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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Digitale Welt wirft Schattenseiten
skywalkerAnlässlich des interessanten Vorschlags von Montrose eröffne ich das folgende Thema, unter Verwendung einer Nachricht, die im Portal Yahoo-News veröffentlicht wurde: [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/nachdenklich/idee.gif[/IMG]

Ganz im Zeichen der Grenzenlosigkeit technologischer Entwicklungen stand das abschließende Expertenforum der ITnT zum Thema "Digitale Welten - Sehnsüchte und Ängste, Gewinner und Verlierer". "Jedes reale Objekt wird in Zukunft einen digitalen Repräsentanten haben", fasste Diskussionsteilnehmer Georg Stonawski vom Zentrum für Virtual Reality & Virtualisierung VRVis
Augen und Gehör könnten mit digitalen Entsprechungen bereits gut bedient werden. Beim Schmecken und Fühlen sei man derzeit zwar noch an Grenzen angelangt, zukünftig könnte zum Beispiel über Ganzkörper-Datenanzüge aber auch dies möglich werden, betonte Stonawski. "Wenn die digitale Welt schöner und echter als die Wirklichkeit empfunden wird, dann haben wir ein Problem", meinte er.

Softwarepark-Hagenberg-Leiter Bruno Buchberger wollte Stonawski zwar nicht widersprechen, stellte aber fest, dass man "nichts erfinden kann, was außerhalb der Natur liegt". Angesichts der entbrannten Diskussion um den Wahrheitsgehalt von digitalen Inhalten meinte Buchberger auf Nachfrage von pressetext: "Je technologisch fortgeschrittener unsere Welt wird, desto philosophischer werden wir uns mit ihr befassen müssen."

Und wieder 12-Runden Fight. [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/sport/extremeboxen.gif[/IMG]

Gruß an alle Fighter! [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/sport/flieger.gif[/IMG]

Vergiss nicht die Handschuhe Monty!!! [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/sport/cup_gold.gif[/IMG]
Fatal*DesireIch möchte ja nicht unhöflich erscheinen, aber was willst du denn mit diesem Thema bewirken skywalker?
Oder ist das ein Thema, das nur Insider verstehen??
skywalker@Fatal*Desire

Deswegen heißt das hier Platz der Philosophen! Ein Teil der Regeln besagt:

Das Philosophieforum soll intellektuellen Austausch auf angemessenem Niveau gewährleisten. Die eröffneten Threads sollen eine interessante, abwechslungsreiche, zielführende und geistreiche Diskussion erwarten lassen.

Philosophische Diskussionen dürfen ihren Ausgangspunkt durchaus in persönlichen Lebensfragen haben, allerdings soll von Anfang an auch das Interesse an einer Betrachtung erkennbar sein, die über das rein Private hinausgreift. Soll in etwa heißen: Über das WESEN der Liebe z.B. kann gerne diskutiert werden, für den konkreten Fall eigenen Liebeskummers dagegen bitte ein anderes Forum suchen.

Der Threadtitel sollte grundsätzlich aussagekräftig sein und dem Leser, soweit möglich, bereits in der Forumsübersicht über den Inhalt des Themas Auskunft geben. Nicht erwünscht sind also Threadtitel wie "Eine wichtige Frage!" oder "Was denkt ihr?". Solche Titel werden gegebenenfalls von der Moderation ohne Rücksprache ausgebessert.

Deshalb werden Themen wie "Odenwälder wo seid ihr?? Freilaufende Hunde.. Worüber freut ihr Euch gerade? Kann man Wachsjacken färben??? Angst im dunklen Wald?? Antikarneval " in anderer Foren behandelt!! [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/liebe/streicheln.gif[/IMG]

Es ist durchaus ein Thema für alle denkenden Menschen. Eine Schattenseite der digitalen Welt heute ist z.B. die Tatsache, dass manche Menschen das Flirten verlernen, (natürlich nicht alle) da sie den Partner bequem mittels virtueller Hilfe herbeisehnen. Und dies ist nur der Anfang!

Ich hoffe geholfen zu haben!
Achaiahich sehe vorallem eine gefahr darin..
wenn es irgendwann möglich ist, sich schöne erfahrungen und vorallem zufriedenheit als wirklich empfundenes erlebniss auch in der virtuellen welt zu erfahren, dann wird es schwieriger, wichtige kontroverse fragen und vorallem politische und gesellschaftliche missstände in der realen welt zu hinterfragen oder gar zu ändern.
denn wenn ich mir mit hilfe meines computers zufriedenheit vorgaukeln kann, indem ich den ganzen tag zb ein virtuelles rollenspiel spiele, dann brauche ich an der realen welt nichts mehr ändern.
unterm strich kann man also davon ausgehen, das die flucht vor der realität, die wir nach meiner meinung in vielen spielen schon heute haben, noch stärkere ausmaße annimmt, bis vlt ins extreme, sodass nicht mehr unterschieden wird von der menschlichen psyche zwischen virtuell und real.
aber mal ehrlich: sowas wie world of warcraft oder neverwinter nights als für real gehaltenes spiel, wäre das nicht saugeil? *gg*


Achaiah
SeperaudeLetztlich wird sich nicht viel ändern. Das wesentliche wurde schon vorbereitet, jedenfalls was die Philosophie betrifft. Es fehlt nur noch eine angemessene Ethik.

Wenn man tatsächlich durch digitale Medien seinen Brgriff von Realtität bedroht sieht, so ist das zwar schön und richtig, aber nichts neues.

Man lese nur mal "Agonie des Realen" von Jean Baudrillard.
"Das Zeitalter der Simulation ist angebrochen".
Letztlich findet keine Unterscheidung mehr statt zwischen suggerierten Wahrnehmungen und natürlichen. Alles verliert sich im Nebel aus der verlorenen einfachen Realität.
Man knüpfe diese Vorstellung an die absurde Philosophie Camus an und alles ergibt eine erschreckend stimmige Entwicklung.

Durch die zunehmende Computerisierung des alltäglichen Lebens wird einem nur vielleicht bewusster, wie wenig "Realität" doch auch im sogenannten "Real-Life" steckt.

Das birgt natürlich vielerlei Gefahren. Ich kenne einige Studenten die lieber World of Warcraft zocken als ihre Freundinnen zu vögeln. ;-)
ZaunkönigDas isses, was ich am Film "Matrix" nie verstanden habe:
DIe Menschen sind in der Matrix zufrieden, leben ihr Leben, und denken, dass es einen Sinn hat...Was ist daran so schlimm? Wenn sie sich von den Maschinen befreit haben, ist es dann nicht im grunde das selbe, ein Selbstbetrug? Warum sind die Rebellen, die die Matrix und damit das Leben vieler Menschen zerstören wollen, die Guten, und der Typ, der zurück in die Matrix wollte, der Böse?
Was ist daran so schlimm, in der Matrix zu leben?
Alles nur Pathos?

lol...das läuft natürlich auf die Frage nach dem Sinn des Lebens hinaus...Mist...

PS: ICh bezieh mich nur auf den ersten Film, der zweite war so schlecht, dass ich mich nicht mehr dran erinnere, den dritten hab ich gar nicht erst gesehen....
SeperaudeZaunkönig:
Die anderen beiden filme haben auch ihre Geltung. Zumindest in philosophischer Hinsicht. Sie wurden nur übervermarktet und sind recht unverständlich für den Otto-Normal-Verbraucher.

Letztlich verstehe ich die Sache mit Matrix als Gleichnis für die Dimension der Erkenntnis. Wer außerhalb der Matrix lebt, hat es zwar schwer, ist aber aufgeklärt über die Dinge die da laufen.
Letztlich kann man das wunderbar auf das Höhlengleichnis Platos übertragen.
Wenn man die Matrix als die kleine Welt der Dumm-Menschen versteht, dann ergibt das durchaus alles einen Sinn.
Die Illusionen fallen ab und übrig bleibt eine recht trostlose "Wüste der Wirklichkeit"
Natürlich gelten dort absurde Gesetze und die Suche nach Klarheit gestaltet sich nicht mehr so einfach wie im vorigen Leben.

Und durch die allg. Unbequemlichkeit des befreiten Lebens gelangt man schnell zu dem Wunsch ins alte Leben zurückzukehren, was einen Betrug und einen Varrat darstellt an allem, was heilig ist.
"Unwissenheit ist ein Segen" sprach Seifer bevor er, um wieder in die Matrix zu gelangen, durch seinen Verrat beträchlichen Schaden in der Welt außerhalb der Matrix anrichtete.

Es ist sehr schlimm zufrieden in der Matrix zu leben und zu "denken, dass es einen Sinn hat".
Das ist Genügsamkeit. Und die Quelle allen Übels.
skywalker[QUOTE] Letztlich verstehe ich die Sache mit Matrix als Gleichnis für die Dimension der Erkenntnis... Wer außerhalb der Matrix lebt, hat es zwar schwer, ist aber aufgeklärt über die Dinge die da laufen.Letztlich kann man das wunderbar auf das Höhlengleichnis Platos übertragen................
Es ist sehr schlimm zufrieden in der Matrix zu leben und zu "denken, dass es einen Sinn hat".
Das ist Genügsamkeit. Und die Quelle allen Übels. [/QUOTE]

Stimme ich zu. Die Menschen in DDR hatten es auch "gut" in ihrer Matrix!! [IMG]http://www.smileyhome.de/smilies/froehlich/jarswim.gif[/IMG]
MontroseDas Problem ist, daß man irgendwann auf die Idee kommen könnte, Menschen unfreiwillig auf die Traumreise zu schcken und sie damit eines eigenen Lebens betrügt.

Ganz neu ist das nicht. Denn der Mensch konte schon immer durch Lügen Virtualität erzeugen und damit anderen ihre Lebenschancen nehmen. Da sich die Menschen aber nach wie vor in der materialen Welt befanden, hatten sie eine Chance, auszubrechen: indem sie Aussagen hinterfragten, Lügen entlarvten oder sogar offen rebellierten, Gegengewalt ausübten.

Die Virtualisierung des Lebens nimmt jedoch diese Möglichkeit, weil jede Hinterfragung, jede Rebellion selbst nur Fiktion sein könnte.

Anders ausgedrückt: mit der Virtualisierung werden die grundlegenden Menschenrechte auf ein eigenes, selbstbestimmtes Leben ausgehebelt. Darin steckt das Problem.

[QUOTE]Über Ganzkörper-Datenanzüge[/QUOTE]Das dürfte erst der Anfang sein. Jedenfalls sind, wie mir Teilehmer einer Konferenz bestätigten, die Simulationen bereits sehr sehr real. Das Ganze wird selbstverständlich mti Hirnforschung kombiniert, so dasß da in den nächsten 20 Jahren noch einige Revolutiönchen zu erwarten sind.

[QUOTE]"Wenn die digitale Welt schöner und echter als die Wirklichkeit empfunden wird, dann haben wir ein Problem", meinte er.[/QUOTE]Das müßte man näher ausführen.

[QUOTE]ber fest, dass man "nichts erfinden kann, was außerhalb der Natur liegt"[/QUOTE]Das ist eine Lüge. Man kannn Dinge erfinden, die außerhalb der Natur liegen.

[QUOTE]"Je technologisch fortgeschrittener unsere Welt wird, desto philosophischer werden wir uns mit ihr befassen müssen."[/QUOTE]Das ist Wunschdenken. Die meisten Leute setzen sich auch nicht mit den jetzigen Möglichkeiten der Medien "philosophisch" auseinander, warum sollten sie es dann mit zukünftigen Medien tun? Der Massenfilm Matrix drang entgegen der Meinung anderer, die den Film so furchtbar "philosophisch" fanden, überhaupt nicht zu den eigentliche Prolemen vor. Es war ein Pop-Patch-work von "überraschenden Gedanken", losgeballert auf ein total überfordertes Publikum, und das noch in einer Welt, die mit unserer nicht viel gemeinsam hat.

Hätte solch ein Film einen ernsthaften Anspruch, dann würde er es wie jeder gute Pädagoge machen: erst einmal mit wenigen, einfachen Dingen anfangen, die man auch selbst erleben kann. In Matrix geschah genau das Gegenteil: ein Zirkusspektakel. So wurde per Software Kungfu ins Hirn eingespielt ..... aber die Frage, was es bedeutet, andere körperlich zu schädigen, und was es bedeutet, nicht mehr lernen zu müssen, sondern sich Wissen einfach zu kaufen .... das reflektierte der Film nicht. Die Helden von Matrix waren selbst fragwürdig. Ihre Klammotten und Waffen nichts weiter als Merchandising eines subtilen Faschismus. Matrix zeigte keine Philosophie, sondern Schund. Da lob ich mir einen Tarantino-Film, denn der ist wenigstens ehrlich.

[QUOTE]DIe Menschen sind in der Matrix zufrieden, leben ihr Leben, und denken, dass es einen Sinn hat...Was ist daran so schlimm? [/QUOTE]Daß der Mensch eine Würde hat, ein recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Zwangsbeglückung ist der falsche Weg.
Stell Dir mal vor, man würde Dich 24 Stunden lang auf einen Sessel schnallen, und Du müßtest Fernseh gucken, bloß weil die Fernsehmacher der Meinug sind, daß Dich das glücklich und zufrieden macht.

Ein selbstbestimmtes Leben setzt voraus, daß ich selbst entscheide, was mich "zufrieden" macht, ja ob ich überhaupt zufrieden sein will. Es ist mein leben und nicht das eines Medienfuzzis.

[QUOTE]Wer außerhalb der Matrix lebt, hat es zwar schwer, ist aber aufgeklärt über die Dinge die da laufen.[/QUOTE]Das ist eine belanglose Aussage.

[QUOTE]Es ist sehr schlimm zufrieden in der Matrix zu leben und zu "denken, dass es einen Sinn hat".[/QUOTE]Das sehe ich auch so, daß das schlimm ist.

Vielelicht komm ich mal dazu, Deine Literaturtips nachzulesen. Jedenfalls finde ich das cool von Dir, das dann gleich mit Camus zu verbinden. Da magst Du recht haben, daß das alles in dieselbe Richtung geht.

Es kommt darauf an, wer den Sinn eigentlich festlegt. Die von Dir erwähnte "trostlose Wüste der Wirklichkeit" ist ja nicht DIE Realität, sondern das Weltbild eines depressiven Hirnes. Es gibt viele Menschen, die sehen etwas ganz anderes als Trostlosigkeit, und sie haben Grund dazu.

Bislang konnte zwar jeder versuchen, den anderen zu missionieren, zu überzeugen usw. Der Versuch ist ja nicht strafbar. Der andere aber kann Nein sagen. Jetzt aber wird so langsam eine Grenze überschritten, daß demnächst einfach ein anderes Hirn implementiert wird, und dann hast Du überhaupt keinen Hebel mehr zu sagen "Nein, lieber bring ich mich um" usw.

Ein grundlegendes Prinzip sehe ich im folgenden: je mehr der Mensch kontrolliert, je weniger ihm etwas unkontrolliertes widerfahren kann, desto weniger kann er sich selbst erleben. Der Grund dürfte darin bestehen, daß ihm bei perfekter Kontrolle nichts mehr anderes als er selbst sich begegnet. Und damit werden seine ganzen Sinne und sein Denken, das ja biologisch betrachtet auf ein Außen gerichtet ist ad absurdum geführt.
Ein weiteres Problem ist, wie schon angedeutet, daß seine Ich-Haftigkeit verloren geht. Wenn ich nur das Drehbuch erlebe und aufführe, das ein anderer geschrieben hat, dann komme ich nicht zu mir selbst. Der Weg zu mir ist ständig durch die Absichten des anderen blockiert.

Von daher ist die Virtualisierung des Lebens nichts anderes als Seelenmord.

[QUOTE]Die Menschen in DDR hatten es auch "gut" in ihrer Matrix!![/QUOTE]Anscheinend haben diese Menschen eher die Freiheit gewählt. Sie haben die Mauer abgebrochen.
ThranduilEine Große Gefahr des Internets besteht darin, dass die zwischenmenschliche Kommunikation mehr oder weniger beinträchtigt wird. Ich muss das sowohl an meinen Mitmenschen als auch an mir selbst feststellen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis Leute, die uneingeschränkten Zugriff zum Internet haben und Leute, die nur die Möglichkeit haben eine beschränkte Zeit online zu sein. Jene, mit dem uneingeschränkten Zugriff (zu denen auch ich gehöre) nutzen diese Möglichkeit. Sie sind jeden Tag online und verbringen dabei viel Zeit vor dem PC. Kommuniziert wird dabei, per INstant Messenger oder per Mail. Selbst meine Nachbarn treten mit mir per ICQ in Kontakt, wo einer von uns doch nur über die Straße laufen müsste. Fragt man schließlich, ob sie mal vor die Tür kommen würden, haben sie meist nur kurz Zeit und kehren dann wieder an den Rechner zurück. Was, bitteschön, bringt diese Art der Kommunikation, mit der man zwar die Möglichkeit hat Menschen weltweit zub erreichen und dabei verlernt mit den Menschen in der Nähe von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren? ICh überlege, ob das Internet vielleicht sogar eine Vereinsamung unter den Menschen auslöst. Wie soll das nur werden, wenn sich die Nutzung des Internets noch ausweitet. Es ist ein sogenanntes Web 2.0 geplant in dem alle Menschen selbst mitwirken sollen. Die Homepages werden dann die Funktionalität eines gewöhnliches Programmes haben. Die Anfänge dessen sind Webblogs. Eine absolut überflüssige Erfindung wie ich meine. Wer braucht so etwas? Dadurch wird doch ohnehin nur Datenmüll produziert. Das Internet ist zwar als Informationsquelle oftmals sehr gut geeignet. Doch sollte Kommunikation besser außerhalb dieses Mediums stattfinden.
Kampfsau[QUOTE]Daß der Mensch eine Würde hat, ein recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Zwangsbeglückung ist der falsche Weg. Stell Dir mal vor, man würde Dich 24 Stunden lang auf einen Sessel schnallen, und Du müßtest Fernseh gucken, bloß weil die Fernsehmacher der Meinug sind, daß Dich das glücklich und zufrieden macht.

Ein selbstbestimmtes Leben setzt voraus, daß ich selbst entscheide, was mich "zufrieden" macht, ja ob ich überhaupt zufrieden sein will. Es ist mein leben und nicht das eines Medienfuzzis.[/QUOTE]

Also die Maschinen in der Matrix verfolgten ja im Grunde ganz eigensinnige Ziele.Sie hatten als Ziel,Energiereserven zu sammeln.

Naja,die Leute die hinterfragt haben,jene die der Matrix entfliehen wollten und in die wahre Welt einkehrten,die hatten auch die Wahl.Nur frage ich mich,was de facto an Zwangsaufklärung soviel besser sein soll.Was macht die Matrix denn weniger Real als die Realität?Es sind beides Welten,die man durch Impulse ans Gehirn enthält.Nur halt nicht durch deinen Körper und die Nervenzellen,sondern über das Datennetz eines Zentralcomputers.

Ich würde mich z.B. ernsthaft fragen,ob ich wirklich jemanden aufklären sollte oder in Unwissenheit lassen würde.

Ich meine es gibt zwei Welten,nur weil man unbewusst in einer Welt zu einer einfachen Energiequelle degradiert ist,soll man den Leuten ihr Glück,dass sie in einer anderen Welt haben wegnehmen?Vielleicht waren sie ja glücklich,haben Freunde und Familie in dieser Welt gefunden.Warum sollte ich diese Menschen da raus reissen?Warum sollte ich sie in eine Welt schicken,in der man in Erdlöchern lebt,von Maschinen abgemetzelt wird und gefilterte Luft atmet.In einer Welt in der man eingeschränkt und schwach ist.Und dieser Schritt ist fast schon absolut.Neo könnte kaum wieder in die alten Zustände zurückkehren.Seifer wollte ja einfach vergessen aber eigentlich könnte jeder Mensch mit etwas Anstand nicht so einfach vergessen wollen,wenn er weiß,dass genau deswegen Menschen sterben werden.

[QUOTE]Hätte solch ein Film einen ernsthaften Anspruch, dann würde er es wie jeder gute Pädagoge machen: erst einmal mit wenigen, einfachen Dingen anfangen, die man auch selbst erleben kann. In Matrix geschah genau das Gegenteil: ein Zirkusspektakel. So wurde per Software Kungfu ins Hirn eingespielt ..... aber die Frage, was es bedeutet, andere körperlich zu schädigen, und was es bedeutet, nicht mehr lernen zu müssen, sondern sich Wissen einfach zu kaufen .... das reflektierte der Film nicht. Die Helden von Matrix waren selbst fragwürdig. Ihre Klammotten und Waffen nichts weiter als Merchandising eines subtilen Faschismus. Matrix zeigte keine Philosophie, sondern Schund. Da lob ich mir einen Tarantino-Film, denn der ist wenigstens ehrlich.[/QUOTE]

Naja,Anderson hat ja relativ normal gelebt,er ist nie in der Gegend rumgehoppelt und hat Leute platt gemacht.Das war doch dieses Fantastische ,dass in seine Welt gedrungen ist.

Die Matrix hat ihren Benutzern neue Möglichkeiten eröffnet.Doch das ging nur gleichzeitig,mit dem Verlust der Absolutheit der Matrix.Man musste erst wissen,das diese Welt fiktiv ist und man an weniger zwingende Gesetze gebunden war,als in der realen Welt.Natürlich war die Matrix insofern Absolut,dass man in ihr sterben konnte.Und was es bedeutet andere zu verletzen.Nun,Neo hat ja gegen Programme gekämpft.Die Agenten waren auch nie einzigartig,bis Smith entstanden ist.Nur hat der es auf Neo und die anderen Menschen und Programme abgesehen.Daher kann ich verstehen,dass er kein Problem damit hatte,Leute zu vernichten,deren einziger Antrieb sein Tot und der Tot aller anderen Menschen ist.Aber die Kampfszenen fand ich persönlich auch am aller nervigsten.

Und das mit dem wegfallendem Lernen.Es wurde schon wenig darauf eingegangen.Doch hat man in einer solchen Welt,gar nicht die Möglichkeit lange lernen zu können.

Neo hätte sich eigentlich nicht bewegen können oder überhaupt etwas anständig tun können in der realen Welt.Sein Körper musste künstlich wiederhergestellt werden.

Vielleicht war das auch die Ironie,das wurde auch in den Filmen angesprochen.Die Menschen kämpfen gegen die Maschinen,jedoch bedürfen sie überhaupt der Hilfe von Maschinen und Programmen,damit sie überleben können.Eigentlich haben sich nur die Beherrschungsbeziehungen verändert.Die Menschen waren immer schon abhängig,sie haben die Maschinen immer schon unterdrückt und irgendwann haben sich die Maschinen weiterenwickelt,bis einmal eine Maschine sich nicht mehr missbrauchen lies und ein eigenes Bewusstsein entwickelte.Sie tötete einen Menschen.Diese Tat brachte die Menschen gegen alle Maschinen auf.Die ungehorsamen Maschinen wurden vernichtet oder verbannt.

Ich habe mal einen Zeichentrickfilm über die Vorgeschichte von The Matrix gesehen.

Irgendwann gelang es den Maschinen eine autonome Gesellschaft aufzubauen die florierte.Angesichts dieser interessanten Entwicklung,wollten die regierenden Menschen mit dieser autonomen Gesellschaft zusammenarbeiten.

Ich weiß nicht wie es genau weiterging,irgendwie taten die Maschinen etwas,was die Menschen in ihrem Stolz verletzte und es kam zum Krieg.Eigentlich könnte man es noch als Gnade der Maschinen sehen,dass sie den Menschen die Matrix gelassen haben.


Das war scheinbar auch das Problem von The Matrix.Es gab ein Videospiel das schlecht war aber Teile der Geschichte enthielt,Animes,Zeichentrickfilme,Bücher glaube ich auch,angeblich ergibt sich nur so der Sinn des Gesamten.

[QUOTE]Bislang konnte zwar jeder versuchen, den anderen zu missionieren, zu überzeugen usw. Der Versuch ist ja nicht strafbar. Der andere aber kann Nein sagen. Jetzt aber wird so langsam eine Grenze überschritten, daß demnächst einfach ein anderes Hirn implementiert wird, und dann hast Du überhaupt keinen Hebel mehr zu sagen "Nein, lieber bring ich mich um" usw.[/QUOTE]

Das ist die Absolutheit der Entscheidungen.Wenn man nur in der Matrix lebt,weiß man nicht ob man die Realität wirklich besser zum leben findet.Wenn ich die Matrix verlasse,habe ich weniger Möglichkeit einfach zurückzukehren und die Matrix wäre bedeutungsloser als zuvor,auch wenn sie nun neue Möglichkeiten offenbart.Seifer haben z.B. der Wein und die Speisen in der Matrix nicht mehr geschmeckt.Und darum sind Morpheus,Neo und Trinity auch immer so "cool".Sehen sie aus,als spüren sie die Schläge und Tritte der Agenten noch wirklich.

Warum konnten Neo und Smith endlose Duelle führen,ohne dass sich wirklich eine Entscheidung abzeichnete.Wenn ich will,kann mein Kopf der Härte von Stahl entsprechen,was macht es da,wenn man ihn gegen eine Holztür rammt?

Die wirkliche Entscheidungsfreiheit ist uns bereits heute schon zu großen Teilen genommen werden,trotzdem gibt es noch gewisse Wege,die halt gewaltige Konsequenzen haben.

Neo wurde durch Morpheus aus der Matrix ins Leben geholt,hätte er sich so entschieden,wenn er gewusst hätte was passieren wird?Naja,er hatte die Wahl aber werden nicht oft Dinge aus falschen Erwartungen heraus getroffen?Aus gewissen Umständen die sich ergeben haben.Hat sich die Matrix an sich nicht auch erst durch bestimmte Ereignisse ergeben,durch Entscheidungen der Gesellschaft.
Kampfsau[QUOTE]Ein grundlegendes Prinzip sehe ich im folgenden: je mehr der Mensch kontrolliert, je weniger ihm etwas unkontrolliertes widerfahren kann, desto weniger kann er sich selbst erleben. Der Grund dürfte darin bestehen, daß ihm bei perfekter Kontrolle nichts mehr anderes als er selbst sich begegnet. Und damit werden seine ganzen Sinne und sein Denken, das ja biologisch betrachtet auf ein Außen gerichtet ist ad absurdum geführt. Ein weiteres Problem ist, wie schon angedeutet, daß seine Ich-Haftigkeit verloren geht. Wenn ich nur das Drehbuch erlebe und aufführe, das ein anderer geschrieben hat, dann komme ich nicht zu mir selbst. Der Weg zu mir ist ständig durch die Absichten des anderen blockiert.

Von daher ist die Virtualisierung des Lebens nichts anderes als Seelenmord.[/QUOTE]

Du redest erst davon,dass der Mensch nur sich selber hat,dass so seine Sinne verkommen.Das ihm nichts unkontrolliertes passiert und die Interessen der anderen ihn führen und er nicht zu sich selbst finden kann.Nur alleine dadurch,dass man nicht nur sich selbst hat,ist man doch schon mindestens an die Absichten anderer gebunden.


Da frage ich mal ganz einfach,kann man sich selbst überhaupt finden?Wie kann man sich selbst finden?Und warum sollte das in der Matrix nicht Möglich sein.

Unser Leben ist doch auch jetzt fremd bestimmt,bestimmt von Trieben,Schicksal,Naturgesetzen,Zufall.

Wir werden immer geformt,können wir uns überhaupt aus uns selbst heraus formen?Ist es nicht so,dass viele Menschen erst aus
Zwang und Druck etwas erreichen.Man kann Menschen zu grausamen Kriegern erziehen oder man kann zum wohlerzogenem Gentleman erziehen ,immer durch äußeren Einfluss.Man kann es nicht verallgemeinern aber ich brauche Druck um zu funktionieren
und andere würden sich selbst zerstören oder gar nichts erreichen.Die lassen sich einfach treiben.Die könnten auch genausogut weiter in der Matrix leben.


Der menschliche Geist ist doch nicht soetwas großartiges wie man es sich immer wünscht.Wir sind doch alle in einer Kapsel eingeschlossen und unsere Sinne sind ein notdürftiges Fenster um
nicht vollkommen abgeschnitten zu sein.Mein Intellekt ist begrenzt,ich kann mir nicht alles merken,weil meine Psyche und meine Gehirnstruktur vielleicht etwas ander als bei einem Genie sind.Jedenfalls ist die Kapsel fast so klein wie das Fenster,aus dem man blickt.

Wie soll man da zu sich selbst finden?Was unterscheidet die Manipulation in dieser Welt von der in der Matrix.Beide haben feste,nicht willkürlich gesetzte Regeln.

Man kann maximal Entscheiden,welche Manipulation man bevorzugt.

In der Matrix kann man Gott sein wenn man will,das ist aber anscheinend nicht der Weg zum ich

Wenn ich mich selber Aufgrund anderer Menschen oder Umstände einschränken muss,dann ist mein Ich auch eingeschnitten.

Außer man definiert sein eigenes Dasein nicht nur über sich selber als Individuum.

Aber das war auch schon immer das Problem,das Beste fürs Individuum ist nicht das Beste für die Gesellschaft.Die Gesellschaft besteht aber aus Individuen.Irgendwer,schränkt einen anderen immer ein,fragt sich nur was gerechter ist,eine Gruppe leidet unter einem Menschen oder ein Mensch leidet unter einer Gruppe
MontroseEin ziemlich durchdachter Text.

Vielleicht ist die einzige Entgegnung, daß wir nicht in solch einer Matrix leben. Und selbst wenn wir an Maschinen angeschlossen wären, würde die technische Anlage und die Stories, welche die Maschinen erzählen, von Menschen gesteuert. Anders als in Matrix begegnen wir keinem anderen Feind als nur uns selbst.

Stanislaw Lem schrieb die Novelle "Der futurologische Kongreß". Es geht in diesem Science Fiction darum, daß den Menschen über Halluzinogene im Trinkwasser eine falsche Welt vorgegaukelt wird.

Eine Szene finde ich da besonders lustig. Der Erzähler wundert sich, warum die Menschen beim Autofahren alle so schnaufen. Ein Freund und hoher Beamter dieser Welt gibt ihm ein Gegenmittel, das ihn von der Wirkung der Halluzinogene befreit. Und da sieht er, daß die Autos alle nur eingebildet sind. In Wirklichkeit rennen die Leute mit nach vorne gehaltenen Armen die Straßen entlang und tun so, als ob sie ein (unsichtbares) Lenkrad bewegen.

Ich glaube, daß eine Gesellschaft immer eine Führung braucht, die für all jene Menschen, die nicht selbst ans Ruder wollen, stellvertretend ihr Glück zusammenbastelt. Was mich beunruhigt, ist weniger das Führerprinzip (das wurde ja niemals in der Geschichte ausgehebelt), als der Umstand, daß die modernen Führer nicht sehr souverän wirken. Unsere Politiker haben die Lage nicht mehr im Griff, und das führt dazu, daß sie langfristig immer weniger Illusionen vom Glück zaubern können.

Daß sie dieses Zaubern zwecks sozialen Friedens tun, ist mir schon lange klar und ich finde es immer wieder bestätigt. Selbst am untersten sozialen Ende beläßt man den Menschen CD-Player, Fernseher und das nötige Geld für Bier und Schnaps, damit sie sich in ihrem Elend volldröhnen können. In den höheren sozialen Schichten greifen dann die üblichen Propagandalügen, daß wir alle frei seien, Individuen, daß wir alle Chancen der Welt hätten. Haben wir natürlich nicht. Daß heutzutage jemand arbeitslos wird, liegt mittlerweile nicht mehr an einer persönlichen Verfehlung, sondern es gibt einfach ein paar Menschen zuviel, mit denen die Gesellschaft nichts anzufangen weiß. Auch die Story vom sozialen Netz und der Liebe als die allseligmachende Kraft ist selbstverständlich eine Propagandalüge. Wer liebt hier wen? Ist doch Mumpitz.

Nun, um zur Virtualität zurückzukehren: ich glaube, die Möglichkeit sich auszuklinken, ist wirklich eines der ersten Menschenrechte. Selbst im schlimmsten Folter-Mittelalter konnten Menschen sagen: ich geh in die Wälder, ins Kloster oder sonstwohin. Dieses Ausklinken bedarf keiner Techniken und auch keiner Medien, sondern es bedarf einer bestimmten Lebensauffassung, sei das jetzt östliche Meditation, Punk-Scheißegalismus, Christentum oder von mir aus irgendeine linke Ideologie.

In einer virtuellen Welt schreiben unter Umständen recht dumme Menschen, Werbefuzzis und gescheiterte Germanisten, das Drehbuch für unser Gehirn. Vielleicht sollte man die Fragen gar nicht so sehr an den Konsumenten, sondern an die Macher der vrituellen Welt richten: mit welcher Philosophie und Ethik, mit welcher Berechtigung sie eigentlich die Drehbücher anderer schreiben wollen.

Ums auf den Punkt zu bringen: Stell Dir vor, ein Techniker könnte die absolute Traummaschine herstellen, welche jedwede Illusion erzeugt, aber er würde Dich fragen, was diese Maschine eigentlich für Träume herstellen soll ....
Es ist dasselbe wie mit dem Fotografieren. Jeder hat mittlerweile eine Digicam, aber wenn Du dann bei Freunden die Bilder anschaust, merkst Du schnell, daß fast niemand sinnvoll mit dieser Technik umgehen kann. Die Bilder sind sterbenslangweilig.
Kampfsau[QUOTE]Vielleicht ist die einzige Entgegnung, daß wir nicht in solch einer Matrix leben. Und selbst wenn wir an Maschinen angeschlossen wären, würde die technische Anlage und die Stories, welche die Maschinen erzählen, von Menschen gesteuert. Anders als in Matrix begegnen wir keinem anderen Feind als nur uns selbst.[/QUOTE]

Naja,in der Matrix regieren keine Menschen,sondern Maschinen regieren die Welt.Und man könnte die Stories als Mensch nur soweit umschreiben,wie es uns jetzt schon als Person mit dem Schicksal gelingt.Manche haben mehr Möglichkeiten,manche haben fast schon feste Bahnen.Entweder sie gehen diese oder sie gehen unter.

[QUOTE]Stanislaw Lem schrieb die Novelle "Der futurologische Kongreß". Es geht in diesem Science Fiction darum, daß den Menschen über Halluzinogene im Trinkwasser eine falsche Welt vorgegaukelt wird.

Eine Szene finde ich da besonders lustig. Der Erzähler wundert sich, warum die Menschen beim Autofahren alle so schnaufen. Ein Freund und hoher Beamter dieser Welt gibt ihm ein Gegenmittel, das ihn von der Wirkung der Halluzinogene befreit. Und da sieht er, daß die Autos alle nur eingebildet sind. In Wirklichkeit rennen die Leute mit nach vorne gehaltenen Armen die Straßen entlang und tun so, als ob sie ein (unsichtbares) Lenkrad bewegen.[/QUOTE]

Da fragt sich einem nur was das bringen sollte.Haben die Leute nie gemerkt,dass sie nicht schneller als 30 fahren können?Das sie ihre Beine bewegen müssem etc-Wozu sind manche Lügen gut.Die Leute kommen trotzdem zu spät,wenn sie in einer halben Stunde zu einem 15 Kilometer entfernten Ort wollen.Kann man die Leute nicht bewusst rennen lassen?

Oder geht es darum,dass Menschen nicht freiwillig laufen würden.
Dass sie ihre Umwelt zerstören würdenDass sie umherlaufen und angelogen werden,dass hat ja nicht unbedingt eine schlechte Folge.Die Menschen laufen mehr,sie werden fitter und die Umwelt wird weniger verschmutzt.

[QUOTE]Ich glaube, daß eine Gesellschaft immer eine Führung braucht, die für all jene Menschen, die nicht selbst ans Ruder wollen, stellvertretend ihr Glück zusammenbastelt. Was mich beunruhigt, ist weniger das Führerprinzip (das wurde ja niemals in der Geschichte ausgehebelt), als der Umstand, daß die modernen Führer nicht sehr souverän wirken. Unsere Politiker haben die Lage nicht mehr im Griff, und das führt dazu, daß sie langfristig immer weniger Illusionen vom Glück zaubern können.[/QUOTE]

Hast du nicht erst gesagt,du willst nicht,das andere das Glück für dich schaffen sollen?Vielleicht wärst du ja mit dem Glück,dass dir ein anderer Führer verschafft einverstanden.

Ich meine das Ausklinken ist ja immer möglich und sei es alleine durch den Selbstmord,in der Matrix gibt es ebenfalls den Tot.

Und ich wäre nicht nur für eine Illusion von Glück

Aber ich glaube auch,dass Menschen einen Führer brauchen.Das Problem ist,dass man es nicht jedem recht machen kann als Führer,auch wenn man die besten Absichten und Ziele hat und auch das nötige Talent.Sind die Menschen nicht zu sehr auf sich fixiert,um die besten Kompromisse für alle zu akzeptieren?

Ich hab mir immer überlegt,ob ein weiser Führer oder ein kleiner Rat,am besten in der Lage wäre,ein Volk zu führen.Wesen ohne selbstfixiertes Eigeninteresse,die in die Hände von Lobbiiesten spielen.Unsere Politiker können doch kaum richtig eingreifen,die Handlungsdauer ist zu lange,es ist alles viel zu umständlich und
träge.Warum greift die Nato nicht bei Völkermord ein und sieht nur zu?Warum dauern Gesetzesanträge die seit Jahren notwendig sind,derart lange?Warum müssen erst Kompetenzen bestimmt werden?Warum muss ich mich durch endlos Bürokratie kämpfen.Ich glaube weil wir Menschen sind,wir können nicht von uns aus,selbstständig und gerecht handeln.Wir brauchen immer jemanden,der aufpasst,dass wir keinen Unsinn machen.

[QUOTE]Daß sie dieses Zaubern zwecks sozialen Friedens tun, ist mir schon lange klar und ich finde es immer wieder bestätigt. Selbst am untersten sozialen Ende beläßt man den Menschen CD-Player, Fernseher und das nötige Geld für Bier und Schnaps, damit sie sich in ihrem Elend volldröhnen können. In den höheren sozialen Schichten greifen dann die üblichen Propagandalügen, daß wir alle frei seien, Individuen, daß wir alle Chancen der Welt hätten. Haben wir natürlich nicht. Daß heutzutage jemand arbeitslos wird, liegt mittlerweile nicht mehr an einer persönlichen Verfehlung, sondern es gibt einfach ein paar Menschen zuviel, mit denen die Gesellschaft nichts anzufangen weiß. Auch die Story vom sozialen Netz und der Liebe als die allseligmachende Kraft ist selbstverständlich eine Propagandalüge. Wer liebt hier wen? Ist doch Mumpitz.[/QUOTE]

Ganz schlimm ist es erst,wenn die Leute hungern,dann gehen die auf die Barikaden ALLE.Aber ich finde es schon beruhigend zu wissen,dass hier niemand absolut allein gelassen wird.Verhungern muss man jedenfalls kaum.Ansonsten kann man die Menschen auch Schritt für Schritt irgendwo ranführen.Dann landen die irgendwo,wo sie vor Jahren nie hätten landen wollen.

[QUOTE]Nun, um zur Virtualität zurückzukehren: ich glaube, die Möglichkeit sich auszuklinken, ist wirklich eines der ersten Menschenrechte. Selbst im schlimmsten Folter-Mittelalter konnten Menschen sagen: ich geh in die Wälder, ins Kloster oder sonstwohin. Dieses Ausklinken bedarf keiner Techniken und auch keiner Medien, sondern es bedarf einer bestimmten Lebensauffassung, sei das jetzt östliche Meditation, Punk-Scheißegalismus, Christentum oder von mir aus irgendeine linke Ideologie.[/QUOTE]

Also ich kann in die Fremdenlegion gehen und auch in die Wüste,mal gucken wie weit ich komme.Doch kann man sich wirklich allem entziehen?Man kann die Augen nicht vor allen gesellschaftlichen Umständen verschließen.Sei es Krieg,Verfolgung etc.Oder Menschen jagen mich und wollen mich töten.Im Mittelalter ein Vogelfreier zu sein,dass war schon nicht lustig.

Auch in der Matrix gibt es solche Umstände.Wenn ich mich Ausklinken will,dann bin ich ja noch lange nicht von allem unabhängig.Selbstmord kann man ja immer begehen.

Die Matrix kann ja wie ein goldener Käfig gesehen werden,obwohl diese Bezeichnung ihr nicht ganz gerecht wird,in vielen Beziehungen ist man dort sogar noch viel freier als in der Realität.

Ansonsten kann man das wie ein Gefängnis sehen.Der Tagesablauf ist geregelt,wenn auch nicht so strickt und man kann nicht wählen dort zu bleiben.Obwohl der Scheißegalismus einen auch nicht weiter hilft.Solche Leute meckern über alles und tuen gar nichts mehr,weil sie faul und gleichgültig geworden sind.

Andererseits ist die Matrix auch der Schaps und die Zigaretten,der von der harten Realität ablenken soll.

Die Matrix scheint mir immer realer zu werden.Das ist ähnlich wie das platonischer Höhlengleichnis,nur dass einem nach dem Schmerz keine bessere Welt erwarten wird.Wer sagt denn,das alles besser wird.

Sollte ich jedem die Wahrheit sagen und in die Welt hinauslassen.Wieviele würden sich umbringen oder vergessen wollen?

[QUOTE]In einer virtuellen Welt schreiben unter Umständen recht dumme Menschen, Werbefuzzis und gescheiterte Germanisten, das Drehbuch für unser Gehirn. Vielleicht sollte man die Fragen gar nicht so sehr an den Konsumenten, sondern an die Macher der vrituellen Welt richten: mit welcher Philosophie und Ethik, mit welcher Berechtigung sie eigentlich die Drehbücher anderer schreiben wollen.[/QUOTE]

Zählt Eigeninteresse für dich als Berechtigung?Ich glaube auch kaum,dass dumme Menschen die schöpferische Rolle übernehmen und teilweise viel intelligentere Menschen als sich selbst intellektuell stimulieren wollen.Das ist ja der Teil der Freiheit,warum versinken Menschen in virtuellen Welten,weil sie da sein können,was sie wollen?Weil sie das machen können was sie wollen,weil sie endlich ihre Drehbücher selber schreiben können.
Das könnte ja eine Ethik sein.

Es gibt z.B. genug Programme in denen man selber Dinge erschafft und erdenkt.


[QUOTE]Ums auf den Punkt zu bringen: Stell Dir vor, ein Techniker könnte die absolute Traummaschine herstellen, welche jedwede Illusion erzeugt, aber er würde Dich fragen, was diese Maschine eigentlich für Träume herstellen soll ....[/QUOTE]

Wie gesagt,was sollte für mich die Motivation sein,diese Maschine erst zu betreten?Damit ich träumen kann,was ich will?Oder will ich in die Gedanken und Vorstellung anderer eindringen,das ist doch viel Interessanter,sich selber kennt man ja schon in der Hinsicht etwas besser.Aber erstmal würde der Techniker das Handwerkzeug erschaffen,die Möglichkeiten liegen bei anderen.
Ich habe hier eine Tastatur,ich kann damit schreiben was ich will,es gibt mir die Möglichkeit Satzzeichen nach Willen zu versetzen.

Wenn mich z.B. etwas langweilt,was irgendwo geschireben steht ,dann lese ich es nicht.

Das Problem virtueller Realität wird sein,dass man es schon quasi freiwillig bevorzugt.Das Problem wird nicht sein,dass man alle die dort nicht sein wollen,genau dort hinzwingt.

[QUOTE]Es ist dasselbe wie mit dem Fotografieren. Jeder hat mittlerweile eine Digicam, aber wenn Du dann bei Freunden die Bilder anschaust, merkst Du schnell, daß fast niemand sinnvoll mit dieser Technik umgehen kann. Die Bilder sind sterbenslangweilig.[/QUOTE]

Das ist doch individuell und nur du sagst,dass sie langweilig sind.
Außerdem ist nicht jeder ein Fotograf.Und manchmal will man gewisse Dinge ja auch nur festhalten.Man will die nicht unbedingt
100x80 Zentimeter in Schwarzweiß an die Wand hängen-

Mich regt immer auf,dass viele nichtmal von der Handhabung mit der Kamera umgehen können.Die anderen wackeln oder kriegen die Schärfe nicht eingestellt oder wählen das falsche Licht.

Nur was willst du sagen,dürfen Unfähige keine freien Möglichkeiten bekommen,da sie diese sowieso nicht benutzen können.

Eine passive Rolle zu spielen ist einfacher als eine aktive zu spielen.Dinge erschaffen ist befriedigender als immer nur zu konsumieren.
skywalker@Kampfsau stimme ich dir zu, gut durchdachte Argumentation.
[QUOTE] Na ja, die Leute die hinterfragt haben, jene die der Matrix entfliehen wollten und in die wahre Welt einkehrten, die hatten auch die Wahl. [/QUOTE]
Volle Übereinstimmung. Das ist der elementarste Unterschied. Nicht-existente-Wahl ungleich Wahl. Dieses Szenario nutzt die Filmindustrie seit den 60en. Letzte Kinoausgabe, der Film „die Insel“.
[QUOTE] Das ist die Absolutheit der Entscheidungen. Wenn man nur in der Matrix lebt, weiß man nicht ob man die Realität wirklich besser zum leben findet. Wenn ich die Matrix verlasse, habe ich weniger Möglichkeit einfach zurückzukehren und die Matrix wäre bedeutungsloser als zuvor, auch wenn sie nun neue Möglichkeiten offenbart. Seifer haben z.B. der Wein und die Speisen in der Matrix nicht mehr geschmeckt. Und darum sind Morpheus, Neo und Trinity auch immer so "cool". Sehen sie aus, als spüren sie die Schläge und Tritte der Agenten noch wirklich.

Ich meine das Ausklinken ist ja immer möglich und sei es alleine durch den Selbstmord, in der Matrix gibt es ebenfalls den Tot.

Und ich wäre nicht nur für eine Illusion von Glück [/QUOTE]
Der prinzipiellste Unterschied hinsichtlich des Threads ist, dass die Matrix bzw. die fiktive Realität, die Realität begegnet. Insofern gelten andere Voraussetzungen und Gegebenheiten. Eine anschleichende virtuelle Welt kann - im eigentlichen Sinne - nicht die Realität ersetzen. Folglich bedarf dies einer relevanteren Argumentation.
Wie du auch erwähnt hast: „Das Problem virtueller Realität wird sein, dass man es schon quasi freiwillig bevorzugt. Das Problem wird nicht sein, dass man alle die dort nicht sein wollen, genau dort hinzwingt.“
[QUOTE] Der menschliche Geist ist doch nicht so etwas Großartiges wie man es sich immer wünscht .Wir sind doch alle in einer Kapsel eingeschlossen und unsere Sinne sind ein notdürftiges Fenster um
nicht vollkommen abgeschnitten zu sein. Mein Intellekt ist begrenzt, ich kann mir nicht alles merken, weil meine Psyche und meine Gehirnstruktur vielleicht etwas anderes als bei einem Genie sind. Jedenfalls ist die Kapsel fast so klein wie das Fenster, aus dem man blickt. [/QUOTE]
Stimme ich zu.
[QUOTE] Aber ich glaube auch, dass Menschen einen Führer brauchen. Das Problem ist, dass man es nicht jedem recht machen kann als Führer, auch wenn man die besten Absichten und Ziele hat und auch das nötige Talent. Sind die Menschen nicht zu sehr auf sich fixiert, um die besten Kompromisse für alle zu akzeptieren?......... [/QUOTE]
Das könnte begehrlich ein neuer Thread werden! Bis dahin möchte lieber intopic bleiben.
[QUOTE] Zählt Eigeninteresse für dich als Berechtigung? Ich glaube auch kaum, dass dumme Menschen die schöpferische Rolle übernehmen und teilweise viel intelligentere Menschen als sich selbst intellektuell stimulieren wollen. Das ist ja der Teil der Freiheit, warum versinken Menschen in virtuellen Welten, weil sie da sein können, was sie wollen? Weil sie das machen können was sie wollen, weil sie endlich ihre Drehbücher selber schreiben können.
Das könnte ja eine Ethik sein. [/QUOTE]
Natürlich ist dies eine Frage der Ethik, sowohl für die Gesellschaft als auch für jedes Individuum. Gutes Beispiel, das Internet.

Gruß
Montrose[QUOTE]Sollte ich jedem die Wahrheit sagen und in die Welt hinauslassen.Wieviele würden sich umbringen oder vergessen wollen?[/QUOTE]Wahrscheinlich kein einziger.

Die Wahrheit war auch immer so ein Fetisch von mir. Die Wahrheit als Waffe. Aber diese Waffe ist vollkommen stumpf.

Sag jemandem, die Welt sieht so oder so aus. Da wird er mit den Achseln zucken und sagen: Na und? Das ändert doch nichts dran, daß ich diese und jene Vorteile im Leben sehe und sie genieße.

[QUOTE]Hast du nicht erst gesagt,du willst nicht,das andere das Glück für dich schaffen sollen?Vielleicht wärst du ja mit dem Glück,dass dir ein anderer Führer verschafft einverstanden.[/QUOTE]Hm, das zeigt nur, daß ich mir über diese Themen noch nicht genug Gedanken gemacht habe. Montag hol ich mir "Agonie des Realen" von der Buchhandlung ab, velleicht macht mich das klüger.

Das Problem dieses threads ist, daß wir sofort an die "letzten Fragen" gelangen. Die Frage nach der virtuellen Realität impliziert gleich das ganze andere Zeug: Was ist Realität?, Was ist der Nutzen von Wahrheit?, "Recht und Unrecht der Machtausübung" usw. usw.

Vielleicht sollte ich hier in nächster Zeit gar nichts schreiben, weil ich im Moment nichts zu sagen habe.

Zwei Dinge wiederhole ich aber einfach mal, weil es für mich die ersten festen Erkenntnisse in skywalkers thread sind:

[QUOTE]dass man "nichts erfinden kann, was außerhalb der Natur liegt".[/QUOTE]Diese Aussage ist unwahr.

Es zeigt dann auch, daß dieser Buchberger, Leiter eines Parks für virtuelle Welten und demnach Verantwortlicher und "Experte", keinen blassen Schimmer hat, wovon er eigentlich redet.

Das heißt aber auch, daß die Schöpfer und Administratoren virtueller Welten nicht automatisch diejenigen sind, welche Nutzen und Schaden ihrer Schöpfungen beurteilen können.

[QUOTE] Angesichts der entbrannten Diskussion um den Wahrheitsgehalt von digitalen Inhalten meinte Buchberger auf Nachfrage von pressetext: "Je technologisch fortgeschrittener unsere Welt wird, desto philosophischer werden wir uns mit ihr befassen müssen."[/QUOTE]Das ist eine faule Ausrede.

Die an Buchberger gestellte Frage ist dermaßen simpel, daß man zu ihrer Beantwortung nicht "philosophischer" werden muß. Es geht schlichtweg darum: Belügen digitale Inhalte den Betrachter: Ja oder Nein?


Nehmen wir mal an, man würde digital ein Hologramm von Stonehenge auf eine Wiese in Deutschland projizieren. Dürfte der Eigentümer dieser Wiese dann Eintritt für den Besuch von Stonehenge verlangen oder wäre dies Betrug?

Im Landliebe-Joghurt Marke "Erdbeere" ist überhaupt keine Erdbeere drin, sondern da sind Holzspäne einer australischen Holzart, die nach Erdbeere schmeckt, drin. Dennoch prangen auf dem Etikett Erdbeeren.

Der Nestle-Konzern hat vor über 20 Jahren Milchpulver für Säuglingsnahrung nach Afrika geschickt, obwohl a) die Mütter dort hätten selbst stillen können und b) für die Aufbereitung des Milchpulvers die hygiensichen Verhältnisse nicht gegeben waren, so daß Säuglinge starben. Der Konzern wurde übrigens frei gesprochen.

In Erfurt lief ein Schüler Amok und brachte Mitschüler und Lehrer um. Ermittlungen ergaben, daß er wie viele andere Amokläufer zuvor virtuelle Gewaltspiele spielte. Waren die Gewaltspiele die Ursache des Amoklaufs? Oder die vielen anderen sozialen Probleme, welche die Amokläufer hatten?


Was haben diese Beispiele gemeinsam? Scheinbar nichts. Da ist scheinbar kein System drin, das sind einfach nur Realitätsfetzen.

Aber diese Fetzen zeigen eines: wir sind in der Frage, was Wahrheit und was Virtualität ist, mittendrin. Und die Frage sowie deren Antwort ist eine ganz simple: darf man lügen?

[QUOTE]Das ist ja der Teil der Freiheit, warum versinken Menschen in virtuellen Welten, weil sie da sein können, was sie wollen? Weil sie das machen können was sie wollen, weil sie endlich ihre Drehbücher selber schreiben können.[/QUOTE]Hahaha, ja, das ist gut beobachtet. Sehr gut sogar.

Wenn jemand in einem virtuellen Spiel zum General oder was weiß ich aufsteigt, dies jedoch nicht im realen Leben tut, sondern dort eine kleine Nummer bleibt .... was sagt dies aus? Es zeitg, daß dieses Spiel eine Art Selbstbetrug ist. Daß die in dem Spiel ausgeübten Fähigkeiten völlig belanglos sind, da sie ja für's reale Leben nichts bringen.

Und wiederum: da schreiben die Leute nicht ihre eigenen Drehbücher, sondern ein anderer hat ein Drehbuch geschaffen mit dem Trick, daß er in dem Drehbuch eine Tür zum Sieg offenließ, die es im realen Leben (scheinbar) nicht gibt. Und für diesen faulen Trick bezahlen die Leute.

Die Frage ist aber: wenn die Leute sich bemühen, in virtuellen Welten zu siegen, dann verplempern sie ja Zeit und Kraft, mit der sie im realen Leben hätten gewinnen können.
Kampfsau[QUOTE]Wahrscheinlich kein einziger.

Die Wahrheit war auch immer so ein Fetisch von mir. Die Wahrheit als Waffe. Aber diese Waffe ist vollkommen stumpf.

Sag jemandem, die Welt sieht so oder so aus. Da wird er mit den Achseln zucken und sagen: Na und? Das ändert doch nichts dran, daß ich diese und jene Vorteile im Leben sehe und sie genieße.[/QUOTE]

Die schrecklichen Wahrheiten die sich uns offenbaren können,die sind heutzutage meist bedeutungslos für uns.

Man spürt ja selber nicht die Konsequenzen,wieviele Menschen haben in ihrem jetzigem Leben unausweichliche,grausame Qualen zu befürchten,die in ihrem Tot resultieren.

Was interessiert es mich,wenn irgendwo arme Leute im Krieg oder an Hunger verrecken.Wenn Kinder verkrüppelt werden.Viele heucheln Betroffenheit etc. aber sie selber kennen die Leute nicht und sind nicht direkt betroffen.

Keine kann sich wirklich vorstellen,was es selber für einen bedeutet,sich soetwas gegenüber zu sehen.

Und man kann ja gerade eine Zielscheibe werden,weil man wissend ist.


[QUOTE]Diese Aussage ist unwahr.
Es zeigt dann auch, daß dieser Buchberger, Leiter eines Parks für virtuelle Welten und demnach Verantwortlicher und "Experte", keinen blassen Schimmer hat, wovon er eigentlich redet.

Das heißt aber auch, daß die Schöpfer und Administratoren virtueller Welten nicht automatisch diejenigen sind, welche Nutzen und Schaden ihrer Schöpfungen beurteilen können.[/QUOTE]

Diese Aussage ist gewagt,Buchberger kann nicht antworten und außerdem ist diese Aussage aus dem Kontext gerissen.Du weißt gar nicht,was er genau damit gemeint hat.


[QUOTE]Das ist eine faule Ausrede.

Die an Buchberger gestellte Frage ist dermaßen simpel, daß man zu ihrer Beantwortung nicht "philosophischer" werden muß. Es geht schlichtweg darum: Belügen digitale Inhalte den Betrachter: Ja oder Nein?[/QUOTE]

Wenn du davon ausgehst,dann muss man immer mehr hinterfragen,was man zu sehen bekommt.Medien dienen als Informationsquellen der Allgemeinheit.Das ist schon seit Jahrzehnten so.Nicht jeder glaubt alles was in den Medien gezeigt wird.Mit fortschreitenden Mitteln werden diese Täuschungsmöglichkeiten immer ausgefeilter und nähern sich immer weiter glaubhaften Realitäten an.

[QUOTE]Hahaha, ja, das ist gut beobachtet. Sehr gut sogar. Wenn jemand in einem virtuellen Spiel zum General oder was weiß ich aufsteigt, dies jedoch nicht im realen Leben tut, sondern dort eine kleine Nummer bleibt .... was sagt dies aus? Es zeitg, daß dieses Spiel eine Art Selbstbetrug ist. Daß die in dem Spiel ausgeübten Fähigkeiten völlig belanglos sind, da sie ja für's reale Leben nichts bringen.[/QUOTE]

Ich finde das ja auch etwas erbärmlich.Nur ist die reale Welt auch oft ungerecht.Selbst wenn man nicht untalentiert ist.Dinge wie Chancengleichheit und gleiche Rechte sind doch nur auf dem Papier abgedruckt.

[QUOTE]Und wiederum: da schreiben die Leute nicht ihre eigenen Drehbücher, sondern ein anderer hat ein Drehbuch geschaffen mit dem Trick, daß er in dem Drehbuch eine Tür zum Sieg offenließ, die es im realen Leben (scheinbar) nicht gibt. Und für diesen faulen Trick bezahlen die Leute.[/QUOTE]

Es werden Möglichkeiten offen gelassen,die man auch wirklich erreichen kann.Viele nennen das Flucht in eine bedeutungslose Realität,nur stellt sich mir die Frage,wer will schon freiwillig selber bedeutungslos und schwach sein.Die Realität ist frustrierend und sie zieht einen mit runter

[QUOTE]Die Frage ist aber: wenn die Leute sich bemühen, in virtuellen Welten zu siegen, dann verplempern sie ja Zeit und Kraft, mit der sie im realen Leben hätten gewinnen können.[/QUOTE]

Das Leben hat einen höheren Schwierigkeitsgrad als z.B. ein Videospiel und es gibt nur äußerst selten zweite Chancen.
Auch ist man als Videospieler der Mittelpunkt der Welt.Man selber hält die Fäden in der Hand auch wenn das nicht immer ganz leicht ist.

Aber ich glaube manche sollten ihre Energie auf ihr Leben konzentrieren.

Ich glaube das ist wie die Frage der Idealisten und der Realisten.
Obwohl hier die Grenzen etwas verschwinden.

Nur das halt eine Selbstaufgabe an die Realität beim Realismus statt findet,wohingegen hier von einer Selbstaufgabe an die virtuelle Realität gesprochen wird.

Im Grunde dürfte aber beides Idealismus sein.Man hängt in beiden Fällen an Idealen fest.Nur in einem Fall will man die Ideale in der Realität manifestieren im anderen Fall will man seine Ideale in einer anderen Welt ausleben.

Nur ist der erste Fall (fast) nie eingetroffen.
skywalker[QUOTE] …..zukünftig könnte zum Beispiel über Ganzkörper-Datenanzüge aber auch dies möglich werden, betonte Stonawski. "Wenn die digitale Welt schöner und echter als die Wirklichkeit empfunden wird, dann haben wir ein Problem", meinte er. [/QUOTE]
Ein großes Problem wird entstehen, denke ich, wenn immer mehr persönliche Bedürfnisse durch eine digitale Welt gedeckt werden. Der virtuelle Sex kann unter Umständen schön, vielseitig und abwechselungsreich werden. Da eröffnen sich neue Möglichkeiten was die Wahl und die Maßen des virtuellen Partners betrifft. Da kann schnell passieren, dass viele Menschen u.a eine virtuelle Polygamie oder eine Traumpartnerschaft erleben werden wollen. Und das lebenslang.

Ein anderes mögliche Problem wäre z.B. wenn ich meine Freizeit nur virtuell gestalten werde. Ich fahre in den Urlaub nicht mehr mit meinem Auto, sondern rase ich mit meiner virtuellen Porsche richtung Süden. (Wer kauft dann wirkliche Autos?) Meine virtuellen Freunde warten auf mich bereits, und auch wenn ich nicht wirklich schwimmen kann, dann gehe ich sowieso nicht runter!! Ich besuche die besten Hotels und brauche ich dafür nichts zu zahlen – vielleicht doch, wenn ich das virtuelle Angebot eines Konzerns annehmen würde. (Was passiert mit den wirklichen Hotels dann?). Heute schon kaufen die Leute mittels Internet ein. Und das Geschäft nebenan macht weniger Umsatz! (nicht alle natürlich).

Wir Menschen wollen es halt bequem haben, wenn ich eine leckere Bratsauce zubereiten möchte, dann tue ich es nicht mehr wie meine Oma sondern kaufe ich direkt eine Maggipackung. Klar die virtuelle Welt bereitet einige Schwierigkeiten was die Bratsauce betrifft, aber ich kann trotzdem die Sauce in meiner virtuellen Welt zubereiten und essen, indem ich meinen Haushalt mit all seinen Positionen virtuell integriere.

Gruß
MontroseIch hab jetzt mal Jean Baudrillard angefangen. Der Typ kommt recht rotzig und amüsant rüber. Die Kritiken über dieses Buch sind eher so lala. Vermutlich wird es unterschätzt, denn neben einer Menge Polemik findet sich gleich zu Anfang die eine oder andere gute Systematisierung. Da hat einer nachgedacht. Vor allem scheint es mir ein Weiterführung bzw. Zuspitzung der Werke deutscher Soziologen zu sein.

Irgendwann mehr davon.
skywalkerEine Gefahr besteht darin, wenn „Benachteiligte“ Personen u.a. Schwerkranke, Schwerbehinderte oder Personen die soziale Integrationsprobleme aufweisen, sich in der Virtuellen Realität abkapseln. Sagen wir, eine Krebskranke Mutter entscheidet sich für die virtuelle Realität. Für sie ist dies die Erlösung. Ihre Kinder bzw. ihre Angehörige sind aber dagegen. Wie regelt man dies ethisch am besten?
Traumlos[QUOTE][i]Original geschrieben von skywalker [/i]
[B][...]
Sagen wir, eine Krebskranke Mutter entscheidet sich für die virtuelle Realität. Für sie ist dies die Erlösung. Ihre Kinder bzw. ihre Angehörige sind aber dagegen. Wie regelt man dies ethisch am besten? [/B][/QUOTE]

Ich habe auch eine Frage: Krieg ab heute digital - [QUOTE][i]Original geschrieben von skywalker [/i]
[B] Wie regelt man dies ethisch am besten? [/B][/QUOTE]
iluminaHmmmm.....erinnert sich hier eigentlich noch irgend jemand an "Total Recall"???

Das Schnetzel-Action-Filmchen mit dem Arnie????

[URL=http://www.moviemaster.de/archiv/film/film_2237.htm]>>>kurze Filmbeschreibung...<<
O.k., er war nicht sonderlich gut gemacht, aber sind wir von der Idee, von der Motivation, die hinter diesem Film steht denn wirklich noch so weit entfernt???

Ja, die Flucht in virtuelle Welten wird immer größer.

Ja, soziale Kontakte bleiben leider sehr oft auf der Strecke.

Ja, es gibt inzwischen viel zu viele Menschen, die sich selbst ein Leben in einer virtuellen Welt erschaffen, da sie mit der echten Realität nicht mehr zurecht kommen.

Erschaffen sie ihre Realität tatsächlich selbst? NEIN!

Vorgefertigtes Futter!

Diese Thema wühlt mich persönlich enorm auf, da ich quasi selbst davon betroffen bin. Geliebt Menschen aus meinem Umfeld und auch ich selbst verbringen unzählige Stunden am Tag in einer virtuellen Welt und ich würde jede Wette eingehen, daß es von Minute zu Minute mehr werden, die diese Flucht antreten.

Ist es nicht schon mit einer Droge gleichzustellen?

Man bringt im normalen Leben nichts auf die Reihe, aber im Spiel ist man der große Held, der geschickte Diplomat, der milde Herrscher, der Kämpfer, der die Armen und Schwachen beschützt, etc., in irgend einem Forum der geschätzte Redner, der alle in seinen Bann zieht.....

Ist es wirklich so weltfremd davon auszugehen, daß viel, viel mehr hinter allem steckt???

Menschen, die in ihrer virtuellen Welt glücklich sind, machen in der Realität nicht so viel Unannehmlichkeiten - wozu auch???

Die Realität frustriert doch eh nur!

Wie gesagt, ich mußte mir sowas schon oft genug mit ansehen und wenn ich dann noch höre, daß die höchsten Ziele im Leben ein Dach überm Kopf, was zu Essen und eine Flatrate sind, dann wird mir einfach SPEIÜBEL!!!!!!!


((Huch, schon so spät!!! Meine Realität hat mich eben daran erinnert, daß ich ihr noch Pausenbrot für die Schule machen muß....;) ))

...aber da mich das Thema brennend interessiert, werde ich es weiter verfolgen...

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