German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: El loco, el loco, der heilige Juan de Dios
Darkpoem112Dies ist mal ein Thread der in erster Linie die Gläubigen unter euch (egal welcher Religion) intressieren dürfte. Die jenigen welchen, die das spanische beherrschen werden sich gewundert haben denn übersetzt heist der Thread: "Der Narr, der Narr, der heilige Johannes von Gott" (Johannes von Gott ist auch bekannt als der Bettler von Granada). Nun ich finde diesen Mann absolut fazinierend und lese das Buch "Der Bettler von Granada" wieder und wieder und wieder.... Juan de Dios wurde alles genommen, seine Familie, seine Heimat soger sein Verstand. Und als er einmal einen damals bekannten Prediger aufsuchte und um Rat fragte sagte dieser Sinngemäß:
"[B]Erst wenn du alles verloren hast, und nur noch die Liebe Gottes hast, erst dann kannst du sein Werkzeug sein. Gott wird dich erniedrigen, dir alles nehen, um dich aus dem Staub zu erheben und dich zu seinem Werkzeug zu machen.[/B]
Ist das so? Muss man erst alles verlieren um Gott (oder Allah oder Odin oder an wen ihr auch immer glauben mögt) aus vollem Herzen dienen zu können?
LelaihahOh mann da schmeist du aber eine schwere Frage in den Raum.

Also ich würde jetzt mal behaupten das ein Mensch dem es absolut gut geht, der absolut alles hat was er sich wünscht und der keinen Kummer hat , keinen Glauben hat bzw braucht.
Auch wenn ich persönlich der Meinung bin das Glauben (in egal welcher Form / selbst Atheismus was ja irgendwie auch eine Glaubensform ist) weichtig ist.

Also denke ich das man nur dann die Liebe , Gnade, Wichtigkeit Gottes (Allahs Odins ... ihr wisst schon) erkennen kann wenn man sich durch eben diese Liebe gestärkt fühle.

Ob einem dazu alles genommen werden muss kann man nicht genau sagen. Denn ich denke das man erst erkennt das man jetzt das höchstmaß an , nennen wir es mal Erleuchtung, erreicht hat wenn es soweit ist.
kin of darknessNaja, der Mensch ist nun mal von Natur aus faul.
Und hat ein Mensch alles was erbenötigt, so wird er seinen Hintern nicht vom Sofa erheben.Also um einen Menschen zu mobilisieren ist es mit Sicherheit die einfachste Methode, ihm alles zu nehmen.

Aber sollte nicht eher der Mensch von alleine dem höchsten Guten dienen. Der Mensch hat ja einen freien Willen, mehr oder weniger... Und daher finde ich die Idee, dass einem Menschen alles genommen wird, um ihn zwangsweise zu einem Werkzeug des höchsten Guten zu machen?
Es ist einfach ein bitterer Beigeschmack in dieser Idee.
Darkpoem112Nun hast du eigentlich 2 verschiedene antworten in einem Post gegeben^^
kin of darknessIch habe die beiden Seiten der Angelegenheit versucht zu interpretieren.
das funktioniert in diesem Fall nicht ganz in einer Antwort.
LayaIch denke, dass wir Menschen diejenigen sind, die dieses Gesetz am Leben erhalten, und nicht Gott. Ist es nicht so, dass wir uns erst dann wirklich an Gott wenden, wenn uns keine andere Möglichkeit mehr bleibt? Viele schaffen es doch erst, inbrünstig zu beten, wenn ihnen etwas so schreckliches erfahren ist, dass sie hat erkennen lassen, dass ihnen kein Mensch helfen kann.
Der Mensch hat einen natürlichen Stolz, den er erst aufgibt, wenn er auf nichts mehr stolz ist, denke ich. Somit lässt er sich erst von Gott leiten, wenn er nichts mehr hat, dass ihn ablenkt.
kin of darkness[QUOTE][i]Original geschrieben von Laya [/i]
[B]Viele schaffen es doch erst, inbrünstig zu beten, wenn ihnen etwas so schreckliches erfahren ist, dass sie hat erkennen lassen, dass ihnen kein Mensch helfen kann.
[/B][/QUOTE]

Oder er steht auf und versucht das Beste daraus zu machen.
"Hilf dir selbst, und dir wird geholfen."
Stimmt! Wenn ich mir selbst habe ich schon mal jemanden, der mir hilft: mich!


[QUOTE][i]Original geschrieben von Laya [/i]
[B]
Der Mensch hat einen natürlichen Stolz, den er erst aufgibt, wenn er auf nichts mehr stolz ist, denke ich. Somit lässt er sich erst von Gott leiten, wenn er nichts mehr hat, dass ihn ablenkt. [/B][/QUOTE]

Aber das bringt mich auf meine Aussage zurück, in der ich mich schrecklich verschrieben habe. :o

Es kann nicht im Intresse eines höchsten Guten sein, wenn die Menschen sich erst darum kümmern, wenn sie nichts anderes mehr haben, oder
Laya[QUOTE]Es kann nicht im Intresse eines höchsten Guten sein, wenn die Menschen sich erst darum kümmern, wenn sie nichts anderes mehr haben, oder[/QUOTE]

Nein, definitiv nicht. Aber das ändert doch nichts daran, dass die Menschen es tun :)

[QUOTE]"Hilf dir selbst, und dir wird geholfen."[/QUOTE]

Ja, wenn du darauf vertraust, dass du dir selbst am allerbesten und ausreichend helfen kannst, dann mag dir diese Hilfe, die du von dir selbst erhälst, reichen.
kin of darknessJa, natürlich ist es so. Aber das ist, um es mal etwas leger zu formulieren, nicht die feine englische Art.

Ich vertraue nicht daruf, dass ich mir am Besten helfen kann, sondern ich vertraue nicht darauf, dass ich von anderen Hilfe bekomme. Das heißt nicht, dass ich sie nicht annehmen würde.
[QUOTE]...wenn ihnen etwas so schreckliches erfahren ist, dass sie hat erkennen lassen, dass ihnen kein Mensch helfen kann. [/QUOTE]
Und für diesen Fall kann ich ja auch keine Hilfe von anderen Menschen erwarten, oder?
Darkpoem112Nun Juan de Dios hat eigentlich schon immer sehr zu Gott gehalten, und diese aussage stammt ja auch nicht von ihm sondern von einem anderen apostel. Aber sein eigentliches Werk begann er erst als er als Bettler in der Gosse von Granada lebte. Obwohl er eigentlich immer schon versucht hat rauszufinden welchen weg der Herr im bereitet hat, welches Kreuz er zu tragen hat, wie er sich ausdrückte. Aber erkannt hat er das erst als Bettler. War das wirklich nur falscher Stolz? War einer der größten Heiligen spaniens als junger spund zu stolz um den Ruf des Herren zu verstehn??

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur