelle zur "Wissenheit" nie übertreten werden. Ganz interessant wäre aber, um dagegen zu argumentieren, die schon angesprochene "Wiedergeburt", die im Buddhismus ihren Ursprung hat. Wäre es tatsächlich so, dass jede Seele wiederholt durch Körper "wandert", um alle Erfahrung in dieser Welt einmal zu machen, dann lässt sich auch darauf hoffen, dass alle irgendwann einmal ein gewisses "Endstadium" erreichen. Was dann der Übermensch wäre.

Anderer Gedanke: Die Menschheit, oder eine Nachfolgerasse, wird neu generiert. Sprich: sollte es zu einer Stagnation in unserer Entwicklung und unserem Denken kommen, könnte es passieren, dass dieser Planet erneut von der Natur "gereinigt" wird - und dann wohl genau so perfekt wie bei den Dinosauriern.
Andererseits kann auch der "Endkrieg" dies entscheiden, und wir nehmen der Natur diese Aufgabe ab und vernichten und ausnahmslos selbst. Wenn wir Glück haben, überleben ein paar Mönche in Tibet und der Dalai Lama das Ganze - dann hätten wir als Rasse eine wirklich gute Vorraussetzung für einen Neuanfang ;)

@emm

Genau, ich meine, dass wir uns Menschen überhaupt "bewusst" sind. Welchen Zweck die Flora und Fauna überhaupt in diesem Universum, oder was auch immer, erfüllt, das ist ja noch eine Stufe höher...und schwerer vorstellbar. (Vor allem jetzt, wo eine Physikerin mithilfe des Teilchenbeschleunigers eine relativ einfache und nicht widerlegbare Theorie von einer Vielzahl Dimensionen erbracht hat)

Und noch etwas: Wieso solltest du als freier Mensch an nur einen Glauben gebunden sein? Ich persönlich füge gewisse Grundansätze aus verschiedenen Glaubensrichtungen zusammen, aber achte darauf, dass sie sich nicht gegenseitig widersprechen. Dieses Ganze + Philosophie + Wissenschaft ergibt dann in gewisser Weise mein Weltbild...die Puzzleteile sind alle da, wir müssen sie nur richtig zusammensetzen!
Seperaude@emm
Aber selbst die emotionale Neigung zur Ewigkeit in Form von Wiedergeburt geht nur auf ganz rationale Umstände zurück.
Oder führt dich eine psychologische Selbstanalyse auf andere Ergebnisse?

Bei mir zumindest hat sich nach eingehenden Gedanken der emotionale Wille nach ewigem Sein als heiße Luft aufgelöst.

@Namrael
Diese Widergeburt halte ich wie gesagt schon für ein Konstrukt menschlicher Hoffnung. Und selbst wenn man sie mal annimmt:
1. Die Weltbevölkerung nimmt ständig zu
und 2. Das Karma der Menschen ändert sich nicht so besonders, wodurch das nächste Leben genauso wird wie das letzte.

Egal wie ich denke:
Wenn ich zuende denke komme ich auf die Gedanken des Nihlismus: ewige Wiederkehr des Gleichen- kein fortschritt. Keine neue bessere Menschheit.
Das ist nur Trost - nur Hoffnung. Es hindert uns daran uns selbst zu begegnen weil wir immer auf zufünftigen Hoffnungen beharren.
Das Leben ist hier-und-jetzt und tief in jedem von uns. Es gilt nicht auf kommende Zeitalter zu warten. Zeit ist eine Illusion.

Niemals wird das Gesindel hinweggefegt sein.
Aber (in) uns selbst können wir (es) [U]jetzt[/U] hinwegfegen.
Einen Neuanfang gibt es nicht. Dafür gab es schon zuviele Anfänge.

Und noch was: Selbst im Buddhismus, jedenfalls nach den meisten Ausprägungen, gibt es erst 4 Inkarnationen des Buddha. Die 5. wäre Maitreya und danach folgen in unserem Äon noch 995 weitere.
Das ist zwar Schwachsinn, wie ich denke, aber immernoch ein Argument gegen die vorgetragene Bessere-Welt-Theorie
emm[quote]Seperaude: Aber selbst die emotionale Neigung zur Ewigkeit in Form von Wiedergeburt geht nur auf ganz rationale Umstände zurück.[/quote]Wieso rational? Mein Lebenserhaltungstrieb ist wohl kaum rational.
Einziger rationaler Grund für meine Hoffnung ist Neugierde. Ich will einfach wissen, wie sich die Menschheit bzw. die Zivilisation entwickelt.
MonsieurHulotPhilosophie ist weder "tödlich" noch "lebensnotwendig". Sie ist eine Weise des Fragens, das nicht für jedermann gut zu ertragen ist, für diejenigen aber unumgänglich bleibt, die in allen Bezirken menschlichen Wirkens Wesentliches zu tun haben.

M. Hulot
LlewelinIch habe das Thema nun ziemlich weit zurück verfolgt und muss Seperaude in vielen Punkten zustimmen... Ich selbst befinde mich gerade an dem Punkt stark genug sein zu müssen um den Nihilismus nicht überwinden zu können, aber doch auf friedlicher Basis mit ihm auskommen zu können. Wenn Gott in einem Tod ist, man an Reinkarnation nicht glaubt (bis vielleicht auf die Tatsache, dass ich in den Milben, die mich fressen weiter lebe, zumindest meine Moleküle) und ein wirklicher Sinn nicht erkennbar ist, ist es schwer ein großen Ansporn zum weiter machen zu finden. Wenn man diesen jedoch findet und trotzdem ohne Sinn auskommt, dann kann einen zumindestens der Tod nicht mehr frustrieren.

Zum Thema an sich denke ich auch das eine große Gefahr darin besteht, den Tod als Menschheits- oder Lebenssinn zu sehen und zu wollen, also nicht von der Sinnlosigkeit in den Tod getrieben zu werden, sondern ihn bereitwillig zu empfangen. Sozusagen als Punkt wo die Seele endlich rasten kann und Ruhe findet!!!

Zur Universitätsphilosophie muß ich sagen, dass diese keine Philosophie ist. Philosophie heißt Liebe zur Weisheit; an der Uni ist es jedoch eine Wissenschaft...eigentlich ein geschichtlicher Überblick wer wann was gesagt hat. Man kann es vielleicht anwenden, Teil des Studiums ist dieses jedoch nicht...Wer sich also davon schon in die Nähe des Selbstmords treiben lässt sollte selber denken erst gar nicht anfangen sondern beim auswendig lernen bleiben...wenn überhaupt...

Denn wie Lao-Su schon sagte: "Wissen schließt Weisheit aus.
Weisheit schließt Wissen aus."
Seperaude[quote]emm:
Wieso rational? Mein Lebenserhaltungstrieb ist wohl kaum rational.
Einziger rationaler Grund für meine Hoffnung ist Neugierde. Ich will einfach wissen, wie sich die Menschheit bzw. die Zivilisation entwickelt.[/quote]

Der Wille zur Lebenserhaltung ist rational leicht verständlich wenn man die Evolutionstheorie betrachtet. Zumindest seine Ursachen.
Ich denke jetzt mal umfassender und ziehe Nietzsche zurate mit seinem "Willen zur Macht".
Wenn man den Lebenserhaltungstrieb mit ihm ersetzt kann man auch die Neugier aus ihm heraus erklären. Wissen ist Macht.
Wenn man noch umfassender geht und den Willen zur Macht ersetzt durch etwas anderes, absurderes und unbeschreiblicheres...
Wenn ich das tue sehe ich selbst die Erkenntnis des endgültigen Todes und der Vergänglichkeit bestätigt aus diesem tieferen Prinzip.
Aber das ist nur eine Mutmaßung. Wer weiß schon bescheid über das Leben nach dem Tod...
Das ist ganz nebensächlich wenn es ums Leben geht und wir werdens alle noch herausfinden.
Was zählt ist, was wir vor unserem Tod tun. Das ist existenziell.
Überirdische Hoffnungen halte ich für schädlich, auch wenn sie begründet wären und Gott existiert.

@Llewelin
An sich hast du Recht.
Der Selbstmord oder zumindest die Sehnsucht nach dem Tod kann natürlich zum ständigen Wegbegleiter werden, wenn man das Leben als völlig sinnlos betrachtet.
Jedoch gibt es meiner Meinung keine Logik die, wenn man sie zuende denkt, den Tod fordert.
Gleich zu Beginn vom "Mythos des Sisyphos" schreibt Albert Camus folgendes:
"Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Sich entscheiden, ob das Leben es wert ist, gelebt zu werden oder nicht, heißt, auf die Grundfrage der Philosophie antworten. Alles andere – ob die Welt drei Dimensionen und der Geist neun oder zwölf Kategorien hat – kommt später. Das sind Spielereien; erst muss man antworten."
Ich denke wenn man gesund ist und das Leben einem nicht allzu viel Elend in den Weg legt und man die Logik des Nihilismus zuende denkt,
kann man dort ein klares ja antworten.
LlewelinLeider habe ich den "Willen zur Macht" noch nicht gelesen, kenne daher nicht den genauen Inhalt der Aussage im Zusammenhang. Trotzdem muß ich "Wissen ist Macht" anzweifeln (nicht verneinen). Es nützt mir natürlich wirtschaftlich, kriegstaktisch oder einfach auch nur im Aufbau meiner Existenz wenn ich bescheid weiß, was die andere Firma vor hat, welche Taktiken mein Gegner verwendet oder welche Schwerpunkte ich im Leben setzten muß... und doch würde ich mich ohne "die Suche nach Weisheit" (auch wenn das doof klingt) unerfüllt erleben. Rein die heutige Ansammlung von Wissen ist mehr als jemals zuvor existierte auf der Erde, und doch können mir die einfachen Worte der Edda, Lao-zu´s oder Hesses mehr über das Leben und das "JA" zum Leben verraten als die gesamte Brockhaussammlung. Wenn ich dem zustimmen würde, würde ich König Salomon, griechischen, nordischen und ägyptischen Mythen, aber auch Jesus wie Mohammed und auch Buddha ihre Weisheit aberkennen. Und deshalb kann ich der Gleichheit von Wissen und Weisheit nicht zustimmen.

Albert Camus stimme ich daher vorbehaltlos zu. Alles andere ist nur Spielerei. Ich habe "Ja" gesagt, denn sonst würde ich diese Zeilen nicht schreiben. Es mag zwar hart klingen, aber wer "nein" sagt sollte das Leben auch beenden, denn nichts ist armseliger als ein vor sich hin jammernder Mensch der nicht den Mut hat zu beenden, was er ohnehin nicht möchte. Das darf man aber nicht mit einem Menschen verwechseln der eigentlich möchte, aber nicht weiß wie. Und selbst zu wissen das man "nein" gesagt hat ist schwer mit Gewissheit zu sagen. Manche spüren das "ja" erst im Angesicht des Todes bzw. der Vergänglichkeit.

Natürlich sollte man mit den Gedanken im diesseits Leben. Dort ist die Kritik in Nietzsches Zarathustra sehr angebracht, als er von den Predigern des Jenseits spricht. Viel ist dem eigentlich nicht hinzu zu fügen.

An der Stelle an der Du auf mich eigehst, Seperaude, habe ich mich glaube ich nicht klar ausgedrückt. Die Zukunft kennt niemand (egal ob es einen freien Willen gibt oder nicht). Das einzige was ich weiß ist das ich sterben muß. Wenn ich nun also mit dieser Tatsache meinen Frieden mache und dies als mein letztes Ziel anerkenne, kann ich vom Leben nicht mehr enttäuscht werden. Es lebt sich freier und unbeschwerter. Ich denke, richtig gedacht oder gefühlt kann das das "Ja zum Leben" sogar noch stärken, da es die Angst vor allem nimmt. Natürlich darf ich dieses letzte Ziel nicht beschleunigen wollen, sondern den Weg dahin, nämlich das gesamte Leben mit allen Höhen und Tiefen, als den schönen Pfad erkennen, der er ist. Wnn ich mich auf halbem Weg dorthin umbringe bin ich trotzdem nicht dort wo ich hin wollte, und kann in dem Sinne nicht in Frieden sterben. Es wäre ein Aufgeben. Zudem ist sowieso der Weg das Ziel, womit das Leben zum Tod dazu gehört.
Aber es ist sehr spät und ich glaube ich verwirre mehr, als das mich jemand versteht. Vielleicht finde ich noch bessere Worte für das was ich auszudrücken hoffe...
SeperaudeDu brauchst keine besseren worte. ich komm schon klar mit dem gesagten und stimme weitestgehend zu. Allerdings habe ich nie behauptet wissen mit weisheit gleich zu setzten. Das wäre ja auch totaler Irrsinn. Die Weisheit besteht ja gerade darin zu wissen, dass man nichts weiss. Wissen schließt weisheit aus und weisheit schließt Wissen aus. Und mit Wissen meine ich [U]auch[/U] den buddhistischen Begriff der "Anhaftung".
Mit Wissen ist Macht meinte ich allerdings etwas anderes. In einfachen Bahnen: Wenn ich weiß wie ich einen computer bedienen kann, habe ich die Macht in diesem forum zu schreiben.
Aber ich könnte das auch vieseitig komplizierter ausführen. Letztlich ist das ein Spruch wie jeder andere. Eine spielerei deren Gegenteil unter gewissen Bedingungen (Definitionen, etc.) genauso wahr ist. Ich verheddere mich auch ständig wenns um den Wortkampf geht. was solls...

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