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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Kritik an die Kritik?
SolanumSacrificSalvete!


Kritik hat (wie alles andere in der Welt auch) Vor- und Nachteile.
Doch ist sie für euch überwiegend gut oder eher schlecht?

Ich sehe Kritik als etwas äußerst Produktives, da sie den Kritisierten aber auch den Kritisierenden auffordert, zu hinterfragen und sich mit dem kritisierten Thema, Verhalten, etc. auseinanderzusetzen.
Kritik ist immer ziemlich subjektiv, und genauso subjektiv wird sie auch aufgefasst. Deshalb liegt es doch eigentlich am Kritisierten, ob er die an ihn gerichtete Kritik nun negativ auffasst, und sich beispielsweise angegriffen fühlt, oder positiv auffasst und versucht seine eigenen Ansichten (oder was auch immer) kritisch zu prüfen und evt. zu "verbessern".

Hat jegliche Kritik nicht immer ihre Berechtigung? Übermäßige Kritik mag sicherlich nicht gut sein, da der Mensch von Natur aus seine eigene Meinung haben will und somit Recht haben will - und gerade Kritik stellt dieses in Frage. Aber wenn ein Mensch sich dies bewusst macht und nun grundsätzlich versucht, auf Kritik positiv zu reagieren und an ihr zu wachsen, wäre es doch für ihn selbst weitaus leichter und hilfreicher?
Auf Kritik positiv reagieren meint hier nicht, die Kritik anzunehmen und dann entsprechend etwas zu verändern. Denn Kritik muss ja nicht immer etwas Falsches berichtigen, sondern kann selbst (für den Kritisierten) tatsächlich falsch sein. Aber man kommt nicht weiter, wenn man Kritik aus dem Weg geht.

Eine weitere Form der Kritik ist die Selbstkritik, die ich in zwei Bereiche gliedern will:
zum einen die bewusste Selbstkritik, die meiner Meinung nach von großer Bedeutung ist, da sie den Menschen zur bewussten Auseinandersetzung mit sich selbst zwingt und somit einen Lern- und Reifeprozess fördert. Zum anderen die innere Stimme der Kritik. Sie ist nicht(!) gleichbedeutend mit der Intuition, sondern für mich eher etwas negatives, eine Art unberechtigter Selbstzweifel. Es ist jene innere Stimme, die uns z.B. abhält, eine Entscheidung zu treffen oder eine Veränderung hervorzurufen ("Das schaffe ich ja sowieso nicht"). Von dieser inneren Stimme der Kritik sollte man sich versuchen zu befreien.

Was genau versteht ihr unter Kritik und was haltet ihr von ihren verschiedenen Formen?

Abschließend fällt mir noch eine kleine (aber doch auch wichtige) Sentenz ein: "Kritisiere nicht, was du nicht verstehst!"


SolanumSacrific
Riguim prinzip hast du bereits alles zum thema gesagt, vorallem der letzte satz "Kritisiere nicht, was du nicht verstehst!", den leider nur all zu wenige befolgen, war sehr gut formuliert.
kritik ist eigentlich, wenn sie von einem menschen kommt der diesen satz befolgt (wobei leider auch oft menschen glauben etwas verstanden zu haben wobei es eigentlich nicht so ist), immer positiv und hilft menschen sich zu orientieren

zur inneren stimme... einerseits hast du da auch recht nur die innere stimme bildet sich aus der lebenserfahrung eines menschen und sollte daher nicht immer ignoriert werden
SolanumSacrific[QUOTE][i]Original geschrieben von Rigu [/i]
[B]zur inneren stimme... einerseits hast du da auch recht nur die innere stimme bildet sich aus der lebenserfahrung eines menschen und sollte daher nicht immer ignoriert werden [/B][/QUOTE]
Ich habe deshalb auch klar zwischen innerer Stimme im Sinne einer Intuition und besagter inneren Stimme [i]der Kritik[/i] differenziert.
Allerdings kann man den Begriff "innere Stimme der Kritik" unterschiedlich auffassen - was ich damit meine habe ich ja bereits erläutert :)
MenedemosDa fällt mir ein Gedicht von Wilhelm Busch ein:

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich
So hab ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin.
Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit!
Zum dritten hof ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm!
Schließlich kommt es denn heraus:
Ich bin ein ganz famoses Haus.
SolanumSacrific[quote]Unverhältnismässig wird Kritik nur spätestens an dem Zeitpunkt, wenn sie andauernd ausgesprochen wird[/quote]
Oder, wenn der Inhalt der Kritik tatsächlich unberechtigt ist, z.B. aufgrund von Vorurteilen, Verallgemeinerungen, Diskriminierung, etc.

[quote]... Selbstkritik hingegen... insofern meist mehr destruktiv als wirklich sinnvoll, da stimme ich Dir zu - wenn man es nicht mal schafft, sich selber zu überzeugen, wen dann?![/quote]
Bewusste Selbstkritik sehe ich als äußerst konstruktiv an, da sie eine Auseinandersetzung mit sich selbst folgert, bzw. bereits darstellt.
skywalkerAlt aber interessant
TrauerwesenIch mache es kurz, da es eigentlich schon gesagt wurde:

Kritik hilft, Dinge zu verbessern. Und da nie etwas perfekt sein kann, ist es nur gut, wenn Kritik geäussert werden kann, denn sonst kommt es zum Stillstand.
skywalkerZwischen Dogmatismus und dem Skeptizismus ist die mittlere und einzig gesetzmäßige Denkungsart der Kritizismus. Dieser ist die Maxime, niemals etwas anderes als nach vollständiger Prüfung der Prinzipien für wahr anzunehmen.

Durch Kritik wird unserem Urteil der Maßstab zugeteilt, wodurch Wissen von Scheinwissen mit Sicherheit unterschieden werden kann.

Kant
derPunkman kann ja so ziemlich alles kritisieren was es gibt und naja du kannst auch gerne die kritik kritisieren aber wenn ich das dann richtig verstehe also nehmen wir mal an die kritik wird kritisch hinterfragt und desshalb verboten tja wie gänge es dann weiter???
ganz klar ohne kritik egal ob man selbst was kritisiert oder jemand anders ob man sich selbst oder andere kritisiert... keiner würde das mehr tun! dann währe unsere welt bald ganz im arsch das steht fest ok man könnte jetzt sagen ich habe die frage nicht verstanden oder bin nicht tiefgründig genug?! das mag ja sein aber zum jetzigen zeitpunkt halte ich deine frage für überflüssig!

warum sollte man die kritik kritisieren und damit den sinn der selbigen hinterfragen (das tust du doch oder??) naja so hab ich das nun verstanden

ich mein kritik ist was ganz normales (wobei man hier wirklich auch von normal sprechen kann) weil ja jeder kritisiert und am liebsten das was er auch nicht versteht unterstelle ich jetzt einfach mal.... rund um den ganzen planeten wird kritisiert und man kann ja auch wie gesagt so gut wie alles kritisieren....

so um jetzt nochma alles auf einen nenner zu bringen kritik is gut weil es die menschen zum nachdenken bringt kritik is gut weil kritik entwicklung bedeutet niemand würde etwas verändern wenn es keiner noch nichmal er oder sie selbst kritisiert
kritik is gut weil kritik bedeutet sich mit etwas befassen zu müssen und dies zu hinterfragen und stellt euch eine welt vor in der nie hinterfragt wird.... so das sollte reichen... nun übt mal heftig kritik an meinen schrieb aus aber bitte mit begründung
:)

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