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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Wollen wir vielleicht endlich mehr?
inkubikWenn ein Athener sagt, dass alle Athener lügen, sagt er dann selbst die Wahrheit.

Unser Gehirn (der Mensch) erschafft sich seine Welt, Stück für Stück und zwar so wie es die Welt gerne sehen will (muss wohl in den Genen liegen). Bricht jedoch immer wieder gerne aus seinen selbst erschaffenen Grenzen aus. Ich glaube das sind nur Versuche neue Grenzen zu bilden die dann an Natürliche Grenzen stoßen (siehe obiges Bsp.), die wiederum gebogen werden können (müssen?).
Oder gibt doch einen innerlichen Drang endlich klüger zu werden...?

Ob diese These allgemein an der Menschheit
Zaunkönig1. Lösung für den Athener (gutes altes beispiel für den guten alten Fehlschluss):
Angenommen, der Athener lügt: Da er ja behauptet, alle Athener lögen, ist offensichtlich falsch, dass alle Athener lügen.
Und das ist die gefährliche Stelle: Negation(Alle athener lügen) bedeutet nicht, dass alle Athener die Wahrheit sagen, sondern, dass es mindestens einen Athener gibt, der die Wahrheit sagt!, denn dann ist es ja falsch, dass alle Athener lügen.
Wenn aber mindestens ein Athener die wahrheit sagt, kann es durchaus sein, dass unser Exemplar trotzdem lügt. Das heißt, es geht alles auf:
Der Athener lügt! (Die Wahrheit kann er freilich nicht gesagt haben^^)

Tja die gute alte Logik... ;)


2. Was du sagst, macht durchaus sinn, für mich zumindest, aber ich glaube, es gibt natürliche Grenzen, die wir nicht überwinden können: Und zwar unsre Sinne.
Alles, was wir von der Welt mitbekommen, nehmen wir durch unsere Sinne auf, und diese Sachen können wir wohl auch verstehen. Allerdings ist es ja wohl sehr gut möglich, dass..."da draußen mehr ist" xD
Diese Sachen können wir nur durch Nachdenken und Vernunft vermuten, allerdings auch nur unzureichend, da beides ja auf unsere erfahrungen abgestimmt sind, also wieder auf unsern sinnen beruhen...wir haben auch keine möglichkeit, etwaige vermutungen zu überprüfen, denn wir können höchstens die Folgen in unsrer Welt, durch unsre Wahrnehmungsinstrumente, beobachten, was aber bestenfalls zu noch mehr vermutungen führt.

Daher denke ich, dass dies unsre natürliche Grenze ist, ganz abgesehen von unserer Beschränktheit auf einfache Denkmuster...

Ein beispiel wäre der Versuch, sich einen 5D-Raum vorzustellen...ich habs bisher noch nicht geschafft. Aber wer sagt, dass er nicht existiert?? Beweisen kann man es wohl kaum.
Traumlos[QUOTE][i]Original geschrieben von Zaunkönig [/i]
[B]1. Lösung für den Athener (gutes altes beispiel für den guten alten Fehlschluss):
Angenommen, der Athener lügt: Da er ja behauptet, alle Athener lögen, ist offensichtlich falsch, dass alle Athener lügen.
Und das ist die gefährliche Stelle: Negation(Alle athener lügen) bedeutet nicht, dass alle Athener die Wahrheit sagen, sondern, dass es mindestens einen Athener gibt, der die Wahrheit sagt!, denn dann ist es ja falsch, dass alle Athener lügen.
Wenn aber mindestens ein Athener die wahrheit sagt, kann es durchaus sein, dass unser Exemplar trotzdem lügt. Das heißt, es geht alles auf:
Der Athener lügt! (Die Wahrheit kann er freilich nicht gesagt haben^^)
[...][/B][/QUOTE] Ein hartes Urteil für einen leicht korrigierbaren Fehler... ;)

@inkubik: Kannst du deine Problemstellung ein wenig näher erläutern?
Man korrigiere auch mich: Die Wahrnehmung der Umwelt wird auf das Wichtigste reduziert, der Großteil dringt wohl nicht in das Bewusstsein - diese Grenzen sind zum Überleben notwendig.
Sprichst du von der Erweiterung dieser Grenzen?
curupiraWir nehmen unsere Umwelt durch unsere Sinne auf, und bewerten diese aufgenommenen Reize aufgrund unserer Erfahrungen die wir im Leben gesammelt haben, und das macht unser Kopf. Dadurch nimmt jeder seine Umwelt subjektiv auf, und jeder Mensch sieht seine eigene Welt,und hat seine eigene Vorstellung von dieser.
Durch unsere Erfahrungen geschieht also eine Einschneidung der Reize, und jeder sortiert subjektiv aus was wichtig ist und was nicht. Also muss es mehr geben, nämlich das was wir nicht sehen können weil wir es aussortiert haben.
Und ja viele Menschen versuchen ihr Spektrum zu erweitern, und ihre Aufmerksamkeit auch auf andere Dinge zu lenken. Durch Meditation zum Beispiel, indem versucht wird immer in Hier und Jetzt zu sein, und dadurch das zu sehen was wirklich da ist.
inkubikDer Athener war nur ein Schnellschuss, ich habe ein Beispiel gebraucht…

Ja. Es ist sicher gesünder sich nicht jeden Mist einprägen zu müssen und alles durch einen Filter der Subjektivität zu jagen. Aber gibt es einen Willen von sich aus „klüger“ zu werden? Oder ist es die triebhafte Neugier?


Es ist zwar richtig dass wir unsere natürlichen Grenzen nicht überschreiten können, aber dennoch verbiegen. Ist es nicht ein natürlicher, automatischer Vorgang dem wir uns hingeben? Der Vorgang der Grenzüberschreitung. Die Erweiterung des Bewusstseins (bitte, bitte nicht an Drogen denken ;) ) eingebrand in den Evolutionär geprägten Verhalten welches sich wahrscheinlich, nein sicher, durch maschinelle „Revolution“ beschleunigen wird.

Die entscheidende Frage: Wollen W I R es ? Oder ist es mit dem gedankenlosen Blickschweif eines unterdurchschnittlichen Mannes nach einem weiblichen Hintern zu vergleichen der im dem Moment sämtliche vom Bewusstsein gesteuerten Mechanismen abstellt.

Vielleicht drücke ich mich zu weit hergeholt aus.
Kommt manchmal über mich… ...tut mir leid.

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