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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: urknalle und das <grosse nichts>
schlafundtodWohin führt der gedanke, dass nicht ein urknall stattfand, sondern dass es möglicherweise eine unendliche abfolge von urknallen gab ?
Kann dieser gedanke weiterführen, oder baut er nur einen höheren turm in den himmel des nihilismus ?

tell me, tell me....
Tapio BearkingNaja, das kommt darauf an, was unser Universum für eine mittlere Dichte hat.
Liegt diese unter einem gewissen Grenzwert, wird das Universum schließlich auskühlen und sterben.
Liegt die Dichte über diesem Grenzwert, wird das Universum "demnächst" wieder kollabieren und wieder zu der Ursuppe werden, die es einst war und der ganze Spaß geht von vorn los.
Die interessantere Frage ist imo, was vor dem ersten Urknll war...
Lucifer_SamIch empfehle einfach mal das Buch 'Das Elegante Universum'. Da wird eingehend auf das Thema eingegangen (Strings, M-Theorie usw...). Näheres hierzu würde hier wohl den Rahmen sprengen, aber die Lektüre lohnt sich :)
skywalkerHallo an alle,

Es gibt verschiedene Vorstellungen. Eine davon besagt, dass die Singularität sei vielleicht der Überrest eines früheren, zusammengebrochenen Universums. Demzufolge wären wir nur Teil eines ewigen Kreislaufs, in dem sich Universen ausdehnen und zusammenziehen wie das menschliche Herz.

Andere führen den Urknall auf ein so genanntes „falsches Vakuum“ zurück, auf ein Etwas, das in das bestehende Nichts ein gewisses Maß an Instabilität hineinbrachte. Dass aus dem Nichts ein Etwas hervorgeht, erscheint unmöglich, aber die Tatsache, dass vorher nichts da war und jetzt ein Universum existiert, ist der Beweis, dass es möglich ist.

Eine andere Vorstellung besagt, dass unser Universum nur ein Teil vieler größerer Universen, von denen manche in anderen Dimensionen existieren, und vielleicht laufen ständig und überall Urknalle ab. Möglicherweise hatten Raum und Zeit auch vor dem Urknall eine völlig andre Form, die wir uns in ihrer Fremdartigkeit nicht vorstellen können, und der Urknall stellt eine Art Übergangsphase dar, in der das Universum sich von einer unbegreiflichen Form in eine andere verwandelte, die wir beinahe verstehen können.


Gruß
AchaiahDie theorie, das es viele universen gibt, sie sich immerwieder zusammenziehen und expandieren, ist natürlich auf den ersten blick verlockend.
das problem dabei ist, das es auch da irgendwas davor geben müsste.
andererseits wirkt der gedanke auch abschreckend, denn dann wäre inzwischen nicht nur unser planet oder unser sonnensystem was besonderes, sondern auchnoch unser universum.
obwohls auch ziemlicher mist wäre, wenn wir das einzige sein würden.
nja, erstmal vlt ein paar dinge vorweg:
inzwischen wissen wir, das es nicht mehr wirklich von der dichte abhängt, ob sich das universum wieder zusammenzieht oder nicht.
das universum expandiert mit einer immer größer werdenden geschwindigkeit, bzw der raum den es einnimmt...
seit 2002 ode 03 ist das bekannt.
also gibt es wohl kein wirkliches ende, in dem sinne.
allerdings meinen einige physiker, es gäbe irgendwann einen "Big Rib", also das das universum sich selbst auseinanderreist. selbst die materielle struktur.
dies begründet sich auf der "dark energie".
sie wirkt der gravitation entgegen und drückt bzw zieht das universum auseinander.
dadurch ergeben sich neue probleme.
denn wenn es so gesehen kein ende gibt, dann war der anfang wohl auch das erste mal.
und wenn es viele universen gibt, gillt das gleiche wohl auch für sie.
also kann man sein blick gleich auf dieses universum beschränken.
ich finde das thema zwar extrem interessant, aber man wird wohl nie eine antwort auf die frage finden, was davor war.
man kann nur mutmaßungen anstellen.

was ich dazu denke:
mir gefällt die idee, das wir nicht in einem, sondern in vielen universen leben.
da das universum aus einer singularität entstand, könnte es theoretisch auch sein, das sich hinter den singularitäten in unserem universum weitere befinden bzw wir uns selbst in einer.
dann käme das zusammenfallen eines Neutronensterns einem Urknall gleich.
und das schöne daran könnte sein, das sich irgendwann die kette schliesst und wir somit keine erste oder letzte singularität brauchen *gg*
nja, einen anfang bräuchte man schon.. aber der wäre gleichzeititg das ende.

jetzt habe ich mich selbst verwirrt, ich gehe rauchen.


Achaiah
darkmavAlso, Brian Greene zu lesen, um Kosmologie zu [B]verstehen[/B], reicht [B]nicht[/B] aus. Ich empfehle demjenigen:

- Ein gründliches Studium der Mathematik: Lineare Algebra, Analysis, Stochastik, Funktionentheorie, Funktionalanalysis, Differentialgeometrie (etwas Topologie kann auch nicht schade...) Habe ich was vergessen?

- Erlernen der physikalischen Grundlagen: Mechanik, Elektrodynamik, Thermodynamik, Quantenmechanik, Quantenfeldtheorie, die Relativitätstheorien Einsteins.

Erst dann hat man die Voraussetzungen, sich aktiv an dem Abenteuer Kosmologie zu beteiligen. Im übrigen finde ich es müßig, darüber zu spekulieren ob es mehrere Universen (in zeitlicher Abfolge oder simultan) gibt oder gab. Ich halte "unser" Universum schon für kompliziert genug ;)

skywalker, Achaiah: Könntet Ihr mal die Referenzen zu den Theorien beifügen, die Ihr erwähnt? Würde mich mal interessieren; von vielem habe ich noch nicht gehört...
Achaiah@darkmav: wer ist brian greene?

[quote]"Ich empfehle demjenigen:

- Ein gründliches Studium der Mathematik: Lineare Algebra, Analysis, Stochastik, Funktionentheorie, Funktionalanalysis, Differentialgeometrie (etwas Topologie kann auch nicht schade...) Habe ich was vergessen?

- Erlernen der physikalischen Grundlagen: Mechanik, Elektrodynamik, Thermodynamik, Quantenmechanik, Quantenfeldtheorie, die Relativitätstheorien Einsteins.

Erst dann hat man die Voraussetzungen, sich aktiv an dem Abenteuer Kosmologie zu beteiligen."[/quote]

den kosmos verstehen kann sowieso niemand.
dafür ist er zu komplex.
aber wir können versuchen ihn durch vereinfachung zumindest teilweise zu verstehen.
natürlich müssen dafür auch die mathematischen und physikalischen grundlagen vorhanden sein, wobei ein absolutes verständniss für zb die quantenthermodynamik wohl nicht nötig ist.
es reicht für den hobby-physiker wenn die theoretischen grundlagen und das verständniss für die formeln vorhanden ist.
oder einfach eine gute vorstellungskraft.
immerhin wollen wir hier keine theorien beweisen oder neu aufstellen, und das ganze mathematisch absichern.
also ich denke schon, das man sich auch ohne ein mathemathisch-physisches genie zu sein und 9 jahre studium + dr-titel usw. daran beteiligen.
es geht um ideen.
ansonsten dürften ja auch nur fleischermeister über wurst reden, weil der otto-normal-currywurstverbraucher keine ahnung davon hat.

[quote]"Im übrigen finde ich es müßig, darüber zu spekulieren ob es mehrere Universen (in zeitlicher Abfolge oder simultan) gibt oder gab. Ich halte "unser" Universum schon für kompliziert genug"[/quote]

jap, ein universum ist schon mehr als genug.
jedoch für die frage, ob es einen anfang gab, und dieser wirklich ein genereller anfang war, verlangt danach das man sich auch die möglichkeit von mehreren
anschaut.

[quote]"skywalker, Achaiah: Könntet Ihr mal die Referenzen zu den Theorien beifügen, die Ihr erwähnt? Würde mich mal interessieren; von vielem habe ich noch nicht gehört..."[/quote]

ich schätze mal das du meinst die sache mit dem sich beschleunigt ausdehnenden universum?
irgendwo auf den seiten vom cern war darüber ein artikel. aber den hab ich nicht mehr gefunden. das ganze fing 1998 an, mit dem nachweiss das sich andere galaxien von uns immer schneller entfernen.
bislang führt man das ganze,

[URL]http://www.sciencenews.org/articles/20010407/bob14.asp[/URL]
[URL]http://www.space.com/scienceastronomy/hubble_expansion_030410.html[/URL]

ein buch das ganz gut sein soll, wäre hier:
[URL]http://www.pupress.princeton.edu/titles/7327.html[/URL]

was meine vorstellung von den universen im universum und umgekehrt anbelangt, das ist nur eine idee von mir, die ich verlockend finde.
daher steht dadrüber auch "was ich dazu denke:" ;)
aber ich gehe nichtmal soweit, das auch nur für vlt wahr zu erklären.
allerdings wäre es eine möglichkeit *gg*
immerhin ist das informations-paradox noch nicht komplett aus der welt geschafft.
und so lange ist ansich alles möglich. :D
(nein, ich möchte jetzt nicht hawkin verteidugen. ;)
eine diskussion darüber wäre hier auch falsch, denke ich)


Achaiah
skywalkerHallo an Alle,

[QUOTE] - Ein gründliches Studium der Mathematik: Lineare Algebra, Analysis, Stochastik, Funktionentheorie, Funktionalanalysis, Differentialgeometrie (etwas Topologie kann auch nicht schade...) Habe ich was vergessen?

- Erlernen der physikalischen Grundlagen: Mechanik, Elektrodynamik, Thermodynamik, Quantenmechanik, Quantenfeldtheorie, die Relativitätstheorien Einsteins. [/QUOTE]
[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/entsetzt/ohnmacht.gif[/IMG]Die Aussage ist oberflächlich. Hier möchte ich widersprechen. Astronomie bzw. Kosmologie gehört seit 30 Jahren zu meinen Hobbies. Das Wichtigste ist, wie Tief man in der Materie steckt, einfach gesagt. Und das Betrifft alle Wissenschaften und andere Bereiche. Bestes Beispiel, reverend Bob Evans, ein im Ruhestand lebender Geistlicher der australischen Vereinigungskirche. Evans besaß damals ein 10-Zoll-Teleskop und hatte vor ein ungeheuer seltenes Phänomen im Universum aufzuspüren. Bevor Evans 1980 seine Beobachtungen aufnahm, hatte man in der gesamten Geschichte der Astronomie noch nicht einmal 60 Supernovae entdeckt. Im Jahr 2001 hatte er gerade über seine 34te visuelle Entdeckung berichtet.

[QUOTE] skywalker, Achaiah: Könntet Ihr mal die Referenzen zu den Theorien beifügen, die Ihr erwähnt? Würde mich mal interessieren; von vielem habe ich noch nicht gehört... [/QUOTE]
Bodani, A.Guth, Lawrence M. Krauss, Gribbin, Alan Lightman, Weinberg, S. Hawking, K. Sagan, Dyson, Ferris, Thorne, Moore, Ferguson.


Gruß [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/hutzieh.gif[/IMG]
Zaunkönig@ skywalker: Zu sagen, dass man die grundlagen beherrschen müsse, die darkmav aufgezählt hat, ist keineswegs oberflächlich, denn ihm ging es darum, den Kosmos zu [B]verstehen[/B] . Freilich ein Ding der Unmöglichkeit für jedes menschliche Wesen, aber um dem Ziel wenigstens etwas näher zu kommen, sind die genannten Kenntnisse unbedingt nötig... übrigens würd ich Kernphysik auch noch dazu zählen.
Was Bob Evans betrifft: Ein bewundernswerter Mann, er hat inzwischen weit mehr als 34 Supernovae entdeckt, so viel ich weiß. Aber dass er diese selten zu beobachtenden Sternexplosionen findet, heißt nicht, dass er den Kosmos versteht. So viel ich weiß, ist er "bloß" Hobbyastronom, der den Himmel durchsucht, es aber andren überlässt, sich Gedanken über die Funde zu machen.

Themawechsel: Ich habe von einer Theorie (entwickelt von einer amerikanischen Physikerin) gehört, die die Idee der vielen Dimensionen und der Strings weiterstrickt. Demnach wären Universen wie das unsere drei(/vier-?)dimensionale Inseln in dieser aus vieldimensionalen Stringschwingungen aufgebauten Welt, die sogar untereinander koagieren können (nur per Gravitation). Um dies zu veranschaulichen, kann man sich folgendes vorstellen: Die vieldimensionale Welt entspricht einem dreidimensionalen Buch, das lauter zweidimensionale Seiten enthält (dies wären die geringerdimensionalen Universen, wie unseres.) Ein Buchstabe auf einer Seite -- zB ich^^ -- hat natürlich keine Vorstellung von der Dreidimensionalität des Buches, er kann nur "2D" denken, und zwar ist seine Seite sein Universum. Das wäre vergleichbar mit unsrer Situation, da wir nur unsre drei (/vier?) Dimensionen wahrnehmen können. Die winzigkleinen Stringdinger aus denen aber alles aufgebaut ist, schwingen in viel mehr Dimensionen.

Zurück zum Buch: Wenn jetzt auf einer Seite ein ganz, ganz großer Buchstabe -- zB eine riesige Supernova -- ist, ist es möglich, dass er , per Gravitation , die nächste Seite beeinflusst. Dieser Effekt wäre auf der andern -- unsrer -- Seite dann messbar. Man hofft, die Messungen mithilfe des neuen Teilchenbeschleunigers am cern erfolgreich durchführen zu können, um die Theorie zu bestätigen -- das wäre auch der erste Hinweis auf die generelle existenz von Strings, die bisher bloße Spekulation sind. Allerdings gibt es bei Fehlschlagen des Experiments eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die entsprechenden Phänomene einfach zu schwach warn, um mit dem cern-teilchenbeschleuniger gemessen zu werden. Für den beinahe sicheren Widerleg wäre ein geplanter, noch größerer Ring in Texas nötig gewesen, der allerdings nicht genehmigt wurde.

Die theorie könnte auch die Expansion des Raums in unserm Universum erklären (die durch Rotverschiebung usw. so gut wie belegt ist): Sie ist einfach ein dehnen der Seite im Buch (is halt n gummibuch^^, so ganz versteh ich den punkt auch nicht...).
Die Singularität, die wir als den Anfang unsres Universums wahrnehmen, könnte einfach so zu stande kommen: Die Stringdinger schwingen nur in den andern Dimensionen, nicht in unsern dreien. Durch irgendeinen Einfluss beginnen sie an einem Ort auch in unserm "3D" zu schwingen: Der Beginn der für uns sichtbaren Welt. Dieser"3D"-Startpunkt wird jetzt auseinandergezogen, wird teil des Buches^^, wir nehmen dies als Expansion unsres gesamten Raumes wahr.

Soweit verständlich? vermutlich nich^^ meine Erklärung ist so mangelhaft, weil ich mich noch kaum damit beschäftigt habe...Außerdem fehlt mir einiges an Verständnisgrundlagen, die wir in der Schule noch nicht behandelt haben. Falls jemand darüber bescheid weiß, könnte er mir vielleicht den Namen der Physikerin nennen? ich hab ih nleider vergessen^^

Achso, der allereste ursprüngliche Anfang wird natürlich auch von dieser Theorie nicht beschrieben...das zu tun, bleibt der Philosophie überlassen.
Achaiah@Zaunkönig: ich fands sehr verständlich ;)
wird bei mir auch bald mal zeit, das ich mich mit der string-theorie beschäftige... also wieder zeit für wirrwarr im kopf :D

das problem bei all diesen theorien ist nach meiner meinung, das wir sie nicht beweisen können...
auch wenn wir die beweise hätten, dann wäre die string theorie in ihrer gesammtheit, die wie die relativitätstheorie sehr schön sein soll, im gegensatz zum standartmodell, auch nur wieder eine theoretische möglichkeit, die auch eine praktische wahrscheinlichkeit besitzt.
sprich: man wäre defakto genau so schlau wie vorher...
darkmav@ Zaunkönig:

Die Physikerin, die Du meinst heißt Lisa Randall, und sieht für eine Professorin auch sehr lecker aus ;)

Habe ihr Buch zu 3/4. durchgelesen... Sträube mich aber, weiterzulesen, weil ich gegen Ende so gar nichts mehr kapiere... Die Grundlagen (Einführung über höhere Dimensionalität, klassische Physik, Quantenmechanik und -feldtheorie bis hin zur Supersymmetrie und einfachen Stringtheorien) beschreibt sie jedoch sehr kompetent, und auch für einen Stringtheorie-Laien, wie mich, verständlich. Na ja... jedenfalls hat sie mich dazu verleitet, mich erst mal mit einfacherem zu beschäftigen: zBsp. der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ihr kennt das Zitat Einsteins: [url]http://www.seline.de/Gedicht12.htm[/url] ;)

Dieser Kniff der Extradimension(en) soll eben erklären, warum daß die Gravitation im Verhältnis zu den anderen fundamentalen Wechselwirkungen so schwach ist: Wenn Gravitonen sich als einzige Teilchen in diesen Extradimensionen ausbreiten können, dann bleiben für "unsere" Dimensionen wenige übrig, was sich in der Schwäche der Gravitation bemerkbar macht. Zur Kosmologie kann ich (noch) nichts sagen - soweit bin ich noch nicht. Erst mal ART lernen ;)

@ Achaiah

Greene hat "the elegant universe" geschrieben, das Lucifer_Sam erwähnt hatte. Man spürt förmlich seinen Enthusiasmus für die Stringtheorien. Für sein Buch gilt das gleiche, wie für das von Randall: Viele Grundlagen sind einleuchtend erklärt, aber dann wird's zumindest mir zu esotherisch ;) Beispielsweise die Spezielle Relativität erklärt er sehr gut - so daß ich sogar sagen würde, daß auch ein Laie der Physik von diesem Buch etwas substanzielles mitnehmen kann - wenn er es aufmerksam durch[B]arbeitet[/B]. Leider interessieren sich gerade die Laien eher für die total abgefahrenen Dinge - um diese nur ansatzweise zu verstehen kommt man ohne ein Physikstudium nicht weit.

@ skywalker

Name-Dropping alleine genügt nicht... Du solltest die Namen den Entdeckungen (bzw. Spekulationen) schon zuordnen können. Übrigens: [B]Kein[/B] Physiker wird ernstgenommen, wenn es nur bei Spekulationen bleibt. Im Falle von Randall werden die LHC-Ergebnisse wohl Ausschlag geben, ob sie in die Annalen der Physik eingehen darf (=Nobelpreis) oder ihre Theorien "nur" schöne Gedankenkonstrukte bleiben, die vielleicht für nachfolgende Generationen durchaus Relevanz haben könnten, für sich alleine genommen aber wertlos sind (wie beispielsweise die Theorien von Kaluza und Klein).
LaChatte[QUOTE] Für sein Buch gilt das gleiche, wie für das von Randall: Viele Grundlagen sind einleuchtend erklärt, aber dann wird's zumindest mir zu esotherisch [/QUOTE]

Wo fängt bei dir die Esoterik an? Ich bin gerade tatsächlich dabei, das Buch von Greene durchzuarbeiten, ich finde schon alles von Einstein höchst esoterisch... Zeitverschiebungen, absolute Lichtgeschwindigkeit (das könnte man durchaus eine Gottesvorstellung nennen, absolut vs relativ), gegenüber dem scheint mir die Idee, dass ein String ein Energiedings ist, das in mehreren Dimensionen schwingt, einfach und wohlvertraut (he nu, ich komm halt von der Eso-Seite. Und hatte einen Eso, damals, als Physik-Lehrer;) )

[QUOTE]Leider interessieren sich gerade die Laien eher für die total abgefahrenen Dinge - um diese nur ansatzweise zu verstehen kommt man ohne ein Physikstudium nicht weit.[/QUOTE]

Solange es nette Physiker gibt, die in der Lage sind, ihre Ideen von der mathematischen Formelsprache in die Alltagssprache zu übersetzen, dürfte auch ohne Physik-Studium schon sehr viel an Verständnis möglich sein. Ich vermute, dass es auch vielen Physikern schwer fallen dürfte, die Bedeutung einer Formel zu erfassen, solange sie nur in mathematischer Sprache vorhanden ist.

Und als Laie hat man das schöne Recht, wunderbare philosophische Spekulationen anzustellen, für die sich jeder anständige Physiker wohl schämen würde. ;)
Zaunkönig@darkmav: thx für den namen, werd das buch wohl bei gelegenheit auch lesen^^...ich denk 3/4 davon zu schaffen is scho ne ganz schöne leistung, wenn man dat auch noch versteht.

@skywalker: da kannste ma sehn wie schwierig das is, wirklich relevante theorien zum verständnis des kosmos zu begreifen...dazu brauchste mehr als allgemeinbildung. und selbst die bestätigung dieser theorien würd uns nur rudimentäre kenntnisse bringn...
deprimierend irgendwie...

@achaiah: wahr, dat man die üblichen stringtheorien nich beweisen kann, dat hat die Randall wohl auch gesagt, aber dann hatse ihre theorie gemacht, und der Unterschied ist: diese lässt sich eben beweisen! Mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest...(vorausgesetzt natürlich, sie stimmt :D )
skywalkerHallo Zusammen,

@Zaunkönig
[QUOTE] Zu sagen, dass man die Grundlagen beherrschen müsse, die darkmav aufgezählt hat, ist keineswegs oberflächlich, denn ihm ging es darum, den Kosmos zu verstehen . Freilich ein Ding der Unmöglichkeit für jedes menschliche Wesen, aber um dem Ziel wenigstens etwas näher zu kommen, sind die genannten Kenntnisse unbedingt nötig... übrigens würde ich Kernphysik auch noch dazu zählen. [/QUOTE]
[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/nachdenklich/gruebel.gif[/IMG]Meine Aussage schließt deine Äußerung nicht aus. Natürlich muss man gewisse Grundlagen beherrschen, um etwas besser zu verstehen, das habe ich in meinem Beitrag zuvor erwähnt: „wie Tief man in der Materie steckt“. Du hast nur etwas übersehen. Meine Bemäkelung belief sich auf die gesamte Aussage. Ein Studium der Mathematik ist hierfür nicht erforderlich. Genauso wie ein Informatikstudium nicht erforderlich ist, um die Welt der Computer besser verstehen zu können. Das betrifft alle Ebenen.

Dann kommt die Sprache zur Bedeutung. Wenn ich ein Artikel oder ein Buch lese und anschließend verstanden habe, warum die Sonne so lange „brennt“, dann scheint mir solch eine Aussage: „ich besitze einige Grundlagen der Kernphysik“ ziemlich unpassend. Wenn man die Triangulation, die Rotverschiebung und andere Kenntnisse hinzu ziehen würde, dann würden manche Lebenslaufformulare majestätisch aussehen!! Ansonsten, nichts für Ungut Darkmav!!
[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/diverse/daumenhoch.gif[/IMG]

[QUOTE] Was Bob Evans betrifft: Ein bewundernswerter Mann, er hat inzwischen weit mehr als 34 Supernovae entdeckt, so viel ich weiß. Aber dass er diese selten zu beobachtenden Sternexplosionen findet, heißt nicht, dass er den Kosmos versteht. So viel ich weiß, ist er "bloß" Hobbyastronom, der den Himmel durchsucht, es aber andren überlässt, sich Gedanken über die Funde zu machen. [/QUOTE]
Ja, bis Ende 2005 waren es 40. Dass er seine Funde anderen überlässt, ist logisch nachvollziehbar. Dass er mehr als ein Sternhingucker ist, das ist Tatsache. Er hat sogar verschiedene Fachartikeln und Bücher geschrieben, eins davon, „Ein Anthropologe auf dem Mars“. Ich meine, die Annahme schon, jemand wie Evans beobachtet nur den Himmel, und „wir“ könnten den Kosmos mehr verstehen als er es tut, scheint mir ziemlich überheblich. Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber für ein gutes Buch hatte Evans bestimmt was übrig. Oder wie meinst du es mit „den Kosmos verstehen“? Die Aussage ist unpräzise bezüglich des „Gewichts“ des Verstehens. [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/diverse/signthepaper.gif[/IMG]

[QUOTE]da kannste ma sehn wie schwierig das is, wirklich relevante theorien zum verständnis des kosmos zu begreifen...dazu brauchste mehr als allgemeinbildung. und selbst die bestätigung dieser theorien würd uns nur rudimentäre kenntnisse bringn...[/QUOTE]
Ja, wie erwähnt, Astronomie gehört seit 30 Jahren(also, warscheinlich älter als du) zu meinen Hobbies. Es gehört ein "wenig mehr" als Googlen! [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/frech/fresse.gif[/IMG]

Die von dir angesprochene Theorie ist mir bekannt und plausibel! Mehr ganz unten!

@Achaiah
[QUOTE] das problem bei all diesen theorien ist nach meiner meinung, das wir sie nicht beweisen können...
auch wenn wir die beweise hätten, dann wäre die string theorie in ihrer gesammtheit, die wie die relativitätstheorie sehr schön sein soll, im gegensatz zum standartmodell, auch nur wieder eine theoretische möglichkeit, die auch eine praktische wahrscheinlichkeit besitzt.
sprich: man wäre defakto genau so schlau wie vorher... [/QUOTE]
Stimme ich zu. Das Universum ist nicht nur merkwürdiger, als wir annehmen; es ist merkwürdiger als wir überhaupt annehmen können!!! [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/charaktere/bildhauer.gif[/IMG]

@Darkmav
[QUOTE] Name-Dropping alleine genügt nicht... Du solltest die Namen den Entdeckungen (bzw. Spekulationen) schon zuordnen können. Übrigens: Kein Physiker wird ernstgenommen, wenn es nur bei Spekulationen bleibt. Im Falle von Randall werden die LHC-Ergebnisse wohl Ausschlag geben, ob sie in die Annalen der Physik eingehen darf (=Nobelpreis) oder ihre Theorien "nur" schöne Gedankenkonstrukte bleiben, die vielleicht für nachfolgende Generationen durchaus Relevanz haben könnten, für sich alleine genommen aber wertlos sind (wie beispielsweise die Theorien von Kaluza und Klein). [/QUOTE]
Na gut, nicht hauen, ich habe mir die Mühe gemacht, einiges darüber im Internet zu finden. Nur für dich! [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/diverse/anbetung.gif[/IMG]

[url]http://www2.gol.com/users/coynerhm/before_the_big_bang_there_was__.htm[/url]
[url]http://www.bbc.co.uk/science/space/[/url]
[url]http://en.wikipedia.org/wiki/Big_Bang[/url]
[url]http://www.chowk.com/show_article.cgi?aid=00003024&channel=university%20ave&start=0&end=9&chapter=1&page=1[/url]
[url]http://www.fortunecity.com/emachines/e11/86/big-bang.html[/url]
[url]http://www.superstringtheory.com/cosmo/cosmo4.html[/url]
[url]http://www.sciam.com/[/url]


Gruß
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von skywalker [/i]
[B]
[IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/nachdenklich/gruebel.gif[/IMG]Meine Aussage schließt deine Äußerung nicht aus. Natürlich muss man gewisse Grundlagen beherrschen, um etwas besser zu verstehen, das habe ich in meinem Beitrag zuvor erwähnt: „wie Tief man in der Materie steckt“. Du hast nur etwas übersehen. Meine Bemäkelung belief sich auf die gesamte Aussage. Ein Studium der Mathematik ist hierfür nicht erforderlich. Genauso wie ein Informatikstudium nicht erforderlich ist, um die Welt der Computer besser verstehen zu können. Das betrifft alle Ebenen.
[/B][/QUOTE]

Nuja, da ist ja eher die Frage relevant, auf welchem Niveau man mitdiskutieren möchte. Möchte man nur einige Effekte und Theorien verstehen, die schon eine Weile behandelt worden und womöglich sogar schon experimentell geprüft worden sind, ist das locker machbar. Heisenberg meinte mal, dass der Grad, in dem ein Effekt oder eine Theorie in gewöhnlicher Sprache erklärt werden kann, ein Maß dafür ist, wie sehr dieses Phänomen verstanden worden ist.

Befindet man sich hingegen an der Grenze des aktuellen Wissens und möchte dort mitreden, kommt man ohne weitgehende Kenntnisse der Mathematik und Physik in der Regel nicht weit. Üblicher Ablauf ist, dass die theoretische Physik halt abstrakt mathematisch irgendwelche Aussagen herleitet, die dann im Experiment geprüft werden müssen. Gelegentlich läuft das auch andersherum. Dann sind die Unwissenheit und die Verwirrung noch viel größer.

Die Anschauliche, auch für den Laien verständliche, Erklärung ist dann in der Regel eine grobe Vereinfachung.
Dementsprechend ist es halt möglich einzelne Phänomene auch als Laie zu verstehen. Was dem Laien fehlt, ist der große Zusammenhang, der durch die Mathematik und physikalische Formalismen zum Vorschein tritt. Aber dieser große Zusammenhang ist ja nicht in jeder Diskussion unbedingt nötig, wenn man sich klar bewusst ist, auf wlchem Niveau man sich befindet.
skywalker[QUOTE]Nuja, da ist ja eher die Frage relevant, auf welchem Niveau man mitdiskutieren möchte...
Was dem Laien fehlt, ist der große Zusammenhang, der durch die Mathematik und physikalische Formalismen zum Vorschein tritt. Aber dieser große Zusammenhang ist ja nicht in jeder Diskussion unbedingt nötig, wenn man sich klar bewusst ist, auf wlchem Niveau man sich befindet.[/QUOTE]
Volle Übereinstimmung. Aussagen bedürfen immer einer gewissen Präzision![IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/applaudit.gif[/IMG]

Jedenfalls, ich bezog mich eher auf die Aussage von Darkmav und Zaunkönig "die Kosmologie besser verstehen".

Gruß
Achaiah@darkmav: stimmt, das die string-therorie was ziemlich esotherisches hat, sagen viele. ich selbst kam mit meinen knapp 20 jahren (ja, ich jungspund) noch nicht dazu, mich mit jener zu beschäftigen.
bin jetzt gerade beim standartmodell und der quantendynamik.
aber nach der theorie, das gravitation die einzige wechselwirkung ist, die dimensionsübergreifend ist, klingt meine idee ja garnicht mal mehr soo bescheuert.

anname: wenn wir in einer von vielen dimensionen leben, die wie ein buch auzfgebaut sind, dann kommt mir zuerst "moment mal" in den kopf.
klar, vieles in der natur unterliegt einer schönen ordnung, aber die idee das die dimensionen, und evtl andere universen damit auch, schön in reih und gleid stehen gefällt mir nicht. ist irgendwie zu geordnet.
mit gefällt die vorstellung von einem buch, dessen seiten zerschnitten und wieder zusammengesetzt wurden, wobei sich nun aber viele der seiten gegenseitig durchlaufen und sich zeitweise überschneiden.
wenn wir nun ein graviton nehmen und irgendwo in dem dadurch entstehenden raum aus 2d-dimensionen platzieren, dann hat es nicht nur einfluss auf die folgenden, sondern auf viele seiten.
wenn wir nun weiter davon ausgehen, das es mehrere universen gibt, davon vlt ein paar auch in anderen dimensionalen ausdehnungen, dann haben wir die möglichkeit diese zwischen den seiten anzuordnen. aber nicht linear aufeinander folgend, sondern überschneident. je nach dem zwischen welchen seiten sie sich aufspannen.
auch kommt mir dabei der gedanke in den kopf, das die dimensionen vlt auch nichts festes sind, sondern sozusagen ihre größe und einfluss (immernoch auf die seiten des geschändeten buches bezogen) ändern.
so wie auch universen ihre größe ändern.
nehmen wir nun wieder die rotverschiebung zur hilfe, ließe sich aussagen, das nicht dunkle energie sondern eine variation unserer dimensionalen ausdehnung dafür verantwortlich ist, das sich das universum in seiner expansion erst verlangsamt und dann wieder beschleunigt.
schwarze löcher würden dann vlt die seiten, wenn sie sowieso schon dicht beieinander liegen, so weit beeinflussen, das sie sich berühren und eine art übergang bilden.
dann wäre das informationsparadox kein paradox mehr, denn die information würde beim übergang des ereignisshorizont nicht verloren gehen, sondern seine dimensionale... eigenschaft wechseln.
und die frage nach dem anfang und dem evtl ende unseres universums könnte man damit beantworten, das sich unsere dimensionale zusammensetzung erst dann und dann (nein, nicht als direkter zeit-begriff) entwickelt hat und das vakuum, das durch eine solche zusammensetzung ohne universum vlt entsteht, erst durch eine singularität aus einer anderen dimensionalen zusammensetzung gefüllt wurde.

bitte nicht hauen... nur ein paar gedanken.
(wahrscheinlich zu 97,3% volkommener quatsch)
aber komplett abwägig ist es nicht, denke ich.
ist das ganze vlt eines kommentares der erfahreneren hier würdig? *gg*


Achaiah
darkmavHmmm... in diesem Thread tut sich was ;)

@ La Chatte

Einstein ist keine Esoterik, Einstein ist seit hundert Jahren anerkannte Realität. Sowohl SRT als auch ART haben bis jetzt jeder Prüfung stand gehalten - Es gibt unzählige Anwendungen: Vom Teilchenbeschleuniger bis hin zum GPS. Die SRT ist von der Physik her schwierig, da sie offensichtlich Aussagen macht, die gegen die Intuition gerichtet sind, aber von der Mathematik her einfach. Die ART ist da auch mathematisch wesentlich schwieriger - die präzise Formulierung derselben hat Einstein ein ganzes Jahrzehnt gekostet. Zu den Superstrings: Wenn man rein künstlich 7 weitere Dimensionen herbeizuabern muß, daß dieses etwas "irgendwie" schwingen kann, wenn die Existenz dieses etwas noch von niemandem auch nur indirekt beobachtet werden konnte - wenn das nicht esoterisch ist - was dann?

Ja - solange es diese Physiker noch gibt... Wenn diese aussterben, dann haben die Laien ein Problem. Wenn Einstein heute leben würde, würde er dann sich nicht mit Informatik oder mit Ökonometrie beschäftigen???

@ skywalker

Danke für die Referenzen :) - Werde sie mir bei Gelegenheit mal anschauen - muß ja schließlich auch noch was arbeiten ;)

@ Cthugha

Du hast Recht: Die subjektive "Schwierigkeit" eines Gebiets hängt nicht nur von der objektiven Schwierigkeit ab, sondern auch von dem Maße wie sich dieses Gebiet etabliert hat - bzw. was darüber publiziert werden konnte. Trotz allem wage ich zu behaupten, daß SRT oder Quantenmechanik auch objektiv schwierig sind, und daß es selbst Physikprofessoren gibt, die die Grundlagen der Quantemechanik nicht verstanden haben. (Wenn es überhaupt jemand gibt, der die Quantenmechanik verstanden hat...)

@ Achaiah

Was ist Quantendynamik? Was Dir gefällt oder nicht, spielt keine Rolle; wichtig ist, was ist. Du hast recht: Wahrscheinlich zu 97,3 % vollkommener Quatsch ;) [Oder ich bin zu blöd, Deine Theorien zu verstehen...] Ich empfehle Dir mal das Buch von Randall zu lesen: [url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0060531088/qid=1141811053/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/302-0606684-8846413[/url] Vielleicht erkennst Du einige Deiner Theorien wieder (oder auch nicht...)
LaChatte[QUOTE]Einstein ist keine Esoterik, Einstein ist seit hundert Jahren anerkannte Realität. Sowohl SRT als auch ART haben bis jetzt jeder Prüfung stand gehalten - Es gibt unzählige Anwendungen: Vom Teilchenbeschleuniger bis hin zum GPS. [/QUOTE]

Dass Einsteins Ideen funktionieren, habe ich nie bezweifelt. (auch andere Eso-Dinge funktionieren :D )Dennoch sind mir darin einige Dinge höchst schleierhaft.

Zuerst mal der Unterschied zwischen Photonen und anderen Teilchen.

Brian Greene schreibt, dass man Gegenstände nicht auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen kann, denn dazu wäre eine unendliche Energie erforderlich. Man kann sie meinetwegen auf 99.99999% Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, doch erreicht diese nie.

Jetzt - die Erklärung die er bietet ist, dass ein Teilchen, das sich so schnell bewegt, an kinetischer Energie gewinnt, und dadurch immer schwieriger zu beschleunigen ist, weil es immer massiger/energiereicher wird. (ist das so korrekt?)

Jetzt haben wir aber Photonen, die sich tatsächlich mit c bewegen, doch haben diese nicht Masse unendlich, sondern Masse Null.

andere Teilchen wie Elektronen etc haben zwar eine Masse, doch ist es unmöglich, sie auf c zu beschleunigen, weil sie dadurch eine unendliche Masse erreichen.

Warum also haben Photonen keine unendliche Masse? Was ist der qualitative Unterschied zwischen Photonen und anderen Teilchen, der bewirkt, dass Photonen sich mit c und null Masse bewegen können? Schliesslich ähneln die Photonen zB den andern Teilchen, indem sie auch eine Teilchen-Welle-Natur haben, aber sie unterscheiden sich von allen, in dem sie sich mit c bewegen.

Eine andere Frage betrifft die Zeit. Greene schreibt, Einstein haben postuliert, dass sich alles und jedes mit Lichtgeschwindigkeit bewege, nur dass sich dies in den verschiedenen Dimensionen aufteile; das heisst also, ein ruhender Mensch bewegt sich mit c in der Zeit voran, während ein rennender Mensch sich im Raum bewegt, und bei ihm dafür die Zeit ein ganz klein wenig langsamer verläuft.

Da sich das Photon mit c durch den Raum bewegt, so steht bei ihm die Zeit still. Es ist also sinnlos, ein Photon fragen zu wollen, wie viel Zeit es brauche, um von der Sonne bis zur Erde zu gelangen. Es wird wohl nur verständnislos fragen, "Zeit, was ist das Komisches?". Es ist, von sich aus gesehen, gleichzeitig überall. Da ein Photon keine Zeit kennt, kann es auch keine Aussagen über vorher/nachher machen, in seiner Welt ist das ein sinnloses Unterfangen.

Die menschliche Perspektive ist aber: Das Photon braucht etwa acht Minuten von der Sonne bis zur Erde. Oder: ich zünde eine Lampe an, ein Photon wird emittiert (wird geboren, hergestellt, oder wie muss ich das sehen?) und von einer schwarzen Fläche absorbiert (aufgesogen, verschluckt, vernichtet?). Existiert dieses Photon nur während der Zeit, wo ich das Licht beobachten kann, oder existierte es schon vorher, als Teil eines Atoms, und wird auch nachher existieren, wieder in einer Atomstruktur drin? Beleuchtete Flächen wärmen sich auf, Wärme ist Bewegung - haben die masselosen Photonen, die aber dennoch Energie haben (wie geht das, da Masse und Energie äquivalent sind?), die Macht, die Materie zum Wackeln zu bringen?

Und wenn ich jetzt den Vorgang "Taschenlampe einschalten, Photon wird abgestrahlt und absorbiert" aus Photonen-Sicht (zeitlos) beschreiben müsste, was würde ein Photon mir sagen? Ist es immer gleichzeitig überall, auch in dem, was aus meiner Sicht erst Zukunft ist?

Du siehst, Fragen über Fragen... wenn irgend ein kompetenter Mensch mich erleuchten könne, wär ich sehr dankbar. :)

[QUOTE]Zu den Superstrings: Wenn man rein künstlich 7 weitere Dimensionen herbeizuabern muß, daß dieses etwas "irgendwie" schwingen kann, wenn die Existenz dieses etwas noch von niemandem auch nur indirekt beobachtet werden konnte - wenn das nicht esotherisch ist - was dann?[/QUOTE]

Ich weiss nicht, wie künstlich es ist, von mehreren Dimensionen auszugehen? Spirituelle Traditionen sprachen schon immer von "sieben Himmeln" und "mehreren unsichtbaren Welten" und solchen Dingen. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich natürlich, aber dass da mehrere solcher Welten oder Dimensionen sind, ist menschliches Allgemeingut über viele Jahrtausende. Ebenso scheint es mir sehr naheliegend, Dinge wie Gedanken oder Gefühle als anders-dimensionale Wesen oder Entitäten zu betrachten, die zwar in engem Kontakt sind mit der Raumzeit und darauf wirken, ihrer Existenz aber in höheren Dimensionen haben - wo sie auch, hätten wir denn höherdimensionale Augen und Ohren, in ihrer Heimatdimension gesehen, gewogen, gemessen werden könnten. Wer Augen hat zu sehen, der sehe, sagte Jesus - und meinte damit auch nicht irdische, sondern höherdimensionale Augen.:cool:
Achaiah@darkmav: meinte quantenthermodynamik, sry *gg*
ansich wollt ich mal versuchen zu verstehen, warum sich schwarze löcher nach hawkin von selbst auflösen... also die mathematik hinterm informationsparadox.

zu meinen theorien... ich wollte damit ansich nur ausdrücken, das es auch andere, mehr oder weniger plausible erklärungen gäbe.
aber wenn interesse besteht, dann versuch ich das ganze gern nochmal anständig zu formulieren ;)


Achaiah

btw: besteht evtl interesse an einem physik-FK?
ich finde solche diskussionen immer äußerst anregend und interessant.
und in einem Physik-FK würde man dann nicht immer Phillosophische oder esoterische threads damit foltern *gg*
wer hätte daran interesse?
Achaiah@LaChatte: Photonen haben eine masse. nur keine ruhemasse.
ich versuchs mal zu erklären.

also, das man ein belibi kleines und leichtes teilchen nicht auf lichtgeschwindigkeit bringen kann, hängt mit dieser formel zusammen:

m=m0/(WURZEL[1-(v²/c²)])

dabei steht m für die relativistische masse des objekts das wir betrachten, m0 für die ruhemasse. der unterschied ist, das ein objekt das sich bewegt an energie und damit auch an masse gewinnt.
wenn ich nun eine noch so kleine masse die nicht 0 ist in die formel einsetze und sage das v=c ist, dann komme ich, wenn ich x/0=unendlich vorraussetze, zu dem ergebniss, das die masse eines teilchens mit einer ruhemasse unendlich wird bei c.
musst mal ausrechnen wie schwer ein elktron bei 99,999999999999999999999999999999999% c ist. glaub mal irgendwas um die bla*E-22 ists schon. ruhemasse ist bei bla*E-31.
wenn ich nun ein elektron bei nicht-ganz-lichtgeschwindigkeit hätte, also bei 99,periode9% zb, dann wäre die masse schon so groß, das es nicht mehr die nötige energie gäbe, um es noch weiter zu beschleunigen.
das gleiche ists mit der zeit. die formel sieht auch ansich gleich aus.

so. nun nehmen wir ein photon. licht=energie, das wissen wir.
allerdings kann ein photon keine masse haben, weil es sich mit lichtgeschwindigkeit bewegt. es wäre dann unendlich schwer.
allerdings hat es blöderweise eine masse.
die unterscheidet sich je nach energiegehalt des photons, sozusagen.
die masse können wir berechnen, indem wir die genaue energie des photons wissen. denn:
E=m*c²
m=E/c²
wenn wir mit dieser masse nun die formel von oben umstellen zu m0=m*(WURZEL[1-(v²/c²)])
und einsetzen, dann kommen wir auf null. denn v eines photons ist immer c.
dh. das wir
m0=m*(WURZEL[1-(c²/c²)])
m0=m*(WURZEL[1-(1/1)])
m0=m*(WURZEL[1-1])
m0=m*(WURZEL[0])
m0=m*0
das schöne daran ist, das diese formel beweist, das wenn irgendetwas mit einer ruhemasse doch lichtgeschwindigkeit haben würde, es keine ruhemasse mehr hat.

was nun dazu führt, das photonen anders sind, ist das sie sowohl teilchen als auch wellencharakter haben.
die energie eines photons ist die lichtwelle, sozusagen.
also ist das photon kein direktes teilchen, obwohl es teilcheneigenschaften aufweist.
oder ums kurz zu sagen: das ist einfach alles sehr verwirrend...

wenn du nun ein photon fragen würdest wie es den weg ohne zeit empfindet, würde es dich wohl fragen, welchen weg du meinst.
das ganze heisst dann längenkontraktion.
beruht auf der gleichen formel wie die zeit dilatation, also wird eine länge, je schneller man ist, umso kürzer.
wenn man nun also ein photon fragt, würde es wahrscheinlich sagen, das es garnicht existierte. denn es hat in 0 zeit 0 weg zurückgelegt. also hat es vlt wirklich nicht existiert...
komisch daran ist, das die existenz von licht als bewiesen gilt.

hm. könnte mir wer sagen das ich was falsch gemacht habe?
die lampe macht mir gerade angst... :D


Achaiah
LaChatteVielen Dank :)

Also: meine Katze wiegt etwa 4 kg. Wenn ihr ihre relativistische Masse in Ruhe ausrechnen möchte, komme ich, wenn ich einsetze

Mo = 4 kg
V = 0

m = 4kg / 1, gibt 4 kg. Das klappt ja wunderbar. :cool:

Falls ich jetzt beschliessen sollte, meinen Kater auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, gäbs in der Formel eine Division durch Null, folglich ein unsinniges Resultat - und falls es mir tatsächlich gelingen sollte, mit der Hilfe Gottes oder eines Engels, dies zu tun, so würde sich mein Kater in irgendwelche fernen Reiche bewegen ausserhalb der Raumzeit. Und wie hol ich ihn da zurück? Nee, lassen wir das.

Und je höher v ist, desto höher auch die relativistische Masse... klar.

OK, und egal was, wenn man es auf c beschleunigen könnte, hätte dann keine Ruhemasse mehr... die würde da irgendwo verloren gehen. *hm*. Doch weil dazu unendlich viel Energie nötig wäre, gehts nicht, weil unendlich ist Gott, aber wir Menschen in der Raumzeit nicht.

[QUOTE]wenn man nun also ein photon fragt, würde es wahrscheinlich sagen, das es garnicht existierte. denn es hat in 0 zeit 0 weg zurückgelegt. also hat es vlt wirklich nicht existiert...[/QUOTE]

Das ist wohl eine Frage der Perspektive. Jean-Yves Leloup schreibt, dass das Wort "Existenz" bedeutet, "Ausdruck, sich ausdrücken"

Schliesslich ist Licht unsichtbar, abgesehen davon, dass es zeitlos und raumlos ist. Licht ist nur insofern wahrnehmbar, als es mit der Materie interagiert. Ich sehe ein blaues Bild; dennoch sehe ich nicht den Bereich zwischen meinem Auge und dem Bild mit blauer Farbe erfüllt. "Existenz", also Ausdruck, findet das Licht nur, wenn es Materie berührt.

Oder ich sehe den Mond am Himmel, und ohne Zweifel ist der leere Raum rechts und links vom Mond mit Sonnenlicht erfüllt - doch dieses Licht kann ich nicht sehen. Der Raum neben dem Mond erscheint mir lichtlos und schwarz.

Also: man kann aus der Erscheinung, aus Experimenten, auf die Natur des Lichtes schliessen in seinem nicht-existenten Zustand - doch wir können diese nicht-existenten Zustand nicht beobachten, da Beobachtung - interaktion mit Materie - bedeuten würde, aus dem Nicht-Existenten ein Existentes zu machen.

meine Verwirrung hat sich nicht wirklich aufgelöst, aber es sei...
darkmav@ Achaiah

Und wo kommt Deine Formel m'=m/sqrt(1-v^2) her? [Hier habe ich c=1 gesetzt, wie in der Literatur über Relativitätstheorie üblich.]

Die kommt aus der alleinigen Tatsache, daß
- Inertialsysteme gleichberechtigt sind, und daß
- die Lichtgeschwindigkeit konstant und endlich ist.

Herleiten könnte ich es jetzt aus dem Stehgreif auch nicht... leider - eigentlich sollte ich das können. Dies kann man sogar rein grafisch machen, also durch das bloße Zeichnen von Raum-Zeit-Diagrammen. Wer sich dafür interessiert, sollte mal folgendes Buch lesen: [url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0521277035/qid=1141822318/sr=8-2/ref=sr_8_xs_ap_i2_xgl/302-0606684-8846413[/url]
Ich bin gerade dabei, und bin begeistert.

Um zu verstehen, warum daß Schwarze Löcher verdampfen können (Hawking-Effekt) muß man etwas über Quantenfelder in klasssischen Hintergründen wissen. Ein Kurs, den ich kurz nach den Osterferien belegen möchte. Ein kostenloses Exemplar der Vorlesungsnotizen des Vortragenden gibt es hier: [url]http://www.theorie.physik.uni-muenchen.de/~serge/T6/book.pdf[/url]

Wenn Du das durchgearbeitet hast, dann verstehst Du den Hawking-Effekt!

Was ist denn ein FK? Wenn es das ist, was ich denke, wäre ich dabei :) LaChatte müßte sich dann aber mit allzu philosophistischen Spekulationen zurückhalten ;)
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von Achaiah [/i]
[B]@darkmav: meinte quantenthermodynamik, sry *gg*
ansich wollt ich mal versuchen zu verstehen, warum sich schwarze löcher nach hawkin von selbst auflösen... also die mathematik hinterm informationsparadox.
[/B][/QUOTE]

Ich weiß nicht, wie eingehend du dich bereits mit dem Thema beschäftigt hast, aber ich könnte dir einen knappen qualitativen Abriß darüber geben.

In der klassischen Physik ist es so, dass am absoluten Temperaturnullpunkt keinerlei Anregungsenergie mehr in einem physikalischen System steckt. Harmonische Oszillatoren (sozusagen das Versuchskaninchen der Physiker) schwingen nicht. Das Vakuum ist ein Vakuum.

Rechnet man allerdings exakt nach der Quantenfeldtheorie, stellt man fest, dass es auch am absoluten Nullpunkt eine minimale Anregungsenergie gibt. Anschaulich kann man sich das über die Unschärferelation von Heisenberg vorstellen, die besagt, dass man Ort und Impuls (und auch gewisse andere Größen paarweise) nicht gleichzeitig über eine gewisse Ungenauigkeit hinaus kennen kann, weil die Messung des Einen den Anderen beeinflusst. Wäre die kinetische Energie exakt 0 würde das bedeuten, dass man den Ort exakt kennt, was bedeuten würde, dass der Impuls und damit auch wieder die kinetische Energie unbestimmt wäre. Das führt zum Widerspruch, der sich nur durch eine gewisse Ungenauigkeit umgehen lässt.

Für unser Vakuum bedeutet das, dass es gar nicht mal so leer ist, denn ein komplett leeres Vakuum würde eine exakt bestimmte Energie bedeuten. Statt dessen ist es möglich, dass sich im Rahmen der Unschärferelation Teilchen-Antiteilchenpaare aus dem Vakuum heraus bilden und sich kurz darauf wieder vernichten. Diese Teilchenpaare sind sozusagen der Ausdruck der Energie, die das Vakuum haben muß.

Nun kommt man zum Punkt: Diese Teilchenpaare entstehen auch am Ereignishiorizont eines schwarzen Lochs. Mit einer kleinen, aber endlichen Wahrscheinlichkeit kann es passieren, dass sich eines der beiden Teilchen in den Ereignishorizont des schwarzen Lochs hineinbewegt und das andere Teilchen sich davon wegbewegt. Dementsprechend können die Teilchen nicht rekombinieren und man könnte theoretisch eine thermische Strahlung registrieren, die vom schwarzen Loch ausgeht. Da die Energie der thermischen Strahlung ja irgendwo herkommen muß und das Vakuum sich bereits im Grundzustand, also dem niedrigst möglichen Energiezustand, befindet, muß die entkommende Strahlung quasi aus dem schwarzen Loch kommen. Die Energieentnahme könnte zum Beispiel dadurch stattfinden, dass eine Rekombination des Teilchens, das sich in den Ereignishorizont des schwarzen Lochs bewegt, mit anderen Teilchen dort stattfindet.

Für die thermische Strahlung, die vom schwarzen Loch ausgeht, kann man dann eine Verteilung nähern, die dem in der Physik gebräuchlichem schwarzen Körper entspricht und das alles thermodynamisch ausschlachten.

Das Problem an der dazugehörigen Rechnung ist allerdings, dass sie in einzelnen Punkten halbklassisch genähert wurde und man nicht so genau weiß, ob die Näherung in Ordnung ist. Außerdem ist diese thermische Hawkingstrahlung experimentell noch nicht wirklich bestätigt worden, weil sie halt sehr klein wäre.
Achaiah@darkmav: danke! *gg*
werd mich mal daranmachen.... armer wirrer kopf...
mit FK meinte ich n thread im bereich freundeskreise.
wenns sich noch zwei oder drei leute finden würden, wäre es das deffinitiv wert denke ich *gg*
was die herkunft der formel anbelangt...
"Höffling

Physik
Formeln
und
Einheiten"

erschienen beim Aulis Verlag Deubner & CO KG
*gg*
herleiten könnt ich den krams im leben nicht. aber bald gibts mathekurse an der volkshochschule. muss mich ja noch ein wenig auf physikstudium vorbereiten ;)

@Cthugha: danke für die erklärung! ist ein wenig klarer.


Achaiah


also, wer interesse an einem Physik-Freundekreis hätte; ich mach gern n thread dort auf *gg*
darkmav@ Achaiah: Die Formel (Lorentztransformation) ist mir wohl bekannt. Mich haette lediglich interessiert, ob Du sie herleiten kannst. Dem scheint nicht so zu sein...

Mathekurse auf der VHS? Gibt es da so etwas? Was sind Deine Vorkenntnisse? Abitur? Dann wuerde ich gleich ein gescheites Buch lesen: Fuer Physik dieses hier:
[url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3527405992/qid=1141838920/sr=8-1/ref=pd_ka_1/302-3696128-8624025[/url]
Und fuer Rechenmethoden vielleicht dieses hier:
[url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3817117256/qid=1141838971/sr=2-1/ref=sr_2_11_1/302-3696128-8624025[/url]

Sind beide nicht sooo anspruchsvoll und sind sicherlich mit Schulstoff gut handhabbar. Haette frueher auch gerne so etwas gelesen - Ich wusste nur nicht, dass es so etwas gibt - Den Leerkoerpern sei dank.

Zum Physik-FK: Du kannst gerne einen Thread aufmachen, wenn es so etwas nicht schon gibt. Ich finde viele der physikalischen Diskussionen hier interessant - zumal es auch Leute gibt, die das durchaus vernuenftig von einem nichtphysikalischen Blickwinkel beleuchten. Manche Leute scheinen auch wirklich Ahnung zu haben, wie beispielsweise Cthugha. Die qualitative Erklaerung der Hawking-Strahlung war richtig - so weit ich es [B]jetzt[/B] ueberblicken kann... Nach den "Quantum fields in curved space-time" lese ich es mir nochmals durch ;)
LaChatte[QUOTE]LaChatte müßte sich dann aber mit allzu philosophistischen Spekulationen zurückhalten [/QUOTE]

Ob das wohl geht? ich glaube kaum, ich bin einigermassen bewandert in der Eso-Variante von Philosophie, und ich habe mir vorgenommen, zu untersuchen, wie weit dies mit naturwissenschaftlichen und physikalischen Realitäten übereinstimmt, was ich da mache.

[QUOTE][Hier habe ich c=1 gesetzt, wie in der Literatur über Relativitätstheorie üblich.][/QUOTE]

Das ist auch vom philosophischen Standpunkt her eine begrüssenswerte Entscheidung, da Gott - das Absolute - auch die Ein-heit genannt wird, die idealerweise durch die Zahl Eins dargestellt wird. Eins ist auch: das männliche, schaffende, aktive Prinzip, in der chinesischen/taoistischen Tradition das Yang.

Als dazu passendes Yin, hingebendes, weibliches, passives Prinzip, die Essenz, die Zwei, käme die Graviatation in Frage, die schliesslich auch für Physiker immer noch eine sehr geheimnisvolle, und so viel ich sehe auch recht widerspenstige Kraft ist. (das ist jetzt sehr spekulativ, fühlt sich aber gut an. ;) )

Wir lernen daraus: mit materiellen Mitteln ist es nicht möglich, zur Einheit (Gott, dem Absoluten) zu gelangen, da das ganze Universum nicht genug Energie enthält, um das zu schaffen. Wer die Einheit erfahren will, braucht andere Mittel... (doch darüber sagt uns die Physik im Moment nichts, soweit ich es überschauen kann). Wobei die tatsächliche Quelle, das Dao (der Kreis um das Yin-Yang herum, die Monade) noch jenseits von Licht und Gravitation ist, jenseits von aller Manifestation und vom Kreis - der Null - symbolisiert wird, wahlweise auch vom Unendlichen. Das ist dann jener Bereich, der noch "vor" (oder wie man das sagen soll) dem Urknall war.

Apropos Urknall: kann mir jemand sagen, warum sich die Welt ausdehnt? und warum nicht gleich nach dem Urknall, aufgrund der riesigen Dichte, das Ganze nicht sofort wieder in sich zusammengefallen ist?
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Apropos Urknall: kann mir jemand sagen, warum sich die Welt ausdehnt? und warum nicht gleich nach dem Urknall, aufgrund der riesigen Dichte, das Ganze nicht sofort wieder in sich zusammengefallen ist? [/B][/QUOTE]

Die Physiker wären froh, wenn sie das könnten. Man weiß, dass die Gravitation, die die Masse zusammenzieht und eine andere Kraft, die für die beobachtete Expansion sorgt, miteinander konkurrieren und dass letzten Endes die Expansion derzeit sogar zunimmt.

Als Erklärung haben die Theoretiker kurzerhand eine Dunkle Energie definiert, die die Expansion bewirkt. Was genau dahintersteckt, weiß derzeit niemand mit Sicherheit.
Ein anderer Erklärungsversuch sind Stringtheorien, gemäß denen die Gravitation bei großen Abständen schwächer ist als derzeit angenommen und es deswegen zur Expansion kommen kann. Wirklich exakte quantitative Erklärungen gibt es derzeit leider nicht wirklich.

[QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i]
[B]
Manche Leute scheinen auch wirklich Ahnung zu haben, wie beispielsweise Cthugha.
[/B][/QUOTE]

Nicht wirklich. Ich oute mich hier zwar jetzt mal als angehender Diplomphysiker kurz vor der Diplomarbeit, aber da ich komplett aus der anderen Richtung der Physik komme (experimentelle Festkörperphysik), habe ich wahrscheinlich kein besseres Verständnis von der Materie als ein Laie, wenn man mal von der mathematischen Beschreibung absieht.
LaChatte[QUOTE]Die Physiker wären froh, wenn sie das könnten. Man weiß, dass die Gravitation, die die Masse zusammenzieht und eine andere Kraft, die für die beobachtete Expansion sorgt, miteinander konkurrieren und dass letzten Endes die Expansion derzeit sogar zunimmt.[/QUOTE]

Ach gut, dann habe ich also nichts verpasst. Ich dachte schon, ich hätte da was übersehen.

[QUOTE]Als Erklärung haben die Theoretiker kurzerhand eine Dunkle Energie definiert, die die Expansion bewirkt. Was genau dahintersteckt, weiß derzeit niemand mit Sicherheit.[/QUOTE]

Sigmund Freud hätte seine Freude an der Dunklen Energie. ;)
Es ist wirklich interessant zu beobachten, welche Namen Menschen den Grossen Unbekannten Einflüssen geben. Da kann man ja ganze Theologien darauf aufbauen... :D

[QUOTE]Ein anderer Erklärungsversuch sind Stringtheorien, gemäß denen die Gravitation bei großen Abständen schwächer ist als derzeit angenommen und es deswegen zur Expansion kommen kann. Wirklich exakte quantitative Erklärungen gibt es derzeit leider nicht wirklich.[/QUOTE]

Was auf alle Fälle immer noch die Frage offen lässt, wie das Universum jene Phase expandierenderweise überlebt hat, als die Abstände noch "klein" waren, was auch immer klein in diesem Zusammenhang bedeuten mag...

Vielleicht sollte ich mich in der Zwischenzeit noch etwas mit der vedischen Kosmogenese beschäftigen, bei der die Universen aus Vishnus Bauchnabel heraus wachsen, dann eine Weile lang bestehen bleiben, und nachher wieder zurück in den Ursprung gehen, was ja auch zumindest einer möglichen physikalischen Idee entspricht.
darkmav@ LaChatte: Gott die eins, Gravitation die zwei... Da könnte etwas dran sein ;) Nicht umsonst hat das Graviton als einzig bekanntes Elementarteilchen den Spin 2, was daher rührt, daß das Gravitationsfeld ein Tensorfeld zweiter Ordnung ist.

@ Cthugha: Bin angehender promovierter Physiker in der Endphase der Doktorarbeit ;-) Bin aber auch auf einem ganz anderen Gebiet tätig: Digitale Bildverarbeitung in den Umweltwissenschaften. ART und diese ganzen anderen abgefahrenen Dinge sind sozusagen nur mein Hobby :)
Zaunkönig[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Was auf alle Fälle immer noch die Frage offen lässt, wie das Universum jene Phase expandierenderweise überlebt hat, als die Abstände noch "klein" waren, was auch immer klein in diesem Zusammenhang bedeuten mag... [/B][/QUOTE]

Mal ganz intuitiv würd ich sagen, dass das einfach mit dem Druck zu erklären ist...zumindest teilweise...
Auch sterne stürzen ja - normalerweise - nicht in sich zusammen, denn der Gravitationskraft ihrer selbst ist der Gasdruck entgegengesetzt.
-> Ein sich selbst überlassenes System kann nicht von allein auf eine singularität zusammenschrumpfen, es muss gezwungenermaßen zur expansion kommen.
Selbst Neutronensterne und Schwarze Löcher haben ja ne Ausdehnung, oder?

Außerdem: Wars nicht so, dass zu anfang überhaupt keine Masse existierte, sondern nur reine Energie? Wie ist das da mit der Gravitation? Die kommt doch eigentlich überhaupt nicht zum Tragen...

lieg ich richtig?


Wart ma....Gott die eins, weil c = 1 gesetzt wird... heißt das, dass Licht göttlich ist?? Stimmt ja: Gott sprach: Es werde Licht...:D
LaChatte[QUOTE]Wart ma....Gott die eins, weil c = 1 gesetzt wird... heißt das, dass Licht göttlich ist?? Stimmt ja: Gott sprach: Es werde Licht...[/QUOTE]

Nein, umgekehrt: es ist (nicht nur vom mathematischen, sondern auch vom spirituellen Aspekt her) sinnvoll, c=1 zu setzen, da Licht Ausdruck des Göttlichen ist durch seine (physikalischen) Eigenschaften:

Absolutheit /der Lichtgeschwindigkeit/
Masselosigkeit (immateriell)
unsichtbar, aber indirekt erfahrbar / wahrnehmbar
raumlos
zeitlos (ewig?)

Ein bisschen Zahlenmystik:

0 (Null) ist das Ei, das Potenzial, das Ungeschaffene.

1 (Eins) ist das aktive, männliche, ausdehnende Prinzip (Licht dehnt sich aus; wenn man eine Kerze anzündet, erschafft das Licht eine sich ausdehnende Kugel rundherum). Mit etwas gutem Willen kann man im Symbol 1 einen Phallus erkennen.

2 (zwei) ist das passive, weibliche, zusammenziehende Prinzip (Gravitation zieht an, zieht zusammen). Mit noch mehr gutem Willen kann man im Zeichen 2 eine stilisierte Vagina erkennen.

3 (drei) = 1 + 2 ist gemäss den Pythagoräern die erste wirkliche Zahl; sie steht auch für Schöpfung, da aus eins/Mann, vereinigt/addiert mit zwei/Frau dann das Dritte, das Kind entsteht. Die Form der 3 gleicht der nährenden Mutterbrust. Die physikalische Spekulation dazu lautet: die Interaktion von Eins/Licht/ausdehnend und Zwei/Gravitation/kontrahierend erzeugt die materielle Welt der Erscheinungen.


[QUOTE]Mal ganz intuitiv würd ich sagen, dass das einfach mit dem Druck zu erklären ist...zumindest teilweise...[/QUOTE]

Doch mit bestimmten Verhältnissen von Masse zu Dichte entstehen doch schwarze Löcher? Und gleich nach dem Urknall, auch wenn die Energie noch nicht in Form von Materie organisiert war, so muss doch die Gravitation ungeheuer gross gewesen sein? Und wenn Masse und Energie äquivalent sind, spielt es da für die Gravitation eine Rolle, in welcher Form die Energie gerade vorliegt?
LaChatteAch, noch ein nettes Detail:

[COLOR=limegreen]Inzwischen sind immer genauere Methoden zur Messung der Lichtgeschwindigkeit entwickelt worden. Bei den modernsten Verfahren verwendet man hochstabilisierte Laser und spezielle Techniken zur Messung ultrahoher optischer Frequenzen. Schliesslich wurden die Messungen so präzise, dass sich die verbleibende Ungenauigkeit nur noch auf die Unschärfe der internationalen Standardlängeeinheit, des Meters, zurückführen liess. 1983 beschloss man deshalb, die dreihundertachtzigjährige Geschichte der Lichtgeschwindigkeitsmessungen für immer zu beenden. Statt eine Längeneinheit festzulegen, wie es bisher immer geschehen war, bestimmte man die Lichtgeschwindigkeit! Man setzte ihren Wert mit der damals genauesten Messung von 299'792'458 Meter pro Sekunde gleich. Von 1983 an war die Lichtgeschwindigkeit keine Grösse mehr, die man durch Messung bestimmt - sie war durch Übereinkunft auf den genannten Wert festgelegt worden.

(...)

Wie Grosseteste es sich vorgestellt hat, lässt das Licht durch seine Ausbreitung den Raum entstehen.[/COLOR]

Arthur Zajonc: die gemeinsame Geschichte von Licht und Bewusstsein, S. 310 f.
skywalker[QUOTE][i]Original geschrieben von Cthugha [/i]
[B]Die Physiker wären froh, wenn sie das könnten. Man weiß, dass die Gravitation, die die Masse zusammenzieht und eine andere Kraft, die für die beobachtete Expansion sorgt, miteinander konkurrieren und dass letzten Endes die Expansion derzeit sogar zunimmt.

Als Erklärung haben die Theoretiker kurzerhand eine Dunkle Energie definiert, die die Expansion bewirkt. Was genau dahintersteckt, weiß derzeit niemand mit Sicherheit.
Ein anderer Erklärungsversuch sind Stringtheorien, gemäß denen die Gravitation bei großen Abständen schwächer ist als derzeit angenommen und es deswegen zur Expansion kommen kann. Wirklich exakte quantitative Erklärungen gibt es derzeit leider nicht wirklich. [/B][/QUOTE]
Ergänzung. Der Raum ist in Übereinstimmung mit Einsteins Relativitätstheorie gekrümmt, und zwar so, das er zwar endlich, aber grenzenlos ist. Eigentlich kann man nicht einmal behaupten, dass der Raum sich ausdehnt, denn wie der Physiker und Nobelpreisträger Steven Weinberg richtig anmerkt, expandieren weder Sonnensysteme und Galaxien noch der Raum selbst. Stattdessen entfernen die Galaxien sich voneinander.

Sehr interessante Links zur dunklen Materie:

[url]http://www.weltderphysik.de/de/1108.php[/url]
[url]http://www.astroteilchenphysik.de/topics/dm/dm.htm[/url] (selten und außergewöhnlich)
[url]http://www.raumfahrer.net/astronomie/kosmologie/darkmatter.shtml[/url]
[url]http://www.astro.uni-bonn.de/~deboer/pdm/pdmdmtxt.html[/url]

@La Chatte
Übrigens Lichtgeschwindigkeit; Das gilt nur für das Medium Vakuum. Es gibt neue Erkentnissen über Medien die höhere Geschwindigkeiten aufweisen. Ich habe aber vergessen wo ich das gelesen hatte. Das einzige was ich im Internet gefunden habe ist folgendes, aber bin mir nicht sicher ob das von mir gemeinte wäre:
Tscherenkow-Strahlung entsteht, wenn sich Teilchen in einem Material schneller als das Licht in diesem Material bewegen. Denn dass nichts schneller sein kann als Licht, gilt nur im Vakuum. In dichteren Stoffen - wie beispielsweise Wasser - kann Licht von Teilchen überholt werden. Elektrisch geladene Teilchen erzeugen dabei Tscherenkow-Strahlung: Wie bei einem Überschallflugzeug, das die Schallmauer durchbrochen hat, entsteht ein Überlichtkegel.


Gruß
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von skywalker [/i]
[B]Ergänzung. Der Raum ist in Übereinstimmung mit Einsteins Relativitätstheorie gekrümmt, und zwar so, das er zwar endlich, aber grenzenlos ist. Eigentlich kann man nicht einmal behaupten, dass der Raum sich ausdehnt, denn wie der Physiker und Nobelpreisträger Steven Weinberg richtig anmerkt, expandieren weder Sonnensysteme und Galaxien noch der Raum selbst. Stattdessen entfernen die Galaxien sich voneinander.
[/B][/QUOTE]

Das hängt davon ab, wie genau man letztendlich Expansion definiert. Ein stark vereinfachtes Modell vergleicht die Galaxien, die sich voneinander entfernen mit Punkten auf der Oberfläche eines Ballons. Wenn man den Luftballon aufpustet, bewegen sich die Punkte auf seiner Oberfläche alle voneinander weg. Wenn man sich das Ganze in einer Dimension mehr vorstellt, hat man ein stark vereinfachtes Modell vom Universum. Es ist zwar alles andere als exakt, aber dem Anfänger dürfte es zumindest eine Idee vermitteln, warum sich alle Galaxien voneinander entfernen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von skywalker [/i]
[B]
@La Chatte
Übrigens Lichtgeschwindigkeit; Das gilt nur für das Medium Vakuum. Es gibt neue Erkentnissen über Medien die höhere Geschwindigkeiten aufweisen. Ich habe aber vergessen wo ich das gelesen hatte. Das einzige was ich im Internet gefunden habe ist folgendes, aber bin mir nicht sicher ob das von mir gemeinte wäre:
Tscherenkow-Strahlung entsteht, wenn sich Teilchen in einem Material schneller als das Licht in diesem Material bewegen. Denn dass nichts schneller sein kann als Licht, gilt nur im Vakuum. In dichteren Stoffen - wie beispielsweise Wasser - kann Licht von Teilchen überholt werden. Elektrisch geladene Teilchen erzeugen dabei Tscherenkow-Strahlung: Wie bei einem Überschallflugzeug, das die Schallmauer durchbrochen hat, entsteht ein Überlichtkegel.
[/B][/QUOTE]

Da muß man unterscheiden. Die Maximalgeschwindigkeit mit der sich Information ausdehnen kann, ist die Lichtgeschwindigkeit (im Vakuum). Im Material können sich zwar gewisse Teilchen schneller ausbreiten als das Licht, so dass es zur Tscherenkov-Strahlung kommt. Das ist für die Relativitätstheorie und die Definition von Begriffen wie der Weltlinie des Photons aber unerheblich, weil die Vakuumlichtgeschwindigkeit nicht erreicht wird.

Interessanter ist, dass es auch im Vakuum bei bestimmten experimentalen Aufbauten Wellenfronten gibt, die sich schneller als das Licht fortbewegen.
Der interessante Punkt ist hier, dass man zwischen Gruppen- und Phasengeschwindigkeit unterscheiden muß. Eine Welle, die Information trägt, kann man sich immer aus unterschiedlichen Schwingungen zusammengesetzt vorstellen. Einzelne dieser Schwingungen können sich schneller ausbreiten als die Lichtgeschwindigkeit. Die gesamte Wellenfront kann es aber nicht. Da Information nur durch die gesamte Wellenfront übertragen werden kann, bleibt die Lichtgeschwindigkeit die maximale Geschwindigkeit, mit der Information sich ausbreiten kann, die Lichtgeschwindigkeit. Dennoch sind diese Experimente natürlich recht interessant und wurden (bzw. werden) von der Fachwelt interessiert beobachtet.
ZaunkönigWoraus besteht denn Tscherenkow-Strahlung? ...
Ist das bloß eine theoretische Sache, oder tatsächlich durchführbar? Wenn ja, was beschleunigt man denn da worin, dasses schneller als Licht wird?
Interessant, das...davon hab ich noch nie gehört^^
CthughaUff, ich bin doch kein Teilchenphysiker.
Also Tscherenkowstrahlung entsteht, wenn schnelle, geladene Teilchen sich durch relativ dichte Materie bewegen und dabei schneller sind als die Lichtgeschwindigkeit im betreffenden Medium.
Dabei werden Photonen ausgesendet (meist im blauen Bereich).

Hie und da findet man Bilder von Kernkraftwerken, in deren Wasserbecken man Tscherenkowstrahlung sieht. Ich hab aber leider gerade kein Bild zur Hand.

Um detaillierter zu verstehen, was da passiert, muß man sich überlegen, was geladene Teilchen beim Durchgang durch ein Medium tun. Da sie geladen sind, werden die Atome im Medium leicht polarisiert und ausgelenkt. Dabei werden Ladungen leicht beschleunigt und wieder abgebremst. Wann immer auf Ladungen eine Beschleunigung wirkt, strahlen sie Licht ab.
Im Medium entstehen dadurch viele Lichtwellen, die sich gegenseitig überlagern. Im Regelfall überlagern sie sich so, dass im Endeffekt nichts übrig bleibt.
Wenn sich die geladenen Teilchen aber schneller ausbreiten als das Licht, werden die Wellen schneller erzeugt als sie sich auslöschen können. Das Licht, das entkommt, wird als Tscherenkow-Strahlung sichtbar.

Das ist quasi das optische Äquivalent zum Überschallknall in der Akustik und wird zum Beispiel in manchen Teilchendetektoren eingesetzt, um Teilchen über diese Strahlung nachzuweisen.
Zaunkönig[IMG]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/68/TrigaReactorCore.jpeg/300px-TrigaReactorCore.jpeg[/IMG]
Da isse die, Tscherenkowstrahlung^^
Beschleunigte Ladungen emittieren Licht?
Das heißt...wenn ich zB ein Elektron zwischen zwei Kondensatorplatten stecke und es deswegen beschleunigt, sendet es meinetwegen Blaues Licht oder Radiowellen oder sonstwas aus, aber im nächsten moment gleich wieder, so dass die beiden Strahlen/Wellen sich überlagern?
Schwer vorzustellen...Bedeutet das, nicht die ganze Energie des Elektrischen Feldes wird in Beschleunigung umgesetzt?

Komische Sache...
skywalker[QUOTE] Das hängt davon ab, wie genau man letztendlich Expansion definiert. Ein stark vereinfachtes Modell vergleicht die Galaxien, die sich voneinander entfernen mit Punkten auf der Oberfläche eines Ballons. Wenn man den Luftballon aufpustet, bewegen sich die Punkte auf seiner Oberfläche alle voneinander weg. Wenn man sich das Ganze in einer Dimension mehr vorstellt, hat man ein stark vereinfachtes Modell vom Universum. Es ist zwar alles andere als exakt, aber dem Anfänger dürfte es zumindest eine Idee vermitteln, warum sich alle Galaxien voneinander entfernen. [/QUOTE]
Stimme ich zu, andererseits meine Aussage richtete sich bewusst auf die vorläufige Erkenntnis, dass wir nicht in einer großen, sich ständig ausweitenden Blase schweben. Wir werden so zu sagen in einer höheren Dimension an der Nase herumgeführt.

Genau wie man nirgendwo einen Rand des Universums finden kann, so gibt es auch keinen Ort, an dem man sich in die Mitte stellen und sagen könnte: „Hier hat alles angefangen. Hier ist der Mittelpunkt von allem“ Wir sind eigentlich alle im Mittelpunkt von allem. Eigentlich wissen wir noch nicht einmal das ganz genau; mathematisch lässt es sich nicht beweisen.
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von Zaunkönig [/i]
[B]
Beschleunigte Ladungen emittieren Licht?
Das heißt...wenn ich zB ein Elektron zwischen zwei Kondensatorplatten stecke und es deswegen beschleunigt, sendet es meinetwegen Blaues Licht oder Radiowellen oder sonstwas aus, aber im nächsten moment gleich wieder, so dass die beiden Strahlen/Wellen sich überlagern?
Schwer vorzustellen...Bedeutet das, nicht die ganze Energie des Elektrischen Feldes wird in Beschleunigung umgesetzt?

Komische Sache... [/B][/QUOTE]

Dass beschleunigte Ladungen Licht emittieren (oder absorbieren) ist ein Ergebnis der klassischen Elektrodynamik. Allerdings gilt natürlich Energieerhaltung.

Das bedeutet, wenn ich ein Elektron stark abbremse, wird Strahlung emittiert. So funktioniert zum Beispiel eine Röntgenröhre oder auch der Hertzsche Dipol (z.B. Antennen).
Wenn ich ein Elektron beschleunige, absorbiert (also quasi "negative Emission" ;) ) es auf die eine oder andere Weise Strahlung. Im Plattenkondensator wird die Beschleunigung zum Beispiel durch das elektromagnetische Feld bewirkt, dessen Wechselwirkungsteilchen die Photonen sind. Mit dieser Betrachtungsweise befindet man sich dann allerdings nicht mehr im klassischen Bild der Elektrodynamik.

Falls das zu unverständlich war, versuche ich morgen, wenn ich etwas wacher bin, noch mal mein Glück. ;)
skywalkerMartin Rees, ein britischer Astronom weist darauf hin, dass insbesondere sechs Zahlen unser Universum beherrschen; würde sich nur der Wert von einer davon geringfügig ändern, könnte nichts mehr so sein, wie es ist. Damit das Universum in seiner uns bekannten Form existieren kann, muss Wasserstoff sich ständig in einem genau festgelegten, vergleichsweise großen Umfang in Helium verwandeln – nämlich so, dass sich sieben Tausendstel seiner Masse in Energie verwandeln. Wäre dieser Wert nur geringfügig niedriger – beispielsweise nicht 0,007 sondern 0,006 Prozent, - könnte keine Umwandlung mehr stattfinden; dann würde das Universum aus Wasserstoff und nichts anderem bestehen. Ein geringfügig höherer Wert – 0,008 Prozent – und die Verschmelzung würde so heftig ablaufen, dass der Wasserstoff schon längst aufgebraucht wäre.

Das ist einer der Gründe, warum manche Experten glauben, es habe noch viele andere Urknalle gegeben, vielleicht sogar Billionen und Aberbillionen, die sich über die gewaltige Zeitspanne der Ewigkeit verteilen; dass wir gerade in diesem einen existieren, liegt demnach daran, dass es der Einzige ist, in dem wir existieren könne.

Rees meint, es gibt viele Universen, möglicherweise sogar eine unendlich große Zahl, in denen unterschiedliche Eigenschaften jeweils in anderen Kombinationen vorkommen, und wir leben einfach in demjenigen, dessen Merkmalskombination uns die Existenz ermöglicht.

Gruß
Zaunkönigjupp dat hab ich auch gelesen, und ich find es macht sinn...

aber 7 tausendstel und 0.007 prozent sind n ziemlicher unterschied...welches is denn die richtige zahl?

@Cthugha: Nee war scho recht verständlich, aber davon, dass die Wechselwirkung im Elektrischen feld von photonen ausgetragen wird, is mir auch neu...und dat kann ich mir auch nich recht vorstellen^^
dunkelfuersthat jetz keine bock alles gründlich nachzulesen, aber die frage nach dem "vor dem Anfang des universums" find ich müßig, wenn man davon ausgeht , dass die zeit als eine dimension mit dem universum entstanden ist. das "vor" setzt die zeit vorraus;)
skywalkerDeshalb ist Lesen gut.

Außerdem das ist eine Theorie keine Tatsache. Wenn das Kausale Verhältnis existiert, dann existiert auch die Zeit.

Das ist auch der Grund warum die Experten solche Thesen aufstellen.

Deshalb ist gutes Philosophieren so anspruchsvoll.

Gruß
I6TvCzMDie Materie ist entgegen einer zu erwartenden Urknalltheorie nicht gleichmäßig verteilt- wir haben ein inhomogenes Weltall mit fast leeren Himmelsräumen und andererseits Zusammenballungen von Materie zu Galaxien. Galaxien, die es nach dem Urknallmodell gar nicht geben dürfte.
skywalkerDefinitiv nicht, hättest du die Beiträge der User hier, hättest du so etwas nicht geschrieben. Die Inflationstheorie erklärt das Gegenteil von deiner Behauptung. Und die Supernovas sind die Ergänzung.

Gruß
I6TvCzMInflationäres Universum bezeichnet eine Phase extrem rascher Expansion des Universums, von der man annimmt, dass sie unmittelbar nach dem Urknall stattgefunden hat.
Wohlgemerkt: von der man annimmt: nichts genaues weiß man nicht!
müßte doch sonst heißen: von der man weiß oder die unmittelbar nach dem...stattgefunden hat.
Diesen nicht nachprüfbaren Slogans von unter Erfolgsdruck stehenden Wissenschaftlern laufen doch nur diejenigen hinterher, die feststellen mußten, dass sie als Science fiction Autor versagen würden. Was sind schon Erklärungsversuche--Theorien in diesen Fragen- nichts mehr als geistige Onanie.
Das All sieht jedenfalls nicht nach einem Szenario aus wie es ein angeblicher Urknall hinterlassen hätte. Ich kann selber denken.
skywalker[QUOTE][i]Original geschrieben von I6TvCzM [/i]
[B]Inflationäres Universum bezeichnet eine Phase extrem rascher Expansion des Universums, von der man annimmt, dass sie unmittelbar nach dem Urknall stattgefunden hat.
Wohlgemerkt: von der man annimmt: nichts genaues weiß man nicht!
müßte doch sonst heißen: von der man weiß oder die unmittelbar nach dem...stattgefunden hat.
Diesen nicht nachprüfbaren Slogans von unter Erfolgsdruck stehenden Wissenschaftlern laufen doch nur diejenigen hinterher, die feststellen mußten, dass sie als Science fiction Autor versagen würden. Was sind schon Erklärungsversuche--Theorien in diesen Fragen- nichts mehr als geistige Onanie.
Das All sieht jedenfalls nicht nach einem Szenario aus wie es ein angeblicher Urknall hinterlassen hätte. Ich kann selber denken. [/B][/QUOTE]
Natürlich weißt man es sicher nicht. Die Urknallmodelle sind nur Theorien. Das Einzige was sie Wissenschaftler definitiv gefunden haben, was die Urknalltheorie teilweise bestätigt, ist die gemessene Strahlung des Urknalls. Theorie ist übrigens keine These. Mehr Infos, Wikipedia.

Du hast natürlich das Recht zu denken, aber wenn man der Wissenschaft einfach Unwissen vorgibt, das finde ich zuviel. Man sollte seinen Gegner niemals unterschätzen, heißt es. Und die Wissenschaft besteht nicht nur aus einer Person. Das sind viele Experten, die auch nachgedacht haben.
I6TvCzMhallo skywalker,
viele Experten , die auch nachgedacht haben?
das meine ich aber gerade: die vorherrschende- medienbeherrschende Wissenschaftlerklasse-(Junge Wissenschaftler lernen es, still zu sein wenn sie etwas Negatives zum Standard-Urknallmodell zu sagen haben. Denn wenn sie am Urknall zweifeln, müssen sie befürchten, dass man ihnen die finanzielle Unterstützung entzieht.)
unter dieser Spezie gibt es aber allerdings auch viele, die die "öffentlichen" Theorien bezweifeln.siehe auch da:
[url]http://www.cosmologystatement.org/[/url]
aus einem Vortrag:
Man schätzt, dass es etwa 100 Milliarden Galaxien im Weltraum gibt. Die Verteilung der Galaxien im Weltraum ist sehr ungleichmässig. Es gibt riesige Anhäufungen von Galaxien, aber auch mächtige leere Räume. Die Haufen brauchen Zeit, um zusammenzukommen und die leeren Räume brauchen Zeit um ausgeräumt zu werden. Die Berechnung dieser Zeiträume legt den Schluss nahe, dass das Universum zur Sammlung der Haufen zu jung ist.

Strahlung des Urknalls oder auch Hintergrundstrahlung, welche sehr gleichmäßig verteilt ist- Wo sind die kleinen Unterschiede , die in den verschiedenen Richtungen feststellbar sein müßten?

Without some kind of dark matter, unlike any that we have observed on Earth despite 20 years of experiments, big-bang theory makes contradictory predictions for the density of matter in the universe. Inflation requires a density 20 times larger than that implied by big bang nucleosynthesis, the theory's explanation of the origin of the light elements. And without dark energy, the theory predicts that the universe is only about 8 billion years old, which is billions of years younger than the age of many stars in our galaxy.
skywalkerJa ich habe es gelesen, sehr interessant, aber so ist die Welt, das weißt du. Theorien kommen und gehen, manche bleiben. Das ist nicht das erste und nicht das letzte Mal dass es so was passiert.

Die Wissenschaft hat auch herausgefunden dass Blei sehr giftig war. Aber bis vor kurzem, gab es bleihaltiges Benzin. Genauso war es mit dem FCKW. Alles Geldmacherei. Das Geld ist leider die wahre Religion Heute.

Deswegen finde ich es gut, dass es Dogmatiker, Skeptiker und Kritiker existieren. Alles hat sein Gutes und sein Schlechtes.

Gruß
ValenvaryonHabe den Link ebenfalls gelesen, klar eine intressante These. Doch dieser Auszug kritisiert nur, bietet keine Lösungsansätze. Ist dir bekannt ob diese vlt in weiteren Teilen des original Textes zu finden sind?

Du schreibst "Was sind schon Erklärungsversuche--Theorien in diesen Fragen- nichts mehr als geistige Onanie."

Schließt das die von dir vorgeschlagene Theorie mit ein? *grübel*
Zu dem Vortrag: Wenn ich mich nicht täusche beziehen sich die Berechnungen auf ein Universum ohne dunkle Materie...
-es ist nicht bewiesen das es dunkle Materie gibt
-das Gegenteil ebensowenig
-es gibt jedoch definitiv "etwas" (z.B. dunkle Materie) das auf alle Körper in unserem Universum (Radius: ca 13-16Mrd Lichtjahre, ich schätze das sich die 100Mrd Galaxien darauf beziehen) eine enorme Kraft wirken lässt

zu der ungleichmäßigen Verteilung der Materie:
Temperatur=Bewegung dadurch kann es, wenn der Zufall es will zu einer ungleichmäßigen Verteilung von Materie kommen (sei es in Größen die nur in der Quantenmechanik von bedeutung sind), daduch, dass jeder Körper eine Anziehung auf jeden Körper wirken lässt wird sich dieser eine Punkt immer weiter verdichten. Bitte sehr, deine erste Kettenreaktion.
Wenn wir von einem unendlichen Universum ausgehen wird sich dieser Vorgang wohl seeeehhhhr oft wiederholt haben...genau genommen unendlich oft. Wenn man dazu noch eine Prise Expansion hinzufügt lässt sich wohl noch einfacher erklären wie sich der Raum so ungleichmäßig "füllen" konnte. Die Expansion "wirkt" ja auf JEDEN Körper im Universum doch hält die Gravitation die großen "Klumpen" zusammen und auch nur im Radius den die Lichtgeschwindigkeit zulässt, da ihr auch die Gravitation unterworfen ist.
I6TvCzM, ich nehme an du hast schon von der Unschärferelation gehört, nach der es uns unmöglich ist die Standorte und Geschwindigkeiten von Körpern zu gleich genau zu bestimmen. Da wir wissen wie schnell sich das Universum ausdehnt glaube ich das es sich bei den Ergebnissen der Berechnungen
nur um Näherungswerte handeln kann.

*es ist ja auch gar nicht so lange her, da galubten die Menschen die Erde sei flach, das Zentrum des Universums, um welches sic hdie Sterne drehen...*
Mir dünkt das die Wissenschaft heute um einiges schneller vorankommt als noch vor 500 Jahren und so würde es mich nich wundern, wenn in 1-2 Jahren die aktuellen Erkentnisse bereits iweder verworfen sind!

Mfg Valenvaryon

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